Mit Sport, Rückblicken, Ehrungen, einer Theaterszene aus der Gründungszeit und geselligem Beisammensein hat die TSG Pappenheim am Freitagabend den Auftakt ihres Jubiläumswochenendes zum 80-jährigen Bestehen gefeiert. Zahlreiche Mitglieder, Gäste und Freunde des Vereins waren auf das Sportgelände gekommen, um gemeinsam auf acht Jahrzehnte Vereinsgeschichte zurückzublicken und den Startschuss für die Festtage zu geben.
Bereits am frühen Abend stand der Fußball im Mittelpunkt. Bei hochsommerlichen Temperaturen wurde auf zwei Kleinfeldern ein AH-Turnier mit acht Mannschaften ausgetragen. Neben drei Teams der TSG Pappenheim waren der FC/DJK Weißenburg, der 1. FC Nagelberg, die Jura Kickers, der VfB Mörnsheim und der VfL Treuchtlingen vertreten. Mitten im Geschehen war auch TSG-Vorsitzender Bastian Hillitzer, der für die Mannschaft Pappenheim II als Torwart zwischen den Pfosten stand. Nach spannenden Begegnungen setzte sich der VfB Mörnsheim vor den Jura Kickers und dem VfL Treuchtlingen durch.
Direkt im Anschluss begann der offizielle Festabend. Schirmherr Johannes Graf von und zu Egloffstein zeigte sich erfreut über die ihm übertragene Aufgabe und dankte dem Verein für das entgegengebrachte Vertrauen. Fußball, so betonte er, sei weit mehr als nur ein Sport. Er bringe Menschen zusammen und schaffe Gemeinschaft über alle Grenzen hinweg. Sein Dank galt insbesondere den vielen Ehrenamtlichen und Organisatoren, die das Vereinsleben mit großem Einsatz tragen. Als sichtbares Zeichen seiner Verbundenheit überreichte er der TSG ein prunkvolles Fahnenband.
In seiner Festrede spannte der Vorsitzende Bastian Hillitzer den Bogen von den Anfängen des Vereins bis in die Gegenwart. Die TSG sei in einer Zeit entstanden, in der die Menschen nach dem Zweiten Weltkrieg Hoffnung, Zusammenhalt und einen Neuanfang gesucht hätten. Fußball habe dabei eine wichtige Rolle gespielt und Menschen zusammengeführt. Auch die TSG habe in ihrer langen Geschichte nicht nur Erfolge erlebt. Es habe Zeiten mit großen Herausforderungen gegeben, insbesondere auch in finanzieller Hinsicht. Gerade in diesen Phasen habe sich jedoch gezeigt, was einen Verein ausmacht: Menschen, die Verantwortung übernehmen, zusammenhalten und an die gemeinsame Sache glauben. Darauf könne die TSG heute mit Stolz zurückblicken.
Besonders hob Hillitzer die Jugendarbeit hervor, die seit vielen Jahren einen Schwerpunkt des Vereins bildet. Die Zukunft der TSG werde nicht eingekauft, sondern in den eigenen Reihen ausgebildet und gefördert. Als aktuelle Erfolge nannte er den Gewinn der Meisterschaft der U19 sowie den Klassenerhalt der ersten Mannschaft. Gleichzeitig richtete er den Blick nach vorne. Mit einem neuen Trainerstab wolle man die sportliche und menschliche Entwicklung des Vereins weiter voranbringen. Sein Dank galt den zahlreichen Ehrenamtlichen, Trainern, Betreuern, Sponsoren und Helfern, die oftmals im Hintergrund wirken und dennoch das Herzstück des Vereinslebens bilden.
Die Glückwünsche der Stadt Pappenheim überbrachte Bürgermeister Florian Gallus. Er würdigte die TSG als einen Verein, der seit 80 Jahren für Gemeinschaft, Ehrenamt und Freundschaft stehe. Darüber hinaus sei die TSG ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt. Ob beim Volksfest oder bei zahlreichen anderen Veranstaltungen – auf die Unterstützung der TSG Pappenheim sei stets Verlass. Besonders lobte Gallus die Jugendarbeit des Vereins. Die TSG vermittle jungen Menschen Werte wie Teamgeist, Fairness, Disziplin und Verantwortung und leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Jugend in Pappenheim.
Ein emotionaler Höhepunkt des Abends waren die Ehrungen verdienter Vereinsmitglieder. Mit großem Applaus wurden Zaklin und Sinisa Stojanovic ausgezeichnet. Beide gelten als unverzichtbare Stützen des Vereins. Während Zaklin Stojanovic als Kassenwartin die finanziellen Belange der TSG verantwortet, kümmert sich Sinisa Stojanovic seit Jahren mit großem Engagement um die Sportanlagen und Vereinsgebäude.
Auch sportliche Verdienste wurden gewürdigt. Für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit als Trainer erhielt Michael Thomas eine besondere Anerkennung. Ein Präsent überreichte die Vereinsführung zudem an Sebastian „Pappe“ Glasner, der als Spieler maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt der ersten Mannschaft hatte.
Mit vielen Gesprächen, guter Stimmung und einer gelungenen Mischung aus Rückblick und Ausblick endete der erste Tag des Jubiläumswochenendes.
Für einen besonderen kulturellen Höhepunkt sorgte die Theatergruppe Pappenheim e. V., die mit ihrer eigens für das Jubiläum inszenierten „fast wahren Geschichte“ die Gründungszeit der TSG auf humorvolle und zugleich bewegende Weise lebendig werden ließ – darüber berichten wir in einem gesonderten Artikel.



