Feuerbeschau rückt jetzt auch in den Fokus der Stadt Pappenheim

Die Feuerbeschau ist auch in Pappenheim wieder in den Blickpunkt gerückt – nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines tragischen Brandereignisses in der Schweiz, das vielerorts für Nachdenklichkeit gesorgt hat. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Januar 2026 einstimmig beschlossen, eine externe Fachfirma aus Regensburg mit der Überprüfung ausgewählter Gebäude im Stadtgebiet zu beauftragen. Im Zentrum stehen dabei zunächst Einrichtungen, denen eine erhöhte Relevanz im Hinblick auf den vorbeugenden Brandschutz beigemessen wird. Für die erste Prüfphase wurde ein Budget von bis zu 5.000 Euro bewilligt.

Wie Amtsleiter Stefan Eberle im Gremium des Stadrates erläuterte, geht es ausschließlich um öffentliche Gebäude – viele davon verfügen bereits über aktuelle Brandschutznachweise. Die geplante Feuerbeschau versteht sich daher als Ergänzung zur bestehenden Dokumentation, mit dem Ziel, möglichen Sicherheitslücken frühzeitig zu begegnen.

Ein Aspekt der Beschlussfassung hat jedoch für vereinzelte Rückfragen gesorgt. Die zugrunde liegende Prioritätenliste mit den zu untersuchenden Objekten wurde dem Stadtrat als nichtöffentliche Anlage vorgelegt. Eine Veröffentlichung sei derzeit nicht vorgesehen, wie aus der Verwaltung mitgeteilt wurde. Begründet wird dies unter anderem damit, dass es sich um ein Arbeitspapier im Entwurfsstadium handle, das dem Gremium zunächst einen ersten Überblick über die Vielfalt und Tragweite der Aufgabe vermitteln solle. Bürgermeister Florian Gallus wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Liste noch im internen Abstimmungsprozess sei. Mit Blick auf die öffentliche Sicherheit sei zudem ein sensibler Umgang mit solchen Unterlagen geboten.

Gleichwohl stellt sich aus Sicht einiger Beobachter die Frage, wie viel Transparenz in einem solchen Verfahren möglich – und sinnvoll – ist. Welche Gebäude künftig überprüft werden sollen und nach welchen Kriterien die Einstufung erfolgt, bleibt bislang offen.

Ein Beispiel, das immer wieder genannt wird, ist der Schulungsraum im Pappenheimer Feuerwehrhaus. Gerade dort, wo regelmäßig Gruppen zusammentreffen und Ausbildungen stattfinden, dürfte dem vorbeugenden Brandschutz besondere Bedeutung zukommen. Ob das Feuerwehrhaus Bestandteil der anstehenden Begutachtung ist, ist aus den genannten Gründen nicht bekannt.

Hintergrund der Beauftragung einer Fachfirma ist unter anderem, dass die Stadt Pappenheim über kein eigenes Fachpersonal verfügt, das die Feuerbeschau in rechtssicherer Weise durchführen könnte. Dieses Problem betrifft nicht nur Pappenheim – laut Beschlussvorlage handelt es sich bayernweit um eine vielfach vernachlässigte Pflichtaufgabe. Für eine umfassende Überprüfung aller relevanten Objekte im Stadtgebiet wird ein Kostenrahmen von rund 100.000 Euro genannt – ein Betrag, der aktuell nicht zur Verfügung steht und deshalb eine stufenweise Umsetzung nahelegt.




Jugendfeuerwehr Pappenheim holt ausgedinete Weihnachtsbäume ab

Am Samstag, den 10. Januar 2026, bietet die Jugendfeuerwehr Pappenheim wieder ihren bewährten Abholservice für ausgediente Weihnachtsbäume an. Die Aktion erfolgt auf Spendenbasis und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet, die ihren Baum bequem und umweltgerecht entsorgen möchten. Der Mindestbetrag pro Baum liegt bei fünf Euro.

Damit die Aktion reibungslos abläuft, werden die Teilnehmer gebeten, ihre Bäume gut sichtbar am Grundstücksrand bereitzustellen. Die Anmeldung ist ganz unkompliziert möglich

  • entweder über die Anmeldung anhand des nebenstehenden QR-Codes.
    Über das digitale Formular können neben Adresse auch Wunschzeiten für die Abholung angegeben werden, was der Jugendfeuerwehr die Planung erheblich erleichtert.
  • oder telefonisch unter +49 157 37826197.

Die eingesammelten Spenden fließen direkt in die Arbeit der Jugendfeuerwehr und unterstützen die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses – ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit in unserer Region. Wer sich beteiligt, hilft also doppelt. Bei der Entsorgung und bei der Nachwuchsförderung der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim

 




Pappenheimer Feuerwehr löscht Brand in Garage

Am Freitagvormittag wurden die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim von der Sirene zum Einsatz gerufen. Kurz nach 9:00 Uhr ging die Meldung über einen Garagenbrand in Zimmern ein.

Beim Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass in der Garage eine Matratze in Brand geraten war. Das Feuer hatte bereits für eine erhebliche Rauchentwicklung gesorgt, die die gesamte Garage verrauchte.

Ein Trupp unter schwerem Atemschutz drang zur Brandbekämpfung in die verrauchte Garage vor. Die Matratze konnte rasch abgelöscht werden. Anschließend öffneten die Feuerwehrleute sämtliche Türen und Tore, um eine wirksame Belüftung zu ermöglichen.

Verletzte gab es nach aktuellem Stand glücklicherweise keine. Der Einsatz konnte nach kurzer Zeit wieder beendet werden.

Titelfoto: FFW Pappenheim




Feuerwehrnachwuchs in Göhren zeigte sein Können

Mit Bravour hat die Freiwillige Feuerwehr Göhren die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ gemeistert. Unter den prüfenden Augen der Schiedsrichter Karlheinz Klatt, Franz Xaver Klatt und Kreisbrandmeister Matthias Geck stellte sich die Gruppe der Aufgabe und überzeugte durch sorgfältige Vorbereitung und diszipliniertes Vorgehen. Auch Bürgermeister Florian Gallus war vor Ort und würdigte das ehrenamtliche Engagement der Wehr.

Die wochenlange Vorbereitung auf die Prüfung hatten die Kommandanten Achim Kattinger, Christian Boscher sowie Schiedsrichter Karlheinz Klatt selbst. Dabei stand neben dem reibungslosen Ablauf des Löschangriffs mit Wasserentnahme aus dem Löschwasserbecken auch die sichere Handhabung von Knoten und Stichen, die Gerätekunde, Erste-Hilfe-Maßnahmen sowie Grundwissen zur Gefahrgutkunde auf dem Plan der Prüfung.

Kommandant Achim Kattinger sprach allen Beteiligten seinen Dank aus: „Die Leistungsprüfung ist jedes Mal eine Herausforderung – umso mehr freue ich mich über den Einsatz und das Engagement unserer Kameradinnen und Kameraden.“

Insgesamt 14 Feuerwehrdienstleistende traten zur Prüfung an und legten dabei verschiedene Stufen der Leistungsabzeichen erfolgreich ab:

Christian Boscher (Stufe 2)
Maximilian Hanrieder (Stufe 1)
Katharina Heinzl (Stufe 6)
Andreas Jakob (Stufe 3)
David Jakob (Stufe 1)
Achim Kattinger (Stufe 4)
Philipp Ludwig (Stufe 2)
Bernhard Raithel (Stufe 1)
Kathrin Raithel (Stufe 5)
Tom Rieger (Stufe 2)
Andreas Tober (Stufe 2)
Sabine Tober (Stufe 3)
Stefan Weiß (Stufe 4)
Michael Wolf (Stufe 2)

Mit dem erfolgreichen Bestehen der Leistungsprüfung beweist die Feuerwehr Göhren einmal mehr, dass sie für den Ernstfall gut gerüstet ist – ein beruhigendes Zeichen für die Bürgerinnen und Bürger im Pappenheimer Land.

Titelfoto: Freiwilligen Feurwehr Göhren

 




Dank und Ehrenzeichen für verdiente Feuerwehrkräfte in Pappenheim

In einem feierlichen Rahmen ehrte die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Pappenheim am 10. Oktober ihre langjährig aktiven Mitglieder sowie verdiente Vereinsangehörige. Schauplatz des festlichen Abends war der Gasthof zur Sonne, wo zahlreiche Gäste zusammenkamen, um das Engagement der Geehrten zu würdigen.

Nach der Begrüßung durch Kommandant Michele Eckerlein und den stellvertretenden Vorsitzenden des Feuerwehrvereins Stadt Pappenheim e.V., Florian Schütz, konnten sich die Anwesenden zunächst an einem reichhaltigen Buffet stärken. Im Anschluss hieß das Führungsteam der Wehr auch die Ehrengäste herzlich willkommen – darunter Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Florian Gallus, Kreisbrandinspektor Anton Bratinger sowie Ehrenkommandant Otto Schober.

Die Verleihung der Ehrenzeichen nahm Landrat Westphal gemeinsam mit KBI Bratinger und Bürgermeister Gallus vor. Besonders hervorzuheben war die Auszeichnung von Martin Veitengruber, der für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst und Vereinszugehörigkeit mit dem bayerischen Feuerwehrehrenzeichen in Gold geehrt wurde. Veitengruber trat 1985 in den aktiven Dienst ein, war langjährig stellvertretender Kommandant an der Seite von Otto Schober und führte die Pappenheimer Wehr von 2019 bis Anfang 2025 als Kommandant.

Auch mehrere Kameradinnen und Kameraden durften in diesem Jahr das Feuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst entgegennehmen – ein deutliches Zeichen für die nachhaltige Wirkung der im Jahr 2000 gegründeten Jugendfeuerwehr. Geehrt wurden Michele Eckerlein, Britta Schober, Manuel Seibold und – in Abwesenheit – Christian Dengler.

Darüber hinaus sprach Kommandant Eckerlein weitere Ehrungen aus: Jens Vedder wurde für 30 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet, Anna-Maria Burzler, Maleen Lampmann und Till Leinweber für jeweils 10 Jahre Engagement im aktiven Feuerwehrdienst.

Auch der Feuerwehrverein nutzte den Abend, um verdiente Mitglieder für ihre langjährige Treue zu ehren. Da alle aktiven Mitglieder ihre Urkunden bereits im Rahmen der zuvor genannten Ehrungen erhalten hatten, wurden folgende Vereinsmitglieder für ihre Vereinstreue gewürdigt:

20 Jahre: Frank und Ute Larsen
25 Jahre: Fabian Schober, Manuel Michele, Martin Pokorny, Christian Pokorny
30 Jahre: Helmut Hemmerich
40 Jahre: Werner Bauer, Hans-Jürgen Marschall
50 Jahre: Gerd Hanke, Hans-Joachim Rietscher, Helmut Wurm

In ihren Grußworten hoben die Ehrengäste noch einmal die große Bedeutung des ehrenamtlichen Feuerwehrdienstes hervor und unterstrichen den Wert der kameradschaftlichen Gemeinschaft innerhalb der Wehr.

Zum Abschluss des offiziellen Teils ließ Ehrenkommandant Otto Schober in launiger Weise einige gemeinsame Erinnerungen aus 40 Jahren Zusammenarbeit mit Martin Veitengruber Revue passieren – ein ebenso persönlicher wie würdiger Ausklang eines Abends, der ganz im Zeichen der Anerkennung stand. Bei angeregten Gesprächen und geselligem Beisammensein fand die Veranstaltung schließlich ihren gemütlichen Ausklang.

Fotos: FFW Pappenheim




Eindrucksvolle Lange Nacht der Feuerwehr in Pappenheim

Am Samstagabend, 27. September 2025, feierte die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim eine rundum gelungene „Lange Nacht der Feuerwehr“ und setzte damit ein sichtbares Zeichen für das Ehrenamt. Bei frischen Herbsttemperaturen und unter dem Motto „Feuerwehr hautnah erleben“ wurde der Platz vor dem  Feuerwehrhaus zum Treffpunkt für zahlreiche große und kleine Gäste – eingebettet in einen bayernweiten Aktionstag, der in vielen Städten und Gemeinden für Aufmerksamkeit sorgte.

Bereits kurz nach der offiziellen Eröffnung füllte sich der Platz vor dem Feuerwehrhaus zusehends. Farbenfrohe Lichtinstallationen, gezielt gesetzte Blaulichteffekte und eine stimmungsvolle Beleuchtung tauchten das Areal in festliches Licht – und machten schon auf den ersten Blick deutlich: Hier wurde mit viel Herzblut und Engagement gearbeitet. Alles, was die Gäste an diesem Abend erleben durften, wurde von ehrenamtlichen Kräften vorbereitet und umgesetzt.

Ein Abend voller Einblicke und Erlebnisse
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Mitmachen und Erleben. Interessierte nutzten die Gelegenheit, Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften aus nächster Nähe kennenzulernen und bei Führungen durch das Gerätehaus einen Blick hinter die Kulissen des Feuerwehralltags zu werfen. Dabei standen die Mitglieder der Wehr bereitwillig Rede und Antwort – sei es zur technischen Ausstattung, zur Ausbildung oder zum besonders hohen Stellenwert der Nachwuchsarbeit, der in Pappenheim eine wichtige Rolle zukommt.

Ergänzt wurde das Programm durch kreative Mitmachstationen. Besonders beliebt waren die Fotobox, der Feuerwehrbrunnen und das Schlauchkegeln – Angebote, die nicht nur für Spaß sorgten, sondern auch das Thema Brandschutz spielerisch und nahbar vermittelten.

Feuerwehr zum Anfassen – für die ganze Familie
Auch an die jüngsten Gäste wurde gedacht: In einer eigens eingerichteten Kinderecke konnten sich die Kinder spielerisch mit der Arbeit der Feuerwehr vertraut machen – vom Zielspritzen mit dem Schlauch bis hin zum Mini-Parcours. Ganz nebenbei wurden dabei wichtige Grundlagen der Brandschutzerziehung vermittelt.

Kulinarisch ließen sich die Besucherinnen und Besucher Speckbrote, Bratwürste und süße Leckereien schmecken – dazu wurden kühle Getränke gereicht. Das gemütliche Beisammensein rundete den Abend ab, der in entspannter Atmosphäre Raum für Gespräche, Austausch und Begegnung bot.

Dank für einen gelungenen Abend
Mit der Langen Nacht der Feuerwehr hat die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim nicht nur ihre Einsatzbereitschaft und Vielseitigkeit unter Beweis gestellt, sondern auch eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und tragfähig das Ehrenamt in unserer Stadt sein kann.
Die Feuerwehr Pappenheim bedankt sich herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern, bei Unterstützenden und helfenden Händen vor und hinter den Kulissen – sie alle haben dazu beigetragen, dass dieser besondere Abend in bester Erinnerung bleibt.

Und vielleicht war unter den vielen neugierigen Gästen ja auch jemand dabei, der oder die bald selbst Teil der Pappenheimer Feuerwehrfamilie wird – gebraucht wird jede helfende Hand.

 




Die lange Nacht der Feuerwehr in Pappenheim

Am Samstag, den 27. September 2025, lädt die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim wieder zur bayernweiten Aktion „Lange Nacht der Feuerwehr“ ein. Rund um das Feuerwehrhaus in der Graf-Carl-Straße erwartet die Besucherinnen und Besucher ab 17:00 Uhr ein buntes Programm, das Information, Unterhaltung und geselliges Beisammensein miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt des Abends stehen Einblicke in die vielfältige Arbeit der Feuerwehr, die sich an diesem Tag offen und einladend präsentiert. So bietet die Fahrzeugschau Gelegenheit, Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften aus nächster Nähe zu betrachten und mit den Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen. Wer sein Geschick unter Beweis stellen möchte, kann sich beim Schlauchkegeln versuchen – eine Aktion, die sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen immer wieder für Begeisterung sorgt.

Ein Feuerwehrbrunnen und eine Fotobox bieten originelle Möglichkeiten, Erinnerungen an diesen besonderen Abend festzuhalten.

Neben all diesen Programmpunkten kommt auch das leibliche Wohl nicht zu kurz. Im Angebot sind diesmal erfrischende Getränke,  Speck- und Schmalzbrote sowie geräucherte Bratwürste.

Am Infostand der Freiwilligen Feuerwehr gibt es zudem allerlei Wissenswertes rund um den Feuerwehrdienst – von der Technik bis zum Ehrenamt. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie ein Einsatz abläuft oder wie man selbst Teil der Feuerwehr werden kann, hat hier Gelegenheit, sich aus erster Hand zu informieren.

Mit der „Langen Nacht der Feuerwehr“ möchte die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim nicht nur ihre Aufgaben und Einsatzbereitschaft vorstellen, sondern auch die Gelegenheit zum Austausch mit der Bevölkerung nutzen. Der Abend verspricht ein informatives und unterhaltsames Erlebnis für die ganze Familie – und vielleicht auch den ein oder anderen Impuls, selbst aktiv zu werden.




Qualmender Mülleimer in Pappenheim

Am Montagabend, 11.08.2025, kam es am Bahnhof zu einem kleinen Zwischenfall: Ein Mülleimer in der Nähe des Wartehäuschens begann zu qualmen und geriet schließlich in Brand. Die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim war rasch zur Stelle und konnte die Flammen zügig löschen. Nach derzeitigen Erkenntnissen entstand kein Sachschaden. Zur Ursache des Brandes liegen bislang noch keine Informationen vor.




Geislohe feiert neues Feuerwehrfahrzeug mit großer Wertschätzung

Mit einem würdigen Festakt auf dem Dorfplatz zwischen Feuerwehrhaus und Hirtenhaus hat die Freiwillige Feuerwehr Geislohe am Samstag, dem 2. August 2025, ihr neues Einsatzfahrzeug offiziell in Dienst gestellt. Für die Dorfgemeinschaft, allen voran die aktiven Feuerwehrfrauen und -männer, war dies mehr als nur ein symbolischer Akt – es war der gelungene Abschluss eines langjährigen Projekts, getragen von Eigeninitiative, Zusammenhalt und tatkräftiger Unterstützung.

Ehrenamt, Einsatz und ein langer Atem
„Mit der Lieferung der letzten Ausrüstungsgegenstände Mitte Juli 2025 steht nun unser erneuertes Einsatzfahrzeug so da, wie es sein soll“, freute sich Kommandant Stefan Kittsteiner.
Er blickte in seiner Rede auf einen über drei Jahre währenden Prozess zurück, der mit der Außerdienststellung des alten Ford Transit (Baujahr 1974) im März 2024 seinen ersten sichtbaren Meilenstein hatte. Seither stand die Suche nach einem geeigneten Ersatz im Mittelpunkt. Die endgültige Indienststellung des gebrauchten TSF-W (Baujahr 1997) sei nun ein „Ziel auf der Zielgeraden“, so Kittsteiner.

Dabei war der Weg zur heutigen Lösung alles andere als einfach. Der ehemalige Kommandant Georg Neulinger erinnerte in seiner Ansprache an zähe Diskussionen über die Ersatzbeschaffung. „Ursprünglich war nur ein Anhänger vorgesehen“, so Neulinger. Dass es schließlich ein Fahrzeug wurde, sei vor allem dem Beharrungsvermögen der Wehr und einem glücklichen Händchen beim Fahrzeugkauf zu verdanken. In Bad Neustadt wurde man fündig – und holte das Fahrzeug nach Geislohe, wo es von der Firma Linss in Treuchtlingen überholt und einsatzbereit gemacht wurde.

Das Fahrzeug verfügt unter anderem über die Möglichkeit zu einem Schnellangriff mit 750 Litern Wasser, einen Schaumzumischer sowie eine neue Umfeldbeleuchtung. Eine Rückfahrkamera wurde von der Firma Linss gespendet. Den Ausbau des Fahrgastraums übernahm die Schreinerei Schmoll.

Doppelte Freude dank unterfränkischer Zufallsentdeckung
Für einen besonderen Moment sorgte Kommandant Kittsteiner mit dem Bericht über eine weitere wichtige Neuanschaffung. Durch Zufall entdeckte Kreisbrandmeister (KBM) Matthias Geck im Juli eine baugleiche, kaum genutzte Tragkraftspritze (Ziegler Ultrapower, Baujahr 2003) bei Facebook. Nach einem schnellen Anruf und kurzer Abstimmung mit der Stadt konnte die Pumpe aus Kleinkahl (Lkr. Aschaffenburg) für 3.000 Euro erworben werden – ein echtes Schnäppchen im Vergleich zum Neupreis von 20.000 Euro. Diese ersetzt nun die alte, defekte Tragkraftspritze auf dem 2008 selbstgebauten Anhänger der Freiwilligen Feuerwehr Geislohe, der für die Wasserförderung auf langen Strecken mit 500 m B-Schläuchen ausgerüstet ist.

Rückhalt aus Politik und Wirtschaft
Bürgermeister Florian Gallus hob in seiner Ansprache das enorme ehrenamtliche Engagement und die Umsicht der Wehr hervor – sowohl bei der Fahrzeugbeschaffung als auch beim Umbau des Feuerwehrhauses. „Ohne diese ehrenamtliche Tatkraft stünden wir heute nicht hier“, lobte Gallus. Sein Dank galt allen Beteiligten, insbesondere auch den lokalen Geldinstituten. So unterstützten die Sparkasse Mittelfranken Süd und die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG das Projekt mit jeweils 2.000 Euro. Unter den Gästen befand sich stellvertretend für die Banken Nadine Gempel, ihres Zeichens Leiterin der Filiale Pappenheim bei der Sparkasse Mittelfranken Süd.

„Das neue Fahrzeug und die modernisierten Räumlichkeiten sollen auch Ausdruck unserer gemeinsamen Wertschätzung für eure Arbeit sein“, sagte Gallus. „Ihr seid Tag und Nacht bereit, für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger einzustehen.“

Diakon Lothar Michel von der evangelischen Kirchengemeinde Pappenheim begleitete die Veranstaltung mit einer Andacht, bei der er betonte, dass nicht das neue Fahrzeug gesegnet werde, sondern die Menschen, die damit im Einsatz sind. Denn im Einsatz, an der Nahtstelle zwischen Chaos und Ordnung, zwischen Leben und Tod, braucht es Gottes Segen und Geleit ebenso wie verlässliche Hilfsmittel – wie eben das neue Einsatzfahrzeug. Musikalisch begleitet wurde die Andacht von Sven Bergdolt.

Mit erster Wasserabgabe im Einsatz
Schon vor der offiziellen Indienststellung kam das Fahrzeug mehrfach zum Einsatz. Besonders deutlich wurde dabei der Wert des Fahrzeugs vor zwei Wochen beim Erstangriff eines Mähdrescherbrandes am Ortsrand von Osterdorf. Auch bei einem Fahrzeugbrand in Göhren war das neue Geisloher Fahrzeug vor Ort. (Wir haben über beide Brandereignisse berichtet.)

Gemeinschaftlich stark in die Zukunft
Zur Veranstaltung waren zahlreiche Gäste gekommen, darunter viele Geisloher Bürgerinnen und Bürger, Bürgermeister Florian Gallus und Mitglieder des Pappenheimer Stadtrates wie Pias Brunnenmeier, Heiko Loy, der örtliche Stadtrat Erich Neulinger, Walter Otters, Anette Pappler und Crista Seutberth. Vertreter der Nachbarwehren kamen aus Neudorf und Osterdorf, und von der Kreisbrandinspektion waren KBM Matthias Geck und KBI Anton Brattinger vor Ort. Letzterer betonte in seinem Grußwort, dass die 125 Wehren im Landkreis sowohl mit ehrenamtlichen, engagierten Menschen als auch mit Technik gut gerüstet seien, um bei Notlagen kompetent helfen zu können. Aber natürlich dürfe man sich auf diesem Polster nicht ausruhen und müsse immer daran arbeiten, die Jugend für den ehrenamtlichen Feuerwehrdienst zu begeistern. Dazu bietet die neue technische Ausrüstung in Geislohe eine gute Voraussetzung.

Dank an alle Unterstützer des Projekts
Ein Projekt dieser Größenordnung wäre ohne finanzielle und materielle Hilfe von außen kaum möglich gewesen, betonte Kommandant Stefan Kittsteiner. Die Freiwillige Feuerwehr Geislohe bedankt sich ausdrücklich bei allen, die zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen haben:

  • Sparkasse Mittelfranken Süd, vertreten durch Frau Nadine Gempel
  • Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG
  • Firma Gerstner Metallbau GmbH
  • Schreinerei Schmoll
  • KFZ-Werkstatt Linss
  • Firma FHG

Bevor die zahlreichen Gäste auf Einladung des Vereinsvorsitzenden André Lindert im Festzelt die neuen Einsatzmittel gebührend feierten, zeigte eine Einsatzgruppe eindrucksvoll, wie zügig sich mit dem mitgeführten Löschwasser des neuen Fahrzeugs ein Kleinbrand bekämpfen lässt.




Pkw-Brand in Göhren beschäftigt die Feuerwehren aus der Reigion Pappenheim

Erneut wurden am Sonntagabend die Feuerwehren aus der Region Pappenheim zu einem Brandeinsatz gerufen. Gegen 19:00 Uhr geriet in Göhren ein Pkw in Brand und brannte trotz rascher Löschversuche vollständig aus. Die Einsatzkräfte aus Pappenheim, Göhren und Geislohe waren mit rund 50 Feuerwehrleuten vor Ort. Auch Kreisbrandmeister Matthias Geck, ein Notarzt sowie ein Fahrzeug des Rettungsdienstes waren im Einsatz.

Nach bisherigen Erkenntnissen war der Fahrzeughalter mit seinem Wagen auf dem Weg nach Pappenheim, als in der Ortsmitte von Göhren der Motor plötzlich versagte. Der Fahrer reagierte geistesgegenwärtig, lenkte das Fahrzeug von der Hauptstraße in die Ringstraße am Dorfweiher und stellte es dort ab. Noch bevor der Brand sich ausbreiten konnte, bemerkte er eine Rauchentwicklung im hinteren Fahrzeugbereich und konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.

Trotz des schnellen Eingreifens der alarmierten Feuerwehren wurde das Fahrzeug ein vollständiger Raub der Flammen. Ein in unmittelbarer Nähe abgestellter Pkw wurde durch die starke Hitze ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen – am Lack bildeten sich Blasen. Die Löscharbeiten gestalteten sich aufgrund der stark giftigen Rauchgase aufwändig und verlangten von den Einsatzkräften vollen Körpereinsatz unter Atemschutz, weshalb auch der Rettungsdienst in Bereitschaft vor Ort blieb.

Da Betriebsstoffe des ausgebrannten Fahrzeugs in die Göhrener Hüll gelangt waren, richtete die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim vorsorglich eine Ölsperre ein, um eine Ausbreitung der Verunreinigung zu verhindern. Kreisbrandmeister Matthias Geck veranlasste zudem die Benachrichtigung des Wasserwirtschaftsamts Ansbach. Noch am selben Abend traf ein Mitarbeiter der Behörde zur Begutachtung an der Brandstelle ein.

Weil Rauch in angrenzende Wohnhäuser gedrungen war, wurden diese nach dem Löschen des Brandes mit Lüftungsgeräten der Feuerwehr entraucht.

Die genaue Brandursache ist derzeit noch unklar, wobei von einem technischen Defekt ausgegangen wird .




Mähdrescherbrand bei Osterdorf glimpflich verlaufen

Ein Landwirt aus Osterdorf hatte am Samstagabend, 19.07.2025 im Rahmen seiner Erntearbeiten viel Glück im Unglück. Gegen 18:15 Uhr bemerkte er während des Abtankens des Getreides vom Mähdrescher auf einen bereitstehenden Anhänger eine Rauchentwicklung am Heck seiner Maschine.

Offenbar hatte sich dort Stroh gestaut, das sich durch Reibung entzündete. Dank des schnellen Eingreifens mehrerer Feuerwehren konnte Schlimmeres verhindert werden.

Die Wehren aus Osterdorf, Geislohe und Pappenheim rückten mit insgesamt rund 50 Einsatzkräften an und hatten den Entstehungsbrand rasch unter Kontrolle. Besonders hilfreich zeigte sich dabei das neue Fahrzeug der Geisloher Feuerwehr mit 750 Litern Löschwasser an Bord, das sofort zur Brandbekämpfung eingesetzt werden konnte. Auch der in Eigenregie gebaute Schlauchanhänger aus Osterdorf, mit dem zügig eine Wasserversorgung vom nächstgelegenen Hydranten aufgebaut wurde, trug wesentlich zum Einsatzerfolg bei.

Die Feuerwehr Pappenheim kontrollierte das betroffene Fahrzeug mit einer Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester. Ein Übergreifen des Feuers auf das Feld oder den angrenzenden Wald konnte so verhindert werden.

Der betroffene Mähdrescher musste zwar einen kurzen Zwischenstopp in der heimischen Werkstatt einlegen, dürfte aber in Kürze wieder einsatzbereit sein. Neben den Feuerwehren waren auch Kräfte des Bayerischen Roten Kreuzes zur Absicherung der Einsatzstelle sowie Beamte der Polizeiinspektion Treuchtlingen vor Ort. Von Seiten der Kreisbrandinspektion begleiteten KBM Matthias Geck und KBI Anton Brattinger den Einsatz.

Nach etwa einer Stunde war der Einsatz beendet und alle Kräfte konnten wieder einrücken.

Foto: Feuerwehr Landkreis WUG




Pappenheimer Feuerwehr zeigt vollen Einsatz bei Sechs Einsätze in sieben Tagen

Eine außergewöhnlich fordernde Woche liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim. Gleich sechs Mal wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte innerhalb von nur sieben Tagen alarmiert. Eine beeindruckende Bilanz, die einmal mehr zeigt, wie unverzichtbar und leistungsfähig die Pappenheimer Wehr ist.

Den Auftakt machte am Samstagmorgen, 28. Juni 2025, ein Einsatz im Friedwald, wo ein herabgefallener Ast beseitigt werden musste. Noch am selben Tag folgte die nächste Alarmierung. Sirenen riefen wegen eines Brandes auf freiem Gelände bei Zimmern. Glücklicherweise konnte die örtliche Wehr die Lage rasch selbst unter Kontrolle bringen, sodass ein Ausrücken aus Pappenheim nicht erforderlich war.

Tags darauf am Sonntagmorgen, 29. Juni, sorgte ein automatischer Alarm der Brandmeldeanlage im Haus Altmühltal für den nächsten Einsatz. Die Pappenheimer Kräfte arbeiteten den Einsatz routiniert und schnell ab.

Besonders fordernd wurde es am Mittwoch, 2. Juli, einem der bislang heißesten Tage des Jahres. Um 15:17 Uhr wurde das Tanklöschfahrzeug der Pappenheimer Wehr zu einem Flächenbrand nach Mühlheim im benachbarten Landkreis Eichstätt über die Regierungsbezirksgrenze zu Oberbayern hinweg angefordert. Gemeinsam mit den Wehren aus Mühlheim und Mörnsheim gelang es, das Feuer unter Kontrolle zu bringen – auch dank der schnellen Hilfe örtlicher Landwirte, die mit Güllefässern Löschwasser bereitstellten. Ein gelungenes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit über Bezirksgrenzen hinweg.

Nur einen Tag später, am Donnerstag, 3. Juli um 14:17 Uhr, der nächste Alarm. Ein Verkehrsunfall auf der Verbindungsstraße zwischen Bieswang und Zimmern machte ein schnelles Eingreifen nötig. Die Feuerwehr stellte den Brandschutz sicher, sperrte die Straße und unterstützte den Rettungsdienst bei der Versorgung zweier verletzter Personen. Eine Frau wurde per Hubschrauber in eine Klinik gebracht.

Am Freitag, 4. Juli um 10:16 Uhr, wurde schließlich eine akute Türöffnung notwendig. Nur 20 Stunden nach dem letzten Alarm konnte erneut eine Person sicher gerettet und dem Rettungsdienst übergeben werden – der sechste Einsatz innerhalb einer Woche.

Ehrenamtliches Engagement, das nicht selbstverständlich ist

Die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim hat in dieser Woche eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie auch bei hoher Belastung zuverlässig zur Stelle ist. Hinter jedem Einsatz stehen Frauen und Männer, die ihre Freizeit und oftmals auch Schlaf opfern, um in Notlagen zu helfen – unbezahlt, aber mit größter Professionalität.

Die Stadt Pappenheim und ihre Bürgerinnen und Bürger dürfen stolz auf ihre Feuerwehr sein. Dieser außergewöhnliche Einsatz verdient nicht nur Anerkennung, sondern auch Dank und Respekt für das gelebte Ehrenamt.

Foto: Privat