Ortsfamilienbuch für Göhren vorgestellt

In Göhren haben Dr. Markus Ritzka und Hans Navratil jetzt ihr drittes Ortsfamilienbuch vorgestellt. Damit sind die Eintragungen der Kirchenbücher der Pappenheimer Pfarrstelle I aufgearbeitet und liegen nun komplett in Buchform vor. Die Kirchenbucheinträge der Pfarrei II sind zum großen Teil übertragen und werden zunächst im Ortsfamilienbuch für Osterdorf voraussichtlich noch in diesem Jahr präsentiert.

Auch das Ortsfamilienbuch Göhren, das jenem auf Pappenheim und Geislohe folgt, beantwortet dem Leser viele Fragen an die eigene Geschichte. Natürlich steht dabei an erster Stelle das Interesse den Familienstamm möglichst weit zurück zu verfolgen. Welche Berufe gab es in meiner Familie? Wann und woher kam meine Familie nach Göhren? Waren Sie etwa Glaubensflüchtlinge oder gibt es gar eine verwandtschaftliche Linie zur gräflichen Familie? Auf all diese Fragen kann ein Ortsfamilienbuch Antworten geben.

Zur Vorstellung des Ortsfamilienbuches für Göhren hatten sich viele Göhrener im alten Schulhaus  eingefunden. Auch der örtliche Stadtrat Karl Satzinger und Bürgermeister Uwe Sinn zeigten Interesse an dem neuen Ortsfamilienbuch, das jenem von Pappenheim und Geislohe folgt. Damit sind die Kirchenbucheintragungen der 1. Pappenheimer Pfarrstelle vollständig in Buchform erfasst und bieten mit 20 Euro pro Buch (OFB Pappenheim 2 Bücher) eine äußerste preiswerte Grundlage für die Familienforschung. Bedenkt man, dass bei Auskünften von Standesämtern 10 Euro pro Auskunft zu bezahlen hat. In seinem kurzweiligen Vortrag stellte Dr. Ritzka auch beispielhaft einige Kirchenbucheinträge in Originalschrift vor, wobei sich die Besucher teilweise recht erfolgreich an einer Art „Lesewettbewerb“ beteiligten. In einem Fall war das Ergebnis: „Johann Georg Lutz Weber in Gehrn hat Hochzeit 1788 den 8. April. Sein Vatter Weiland Martin Lutz gewesener Halb Bauer in Geisloh Eheleibl.(icher) Sohn hat Hochzeit 1788 den 2. April mit Maria Eva des Johann Georg Müller Halbbauern in Gehrn Eheleibl. Tochter H.D. Freyer als Fornicant Copulit“.
Dr. Ritzka wusste auch über seltsame Heiratsregularien aus dem Mittelalter zu berichten, wo die Ehe schon gültig war, wenn sich zwei junge Menschen sich diese auch manchmal im Liebes- oder Alkoholrausch versprochen hatten. „Dann war es schwer aus dem Eheversprechen wieder rauszukommen“, wusste der passionierte Geschichts- und Familienforscher zu berichten.

Das 236-seitige Werk hat  neben einem Namens- und Ortsregister auch eine Auflistung der für Göhren zuständigen Pfarrer und Schullehrer, sowie eine  Liste der Hausnamen und Hausnummern bis zum Jahre 1900. Weiter bietet das Buch viel Wissenswertes, wie beispielsweise die Schreibweisen des Ortes Göhren, das auch als Geren, Gern, Gähren, Görn in den Kirchbüchern verzeichnet ist.

Mit einer Einführung in die Familienkunde werden Anleitungen zur richtigen Recherche gegeben und neben einem umfangreichen Abkürzungsverzeichnis sind auch die in den Sterberegistern genannten Krankheiten erklärt.

Eine für die Geschichte Pappenheims besonders bedeutsame Erkenntnis befindet sich in dem Buch mit der Darstellung der  Familienzweige der Grafen und Reichserbmarschälle von Pappenheim. Aus einer Übersicht über die vier Linien, die sich von Heinrich VI. aus dem Jahr um 1250 entwickelt haben, geht hervor, dass sich der evangelischer Zweig der Ales(z)heimischen Linie mit Gräfin Ursula zu Pappenheim als Einziger bis in bis in unsere Tage fortgesetzt hatte.

Das Ortsfamilienbuch von Göhren ist wie auch jene von Pappenheim und Geislohe in der Tourist-Information Pappenheim zum Preis von 20 Euro zu bekommen

 

 




Ortsfamilienbuch für Göhren wird vorgestellt

In Göhren wird am Mittwoch, 10. Januar 2018 um 19:30 Uhr das dritte Ortsfamilienbuch der Pappenheimer Pfarrei 1 vorgestellt. Ehrenbürger und Archivar Hans Navratil und der leidenschaftliche Familienforscher Dr. Markus Ritzka haben nun auch für das Grafendorf Göhren ein Werk geschaffen, indem die Namen der Ortsbewohner aus den Kirchenbucheintragungen zusammengestellt sind. Das Buch beinhaltet die Familienverhältnisse und soweit vermerkt,auch die Taufpaten und sonstige Besonderheiten, wie zum Beispiel an welchen Krankheiten die Leute gestorben sind.

Vorgestellt wird das Werk mit vielen Registern und Erläuterungen wie schon in Pappenheim und Geislohe von Dr. Markus Ritzka aus Donauwörth, der die Daten aus den Kirchenbüchern ab der Mitte des 16. Jahrhunderts bis 1910 in Buchform übertragen hat.

Die Buchvorstellung findet am Mittwoch, den 10. Januar 2018 um 19:30 Uhr im alten Schulhaus, Göhren Nr. 48 statt.




Für ein schnelles Geschenk

Frisch aus der Druckerpresse ist jetzt das Ortsfamilienbuch für Göhren geliefert worden. Die offizielle Vorstellung des Buches durch die Autoren Hans Navratil und Dr. Markus Ritzka wird voraussichtlich im Januar 2018 erfolgen. Noch bis zum Freitag ist das Ortsfamilienbuch Göhren in der Touristinformation Pappenheim am Marktplatz zum Preis von 20,- Euro zu bekommen.




Reformation in Pappenheim

Bei einem Historischen Stammtisch wird Oskar Leykamm am kommenden Donnerstag,, 26.10.2017 um 19:00 Uhr im Gasthaus“Zum Goldenen Löwen“ über die Reformation in der Stadt Pappenheim sprechen.

Dabei sollen die Vorgänge des 16. Jahrhunderts im Zusammenhang mit dem Glaubensstreit speziell in der Stadt Pappenheim besprochen werden. Dem Referenten ist es wichtig, dass es dabei zu lebhaften Gesprächen und Diskussionen mit den Besuchern seines Vortrages kommt. „Es soll eine Stammtischatmosphäre werden, bei der jeder seine Gedanken und Meinungen äußern kann“, wünscht sich der Referent Oskar Leykamm. Der Heimat und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. lädt alle Freunde der Pappenheimer Geschichte zu diesem historischen Stammtisch herzlich ein.

Fotos: Jürgen Leykamm

 




Geislohe hat jetzt ein Ortsfamilienbuch

Der Pappenheimer Ehrenbürger und Archivar Hans Navratil und der ehrenamtliche Heimat- und Familienforscher Dr. Markus Ritzka haben jetzt in Geislohe das lange erwartete Ortsfamilienbuch vorgestellt. Das wertvolle Werk für Familienforschungen ist eine Ergänzung zum Pappenheimer Ortsfamilienbuch, das vor zwei Jahren erschienen ist. Schon bald ist die Drucklegung für das Ortsfamilienbuch Göhren vorgesehen. Weitere Sammlungen über die Ortsbewohner von Osterdorf, Übermatzhofen und Zimmern sind in Bearbeitung

Wer waren meine Vorfahren? Welchen Beruf hatten sie? Waren sie Religionsflüchtlinge? Bin ich gar mit der gräflichen Familie verwandt? Das alles sind Fragen, die sich heute viele Menschen stellen. Antworten  auf diese Fragen geben die Aufzeichnungen der Kirchenbücher, die in Pappenheim bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen. Mühsam, kostspielig und in manchen Fällen unmöglich ist es, bei der Familienforschung Erkenntnisse und Unterlagen aus den Archiven zu erhalten.

Deshalb ist es ein echter Glücksfall, dass sich die „forschungssüchtigen“ Hans Navratil und Dr. Markus Ritzka aus Donauwörth vor knapp 10 Jahren, bei ihren Forschungen kennen gelernt haben. Sie wurden damals in Fachkreisen belächelt, als sie begannen an einem Ortsfamilienbuch für Pappenheim zu arbeiten. Zwischenzeitlich ist dieses 1116-seitige Werk seit zwei Jahren auf dem Markt und wird in Kreisen der Familienforscher begeistert und viel verwendet. Denn in dem Ortsfamilienbuch sind alle wichtigen Informationen aus den Kirchenbüchern zusammengestellt.

INFORMATION
Das Ortsfamilienbuch Geislohe ist zum Preis von 20,00 Euro in der Tourist-Information Pappenheim zu erhalten  

Jetzt wurde im Geisloher  Hirtenhaus das zweite Ortsfamilienbuch der Pfarrei Pappenheims vorgestellt. Vor gut 30 Zuhörern erläuterte Dr. Markus Ritzka den Aufbau des Buches und der einzelnen Eintragungen, die weit mehr beinhalten als nur die Aufzählung der Namen der Geisloher Bürgerinnen und Bürger, die seit dem 17. und vereinzelt auch aus dem 16. Jahrhundert in den Kirchenbüchern erwähnt sind. Vielmehr finden sich in dem Buch meist aussagekräftige Aufzeichnungen über das Leben der registrierten Vorfahren. Niedergeschrieben sind, soweit im Kirchenbuch aufgezeichnet, neben den Geburts- und Sterbedaten auch die Heiratsdaten und die Geburtsdaten der Kinder und deren weiterer Werdegang.

Aufschluss über wichtige Familienzusammenhänge geben auch die Angaben der Taufzeugen, die ebenfalls im Ortsfamilienbuch verzeichnet sind. Die Aufzeichnungen reichen bis zum Jahre 1910, weil jüngere Daten aus rechtlichen Gründen nur mit Zustimmung der Betroffenen Nachkommen veröffentlicht werden dürfen.

Viele Erläuterungen, Verzeichnisse und Register in dem Ortsfamilienbuch ermöglichen es auch jenen, die sich mit Familienforschung noch nicht beschäftigt haben, sich schnell und mit der Materie zurechtzufinden.

„Pappenheim ist ein Glücksfall“ stellte Dr. Martin Ritzka fest, weil hier die Kirchenbücher noch vor Ort sind. Mehrmals in der Woche sei Hans Navratil deshalb im Dekanat gewesen um Kirchenbucheinträge zu überprüfen und nachzuarbeiten.

Besonders dankte Dr. Ritzka in diesem Zusammenhang Dekan Popp, der den Einblick in die Kirchenbücher gestattet hat und dadurch diese Ortsfamilienbücher erst ermöglichte.

Bürgermeister Sinn dankte den beiden Autoren. Es sei bemerkenswert, dass der 95-jährige Archivar und Ehrenbürger Hans Navratil noch immer so aktiv sei, am Ortsfamilienbuch mitarbeite und im Archiv noch der Chef im Ring ist. „Da ist noch Luft nach oben.“ bemerkte Hans Navratil mit seinem unnachahmlichen, spitzbübischen Lächeln dazu. Auch Ortssprecher Erich Neulinger bedankte sich für das historische Werk über das Grafendorf Geislohe mit einem Geschenkkorb vom Regionalbuffet.

Die Reihe der Ortsfamilienbücher für die Pappenheimer Pfarreien wird demnächst mit der Herausgabe des Göhrener Ortsfamilienbuches fortgesetzt. Die Aufzeichnungen für die zweite Pappenheimer Pfarrei sind schon recht weit fortgeschritten und werden mit den Ortsfamilienbüchern Osterdorf, Übermatzhofen und Zimmern die Kirchenbucheinträge der Pappenheimer Bergpfarrei widerspiegeln.

Das Ortsfamilienbuch Geislohe ist zum Preis von 20,00 Euro in der Tourist-Information Pappenheim zu erhalten




Pappenheimer vor 10 Jahren

Unsere letzten Fotos aus dem August 2007 zeigen Fotoaufnahmen von Pappenheimern und von Menschen, die damals in Pappenheim Urlaub machten oder in Pappenheim gewirkt haben.

Gästeehrung für Astrid und Lothar Kley aus HamburgUrkunden der PSG Pappenheim für die Teilnehmer beim Ferienprogramm 2007 Stadtfarrer Dr.  Zuck wird verabschiedet.

Pfarrerin Werner und Dr. Zuck bei der Abschidesfeier




Das gab es vor 10 Jahren noch

Erinnerungen an Gebäude und Bauwerke, die es heute nicht mehr gibt, zeigen die nächsten Fotos aus unserer Bildserie „Pappenheim im August 2007“ .

 




Pappenheimer Baustellen vor 10 Jahren

Unsere Serie „Pappenheim im Augst 2007“ zeigt heute Bilder von einigen Baustellen, die es damals in Pappenheim gab.




Hans Navratil feiert Geburtstag

 Heute, am 28.08.2017 feiert Hans Navratil seinen 95. Geburtstag. In Verehrung seiner Lebensleistung für Pappenheim zeigt das Straßenmuseum Pappenheim seit Mitte August 2017 eine Ausstellung über den Archivar,  Chronisten, Fotografen und Menschen Hans Navratil.

In Erinnerung an seinen 85. Geburtstag vor zehn Jahren zeigen wir Fotos von seiner Geburtstagsfeier im historischen Rathaussaal. Damals hatte der Heimat- und Geschichtsverein das Buch des  Archivars und Jubilars  über die Aufzeichnungen des Pappenheimer Mesners und Siebmachers Johann Martin Zuttel herausgebracht. Die handschriftlichen Aufzeichnungen aus den Jahren 1700 bis 1738 hatte Hans Navratil transkribiert.




Historischer Stammtisch in Ochsenhart

Nach Ochsenhart führt uns die Bildserie aus dem Monat August 2007. Der Heimat- und Geschichtsverein hatte zu einem  „Historischen Stammtisch“ nach Ochsenhart eingeladen. Die Führung durch das Dorf übernahm damals Stadtrat Werner Hüttinger. Nach dem Dorfrundgang gab es ein gemütliches Beisammensein und interessanten Gesprächen mit den Ochsenhartern im damaligen Dorfgemeinschaftsraum. Das Gebäude in dem sich dieser Raum befand wurde im Rahmen der Dorferneuerung abgerissen.




Pappenheim im August 2007

In den folgenden Tagen bringen wir eine kleine Bildauswahl aus Pappenheim zur Erinnerung an den August vor zehn Jahren. Wie es damals in Pappenheim ausgesehen hat, über Leute  die damals fotografiert wurden und was sich so zugetragen hat im Urlaubsmonat August 2007.
Die ersten  Bilder  zeigen Ansichten in der Stadt, die sich verändert haben.




Das wandelnde Lexikon Pappenheims

Im Straßenmuseum Pappenheim wurde jetzt eine Ausstellung für den Ehrenbürger und Archivar Hans Navratil eröffnet.

INFORMATION
Das Straßenmuseum Pappenheim präsentiert seit Februar 2003 Ausstellungen im Schaufester des ehemaligen Schuhhauses Lenk zu Themen, die Pappenheim und seine Geschichte betreffen. Alle Ausstellungen können an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr (in der Nichtlichtzeit – 01:00 bis 05:00 Uhr – ist eine Taschenlampe von Nutzen)  kostenfrei besichtigt werden.

Im Vorfeld seines 95. Geburtstags begegnete der  Pappenheimer Ehrenbürger dem Chronisten und Lehrer Georg Fleischmann der in Persona von Oskar Leykamm, der bei der Ausstellungseröffnung eine hinreißende Laudatio hielt. Die Ausstellung im Museumsfenster ist bis zum 15. September zu betrachten.
Ein Leben in Bildern und Exponaten
Am 28. August dieses Jahres feiert Pappenheims Ehrenbürger und Archivar Hans Navratil seinen 95. Geburtstag. Im Vorfeld dieses Ereignisses präsentiert das Straßenmuseum Pappenheim in Zusammenarbeit mit dem Heimat- und Geschichtsverein im Museumsfenster eine Ausstellung, die auf das Leben des allseits beliebten und geachteten Pappenheimers hindeutet. Arrangiert hat die Bilder und Exponate die Pappenheimer Künstlerin Birgit van der Gang.
Zur Ausstellungseröffnung hatten Erika Lenk und Renate Prusakow kürzlich eingeladen und konnten sich über viele Teilnehmer freuen. So waren unter den gut 30 Gästen der Eröffnungsfeier Gräfin Ursula zu Pappenheim, Landratstellvertreter Peter Krauß, Bürgermeister Uwe Sinn, Maria Bartholomäus die Leiterin des Europäischen Hauses und Stadtrat Friedrich Obernöder. Auch Pappenheims vormaliger 2. Bürgermeister Erwin Koll der am gleichen Tag wie Hans Navratil Geburtstag feiert, war zu der Feierstunde gekommen.
Chronist aus dem 19. Jahrhundert erschienen
Nach ihrer Begrüßung konnte Renate Prusakow, die 1. Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins gleich eine sensationelle Überraschung ankündigen. Denn Lehrer und Chronist Georg Fleischmann, Verfasser der bekannten Fleischmannchronik des 19. Jahrhunderts, war in Persona von Oskar Leykamm in das Straßenmuseum gekommen und begrüßte Hans Navratil als Kollegen.
Von den nicht mehr lebenden Kollegen werde er, Fleischmann, immer wieder gefragt, was es denn neues vom „Pappenheimer Hans“ gebe. „Eigentlich nichts, gar nichts, überhaupt nichts. Er ist gesund, charmant, er forscht und schreibt wie eh und je. Der kommt noch lange nicht zu uns“.
Eigentlich, so stellte Fleischmann fest, seien er und Navratil ja keine Profis. „Keine studierten Historiker, keinen Doktortitel – aber volksnah und deshalb wahrscheinlich so beliebt“.
Eine spannende Lebensgeschichte
Geboren in Mährist Trübau hat Hans Navratil das Fotografenhandwerk gelernt und mit 23 Jahren das Geschäft seines Vaters geführt. Schon damals hat ihm sicherlich seine verbindliche Art dabei geholfen, mit den russischen Besatzern und dem tschechischen Stadtkommandanten gut auszukommen. Die Vertreibung aus dem Sudetenland hat Hans Navratil zunächst nach Geislohe geführt, wo ihn wohl – so meinte Fleischmann – ein sprachlicher Schock befallen haben dürfte. Um dies zu unterstreichen sang Fleischmann, alias Oskar Leykamm einige Gstanzl.
Im Jahr 1947 eröffnete Hans Navratil in der Deisingerstraße ein Fotogeschäft, dass viele der Festgäste noch kannten. Dort  entwickelte und leitete Navratil auch über viele Jahre die Pappenheimer Tourismuszentrale. „Damit hast du quasi ganz allein den gesamten Fremdenverkehr von Pappenheim bedient und

Das Pappenheimer Lied

Besonders wohltuend in diesen bewegten Pappenheimer Zeiten empfanden es die Gäste, dass Oskar Leykamm in das Programm seiner Laudatio, neben mehreren Liedvorträgen auch das „Pappenheimer Lied“ vortrug. Dieses Lied kennen alle, die bei dem Liedschreiber und Lehrer August Bergauer in der Pappenheimer Volksschule Unterricht genossen haben.

„Oh Pappenheim, oh Pappenheim
du liebes trautes Städtchen!
Du bist so aal, du bist so jung,
wir lieben mit Begeisterung
dich Pappenheim, dich Pappenheim
 du liebes trautes Städtchen!

Hoch überm Tal grüßt stolz die Burg
und mahnt an alte Zeiten,
wie Pappenheimer Brauch noch war,
als mut´ge, tapf´re Kriegerschar
für Kaisers Nam und Kaisers Recht
mannhaft und Treu zu streiten.

die Touristenströme souverän gelenkt. Ohne Laptop, ohne Handy und ohne E-Mail.
Über Göhren und Zimmern ist Hans Navratil im Jahre 1965 nach Pappenheim gezogen, wo er bis heute wohnt.
In Pappenheim hat er das gesamte Stadtarchiv nicht nur geordnet, sondern die Archivalien auch in einem über 200 Seiten umfassenden Findbuch systematisch registriert. Durch seine Forschungen hat sich Hans Navratil ein enormes Wissen erarbeitet. Noch heute ist er an zwei Tagen in der Woche mit der Registrierung von Archivgut beschäftigt.  „Du bist das wandelnde Lexikon, der Pappenheimer Brockhaus gewissermaßen“, stellte sein Chronistenkollege Fleischmann fest. Darüber hinaus hat Hans Navratil eine ganze Reihe von Schriften herausgebracht. Mit dem Bildband  Pappenheim in alten Ansichten, die Chronik des Mesners Martin Zuttel und die Lebensgeschichte des lebenslustigen Marschalls Friedrich Ferdinand  sind nur einige genannt.

Jeder der Hans Navratil kennt, kennt auch seine Bescheidenheit. Deshalb forderte ihn Fleischmann auf: „Sei heute stolz auf das, was du geschaffen hast und freue dich darüber. Du kannst vieles davon in der heutigen Ausstellung sehen und mit Händen greifen. Deine Pappenheimer sind Dir zu großem Dank verpflichtet.“

„Dem ist nichts hinzuzufügen“, konnte Bürgermeister Sinn bei seinem anschießenden Grußwort  feststellen. Er bedankte sich bei Hans Navratil für seine Verdienste um die Stadt Pappenheim, bei  den Museumsbetreiberinnen für die gelungene Ausstellung. Peter Krauß überbrachte als Stellvertreter die besten Wünsche des Landrats und konnte mit der einen oder anderen Anekdote aufwarten, die ihn mit dem Fotografen und Archivar Hans Navratil persönlich verbindet. Bei einem Glas Pappenheimer Sekt und von der Metzgerei Grobmann gespendeten Häppchen gab es noch so manches meist heitere Gespräch mit und über Pappenheims Ehrenbürger.