An der Wiege des Goldenen Stadtwappens

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Eine Besuchergruppe aus Gräfenthal, Lützen und Pappenheim hat kürzlich bei der Firma Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH in Bieswang eine höchst interessante und umfassende Betriebsführung erhalten. Die Idee dazu entstand Ende September bei einer Reise nach  Gräfenthal, wo Delegationen aus den historisch verbundenen Städten Gräfenthal, Lützen und Pappenheim 30 Jahre Deutsche Einheit gefeiert haben.

Zu diesem großen Anlass nimmt man natürlich ein Gastgeschenk mit. Das beste und repräsentativste Geschenk  das die Stadt Pappenheim zu vergeben hat, ist ein golden glänzendes stattliches Stadtwappen. So ein „goldenes“ Wappen, hergestellt bei der Firma Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH in Bieswang überreichte (wir haben berichtet) Stadtrat Friedrich Obernöder bei dem Empfang im Gräfenthaler Rathaus an Gräfenthals Bürgermeister Dr. Professor Wolfgang Wehr, der sich als Diplomierter Ingenieur das imposante Geschenk natürlich genauer ansah und fragte, wo man so etwas herstellen lassen kann. „In Bieswang“, war die Antwort. Und schon war der Wunsch  geboren den Herstellungsort dieses Kunstwerks zu besichtigen.

Im Vorfeld des Pappenheimer Geschichtsforums kamen die Bürgermeister aus Gräfenthal und Lützen zusammen mit Botschafterin des Landes Schweden an der Gustav Adolph Gedenkstätte in Lützen, Dr. Inger Schuberth und Maik Reichel, Direktor an der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen Anhalt nach Pappenheim und konnten auf die freundliche Einladung der Firma Krause in dem Bieswanger Betrieb für gegossene Präzision eine hochinteressante Betriebsführung genießen.

Mit bei der Besuchergruppe waren auch die Bieswanger Stadträte und einige Mitglieder des Pappenheimer Heimat- und Geschichtsvereins.

Seit einigen Jahren ist das Familienunternehmen nach dem Generationenwechsel in den Händen der Geschwister Uli Krause und Britta Strunz, die 95 Mitarbeiter und neun Auszubildende in den verschiedenen Arbeitsbereich beschäftigen. Die Mitarbeiter kommen alle aus der Region mit einem Anfahrtsradius von bis zu 20 km, erklärt Uli Krause. Die meisten der rund 1.000 aktiv hergestellten Formteile wurden bei der Firma Krause für ihre Kunden von der Konstruktion über den Formenbau in enger Abstimmung mit dem Bereich Guss hergestellt. Dort werden auch die unterschiedlichen Legierungen für den Guss aus den einzelnen Metallen  zusammengeschmolzen. Beliefert werden hauptsächlich im  Norddeutschen Raum  Hersteller von medizinischen Geräten, Geräte für die Lebensmittelindustrie, die Autoindustrie und dem Schiffsbau und vieles mehr. Dabei gibt es ganz unterschiedlich große Fertigprodukte, die Dimensionen bis zu 13 kg haben. Manche gegossenen Teile wiegen aber auch nur 20 Gramm.

Sehr ausführlich und ohne jeden Zeitdruck haben die beiden Betriebsführer Uli Krause und Jochen Strunz vom Konstruktionsbüro über den Formanbau und den Einsatz des Gießlöffels erklärt und geduldig die vielen Fragen beantwortet. Auch von dem einen oder anderen Mitarbeiter konnten sich die Besucher Informationen holen. Der Bereich der Nachbearbeitung, Kontrolle und Versand konnte ebenfalls besichtigt werden, sodass zum Schluss ein eindrucksvolles Gesamtbild von dem Unternehmen entstand, in dem auch  das golden glänzende Pappenheimer Stadtwappen entstanden ist.

So bedankten sich am Ende die begeistertsten Besucher aus Gräfenthal und Lützen mit kleinen Gastgeschenken und freuten sich über den sehr freundlichen Empfang bei der Firma Krause Präzisions-Kokillenguss GmbH in Bieswang.