Drei Wasserverbände stärken ihre Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit über Gemeinde- und Verbandsgrenzen hinweg hat sich bei der Wasserversorgung entlang der Altmühl in den vergangenen Jahren bewährt. Bei einer gemeinsamen Versammlung der drei Zweckverbände Links der Altmühl, Rechts der Altmühl und der Wettelsheimer Gruppe wurde nun Bilanz gezogen. Zugleich standen personelle Veränderungen an der Spitze zweier Verbände im Mittelpunkt.
Seit 2019 arbeiten die drei Wasserversorger eng zusammen. Ein wesentlicher Baustein ist der gemeinsame Bereitschaftsdienst, der rund um die Uhr für alle drei Versorgungsgebiete zur Verfügung steht. Bei Störungen oder besonderen Ereignissen können dadurch die verfügbaren Kräfte gebündelt und kurzfristig eingesetzt werden. Für die Beschäftigten bringt die Kooperation zugleich den Vorteil, dass sich die Bereitschaftsdienste auf mehrere Schultern verteilen.
Nach den bisherigen Erfahrungen soll es dabei nicht bleiben. Die Verantwortlichen waren sich bei der Gemeinschaftsversammlung einig, die bestehende Zusammenarbeit fortzusetzen und sie in ausgewählten Bereichen weiter zu intensivieren.
Wechsel an der Spitze zweier Verbände
Mit der Versammlung ging zugleich eine langjährige Ära zu Ende. Alfred Maderer wurde als Vorsitzender des Zweckverbands Rechts der Altmühl verabschiedet. Insgesamt gehörte er dem Verband 18 Jahre als Verbandsrat an, sechs Jahre davon als Vorsitzender.
Noch länger war Erwin Knoll für den Zweckverband Links der Altmühl tätig. Er gehörte ihm insgesamt 30 Jahre an und stand 18 Jahre an dessen Spitze. Beide bisherigen Vorsitzenden wurden im Rahmen der Versammlung für ihr langjähriges Engagement gewürdigt und offiziell verabschiedet.
Die Nachfolge ist bereits geregelt. Martin Wufka wurde zum neuen Vorsitzenden des Zweckverbands Links der Altmühl gewählt, Jürgen Weizinger übernimmt den Vorsitz beim Zweckverband Rechts der Altmühl. Bei der Wettelsheimer Gruppe gibt es dagegen keinen Wechsel. Matthias Hüttinger, der dieses Amt seit 2014 ausübt, bleibt Vorsitzender.
Rund 3.350 Anschlüsse in vier Landkreiskommunen und darüber hinaus
Die Größenordnung der gemeinsamen Aufgabe wird beim Blick auf die Versorgungsgebiete deutlich. Der Zweckverband Links der Altmühl versorgt rund 1.050 Anschlüsse. Dazu gehören Bieswang, Geislohe, Göhren, Neudorf, Ochsenhart, Osterdorf und Zimmern im Gemeindegebiet Pappenheim sowie Haardt, Heuberg und Rothenstein bei Weißenburg, Dietfurt bei Treuchtlingen, Eßlingen und Hochholz bei Solnhofen sowie Gut Lohrmannshof in der Gemeinde Schernfeld.
Der Zweckverband Rechts der Altmühl kommt auf rund 1.600 Anschlüsse. Sein Versorgungsgebiet umfasst Langenaltheim, Büttelbronn, Rehlingen und Übermatzhofen sowie Rögling und Tagmersheim im Landkreis Donau-Ries.
Weitere rund 700 Anschlüsse entfallen auf die Wettelsheimer Gruppe. Sie versorgt Bubenheim, Falbenthal, Wettelsheim und Windischhausen im Treuchtlinger Gemeindegebiet sowie Großholz bei Markt Berolzheim.
Damit verbindet die seit 2019 praktizierte Zusammenarbeit drei eigenständige Wasserversorger mit unterschiedlichen Versorgungsgebieten. Der gemeinsame Bereitschaftsdienst zeigt dabei bereits ganz praktisch, wie sich vorhandene Strukturen miteinander verzahnen lassen. Nach dem Willen der Verantwortlichen soll dieser eingeschlagene Weg nun weitergeführt werden.
Titelfoto: Marion Pietruske

