Herz und Innovation für Kinder
Mit einem glanzvollen Fest wurde am Freitag der Outdoor Kindergarten in Göhren eingeweiht. Das von Sabine Tober und Martina Rieger seit Ende 2017 mit viel Herz und Innovation entwickelte Konzept für eine Kinderbetreuung in und mit der Natur wurde allseits sehr gelobt und ist mit dem Prädikat hervorragend bewe
rtet worden. Auch Franziska Meyer, die Einrichtungsleiterin vom Kindergartenträger BRK „Erlebniswelt für Kinder“ zeigte sich von dem großen Echo begeistert.
Man muss weit zurückdenken um sich an einen solchen Ansturm von Besuchern aus der gesamten Region in Göhren zu erinnern, wie es bei Eröffnungsfest des Outdoor Kindergartens Göhren der Fall war. Dass das von Sabine Tober und Martina Rieger seit Ende 2017 Zug um Zug entwickelte und geduldig umgesetztes Konzept ein so großes Interesse und eine solche Zugkraft aufbaut, hat die Veranstalter zutiefst beeindruckt.
Das Einweihungsfest organisiert hatte neben den beiden Initiatorinnen auch die Einrichtungsleiterin Franziska Meyer von BRK Kreisverband. Dieser hat im Frühjahr 2019 die Trägerschaft für den Outdoor Kindergarten in Göhren übernommen und ist derzeit seit September 2018 auch Träger des Kinderhorts der vorübergehend im Pappenheimer Grundschulhaus untergebracht ist.
Als Ehrengäste waren neben 1.Bürgermeister Sinn und einigen Ratsmitgliedern auch BRK Kreisgeschäftsführer Rainer Braun und der stellvertretender Geschäftsführer Martin Fickert gekommen. Von der Brücke aus, die auf dem Kindergartengelände zwei Hügel verbindet begrüßten sie zusammen mit Franziska Meyer, Sabine Tober und Martina Rieger die vielen großen und kleinen Festgäste und bedankten sich bei allen Helfern für die geleistete Arbeit.
Und das Ergebnis dieser Arbeit kann sich sehen lassen. Nach einem langen Genehmigungsverfahren entstand auf dem Gelände östlich von Göhren eine geräumige und gemütliche Kindergartenhütte, die auch für einen Winterbetrieb des Kindergartens geeignet und eingerichtet ist. Ein überdachter Allwettersandkasten, eine Nestschaukel, ein Rohrdurchschlupf und eine aus Standsteinquadern großzügig gebaute mit einem Sonnensegel überdachte Brotzeitecke regen zum Aufenthalt im Freien an. Eine charmante Brücke stellt die Verbindung zwischen zwei Hügeln her.
Damit alles in der Kürze der Zeit entstehen konnte, haben fleißige Hände auf dem Kindergartengelände richtiggehend gezaubert. Deshalb erhielten sie auch von Sabine Tober und Martina Rieger einen gefüllten Zauberhut als Geschenk. „Ohne die Zauberer hätten wir das gar nicht machen können“, betonte Martina Rieger. Die beschenkten Zauberer waren Ruth Eisenmeier vom Architekturbüro Frosch, Bernhard Tober, der Mann der alles kann, Bernd Erdinger und Frank Rieger, der mit seiner Holzbaufirma die Holzbauten und Einrichtungselemente erstellt hat. „Das BRK ist auf unseren Zug gesprungen, als der schon voll in Fahrt war“, stellte Frank Rieger fest, der auch die Besonderheiten der einzelnen Bauwerke erklärte.
Auch Bürgermeister Sinn begrüßte von der Brücke aus die Gäste und beglückwünschte alle Beteiligten zu der tollen Einrichtung und unterstrich insbesondere die enorme Leistung der Familien Tober und Rieger.
Der Weg zur Einweihungsfeier war für die beiden Initiatorinnen eine lange und teilweise beschwerliche Reise; bei der sie den Mut nicht verloren haben und mit dem großen Zuspruch bei der Eröffnungsfeier belohnt wurden. Das Konzept, dass von Sabine Tober in ihrer Bachelor-Arbeit entwickelt hat, konnte alle überzeugen und sogar begeistern.
„Unser Konzept ist aufgegangen“, sagt Martina Rieger, deren Zwergenranch und die Hippolini-Kinderreitschule das Kindergartenkonzept unterstützen. „Strahlende Kinderaugen, die begeisterten Rückmeldungen der Eltern und die positive Bewertung des Jugendamtes haben unsere Mühen belohnt“, sagen die beiden sympathischen Initiatorinnen und sind mit Recht stolz darauf, dass das Konzept ihres Outdoor-Kindergartens mit dem Prädikat „hervorragend“ bewertet wurde.
Um diesen Anlass auch gebührend feiern zu können, war neben dem Kindergartengelände ein netter Festplatz mit zwei Festzelten eingerichtet, wo die vielen Gäste mit Speisen und Getränken versorgt wurden.
Auf dem Programm des Einweihungsfestes stand auch eine Familienrallye mit acht Stationen und ein Besuch der Zwergenranch in einen Gehöft nahe des Kindergartens. Dort begrüßte das Pony Bonnie die Besucherschaar und die Kinder fütterten ganz begeistert die beiden Zwergziegen und die Kaninchen.
Erläutert wurde hier von Martina Rieger auch der Ablauf des Tages im Outdoor-Kindergarten, der zwischen 08:00 Uhr und 08:15 Uhr auf dem Kinderspielplatz in Göhren beginnt. Von dort geht´s zur nahen Zwergenranch, wo im Morgenkreis ein Lied gesungen und eine Geschichte vorgelesen wird. Danach wird nach den Tieren gesehen. Diese werden bei Bedarf mit Wasser oder Futter versorgt und die Hühner werden aus dem Stall in den Freilauf gelassen. Zu Fuß geht es weiter zum ca. 400 m entfernten Kindergartengelände, wo an der frischen Luft in der Natur die pädagogisch fundierte Kinderbetreuung mit viel Innovation umgesetzt wird.
Von den 20 Kindergartenplätzen für eine Halbtagsbetreuung sind derzeit sieben belegt und für September liegen bereits weitere Anmeldungen vor. Betreut werden im Outdoor Kindergarten Göhren Kinder von 3 Jahren bis zum Grundschulalter.
Davon kann bei einer Beschlussfassung auch das Evangelische Bildungszentrum in Pappenheim und am Hesselberg profitieren, freute sich der Stimmkreisabgeordnete Manuel Westphal.
Die Tagespflege in den Räumen der Rummelsberger Diakonie in der Pappenheimer Alexander-Beck-Straße ist seit September 2018 in Betrieb und wird von den Tagesgästen und deren Angehörigen allseits gelobt. So erläuterte es Martin Ruffertshöfer, Geschäftsführer der Zentralen Diakoniestation in den Dekanaten Pappenheim und Weißenburg kürzlich bei einer Feierstunde zur Einweihung der Einrichtung. Zu dieser Feier begrüßte Ruffertshöfer die Bürgermeister mit ihren Stadt- und Gemeinderäten aus Pappenheim, Solnhofen und Langenaltheim, sowie Edgar Tschernach vom Seniorenbeirat der Stadt Treuchtlingen.
„Die demographische Entwicklung geht auch an Pappenheim nicht vorbei“, wusste Markus Ungar-Hermann, der Leiter der Altenhilfe bei der Zentralen Diakoniestation zu berichten. Anhand einer Studie des Statistischen Landesamtes zeigte er auf, dass sich in Pappenheim die Bevölkerungszahl in Pappenheim bis zum Jahr 2028 um rund 180 Einwohner geringfügig verringern wird. Allerdings werde der Anteil der 65-jährigen um fast 25 % von 822 auf 1030 Personen ansteigen. Dem Wunsch der meisten Menschen, die im Alter zu Hause gepflegt werden möchten, entspringt die Idee, in Pappenheim als Ergänzung zum ambulanten Pflegedienst der Diakonie in Langenaltheim eine Tagepflege für Senioren anzubieten. Seit ihrer Eröffnung im September 2018 wird die Tagespflege in Pappenheim angenommen. Allerdings würden Tagespflegegäste aus Pappenheim selbst noch fehlen. Einen herzlichen Dank sprach Ungar-Hermann der Rummelsberger Diakonie für die Bereitstellung der Räume und dem Team der Tagespflege für ihre wunderbare Arbeit aus.
In einem sehr engagierten Vortrag stellte Anja Ast, die Leiterin der Tagespflege die Einrichtung vor. Diese ist Montag bis Freitag von 08:00 bist 16:00 geöffnet, wobei die morgendlichen Ankunftszeiten flexibel gestaltet werden können. Mit einem Frühstücksbuffet ist sichergestellt, dass auch Spätankömmlinge noch in aller Ruhe ausgiebig frühstücken können. Die Einrichtung hat auch einen eigenen Fahrdienst, der die Tagesgäste von zu Hause abholt und abends wieder zurückbringt.