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Schon genug geschossen

Zu unserem Artikel “Böllerschüsse zum Neuen Jahr“ hat uns Helmuth Regler aus Pappenheim einen Leserbrief zukommen lassen, der nachfolgend veröffentlicht wird.

“Böllerschüsse zum Neuen Jahr”
Bei allem Respekt vor denen, die aktiv sind, aber Böllerschüsse jetzt neu “einzuführen”,  halte ich für eine nicht so gute Idee.

Wird nicht schon genug geschossen ?

Helmuth Regler, Pappenheim

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder.
Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.




Kein modernes Demokratieverständnis

In seiner Sitzung am 05. Mai 2022 hat der Stadtrat mit einer Stimmenmehrheit von 9:5 Stimmen eine Strecke durch Wald und Flur von Trechtlingen über Pappenheim nach Slonhofen für Mountain- und Gravel-Biker beschlossen. Das Weißenburger Tagblatt hat unter der Überschrift: „Erhitzte Gemüter wegen Bike-Trail“ zu diesem Tagesordnungspunkt einen Artikel veröffentlicht. Zu diesem Artikel hat uns Ralf Koerth aus Dietfurt, der Pächter der Osterdorfer Jagd ist, einen Leserbreif zukommen lassen der nachfolgend veröffentlicht wird.

Kein modernes Demokratieverständnis

Leserbrief zum Zeitungsartikel vom 12.05.2022
„Erhitzte Gemüter wegen Bike-Trail“

 Vom Stadtratsbeschluss der Stadt Pappenheim eine Bike-Trail-Strecke durch Osterdorf sowie über den Weinberg und Zimmerer Berg zu errichten, sind nicht nur viele Bürgerinnen und Bürger, sondern vor allem die Jagdpächter und Waldbesitzer massiv betroffen.

Aus diesem Grund bat ich die Leiterin der Tourist Information Treuchtlingen Stefanie Grucza darum, vor einem entsprechenden Beschluss die Betroffenen zu informieren. Dies wurde mir dann zunächst auch zugesichert. Völlig überraschend musste ich dann aber feststellen, dass das Thema am 5. Mai auf der Tagesordnung stand.

Daraufhin bat ich deshalb in einem Telefongespräch den Bürgermeister darum, diesen Punkt von der Tagesordnungsordnung zu nehmen. Florian Gallus erklärte mir, dass ein Absetzen des Tagesordnungspunktes durch ihn nicht mehr gehe. Damit sagte er mir offenbar wider besseren Wissens die Unwahrheit. Natürlich kann eine Verwaltung bzw. das Stadtoberhaupt einen Punkt von der Tagesordnung nehmen. Das geschieht sehr häufig in jedem Ratsgremium. 

Ich stellte deshalb meinen Antrag in einem Brief schriftlich an die Verwaltung und an den Stadtrat. Mein Ansinnen begründete ich folgendermaßen:

„Damit wird dem betroffenen Personenkreis die nötige Aufmerksamkeit sowie die Möglichkeit gegeben, diesbezüglich Stellung zu nehmen. Gerade in der heutigen Zeit ist es notwendig, die Belange der Natur, der Landwirtschaft und auch der Anwohner zu achten und diese auch in solche Entscheidungen mit einzubeziehen.“ Vor einem Beschluss sollten meiner Meinung nach, die betroffenen Bürgerinnen und Bürger Stellung nehmen können.

Was mich noch sehr verwundert, dass bei den jeweiligen Telefongesprächen mit Bürgermeister Florian Gallus, Amtsleiter Stefan Eberle und Tourismusleitung Treuchtlingen Stefanie Grucza das ganze Projekt als “Todgeburt” betitelt wurde und jetzt plötzlich schnellstmöglich umgesetzt werden soll. Das alles finanziert der brave Bürger mit seinen Steuergeldern.

Erst einen Tag nach der Sitzung wurde der Kreisverband der Jägervereinigung durch Florian Gallus per Mail informiert. Auch damit zeigt sich, dass er an einer Diskussion mit den Betroffenen und Leidtragenden kein Interesse hatte. Erst entscheiden, dann informieren – das ist offensichtlich die Devise! Mit einem modernen Demokratieverständnis hat das jedenfalls nichts zu tun.

Ralf Koerth, Dietfurt
Jagdpächter in Osterdorf

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.




Der Tag gerät Richtung Desaster

Bei der Stadtratssitzung am 11. Februar 2021 hat Bürgermeister Florian Gallus unter dem Tagesordnungspunkt Allgemeines / Sachstandsmitteilungen bekanntgegeben, dass die stattliche Akazie am Marktplatz -„Kroneneck“ in absehbarer Zeit gefällt werden muss.
Der neue Eigentümer des vormaligen Hotels Krone hatte darum gebeten, weil der Baum Schaden am Kronengebäude anrichten würde. Bei seinen Ausführungen versprach der Bürgermeister auch, dass an gleicher Stelle ein angemessener Ersatz gepflanzt wird. Heute Morgen am 21.04.2021 war es dann soweit. Der Baum wurde gefällt und zügig abtransportiert. Offenbar just im unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang, in dem Dekan Popp im Weißenburger Tagblatt den Pappenheim-Artikel “Ein Stadtbild im Wandel” las. Die Fällung des Baumes und Teile des Artikels haben Dekan Popp nicht begeistert – ja sogar erzürnt, wie aus seinem nachfolgenden Leserbrief hervorgeht, der nachfolgend ungekürzt veröffentlicht wird.

“Mein Freund, der Baum ist tot …”
Der Tag fängt schlecht an: Ein kreischendes Geräusch geht mir durch Mark und Bein noch während die Kaffeemaschine läuft. Die Tasse in der Hand laufe ich zum Fenster, das direkt hinaus geht auf den Marktplatz in Pappenheim. Ich sehe die Straße um herum von Polizei und Arbeitern gesperrt. Ein Großaufgebot an schwerem Gerät und Baufahrzeugen umstellt den noch einzigen Baum am Rand des Marktplatzes mitten im Städtchen. Es dauert nur wenige Minuten, dann fällt die alte Robinie. Fünf Minuten später ist von dem sicher über 80 Jahre alten, m.E. völlig gesunden Baum, nichts mehr da außer der Stumpf. Ein altes Lied von Alexandra fällt mir ein “Mein Freund, der Baum ist tot, er fiel im frühen Morgenrot…”

Kein Vogelgezwitscher mehr, das mich morgens von ihm wecken wird. Kein knospendes Grün nach grauem Winter. Weniger frische Luft…

Warum? Etwas verwirrt setze ich mich wieder an den Kaffeetisch und schlage den Regionalteil der Tageszeitung auf.

Der Tag geht schlecht weiter. “Ein Stadtbild im Wandel” lese ich dort auf Seite 2, es geht um Pappenheim. Zwei (Straßen)Bilder, alles andere als hübsch, grauer Asphalt und Mauern springen mir ins Auge. Weiter unten ein drittes Bild: Die Graf-Carl-Straße, das Schloss, austreibende Bäume in der Straße, ganz anders, viel freundlicher – nicht nur optisch anzusehen. Ich lese als Unterschrift “ ”Die Bäume werden entfernt, begrünt werden stattdessen die Flächen zwischen den Parkflächen.” Und weiter im Text: die Bäume machen zudem “Probleme beim Anlegen von Parkbuchten…“.

Der Tag gerät Richtung Desaster, ich kann es kaum glauben, was da steht. Der Kaffee schmeckt nicht mehr und das bereits vor 8.00 Uhr früh.

Wut steigt in mir hoch. Noch immer schockiert lege ich die Zeitung traurig weg. Da entdecke ich auf dem Papierstapel ein Werbeprospekt vom Wochenende. Schwarz-Gelb strahlt mich die Überschrift an: “Sonderangebot! Kärcher Hochdruckreiniger Power Controll Luxus – Sonderpreis…”

Der Tag ist gerettet, Gott sei Dank. Wenigstens sauber kann mein Städtchen dann sein. “Bäume machen eh nur Dreck” – Zitat eines ehrsamen Mitbürgers. Also: Zwei Mal am Tag gekärchert und die Pappenheimer Welt ist wieder in Ordnung. Wer braucht da noch Bäume? Das ist eben der Wandel.

Wolfgang Popp
Graf-Carl-Str. 1
91788 Pappenheim

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.

 




Andere Sicht der Dinge

Roland Kiermeyer, Stadtrat der Bürgerliste hat uns einen Leserbrief zu dem Artikel: „Ausbau der Graf-Carl-Straße abgespeckt“ zukommen lassen, der nachfolgend veröffentlicht wird.

Das „abgespeckt“ in der Überschrift kann ich leider so nicht stehen lassen, da dies leider so nicht richtig kommentiert ist. Der Stadtrat hatte ursprünglich nur eine Ausbesserung der Gehwege angestrebt. Es war in den früheren Planungen kein Granitpflaster für die Gehwege vorgesehen, sondern ein Betonpflaster, auch die Dreiecke mit Neuanpflanzung waren vorher nicht vorgesehen. Somit wurde vom Stadtrat nicht abgespeckt sondern aufgewertet.

Der nächste Punkt ist die Aussage:
„… mehr oder weniger zielführende Anmerkungen und Fragen“.

Wenn ein Mitglied des Stadtrates Fragen oder Anmerkungen zu einem Thema hat, ist dies in seiner Entscheidungsfindung immer zielführend und wichtig. Sollte ich als Ratsmitglied keine Anmerkungen treffen und Fragen mehr stellen dürfen bin ich aus meiner Sicht überflüssig und kann meine durchaus wertvoll Freizeit für meine Familie und mich nutzen.

Ein weiterer Punkt wäre:
„dass alles vom Bauausschuss intensiv beraten und einstimmig beschlossen ist“

Der Bauausschuss ist ein vorberatender Ausschuss. Die Entscheidungen fallen im Stadtrat und es schon vorgekommen das sich der Stadtrat nicht der Meinung des Bauausschusses angeschlossen hat. Da es aus verschiedenen Fraktionen Anmerkungen zur Planung gab zeigt schon, dass es bei einigen Punkten noch weiteren Diskussionsbedarf gegeben hat.

Da eine Fraktion aus beruflichen Gründen nicht an der Bauausschusssitzung teilnehmen konnte war es hier ihr gutes Recht ihre Meinung kund zu tun.

Ich stelle hier noch einmal ausdrücklich fest, dass es jedem Stadtrat freisteht sich zu einem Thema zu äußern und zu informieren. Dafür sind wir gewählt

Schade ist es, dass die Gründe und Anmerkungen die zur Diskussion führten im Bericht nicht erwähnt werden.

Roland Kiermeyer, Bieswang
Stadtrat der Bürgerliste

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung und Sichtweise des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.

 




Faschingsweiber erklären Spaß in Pappenheim für tot

Auch im Coronajahr 2021 hat am Unsinnigen Donnerstag eine Sitzung des Pappenheimer Stadtrates stattgefunden. Seit 45 Jahren hat an diesem Abend stets der Sturm der närrischen Weiber in den Rathaussaal stattgefunden, was bei dem einen Ratsmitglied mehr und bei dem anderen Ratsmitglied-weniger Begeisterung ausgelöst hat.

Der Angriff der närrischen Weiber auf den Stadtrat war in diesem, dem 46. Jahr nicht möglich aber dennoch wollten die Pappenheimer Faschingsweiber im Stadtrat Frohsinn verbreiten und den Neulingen im Stadtrat die seit 45 Jahren obligatorische Narrenkappe zukommen lassen. Vergessen – Spaßbremse oder Opfer der Zeitenwende? Das ist die Frage, die sich jetzt die verärgerten Faschingsweiber jetzt stellen und übermitteln den Pappenheimern folgende Nachricht:


N A C H R U F
Der Spaß ist tot…

Es war ja schon lange klar, dass der komplette Fasching ausfällt und natürlich auch, dass am unsinnigen Donnerstag das Rathaus nicht gestürmt werden darf.

Doch gerade in solchen Krisenzeiten ist ein kleiner nett gemeinter Gruß sehr schön und erfreut die Gemüter. So dachten die Pappenheimer Faschingsweiber und ließen dem Bürgermeister letzten Donnerstagvormittag ein „Spaßpaket“ für die traditionelle unsinnige Sitzung am Abend zu kommen. Einfach nur um dem Stadtrat ein bisschen Freude zu bereiten. Der Inhalt war ein kleiner Gruß in gewohnter Gedichtform und eigens angefertigte Narrenkappen für die neuen Stadträte. Leider hat dieser Gruß den Stadtrat nie ereilt. Wie schade!

Lieber Bürgermeister, Lieber Geschäftsführer  –   So geht´s nicht  🙁 

i.A. der PWF, Barbara Mürl

P.s.: Wer sich jetzt denkt: „Es gibt ja wirklich wichtigeres!“ Der soll sich bitte an die eigenen Nase packen und die Überschrift nochmal lesen 😉

 

So hätte diese kleine Überraschung für die Neulinge im Stadtrat ausgesehen:

Auch in diesem Jahr hatten wir ein Gedicht vorbereitet:

Lieber Bürgermeister, Lieber Stadtrat,

am unsinnigen Donnerstag ist es Tradition
seit 46. Jahr kommen wir „Weiber“ schon.
Doch heuer müssen wir verzichten
auf unsere Weiberfaschingspflichten.
Dennoch gibt’s nen kleinen Gruß
und ein notwendiges Muss!
Denn neue Räte sind nun da
die brauchen Narrenkappen, Hurra.
Fleißig wurden sie genäht
wir hoffen, daß sie Euch gut steht.
Und damit wir sehen, ob sie Euch stehen
müsst Ihr davon ein Filmchen drehen.
Eines müssen unsere Neuen noch wissen,
sonst werden sie nächstes Jahr total verschlissen.
Die Kappe ist ein wichtiges Utensil,
wer sie nicht auf hat der zahlt viel.

Es ist wirklich Pflicht diese zu tragen
an den Weiberfaschingstagen.
Jetzt wünschen wir Euch noch gutes Gelingen
alle Miteinander werden wir Pappenheim weiterbringen.
Im Moment brauchen wir -zwecks Lockdown- noch ein bisschen Geduld
aber die ersten Feiern werden bestimmt zum Kult.
Und nächstes Jahr geht’s weiter hier
mit Reden, Späßen und Schifferklavier!

Es grüßen Euch von Herzen
die Weiber die mit Euch gern Scherzen!

Eure PWF




Leserbrief zum Haus für Kinder

Helmuth Regler aus Pappenheim hat einen Leserbrief übermittelt, in dem er sich zu dem Projekt „Hausfür Kinder“ äußert.

Zum geplanten Haus der Kinder:
„Darf´s etwas mehr sein?“ fragte früher der Metzger?
Ich frage, geht’s nicht noch eine Nummer größer und aufwändiger?
Hat man die Finanzlage, die Folgekosten, die Entwicklung und das fehlende Personal im Auge?

Helmuth Regler
Pappenheim

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten und sagen auch nichts über die sachliche Richtigkeit der dargestellten Sachverhalte aus.




Die Zimmerei Gegg GmbH gibt es weiterhin

Markus Gegg, Geschäftsführer der der Zimmerei Gegg GmbH in Bieswang hat uns zum Artikel des Weißenburger Tagblatts vom 04.01.2020 einen Leserbrief zukommen lassen, in dem er zum Genehmigungsverfahren für die Inbetriebnahme einer Abbundanlage Stellung nimmt.

Zum Artikel : Keine Genehmigung für die Zimmerei Gegg vom 04.Januar 2020

Die Genehmigung durch das Landratsamt ist ausstehend

Mit großer Verwunderung musste ich dem Weißenburger Tagblatt (Ausgabe vom 04.01.2019) entnehmen, dass mein Bauantrag zur Inbetriebnahme einer Abbundanlage abgelehnt wurde. Dies entspricht schlichtweg nicht den Tatsachen.

Fakt ist, dass das Landratsamt die Abbundanlage nicht abgelehnt hat; das Genehmigungsverfahren hierfür befindet sich weiterhin in Prüfung.

Außerdem wird nicht der Status-Quo des gesamten Betriebs in Frage gestellt. Wäre dies der Fall, hätten sämtliche bisherige Erweiterungen seit Betriebsgründung nicht genehmigt werden dürfen.

Bei der im Bericht erwähnten zehnseitigen Stellungnahme handelt es sich um ein „Zwischenergebnis der Prüfung“, nicht um eine Ablehnung meines Bauantrags, wie im Zeitungsartikel dem Leser suggeriert wird.
Dieser Zwischenbericht wurde mir im Dezember zugeschickt. Darin wurde mir mitgeteilt, dass die beengte Zufahrtssituation zu meinem Betrieb die größte Hürde zu einer möglichen Baugenehmigung darstelle. Sämtliche anderen Belange, u.a. die Immissionsverträglichkeit, für sich genommen, würden kein Hindernis für eine Genehmigung darstellen. In diesem Schreiben wurde mir weiterhin eine Frist eingeräumt, mich explizit zu der Zufahrtssituation zu äußern.

Dieses Lärmschutzgutachten (Immissionsgutachten) wurde von einer unabhängigen Firma erstellt, in diesem sind die max. Grenzwerte, unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, für unseren Standort in der Rosengasse errechnet. Es handelt sich hierbei um die obersten, möglichen Grenzwerte. Somit dürften bis zu 39 LKWs fahren und 120 Fahrten (An- und Abfahrt) pro Tag gemacht werden, ohne den Immissionsschutz der Anwohner zu beeinträchtigen.

Leider musste hier der Maximalwert von 120 Fahrten angegeben werden, denn sollten beispielsweise nur sechs LKW Fahrten pro Tag in das Gutachten aufgenommen werden, würde dies beim evtl. siebten LKW die Antragsgegner der Zimmerei auf den Plan rufen und dieser dürfte das Betriebsgelände nicht mehr anfahren. Die aufgeführten Fahrbewegungen sind auf den ersten Blick zugegebenermaßen enorm, werden bei weitem aber nicht erreicht, da es laut unserer Mitarbeiterzahl gar nicht möglich ist, so viele Fahrten zu absolvieren. Trotzdem muss es einem Unternehmen, so wie jeder anderen Person auch, möglich sein, Zustelldienste, Müllabfuhr und Besucher auf das Gelände fahren zu lassen.

Die Berichterstattung im Weißenburger Tagblatt richtet sich nach meiner Auffassung gegen die Zimmerei Gegg. Wäre dies nicht der Fall hätte der Autor auch schreiben müssen, dass es selbstverständlich auch Einwendungen von Betroffenen gibt, welche sich durch positive Fachstellungnahmen im Bauantragsverfahren erledigen, da die gesetzlichen Vorgaben durch die geplante Betriebserweiterung eingehalten werden.

Ich stelle mir daher grundsätzlich die Frage, wie die Presse zu dem an mich persönlich gerichteten Zwischenbericht des Landratsamts kommt und wer diesen herausgegeben hat. Weshalb wird ein nach meiner Meinung reißerischer Bericht verfasst, der so nicht richtig ist und dem Leser dadurch eine vorgefasste Meinung aufzwingt?

Zu guter Letzt möchte ich noch anmerken, dass ich aufgrund des Zeitungsberichtes mehrmals darauf angesprochen wurde, ob die Zimmerei Gegg GmbH ihren Betrieb eingestellt hat.

 Das ist nicht der Fall – die Zimmerei Gegg GmbH gibt es weiterhin.

Markus Gegg
Geschäftsführer
der Zimmerei Gegg GmbH

Hinweis: Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.

 




Die Sicht eines ehrenamtlichen Helfers

Aufgrund der heftigen Diskussion wegen des Helferessens im Nachgang zum Pappenheimer Pelzmärtelmartk 2019 und der Debatte um die Gleichstellung von Gruppierungen und Vereinen hat uns Christine Schindler einen Leserbrief zukommen lassen, in dem sie  die Sicht eines ehrenamtlichen Helfers darstellt. Der Leserbrief ist nachfolgend in einer von der Verfasserin modifizierten Form  abgedruckt.

Wertschätzung und Motivation

Aufgrund der Meldungen zum Pelzermärtelmarkt haben wir immer den Hintergrund für diese Debatte vermisst. Das sollte man dem Leser auch mal zu verstehen geben. 

Der Pelzermärtelmarkt 2019 wurde aufgrund der Debatte bezüglich des Marktes 2018 (Kosten) unter anderen Gesichtspunkten angegangen.

Es gab, wie auch in den Medien berichtet, über die Kostenhöhe des Marktes 2018 in den Stadtratssitzungen Gesprächsbedarf.

Dennoch hat der Stadtrat mehrheitlich beschlossen, den Markt 2019 wieder zu veranstalten.

Um die Kosten zu reduzieren, fanden sich unter dem Mantel des Veranstalters „Stadt Pappenheim“ ehrenamtliche Helfer, die diesen in Verbindung mit den Verwaltungsangestellten organisierten.

Man hatte während der ganzen Zeit ein gutes Miteinander. Allerdings gab es auch eine Sitzung, in der der Anschein erweckt wurde, dass der Markt in der geplanten Größe nicht erwünscht war.

Aber aufgrund der fortgeschrittenen Planung ging alles seinen Lauf, und behielten die Kosten im Visier.

Wir bekamen an dem Wochenende viel Zuspruch und man lobte auch seitens des Stadtrats  vor allem das entstandene Miteinander.

Bei der Nachbesprechung am 20.11.19, zu der wir auch Herrn Bürgermeister Sinn dazu gebeten haben (die Verwaltungsangestellten übernahm diese Aufgabe), bekamen wir jedoch eine Absage.

Da es aber eine Veranstaltung der Stadt war, sollte doch wenigstens ein Vertreter seitens der Stadtführung anwesend sein. Dies übernahm, da er die Vertretung von Herrn Sinn inne hatte, Herr Claus Dietz.

Nachdem der Markt durchaus auch kritisch beleuchtet, und auch Missstände angesprochen wurden, fanden wir als Organisationsteam es aber trotzdem erforderlich, alle ehrenamtlichen Helfer zum Dank zu einem gemeinschaftlichen Essen einzuladen. Dieser Beschluss wurde, wie oben schon erwähnt, am 20.11.19 in den Abendstunden gefasst mit offizieller Zustimmung des 2. Bürgermeisters .

Die Sachbearbeiterin hat dies am 21.11.19 durch das Rathaus an die Helfer kommuniziert und wurde am 26.11.19 auf Anweisung des 1. Bürgermeisters  storniert.

Warum hat man hier nicht mit dem 2. Bürgermeister, den im Team mit anwesenden Stadträten oder den freiwilligen Helfern Rücksprache gehalten? Dafür lieber einen Eklat heraufbeschworen?

Auch wollten wir, da die Zusammenarbeit mit dem Bauhof so gut geklappt hat, dass die Mitarbeiter dabei sein sollten.

Hier sieht man eigentlich, dass alle das gleiche Ziel verfolgt haben.

Deshalb beschloss das Orga-Team und Herr Dietz in der Funktion des 2. Bgm (Vertreter an diesem Tag des 1. Bürgermeisters) all diese Herrschaften einzuladen. Man muss hier immer noch unterscheiden: der Veranstalter war die Stadt Pappenheim und nicht irgendeine Gruppierung oder ein Verein. Die Bürger haben der Stadt Ihre Zeit und auch Fahrzeuge kostenlos zur Verfügung gestellt.

Auch nennt man solch eine Aktion eine Wertschätzung und Motivation für das nächste anstehende Fest. 

Zum Thema Gleichstellung:
Von einer Gleichstellung unter den Vereinen und Gruppierungen der Stadt, für die sich Herr Bürgermeister Sinn ausspricht, kann gar nicht die Rede sein. Da die Spenden in Höhe und an die Zugewandten sehr unterschiedlich ausfallen. Da können einige Vereine ein Lied davon singen. Es wird aber auch, wenn man sich noch so bemüht, trotzdem nie eine Gleichstellung stattfinden können.

Abschließend sei bemerkt:

      1. Der Pelzermärtelmarkt wurde von allen Seiten her gelobt.
      2. Die Kosten liegen unter denen vom letztjährigen Markt, obwohl sich der Markt vergrößert hat.
      3. Warum anstatt mit dem Orga-Team zu reden, lieber ein Eklat heraufbeschworen wurde ist uns schleierhaft? Zum Organisieren war man doch auch gut genug.
      4. Die Sachbearbeiter haben zu keinem Zeitpunkt eigenmächtig gehandelt.

Der letzte für uns abschließender Satz zu diesem Thema: Warum werden in Pappenheim alle Unstimmigkeiten öffentlich ausgetragen und nicht wie in anderen Kommunen mit den Beteiligten das Gespräch gesucht?

Christine Schindler
     Pappenheim




Es geht uns nicht um das Geld

Auch die SPD-Fraktion nimmt jetzt zum Thema Einladung und Absage für ein Helferessen nach dem Pelzmärtelmarkt Stellung. Diese ist nachfolgend abgedruckt:

“Absage des Dankesessens für einen Großteil der Helfer am Pelzmärtelmarkt
– Klarstellung der SPD-Fraktion

Eine Angestellte lud einen Großteil des Helferkreises für den Pelzmärtelmarkt eigenmächtig ohne Wissen des Bürgermeisters zu einem Dankesessen ein. Uwe Sinn hatte die Kostenübernahme durch die Stadt abgelehnt. Im Internet und in der Öffentlichkeit wurde diese Entscheidung zum Teil mit hämischen Bemerkungen in den sozialen Netzwerken kommentiert.

Die SPD-Fraktion sieht sich auf Grund der verschiedenen Veröffentlichungen gezwungen, mit einer Klarstellung zu reagieren:

Es kann nicht sein,

  • dass eine Angestellte eigenmächtig ohne Wissen des Dienstvorgesetzten zu einem Dankesessen einen Großteil des Helferkreises einlädt, andere Helfer und Unterstützer jedoch nicht;
  • dass diese Beschäftigte im Internet die Entscheidung des Bürgermeisters, die Kosten durch die Stadt abzulehnen, heftig mit teilweise unrichtigen Behauptungen kritisiert;
  • dass die CSU, die Freien Wähler und die Bürgerliste das Verhalten der Verwaltungsangestellten unterstützt und somit die Autorität des Dienstvorgesetzten untergräbt.

Es geht uns nicht um das Geld für das Dankesessen als solches. Vielmehr geht es um das Prinzip der Gleichbehandlung. Alle Vereine, Gruppierungen und Personen müssen gleich behandelt werden. Es darf keine Bevorzugungen, aber auch keine Benachteiligungen geben (Näheres siehe Ausführungen des Bürgermeisters).

Die CSU, die Freien Wähler und die Bürgerliste sowie deren Bürgermeisterkandidat treten diese der Geheimhaltung bedürftige Personalangelegenheit  in der Öffentlichkeit breit.

Gerhard Gronauer
für die Fraktion der
SPD im Stadtrat der
Stadt Pappenheim




Wieso ticken hier die Uhren anders?

Fritz Gronauer-Weddige und Max Hermann Pfaller aus Bieswang haben zur der Diskussion um die Erweiterung eines Zimmereibetriebes in der Rosengasse einen Leserbrief verfasst, der nachfolgend veröffentlicht wird.

Wieso ticken die Uhren in Bieswang anders?

 Klarstellung der Bürgerinitiative l(i)ebenswertes Bieswang  zur Diskussion um die Erweiterung der Zimmerei Gegg GmbH

In ganz Bayern werden Wege gesucht durch Umgehungsstraßen und Gewerbegebiete die Bereiche Wohnen und Gewerbe zu entflechten. Auch für Bieswang liegt seit 2018 ein einstimmiger Stadtratsbeschluss vor. Die westliche Erschließung des Bieswanger Gewerbegebiets ist durch alle Fraktionen auf den Weg gebracht.

Ein wesentlicher Teil des Verkehrs, insbesondere des Lieferverkehrs kann künftig über diese ortsferne Trasse („Spange“) in das vorhandene Gewerbegebiet laufen. Für die Anwohner der Hauptstraße, der Hutgasse und der Stelzergasse wird das eine extreme Verbesserung.

Wir Bieswanger haben jetzt ein Dorferneuerungsverfahren, die Planungen und Umsetzungen der Ortsplanung laufen jetzt. War es nicht eine allseits gelobte Feststellung beim Start der Dorferneuerung, dass Bieswang ein Gewerbegebiet hat, wo weitab vom Dorf die Gewerbeentwicklung mit den dazugehörigen Emissionen stattfinden kann?

Wie passt nun die geplante Entwicklung der Firma Gegg GmbH in dieses Konzept?

Die bisherige Entwicklung der Firma Gegg GmbH wird von uns nicht in Frage gestellt. Bis zuletzt war immer nur von wenigen LKWs die Rede. Auch beim Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans im Jahr 2016 für eine Fläche von knapp drei Hektar und einer 83 m langen Halle wurde das so kommuniziert.

Markus Gegg hat mehrfach eine Eigentumsfläche der Stadt Pappenheim im Gewerbegebiet angeboten bekommen. Dort gibt es einen Flächennutzungsplan. Dieses Angebot bestand schon vor dem Bau der neuen Halle. Ein Betrieb der Abbundanlage wäre im Schachenschlag schon lange möglich.

Zwischenzeitlich hat der Stadtrat die Umnutzung der Schule zum Seniorenheim mit Tagespflege beschlossen. Wie verträgt sich das mit der von der Firma Gegg GmbH beantragten Betriebszeit der Abbundanlage von 16 Stunden von Montag bis einschließlich Samstag? Täglich sollen 120 Fahrzeuge- davon 44 LKWs und 32 Kleintransporter- entlang des Friedhofs, des Kinderspielplatzes, des Gemeindehauses, des Seniorenheims, der Schulbushaltestelle, der Pension Zippel, des reittherapeutischen Betriebs Rosenhof und des Erlebnisbauernhofs Fliederhof fahren. Fußgänger werden nicht berücksichtigt. Es gibt zum Teil keinen Gehweg.

Zudem bleibt der normale Siedlungsverkehr und der landwirtschaftliche Verkehr, der hier seine Berechtigung hat. Ein Begegnungsverkehr von den breiten und zum Teil sehr langen Fahrzeugen zwingt die Lastwagen zum Befahren des Gehsteigs oder- noch problematischer- zum Rückwärtsfahren. Dieses Problem konnte schon eindrucksvoll während der Umleitung der Hauptstraße über die Schulstraße und die Rosengasse -trotz Ampel!- beobachtet werden.

Das ist lebensgefährlich. Auf Grund der Lage und des Verlaufs der Straßen ist eine mögliche Begegnung durch die Fahrer nicht vorauszusehen.

Mit der Genehmigung zur Erweiterung des jetzigen Standorts der Zimmerei Gegg GmbH werden die Spielräume für eine Siedlungsentwicklung für die bestehende Wohnsiedlung am Wasserturm, nördlich der Bgm. Rachinger Straße („Fuchsenweg“) stark eingeschränkt. Dieser seit langem vom Stadtrat beschlossene und genehmigte Flächennutzungsplan sieht dort eine großflächige Siedlungsentwicklung vor, die durch die aktuellen Erweiterungswünsche der Firma Gegg GmbH aus Emissionsgründen sehr stark eingeschränkt werden muss. Ein Eigentor für die Dorfentwicklung.

Wir appellieren an die Verantwortlichen -im Sinne der geordneten Dorfentwicklung, im Sinne der Kinder, im Sinne der Senioren und aller Bewohner von Bieswang – diese Weichenstellung noch einmal zu überdenken.

Wir appellieren an alle Beteiligten, die für das Gelingen der Spange wichtig sind- die Gewerbetreibenden im Schachenschlag, die Stadträte, die Stadt Pappenheim und alle Grundstückseigentümer- eine Lösung zu finden, die allen Bieswangern gerecht wird.

Die Dorferneuerung bietet für die Zukunft Bieswangs eine einmalige Gelegenheit zur optimalen Entwicklung unserer Heimat für alle Bürger, im Dorfkern und in den Siedlungen.

Diese einmalige Chance sollten wir im Sinne aller Bieswanger Bürger begrüßen und nutzen.

Fritz Gronauer-Weddige,
Max Hermann Pfaller,
Bieswang

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.

 




Dann können wir zusperren

Zu unserem Artikel „Gemeindliches Einvernehmen durchgedrückt““ hat uns Sabine Dier, die Betreiberin des Rosenhofs in Bieswang einen Leserbrief zukommen lassen, der nachfolgend veröffentlicht wird.

Wenn die Pläne der Zimmerei Gegg GmbH verwirklicht werden, dann können wir zu sperren!
Das vom Stadtrat abgesegnete Verkehrsaufkommen ist mindestens das 10-fache des jetzigen Verkehrsaufkommens.
Mit dem Lärm der geplanten Abbundanlage und dem geplanten 16 Stunden Betrieb bis 22.30 Uhr und dem damit verbundene Verkehrsaufkommen ist ein Urlaub und Therapiestunden bei uns am Hof unmöglich.
Wir sind ein heilpädagogischer Reiterhof. Wir arbeiten mit der Frühförderung Treuchtlingen, dem Kinderdorf Marienstein, dem Montessorikindergarten Wasserzell und mit dem Verein Horizonte e.V. zusammen. Bei uns findet alles im Freien am Hof und in der unmittelbaren Umgebung statt. Wir haben ganzheitliche Urlaubsangebote in der Schulzeit und in den Ferien. Unser Konzept beruht auf Outdoor für Therapeutische Einrichtungen der Kinder -und Jugendhilfe, Schulen, insbesondere Förderschulen, Kindergärten und Familien und Jugendeinrichtungen wie Kreisjugendring. Wer macht in einem Gewerbegebiet Urlaub?
Unseren Reiterhof in Bieswang gibt es seit 22 Jahren. Damals gab es in der Umgebung nur Landwirtschaft und die Zufahrtsstraße war eine Sackgasse und wurde hauptsächlich von Anwohnern befahren. Unter diesem Aspekt haben wir investiert.
Beim Kauf 2012 war die Zimmerei Gegg GmbH eine kleine Zimmerei. Wir haben vor dem Kauf und vor der Renovierung den Standort überprüft, ob sich an diesem Standort ein Urlaubshof für therapeutisches Reiten verwirklichen lässt und haben alle Genehmigungen dafür vorab eingeholt und erhalten. Unser Lebenswerk „Rosenhof“ wurde mit viel Herzblut und Engagement verwirklicht. Der Hof ist die Lebensgrundlage der Besitzerin Sabine Dier. Alle Finanzen die in einem Leben verdient werden können – stecken in diesem Hof. Es gibt für Frau Dier und den Rosenhof keine Alternative! Es gibt keine Möglichkeit den Standort zu wechseln! Auch wir müssen unser Geld verdienen und haben wirtschaftliche Interessen!
Wir haben Bestandsschutz! Unsere Existenz ist gefährdet.
Wir beschäftigen momentan 4 Ganztagskräfte, 2 Halbtagskräfte und 5 Aushilfskräfte und die Besitzerin des Rosenhofs. Diese Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel!
Es geht nicht um die Frage: „Zimmerei Gegg GmbH oder Rosenhof“. Sondern es geht darum, dass die Abbundanlage, nicht die komplette Zimmerei, an einem geeigneten Standort betrieben werden soll, nämlich dem Industriegebiet in Bieswang!
Das wäre eine win – win Situation für die Zimmerei (welche dann weiter expandieren kann), die Pension Zippel, Firma Finger und Partner, den Leader geförderten Erlebnisbauernhof Weddige für Artenvielfalt und Gesundheit, für die Besucher von Gemeindehaus und Friedhof, das Seniorenheim, für die Schulkinder auf dem Weg zur Bushaltestelle, den Rosenhof, und die Anlieger!

Sabine Dier
Rosenhof Bieswang e. V.

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.




Die Sichtweise eines Bieswanger Bürgers

Zu unserem Artikel „Bürgerinitiative hofft auf das Landratsamt“ hat uns Roland Kiermeyer einen Leserbrief zukommen lassen, der nachfolgend veröffentlicht wird.

Von den rund 60 Anliegern auf dem veröffenltichten Bild wohnen nicht alle in den beschriebenen Straßen und ein Teil ist erst gar nicht aus Bieswang. Aufgrund welcher Rechtsgrundlage hätte der Stadtrat anders entscheiden sollen? Die Firma Gegg hat doch alle entsprechenden Gutachten vorgelegt. Deshalb konnten unsere roten Gutmenschen im Stadtrat locker gegen die Mehrheit stimmen. Doch im Jahr 2002 stimmten auch diese, zumindest ein Herr Gronauer und eine Frau Seuberth dafür, dass die Firma Gegg den anliegenden Feldweg zur Anlieferung nutzen darf. Wobei sich die Anlieferung über diesen Feldweg erledigt hat, da unser Bürgermeister gegen diesen Beschluss das Schild “Lieferverkehr frei“ eigenmächtig entfernen ließ. Aber das ist bei unserer Stadt nichts neues, denn Ratsbeschlüsse sind hier eh nur als grober Anhalt zu betrachten.

Ich als Anwohner der Bgm. Rachinger Str. kann diesen Rummel nicht ganz nachvollzeihen und hier kann ich für einen Großteil dieser Straße sprechen. Sicher gibt es den ein oder anderen der sich Sorgen macht. Aber hier zu schreiben, dass bei allen Anwohnern das blanke Entsetzen ausgebrochen ist, ist schlicht und ergreifend gelogen. Hier hätte der Verfasser seine Hausaufgaben für eine unparteiische und unabhängige Berichterstattung besser machen müssen!

Zum Thema Verkehr kann ich nur sagen, es ist richtig das es in diesem Bereich der Straße teilweise keinen Gehweg gibt. Aber wenn es für Kinder zu gefährlich ist und diese leider nicht mehr vors Haus können, kann es nicht sein das Eltern den noch vorhandenen Gehweg für sich beanspruchen und mit ihren Fahrzeugen zuparken, weil in der Hofeinfahrt und in deren Garage eine Armada an abgemeldeten Fahrzeugen stehen (Ludolfs). Genauso die Aussage: „Wenn ein Lkw vorbeifährt wackelt das ganze Haus“ kann ich so in diesem Streckenabschnitt nicht ganz nachvollzeihen, denn wenn ich durch diesen Abschnitt fahre ist zu 75% die Straße halbseitig durch Kunden des Reiterhofes und der Pension blockiert. Jetzt muss man wissen das es für einen Lkw schon schwierig wird hier schneller als 20 km/h zu fahren. Abhilfe könnte man hier nur schaffen, wenn beide für ausreichend Parkplätze sorgen würden und eine 30km/h Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt wird. Natürlich sollte man dann auch seinen Pferdeanhänger nicht auf diesen Plätzen parken.

Ich persönlich weise weder der   Bürgerinitiative „L(i)ebenswertes Bieswang“ noch der Zimmerei Gegg die Schuld an dem momentanen Zustand zu, sondern der Stadt Pappenheim. Schon vor 15 Jahren war absehbar das sich hier ein junger Unternehmer etwas aufbaut und es nicht bei einem Zweimannbetrieb bleiben würde. Hat die Stadt dem jungen Unternehmer einmal ein entsprechendes Grundstück im Gewerbegebiet angeboten, bevor er sich durch Baumaßnahmen vergrößerte? Meines Wissens nicht! Wie auch? Die Stadt besitzt bis heute keine entsprechenden Flächen und auch wenn die Abbundanlage ins Gewerbegebiet ausgesiedelt werden würde, wer hätte dann den Verkehr? Die Hauptstraße und die Hutgasse! Durch diese Straßen, in denen übrigens auch Kinder wohnen, wird ein Gewerbegebiet mit ca. 200 Arbeitsplätzen versorgt. Darüber hat sich natürlich keiner derer, die auf dem Bild sind Gedanken gemacht. Hauptsache ich bin den Verkehr los! Viel Spaß den Anwohnern in der Hauptstraße und der Hutgasse. Das sind dann wieder einmal die Dummen. Denn die haben wirklich ein Verkehrsproblem und dort wackeln wirklich die Wände, wenn tonnenschwere Traktoren und Lkw´s in die Hutgasse einbiegen. Übrigens die Firma Gegg beschäftigt nicht einmal 10 Personen und wird hier als Industriebetrieb hochgespielt. Was sind da die Firmen Krause, Fensterbau Rachinger und die Metzgerei Wörlein? Industriekonzerne?

Noch ein Wort zum Signalhupen rückwärtsfahrender Stapler. Natürlich ist das hupen ab und an zu hören, aber nicht wie im Vorbericht beschrieben, dass dies Stunden lang der Fall ist. Wie oben bereits erwähnt wohne ich in der Bgm. Rachinger Str. ca. 200-220m von der Zimmerei entfernt (Luftlinie) und auch andere Nachbarn mit denen ich gesprochen habe können das bestätigen, dass dies nicht der Fall ist. Die Arbeiter haben etwas anderes zu tun als stundenlang mit dem Stapler rückwärts zu fahren. Die sind den ganzen Tag auf der Baustelle und müssen dort durch harte Arbeit ihr Geld verdienen.

Zu Guter Letzt möchte ich noch anfügen, dass ich mit keiner der hier betroffenen Personen ein persönliches Problem oder Streitigkeiten habe. Ganz im Gegenteil! Aber eine Diskussion sollte immer sachlich, fair und offen verlaufen. Nicht wie die momentan geführte Diskussion, bei der teilweise übers Ziel hinausgeschossen wird. Es kann nicht sein das Stadträte, die ein Ehrenamt ausüben, öffentlich beleidigt und aufgrund ihrer Meinung wirtschaftlich abgestraft werden. Wir sind doch hier nicht in einer Bananenrepublik.

Roland Kiermeyer
Bieswang

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.