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Konzertkarten auch an der Abendkasse

Die Feuerwehrkapelle Langenaltheim lädt alle Musikfreunde am Samstag, 6. November um 19:30 Uhr nach einer langen Pause zu einem Konzert der ganz besonderen Art in die Langenaltheimer Mehrzweckhalle ein. Konzertkarten sind auch an der Abendkasse zu bekommen. Der Eintrittspreis beträgt 10€.

Musikalisch erwartet die Konzertbesucher ein buntes Programm von den typisch böhmischen Klängen der Feuerwehrkapelle Langenaltheim, über Filmmelodien bis hin zu solistischen Darbietungen auf höchstem musikalischem Niveau.

Bei diesem Konzert stellt die Kapelle, ihren neuen Dirigenten, Michael Leisinger vor. Der Profi-Trompeter hat im September 2021 die musikalische Leitung der Feuerwehrkapelle Langenaltheim übernommen.

Gleichzeitig nimmt das Ensemble schweren Herzens Abschied von ihrem langjährigen Dirigenten, Alfred Maderer, der seit mehr als 30 Jahren musikalisch den Takt in Langenaltheim angegeben hat. Er wird der Kapelle aber weiterhin als aktiver Musiker verbunden bleiben. An diesem Konzertabend sollen außerdem zwei langjährige Musiker und Stützen der Kapelle in ihren wohlverdienten „Ruhestand“ verabschiedet werden.

 




Konzert der Vokalgruppe VIP in der Stadtkirche

Die Dresdner Vokalgruppe VIP gastiert am Samstag, 30.10.2021 um 19:00 Uhr in der Stadtkirche in Pappenheim. Das Ensemble besteht aus jungen Sängern, die vormals alle Angehörige des Dresdner Kreuzchores oder des Thomanerchores Leipzig waren.
Die 2003 gegründete Vokalgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, ihren Zuhörern ein breites musikalisches Angebot zu präsentieren.

Ihre musikalische Spannwiete reicht von Vokalmusik aus Renaissance und Barock über die Romantik bis zu bekannten Popsongs und anderen Werken unserer Zeit.
Dieses musikalische Spektrum ist auch am Samstag, den 30. Oktober 2021 um 19:00 Uhr auch in der Pappenheimer Stadtkirche zu erleben.

Einlass ist um 18:30 Uhr,
Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt 12 Euro
Kartenvorverkauf:
In Pappenheim: Schreibwaren Windisch, Tourist-Information, Evangelisches Pfarramt
In Treuchtlingen: Buchhandlung Korn
In Weißenburg: Buchhandlungen Meyer und Stoll

Foto: Übermittlung evangelisches Pfarramt




Amadeus-Chor in der Stadtkirche

Am Sonntag, 10.10.2021 um 17:00 Uhr gibt es in der evangelischen Statkirche Pappenheim wieder ein ganz besonder hochklassiges Konzert. Der Amadeus-Chor aus Neuendettelsau mit rund 35 Sängerinnen und Sängern unter der Leitung von Benedikt Haagaus lädt zu einem außergewöhnlichen A-Cappella-Konzert ein.
Besondere Highlights des Programms sind die wohl schönste Vocal-Messe in Es-Dur (Rheinberger), Lieder aus der für den OPUS-KLASSIK-AWARD 2021 nominierten neuen CD, sowie die Orgel-Uraufführung zum Choralvorspiel “Von Gott will ich nicht lassen” Aria antiqua con 9 variazioni (2021) op. 66, komponiert und gespielt von Dekanatskantor Raimund Schächer.

Konzertkarten sind im Vorverkauf telefonisch unter Tel. 09143 830331, Evang. Pfarramt Pappenheim oder an der der Abendkasse für 13 Euro (10 Euro ermäßigt) zu bekommen




Klezmer-Musik zum jüdischen Festjahr

Im Rahmen der Aktionen des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, mit dem Titel „Shalom Pappenheim“, gibt es in Pappenheim auch ein Klezmer-Konzert. Dieses Konzert bietet der Kunst- und Kulturverein bei einem Musikabend am 28. August um 19:00 Uhr auf der offenen Remise des K14 an.
Der populäre Musikstil steht heute vor allem für jüdische Musik. Klezmer war früher vor allem die Musik der Juden im osteuropäischen Stedl.

Klezmer-Musik passt wunderbar zum Ort und zur Stimmung eines lauen Sommerabends auf der überdachten Außenfläche des Hauses Klosterstraße 14, in dem im 19. Jahrhundert jüdische Bewohnerinnen und Bewohner gelebt haben, an die wir uns bei dieser Musik erinnern können.
Die vier Musiker aus Erlangen, die sich in Anlehnung an das englische Wortteil „…maniac“ KLEZMANIAXX nennen, spielen mit Klarinette, Trompete, Sousafon und Schlagzeug überlieferte jüdische Unterhaltungs- und Tanzmusik und bringen sie in moderner Form auf die Bühne.
Sie sind beim weitbekannten internationalen Fürther Klezmer-Festival eine feste Größe. Wenn ihre rhythmische Klezmer-Musik erklingt, weht sofort ein Hauch des weiten Ostens durch den Raum, unbekümmerte Spielfreude bringt das Publikum zum Mitsingen und Klatschen. Ruhig auf dem Platz sitzen bleiben kommt dann nicht in Frage.
Die Bandmitglieder bringen unterschiedliche musikalische Erfahrungen aus Volksmusik, Rock, Latin und Jazz in die Gestaltung der Stücke ein, gemeinsam intonieren sie eine flot-te, tanzbare Interpretation traditioneller Melodien.

Besetzung:
Karen Harder Klarinetten, Saxofone
Rudolf Harder Helikon, Sousofon, Tanzanleitung
Petro Grimm Trompete, Flügelhorn, Euphonium
Andreas Vogt Schlagzeug, Poyk

Haus der Bürger K14,Klosterstraße 14, Pappenheim.
Samstag 28. August 2021, 19 Uhr.
Eintritt: 10,- Euro.

Beim Besuch der Veranstaltung gelten die jeweils gültigen Coronaregeln.
Wegen der beschränkten Platzzahl bedingt durch Corona ist es empfehlenswert, Karten im Vorverkauf bei der Tourist-Info am Marktplatz in Pappenheim zu erwerben.




Jüdische Stadtgeschichte auf der Theaterbühne

Die Theatergruppe Pappenheim hat bei den Veranstaltungen zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ mit einem netten Einakter daran erinnert, dass die jüdischen Buchdruckerfamilie Hirschbaum in Pappenheim nachhaltige Zeichen gesetzt hat. Die Schauspielertruppe zeigte das Stück am Sonntagnachmittag des jüdischen Festwochenendes „Shalom in Pappenheim“ auf dem Eventplatz in der Deisingerstraße

Im Jahre 1837 kam Joseph Hirschbaum als Buchdruckergeselle aus dem schwäbischen Steppach nach Pappenheim und erhielt zwei Jahre später die Erlaubnis hier eine Buchdruckerei zu betreiben. Am 1. Januar 1840 erscheint das erste Wochenblatt für Pappenheim und Umgebung, dass später als Pappenheimer Zeitung bis in das Jahr 1943 weitergeführt wurde bevor es in das Weißenburger Tagblatt überging.

Die Soldaten fressen einem ja die Haare vom Kopf”, beklagen die Pappenheimer Geschäftsfrauen

Die Theatergruppe Pappenheim geht mit ihrem Bühnenstück in die Wilhelminische Zeit zurück. Anette Pappler die das Stück geschrieben hat und auch die Regie führt tritt als Erzähler auf und berichtet von der Wilhelminischen Zeit, die stark vom Militär und den damit verbundenen Truppenübungen auch im Raum Pappenheim geprägt war.

Das gesamte 2. Armeekorps mit 1.200 Mann soll kommen und in Pappenheim mussten die Soldaten mitsamt den Pferden bei voller Verpflegung einquartiert werden.

Da hatte auch die Buchdruckerei von Adolf Hirschbaum (Thomas Henle) und Sohn Sigmund (Maximilian Löffler) alle Hände voll zu tun. Denn für die Einquartierungskommission mussten die sogenannten Quartierbillets, als Gutscheine für die Verpflegung der Soldaten vom Bürgermeister genehmigt und dann gleich gedruckt werden.

Und in den Pappenheimer Gassen sorgt die Einquartierung ständig für Gesprächsstoff. Da berichtet die Frau des Druckers Hirschbaum (Pia Brunnenmeier) von Stress in der Druckerei und die Pappenheimer und Frau Bäckermeister Wenderlein (Verena Wenzel), die Frau des Kurz- und Galanteriewarenhändlers Wieser (Britta Schober) und die Frau Schustermeister Heinrichmeyer (Manuela Urban) haben sich allerhand über die Einquartierungen zu erzählen „ Die Soldaten fressen einem doch die Haare vom Kopf“, heißt es da und dass ein Gardist seine Füße über das Fußende des zu kurzen Bettes hinaus auf die Fensterbank legen musste.

Letzte Kontrolle der Quartierbillets beim Bürgermeister Jakob und Einqaurtierungskommissar Heinrichmeyer

Derweil sind Vater und Sohn Hirschbaum beim Bürgermeister Jakob (Holger Wenzel) und den Einquartierungskommissaren Heinrichmeier (Günther Kleber) und Andreas Wenderlein (Fabian Schober) um die Quartierbillets vor dem Druck noch einmal endgültig überprüfen zu lassen. Natürlich wird auch noch an dem Text gefeilt, den der Drucker in der Zeitung veröffentlichen soll.

Es wird deutlich, dass es in Pappenheim bei den Einquartierungen immer viel Arbeit, Aufregung und auch Ärger gegeben hat. Aber am Ende einer solchen Truppenübung mit Einquartierung in Pappenheim gab es zum Abschluss immer ein Standkonzert einen Umzug und einen großen Manöverball in der Krone. Und darauf hat man sich damals allseits in Pappenheim gefreut.

Die Aufführung hat eindrucksvoll gezeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt die Geschichte lebendig und für jedermann verständlich zu zeigen. Diese Möglichkeit hat die Theatergruppe Pappenheim wieder in eindrucksvoller Weise mit Leben erfüllt.




Chorandacht in der Weidenkirche

Am Mittwoch, 08. Juli 2020 um 19:00 Uhr singt der Windsbacher Knabenchor eine „Chorandacht“ in der Pappenheimer Weidenkirche am Bahnweg. Bei Regen wird die Andacht in die Stadtkirche verlegt.

Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es auf dem EDEKA-Parkplatz in Pappenheim (Zufahrt von der Bahnhofstraße) von dort nur 1 Minute zu Fuß bis zur Weidenkirche oder auf dem Volksfestplatz (5 Gehminuten).

Für Sitzgelegenheiten ist gesorgt, es empfiehlt sich aber ein Sitzkissen mitzubringen.

Es stehen 200 Plätze für Besucher/innen zur Verfügung.

Es wird auch gebeten einen Stift mitzubringen, weil sich die Besucher wegen der Coronabeschränkungen in Listen eintragen müssen. Die Listen werden nach 3 Wochen vernichtet.

Die Chorandacht ist kostenlos. Über Spenden freut sich die evangelische Kirchengemeinde Pappenheim sehr.




Adventskonzert in der Stadtkirche

Am Samstag, den 21. Dezember um 17 Uhr findet in der evangelischen Stadtkirche Pappenheim wieder das alljährliche Adventskonzert statt.
Es erklingen besinnliche Adventsweisen und Musikstücke in weihnachtlicher Vorfreude in vielfältigen Besetzungen. Die mitwirkenden großen Ensembles sind der Kirchenchor unter Leitung von Christine Köhnlein, der Posaunenchor unter Leitung von Alfred Maderer und die Klangfänger des Windsbacher Knabenchores unter Leitung von Stefan Hofmann. Mit dabei sind des Weiteren Miriam Lutz und Frank Bräunlein (Gitarren), Alena Gschwandtner und Paul Dictus (Violinen), Friedemann Hennings (Flöte) und Sven Bergdolt (Klavier und Orgel).
Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.




Konzert zum Innehalten im Advent

Die Pappenheimer Sunnasänger haben unter der Gesamtleitung von Frieder Edel nun schon in zehnter Auflage ein ganz besonderes kulturelles Ereignis in der Pappenhiemer Vorweihnachtszeit gesetzt. Zu ihrem Adventskonzert mit dem Titel „Musik in Stiller Zeit“ lud das Ensemble am Vorabend des 3. Advents wieder in die katholische Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt ein.

Dort begrüßte Stadtpfarrer Jürgen Poppe die Sänger, Musikanten und Zuhörer zum Beginn der zweiten Hälfte des Advents, dem Warten auf das Ereignis, das die Welt verändert hat. Zur Ruhe kommen und frohen Sinnes die Geburt des Herrn erwarten, sei der Anspruch dieses Konzerts, sagte Pfarrer Poppe und bedankte sich bei allen Mitwirkenden.

Innehalten und zur Besinnung kommen, das konnten die Zuhörer bei dem Konzert tatsächlich in der sogenannten „staden Zeit“, die in unseren Tagen von Hektik, Umbrüchen und Zwietracht belastet ist.

 Zur Gestaltung hatten sich die Sunnasänger  diesmal mit dem Verein Frohsinn  und dem Posaunenchor aus Bieswang, dem Zitherclub Solnhofen und dem Vokalensemble Pap Canto musikalische Verstärkung eingeladen. An der Orgel brachte Sven Bergdolt mit Werken aus der Barockzeit von Johannes Bachelbel,  der Weihnachtsfantasie  einem in Teilen selbst komponierten Präludium das Gotteshaus zum Klingen. Das gut besuchte eineinhalbstündige Konzert konnte auch durch eine gut ausgesuchte Auswahl der Gesangs und Musikbeiträge gefallen, wobei das Vokalensemble PapCanto mit ihren vierstimmeigen Liedvorträgen ganz besondere Klangbilder zeichnete.

Zwischen den musikalischen Darbietungen konnten die gehörten Werke zur Weihnachtszeit vorgetragen von Hermann Remold nachklingen, der besinnliche Gedanken zum Advent, zur Weihnachtszeit vortrug.

Dass auch die Zuhörer mitsingen dürfen ist eine weitere Besonderheit dieses beliebten Pappenheimer Traditionskonzerts im Advent. Schon zu Beginn des Konzerts konnten sich die Besucher  mit „Macht hoch die Tür“ auf das sinnliche Konzert einstimmen.

Glanzvoller Schlusspunkt und gefolgt von viel Applaus war auch in diesem Jahr der gemeinsame Liedvortrag der  mitwirkenden Sänger und Musikanten. Unter der musikalischen Leitung von Walter Hackenberg intonierte der mächtige Schlusschor das Lied „Freut euch ihr Menschen all“.




Sommerabendmusik in Pappenheim

Auch in diesem Jahr lädt die Kirchengemeinde Pappenheim im August zu Sommerabendmusiken in die Stadtkirche ein.

(FH) Eine halbe Stunde gute und ansprechende Musik, verbunden mit Gedankenanstößen und einem Gebet laden zum Atemholen und Entspannen ein. Die Abende werden von Musikerinnen und Musikern aus der Region gestaltet.

Den Anfang macht das bekannte Vokalensemble „Pap Canto“. Anne Eberle, Lisa Pfister, Andreas Müller und Friedemann Hennings werden am Dienstag, 06. August um 19.30 Uhr im Foyer des Gemeindezentrums A-Cappella-Lieder aus der Renaissance und Popsongs zum Besten geben.

Triosonaten aus der Barockzeit stehen am Dienstag, 13. August um 19.30 Uhr auf dem Programm. Elias Kamm mit der Violine, Friedemann Hennings mit der Querflöte und Robert Lörner am Flügel interpretieren Werke der Komponisten Loillet und Pepusch.

Auf eine kleine musikalische Reise von der Wiener Klassik über die Epoche der Romanik bis in die Moderne lädt Sven Bergdolt am Dienstag, 20. Juli um 19.30 Uhr ein. Die lebhaften als auch ruhigeren, melodischen Werke u.a. von Haydn, Beethoven, Chopin und Gundlach sind am neuen Flügel im Gemeindezentrum zu hören.

Zeitgenössische Gitarrenmusik präsentieren Miriam Lutz und Frank Bräunlein am Dienstag, 27. August um 19.30 Uhr zum Abschluss der Sommerabendmusik im Foyer des Gemeindezentrums. Im Mittelpunkt stehen eindrückliche Werke von spanischen und französischen Komponisten.

Herzliche Einladung zu allen Abenden – der Eintritt ist frei.




Irrsinn als Karriereleiter

Mit dem Heinz Erhardt Stück „Das hat man nun davon“ hat  die Theatergruppe Pappenheim die Herausforderung gesucht, auch einmal großes Theater zu spielen. Der Schauspielertruppe ist es unter der Regie von Anette Pappler im Theatersaal des Gasthauses Zagelmeyer in Neudorf eindrucksvoll gelungen, das Publikum mit der Parodie auf Politik, Beamte und Behörden zu begeistern.

Heinz Erhardt war in den 1970er Jahren ein bekannter und beliebter Humorist, Schauspieler und Dichter. Durch seinen höchst eigenwilligen und liebenswerten Humor hat er vielen Gedichten, Filmen und Bühnenstücken seinen Stempel aufgedrückt.  Aus seiner Feder stammt auch der Dreiakter „Das hat man nun davon“, zu dem die Urfassung  von Wilhelm Lichtenberg als Vorlage diente.

Mit diesem bekannten Bühnenwerk das in den 1970er Jahren mit Heinz Erhardt auch verfilmt wurde, hat die Theatergruppe Pappenheim kürzlich im Neudorfer Gasthof Zagelmeyer eine besonders glanzvolle Vorstellung gegeben.
Schon das Theaterfoyer vermittelte den Hauch von großem Theater. Im Kuppelsaal versorgte die Familie Dengler mit ihren Helfern die Gäste mit Baguettes und einer Getränkevielfalt wie man sie auch aus großen Theaterhäusern kennt.

Das Stück selbst beginnt in einer Amtsstube des Finanzministeriums in den 1970er Jahren. Dort sieht der kauzige Beamte, Amtsschreiber  Willi Winzig (Hans-Peter Lang), immer noch vom Eifer durchdrungen, seiner nur noch eine Woche entfernten Pensionierung entgegen. „Ich mache alles, was uns bei der Bevölkerung unbeliebt macht. Wenn ich versage hat der Staat überhaupt kein Geld mehr“, sagt Willi Winzig, der von der Stenotypistin Fräulein Weguscheit (Verena Wenzel) angehimmelt und von der Büroangestellten (Anida Cemal) fürsorglich behandelt wird. Er selbst aber ist in Frau Dr. Sigrid Kubin (Britta Schober) verliebt, der allerdings auch der Jurist Dr. Viktor Senn (Thomas Henle) schöne Augen macht. Dr. Kubin ist Tierärztin und will mit allen Mitteln – auch mit weiblichem Charme – die Förderung ihres Forschungsprojektes zur Bekämpfung der Staupe erreichen.
In Winzigs Aktenschrank entdeckt Dr. Senn uralte Steuerakten mit Forderungen und Ablehnungen, die Winzig aus Gutherzigkeit zurückgehalten und gestapelt hatte, anstatt sie an die Steuerpflichtigen abzuschicken. Allerdings verspricht der Jurist den Skandal zurückzuhalten bis Winzig seine Pension erreicht hat. „Sparen sparen und nochmals Sparen“, ist das Dogma des Sektionschefs Dolleschall (Manfred Walter). Als der Pfennigfuchser das Fräulein Dr. Kubin mit ihrem Förderantrag brüsk abweist, rastet Winzig aus und legt sich mit Dolleschall an, weshalb ihm dieser – aus Sparsamkeitsgründen natürlich – die Pension kürzen will.
Da  nun die Pensionsansprüche Winzigs in Gefahr sind, rät ihm der Jurist auf verrückt zu machen, weil bei Unzurechnungsfähigkeit eine Pensionskürzung ausgeschlossen ist. Durch die Bemühungen Winzigs als unzurechnungsfähig anerkannt zu werden, nimmt das Stück nun immer mehr  Fahrt auf.

Finanzminister Alfred Kuhländer (Bernd Schwald), der als Landwirt sein Ministeramt nur widerwillig ausübt und auf einen baldigen Rücktritt hinarbeitet, kann nicht einmal seine eigenen Finanzen in Ordnung halten. Trotz aller Verrücktheiten, die sich Winzig einfallen lässt, gefällt dem Finanzminister das Verhalten des kleinen Beamten. „Sie sind der vernünftigste Mensch, der mir seit langem begegnet ist. Sie machen das einzig richtige, was man mit diesen verstaubten blödsinnigen Akten machen kann“,  lobt der Minister den Amtsschreiber Winzig.

Im Foyer des Staatsbanketts trifft der Finanzminister Kuhländer seine Ministerkollegin aus dem Landwirtschaftsministerium Dr. Erika Finz (Pia Brunnenmeier), die sich als Finanzexpertin  in ihrem Ministeramt ebenfalls deplatziert vorkommt. Die beiden treffen im Foyer auch auf den Südamerikanischen Gesandten  SeniorAlcaly dy Buertosi Aganemtsich (Max Löffler), der in einem wunderbaren Vortrag vollmundig die absonderlichsten  Kooperationsvorschläge macht.

Turbulent wird es, als Winzig das Konzert bei dem Staatsbankett durch lautes Zwischenrufen beendet und auch noch den Minister ohrfeigt.
Allerdings hat das nicht die Folgen, die man als Zuschauer erwarten würde. Denn  – das hat man nun davon – im dritten Akt hat Winzig als Amtsrat Fördergelder zu vergeben und wird dementsprechend von Dr. Kubin umgarnt. Und auch der smarte Journalist Sabander (Daniel Enderlein)  taucht gleich mit einer ganzen Menge von Empfehlungsschreiben aus aller Welt bei Winzig auf. Als Winzig Sabander aus seinem Büro wirft und noch dazu die Fördergelder für das Staupenprojekt von Fräulein Dr. Kubin an die Flutopfer umleitet, steht die Zukunft Winzigs schon wieder am Abgrund. Allerdings ist auch diesmal der Ausgang anders als erwartet.

Spritzig, turbulent und gekonnt ist dieses Bühnenstück von Anette und Marianne Pappler in Szene gesetzt, in dem die Vorgänge in der Politik und in den Behörden aufs Korn genommen werden. Der Dreiakter mit einem wohl ewig aktuellen Thema, entwickelt seine Klasse aus den Wortspielen und  überraschenden Wendungen, wie sie für Heinz Erhardt typisch sind. Zum Beispiel sagt Winzig: „Ich habe mich lange in Schweigen gehüllt – jetzt enthülle ich mich“. Bei der Inszenierung verkörpert Hans-Peter Lang die Rolle des Willi Winzig mit Leib und Seele. Überzeugend spielt er mit großartiger Gestik  und Mimik, in allen Phasen des Stücks, den sehr pflichtbewussten Nieselprim genauso großartig, wie den verrückten Spinner. Begünstigt wird seine schauspielerische Leistung von der geschickt ausgewählten Besetzung der weiteren Rollen. Die Darstellung der Führungskräfte und Mitarbeiter in einem Ministerium bildet einen wunderbaren Rahmen für ein stimmiges Gesamtbild der Aufführung und sorgte mit Wortwitz und Situationskomik für viel Vergnügen, Jubelrufe und sehr viel Applaus im Publikum. Unterstützt wurden die Schauspieler von der erfahrenen Souffleuse Manuela Urban.

Wer gerne herzhaft über Wortspiele und intelligente Blödeleien lacht, hat die Gelegenheit am Samstag, 24. November um 19:30 die zweite Aufführung des köstlichen Dreiakters zu erleben.

Fleißige Helfer waren am Werk, um für das Schauspiel den entsprechenden Rahmen zu erstellen. So sorgten Anette und Marianne Pappler für die Kostüme, in der Maske waren Tamara und Dieter Knoll sowie Anida Cemal tätig. Licht und Technik arrangierte Jörg Gerber und beim Bühnenbau waren Richard Schwimmer, Nermin Cemal, Thomas Henle und Jörg Gerber am Werk.

Für weitere Unterstützung bedankt sich die Theatergruppe Pappenheim bei der Firma Gerhard Sippekamp, beim Kunst- und Kulturverein Pappenheim und bei Familie Rainer Dengler aus Neudorf für die Bereitstellung des Theatersaales.




Quartuba Rustica wieder in LA

Das junge Ensemble „Quartuba Rustica“ gastiert am Sonntag, 18.11.2018 um 19:30 Uhr wieder in der Willibaldskirche Langenaltheim.

Das Tuba Quartett besetzt mit zwei Franken, einem Oberbayern und einem „Europaner“, begeistert seit November 2017 mit seinen Konzerten seine Zuhörer im  nordbayrischen Raum.

Wie schon bei dem glanzvollen Konzert im Vorjahr haben die vier Klassemusiker ein hervorragendes Programm zusammengestellt. Dieses besteht aus einer  bunten Mischung von deutschen, englischen und japanischen Komponisten, von Klassik bis Swing. Gespielt wird eine bunte Mischung aus Werken u.a. von J. S. Bach, Edvard Grieg, Philip Sparke und Daisuku Shimizu.

Den Besuchern steht ein ganz besonders Klangerlebnis bevor, wenn Dieter Meyer, Wolfgang Kübler (Euphonium),  Max Grimm (Basstuba) und Susumu Kakizoe (Kontrabasstuba) mit dem sogenannten „Tiefen Blech“ die Werken berühmter Komponisten zum Klingen bringen.




Ungewohnte Klänge in der Stadtkirche

Das Akkordeonorchester Solnhofen hat kürzlich in der Pappenheimer Stadtkirche ein außerordentlich abwechslungsreiches Konzert geboten. Unter der Leitung von Christine Satzinger begann das Ensemble klassisch mit dem flotten Hornpipe aus Händels Wassermusik und setzte mit dem Allegretto aus Karl Jenkins „Paladio“ die klassisch konzertanten Klänge fort. Mit „Viva la Vida“ begann das Orchester  einen Reihe  moderner Konzertstücke, zu denen auch Whitney Houstons Welterfolg „Iwill allways love you“und die konzertante Fassung des Songs “Lost on you“ von Laura Pergolizzi alias LP gehörte.

Das Tanzbein zumindest zum Wippen brachte dann die  Cha Cha Cha Rhythmen von  „All about the Bass“ von Kevon Kadisch, auf den gleich die fetzigen Klänge eines Aha-Medleys in einen Arrangement von Gernot Satzinger und die Melodie des Rocksongs „Rockin’ All over the World“ von Status Quo folgte.

Mit der Melodie des weltbekannten Scorpionhits  „Wind of Change“ und der Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ gelang dem Ensemble eine stimmige Überleitung zum Glanzstück des Abends, nämlich der konzertanten Fassung des Filmsongs „My heart will go on“ aus dem Katastrophendrama Titanic. Leitmelodie und Stimme verlieh dem gefühlvollen Lied in einer virtuosen Meisterleistung Andreas Müller mit der Blockflöte. Eine ganz besondere Wirkung konnte dieses Stück, wie auch das gesamte Konzert durch die hervorragende Akustik der Kirche entfalten. Die für den Baxring geschaffene Melodie „Eye oft he Tiger“ und der Toto-Hit „Afrika“ schlossen dieses bemerkenswerte Konzert ab.

Natürlich forderte das begeisterte Publikum in der gut besuchten Stadtkirche noch Zugaben, die das Akkordeonorchester gerne spielte.

Angeregt hatte dieses besondere Konzert in der Pappenheimer Stadtkirche das Orchestermitglied Andrea Pfefferlein, die sich auch bei den Vorbereitungen besonders einbrachte. Als Moderator führte in bewährter Weise einmal mehr Harry Rammler durch das Programm und bedankte sich bei Dekan Wolfgang Popp und den Mitarbeitern des Dekanats ganz herzlich für die Bereitstellung der Kirche und die Unterstützung bei den Konzertvorbereitungen. Das Akkordeonorchester Solnhofen habe schon öfters in Kirche gespielt, sagte Harry Rammler bei seiner Begrüßung und hatte nicht zu viel versprochen, als er in der Pappenheimer Staatskirche ein besonders abwechslungsreiches Konzert ankündigte.