Bunt, fröhlich und bisweilen ein wenig fantastisch geht es derzeit in der Städtischen Galerie Pappenheim zu. Dort ist mit Heidi Fesl eine Künstlerin zu Gast, deren Wurzeln ganz in der Nähe liegen und deren Bilder vor allem eines wollen. Den Menschen Freude machen.
Heidi Fesl wurde in Bieswang geboren und lebt heute in Weißenburg. Die Malerei begleitet sie praktisch schon ein Leben lang. Seit sie als Kind einen Stift halten konnte, wurde gemalt und gezeichnet. Dabei hinterließ auch ein in Pappenheim wohlbekannter Künstler seine Spuren. Der Kunstmaler und Kunstlehrer Heinrich Mangold beeinflusste ihre ersten künstlerischen Schritte ganz wesentlich. Später lernte Heidi Fesl bei der Malschule Mandl.
Wie bei Mangold standen zunächst Landschaften und Motive aus der Heimat im Mittelpunkt. Mit der Aquarellmalerei begann der künstlerische Weg, ehe Heidi Fesl später die kräftigeren Acrylfarben für sich entdeckte. Heute gilt ihre besondere Liebe der vielfältigen Farbenwelt der klassischen Ölmalerei.
Und Farbe gibt es in ihren Bildern wahrlich reichlich. Sie prägt die Ausstellung und schafft in den Räumen der Städtischen Galerie eine ganz eigene Welt. Dabei darf es durchaus auch einmal fantastisch werden. Besonders Tiere haben es der Künstlerin angetan und begegnen den Besuchern in den unterschiedlichsten Variationen.
„Wenn ich male, vergesse ich alles um mich herum. Ich versuche das Fröhliche, Schöne und eventuell auch Lustige mit meinen Bildern festzuhalten“, beschreibt Heidi Fesl selbst, was sie beim Malen bewegt.
Vielleicht ist es gerade dieser Gedanke, der den Charakter der Ausstellung am besten trifft. Denn Heidi Fesl möchte mit ihren Bildern die Betrachter erfreuen und sie für eine Weile in ihre „heile Welt“ mitnehmen. Die alltäglichen Sorgen dürfen dabei draußen bleiben. Dass die Künstlerin diese Probleme genauso kennt wie ihre Besucher, versteht sich dabei von selbst.
So musste für die Ausstellung eigentlich nicht lange nach einem passenden Namen gesucht werden. „Heidis heile Welt“ bringt auf den Punkt, was die Bilder vermitteln möchten.
Eröffnet wurde die Ausstellung am Sonntag, 20. September, in der Städtischen Galerie Pappenheim. Für die bunte musikalische Untermalung der Vernissage sorgten Andreas Müller mit der Klarinette und Christine Köhnlein am Klavier.
„Heidis heile Welt“ ist noch bis zum 8. November in der Städtischen Galerie Pappenheim, An der Stadtmühle 1, zu sehen. Der Zugang befindet sich im roten Turm von der Klosterstraße aus. Geöffnet ist die Ausstellung an Sonn- und Feiertagen jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Titelfoto: Kunst- und Kulturverein

