Zusammensetzung des neuen Stadtrats ist amtlich festgestellt

Nachdem die gesetzliche Wochenfrist verstrichen ist, in der gewählte Kandidatinnen und Kandidaten die Annahme ihres Mandats hätten ablehnen können, hat der Wahlausschuss der Stadt Pappenheim das Ergebnis der Stadtratswahl vom 8. März 2026 nun endgültig festgestellt. Damit steht die Zusammensetzung des neuen Gremiums fest .

Ein Blick auf die Wahlbeteiligung zeigt ein reges Interesse der Bürgerschaft. Von insgesamt 3.030 Wahlberechtigten nahmen 1.937 Bürgerinnen und Bürger an der Wahl teil. Dabei wurden 27.979 gültige Stimmen abgegeben, während 40 Stimmzettel ungültig waren .

Im neuen Stadtrat sind insgesamt 16 Sitze zu vergeben. Diese verteilen sich auf vier Wahlvorschläge wie folgt:

Sitzverteilung im Pappenheimer Stadtrat

Wahlvorschlag Stimmen Sitze
CSU 10.593 6
Freie Wähler FW Bürgerliste Pappenheim 8.080 5
Bündnis 90 Die Grünen 3.591 2
SPD 5.715 3

CSU Pappenheim gewählte Mitglieder

Name Stimmen
Schleußinger Simon 1.783
Dengler Rainer 1.470
Glück Stefanie 1.198
Wörlein Fritz 1.143
Neulinger Erich 1.105
Wurm Marcus 1.104

Freie Wähler FW Bürgerliste Pappenheim gewählte Mitglieder

Name Stimmen
Otters Walter 1.658
Kiermeyer Roland 1.230
Wezinger Jürgen 1.081
Käfferlein Martin 823
Lämmerer Carola 814

Bündnis 90 Die Grünen gewählte Mitglieder

Name Stimmen
Weddige Astrid 488
Pfister Lisa 403

SPD Pappenheim gewählte Mitglieder

Name Stimmen
Pappler Anette 1.759
Eckelein Michele 1.177
Brunnenmeier Pia 655

Mit der amtlichen Feststellung ist die Zusammensetzung des neuen Pappenheimer Stadtrats nun verbindlich festgelegt.

 




Viele ungewöhnliche Stimmen bei der Bürgermeisterwahl in Pappenheim

Mit der amtlichen Bekanntmachung hat die Stadt Pappenheim das abschließende Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 8. März 2026 mitgeteilt Der Wahlausschuss stellte das Ergebnis in seiner Sitzung am 17. März fest. Insgesamt waren 3.030 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, von denen 1.938 ihr Stimmrecht wahrnahmen. Von den abgegebenen Stimmen waren 1.731 gültig, 207 Stimmzettel wurden als ungültig gewertet.

Im Zentrum steht ein eindeutiges Votum und damit die Wiederwahl von Florian Gallus (CSU). Er erhielt 1.430 Stimmen der 1.938.Stimmen.

Neben dem erfolgreichen Kandidaten zeigt ein Blick in die Auswertung ein besonderes Detail dieser Wahl. Zahlreiche Stimmen entfielen nicht auf offizielle Bewerber, sondern auf Personen, die von Wählerinnen und Wählern handschriftlich auf den Stimmzetteln ergänzt wurden. Diese sogenannten wählerbenannten Einzelstimmen verteilen sich auf eine Vielzahl von Namen und bewegen sich überwiegend im niedrigen einstelligen Bereich, in einigen Fällen auch darüber. Sie spiegeln damit weniger einen organisierten Wettbewerb wider als vielmehr individuelle Wahlentscheidungen innerhalb der Bürgerschaft.

Von Wählern benannte Personen mit Stimmenanteilen in alphabetischer Reihenfolge

Name Stimmen
Gallus Florian 1.430
Bedal Albrecht 3
Curci Franco 1
Deffner Thomas 2
Dengler Rainer 3
Diehl Fabiola 1
Dirmeier Dominik 1
Draeer Harald 2
Eberle Stefan 1
Eckelein Michele 9
Eggert Tim 2
Finger Georg 2
Frosch Clemens 2
Geck Matthias 2
Glück Stefanie 1
Gorhan Robert 1
Gronauer Weddige Friedrich 4
Hecht Bernhard 1
Heider Bernd 1
Herzner Florian 1
Hönig Friedrich 1
Hüttinger Heidi 1
Hüttinger Roland 1
Hüttinger Thorsten 3
Jakob David 1
Kattinger Achim 2
Kiermeyer Roland 1
Knoll Erwin 1
Koch Michael 1
Kraft Thomas 1
Kuhlmann Jan 2
Lämmerer Carola 5
Lampmann Susanne 1
Lang Siegfried 2
Lauterbach Stephan 8
Linke Albert 1
Meister John 22
Mürl Alexander 1
Neulinger Erich 1
Obernöder Matthias 1
Otters Walter 16
Pamp Monika 1
Pappler Anette 77
Pfahler Stefan 2
Pfister Lisa 4
Pietruske Ronny 1
Pühl Susanne 21
Rachinger Andreas 1
Raithel Bernhard 2
Reilinger Dieter 3
Reuthner Stephan 1
Riedl Markus 3
Rieger Erwin 1
Rummel Sebastian 1
Satzinger Karl 2
Schleußinger Simon 5
Schmidt Matthias 2
Schober Otto 1
Schober Tim 1
Schütz Florian 1
Sinn Jürgen 2
Sinn Uwe 21
Sipekamp Gerhard 1
Städler Julian 1
Stiebling Uwe 1
Thomas Heiko 1
Thomas Michael 1
Thürauf Markus 1
Weddige Astrid 2
Wezinger Jürgen 1
Wenninger Adelheid 3
Wörlein Fritz 3
Wurm Helmut 1
Wurm Marcus 12
Wüst Herbert 3
Zanetti Florian 3
Zippel Michael 1

Das amtliche Ergebnis dokumentiert damit neben dem klar festgestellten Wahlausgang auch die Bandbreite an weiteren, individuell vergebenen Stimmen innerhalb der Bürgerschaft




Fraktionsinitiativen des Freistaats berücksichtigt auch Pappenheim

Mit zusätzlichen Mitteln von mehr als 110 Millionen Euro setzen die Landtagsfraktionen von CSU und FREIE WÄHLER im Haushalt 2026 eigene Schwerpunkte und wollen Projekte in ganz Bayern stärken. Rund 600 Vorhaben im Freistaat, so der Plan,  sollen über die sogenannten Fraktionsinitiativen unterstützt werden. Auch Kommunen in den Landkreisen Weißenburg Gunzenhausen und Ansbach Süd profitieren davon. Das zeigt sich auch deutlich in Pappenheim. Bevor die Mittel endgültig fließen, werden die Fraktionsinitiativen noch im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags beraten. Die endgültige Beschlussfassung ist für Ende April 2026 vorgesehen.

Der CSU Stimmkreisabgeordnete Helmut Schnotz und der Landtagsabgeordnete Wolfgang Hauber von den FREIEN WÄHLERN haben sich in den vergangenen Wochen dafür eingesetzt, mehrere Projekte aus der Region in das Programm aufzunehmen.

Ein erfreuliches Augenmerk liegt dabei auch auf Pappenheim. Gleich zwei Vorhaben aus der erhalten staatliche Unterstützung.

Für das Evangelische Bildungs und Tagungszentrum Pappenheim sind 280.000 Euro vorgesehen. Ziel ist es, die Einrichtung als 13. Bayerische Jugendbildungsstätte zu positionieren. Derzeit wird dort ein umfassendes pädagogisches Konzept erarbeitet, das die Beteiligung junger Menschen am Gesamtprogramm Jugend stärker herausstellt. Helmut Schnotz betont die Bedeutung dieser Unterstützung und sagt wörtlich „Über die Fraktions Initiative soll daher dem EBZ für den Zeitraum bis 31.12.2028 der finanzielle Spielraum zur Vorbereitung und Umsetzung des inhaltlichen und finanziellen Rahmens als Jugendbildungsstätte mit einmalig 280.000 Euro ermöglicht werden“.

Auch der Turnverein Pappenheim 1861 kann auf eine erhebliche Unterstützung hoffen. Für die Sanierung der denkmalgeschützten Turnhalle aus dem Jahr 1907 sind 465.000 Euro eingeplant. Wie allgemein bekannt und mehrfach berichtet ist die traditionsreiche Halle ist seit zwei Jahren wegen akuter Einsturzgefahr des Turnhallendaches gesperrt. Wolfgang Hauber würdigt das Engagement des Vereins und erklärt „Mit den bereitgestellten Finanzmitteln wird aus der traditionsreichen Halle wieder ein zukunftsfähiger Ort für Sport und Gemeinschaft geschaffen. Der Turnverein hat meinen höchsten Respekt ein derartiges Mammutprojekt ehrenamtlich zu organisieren“.

Neben den Projekten in Pappenheim werden auch weitere Vorhaben in der Region gefördert. In Dinkelsbühl sollen 165.000 Euro in ein Vorprojekt zur Sicherung des ehemaligen Gasthofs zum Grünen Baum fließen. Das Gebäude gilt als bedeutendes Zeugnis bürgerlichen Bauens in der früheren Freien Reichsstadt. Ziel ist es, ein langfristig tragfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln, das auch der Tourismusregion Mittelfranken zugutekommen kann.

In Weißenburg erhält die Stadt 200.000 Euro für die weitere Optimierung ihrer Wasserwirtschaft. Die dortige Kläranlage war die erste Anlage in Bayern mit einer vierten Reinigungsstufe. Gemeinsam mit der Technischen Universität München sollen nun weitere Arbeitspakete umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem neue Betriebskonzepte, ein Monitoring der Spurenstoffelimination sowie Tests mit mehrstufigen Aktivkohlefiltern. Wolfgang Hauber verbindet damit auch einen praktischen Nutzen für die Bürger und sagt, er hoffe auf eine mögliche Senkung der Gebühren.

Mit 15.000 Euro soll außerdem ein Schülertransport zum Technologie Campus in Dinkelsbühl ermöglicht werden. Der Campus bietet Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren kostenlose Angebote im Bereich Mathematik Informatik Naturwissenschaft und Technik. Geplant sind bedarfsorientierte Fahrten für Schulklassen aus dem Umland, deren Teilnahme bislang häufig an fehlenden öffentlichen Verkehrsverbindungen scheitert.

In Gunzenhausen sind 120.000 Euro für ein Erinnerungsprojekt vorgesehen. Auf dem neu gestalteten Klimaplatz sollen Skulpturen entstehen, die an das jüdische Leben in der Stadt erinnern und ein Zeichen für Erinnerung und Versöhnung setzen.

Helmut Schnotz unterstreicht die grundsätzliche Zielrichtung der Initiativen und erklärt, dass der ländliche Raum das Herz Bayerns sei. Deshalb flössen fast zwei Drittel der Mittel bewusst in Regionen, in denen Menschen ihre Heimat aktiv gestalten und außergewöhnliche Projekte vor Ort voranbringen.

Auch Wolfgang Hauber hebt die Zusammenarbeit hervor. Über die Fraktionsinitiativen könnten die Abgeordneten gezielt Akzente in ihren Stimmkreisen setzen. Alle Anträge würden gemeinsam von beiden Fraktionen getragen.

 




Große Dankbarkeit nach der Wiederwahl in Pappenheim

Nach seiner Wiederwahl wendet sich Bürgermeister Florian Gallus mit persönlichen Worten an die Bürgerinnen und Bürger. In einem Dankschreiben bedankt er sich für das große Vertrauen, das ihm erneut entgegengebracht wurde, und würdigt zugleich das Engagement vieler Menschen in der Stadt – von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bis hin zu Ehrenamtlichen in Vereinen und Kirchen. Das vollständige Schreiben von Bürgermeister Florian Gallus veröffentlichen wir nachfolgend im Wortlaut.

DANKE!
Liebe Bürgerinnen und Bürger,

von Herzen danke ich Ihnen für das große Vertrauen, das Sie mir mit meiner Wiederwahl zum Bürgermeister geschenkt haben. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und auch mit Demut.

Es ist für mich eine besondere Ehre und zugleich eine große Freude, weitere sechs Jahre Ihr Bürgermeister sein zu dürfen. Dieses Amt ist für mich nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Herzensangelegenheit. Unsere Gemeinde, ihre Menschen, ihr Zusammenhalt und ihr Engagement machen sie zu etwas ganz Besonderem.

Ein ganz besonderer Dank gilt auch den vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die mit großem Einsatz dafür gesorgt haben, dass diese Wahl reibungslos ablaufen konnte. Viele von ihnen waren bis spät in die Nacht mit der Auszählung der Stimmen beschäftigt. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag für unsere Demokratie und verdient großen Respekt und Anerkennung.

Mein Dank gilt auch allen, die sich tagtäglich in einem respektvollen Miteinander für unsere Gemeinschaft einsetzen – in Vereinen, im Ehrenamt und in den Kirchengemeinden. Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Gemeinde so lebendig und stark ist.

In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam viel bewegt. Viele Projekte konnten wir anstoßen und umsetzen – immer mit dem Ziel, unsere Stadt und die Ortsteile noch lebenswerter zu machen. Doch das Wichtigste war und ist dabei immer das gute Miteinander.

Ich verspreche Ihnen, auch in den kommenden Jahren mit voller Kraft, mit Leidenschaft und mit offenem Ohr für Ihre Anliegen zu arbeiten. Gemeinsam können wir weiterhin viel erreichen.

Ich freue mich sehr auf die kommenden sechs Jahre mit Ihnen. Lassen Sie uns weiterhin zusammenhalten und gemeinsam unsere Zukunft gestalten.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Herzlichst

Ihr Bürgermeister
Florian Gallus




Mit Erneuerung und Zuversicht ins neue Pappenheimer Jahr

Mit einer stimmungsvollen Andacht in der evangelischen Stadtkirche begann auch in diesem Jahr der traditionelle Neujahrsempfang in Pappenheim. Die besinnlichen Worte von Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Pfarrer Robert Schrollinger standen dabei ganz im Zeichen von Erneuerung und dem Vertrauen in die Kraft eines guten Miteinanders – ein Leitgedanke, der den weiteren Verlauf des Abends prägen sollte.

Im Anschluss versammelten sich die Gäste im evangelischen Gemeindehaus, wo sich in beiden Räumen rasch eine beachtliche Zahl von Besucherinnen und Besuchern einfand. Der Stehempfang erfreute sich in diesem Jahr besonders großen Zuspruchs – ein deutliches Signal für das starke Interesse am kommunalen Geschehen im Zeichen des Wahljahres und den Wunsch nach persönlichem Austausch.
Musikalisch eingerahmt wurde der Empfang vom Salonorchester Casablanca unter der bewährten Leitung von Alexander Großnick, dessen stilvolle Darbietung wieder einmal für eine angenehme Atmosphäre sorgte.

Unter den zahlreichen Ehrengästen befand sich in diesem Jahr Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein als Vertreter der gräflichen Familie. Auch kommunalpolitische Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus den Nachbarorten fanden den Weg nach Pappenheim, darunter Dr. Dr. Kristina Becker (Treuchtlingen), Katrin Schramm (Weißenburg), Tobias Eberle (Solnhofen) und Matthias Obernöder (Ellingen). Auch der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Treuchtlingen, EPHK Klaus Ziegler, war unter den Ehrengästen.

Ebenso gaben sich Bezirkstagspräsident Daniel Forster sowie Landrat Manuel Westphal und sein Mitbewerber Marcus Gläser die Ehre. Die Vertreterinnen und Vertreter aus Handel, Handwerk, Gewerbe, Industrie und Banken unterstrichen die wirtschaftliche Vernetzung der Region. Auch die Feuerwehren und Vereine waren stark vertreten – unter ihnen die Jubelwehr aus Neudorf und der TSG Pappenheim, die beide mit Vorfreude auf ihre jeweiligen Jubiläen ins Jahr starten.

Mitarbeitende der Stadtverwaltung und des Pappenheimer Bauhofs nahmen ebenso am Empfang teil wie die Leitungen der Kindergärten und der Grundschule Pappenheim-Solnhofen. Mitglieder des Stadtrats und politische Mandatsträger aus dem Kreistag waren ebenfalls zugegen, darunter auch Kandidatinnen und Kandidaten, die sich am 8. März erstmals zur Wahl in den Pappenheimer Stadtrat und in den Kreistag stellen werden.

Bürgermeister Florian Gallus begrüßte die Anwesenden herzlich und hob die Bedeutung des Neujahrsempfangs als Ausdruck eines lebendigen städtischen Miteinanders hervor. „Es ist beeindruckend und schön zu sehen, wie viele von Ihnen heute hier zusammengekommen sind, um gemeinsam ein paar gemütliche Stunden zu verbringen und das neue Jahr willkommen zu heißen“, sagte der Bürgermeister. Sein besonderer Dank galt Dekanin Scherle-Schobel, Friedemann Hennings vom Kirchenvorstand der evangelischen Kirchengemeinde sowie den Mitarbeiterinnen Andrea Bickel, Doris Eisenband und Susanne Huschik vom städtischen Touristikbüro für die gelungene Organisation und freundliche Bewirtung.

Nach der Neujahrsansprache, über die in einem gesonderten Beitrag berichtet wird, blieb Raum für persönliche Begegnungen und angeregte Gespräche. Begleitet wurden diese von den dezenten, aber stets schwungvollen Klängen des Salonorchesters Casablanca.

Angesichts der räumlichen Enge im Gemeindehaus wurde im Laufe des Abends immer wieder der Kronensaal als möglicher künftiger Veranstaltungsort ins Gespräch gebracht. Seit seiner Renovierung ist dieser barrierefrei zugänglich und hat sich bereits vielfach als geeigneter Festsaal für unterschiedlichste Anlässe bewährt.

Mit einem gelungenen Abend, getragen von Begegnung, Musik und der spürbaren Aufbruchsstimmung, hat Pappenheim das neue Jahr mit viel Zuversicht begonnen.




Pappenheim profitiert von Finanzspritze des Freistaats und des Bundes

Für die Stadt Pappenheim gibt es im kommenden Jahr erfreuliche Nachrichten aus München und Berlin. Wie aus den nun veröffentlichten Zahlen hervorgeht, erhält die Stadt im Rahmen der Schlüsselzuweisungen für 2026 insgesamt 1.719.396 Euro vom Freistaat Bayern – das sind 395.572 Euro mehr als im Vorjahr.

Zusätzlich stehen aus dem kommunalen Investitionsbudget des Bundes 541.643 Euro für konkrete Projekte vor Ort zur Verfügung. Diese Mittel stammen aus dem Sondervermögen des Bundes zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur, mit dem vor allem Schulen, Kindertagesstätten, Straßenbau oder Digitalisierungsvorhaben unterstützt werden sollen.

Spürbare Erhöhung stärkt die Planungssicherheit

Der Stimmkreisabgeordnete Helmut Schnotz (CSU) betont die Bedeutung dieser Finanzmittel für die Kommunen: „Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sorgt der Freistaat für Verlässlichkeit. Die Schlüsselzuweisungen sind ein zentraler Baustein für die Handlungsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden.“ Mit dem zusätzlichen Bundesgeld könne gezielt in die Zukunft investiert werden – eine Chance gerade für ländlich geprägte Regionen.

Auch Pappenheim dürfte von dieser Finanzspritze profitieren, etwa bei anstehenden Maßnahmen zum Ausbau des Quartiers Pappenheim Nord oder Betreuungseinrichtungen wie etwa das Georg-Nestler-Haus. Welche konkreten Projekte damit umgesetzt werden, wird sich im Rahmen der Haushaltsberatungen und kommunalen Planungen zeigen.

Kommunaler Finanzausgleich in Rekordhöhe
Landesweit werden im Jahr 2026 rund fünf Milliarden Euro an Schlüsselzuweisungen ausgeschüttet – das sind 131 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Im gesamten Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beläuft sich die Summe auf 26,65 Millionen Euro für die Städte und Gemeinden sowie weitere 22,93 Millionen Euro für den Landkreis selbst. Hinzu kommen über 12 Millionen Euro aus dem Investitionsbudget des Bundes.

Damit setzt sich der langjährige Trend fort, dass Bayerns Kommunen im bundesweiten Vergleich besonders investitionsfreudig sind – ein Kurs, der laut Schnotz durch gezielte finanzielle Unterstützung aufrechterhalten werden soll.

Pappenheim mit deutlichem Plus
Im Vergleich zu vielen anderen Kommunen im Landkreis fällt die Entwicklung in Pappenheim besonders positiv auf. Während viele Gemeinden mit rückläufigen Schlüsselzuweisungen konfrontiert sind, verzeichnet Pappenheim ein deutliches Plus. Dieser Zuwachs eröffnet zusätzliche Spielräume – allerdings bleibt auch weiterhin abzuwarten, welche Herausforderungen durch steigende Kosten, etwa im Bau- und Energiebereich, auf die Kommunen zukommen.

In jedem Fall bietet die neue Finanzlage Chancen – nun liegt es an der Stadt, daraus das Beste für die Bürgerinnen und Bürger zu machen.

 




Die Pappenheimer GRÜNEN informieren zur Kommunalwahl 2026

Wer sich für die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile interessiert, bekommt Anfang Juli Gelegenheit, sich in angenehmer Runde über kommunalpolitisches Engagement zu informieren. Der Pappenheimer Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen lädt am Montag, den 7. Juli 2025, um 19:30 Uhr zu einem Info-Abend in den Gasthof zur Sonne in der Deisingerstraße 20 ein.

Im Fokus der Veranstaltung steht die Frage, wie Bürgerinnen und Bürger sich aktiv – sei es mit kleinen oder größeren Schritten – an der Gestaltung einer nachhaltigen und sozialen Kommunalpolitik beteiligen können. Auch mit Blick auf die anstehende Kommunalwahl im Jahr 2026 sollen Wege aufgezeigt werden, wie kommunales Engagement ganz konkret aussehen kann.

Die Veranstalter möchten alle Interessierten, unabhängig von Vorkenntnissen oder politischer Erfahrung, einladen, sich ein Bild davon zu machen, welche Möglichkeiten der Mitwirkung es in Pappenheim und den Ortsteilen gibt. Eine vorherige Anmeldung ist möglich, spontane Gäste sind ebenso willkommen.

Weitere Informationen und Kontakt zur Anmeldung gibt es per E-Mail an:
ov.pappenheim@gruene-weissenburg-gunzenhausen.de.

Der Abend versteht sich als offenes Angebot für alle, die ihre Kommune aktiv mitgestalten möchten.

Titelbild: Bündnis90/Die Grünen Ortsverband Pappenheim




CSU-Versammlung in Pappenheim mit Weichenstellung für 2026

Im Rahmen der diesjährigen Jahreshauptversammlung der CSU Pappenheim hat Bürgermeister Florian Gallus seine Bereitschaft erklärt, sich bei der Kommunalwahl 2026 erneut um das Amt des Bürgermeisters zu bewerben. Diese Ankündigung war ein zentrales Moment der Versammlung, die am 3. Juni im Zeichen der Rückschau, aber auch klarer Zukunftsperspektiven stand.

Nach der Begrüßung durch Ortsvorsitzenden Marcus Wurm blickte die CSU-Familie zunächst auf ein politisch bewegtes Jahr zurück. Neben den Europawahlen fand auch die Bundestagswahl große Beachtung, bei der die CSU mit Artur Auernhammer erneut einen Vertreter in Berlin platzieren konnte – zur Freude des Ortsverbands.

Auch auf lokaler Ebene wurden Akzente gesetzt. So erinnerte Wurm an den traditionsreichen CSU-Faschingsball, der heuer wieder im Saal des Hotels Krone stattfand und auf eine erfreuliche Resonanz stieß.

Kassier Ralf Ottmann konnte von einem leichten Kassenplus berichten, was im Saal ebenso wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde wie der Bericht von Bürgermeister Florian Gallus, der einen Überblick über die aktuelle Stadtpolitik gab.

Dabei kamen unter anderem der sogenannte Vitalitätscheck zur Sprache, der gezielt die Innenentwicklung der Ortsteile stärken soll, sowie der fortschreitende Glasfaserausbau auch in den Dörfern. Ebenso wies Gallus auf die geplante Erneuerung des Campingplatzes hin und betonte die hohe Eigenleistung der Bürgerschaft bei vielen Projekten – ein Engagement, das laut Gallus für den sozialen Zusammenhalt vor Ort von großer Bedeutung sei.

Im Schlussteil seines Berichts sprach der Bürgermeister schließlich auch ein Thema an, das über die Grenzen des Parteiraums hinaus von Interesse ist: Seine Bereitschaft, 2026 erneut für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. „Ich stelle mich wieder zur Verfügung“, so Gallus, der damit frühzeitig ein klares Signal für die kommende Kommunalwahl setzt.

Dabei hob er hervor, dass die Zusammenarbeit im Stadtrat nicht nur innerhalb der CSU, sondern auch mit anderen Fraktionen von Vertrauen und Sachorientierung geprägt sei – ein Stil, den er auch künftig pflegen möchte.

Abschließend leitete Erwin Knoll die Wahlen der Delegierten zur anstehenden Kreisvertreterversammlung. Gewählt wurden Florian Gallus, Marcus Wurm, Erwin Knoll sowie Felix Herzner. Als Ersatzdelegierte stehen Ralf Ottmann, Fritz Obernöder, Simon Schleußinger und Heiko Loy bereit.

Mit dem klaren Bekenntnis von Florian Gallus zur Fortsetzung seines Amtes ist bei der CSU Pappenheim nun eine wichtige personelle Entscheidung für die kommunalpolitische Zukunft gefallen – in einem Umfeld, das auch weiterhin auf Geschlossenheit und Bürgernähe setzt.

 

 

 




Rückblick auf 2024 – Einsatzkräfte und Ehrenamt im Fokus des Landrats

Landrat Manuel Westphal blickt in seinem Jahresrückblick auf ein bewegtes Jahr 2024 zurück, das von Herausforderungen wie dem Juni-Hochwasser, aber auch von wichtigen Projekten wie „Klimaresilienz in Altmühlfranken“ geprägt war. Besonders dankt er den Einsatzkräften und Ehrenamtlichen für ihr unermüdliches Engagement. Mit einem positiven Ausblick lädt er dazu ein, das Ehrenamt beim Winterfest 2025 gemeinsam zu feiern. Nachfolgend lesen Sie den Jahresrückblick des Landrats:

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
lassen Sie uns am Jahresende innehalten und gemeinsam das Jahr 2024 Revue passieren lassen.

Auch 2024 war geprägt von vielen spannenden Projekten, die wir im Landkreis starten oder weiterführen konnten, von tollen Veranstaltungen, die wir gemeinsam erleben durften, aber auch von Ereignissen, die jeden Einzelnen ganz individuell beschäftigt haben.

Für mich war so ein Ereignis das Juni-Hochwasser im Süden Bayerns, das zum Teil auch unsere Nachbarlandkreise stark betroffen hat. Wieder einmal wurde uns schmerzlich bewusst, welche Kraft Wasser haben kann und welche Schäden es anrichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte auch aus unserem Landkreis waren in den betroffenen Gebieten, um zu helfen.

Daher gilt mein besonderer Dank heute den vielen Einsatzkräften der Katastrophenschutzeinheiten unseres Landkreises, der Feuerwehren, des Technischen Hilfswerks und auch des Bayerischen Roten Kreuzes, die binnen kürzester Zeit im Krisengebiet waren und dort eine wertvolle Hilfe leisteten. Ich bin froh, dass wir im Landkreis so gut ausgebildete Einsatzkräfte haben, die im Notfall für unsere Bevölkerung da sind. Herzlichen Dank!

Für mich persönlich war diese Katastrophe auch ein Zeichen: Schließlich wurde – auch durch regionale Ereignisse – deutlich, dass keiner von uns vor solch einer Gefahr gewappnet ist.

Nicht nur deshalb bin ich mir sicher, dass wir mit unserem Projekt „Klimaresilienz in Altmühlfranken“ genau auf dem richtigen Weg sind! Wir müssen jetzt handeln, um unsere Landschaft auf die Folgen des Klimawandels einzustellen und auch Entscheidungsträger und die Bevölkerung weiter beim Thema Wasser zu sensibilisieren. Wir wollen diesen Weg gemeinsam mit allen Akteuren gehen – es ist der richtige Weg!

Lassen Sie uns heute auch an all diejenigen denken, die sich das ganze Jahr über und auch jetzt an den Weihnachtsfeiertagen für die Bevölkerung einsetzen: Die vielen Menschen, die im sozialen Bereich oder der Pflege arbeiten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Klinikum Altmühlfranken, der Polizei, aber eben auch in den unterschiedlichen Blaulichtorganisationen.

Vielen Dank, dass Sie Tag für Tag für unsere Gesundheit und Sicherheit sorgen. Bedanken möchte ich mich aber auch bei den ehrenamtlich tätigen Personen! Sie leisten einen unglaublich wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Grund genug Sie und Ihren Einsatz zu feiern – ich lade Sie sehr herzlich zu unserem Winterfest des Ehrenamts am 26. Januar 2025 ein.

Ich freue mich, mit Ihnen gemeinsam das Ehrenamt zu feiern!

Zuletzt gilt mein Dank den Mitgliedern des Kreistags für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern mit den Stadt – und Gemeinderäten sowie den Mitarbeitenden in der Verwaltung – aber auch den Kolleginnen und Kollegen im Landratsamt für Ihren Einsatz. Nur in einem guten Zusammenspiel können wir den Landkreis lenken!

Nun wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage sowie einen gesunden Start in das Jahr 2025!

Ihr

Manuel Westphal

Landrat




GRÜNE Kreisversammlung in Pappenheim blickt optimistisch nach vorn

Überstahlt von einer positiven Stimmung und sehr viel Zuversicht hat der Kreisverband Weißenburg Gunzenhausen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN kürzlich im Pappenheimer Hotel-Gasthof Zur Sonne seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Neben einem Jahresrückblick standen die Neuwahl der Vorstandschaft und die Vorbereitung des Bundestagswahlkampfs auf dem Programm. Sebastian Amler, der kürzlich gekürte Direktkandidat für die kommende Bundestagswahl schwor die Gemeinschaft auf einen engagierten und intensiven Winter-Wahlkampf ein.

Mitgliederentwicklung und Jahresrückblick
Der Kreisverband konnte im Jahr 2024 insgesamt 15 neue Mitglieder begrüßen, womit sich die Gesamtzahl auf 107 erhöht hat. Seit Anfang November 2024 sind sieben weitere Mitgliedsanträge eingegangen, freut sich Sprecher Ulrich Winter. Diese wurden besonders willkommen geheißen und stellten sich zusammen mit Wahlkreis-Direktkandidat Sabastian Amer und Sprecher Ulrich Winter zu einem Begrüßungsfoto.

Ein besonderer Fokus des Jahres lag auf Themen wie Windkraft und Wärmewende in der Region, über die bei Veranstaltungen im Raum Pappenheim mehrfach informiert und diskutiert wurde.
Auch zur Europawahl 2024 gab es im Kreisverband mehrere Veranstaltungen.

Neuwahlen im Kreisvorstand

Die Neuwahl des Kreisvorstands brachte folgende Ergebnisse:
Sprecherin: Renate Peiffer (Muhr am See)
Sprecher: Ulrich Winter (Pleinfeld)
Schatzmeister: Edgar Harzer (Weißenburg)
Schriftführerin: Kerstin Zels (Gunzenhausen)
Beisitzer*innen: Susanne Pühl (Pappenheim), Bastian Seifert (Gunzenhausen), Moritz Schüller (Gunzenhausen) und Regina Pamp (Weißenburg).
Für die Position der Kassenprüfer wurden Bettina Balz (Pappenheim) und Maximilian Hetzner (Weißenburg) gewählt.

Vorbereitung auf die Bundestagswahl
Der Bundestagswahlkampf ist in vollem Gange. Diesbezüglich wurden bei der Versammlung Details zu Strategie und Durchführung besprochen und diskutiert.

Denn außer uns macht´s keiner
Sebastina Amler, der am 17.11.2024 von Bündnis 90/ Die GRÜNEN proklamierte Direktkandidat für die Bundestagswahl am 23. Februar 2025 konnte seine Ziele und Argumente in einem engagierten Vortrag präsentieren. Dabei erinnerte der 27Jährige daran, dass während wir in Deutschland um die Wählergunst kämpfen in den Kriegsbieten der Welt die Menschen um ihr Leben kämpfen müssen. Dabei ging er insbesondere auf den politischen Umgang mit dem Krieg in der Ukraine ein und beteuerte seine Haltung, dass man „für die Ukraine einstehen“ müsse.

Bezüglich der rechtsradikalen Tendenzen, meinte Amler, dass er bei anderen Parteien die „Brandmauer“ im Hinblick auf eine politische Zusammenarbeit fallen sehe. Nicht so bei den GRÜNEN, „Wir sind die letzte echte Brandmauer“, versicherte Amler in seiner Rede.

Für den kurzen aber intensiven Winterwahlkampf“ sehe er sich gut vorbereitet und freue sich ganz besonders, über die 15.000 Neumitglieder, die bundesweit seit dem 6. 11. 2024 den GRÜNEN beigetreten sind.

Seinen Wahlkampf sehe er nicht als „One-Man-Show“. „Wir machen das alle gemeinsam. Auf jede und jeden wartet eine Aufgabe“, versicherte Amler. Dabei komme es ihm besonders auf die „Sichtbarkeit“ der GRÜNEN an, „weil es um alles geht“. Denn – so Amler – es sei nicht fünf vor Zwölf, sondern bereits Zwölf. Wichtig sei es jetzt die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten ernst zu nehmen, voranzugehen und den Menschen Hoffnung zu geben. „Denn außer uns macht´s keiner“.

„Wir haben die richtigen Antworten“, verkündete Amler selbstbewusst.

Kreis GRÜNEN-Sprecher Ulrich Winter unterstrich dieses Selbstbewusstsein. Die Chancen Sebastian Amlers sich gegen die Direktkandidaten anderer Parteien durchzusetzen seien zwar gering, aber sie seien nicht bei null.




Bürgersprechstunde mit Helmut Schnotz

Am Mittwoch, den 18. Dezember 2024, lädt Helmut Schnotz, Stimmkreisabgeordneter im Bayerischen Landtag, zur Bürgersprechstunde ein. Von 11:00 bis 13:00 Uhr können Interessierte im Besprechungsraum des Rathauses Treuchtlingen, Hauptstraße 31, ihre Anliegen vorbringen.

Eine Anmeldung unter der Telefonnummer 089 4126-2380 wird erbeten. Etwaige Unterlagen sollten in Kopie mitgebracht werden.




SPD-Kreisvorstand in Pappenheim neu gewählt

Der SPD-Kreisverband Weißenburg-Gunzenhausen hat in diesem Jahr seine Kreisdelegiertenkonferenz, verbunden mit Neuwahlen, im Pappenheimer Hotel „Zur Sonne“ abgehalten. Harald Dösel aus Weißenburg und Tanja Tütken aus Ellingen bilden die neu gewählte Doppelspitze des Kreisverbandes.

Es waren 34 Teilnehmer, die Pappenheims der stellvertretende SPD-Ortsvereinsvorsitzender Tim Schober im Hotel zur Sonne zur Kreisdelegiertenkonferenz begrüßen konnte. Eröffnet haben die Versammlung die beiden Vorsitzenden Harald Dösel und Bianka Bauer. Letztere dankte für die wertvolle Unterstützung bei ihrer Arbeit im Kreisvorstand, trat jedoch für eine Wiederwahl zur Kreisvorsitzenden nicht mehr an. Allerdings bleibt sie dem Kreisverband als stellvertretende Vorsitzende erhalten.

In einem Bilderbogen berichtete Bianka Bauer von den Tätigkeiten des Kreisverbandes, wie etwa vom Engagement bei der Landtags- und Bezirkstags Wahl im vergangenen Jahr, von den Auftritten bei tumultartigen Bauerndemos im Frühjahr 2024, der Teilnahme an Demos gegen rechts und der Kundgebung gegen den Ukraine-Krieg. Aber auch der gesellige Einsatz der Kreis-SPD sei nicht zu kurz gekommen, etwa bei Kirchweihbesuchen und dem Starkbierfest in Wettelsheim.

Von der Klausurtagung der Kreis-SPD im März berichtete Tanja Tütken. Dabei standen die Herausforderungen des demografischen Wandels, der sozialen Infrastruktur sowie Umwelt- und Klimafragen im Mittelpunkt. Tütken präsentierte Maßnahmen, die auf eine zukunftsfähige Region abzielen. Sie forderte eine bessere Mobilität durch Sammeltaxis und barrierefreie Bahnhöfe sowie den Ausbau von Nachbarschaftshilfen und seniorengerechten Wohnmodellen. Der Erhalt der Gesundheitsversorgung durch Förderprogramme für Ärzte und der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus seien zentrale Themen. Auch der Klimaschutz spielte eine große Rolle. Tütken hob die Notwendigkeit hervor, alternative Energiekonzepte wie Nah- und Fernwärme zu fördern, um die Klimaneutralität bis 2030 zu erreichen. Zudem verwies sie auf das Problem der Überdüngung und die Algenbelastung in den Seen.
Abgerundet wurde die Agenda durch den Appell, die Digitalisierung voranzutreiben, insbesondere durch den Ausbau von Glasfaser und die Einführung von E-Government.

Geschlossenheit vor der Bundestagswahl
Harald Dösel, der auf der Kreisdelegiertenkonferenz der SPD die kommenden politischen Herausforderungen thematisierte, äußerte sich besorgt über die aktuelle politische Stimmungslage in Deutschland. „Das Fundament unserer Demokratie ist brüchig“, warnte er und machte auf den wachsenden Vertrauensverlust vieler Bürger in die Politik aufmerksam. Dösel kritisierte die zunehmende Personalisierung in der Politik sowie die Blockadehaltung der FDP in der Bundesregierung, die etwa das Tariftreuegesetz verhindere, welches faire Arbeitsbedingungen sichern solle.
Ein zentrales Anliegen war für Dösel auch der Umgang mit rechtsextremen Parteien wie der AfD, deren Erstarken er als direkte Bedrohung für die demokratische Gesellschaft bezeichnete. Er rief dazu auf, dem entgegenzuwirken, indem man „eine gute solidarische Sachpolitik mit einer emotionalen Erzählung“ verbinde, die ohne Sündenböcke auskomme. Seine klare Botschaft: Die SPD müsse mit einer deutlichen und eingängigen Sprache für die Belange der „vielen“ Menschen kämpfen, um ein sozial gerechtes und zukunftsfestes Deutschland zu schaffen. Dösel machte deutlich, dass die kommenden Monate bis zur Bundestagswahl 2025 entscheidend seien, und forderte die Genossinnen und Genossen auf, sich geschlossen hinter ihren Bundestagskandidaten zu stellen. „Lasst uns mit heißem Herzen, klarem Verstand und einer eingängigen Sprache unsere sozialdemokratische Politik für alle nach außen tragen!“

Mehr Einsatz für Naturschutz und Bürokratieabbau
Kreisrätin Anette Pappler setzte sich als Vertreterin der SPD-Kreistagsfraktion bei der Kreisdelegiertenkonferenz kritisch mit den aktuellen Herausforderungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auseinander. Im Fokus ihrer Rede stand das gescheiterte Naturschutzprojekt „Chance Natur“. Sie prangerte die Stimmungsmache mit Halbwahrheiten an, die maßgeblich zur Ablehnung des Projekts geführt hätten. „Es wurden absurde Geschichten in die Welt gesetzt, wie etwa die Behauptung, dass Störche Katzenbabys fressen. Natürlich kann so etwas mal vorkommen, aber daraus einen Aufstand zu machen, ist reiner Populismus“, so Pappler. Dabei, betonte sie, hätten gerade die Landwirte zu den größten Profiteuren des Projekts gehört.

Neben dem Naturschutz rückte auch der Abbau von Bürokratie in den Mittelpunkt. „Ich habe manchmal das Gefühl, wir sitzen alle in einem nicht enden wollenden Hamsterrad“, erklärte Pappler. Sie wies darauf hin, dass viele bürokratische Auflagen zwar aus Sicherheitsgründen notwendig seien, die Auswüchse jedoch oft den Handlungsspielraum einschränkten. Als Beispiel nannte sie die Schließung der Senefelderschule aufgrund von Brandschutzmängeln: „Wir wollen sichere Schulen – doch wenn die Maßnahmen dann umgesetzt werden, sind die Beschwerden groß.“ Pappler sprach sich außerdem für eine gerechtere Finanzausstattung der Kommunen aus. Die hohe Kreisumlage belaste die Gemeinden unverhältnismäßig. „Es kann nicht sein, dass die Kommunen ständig zur Kasse gebeten werden, während der Landkreis Überschüsse anhäuft“, betonte sie. Die SPD werde sich weiterhin für faire Haushaltsberatungen und eine nachhaltige Finanzpolitik im Landkreis stark machen.

Neuer Kreisvorstand gewählt
Bei der Neuwahl des Kreisvorstandes setzt die Partei erneut auf eine Doppelspitze: Harald Dösel aus Weißenburg und Tanja Tütken aus Ellingen übernehmen gemeinsam den Vorsitz. Als stellvertretende Vorsitzende wurden Bianca Bauer aus Gunzenhausen und Thomas Rödiger aus Ellingen gewählt. Das Amt des Kassiers übernimmt Thomas Fay aus Weißenburg. In den Vorstand als Beisitzer wurden Tobias Eberle (Solnhofen), Mirjam Eischer (Gunzenhausen), Andre Ecama (Gunzenhausen), Tim Schober (Pappenheim) und Anette Pappler (Pappenheim) gewählt.
Die Vertreter der Arbeitsgemeinschaften sind Paul Pfeifer (Jusos, Gunzenhausen) und Agnes Mendl (AfA, Pleinfeld). Vertreter der Ortsvereine sind: Werner Götz (Ellingen), Paul Pfeifer (Gunzenhausen), Rita Balzer (Haundorf), Georg Emmerling (Langenaltheim), Mathias Hertlein (Markt Berolzheim), Thorsten Werner (Muhr am See), Pia Brunnenmeier (Pappenheim), Felix Michahelles und Agnes Mendl (Pleinfeld), Ute Grimm (Solnhofen), Sebastian Hartl (Treuchtlingen) und Elisabeth Pecoraro (Weißenburg).

Demografischer Wandel und soziale Gerechtigkeit im Blick
Tanja Tütken, die künftig zusammen mit Harald Dösel die Kreis-SPD führen wird, stellte bei der Konferenz ihre zentralen Themen vor. In ihrer Rede betonte sie die Bedeutung von Solidarität und Zusammenhalt in der Gesellschaft und stellte die Herausforderungen des demografischen Wandels in den Mittelpunkt. Sie sprach sich für mehr Mobilitätsangebote wie Sammeltaxis und barrierefreie Bahnhöfe aus, um ältere Menschen aktiv ins gesellschaftliche Leben einzubinden. Besonders am Herzen liegt Tütken die soziale Gerechtigkeit. Sie warnte vor der zunehmenden Altersarmut, insbesondere bei Frauen, und forderte eine stärkere berufliche Förderung, um künftige Generationen besser abzusichern. Auch der Umweltschutz und der Umgang mit regionalen Problemen wie der Algenbelastung in Seen und die Überdüngung der Felder wurden von ihr thematisiert. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Rede war der Ruf nach einer besseren Integration von Einwanderern sowie dem Ausbau der Barrierefreiheit. Tütken mahnte eine transparentere Kommunikation bei politischen Entscheidungen an, damit die Bevölkerung stärker einbezogen werde. Zum Abschluss forderte sie die Delegierten auf, parteiübergreifend zusammenzuarbeiten und die Region gemeinsam voranzubringen.

Bundestagskandidat Daniel Mirlach
Bei der SPD-Kreisdelegiertenkonferenz in Pappenheim präsentierte sich auch Daniel Mirlach, der Bundestagskandidat des Wahlkreises. Ein Jahr vor der Bundestagswahl nutzte Mirlach die Gelegenheit, um seine politischen Ziele und Schwerpunkte für den Wahlkampf zu skizzieren. Er betonte die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit, nachhaltigem Klimaschutz und einem starken öffentlichen Gesundheitssystem. Mirlach rief dazu auf, gemeinsam für eine gerechtere und zukunftsfähige Gesellschaft zu kämpfen und versprach, die Anliegen der Region im Bundestag stark zu vertreten.