Weitere Spende für die Turnhalle in Pappenheim

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Der Turnverein Pappenheim hat für die Sanierung seiner historischen Turnhalle einen weiteren wichtigen Baustein zur Finanzierung erhalten. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) unterstützt das Projekt mit einer Spende in Höhe von 20.000 Euro. Überreicht wurde der symbolische Spendenscheck von Alexander Ruthardt vom Kuratorium fränkischer Stadtbaumeister im Namen der DSD an den Vereinsvorsitzenden Julian Sattler.

Mit einem kleinen Sektempfang feierte der Turnverein die Spendenübergabe direkt in der Turnhalle. Die Vorstandschaft mit Regine Halbmeyer, Julian Sattler, Carlo Enser und Timo Ernst zeigte sich dabei gut gelaunt und zuversichtlich. Als Zeichen der Wertschätzung für das große Engagement des Vereins waren auch Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Gallus sowie Stadtrat Marcus Wurm anwesend. Letzterer fungiert seit Herbst 2025 als ausgewiesener Experte und wichtiges Bindeglied zwischen dem Turnverein und der Stadt Pappenheim, die bekanntermaßen eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 300.000 Euro für den Verein übernommen hat.

Ebenfalls zur Spendenübergabe gekommen waren Kreisheimatpfleger Werner Somplatzki sowie Architekt Clemens Frosch, der die laufenden Sanierungsarbeiten am Dach der Turnhalle betreut.

Wie bereits mehrfach berichtet, war der Turnverein durch die akute Einsturzgefahr des Turnhallendaches und die damit verbundene Sperrung der Halle zunächst in eine nahezu ausweglose Situation geraten, die sogar die Existenz des Vereins bedrohte. Dem unermüdlichen Einsatz, der Übersicht und der akribischen Arbeit von Kassenwartin Regine Halbmeyer ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Verein heute wieder mit Zuversicht auf die Sanierung der Turnhalle blicken kann. Die Spendenübergabe am Freitag, 23. Januar 2026, stellt dabei einen weiteren wichtigen Meilenstein dar.

In seiner Rede erläuterte Alexander Ruthardt die Beweggründe der Deutschen Stiftung Denkmalschutz für die Förderung des Projekts. Die Stiftung sei die größte private Initiative für Denkmalpflege in Deutschland und setze sich seit 1985 bundesweit für den Erhalt bedrohter Baudenkmale ein. Jährlich würden rund 600 Projekte unterstützt – ausgewählt würden dabei nur Vorhaben von besonderer kultureller, historischer und gesellschaftlicher Bedeutung.

Die Turnhalle des Turnvereins Pappenheim erfülle diese Kriterien in besonderer Weise. Das 1907 errichtete Gebäude stelle als nahezu vollständig erhaltene historische Turnhalle ein bedeutendes Baudenkmal dar. Hervorgehoben wurden insbesondere die technisch anspruchsvolle Dachkonstruktion, die architektonischen Elemente des ländlichen Jugendstils sowie der außergewöhnlich hohe Anteil an original erhaltener Bausubstanz. Zudem handele es sich um einen heute nur noch selten erhaltenen Bautyp, der für die frühe Geschichte des Vereinssports von großer Bedeutung sei.

Ein weiterer ausschlaggebender Grund für die Förderung sei das außergewöhnlich hohe persönliche Engagement der Vereinsführung. Der Turnverein habe trotz schwieriger Ausgangslage Verantwortung übernommen, ein tragfähiges Sanierungskonzept erarbeitet und die Maßnahmen eng mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt. Nicht zuletzt würdigte Ruthardt die zentrale gesellschaftliche Rolle des Turnvereins für das öffentliche Leben in Pappenheim. Die Turnhalle sei weit mehr als ein Sportgebäude – sie sei ein identitätsstiftender Ort für Generationen von Bürgerinnen und Bürgern.

Mit der Spende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist ein weiterer wichtiger Schritt zur dauerhaften Sicherung und Sanierung der historischen Turnhalle gelungen – und ein starkes Signal für den Erhalt eines bedeutenden Baudenkmals in Pappenheims.