Ein durchaus ungewöhnliches Kunstprojekt hält im Oktober Einzug in Pappenheim. Drei Berliner Künstlerinnen bringen Malerei, Fotografie, Mixed Media, Film und Musik unter ein Dach und verwandeln das Haus der Bürger K14 für einige Wochen in einen Ort zeitgenössischer Kunst. Auftakt ist am Freitag, 9. Oktober 2026, um 19 Uhr.
Unter dem Titel „Berlin meets Pappenheim“ starten der Kunst- und Kulturverein Pappenheim und die Firma PAPPENHEIMER von Stephan Lauterbach ein Experiment, das Ausstellung, Kurzfilm und Live-Musik miteinander verbindet. Zu Gast sind Judie Reinert, Hannah Elsche und Paula Horlamus. So unterschiedlich ihre künstlerischen Ausdrucksformen sind, verbindet ihre Arbeiten doch ein gemeinsamer Blick auf eine von Krisen geprägte Gegenwart und die Frage, wie Menschen damit umgehen.
Judie Reinert und Paula Horlamus zeigen unter dem Titel „Going straight to the KO“ Eindrücke ihrer Reisen in den Kosovo zwischen 2023 und 2025. Malerei, Fotografie und Videocollagen erzählen dabei von Begegnungen und Erfahrungen in einem Land, das immer wieder von Krisen geprägt wurde.
Hannah Elsche widmet sich in „Still Fine“ den Spuren gesellschaftlicher Veränderungen im persönlichen Alltag. Malerei, Zeichnung, Druck und Collage treffen dabei auf ihr während der Coronapandemie begonnenes „Krisenkunstprotokoll“. Judie Reinert wiederum beschäftigt sich mit „The Great Escape“ mit dem Wunsch, dem Alltag und seinen Belastungen zeitweise zu entfliehen. Ihre Bilder suchen diesen Rückzugsraum vor allem in der Natur.
Zur Vernissage wird außerdem Reinerts Kurzfilm „Rock’n’Roll will never die?“ gezeigt. Eine Live-Performance der Band „The Love Rockets“, die auch im Film mitwirkt und Teile der Filmmusik beisteuert, rundet den Abend ab.
Eröffnet wird „Berlin meets Pappenheim“ am Freitag, 9. Oktober, um 19 Uhr im Haus der Bürger K14, Klosterstraße 14 in Pappenheim. Anschließend bleibt die Ausstellung bis zum 8. November während der sonstigen Veranstaltungen im K14 zugänglich. Der Eintritt ist frei, der Kunst- und Kulturverein freut sich über Spenden für seine Arbeit.

