Manege frei für den Zirkus PaSoGalli in Pappenheim

Für die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Pappenheim-Solnhofen wird im Juli ein ganz besonderes Projekt Wirklichkeit. Dank der großzügigen Unterstützung zahlreicher Sponsoren kann die Schule in diesem Schuljahr erneut ein eigenes Zirkusprojekt durchführen.

Möglich wurde das Vorhaben durch Spenden örtlicher Banken, Firmen und Organisationen. Einen wichtigen Beitrag leisteten auch die Eltern der Grundschulkinder, die den Benefizlauf der Schule tatkräftig unterstützten und mit ihren Spenden zum Gelingen des Projekts beitrugen. Die Schulfamilie bedankt sich dafür herzlich bei allen Unterstützern.

Eine besondere Herausforderung stellte die Organisation der Proben dar. Aufgrund der räumlichen Situation an der Schule mit zwölf Klassen und rund 250 Schülerinnen und Schülern wurden zusätzliche Übungsräume benötigt. Hier sprang die Stadt unterstützend ein und stellte mehrere Räumlichkeiten sowie den Kronensaal für die Projekttage zum Selbstkostenpreis zur Verfügung. Lediglich die Reinigungskosten in Höhe von 100 Euro wurden berechnet. Auch hierfür spricht die Grundschule ihren ausdrücklichen Dank aus.

Unter dem Namen „Zirkus PaSoGalli“ werden die Kinder in den kommenden Wochen verschiedene Kunststücke und Darbietungen einstudieren und schließlich in einem echten Zirkuszelt auf der Pfarrwiese in Pappenheim präsentieren. Die Besucher dürfen sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen, bei dem die jungen Artistinnen und Artisten ihr Können zeigen werden.

Die Vorstellungstermine

Mittwoch, 8. Juli

  • 17 Uhr Erste Vorstellung der Gruppe B

Donnerstag, 9. Juli

  • 13 Uhr Erste Vorstellung der Gruppe A
  • 17 Uhr Zweite Vorstellung der Gruppe B

Freitag, 10. Juli

  • 17 Uhr Zweite Vorstellung der Gruppe A

Die Grundschule Pappenheim-Solnhofen freut sich auf zahlreiche Besucher und darauf, gemeinsam mit Kindern, Eltern, Familien und Freunden einige unvergessliche Stunden in der Manege zu erleben.

 




Neue Perspektive für das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim

Fünf Jahre nach der Schließung des Georg-Nestler-Hauses könnte für das markante Gebäude in der Pappenheimer Beckstraße am Fuße des Weinbergs eine völlig neue Zukunft beginnen. In der Stadtratssitzung am 18. Juni wurde mit dem Projekt „Pappenheim 2030“ bereits das fünfte Konzept vorgestellt, das dem seit 2021 leerstehenden Gebäude wieder Leben einhauchen soll. Anders als frühere Ansätze setzt die von der LandLiving GmbH mit Sitz in Augsburg entwickelte Idee jedoch nicht auf eine klassische Pflegeeinrichtung, sondern auf ein gemeinschaftliches Wohn- und Lebensmodell für ältere Menschen mit starker Einbindung in das gesellschaftliche Leben der Stadt.

Für Bürgermeister Florian Gallus ist das Vorhaben weit mehr als eines der bisherigen Nutzungskonzepte. Bereits im Vorfeld der öffentlichen Sitzung wurde deutlich, dass ihn die Idee zutiefst überzeugt hat. Beim Pressegespräch am Vormittag vor der Sitzung sprach er offen darüber, dass ihn das Konzept der LandLiving GmbH „schon bei den ersten Gesprächen abgeholt“ habe. Der Gedanke der gegenseitigen Unterstützung zwischen den Generationen entspreche genau den Bedürfnissen, die ihm in vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern immer wieder begegnet seien.

Fünf Jahre Suche nach einer Lösung
Als Florian Gallus im Mai 2020 sein Amt als Bürgermeister antrat, erhielt er bereits zwei Wochen später die Nachricht, dass die Rummelsberger Dienste das Georg-Nestler-Haus nicht weiter betreiben würden. Pünktlich zum 31. Mai 2021 war das Gebäude schließlich geräumt und der Erbpachtvertrag ging an die Stadt zurück.

Seitdem blieb das ehemalige Seniorenheim eines der meistdiskutierten Themen in Pappenheim.

Es werden zwar immer weniger Pappenheimer, die persönliche Erinnerungen an das vormalige Krankenhaus haben, dennoch haben sich private und politische Initiativen seit dem Leerstand bemüht, das Gebäude mit dem markanten Namen seines Stifters wieder mit Leben zu erfüllen. Die geringe Zahl möglicher Pflegeplätze machte jedoch alle bisherigen Überlegungen wirtschaftlich schwierig. Vier Konzepte wurden in den vergangenen Jahren diskutiert, ohne dass daraus ein konkreter Ansatz für eine Umsetzung entstand.

Mit dem nun vorgestellten Ansatz soll ein neuer Weg eingeschlagen werden.

Gemeinschaft statt Pflegeheim
LandLiving-Geschäftsführer Dr. Carsten Witt stellte das Projekt zusammen mit der Geschäftsführerin Christa Grotepaß vor und betonte mehrfach, dass das Projekt kein Pflegeheim werden soll. Im Mittelpunkt stehe vielmehr eine aktive Gemeinschaft von Menschen, die möglichst lange selbstbestimmt leben möchten.

Geplant sind 17 Wohnungen für rund 35 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Apartments fallen bewusst kompakt aus und haben im Durchschnitt etwa 22 Quadratmeter Wohnfläche. Das Konzept setzt dabei auf eine optimale Nutzung der vorhandenen Räume. Durch eine durchdachte Möblierung und intelligente Grundrisse soll auch auf vergleichsweise kleiner Fläche ein komfortables Wohnen möglich werden.

Vorgestellt wurde dieses Raumkonzept bei der Sitzung des Stadtrates von Lidia Teister, die als Expertin für Microliving und Service Apartments gilt. Die Gewinnerin des Design Awards 2024 zeigte auf, wie sich auch begrenzte Wohnflächen funktional, komfortabel und gleichzeitig ansprechend gestalten lassen. Dabei steht die optimale Nutzung jedes Quadratmeters im Mittelpunkt.

Die geplanten Wohneinheiten verbinden private Rückzugsräume mit einer hochwertigen Ausstattung und den umfangreichen Gemeinschaftsbereichen des Projekts.

Den eigentlichen Schwerpunkt bilden die gemeinschaftlich genutzten Bereiche. Vorgesehen sind unter anderem Räume für Begegnung, gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. Darüber hinaus soll ein gastronomisches Angebot mit Frühstück, Mittag- und Abendessen entstehen. Ein Café soll auch Besucherinnen und Besuchern sowie der Öffentlichkeit offenstehen.

Unterstützt werden soll das Zusammenleben durch eine digitale Hilfs-App, über die beispielsweise Fahrten zum Arzt, Einkäufe oder andere Unterstützungsangebote innerhalb der Gemeinschaft organisiert werden können.

Wohnen mit Verantwortung
Dr. Witt machte deutlich, dass LandLiving nicht einfach Wohnungen vermieten möchte. Ziel sei eine Gemeinschaft, in der sich die Bewohner aktiv einbringen.

Dazu ist vorgesehen, dass Interessenten sich finanziell an der Gesamtanlage beteiligen. Sie werden dadurch Miteigentümer des Projekts, erwerben jedoch weder eine Wohnung noch ein Wohnrecht. Die Wohnungen bleiben Mietobjekte und gehen später nicht als Eigentum auf Erben über. Die Finanzierung des Projekts, so machen die Initiatoren immer wieder deutlich, soll maßgeblich von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen werden.

Als Rechtsform ist eine GmbH & Co. KG vorgesehen.

Begleitet werden soll das gemeinschaftliche Leben durch eine soziale Moderation. Hier bringt insbesondere Christa Grotepaß ihre Erfahrungen und ihr Engagement ein. Gemeinsam mit Dr. Carsten Witt gehört sie zu den prägenden Köpfen des Projekts. Bei der Vorstellung wurde deutlich, wie viel Begeisterung und Herzblut beide in die Entwicklung des Konzepts investiert haben.

Begeisterung für Pappenheim
Die Verbindung zwischen Pappenheim und Dr. Carsten Witt entstand Ende 2025. Bereits bei einem ersten Besuch im November erkannte er nach eigenen Angaben das Potenzial des Gebäudekomplexes und des dazugehörigen Areals. Seine Begeisterung für die Stadt war auch beim Pressegespräch deutlich spürbar.

Um Pappenheim besser kennenzulernen, hat sich Witt sogar vor Ort einquartiert. Auch nach der Stadtratssitzung suchte er gemeinsam mit seinem Team den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern bei einer Gesprächsrunde in einem Pappenheimer Gasthaus. Dort wurde mit den Bürgerinnen und Bürgern, welche die Stadtratssitzung besucht hatten, weiter über Chancen, Erwartungen und Perspektiven des Projekts gesprochen.

Pilotprojekt mit Strahlkraft
Bürgermeister Gallus sieht in dem Vorhaben eine große Chance für die Stadt. „Hier kann ein Pilotprojekt gegen Alterseinsamkeit entstehen. Möglicherweise installieren wir hier ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Landkreis“, erklärte er.

Gleichzeitig machte er deutlich, dass das Projekt den Wunsch nach einem Pflegeangebot in Pappenheim nicht ersetzt. „Das ist der erste Zwischenschritt auf dem Weg zur Pflege von Senioren. Wir brauchen einen Pflegestandort, das ist mir klar“, sagte Gallus.

Noch stehen zahlreiche Entscheidungen bevor. Viele Details müssen ausgearbeitet, rechtliche Fragen geklärt und weitere Beschlüsse gefasst werden. Die Stadt selbst diskutiert derzeit weder über finanzielle Beteiligungen noch über Investitionen.

Dennoch wurde bei der Vorstellung deutlich, dass die Verantwortlichen von LandLiving und der Bürgermeister in dem Konzept eine realistische Chance sehen, dem Georg-Nestler-Haus wieder eine Zukunft zu geben. Für Pappenheim könnte damit ein Projekt entstehen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit auf sich zieht und neue Antworten auf die Herausforderungen des Älterwerdens im ländlichen Raum gibt.

Wortmeldungen und Beschluss
In der anschließenden Diskussion gab es zu dem vorgestellten Konzept grundsätzlich positive Rückmeldungen aus dem Stadtrat. SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Pappler verwies darauf, dass die Schaffung von Wohnraum für Senioren bereits im Seniorenpolitischen Gesamtkonzept von 2022 verankert sei. Den besonderen Charme des Projekts sehe sie darin, dass in Pappenheim nicht bei null begonnen werden müsse. Mit der Nachbarschaftshilfe und dem aktiven Vereinsleben seien bereits wichtige Strukturen vorhanden. Für sie sei das Vorhaben ein „erfrischend positiver Ansatz“ und eine gute Idee, die es wert sei, weiterverfolgt zu werden. Im Erfolgsfall könne das Projekt der Stadt sogar ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/Bürgerliste, begrüßte, dass das neue Konzept „mal etwas anderes“ sei. Gleichzeitig betonte er, dass es in der aktuellen Sitzung zunächst nur um die weitere Prüfung des Vorhabens gehe. Dabei müssten insbesondere die Finanzierung, die praktische Umsetzbarkeit sowie der tatsächliche Bedarf und das Interesse möglicher Bewohner sorgfältig untersucht werden. Eine Vorfestlegung dürfe es aus seiner Sicht nicht geben. Vielmehr sollten auch die bislang vorliegenden Konzepte sowie mögliche weitere Ideen weiterhin offen betrachtet werden.

Ähnlich äußerte sich CSU-Stadtrat Marcus Wurm. Er wolle LandLiving die Chance geben, das Konzept weiterzuentwickeln, sprach sich jedoch ebenfalls dafür aus, die bisherigen Überlegungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Am Ende beschloss der Stadtrat, die Umsetzbarkeit des vorgestellten Projekts für eine Nutzung des ehemaligen Krankenhauses und Seniorenheims in der Beckstraße 19 als generationsübergreifendes Wohnprojekt näher zu prüfen. Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung ist damit noch nicht verbunden. Vielmehr markiert der Beschluss den Einstieg in einen weiteren Prüfungs- und Entwicklungsprozess.




Arztpraxis Dr. Hamulka im Pappenheim macht Urlaub

Die allgemeinmedizinische Arztpraxis von Dr. Daniela Hamulka in Pappenheim, Bürgermeister-Rukwid-Straße 3 macht Urlaub vom von

Montag, den 01.06.2026 bis einschließlich
Freitag, den 05.06.2026.

Ab Montag, den 08.06.2026 ist das Praxisteam wieder für Sie da!

Die Vertretung übernimmt:
Praxis Filipski/Pappenheim;

Dr. Gedon/Solnhofen;
KV Bereitschaftspraxis/Weißenburg

 




Seit zehn Jahren engagiert sich das Basar Team in Pappenheim

Der Frühjahrsbasar für Baby- und Kindersachen im Schützenhaus Pappenheim war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten am 1. März 2026 die Gelegenheit zum Stöbern, Kaufen und Verkaufen. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie viel Gutes mit dem Engagement des Basar-Teams bewegt werden kann.

Seit inzwischen zehn Jahren organisiert das rund 20-köpfige Team den beliebten Basar mit viel Einsatz und Liebe zum Detail. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt dabei regelmäßig sozialen Einrichtungen und Projekten zugute.

Dank des diesjährigen Frühjahrsbasars durfte sich die Pappenheimer Kita unterm Regenbogen über Sachspenden im Wert von 225 Euro freuen. Zudem erhielt der Weißenburger Verein Kinderschicksale Mittelfranken e.V. eine Geldspende in Höhe von 500 Euro.

Das Basar-Team bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Unterstützung erneut zum Gelingen des Basars beigetragen haben.

Titelfoto: Basar-Team

 




Spende aus Bieswang bringt Freude ins Kinderdorf Marienstein

Große Freude herrschte kürzlich in der Regenbogengruppe des Kinderdorfs Marienstein. Die Firma KRAUSE Präzisions-Kokillenguss GmbH aus Bieswang überreichte eine Spende in Höhe von 2000 Euro und unterstützt damit die Arbeit mit den Kindern.

Der Betrag kam auf besondere Weise zustande. Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Unternehmens wurden Überraschungspakete versteigert. Die Mitarbeitenden beteiligten sich engagiert mit ihren Geboten und sorgten so für einen beachtlichen Erlös. Die Geschäftsleitung stockte die Summe anschließend noch einmal auf, sodass schließlich 2000 Euro für den guten Zweck zusammenkamen.

Im Kinderdorf Marienstein ist die Unterstützung hoch willkommen. Mit der Spende kann die Regenbogengruppe gemeinsame Ausflüge oder sogar einen Urlaub planen und umsetzen. Solche gemeinsamen Erlebnisse schaffen wertvolle Erinnerungen und stärken das Miteinander der Kinder.

Entsprechend groß war die Freude bei Kindern und Betreuern über die Zuwendung aus Bieswang. Die Aktion zeigt einmal mehr, wie viel durch gemeinsames Engagement und Zusammenhalt bewegt werden kann.

Titelfoto: Krause Guss Bieswang




Freude über Spende der Pappenheimer Stadtführer

Eine schöne Geste mit nachhaltiger Wirkung hat in diesen Tagen in Pappenheim für Freude gesorgt. Die beiden Gästeführer Erwin Knoll und Renate Prusakow haben den Erlös ihrer jüngsten Stadtführung an die Pappenheimer Tafel übergeben und damit ein Zeichen gesetzt, das weit über einen einzelnen Termin hinausweist.

Anlässlich des Weltgästeführertags, der nach mehrjähriger Pause nun auch in Pappenheim wieder begangen wurde, luden die beiden im Bundesverband der deutschen Gästeführer organisierten Stadtführer am Sonntag, 22. Februar 2026, zu einem besonderen Rundgang ein. Rund 40 interessierte Gäste folgten dem Motto „Mit offenen Augen durch Pappenheim“ und ließen sich auf eine Entdeckungstour ein, die den Blick auf vermeintlich Bekanntes neu schärfte.

Es sind oft die kleinen Details am Wegesrand, an denen man im Alltag achtlos vorbeigeht. Genau dort setzten die beiden Gästeführer an. Mit viel Hintergrundwissen und einem feinen Gespür für die Besonderheiten der Stadt machten sie deutlich, wie reich Pappenheim an Geschichte und Geschichten ist. Wer dabei war, nahm nicht nur Informationen mit nach Hause, sondern auch einen neuen Blick auf die eigene Umgebung.

Die Führungen selbst boten Knoll und Prusakow kostenfrei an. Statt eines festen Entgelts baten sie um Spenden zugunsten der Tafel in Pappenheim. Eine Bitte, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf offene Ohren stieß. Insgesamt kamen 135 Euro zusammen. Erwin Knoll rundete den Betrag auf 150 Euro auf, sodass schließlich eine runde Summe übergeben werden konnte.

Am Dienstag nahmen die beiden Gästeführer das Kuvert mit dem „Führungsgeld“ in die Hand und überreichten es persönlich an Inge Leykamm, die Organisatorin der Pappenheimer Tafel. Dort wird jeder Euro gebraucht, um Menschen in schwierigen Lebenslagen unbürokratisch zu unterstützen.

So verbindet diese Aktion auf schöne Weise zwei Anliegen. Zum einen die Wertschätzung für die eigene Stadt und ihre Geschichte. Zum anderen die konkrete Hilfe für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf Unterstützung angewiesen sind. Pappenheim zeigt damit einmal mehr, dass bürgerschaftliches Engagement hier nicht laut daherkommen muss, um Wirkung zu entfalten. Manchmal genügt ein Rundgang mit offenen Augen – und ein Herz, das mitgeht.

Titelfoto: Marcus Wurm




Jetzt Projektideen für die LEADER-Förderung einreichen

Pappenheim und die umliegende Region der LAG Monheimer Alb-AltmühlJura sind erneut auf Ideensuche. Wer ein Projekt plant, das den ländlichen Raum stärkt, kann sich bis 10. Februar 2026 um Fördermittel aus dem EU-Programm LEADER bewerben. Ob Mobilität, kulturelles Erbe, Ortskernbelebung, Angebote für Senioren oder andere innovative Ansätze – gefragt sind Projekte, die zur regionalen Entwicklung beitragen.

Die Projektanträge sollten vorab mit dem LAG-Management abgestimmt und inklusive Kostenübersicht eingereicht werden. Das Entscheidungsgremium tagt am 25. März 2026. Je nach Förderkategorie sind bis zu 50 Prozent der Nettokosten förderfähig. Es empfiehlt sich, frühzeitig Kontakt aufzunehmen, um offene Fragen zur Förderfähigkeit zu klären.

Förderfähig sind Vorhaben aus den Bereichen Klimaschutz, Kultur & Tourismus, Soziales & Lebensqualität sowie Digitalisierung & Zusammenarbeit. Kleinprojekte mit bis zu 2.500 Euro Fördersumme werden aktuell auf eine Warteliste gesetzt – hier ist zur kommenden Sitzung keine Entscheidung garantiert.

Alle Infos und Formulare:
www.wirgestaltenheimat.de
📞 09091-909139
✉️ regionalmanagement@vg-monheim.de
(Bitte beachten: Weihnachtsferien vom 22.12.2025 bis 06.01.2026)

Die LAG freut sich auf kreative Impulse für eine starke und lebenswerte Region.

 




Würdevolles Erinnern zum Volkstrauertag in Pappenheim

Mit einer eindrucksvollen und würdevollen Zeremonie wurde am vergangenen Sonntag in Pappenheim der Volkstrauertag begangen. Getragen von ökumenischem Geist, historischem Bewusstsein und klaren Worten gegen das Vergessen, zeigte sich einmal mehr, wie tief verwurzelt das Gedenken an Kriegstote und Opfer von Gewalt in der Gesellschaft ist.

Den Auftakt bildete eine ökumenische Andacht in der ehrwürdigen Klosterkirche – ein besonderer Ort, der von der Gräflichen Familie auch in diesem Jahr großzügig zur Verfügung gestellt wurde. Die Pfarrer Robert Rapljenovic und Gerd Schamberger fanden eindringliche und bewegende Worte, um die Bedeutung dieses stillen Tages ins Bewusstsein der zahlreichen Besucher zu rufen. Mit dabei waren Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, der Privilegierten Schützengesellschaft 1491 sowie des Militär- und Reservistenkameradschaft (MRK) Pappenheim.

Begleitet von Marschmusik des Bläserensembles um Alfred Maderer setzte sich der Gedenkzug über die Klostergasse, den Marktplatz und die Altmühlbrücke in Bewegung – hin zum Ehrenmal auf dem Friedhof bei der Galluskirche. Dort begrüßte Christian Schöppl, Vorsitzender des MRK 1856 Pappenheim als Organisator des Gedenktages die anwesenden Gäste, darunter auch Bürgermeister Florian Gallus. Schöppl dankte allen Beteiligten für ihre Präsenz, äußerte aber auch sein Bedauern darüber, dass einige geladene Vereine – darunter der mitgliederstarke Turnverein – dem Gedenken fernblieben. „Wir werden der Sache nachgehen, warum das so ist“, betonte er und erinnerte durch das Verlesen der Namen gefallener Pappenheimer des Ersten Weltkriegs daran, dass die Erinnerung auch in der eigenen Stadt konkrete Wurzeln hat.

Der Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Pappenheim, Helmut Seuberth, weitete in seiner Gedenkrede den Blick. Er erinnerte an die Millionen Opfer von Krieg und Gewalt – an gefallene Soldaten, ermordete Minderheiten, Vertriebene, Flüchtlinge, Widerstandskämpfer und die Toten der heutigen Konflikte. Besonders hob Seuberth die Opfer von Terrorismus, Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart hervor. „Frieden ist kein Geschenk des Himmels“, sagte er, „ihr müsst ihn machen.“ Der VdK verstehe seine soziale Arbeit bis heute als konkreten Beitrag zur Friedensarbeit, fest verankert im Grundsatz „Nie wieder Krieg!“

Bürgermeister Florian Gallus führte in seiner Ansprache aus, dass der Volkstrauertag einer der stillsten und zugleich wichtigsten Gedenktage sei. Er erinnere nicht nur an das unermessliche Leid der Weltkriege, sondern mahne auch zur Verantwortung. In Zeiten, in denen Europa erneut von Konflikten erschüttert werde, gelte es mehr denn je, Zusammenhalt, Pflichtbewusstsein und demokratische Ordnung hochzuhalten. Die Erinnerungskultur, so Gallus, sei kein Selbstzweck, sondern ein klarer Auftrag für ein friedliches, starkes und verantwortungsbewusstes Deutschland. Sein Dank galt all jenen in der Stadt, die in Vereinen, Kirchen und Einsatzdiensten Verantwortung tragen und das gemeinsame Wertefundament lebendig halten.

Abschließend legte Bürgermeister Gallus im Namen der Stadt einen Kranz am Ehrenmal nieder. In stillem Gedenken verneigte sich die Versammlung vor den Toten – und erneuerte das Versprechen, ihre Opfer nicht zu vergessen.

Den eindrucksvollen musikalischen Rahmen setzte auch bei der Gedenkfeier im Friedhof das Bläserensemble um Alfred Maderer. Etwa mit dem musikalischen Gebet „Ich bete an die Macht der Liebe“, dem Lied vom guten Kameraden, begleitet von drei Kanonenschüssen und zum Ende der Gedenkfeier mit der Nationalhymne.

 

 




Pappenheimer Kindergärten profitieren von Sparda-Aktion zum Jahresabschluss

Mit einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses in Treuchtlingen fand das Jubiläumsjahr der Sparda-Bank-Filiale in Treuchtlingen seinen gelungenen Abschluss. Zehn Einrichtungen, die sich mit großem Einsatz um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen kümmern, wurden dabei mit jeweils 1.000 Euro bedacht – darunter auch drei Kindergärten aus Pappenheim.

Bereits das 20-jährige Bestehen der Treuchtlinger Filiale der Sparda-Bank München eG im Mai stand unter dem Zeichen des Gemeinwohls. Zwanzig regionale Organisationen konnten sich damals über finanzielle Unterstützung freuen. Im Juli folgte ein weiterer Höhepunkt mit dem großen Ehrenamtsabend während des Treuchtlinger Volksfestes – eine Veranstaltung, die mehr als 2.000 Menschen aus dem ganzen Landkreis anzog.

Zum Jahresende knüpfte die Bank nun erneut an diese Linie an. Kindertageseinrichtungen und Vereine, die sich der Kinder- und Jugendarbeit widmen, standen dieses Mal im Mittelpunkt der Spendenaktion. Auch in Pappenheim war die Freude groß. Der evangelische Kindergarten „Unterm Regenbogen“, der katholische Kindergarten „St. Martin“ sowie der BRK-Kindergarten „Erlebniswelten“ durften sich über die Zuwendung freuen. Aus dem benachbarten Solnhofen war zudem der Zitherclub unter den Empfängern.

Besonders freute sich Anastasia Böllinger, stellvertretende Marktbereichsleiterin der Sparda-Bank München und wohnhaft im Pappenheimer Ortsteil Göhren, über die Zuwendung an die Einrichtungen ihrer Heimatregion. Die Vertreterinnen und Vertreter der begünstigten Organisationen waren der Einladung gerne gefolgt und nahmen die symbolischen Spendenschecks mit sichtlicher Freude entgegen.

Treuchtlingens Zweiter Bürgermeister Hans König würdigte in seiner Begrüßung nicht nur das Engagement der Sparda-Bank, sondern vor allem die oft im Verborgenen wirkenden beruflich und ehrenamtlich Aktiven in den Kindergärten und Vereinen. Dass die Spendenfeier inzwischen ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Kalenders sei, wertete er als schönes Zeichen der Kontinuität.

Angelika Steimle, Leiterin der Treuchtlinger Sparda-Filiale, bedankte sich ihrerseits bei der Stadt für die enge Zusammenarbeit und hob hervor, dass die Auswahl der zehn Spendenempfänger gemeinsam mit dem Rathaus-Team getroffen wurde. Ihr Dank galt besonders dem unermüdlichen Einsatz der Anwesenden für die junge Generation, sowohl im Beruf als auch im Ehrenamt.

Einen tieferen Einblick in die Philosophie hinter dem Engagement der Bank gewährte schließlich Günter Grzega, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München. Als Mitorganisator des Ehrenamtsabends und Unterstützer der aktuellen Feier betonte er, dass sich die Sparda-Bank seit über zehn Jahren den Grundsätzen der Gemeinwohl-Ökonomie verpflichtet sieht. „Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank“ zu sein, sei nicht nur ein Anspruch, sondern gelebte Praxis – mit besonderem Fokus auf jene, die mit Tatkraft und Herz für andere da sind.

Den gelungenen Abschluss fand die Feierstunde bei einem angeregten Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der beschenkten Einrichtungen – ein Moment, der erneut zeigte, wie sehr Wertschätzung und Gemeinschaftssinn zusammengehören.

Titelfoto: Günter Grzega




Herbsturlaub der Arztpraxis Dr. Hamulka in Pappenheim

Die Arztpraxis Dr. Hamulka informiert ihre Patientinnen und Patienten über den diesjährigen Herbsturlaburlaub:
Die Praxis bleibt von Montag, 03.11.2025, bis einschließlich Freitag, 07.11.2025 geschlossen.

Ab Montag, 10.11. 2025, ist das gesamte Praxisteam wieder wie gewohnt für Sie da.

Für eine ärztliche Versorgung während des genannten Zeitraums ist durch Dr. Gedon, Solnhofen
sowie die KV-Bereitschaftspraxis in Weißenburg gesorgt.

Die Praxis Dr. Hamulka bittet um Beachtung dieser Urlaubszeit und bedankt sich für das Verständnis.




Neue Mobilität für die Kleinsten bei der „Rasselbande“ in Bieswang

Große Freude im städtischen Kindergarten „Rasselbande“ in Bieswang. Dank einer großzügigen Spende der VR-Bank Pappenheim kann das Team nun mit den Jüngsten deutlich bequemer auf Entdeckungstour gehen.

Da die Krippenplätze im Kindergarten dauerhaft voll belegt sind, gehört der tägliche Spaziergang fest zum Programm – bisher jedoch oft mit viel Aufwand verbunden. Der Wunsch nach einem motorisierten Krippenwagen bestand daher schon länger. Diesen Wunsch erfüllte die VR-Bank Pappenheim nun mit einer Spende, über die sich Kinder und Erzieherinnen gleichermaßen freuen.

Bei der offiziellen Übergabe überreichte Geschäftsstellenleiter Stefan Rottler Rottler von der VR-Bank (rechts im Bild) den neuen Wagen an Manjana Terschanski, die Leiterin des Kindergartens . „Wir sind überglücklich über diese Unterstützung“, betonte Terschanski. „Der neue Krippenwagen erleichtert unseren Alltag enorm und ermöglicht uns, mit allen Kindern gemeinsam Ausflüge zu unternehmen.“

Auch die Kinder zeigten sich begeistert. Kaum war der Wagen da, wollten alle sofort Probesitzen. „Das Strahlen in den Gesichtern war unbezahlbar“, so Terschanski weiter.

Der motorisierte Krippenwagen wird künftig regelmäßig bei Spaziergängen und Ausflügen im Ort und in der Umgebung im Einsatz sein – ein echtes Highlight für die Kleinsten der „Rasselbande“.

Titelfoto: Kindergarten Bieswang




115 Jahre Waldfrieden feierte Geschichte in Pappenheim

Mit einer ungewöhnlichen Zeitreise hat der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim & Ortsteile e. V. an die Einweihung der Einfamilienhaus-Kolonie „Waldfrieden“ vor genau 115 Jahren erinnert. Die damalige Feier vom 28. August 1910 wurde in zentralen Teilen nachgestellt – samt Musik, Festrede und Blick auf ein bedeutendes Kapitel sozialer Wohnkultur.

Der Auftakt der Veranstaltung fand diesmal nicht an der Bürgermeister-Rukwid-Straße selbst statt, sondern in der städtischen Arkade in der Stadtvogteigasse – nicht zuletzt, weil es im Umfeld der heutigen Wohnanlage Vorbehalte gegenüber einer öffentlichen Feier gab. Gleichzeitig bot die Arkade mit ihrer begleitenden Ausstellung zur Ofenfabrik Glöckel und Rukwid den passenden historischen Rahmen.

Musikalisch eröffnete Alfred Maderer mit seinem Ensemble, bevor der ehemalige Bürgermeister Martin Haagen – dargestellt von Manfred Walter – auf die Bühne trat und seine historische Rede von 1910 erneut hielt. Die Festansprache gab nicht nur einen Rückblick auf die konkrete Entstehungsgeschichte, sondern war zugleich ein leidenschaftliches Plädoyer für eine menschenwürdige Wohnkultur.

Wohnen als soziale Aufgabe
Haagens Rede zeichnete ein eindrückliches Bild der Zeit. In den Jahren vor 1910 lebten viele Arbeiterfamilien in Pappenheim unter unzumutbaren Bedingungen – beengt, unhygienisch, oft gesundheitsgefährdend. Die Industrialisierung hatte zwar Arbeit gebracht, aber keine ausreichenden Wohnverhältnisse. Auf Initiative sozial engagierter Bürger und mit Unterstützung der Regierung entstand daher die Baugenossenschaft „Waldfrieden“. Vorbild war unter anderem die Nürnberger Gartenstadtbewegung.

Der damalige Bürgermeister betonte in seiner Rede die Bedeutung von gutem, erschwinglichem Wohnraum als Grundlage für gesellschaftlichen Zusammenhalt „Eigener Herd ist Goldes wert – Familienglück die Grundlage der Nation!“ Die Häuser seien nicht nur mit hochwertigem Baumaterial errichtet worden, sondern trügen auch in ihrer Gestaltung dem Bedürfnis nach einem würdevollen, selbstbestimmten Leben Rechnung.

Regeln für das Zusammenleben – und Verantwortung
Neben baulicher Qualität spielte auch die soziale Ordnung eine Rolle. Für die Bewohner der zwölf Einfamilienhäuser galten klare Verhaltensregeln, die das Zusammenleben regeln und den gemeinschaftlichen Charakter der Siedlung stärken sollten. Denn, eine Genossenschaft, so hieß es, müsse mit ihren Mitteln haushalten – nicht alles Wünschenswerte könne verwirklicht werden. Doch mit der gemeinsamen Verantwortung wachse auch der ideelle Wert des eigenen Heims.

Von den Wurzeln bis zur Gegenwart
Ergänzt wurde die Veranstaltung durch eine Rede der Vereinsvorsitzenden Renate Prusakow mit der Geschichte der Baugenossenschaft „Waldfrieden“ und Erinnerungen – etwa an die Familie Speckmeier, deren Vorfahre einst als erster Bewohner einzog und deren Nachkommen das Haus bis heute liebevoll erhalten. Auch die heutige Bewohnerin Adamina Mulder, die nach ihrem Umzug aus den Niederlanden ein Häuschen erwarb, wurde als lebendiges Beispiel für die andauernde Wirkung der einstigen Idee genannt.

Das 115-jährige Jubiläum endete, wie es sich für Pappenheim gehört, mit Musik und einem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Grüner Baum. Dass es nicht mehr dieselbe Atmosphäre ist wie im Jahr 1910, als die Einweihung noch mit Brotzeit am Schlossberg (Burghof) klangvoll endete, ist Teil des historischen Wandels. Doch das Ziel – ein gutes Miteinander und das Erinnern an gemeinsame Wurzeln – blieb spürbar.

Und so war es schließlich die Festrede des Bürgermeisters von einst, die in ihrer Klarheit und Weitsicht zeigte, wie sehr Wohnraum nicht nur Dach und Wand bedeutet, sondern Heimat, Würde und Zukunft.

Foto: Fabiola Diehl