Volker Satzinger als Kreisbrandrat bestätigt
An der Spitze der Feuerwehren im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steht auch in den kommenden Jahren ein vertrautes Gesicht. Die Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren haben Volker Satzinger erneut zum Kreisbrandrat gewählt. Damit sprachen sie dem bisherigen Amtsinhaber und Leiter der Kreisbrandinspektion für eine weitere sechsjährige Amtszeit ihr Vertrauen aus. Die Wahl fand im Kulturzentrum Karmeliterkirche in Weißenburg statt.
Vorgeschlagen worden war Satzinger von Landrat Markus Gläser. Nach Artikel 19 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes wird der Kreisbrandrat auf Vorschlag des Landrats von den Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehren und den Leitern der Werkfeuerwehren in geheimer Wahl bestimmt. Die Leitung der Wahlversammlung lag bei Regierungsrätin Paula Grau.
Landrat Gläser nutzte die Versammlung auch, um den ehrenamtlichen Einsatz der Feuerwehren zu würdigen. Gerade mit Blick auf Extremwetterereignisse und Hochwasserlagen gewinne der Zivil- und Katastrophenschutz wieder stärker an Bedeutung. Eine enge Zusammenarbeit der Blaulichtorganisationen und eine leistungsfähige Kreisbrandinspektion seien deshalb wichtige Voraussetzungen für die Sicherheit der Bevölkerung.
Satzinger selbst blickte in seiner Bewerbungsrede auf sechs ereignisreiche Jahre zurück. 125 Freiwillige Feuerwehren mit mehr als 5.600 aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern bilden derzeit das Rückgrat des Feuerwehrwesens im Landkreis. Steigende Einsatzzahlen und zunehmend komplexe Einsatzlagen stellten die Wehren dabei vor wachsende Anforderungen.
In Satzingers erster Amtszeit wurde die Kreisbrandinspektion organisatorisch weiterentwickelt. Fachbereiche wurden neu geschaffen oder ausgebaut, das Ausbildungsangebot modernisiert und erweitert sowie digitale Systeme zur Einsatzunterstützung eingeführt. Hinzu kamen neue Strukturen in der Führungsunterstützung und bei der Warnung der Bevölkerung. Auch Kinder- und Jugendfeuerwehren sowie die Öffentlichkeitsarbeit rückten stärker in den Blick.
Dass diese sechs Jahre keineswegs von Routine geprägt waren, zeigt schon die Liste der besonderen Herausforderungen. Corona-Pandemie und Flüchtlingskrise gehörten ebenso dazu wie Unwetter, Großbrände, Verkehrsunfälle und umfangreiche Hilfeleistungseinsätze.
Für seine zweite Amtszeit hat Satzinger bereits einige Vorhaben benannt. Ein wesentlicher Punkt ist der Bau eines modernen Brand- und Katastrophenschutzzentrums, das als Ausbildungs-, Atemschutz-, Logistik- und Katastrophenschutzstandort dienen soll. Daneben stehen die weitere Digitalisierung, die Stärkung des vorbeugenden Brandschutzes und die Schaffung einer feuerwehrtechnischen Stelle im Landratsamt auf der Agenda. Auch Nachwuchsgewinnung sowie die Unterstützung der Kommandantinnen und Kommandanten sollen weiter vorangebracht werden.
Nach seiner Wiederwahl dankte Satzinger den Feuerwehrdienstleistenden und den Führungskräften der Kreisbrandinspektion ebenso wie den Ausbildern, Kommunen und dem Landratsamt. Die Entwicklung des Feuerwehrwesens, so seine Bilanz, sei nur durch das gemeinsame Engagement vieler Beteiligter möglich gewesen.
Ganz abgeschlossen ist das Wahlverfahren allerdings noch nicht. Satzingers zweite Amtszeit soll am 1. Oktober 2026 beginnen und wiederum sechs Jahre dauern. Zuvor bedarf die Wahl noch der gesetzlich vorgeschriebenen Bestätigung durch die Regierung von Mittelfranken. Erst dann wird das Wahlergebnis rechtswirksam. Mit Beginn der neuen Amtszeit enden nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz zugleich die Amtszeiten der bestellten Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister. Damit besteht auch die Möglichkeit, die Führungsstruktur der Kreisbrandinspektion für die kommenden Jahre personell neu auszurichten.