Kilometer und Kameradschaft beim Altmühltalmarsch

Bestes Wanderwetter, eine reizvolle Strecke durch das Altmühltal und nahezu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bildeten am Samstag, 12. September 2026, den Rahmen für den mittlerweile 21. Altmühltalmarsch der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Bieswang. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre weit über die örtlichen Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

Drei Marschstrecken mit Distanzen von 15, 20 und 25 Kilometern standen zur Auswahl. Für Familien, Einzelpersonen mit Kleinkindern und geschichtlich Interessierte wurde zudem eine geführte Wanderung rund um den landschaftlich reizvollen Juraort Bieswang angeboten. Dabei waren das SEzzi-Denkmal und das Hirschgehege bei Bieswang zwei von mehreren interessanten Stationen. Militärische Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit, auf der Strecke ihren IGF-Marsch zu absolvieren. Wer dabei die Kriterien für den Leistungsmarsch erfüllen wollte, hatte 15 Kilogramm Marschgepäck zu tragen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Oberstleutnant der Reserve Martin Hajek und Pappenheims Bürgermeister Florian Gallus. Dass der Altmühltalmarsch inzwischen eine beachtliche Anziehungskraft weit über Bieswang hinaus entwickelt hat, zeigte sich schon an den Anmeldungen. Mit 80 auswärtigen Marschteilnehmern hatte es im Vorfeld so viele Anmeldungen von außerhalb gegeben wie noch nie.

Gallus konnte deshalb Gäste aus den unterschiedlichsten Regionen willkommen heißen. Die mit rund 20 Frauen, Männern und Kindern erneut stärkste Marschgruppe stellte, wie bereits seit Jahren, der Militärverein Kottensdorf bei Schwabach. Den weitesten Weg hatte die erstmals teilnehmende Reservistenkameradschaft Arzfeld aus der Eifel unter Führung von Stabsgefreitem Manfred Michels zurückgelegt.

Vertreten waren außerdem die Reservistenkameradschaften Fischach und Augsburg aus dem Regierungsbezirk Schwaben sowie Raitenbuch, Treuchtlingen und Osterdorf aus der näheren Umgebung. Auch der Patenverein, die Reservistenkameradschaft Wettstetten, war mit einer starken Abordnung nach Bieswang gekommen. Weitere Teilnehmer reisten unter anderem aus Calw und Frankenthal an. Hinzu kamen Hauptfeldwebel der Reserve Tiedemann vom Verband der Reservisten sowie Teile des Heimatschutzregiments 1 aus Roth.

Unter den nahezu 100 Teilnehmern befanden sich 60 aktive Soldatinnen und Soldaten beziehungsweise Reservisten sowie 20 zivile Marschiererinnen und Marschierer von auswärts. Damit zeigte sich einmal mehr der besondere Charakter des Altmühltalmarsches, bei dem militärische und zivile Teilnehmer gemeinsam unterwegs sind.

Eine besondere Würdigung galt Oberfeldwebel Eisenmann aus Weißenburg. Das Mitglied der SRK Bieswang ist aktiver Soldat an der Schule für ABC-Abwehr in Sonthofen und unterstützt den Altmühltalmarsch seit fast 15 Jahren mit seinem privaten Geländewagen „Wolf“.

Von Bieswang aus führte die Marschstrecke zunächst über Ochsenhart in das Schönfelder Tal. Dort teilten sich die Wege entsprechend der unterschiedlichen Distanzen. Der weitere Streckenverlauf führte über Esslingen und Solnhofen sowie über Zimmern schließlich wieder zurück nach Bieswang.

Damit unterwegs nicht nur die Kondition gefordert war, hatte die SRK auch für die Versorgung gesorgt. An zwei Versorgungsstationen konnten sich die Marschierer mit Getränken und Obst stärken. Darüber hinaus war eine Betreuung auf der Strecke gewährleistet.

Bis 14.30 Uhr hatten schließlich alle Starter wohlbehalten das Ziel erreicht. Besonders erfolgreich präsentierten sich die Teilnehmer des Militärvereins Kottensdorf. Mit einem ersten Platz über 20 Kilometer sowie zwei weiteren Pokalrängen auf den Strecken über 15 und 25 Kilometer waren sie auf dem Siegerpodest gleich mehrfach vertreten. Die Königsdisziplin über 25 Kilometer entschied ein Einzelstarter aus Konstein für sich.

Besondere Anerkennung gab es bei der anschließenden Siegerehrung für den ältesten Teilnehmer des Altmühltalmarsches. Oberleutnant der Reserve Herbert Volkert von der Reservistenkameradschaft Treuchtlingen bewältigte im Alter von 86 Jahren die 15-Kilometer-Strecke in einer hervorragenden Zeit.

Nach den sportlichen Anstrengungen rückte am späten Nachmittag die Kameradschaft in den Mittelpunkt. Für die passende musikalische Begleitung sorgte der bewährte Musiker „Ronny“ aus Wettelsheim mit rockigen Klängen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Der Küchentrupp um den Ersten Vorsitzenden Reinhard Schwenk bot eine reichhaltige Auswahl, die von verschiedenen Pizzen über Bratwurst mit Kraut bis zu Currywurst mit Pommes reichte.

Guten Zuspruch fand bei den Gästen aus nah und fern auch das Fassbier der örtlichen Brauerei Wurm. So konnte der Altmühltalmarsch nach den zurückgelegten Kilometern in geselliger Runde ausklingen, wobei neben dem sportlichen Erfolg vor allem die Pflege der Kameradschaft ihren gebührenden Platz fand.




Göhren feiert zwei Tage Kirchweih

Unter dem Motto „Zwei Tage Gemeinschaft. Tradition. Genuss.“ laden die Göhrener Vereine am Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September 2026, zur Kirchweih ein. Rund um das Festzelt und den Festplatz erwartet die Besucher ein geselliges Wochenende mit Gottesdienst, kulinarischen Kirchweihschmankerln, Unterhaltung und einem eigenen Programm für die kleinen Gäste.

Der Kirchweihauftakt am Samstag steht ganz im Zeichen eines gemütlichen Abends. Ab 18 Uhr gibt es Abendessen, dazu musikalische Unterhaltung und den ganzen Abend über Schmankerl vom Grill. Ab 20 Uhr öffnet die Cocktailbar am Festplatz. Wer schon etwas früher nach Göhren kommt, kann einen Besuch beim Brotbackfest des Frankenbundes am Flachsbrechhaus einplanen. Dort gibt es ab 10 Uhr frisches Brot aus dem Holzofen.

Am Sonntag beginnt der Kirchweihtag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt. Anschließend ist für das leibliche Wohl reichlich gesorgt. Neben Kaffee, Kuchen und selbstgemachten Küchle wird ab 11.30 Uhr ein reichhaltiger Mittagstisch angeboten. Gegrilltes gibt es den ganzen Tag über, am Abend wird ab 18 Uhr noch einmal zum Abendessen eingeladen.

Auch die Kinder kommen bei der Göhrener Kirchweih nicht zu kurz. Ab 13 Uhr ist Kinderschminken angesagt und um 14 Uhr sowie noch einmal um 17 Uhr öffnet sich am Festplatz der Vorhang für das Kasperltheater. Eine Hüpfburg steht den kleinen Kirchweihbesuchern an beiden Tagen zur Verfügung.

Kerwalose werden ebenfalls an beiden Tagen am Festplatz verkauft. Die Auslosung findet am Sonntag um 19 Uhr statt und setzt damit einen Schlusspunkt unter zwei Tage Göhrener Kirchweih.

Das Programm am Samstag, 5. September 2026

  • ab 10 Uhr Brotbackfest des Frankenbundes am Flachsbrechhaus mit frischem Brot aus dem Holzofen
  • ab 18 Uhr Kirchweihauftakt mit Abendessen, musikalischer Unterhaltung und den ganzen Abend Schmankerln vom Grill
  • ab 20 Uhr Cocktailbar am Festplatz
  • Kulinarisches Angebot mit Gegrilltem mit Kraut oder in der Semmel, Pitagyros, Bauchfleisch mit Kraut und Brot sowie Pommes

Das Programm am Sonntag, 6. September 2026

  • 10 Uhr Gottesdienst im Festzelt
  • ab 11 Uhr Kaffee, Kuchen und selbstgemachte Küchle
  • ab 11.30 Uhr reichhaltiger Mittagstisch und ganztägig Gegrilltes
  • ab 13 Uhr Kinderschminken
  • 14 Uhr Kasperltheater am Festplatz
  • 17 Uhr Kasperltheater am Festplatz
  • ab 18 Uhr Abendessen
  • 19 Uhr Auslosung der Kerwalose
  • Kulinarisches Angebot mit Gegrilltem mit Kartoffelsalat oder in der Semmel, Gyros mit Pommes und Krautsalat, Cordon-bleu-Braten mit Kartoffelsalat sowie Pommes

An beiden Kirchweihtagen werden Kerwalose am Festplatz verkauft und für die kleinen Gäste steht eine Hüpfburg bereit.




Sommerabendmusik in Pappenheim mit Harfe und Flöte

Zu einer musikalischen Auszeit lädt die Pappenheimer Sommerabendmusik am Dienstag, 25. August, wieder in das evangelische Gemeindezentrum ein. Unter dem Motto „Saitenwind und Atemklang“ erwartet die Besucherinnen und Besucher ab 19.30 Uhr eine besondere Verbindung von Harfen- und Flötenmusik.

Anne-Sophie Pavie aus Auernheim wird an diesem Abend ihre Konzertharfe erklingen lassen. Begleitet wird sie von Friedemann Hennings an der Querflöte. Auf dem Programm stehen klassische und moderne Werke, unter anderem von Mozart, Fauré und Chopin.

Die rund halbstündige Sommerabendmusik möchte dabei mehr sein als ein kleines Konzert. Gute und ansprechende Musik verbindet sich mit Gedankenanstößen und einem Gebet und bietet damit Gelegenheit, mitten im Alltag für eine Weile innezuhalten, durchzuatmen und zu entspannen.

Zu diesem besonderen musikalischen Sommerabend sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Titelfoto: Privat




Hundeschwimmen beendet in Pappenheim wieder die Freibadsaison

Die Freibadsaison 2026 in Pappenheim geht am zweiten Septemberwochenende zu Ende. Am Samstag, 12. September, findet zunächst der offizielle Saisonabschluss statt. Einen Tag später, am Sonntag, 13. September, gehört das Freibad beim mittlerweile sechsten Hundeschwimmen den vierbeinigen Badegästen.

Der letzte reguläre Badetag beginnt am Samstag um 11 Uhr. Um 13 Uhr wird Erster Bürgermeister Florian Gallus ein Resümee zur Freibadsaison 2026 ziehen. Um 18 Uhr schließt das Freibad schließlich seine Tore für den regulären Badebetrieb.

Am Sonntag, 13. September, öffnet das Bad dann noch einmal für Hunde und ihre Begleitpersonen. Von 11.30 bis 17 Uhr können die Tiere im Freibad schwimmen, planschen und spielen. Der Eintritt beträgt vier Euro pro Hund, Begleitpersonen haben freien Eintritt.

Um den Einlass zu vereinfachen und Wartezeiten an der Kasse zu reduzieren, empfehlen die Veranstalter, die Hundebadeordnung bereits vor dem Besuch auszufüllen. Die entsprechenden Informationen und Unterlagen sind auf der Internetseite der Stadtwerke Pappenheim unter stadtwerke.pappenheim.eu/hundeschwimmen zu finden.

Mit der Veranstaltung wird zugleich der Tierschutz unterstützt. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden der gesamte Erlös aus den Eintrittsgeldern sowie die während des Hundeschwimmens eingehenden Spenden einer Tierschutzorganisation zur Verfügung gestellt.

Das Pappenheimer Hundeschwimmen ist auch in diesem Jahr Teil eines Angebots der Bäderallianz Altmühlfranken. Eine Woche später, am Sonntag, 20. September 2026, veranstaltet das Partnerbad in Gunzenhausen ebenfalls einen Hundebadetag. Damit gibt es in der Region an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden die Möglichkeit, mit Hunden zum Abschluss der Freibadsaison ein Freibad zu besuchen.




BrassXperiment am Sommerabend in Pappenheim

Wenn an einem lauen Sommerabend Trompete, Horn und Tuba über der Altmühl erklingen, braucht es weder eine große Bühne noch Verstärker. Am Samstag, 22. August 2026, ist die Gruppe BrassXperiment um 19 Uhr wieder auf die überdachte Remise im Haus der Bürger K14in Pappenheim zu Gast und spielt ihre vielseitige Blechblasmusik.

Die fünf Musiker haben sich im Fränkischen Seenland gefunden und fühlen sich auf den kleinen Bühnen in Franken wohl. Das haben sie auch bei ihren bisherigen Auftritten in Pappenheim gezeigt, wo sie mit Trompete, Horn und Tuba ihr Publikum unterhalten haben.

Musikalisch lässt sich BrassXperiment dabei nur schwer in eine Schublade stecken. Eigene Arrangements gehören ebenso zum Programm wie traditionelle Blasmusik. Schlager trifft auf Jazz, und auch klassische Klänge haben ihren Platz. Dabei dürfen es durchaus einmal die feineren und leiseren Töne sein. Eine Mischung, die gut zu einem Sommerabend hoch über der Altmühl passen dürfte und reichlich Abwechslung verspricht.

Für kühlende und erfrischende Getränke sowie eine kleine Stärkung ist ebenfalls gesorgt.

Das Konzert findet am Samstag, 22. August 2026, um 19 Uhr auf der Remise des Hauses der Bürger K14 in der Klosterstraße 14 in Pappenheim statt. Der Eintritt ist frei. Mit einer Spende können die Besucher die Arbeit des Vereins unterstützen.

Titelfoto: BrassXperiment




Beschwingter Sommerabend in Pappenheim

Einen ebenso beschwingten wie abwechslungsreichen Konzertabend kündigt der Kunst- und Kulturverein Pappenheim für Samstag, 15. August 2026, an. Ab 19 Uhr ist das Trio Divertido im Haus der Bürger K14 zu Gast und möchte mit seinem vielseitigen musikalischen Repertoire für sommerliche Stimmung an der Altmühl sorgen.

Der passende Rahmen dafür ist die offene Remise des Hauses der Bürger in der Klosterstraße 14. Sie liegt direkt an der Altmühl und bietet für einen Sommerabend durchaus reizvolle Voraussetzungen. Sollte das Wetter nicht ganz nach Wunsch mitspielen, ist ebenfalls vorgesorgt, denn die Remise ist überdacht und damit regensicher. Und bei sommerlicher Abendwärme sorgt die Lage am Fluss erfahrungsgemäß für ein angenehmes Lüftchen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgen Peter Gschwandtner, Trixi Weiss und Peter Satzger. Die drei Musiker haben sich mit ihrer selbst arrangierten Salonmusik einer bemerkenswert großen musikalischen Bandbreite verschrieben. Ihr Programm reicht von Klassik bis Jazz, vom Sommerschlager bis zum Oldie sowie vom Tango bis zur Folklore.

Dabei soll es keineswegs bei einem Konzert zum stillen Zuhören bleiben. Das Trio Divertido versteht sein Programm unterhaltsam und stimmungsvoll und durchaus auch als Einladung zum Mitsingen und Mitschwingen. So dürfte sich die offene Remise für einige Stunden in einen kleinen sommerlichen Musiksalon verwandeln.

Für kühle Getränke und kleine Snacks gegen den Hunger ist ebenfalls gesorgt.

Der Konzertabend mit dem Trio Divertido beginnt am Samstag, 15. August 2026, um 19 Uhr im Haus der Bürger K14, Klosterstraße 14 in Pappenheim. Der Eintritt ist frei. Der Kunst- und Kulturverein freut sich über Spenden zur Unterstützung seiner Kulturarbeit.

 




Militärgeschichte paddelt in Pappenheim bis heute mit

Das Pappenheimer Backtrogrennen gehört längst zu den Veranstaltungen, auf die sich die Pappenheimer Jahr für Jahr freuen. Zur Abrundung des Festnachmittag zum 170-jährigen Gründungsfestes des Militärvereins und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) spannte die beliebte Veranstaltung diesmal einen unterhaltsamen Bogen von der bedingungslosen militärischen Stadtverteidigung aus dem Jahre 1633 in die heutige Zeit. Freiwilligen Feuerwehr, Maibaumverein und Theatergruppe Pappenheim huldigten mit der fast zweistündigen Veranstaltung auf der Altmühl der lange Militärgeschichte der Stadt die so alt ist wie die Stadt selbst.

Die Wurzeln des Backtrogrennens reichen zurück in das Jubiläumsjahr 2002. Damals feierte Pappenheim die erste urkundliche Erwähnung der Stadt aus dem Jahr 802 mit einem großen Festjahr. Im Rahmen des Volksfestes organisierte die damalige Werbegemeinschaft erstmals ein historisch angelehntes Backtrogrennen auf der Altmühl zwischen dem Evangelischen Bildungszentrum und der Stadtparkbrücke.

Dabei griff man eine Begebenheit der Pappenheimer Stadtgeschichte auf. Im Jahr 1633, ein Jahr nach dem Überfall der Schweden auf Stadt und Burg Pappenheim, war das Bürgermilitär besonders wachsam. Jederzeit musste mit einem weiteren Angriff gerechnet werden. Als sich eines Nachts auf der Altmühl ein dunkles Wasserfahrzeug der Stadt näherte, wurde Alarm geschlagen. Die Bürger griffen entschlossen zu den Waffen und versenkten das vermeintliche Feindesboot mit einer Vielzahl von Schüssen noch bevor es Pappenheim erreichen konnte.

Am nächsten Morgen stellte sich jedoch heraus, dass der vermeintliche Feind lediglich ein leerer Backtrog gewesen war. Die Kinder des Grafenmüllers hatten damit zuvor auf der Altmühl das Kahnfahren geübt und das Gefährt anschließend nicht ausreichend am Ufer befestigt. So machte sich der Backtrog selbstständig und trieb flussabwärts Richtung Pappenheim.
Die mutigen Verteidiger hatten also nicht den Feind, sondern einen herrenlosen Backtrog besiegt.

Diese humorvolle Geschichte griff der Lehrer und spätere Rektor der Volksschule Pappenheim, August Bergauer, in einem Theaterstück auf, das bei so manchen Schulschlussfeiern aufgeführt wurde. Seine bislang letzte Aufführung erlebte das Stück während der 1200-Jahr-Feier im Jahr 2002 an der Stadtmauer im Feuerwehrhof.

An diese Geschichte knüpften die Freiwillige Feuerwehr, der Maibaumverein und die Theatergruppe Pappenheim nun erneut an. Im Rahmen des Jubiläums des MRK wurde das Backtrogrennen zum 25. Mal veranstaltet. Da die Veranstaltung während der Corona-Jahre von 2020 bis 2022 pausieren musste, handelte es sich tatsächlich um die 22. Austragung.

Zwölf Mannschaften wagten sich auf die rund 200 Meter lange Strecke von der Altmühlbrücke, in Pappenheim auch als auch „Golden Gate“ bekannt, flussabwärts. Dabei ging es keineswegs nur um Schnelligkeit. Mindestens ebenso wichtig waren Teamgeist, Gleichgewicht und eine Portion Humor. Denn nicht jeder Backtrog blieb auf Kurs. Mehrfach landeten Besatzungen unfreiwillig im Wasser und mussten die letzten Meter zu Fuß durchs kühle Nass zurücklegen. Das Publikum am Ufer hatte dabei sichtlich seinen Spaß.

Für die passende Stimmung sorgte Anette Pappler, die das Geschehen mit viel Charme, Witz und zahlreichen spontanen Kommentaren begleitete. So wurde jede Kenterung ebenso gefeiert wie jede gelungene Fahrt ins Ziel.

Am Ende durfte sich die TSG Pappenheim mit dem Boot „High Voltage“ über den Sieg freuen. Tim Meister und Edin Cemal paddelten in der Rekordzeit von 1:50 Minuten ins Ziel.

Die Backtröge und Platzierungen

Platz 1
TSG Pappenheim
Startname „High Voltage“
Tim Meister und Edin Cemal
Rekordzeit 1:50 Minuten

Platz 2
Startname „Dichter & Denker“
Darian Leykamm und Paul Lange

Platz 3
Startname „Backtrogschützen“, Anida Chemal und Barbara Mürl

Weitere Platzierungen

Pappenheimer Maibaum e.V.
Simon Schleußinger und Martin Pokorny

Feuerwehrverein
Startname „Feierwehr“
Florian Zanetti und Leon Herzner

Clubritter
Chris Träger und Sebastian Städler

Rockfasching
Dominik Wurm und Marcus Wurm

TSG Pappenheim Abteilung Kinder
Startname „Baywatch“
Leeven van der Gang und Leo Huber

Startname „Goasn Gang“
Felix Herzner und Janis Bittl

Turnverein Pappenheim Dart-Abteilung
Startname „B 17“
Luca Mürl und Fabian Zanetti

Theatergruppe Abteilung Kinder
Startname „Altmühlrocker“
Mira Hassan und Jonas Dieing

PSG 1494 Pappenheim
Startname „Royal Unicorn“
Sandra Schütz und David Schütz

Bei der Siegerehrung freuten sich alle Teilnehmer über attraktive Preise, die von zahlreichen Pappenheimer Geschäften gespendet worden waren. Dafür bedankten sich die Veranstalter ebenso herzlich wie die glücklichen Gewinner.

Ein herzliches Dankeschön gilt

Schloß Apotheke, Schreibwaren Windisch, Päckert’s Trachten und Landhausmoden, Gasthaus „Zum Lindenwirt“, Zweirad Schleußinger, Bräustüberl-Pizzaschmide, Stephan Lauterbach, EDEK-Pfaller, Hecht Bräu, Lehner Bäck




Pappenheim erlebt Hubert Aiwanger mit Botschaften die ankommen

Ohne Manuskript, frei von der Leber weg und mit der ihm eigenen Mischung aus Zuspitzung, Humor und klaren Botschaften hatte Bayerns Wirtschaftsminister und stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger bei seiner Festrede zum 170jährigen Jubiläum des Militär- und Reservistenkameradschaftsvereins 1856 Pappenheim (MRK) genau jene Themen aufgegriffen, die viele Menschen derzeit bewegen. Immer wieder quittierten die Zuhörer seine Ausführungen mit lang anhaltendem Applaus und zustimmenden Rufen.

Den roten Faden seiner Rede bildete die Frage, was in einer zunehmend unsicheren Welt auf Deutschland zukomme. Aiwanger spannte dabei den Bogen von der Gründungszeit der Militär- und Reservistenkameradschaft im Jahr 1856 bis in die Gegenwart. Damals wie heute lebten die Menschen in einer Zeit, in der niemand mit Gewissheit sagen könne, was die Zukunft bringe.

Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine habe Verteidigung eine völlig neue Bedeutung erhalten. Der „schöne Traum vom Frieden“ sei ausgeträumt, sagte Aiwanger. Täglich gebe es Tote und Verletzte. Gleichzeitig stellte er die Frage, ob sich diese Entwicklung nicht hätte verhindern lassen. Nach seiner Auffassung sei dies auch das Ergebnis einer über Jahre verfehlten Verteidigungspolitik. Verteidigung sei eine Lebensversicherung.

Kritisch äußerte sich der stellvertretende Ministerpräsident über diejenigen, die seiner Ansicht nach davon ausgingen, andere müssten im Ernstfall die Verantwortung übernehmen. Der Krieg in der Ukraine zeige vielmehr, dass moderne Konflikte mit hochentwickelten Waffen geführt würden und sich über lange Zeit festfahren könnten.

Mit einem Augenzwinkern bemerkte Aiwanger, selbst bei den Grünen scheine inzwischen ein Umdenken einzusetzen. Er verwies auf Äußerungen von Robert Habeck, der heute den Wehrdienst nach eigenen Worten wohl nicht mehr verweigern würde.

Bayern habe die Bedeutung der Verteidigungsbereitschaft nach seinen Worten schon immer erkannt. Das zeige sich auch an Unternehmen im Freistaat, die Technik und Ausrüstung für diesen Bereich entwickelten und produzierten.

Seine Vorstellung fasste Aiwanger in einem einfachen Bild zusammen. Deutschland müsse wie ein Igel sein, der sich bei Gefahr einrolle und seine Stacheln aufstelle. „Da holt sich jeder Angreifer eine blutige Schnauze“, sagte er. Frieden lasse sich nur sichern, wenn ein Land verteidigungsbereit sei. Sein Leitgedanke lautete deshalb „kämpfen können aber nicht kämpfen müssen“. Friedenspolitik sei immer auch eine Politik des Bereitseins.

Mit Blick auf die vergangenen Jahre sprach Aiwanger davon, dass die Menschen von der Naivität überrollt und von der Realität eingeholt worden seien. Für diese Aussage erhielt er deutlichen Beifall.

Ebenso viel Zustimmung fand seine Kritik am Umgang mit Veteranen, die verwundet oder traumatisiert aus dem Afghanistan-Einsatz zurückgekehrt waren. Er bemängelte den teilweise mangelnden Respekt gegenüber diesen Menschen und würdigte deren Einsatz für das Land.

Anschließend schlug Aiwanger den Bogen zurück zur Geschichte. Die Gründung der Soldaten- und Kriegervereine sei nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon erfolgt, um Kameradschaft zu pflegen und sich gegenseitig zu unterstützen. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an das berühmte Pappenheimer Regiment aus Schillers „Wallensteins Tod“. Der Satz „Daran erkenn ich meine Pappenheimer“ werde heute oft anders eingesetzt und verstanden. Ursprünglich habe er jedoch bedeutet, dass auf die Pappenheimer Verlass sei. „Ihr könnt stolz sein auf diesen Spruch“, rief Aiwanger den Zuhörern zu und löste damit großen Jubel aus.

Von den historischen Wurzeln führte seine Rede unmittelbar zur aktuellen Politik. Aiwanger forderte eine Rückbesinnung auf die Werte Eigentum und Leistung. Kritisch äußerte er sich über Eingriffe bei Minijobs, während beim Bürgergeld nach seiner Auffassung zu wenig kontrolliert werde. Dies fördere Schwarzarbeit.

Nicht ohne Seitenhieb auf die Berliner Politik sprach Aiwanger auch einen „Tipp an den Kanzler“ für die Besetzung von Ministerämtern aus. Er hielt einen Wechsel an der Spitze des  Arbeitsministeriums für angebracht und bezog sich dabei auf die Kampfansage der Amtsinhaberin an die Arbeitgeber.

„Leistungsloses Leben ist ein schöner Traum“, sagte Aiwanger. Aufgabe der Politik sei es, wieder deutlich zu machen, dass sich Leistung lohnen müsse.

Im weiteren Verlauf seiner Rede streifte der Minister zahlreiche weitere Themen, die aus seiner Sicht viele Bürger unmittelbar beträfen. Er sprach über die Situation der Landwirtschaft, des Handwerks und des Ehrenamts. Vereine seien das Fundament des gesellschaftlichen Lebens in den Gemeinden und dürften deshalb nicht durch zusätzliche Belastungen geschwächt werden.

Auch Bürokratie, Haftungsfragen und Regressforderungen gegenüber Ehrenamtlichen kritisierte Aiwanger scharf. Solche Entwicklungen würden das Land Stück für Stück zurückbauen. Ebenso deutlich wurde er bei Angriffen auf Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Wer Einsatzkräfte oder deren Ausrüstung angreife, müsse konsequent bestraft werden.

Beim Thema Gendersprache fand der Freie-Wähler-Politiker ebenfalls klare Worte. Das Gendern bezeichnete er als „Gipfel der Dummheit“. Es könne nicht Aufgabe der Politik sein, den Menschen vorzuschreiben, wie sie zu sprechen oder zu denken hätten.

Mit deutlichen Worten kritisierte Aiwanger auch die zunehmende Bürokratie sowie Haftungs- und Regressrisiken, die nach seiner Auffassung immer mehr Menschen davon abhielten, Verantwortung zu übernehmen. Ob im Vereinsleben, im Ehrenamt oder in der Wirtschaft – wer sich engagiere, sehe sich immer häufiger mit Vorschriften und rechtlichen Hürden konfrontiert. Dadurch würden bewährte Strukturen geschwächt und Eigeninitiative ausgebremst. Seine Einschätzung brachte der stellvertretende Ministerpräsident mit dem markanten Satz auf den Punkt: „So wickelt man ein Land rückab.“ Für diese Aussage erhielt er aus den Reihen der Zuhörer zustimmenden Applaus.

Zum Abschluss kehrte Aiwanger noch einmal zum Jubiläum der Militär- und Reservistenkameradschaft Pappenheim zurück. Er würdigte die Grundwerte des Soldatentums als „aller Ehren wert“ und gratulierte dem Verein zu seinem 170-jährigen Bestehen. Ein solcher Zeitraum zeige, dass der Verein über Generationen hinweg Bestand gehabt habe und seine Aufgaben erfülle. Mit den besten Wünschen für viele weitere erfolgreiche Jahre und Gottes Segen beendete der stellvertretende Ministerpräsident seine Rede.

Für die zahlreichen Besucher war es ein Auftritt, der genau die Erwartungen erfüllte, die sie mit Hubert Aiwanger verbunden hatten. Ohne langes Ablesen, dafür mit klaren Positionen, historischen Bezügen und einer Sprache, die viele im Festzelt als bodenständig empfanden, sprach er Themen an, die aus seiner Sicht den Alltag und die Sorgen vieler Bürger prägten. Seine Aussagen blieben dabei erkennbar seine politischen Positionen – und genau dafür erhielt er in Pappenheim immer wieder viel Applaus.

Und auch die Reihe derer, die sich mit Hubert Aiwanger fotografieren lassen wollten schien nicht abzureißen. Dazu stand er offensichtlich gerne zur Verfügung.




Kanonendonner und Pappenheimer Marsch für Hubert Aiwanger

Als Festredner zum 170-jährigen Jubiläum des Militärvereins und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) war der Stellvertretende Bayerische Ministerpräsident Hubert Aiwanger Am Samstagnachmittag nach Pappenheim gekommen. Bereits seine Ankunft wurde zu einem feierlichen Ereignis.

Mit sportlicher Leichtigkeit und gewohnt eloquent entstieg er seiner elektrisch angetriebenen Staatskarosse und wurde von Christian Schöppl, Schirmherrn Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein, Bürgermeister Florian Gallus sowie Landtagsabgeordnetem Wolfgang Hauber herzlich empfangen. Noch vor dem Festzelt erwartete den Ehrengast ein besonderer Empfang. Die Ehrenformation der Militärischen Ferialverbindung Albertina zu Dresden stand Spalier und die Vereinskanonierin Carola Lämmerer feuerte drei Salutschüssen aus der vereinseigenen Böllerkanone zu Ehren des Stellvertretenden Ministerpräsident ab. Sichtlich begeistert und spendete er der Böllerschützin anerkennenden Applaus.

Der anschließende Einzug ins Festzelt erfolgte – wie bereits am Vortag beim Besuch von Bayerns Innenminister Joachim Herrmann – zu den Klängen des traditionsreichen Pappenheimer Marsches. Nach der offiziellen Begrüßung durch den Vorsitzenden des MRK Pappenheim stand die Festrede des Stellvertretenden Ministerpräsidenten im Mittelpunkt des Nachmittags. Über deren Inhalte wird in einem gesonderten Artikel berichtet.

Im Anschluss an seine Rede überreichte Christian Schöppl dem Ehrengast die von Philipp Engeler verfasste Vereinschronik des MRK Pappenheim, versehen mit einer persönlichen Widmung. Hubert Aiwanger revanchierte sich mit einem prunkvoll gestalteten Fahnenband für die Vereinsfahne des Jubelvereins.

Auch Bürgermeister Florian Gallus hatte eine besondere Aufgabe übernommen. Er brachte das Goldene Buch der Stadt Pappenheim mit ins Festzelt, in das sich Hubert Aiwanger mit einem Dank für den herzlichen Empfang eintrug. Als Erinnerung an seinen Besuch erhielt der Stellvertretende Ministerpräsident außerdem den neu aufgelegten Pappenheimer Regenschirm als Geschenk der Stadt.

Da Hubert Aiwanger zugleich Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie ist, nutzte er die Gelegenheit auch zum Austausch mit den Pappenheimer Unternehmen, die das Jubiläumsfest und den Kühlanhänger als Sponsoren unterstützt haben. Gerne nahm sich der Minister Zeit für Gespräche und stellte sich gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Firmen zu einem Gruppenfoto.

Zu den Werbepartnern des MRK Pappenheim zählen:
Hotel-Gasthof zur Sonne, Hofmann Naturstein, Felsner Haustechnik GmbH & Co. KG, F. Hüttinger GmbH & Co. Bau KG, Päckert’s Trachten- und Landhausmoden, Taxi Popp, Otto Sippekamp Tabakwaren, Metall- und Gartenmanufaktur Schindler, Zimmerei und Holzbau Wolf, Schmidtkonz Industrieller Tiefbau – Landschaftsbau, Lebensmittelmarkt Thoma, Bernecker OHG Allianz Generalagentur, Schwill Metall-Technik, KRAUSE Präzisions-Kokillenguss GmbH, Meisterbetrieb Christian Riedel Heizung – Sanitär – Solar, Metall-Bau-Schott, Henle & Rau Steuerungstechnik GmbH, Restaurant Wallmüllerstuben Las Tapas Markus Menk, Alexius Lämmerer Versicherungen und Immobilien e.K. sowie Lutz Heizung Sanitär Klima GmbH & Co. KG.




Zwischen Marschmusik und Henkelmesse beim MRK Pappenheim

Der zweite Festtag des 170-jährigen Jubiläums des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim bot schon am Morgen zahlreiche besondere Eindrücke. Vom feierlichen Marsch durch die Altstadt über musikalischen Dank für Sponsoren bis hin zu einer in der Region wohl einmaligen Henkelmesse wurde Geschichte, Brauchtum und Gemeinschaft auf besondere Weise miteinander verbunden.

Bereits am Vormittag wurde Schirmherr Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein am Schloss in der Graf-Carl-Straße feierlich abgeholt. Begleitet wurde der Zug vom Marschmusikensemble unter der Leitung von Alfred Maderer, einer Abordnung des MRK 1856 Pappenheim sowie den Offizieren der Militärischen-Ferialverbindung Albertina zu Dresden.

Die Offiziersverbindung war auf Einladung von Graf Egloffstein vom 31. Juli bis 2. August zu ihrer 22. Militärkneipe auf der Burg Pappenheim zu Gast. Die „Militärische-Ferialverbindung Albertina zu Dresden“ wurde 2014 an der Militärakademie Dresden gegründet. Voraussetzung für eine Mitgliedschaft ist der Offiziersrang sowie gleichzeitig die Zugehörigkeit zu einer Studentenverbindung. Die Nationalität spielt dabei keine Rolle. „Wir haben Mitglieder aus Österreich, Frankreich und der Schweiz“, erklärte ein Teilnehmer der Verbindung.

Gemeinsam zog der Festzug vom Schloss durch die Pappenheimer Altstadt. Dabei wurde an drei Stationen Halt gemacht, um sich bei Sponsoren des Jubiläumsfestes auf musikalische Weise zu bedanken. Vor den Geschäften von Tabak und Spirituosen Sippekamp, Päckert’s Trachtenmoden sowie der Firma Metallbau Schindler spielte das Marschmusikensemble jeweils ein Ständchen, das von den Geschäftsinhabern und zahlreichen Zuschauern mit Applaus aufgenommen wurde.

Mit im Festzug befand sich auch Militärpfarrer Gunther Wiendl von der Evangelischen Militärseelsorge am Bundeswehrstandort Neuburg. Gemeinsam mit der Marschformation holte er in der Schützenstraße seinen katholischen Kollegen, Pfarrer Robert Rapljenovic, ab. Von dort aus marschierten beide Geistliche gemeinsam mit den Teilnehmern zum Festzelt.

Dort gab es einen Gottesdienst der besonderen Art. Mit einer in der Region wohl erstmalig gefeierten Henkelmesse beschritten die beiden Pfarrer neue Wege, um Menschen auf ungezwungene Weise für den Glauben zu begeistern. Pfarrer Robert Rapljenovic führte in seinen einleitenden Worten humorvoll an das außergewöhnliche Konzept heran und erntete dafür viel Applaus. Für Heiterkeit sorgte seine augenzwinkernde Bemerkung: „Da kann man sich die Frauen und vielleicht auch die Predigt schön saufen.“

Doch trotz des Ausschanks und der lockeren Atmosphäre blieb der Gottesdienst von Beginn an würdevoll. Andacht, Gebet und geistliche Impulse standen im Mittelpunkt. Viele Besucher zeigten sich im Anschluss angetan von dieser besonderen Form des Gottesdienstes. Neben den „geistigen Getränken“, wie es augenzwinkernd hieß, habe man vor allem geistige Inspiration und Denkanstöße für den Alltag mit nach Hause genommen.

So zeigte auch der zweite Festtag des Jubiläums, wie sich Tradition, Kameradschaft und neue Ideen zu einem stimmungsvollen und zugleich nachdenklichen Festprogramm verbinden lassen.




Holm und Band am Samstagabend beim MRK in Pappenheim

Holm und Band spielen am Samstagabend im Festzelt. Dem Militärverein und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) ist es kurzfristig gelungen, die Band nach der witterungsbedingten Absage des Open Airs mit den Dorfrockern zu verpflichten. Damit bleibt den Besucherinnen und Besuchern auch am Samstagabend ein attraktives Liveprogramm erhalten.

Ab etwa 20.30 Uhr sorgt die Band im Festzelt mit einem abwechslungsreichen Programm für beste Unterhaltung. Das musikalische Spektrum reicht von Acoustic Rock und Pop bis hin zu mitreißenden Party-Hits und verspricht beste Stimmung.

Der Eintritt ist frei. Damit sind alle Besucherinnen und Besucher eingeladen, den Samstagabend gemeinsam im Festzelt des MRK zu verbringen und das Fest in geselliger Atmosphäre zu genießen.

Mit der kurzfristigen Verpflichtung von Holm und Band ist es dem MRK gelungen, auf die wetterbedingte Absage schnell zu reagieren und den Gästen dennoch einen stimmungsvollen Festabend zu bieten. Die Verantwortlichen freuen sich darauf, zahlreiche Besucherinnen und Besucher im Festzelt begrüßen zu dürfen.

Titelbild : holm-music.de




Drei Tage Festprogramm zum 170-jährigen Jubiläum des MRK in Pappenheim

10:Der Militärverein und die Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) feiern von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August 2026, ihr 170-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erwartet die Besucher auf dem Festplatz „Auf der Lach“ ein abwechslungsreiches Programm mit offiziellen Feierlichkeiten, musikalischen Highlights, einem Gottesdienst, einem Bauernmarkt sowie weiteren Veranstaltungen für die gesamte Bevölkerung. Das Jubiläum steht zugleich im Zeichen des Bezirksreservistentages Mittelfranken.

Der MRK blickt auf eine 170-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde er am 22. September 1856 als Veteranen- und Kriegerverein. Heute versteht sich die Gemeinschaft als moderner Verein, der Traditionspflege, Kameradschaft und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet. Neben dem Schießsport und der Pflege und Wartung zweier Salutkanonen beteiligt sich der Verein regelmäßig am öffentlichen Leben in Pappenheim und wirkt seit Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen mit.

Feierlicher Auftakt am Freitag
Den Auftakt bildet am Freitagabend ein Festabend der Vereine. Erwartet werden zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Militär und Gesellschaft. Unter anderem haben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der Schirmherr des Jubiläums Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein, Landrat Markus Gläser, Prinz Stanislaus von Bayern als Vertreter des Hauses Wittelsbach sowie Generalmajor a.D. Norbert Wagner ihr Kommen angekündigt.

Neben Ehrungen und Grußworten steht auch die Verleihung von Fahnenbändern auf dem Programm. Musikalisch eingerahmt wird der Abend von der Reservisten Big Band Baden-Württemberg.

Musikalischer Spaziergang und Festgottesdienst am Samstag
Der Samstag beginnt mit einem musikalischen Spaziergang durch die Pappenheimer Altstadt. Begleitet wird dieser von der Feuerwehrkapelle Langenaltheim. Startpunkt ist das Denkmal von Gottfried Heinrich in der Graf-Carl-Straße. Auf dem Weg zum Festzelt sind mehrere musikalische Stationen vorgesehen.

Anschließend folgt ein Festgottesdienst mit dem Pappenheimer Pfarrer Robert Rapljenovic sowie Pfarrer Wiendl von der Evangelischen Militärseelsorge am Bundeswehrstandort Neuburg. Dabei wird eine sogenannte Henkelmesse gefeiert, eine in der Region eher seltene Form des Gottesdienstes.

Festrede von Staatsminister Hubert Aiwanger
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumswochenendes ist am Samstagnachmittag die Festrede des Bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. In diesem Rahmen soll dem Verein das Fahnenband des Freistaates Bayern überreicht werden.
In seinem Grußwort in der Vereinschronik würdigt Aiwanger die über viele Generationen gewachsene Vereinsgeschichte und das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Der Verein habe sich über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt und zugleich seine Wurzeln bewahrt.

Am Abend wird es mit einem Open Air Auftritt der Dorfrocker einen weiteren Höhepunkt des Festwochenendes geben.

Holm und Band spielen am Samstagabend Ab 20:30 Uhr im Festzelt. Dem Militärverein und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) ist es kurzfristig gelungen, die Band nach der witterungsbedingten Absage des Open Airs mit den Dorfrockern zu verpflichten. Damit bleibt den Besucherinnen und Besuchern auch am Samstagabend ein attraktives Liveprogramm erhalten.

Der MRK 1856 Pappenheim hat mitgeteilt, dass das geplante Open Air der Dorfrocker witterungsbedingt abgesagt werden musste. Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten im Vorverkauf erworben haben, erhalten den Ticketpreis gegen Vorlage ihrer Eintrittskarte an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurück.

Schafkopfturnier und Seniorennachmittag am Sonntag
Am Sonntag startet das Programm mit einem Schafkopfturnier. Danach stehen ein Mittagstisch sowie musikalische Unterhaltung mit der Schützenkapelle Meinheim auf dem Programm.

Ab 14 Uhr lädt der Verein außerdem zu einem Seniorennachmittag ins Festzelt ein. Die Veranstaltung wird vom Jubelverein in Eigenregie organisiert und soll älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit zu einem geselligen Nachmittag bei Blasmusik bieten.

Der ursprünglich beantragte Zuschuss der Stadt für den Seniorennachmittag wurde nach Angaben des Vereins nicht bewilligt. Der Militärverein führt dies Veranstaltung für Seniorinnen und Senoren dennoch in eigener Regie durch. Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen kann das Angebot mit freiem Bustransfer, Freibier und einer Mahlzeit jedoch nicht im bisherigen Umfang erfolgen. Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen werden für 2,50 Euro angeboten

Einladung an Alle
Mit dem Jubiläumswochenende möchte der Militärverein und die Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim nicht nur auf seine lange Geschichte zurückblicken, sondern auch die Verbundenheit mit der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern sichtbar machen. Das Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Feierlichkeiten mitzuerleben, historische Traditionen kennenzulernen und gemeinsam einige gesellige Stunden auf dem Festplatz zu verbringen.

Die Veranstaltungen sind öffentlich. Besucher aus Pappenheim und der gesamten Region sind eingeladen, am Festwochenende teilzunehmen und das 170-jährige Bestehen des traditionsreichen Vereins mitzufeiern. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Titelbild: Plakatausschnitt MRK Pappenheim

Das Festprogramm im Überblick

Veranstaltungsort: Auf der Lach in Pappenheim

Freitag, 31. Juli 2026 ab 19:oo Uhr

        • Ab 19:00 Abend der Vereine und der Bevölkerung
        • Grußwort von Staatsminister Joachim Herrmann und weiterer Ehrengäste
        • Unterhaltung mit der Reservisten Bigband Baden-Württemberg

Samstag, 1. August 2026

        • 09:00 Uhr Musikalischer Spaziergang durch die Altstadt
        • 10:30 Uhr: Gottesdienst als Henkelmesse (mit Ausschank) im Festzelt
        • 13:00 Uhr: Festrede von Staatsminister Hubert Aiwanger
        • Bauernmarktmeile zum Schlemmen und Einkaufen
        • 20:30 Uhr: Open-Air10:-Konzert mit den Dorfrockern, Einlass 18:30 Uhr

Sonntag, 2. August 2026

        • 10:00 Uhr: Großes Schafkopfturnier im Festzelt
          1.
          Preis: 600 Euro
          2.
          Preis: 400 Euro
          Startgeld: 15 Euro
        • anschließend Mittagstisch
        • ab 13:00 Uhr: Zünftige Unterhaltung mit der Schützenkapelle Meinheim