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SEK-Vorplanung wird diskutiert

140803_sek-07Bei einer öffentlichen Präsentation hat Architekt Clemens Frosch jetzt die vom SEK-Umsetzungsrat erarbeiteten Komponenten für die Umgestaltung der Pappenheimer Innenstadt der Öffentlichkeit vorgestellt. Dabei traten zu einigen Planungsbereichen kontroverse Meinungen zutage. Stadtrat wird über die einzelnen Planungspunkte entscheiden.

140000_sek-marktplIm Rahmen einer öffentlichen Vortragsreihe, hat Architekt Clemens Frosch auf der voll besetzten Remise des Büchelehauses (K14) einem interessierten und engagierten Publikum die ersten konkreten Planungen für Marktplatz und Deisingerstraße vorgestellt. Bereits im Februar 2014 hatte der Stadtrat das Sanierungsgebiet für das Städtebauliche Entwicklungskonzept (SEK) per Beschluss festgelegt.

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140803_sek-02Demnach steht fest, dass von den Planungen der Marktplatz, die Deisingerstraße und bis zur Einmündung der Stadtvogteigasse auch die Graf-Carl-Straße betroffen ist. In der Deisingerstraße war das SEK-Gebiet ursprünglich bis zur Einmündung der Bahnhofstraße beim Gasthaus Stern vorgesehen. Allerdings wurde das Planungsgebiet dort bis auf den Beginn der Einmündung Bauhofstraße zurückgenommen.
Das Sanierungsgebiet teilt sich in die beiden Bereiche Marktplatz / Graf-Carl-Straße und Deisingerstraße.
Ein ganz entscheidender Faktor für die Planungen ist, dass der Landkreis, der Straßenbaulastträger der Deisingerstraße (Kriesstraße WUG 9) ist, einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h zugestimmt hat. Dieses Tempolimit hat Auswirkungen auf die Gestaltung von Fußgängerüberwegen und Fahrbahnbegrenzungen.

Gefälle, Stufen, Pflaster
140803_sek-05-marktGefälle, Stufen, Pflaster das sind neben dem Kostenanteil für die Anlieger die wichtigsten Komponenten, die für Diskussionen zwischen dem Planer und den Bürgern sorgen. In der Vorplanung, die dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt wird hat Architekt Clemens Frosch einen Asphaltbelag für die 4 m breite Fahrbahn vorgesehen, obwohl das überhaupt nicht seinen Vorstellungen entspricht. Er möchte viel lieber auch die Fahrbahn der Deisinerstraße gepflastert wissen, um wie es ausführte, zusammen mit dem Marktplatz einen „homogenen Stadtboden zu haben.“ Allerdings hat sich der SEK Umsetzungsrat mehrheitlich gegen eine Pflasterung entschieden.
Verbreitert wird die Fahrbahn geringfügig an der Engstelle beim Haus des Gastes; weil dort der Gehweg um das Hauseck entfernt wird, sodass die Fußgänger durch die bestehende Arkade geführt werden.
Im weiteren Verlauf der Straße sehen die Planungen vor, dass der Platz vor dem Jugendzentrum eben gestaltet und dadurch optisch aufgewertet wird. Der Zugang zum Fuchsberg soll attraktiver gestaltet werden und mit Vier Stufen vom übrigen Verkehrsraum abgegrenzt werden. Diese Entscheidung regte bei der Versammlung heftigen Widerspruch, sodass SEK-Koordinator Selzer zusagte, dass man sich diese Stelle noch einmal ganz genau ansehen werde.

140803_sek-04-marktAuch mit dem Umgang des West-Ost Gefälles (Quergefälle der Fahrbahn) im Bereich des Modelleisenbahngeschäftes zeigte sich der Hauseigentümer nicht zufrieden und hatte deswegen auch vorher schon bei Architekt Frosch interveniert. Dieser erklärte bei der Versammlung, dass bei seiner Planung der Gefällestruktur nicht zu befürchten ist, dass Wasser in die tief liegende Haustüre des Gebäudes eindringt.
Dies befürchtet aber der Hauseigentümer, wenn an dieser Stelle die Fahrbahn mit einem Niederbord vom Gehweg abgetrennt wird. Er kann sogar Fotos vorweisen, wonach schon jetzt bei einer Hochbordausführung das Wasser bei Starkregen bis an den Rand des Gehwegs steigt.
Entscheidendes Planungsmerkmal in der Deisingerstraße ist die asphaltierte 3,60 m breite Fahrbahn, die beidseitig von einer 35 cm breiten Rinne eingefasst und beidseitig von einem Niederbordstein vom übrigen Verkehrsraum (Gehwege und Parkplätze) abgegrenzt wird. Es wird nach den Planungen von Clemens Frosch in der Deisingerstraße mit insgesamt 38 Pkw-Parkplätzen zwar 6 Parkplätze weniger geben als bisher, dies wird aber so Frosch durch die Möglichkeit des kurzzeitigen freien Parkens im gesamten Verkehrsraum kompensiert.

Gegenwind bei der Markplatzplanung
Dem Marktplatz soll sein Platzcharakter wieder gegeben werden. Das ist die Philosophie, die hinter den von SEK Umsetzungsrat-Rat und Planern erarbeiteten Planungen steckt. Dabei wurde in der Versammlung schon mehr als deutlich, dass dies so nicht gewünscht wird.
Die derzeitigen Planungsmerkmale für den Marktplatz sind eine höhengleiche durchgehende Pflasterung. Bordsteinkanten soll es auf dem Marktplatz überhaupt nicht geben. Die Fahrbahn soll mit einer gepflasterten Granitsteinrinne angedeutet werden. Parallel zur Häuserfront EHP – Rathaus – Sparkasse sollen Infostehle, Fahrradständer und Fahnen platziert werden. Und im Bereich vor der Sparkasse ist ein ebengleich im Boden eingelassenes großflächiges (4x8m) Wasserspiel vorgesehen, das, so die Planungsvisionen mit Wasser aus dem Brunnmühlbach gespeist werden soll, dass wie in früheren Zeiten in Rohrleitungen über die Altmühlbrücke in die Stadt geleitet wird.
Zu hitzigen Debatten zwischen Graf von und zu Egloffstein und Clemens Frosch kam es wegen der Frage ob die Pylonen vor dem Schloss links und rechts  neben dem Schlossvorbau verbleiben oder entfernt werden sollen. Während der Planer argumentierte, dass durch das Weglassen der mit Ketten verbundenen Pylonen der Schlosscharakter auf dem Platz deutlich hervorgehoben wird, vertrat Graf von und zu Egloffstein die Auffassung das diese im Jahr 2003 erstmals aufgestellte Pylonenreihe zum Schutz des Schlosses unbedingt erhalten bleiben müssen. Bei einem Symposium mit Historikern und Baufachleuten im Neuen Schloss hatte Graf Egloffstein von namhaften Gästen eine Resolution von Historikern und Baufachleuten aus aller Welt unterzeichnen lassen, die seine Meinung unterstreicht. Immerhin hat auf diesem Papier neben anderen Fachleuten aus Adel und Wissenschaft auch Professor Dr. Dieter Weiß unterzeichnet, der an der Ludwig-Maximilians-Universität in München einen Lehrstuhl für Bayerische Geschichte und Vergleichende Landesgeschichte mit besonderer Berücksichtigung des Mittelalters hat.
Die Unterzeichner fordern in der Resolution, die Stadt Pappenheim unter anderem auf, sich „bei der Gestaltung des Marktplatzes in besonderem Maße der Bedeutung des Umgriffs um das Neue Schloss bewusst zu sein.“ Weiter heißt es in der Resolution: „Die beiden Gruppen von Pylonen beiderseits des Risalits haben sich als wesentliches gestalterisches Element der Platzgestaltung und Rahmung der Fassade bewährt!“
Die Gegenargumente von SEK-Planer Clemens Frosch sind gestalterische Aspekte der architektonischen Wirkung und Fotografien aus dem 19. Jahrhundert, die das Schloss ohne die Pylonen zeigen.
Ein weiterer Streitpunkt war die von Frosch geplante Empore vor dem Hirschen, die zwar zu den ursprünglichen Planungen wesentlich verkleinert wurde, aber deshalb immer noch nicht das Gefallen von Graf Egloffstein finden konnte.
Wesentliches Gestaltungsmerkmal auf dem Marktplatz ist auch, dass nach der Umgestaltung insgesamt 11 Parkplätze weniger vorhanden sind als bisher. Lediglich vor der Schloßapotheke sind vier und vor der Sparkasse zwei Kurzparkplätze vorgesehen.

Einen heftigen und aufgeregten Wortbeitrag lieferte auch Dekan Wolfgang Popp, der wegen des unterschiedlichen Höhenniveaus zwischen Sanierungsfläche in der beginnenden Graf-Carl.Straße und dem Dekanatsgebäude Probleme mit dem Wasser bei Starkregen auf sich zukommen sieht. Architekt Frosch beteuerte aber bei seinen Ausführungen, dass seine Planung so ausgerichtet seien, dass das Wasser auch bei Starkregen geordnet ablaufen kann. „Und das funktioniert auch“, fügte er hinzu.




Dieter Felsner zum neuen „Scharfschützenkönig“ proklamiert

140727_psg-01Die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim hat die Preisverteilung für ihr traditionelles KK-Volksfestschießen auch in diesem Jahr im Bierzelt durchgeführt. Hauptpreise waren mehrere Scheiben, 8 Sparkassenpokale und viele Sachpreise.

Am Abend der Vereine im Rahmen des Pappenheimer Volksfests 2014 hat auch die Privilegierte Schützengesellschaft Pappenheim ihre Preisträger des traditionellen KK-Volksfestschießens ausgezeichnet. Wie in jedem Jahr war anlässlich des Pappenhemer Volksfestes eine stattliche Anzahl von Schützen des Patenvereins der Eißendorfer Schützen aus Hamburg-Harburg nach Pappenheim gekommen. Auch sie beteiligten sich an dem Wettbewerb und die Pappenheimer Schützen gaben auch in diesem Jahr eine Festscheibe nur für die Schützen aus dem hohen Norden.

 

Robert Deffner, 1. Schützenmeister der Privilegierten Schützengesellschaft 1491 Pappenheim begrüßte die Volksfestgäste im Bierzelt, sowie alle Schützenschwestern und Schützenbrüder aus Hamburg-Harburg und Pappenheim mit den Majestäten an der Spitze. Er bedankte sich bei der Stadt Pappenheim, dass der Verein für die Preisverteilung des Volksfestschießens das große Forum am Vereinsabend im Bierzelt benutzen darf.

Die Verteilung der wichtigsten Gewinne des Volksfestschießens hat Marcus Wurm der 2. Schützenmeister moderiert. Dabei konnte er Dieter Felsner zum neuen Scharfschützenkönig der Schützengesellschaft 1491 Pappenheim proklamieren. Dieser hatte mit einem 86 Teiler mit deutlichem Abstand am erfolgreichsten angelegt. Werner Krug von den Eißendorfer Schützen belegte mit einem 429 Teiler Platz 2, gefolgt von Heinz Röttenbacher, der mit einem 427 Teiler den dritten Rang im Wettbewerb um die Königsscheibe belegte.

Bei den Jungschützen hatte Katharina Deffner, die amtierende Prinzessin des Vereins mit einem 253 Teiler die Jugendscheibe gewonnen. Platz Zwei erreichte ihre Schwester Theresa Deffner (816 Teiler).

Die Volksfestscheibe für die für die Schützenfreunde aus Hamburg wurde von Lothar Kley gewonnen, der mit seinem Schuss (538 Teiler) bei dem Wettbewerb dem Zentrum der Scheibe am nächsten lag.

Die Sparkasse Mittelfranken Süd stiftet den Pappenheimer Schützen jährlich zum KK-Volksfestschießen sieben Pokale. Gewinner des 1. Preises und damit des größten Pokals war Peter Hofmeier (164 Teiler) und Marcus Wurm selbst hat mit einem knappen Unterschied (166 Teiler) den zweiten Pokal gewonnen. Robert Deffner belegte mit einem 272 Teiler Platz drei.

Die Pokale für Platz 4 bis 6 gehen nach Hamburg zu den Eißendorfer Schützen. Mit Gerd Moje hat der 1. Vorsitzender der Eißendorfer mit einem 275 Teiler den Pokal für Platz vier gewonnen und Astrid Kley (430 Teiler) und Sebastian Schröder, der amtierende Schützenkönig der Eißendorfer Schützen (440 Teiler ) wurden mit Pokal für Platz 5 und 6 belohnt. Mit einem 483 Teiler hat Christine Näpflein, eine Neuschützin der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim den 7. Pokal gewonnen.

 

Eine direkt beschossene Holzscheibe ist die große Besonderheit des Pappenheimer Volksfestschießens. Dieser Wettbewerb wird ausschließlich am Sonntagmorgen durchgeführt. Der 1. Schützenmeister Robert Deffner war es, der dem Zielscheibenmittelpunkt am nächsten lag. Mit einem Schuss der nur 1,65 mm neben dem Zentrum lag war er Gewinner dieser besonderen Schützenscheibe, die allerdings wegen ihres besonderen Wertes im Schützenhaus verbleibt. .