Die Warn APP „NINA“ für den Notfall

Im Gebiet der Integrierten Leitstelle Mittelfranken Süd, also auch im Gesamtlandkreis Weißenburg-Gunzenhausen können ab sofort Katastrophenwarnungen auch über Smartphone und iPhone empfangen werden. Diese Erweiterung für die Sicherheit der Bevölkerung steht alsWarnapp NINA für iOS und Android kostenlos zur Verfügung.

 (ILS)Neben den altbekannten Warnmöglichkeiten mittels Sirenen, Radio- und Fernsehdurchsagen sowie Lautsprecherfahrzeugen können ab sofort Warnungen auch über das Smartphone empfangen werden, nämlich über die Warnapps NINA und BIWAPP.
„Ziel ist es, die Bevölkerung bedarfsgerecht, rechtzeitig, flächendeckend und mit hohem Zielerreichungsgrad vor bestehenden Gefahren zu warnen und Handlungsempfehlungen zu geben“, heißt es in einem Mitteilung der Integrierten Leitstelle Mittelfranken Süd.

Landrat Gerhard Wägemann betont, dass es gerade in Katastrophenfällen notwendig ist Warnmeldungen unmittelbar an mögliche Betroffene weitergeben zu können. Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollen sich die Apps daher auf ihre Smartphones herunterladen.

 Modulares Warnsystem (MoWaS)
Die Warnung und Information der Bevölkerung bei Gefahrensituation bzw. Unglücksfällen wie Gefahren durch Unwetterereignisse, großflächige Waldbrände, Hochwasser oder Funden zum Beispiel von (Weltkriegs-)Bomben erfolgt durch die zuständigen Katastrophenschutzbehörden.
Die Katastrophenschutzbehörden des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen, des Landratsamtes Roth, der Stadt Schwabach sowie die Integrierte Leitstelle Mittelfranken Süd können ab sofort mittels des Modularen Warnsystems (MoWaS) über Warn-Apps wie BIWAPP oder NINA Nachrichten auf die Smartphon-Nutzer ausgeben

 Warn-App NINA
„NINA“ steht für Notfall-Informations- und Nachrichten- App. Die Nutzer erhalten alle Warnungen und Informationen direkt auf das Handy oder Tablet.

NINA kann so eingestellt werden, dass alle Warnungen für bestimmte Ort (z. B. Pappenheim oder Landkries Weißenburg-gunzenhausen) empfangen werden und/oder, dass Warnungen für den aktuellen Standort des Nutzers angezeigt werden. Die Warnungen werden jeweils als Push-Benachrichtigung auf dem Startbildschirm oder in der Benachrichtigungsleiste angezeigt.

Die Smartphone-App ist kostenlos und steht für die gängigen Smartphone- und Tablet-Betriebssysteme in den jeweiligen App-Stores zum Download zur Verfügung.

Die Warnapp NINA steht für iOS und Android zur Verfügung




Bahnstrecke in Pappenheim ab Mittwoch 20 Uhr gesperrt

Die Erneuerung der Bahnunterführung in Niederpappenheim schreitet zügig voran. Am Freitag, 28.06.2019 wird der Einschub des vorgefertigten Brückenbauteils erfolgen. Die Bahnlinie zwischen Treuchtlingen und Solnhofen wird ab Mittwoch, 26.06.2019 ab 20:00 Uhr gesperrt sein. In dieser Zeit wird Schienenersatzverkehr (SVE) mit Bussen eingerichtet. Genaue Abfahrtszeiten im Internet. Fußgängerverkehr durch die alte Bahnunterführung wird auch während der gesperrten Bahnstrecke gewährleistet.

Seit Anfang des Jahres ist die Firma Markgraf aus Bayreuth mit dem Bau der neuen Bahnunterführung in Niederpappenheim zugange, die neben der bisherigen einspurigen Durchfahrt entsteht.

Auf der Altmühlseite der Bahnstrecke entstand seit Anfang April 2019 die Betonröhre der neuen Unterführung, durch die später der Verkehr zweispurig fließen soll. Die Fußgängergalerie für den barriere freien Bahnsteigzugang  wird erst später in die Tunnelröhre eingebaut.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für den Tunneleinschub auf Hochtoren. Lichtgiraffen, Bau- und Gerüstmaterial und eine ganze Armada wurde aufgefahren, um den Einschub Termingerecht über die Bühne zu bringen. Denn der Termin für die Verschiebung und den Einbau der Tunnelröhre muss unbedingt eingehalten werden.

I N F O

Die genauen Abfahrtszeiten der SVE-Busse können Sie bei www. bahn.de erfahren

Ab Mittwoch 20:00 Uhr
wird der Bahnverkehr auf der Strecke Treuchtlingen Solnhofen gesperrt. Für die Beförderung der Reisenden setzt die Bahn Busse ein, die wegen der längeren Fahrdauer der Busse versetzte  Abfahrtszeiten haben. Ab Montag, 01.07.2019 um 04:45 Uhr wird der Bahnverkehr über die neue Tunnelröhre wieder in Betreib gehen.

Bis dahin wird allerhand passieren, wie im Gespräch mit dem Polier deutlich wird. Vereinfacht gesagt geht es darum, die mehr als 1.000 Tonnen schwere Betonröhre rund 15 m weit in Richtung Langenaltheim zu bewegen.

Nach dem Abschneiden der Schienen graben die Bagger den Bahndamm ab und richten das Fundamt für die neue Bahnunterführung her.

In den letzen Wochen wurde unter der Röhre, die auf zwei Eisenträgern ruht, eine hydraulische Hebeeinrichtung verbaut, die das ganze Bauwerk  um 5 cm anheben wird. Auf Teflonplatten gleitet das gewaltige Bauwerk, geschoben von hydraulischen Pressen dann an seinen Bestimmungsort. Der Einschub ist für Freitag, 28.06.2019 ab 22:00 Uhr vorgesehen, sagt der Polier, wobei er einschränkt, dass das auf die Minute nicht vorausgesagt werden kann.

Ganz sicher ist er sich aber, dass am Montag ab 04:45 Uhr die Züge über die neue Brücke rollen werden. Denn ein Zeitverzug ist nicht drin, denn das hätte für die Baufirma fatale finanzielle Folgen. „Das haben wir bisher immer geschafft“, sagt der erfahrene Polier, der Gedanken an eine Zeitüberschreitung erst gar nicht aufkommen lässt.

Wenn die Tunnelröhre an ihrem Platz ist, steht zunächst der Rückbau der Hebe- und Schubeinrichtung an. Gleichzeitig beginnen die Aufbauarbeiten am Bahndamm und zuletzt der Einbau der Gleisanlagen.

Die genauen Abfahrtszeiten der SVE-Busse können Sie bei www. bahn.de erfahren.




Freibad bis 22 Uhr geöffnet

Das Pappenheimer Freibad passt sich dem Idealen Badewetter an und verlängert die Öffnungszeiten.
Vom Do. 27.06.2019 – Sa. 29.06.2019 ist das Freibad Pappenheim bis 22 Uhr geöffnet.

Der Einlass ist bis bis 21:30 Uhr möglich.

Auch der Freibadkiosk ist bis zum Ende der Öffnungszeit geöffnet.

 




Ungebremst aufgefahren

Schwer verletzt wurde ein 80-jähriger Pkw-Fahrer aus Solnhofen, der mit seinem Pkw ungebremst auf einen Lkw des Straßenbauamtes geprallt ist.

Kurz vor 09:00 Uhr war am Donnerstag, 07.03.2019 auf der Staatsstraße 2230 in Fahrtrichtung  Bundesstraße 2 ein LKW des Straßenbauamtes unterwegs, um  auf  Höhe des Altwassers neben der Fahrbahn liegendes Geäst mit einem Greifer aufzuladen.
Zur gleichen Zeit fuhr ein 80-jähriger Pkw-Fahrer aus Solnhofen, der alleine unterwegs war,  mit seinem Pkw offenbar ungebremst von hinten auf  das Straßenbaufahrzeug und wurde dabei schwer verletzt.  Der LKW war neben seiner orangen Farbe auch durch entsprechende Warneinrichtungen und Rundumleuchten vorschriftsmäßig als Hindernis gekennzeichnet.

Von Rettungsdienst wurde der schwer Verletze in das Krankenhaus Gunzenhausen verbracht.

Durch die Rettungsmaßnahmen am Unfallort war die Staatsstraße zwischen Pappenheim und B 2 für knapp eine Stunde voll gesperrt.

Die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim beim Unfallgeschehen zur Sicherung der Unfallstelle und zur Verkehrsregelung mit 15 Einsatzkräften vor Ort.

Am Pkw ist durch den Unfall Totalschaden entstanden. Die Schadenshöhe  am LKW des Straßenbauamtes ist derzeit noch nicht bekannt.




Termine für Repair-Cafés

Die Repair Cafés im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben an den drei Standorten in Weißenburg, Gunzenhausen und Treuchtlingen jeweils einmal im Monat geöffnet. Die ehrenamtlichen Reparateure unterstützen die Besucherinnen und Besucher dabei, die mitgebrachten, defekten Gebrauchsgegenstände zu untersuchen und gemeinsam zu reparieren.

Für die unterschiedlichen Reparaturen aus den Bereichen Elektronik, Holz- und Textilarbeiten sind Fachkundige vor Ort und die notwendigen Materialien und Werkzeuge stehen zur Verfügung.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, repariert wird in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen. Bis spätestens 17 Uhr können die Besucherinnen und Besucher vorbeikommen und defekte Gegenstände anmelden.

Fleißig repariert wird jeweils Freitagnachmittag von 14 bis 18 Uhr

  • in Weißenburg, am 15. Februar, in der KISS (Westliche Ringstraße 2, Postgebäude Seiteneingang),
  • in Gunzenhausen, am 22. Februar, im Alten Mesnerhaus (Kirchplatz 8) und
  • in Treuchtlingen, am 01. März, im Kulturladen (Bahnhofstraße 26).

Fragen zum Repair Café beantwortet die Freiwilligenagentur altmühlfranken telefonisch unter 09141 902-235 oder per Mail an freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de oder die Koordinatorin der Reparaturwerkstätten Margit Kleemann unter 0160 1101664.

Titelfoto: Landratsamt




Landkreis dankt für langjährige Mitarbeit

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat zum Jahresende 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre 40-, 25- oder 10-jährige Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst bzw. zum Landkreis geehrt.

(LRA) „Die Jahre gehen dahin“, mit diesen Worten leitete Landrat Gerhard Wägemann die Ehrungsveranstaltung  ein. „Im Namen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sowie persönlich danke ich Ihnen für Ihre teils jahrzehntelange Treue“, so der Landrat weiter. Zu den Gratulanten zählten auch Personalratsvorsitzender Karl Seitz und Personalleiterin Heidi Knorr. Neben einer Urkunde erhielten die Geehrten für den persönlichen Einsatz und die erbrachten Dienste ein kleines Präsent.

Ausgezeichnet wurden:
für 40 Jahre: Richard Bloß, Dieter Drescher, Manfred Fucker, Wilhelm Hertlein (entschuldigt), Sigrid Simon, Udo Springalla, Rosemarie Wild

für 25 Jahre: Andrea Beck, Thomas Brand, Karin Pach, Peter Pappler, Heike Rauenbusch, Uwe Seibold

für 10 Jahre: Doris Baumgartner, Lena Kagerer, Ralf Enzenhöfer (entschuldigt), Peter Hauke, Karl-Heinz Pöschl (entschuldigt), Daniela Weinold (entschuldigt), Dr. Miriam Wittke-Stockhausen.

Foto: Landratsamt




Überfall auf Tankstelle in Pappenheim

Am gestrigen Freitag, 26.10.2018 kurz vor 20:30 Uhr wurde in Pappenheim die Tankstelle am Lachgartenweg von zwei Männern überfallen. Diese flüchteten  nach der Tat zu Fuß in Richtung Bahnhof. Erbeutet wurde bei dem Überfall ein niederer dreistelliger Betrag.

Unter Vorhalt einer Schusswaffe forderten zwei bislang unbekannte Männer von der Kassiererin im Tankstellenshop Bargeld.
Nach Erhalt der Beute flüchteten beide Männer in Richtung Bahnhof. Die Täter werden  als ca. 20 Jahre alt bzw. jünger beschrieben.  Einer der Täter war mit einem Arbeitsoverall bekleidet der andere trug eine schwarze Hose und eine blaue Jacke.

Trotz  einer sofortigen Fahndung mit einem Großaufgebot der Polize konnten die flüchtigen Täter bisher nicht gefunden werden.

Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach geführt.




Berufsstart am Landratsamt

Ab dem Jahr 2018 werden im Landratsamt wieder zwei Verwaltungsfachangestellte und fünf Beamtenanwärter ausgebildet. Außerdem gibt es eine Praktikantin, die ein Freiwilliges Ökologisches Jahr ableistet.

 Pünktlich zum üblichen Ausbildungsstart haben am 03. September sieben von insgesamt acht Nachwuchskräften ihre Ausbildung im Landratsamt angetreten. Begrüßt wurden die Berufseinsteiger im Rahmen eines Einführungstages von Landratsstellvertreter Robert Westphal, den beiden Ausbildungsbeauftragten Sabine Städtler und Sandra Meier sowie von Auszubildenden aus den Vorjahren. Eine Beamtenanwärterin der dritten Qualifikationsebene wird das Team ab 01. Oktober 2018 verstärken.

„Das Landratsamt ist eine Behörde mit vielfältigen Aufgaben, während eurer Ausbildung werdet ihr nun die sieben Abteilungen, 25 Sachgebiete und die verschiedenen Stabstellen, wie das Büro des Landrats, mit all ihren Aufgaben kennenlernen“, so der Stellvertretende Landrat Robert Westphal.

Zu Beginn des Einführungstages legten die neuen Kräfte auch ihren Diensteid ab und erklärten damit ihre Treue zum Grundgesetz, zur Verfassung des Freistaates Bayern und zur gewissenhaften Erfüllung der Amtspflichten. Im Anschluss wurden die neuen Mitarbeiter über Strukturen, Abläufe und organisatorische Angelegenheiten informiert. Außerdem gab es eine Führung durch das Landratsamt, damit sie sich in den unterschiedlichen Dienstgebäuden zurechtfinden.

„Die Ausbildung eigener qualifizierter Fachkräfte ist uns sehr wichtig. Als große Behörde bieten wir abwechslungsreiche Tätigkeitsfelder mit Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten“, betonte Ausbildungsleiterin Sabine Städtler. Derzeit gibt es am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen 28 Nachwuchskräfte. Die verschiedenen Ausbildungsrichtungen,

  • Verwaltungsfachangestellte,
  • Diplom-Verwaltungswirt,
  • Diplom-Verwaltungsinformatiker,
  • Verwaltungswirt,
  • Fachinformatiker Systemintegration,
  • Straßenwärter, sowie

das Freiwillige Ökologische Jahr werden unter www.landkreis-wug.de/ausbildung näher vorgestellt.

 

Sieben junge Nachwuchskräfte haben ihren Dienst am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen angetreten. Hier werden Sie nun die nächsten zwei bzw. drei Jahre zu Fachkräften ausgebildet. Landratsstellvertreter Robert Westphal, Ausbildungsleiterin Sabine Städtler (vorne links) sowie stellvertretende Ausbildungsleiterin Sandra Meier (vorne rechts) begrüßten die neuen Mitarbeiter.

Foto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen




Ein neuer Verlobungstempel

Auf der höchsten Stelle des  Weinbergs, hat der Bauhof vor einigen Wochen den Pavillon  erneuert, der in seiner letzten Form seit 1930 dort stand und bei den Pappenheimern auch als „Verlobungstempel“ bekannt war. Von keinem anderen Ort hat man einen so schönen Blick auf die Stadt Pappenheim.

Es sind wohl die Herzen und Initialen von mehr als hundert Liebespaaren gewesen, die mit dem ursprünglichen Verlobungstempel vom höchsten Punkt des Weinbergs verschwunden sind. Zu einer Zeit als jeder Jüngling so selbstverständlich wie heute sein Handy, damals sein Taschenmesser einstecken hatte, war es üblich an den Orten wo man sich mit seine Liebsten traf, ein Herz und die Initialen in Baumrinden und alle geeigneten Flächen zu  schnitzen. Dies ist vielfach und besonders gerne am Mittelpfosten und an den Tragbalken des Verlobungstempels praktiziert worden.

Bereits um 1900 hatte der Verschönerungsverein den ersten Pavillon auf dem Weinberg gebaut, der dann 1913 erneuert wurde. Zwei Jahre später zerstörte der Sturm das Bauwerk, das danach nicht gleich wieder aufgebaut wurde.

Den dritten Pavillon hat der Verschönerungsverein im Jahre 1930 etwas stabiler gestaltet und dieser hat tatsächlich, begleitet von einigen Ausbesserungsarbeiten bis in unsere Tage gehalten. Schon seit dem Neubau, vermutlich auch wegen seiner stabilen Bauweise verpassten  die Pappenheimer den Weinbergpavillon den Namen „Verlobungstempel“. In die Jahre gekommen und baufällig geworden, hat der Bauhof jetzt an gleicher Stelle einen neuen Verlobungstempel mit neuem Fundament auf dem Weinberg  platziert.

Dieser steht an einem Ort, von dem man einen unvergleichlichen Blick auf Pappenheim und die Altmühlschleife hat.

Bereits im Jahre 1883 hat man entlang des Weges, der von der Gaststätte Grüner Baum her auf den Weinberg führt eine der insgesamt sieben Pappenheimer Lindenalleen gepflanzt .Im Jahre 1889 hat der Verschönerungsverein einen romantischen Fußweg vom Göhrener Tal auf den Weinberg gebaut, der heute noch besteht.

Auch die erste Postkarte von Pappenheim zeigt eine Ansicht Pappenheims, die vom Weinberg aus aufgenommen wurde.
Herausgebracht hat die erste Postkarte im Jahre 1891 der Steinhändler Guthmann. Später brachte dann der Verschönerungsverein, der Vorläufer des heutigen Tourismusvereins Ansichtskarten mit anderen Pappenheimer Motiven in den Handel.




Enthauptetes Reh gibt Rätsel auf

Ein totes, ausgeweidetes Schmalreh ohne Kopf wurde am vergangenen Freitag in einer Grundstückszufahrt nördlich der oberen Vorstadt in Pappenheim gefunden. Wie das tote Tier dort hinkam und wie es dazu kam, dass der Kopf abgetrennt wurde, bleibt selbst für erfahrene Waidmänner mysteriös. Es könnte ein Luchs im Spiel gewesen sein.

Der Schrecken war groß, als am Freitag ein totes Reh ohne Kopf und Innereien auf einer Grundstückszufahrt im Pappenheimer Norden entdeckt wurde. Nach Anrufen bei mehreren Behörden wurde der Kadaver schließlich von einem Jagdberechtigten abgeholt. Dieser Waidmann hatte so etwas auch noch nicht gesehen und auch die Jägerschaft der Region kann sich die Sache mit dem abgetrennten Kopf nicht so recht erklären.

Tote Schmalrehe gebe es zwar im Revier immer wieder, sagen erfahrene Jäger. Und dass die Innereien von Aasfressern herausgerissen sind, das kommt auch vor. Aber dass der Kopf relativ sauber vom Körper getrennt ist, das hat noch keiner der erfahrenen Jäger gesehen. Die einzige natürliche Möglichkeit ist nach dem dafürhalten der Waidmänner, dass ein Luchs am Werk war. Der Luchs ist in unseren Wäldern vereinzelt heimisch und ist das einzige Raubtier, das den Kopf seiner Beute abtrennt. Aber – so sagen die Jäger – der Lux hinterlässt an seiner Beute nicht einen so relativ sauberen Rand wie im vorliegenden Fall. Aufgekommen ist in Jägerkreisen auch die Vermutung, dass der Kopf von Menschenhand abgetrennt und die Abtrennkante danach, während der Liegezeit durch Tierfraß ausgefranst  wurde.

Unerklärlich bleibt auch, wie der Kadaver des Schmalrehs auf die Grundstückseinfahrt gekommen ist. Jedenfalls gibt es keine Blutspuren am Auffindeort, was darauf hindeutet,  dass das Tier erst nach dem Tode in die Einfahrt gelangt ist. Wie dies geschah bleibt ebenfalls unklar.

Foto: Privat




Papiertonne ist keine Windeltonne!

Verschmutztes Altpapier kann nicht recycelt werden. Das Aussortieren von Fremdmüll erweist sich teilweise als Zumutung für das Sortierpersonal!
(LRA) In letzter Zeit wurde durch die beauftragte Entsorgungsfirma vermehrt festgestellt, dass über die Papiertonnen Restmüll, Speisereste und sogar gebrauchte Windeln entsorgt wurden.
„Diese Vorfälle sind nicht nur ärgerlich und verursachen große Probleme bei der Verwertung des Altpapiers“, erklärt Manfred Ortner, Betriebsleiter der Sortieranlage in Markt Berolzheim, „Es ist vor allem auch eine Zumutung für das Sortierpersonal, das sich in Einzelfällen bereits weigerte, weiterzuarbeiten!“.

Denn, was vielen offenbar nicht bewusst ist: Der gesamte Inhalt der Papiertonnen wird in einer Sortieranlage von Beschäftigten per Hand in die einzelnen Papiersorten sortiert, bevor in einer Recyclinganlage neue Kartonagen, Zeitungspapier und andere Recyclingpapiere daraus hergestellt werden.

Offensichtlich herrscht bei einigen Haushalten ein Platzmangel in der Restmülltonne. Besonders z. B. während der „Windelphase“ ist es klar, dass sich das bisherige Restmüllaufkommen vervielfacht und der Haushalt eine größere Tonne benötigt.
Die Änderung der Tonnengröße kann problemlos und ohne weitere Verwaltungsgebühren bei der jeweiligen Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung erfolgen. Bei den Städten Weißenburg, Pappenheim und Treuchtlingen können andere Tonnengrößen in der Müllgebührenverwaltung (Kämmerei) des Landratsamtes angefordert werden. Die Restmülltonne gibt es wahlweise und je nach Restmüllaufkommen in den Größen 40-, 60-, 80-, 120- und 240-Liter.

Die Abfallwirtschaft des Landratsamtes appelliert dringend an die Bürgerinnen und Bürger, ihre Abfälle sortenrein und getrennt entsprechend den vorhandenen Entsorgungssystemen zu sammeln, um auf diese Weise letztendlich auch einen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz zu leisten. Altpapier ist ein wichtiger Rohstoff, der nicht zusammen mit dem Restmüll verbrannt werden sollte.

Weitere Informationen zur Abfalltrennung sind auf der Website der Abfallwirtschaft des Landkreises unter www.landkreis-wug.de/abfall zu finden.

Foto: Firma Ernst, Aha




Erfolgreiche Bilanz für das Regionalmanagement in Altmühlfranken

In den Jahren 2008/2009 wurde das Regionale Handlungskonzept zur Weiterentwicklung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen erarbeitet. Heute, zehn Jahre später, zog die Lenkungsgruppe Regionalmanagement mit Vertretern aus der Wirtschaft und Kommunalpolitik eine positive Bilanz und legte den Startschuss für die neue Förderperiode ab dem Jahr 2019.

(RgM) Das Regionalmanagement im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wird seit dem Jahr 2010 über die Zukunftsinitiative altmühlfranken (ZIA) umgesetzt. Diese gehört zum Landratsamt und setzt wichtige Impulse für die zukunftsfähige Entwicklung der Region Altmühlfranken.

Die Ideen für die verschiedenen Projekte kommen unter anderem von der Lenkungsgruppe Regionalmanagement. Diese besteht aus Wirtschaftsvertretern, den Bürgermeistern von Weißenburg, Gunzenhausen, Treuchtlingen, Pleinfeld, Solnhofen und Nennslingen, sowie dem Vorsitzenden Landrat Gerhard Wägemann und seinem Stellvertreter Andreas Gebhardt. Die Lenkungsgruppe ist mit der Umsetzung des Regionalen Handlungskonzeptes zufrieden und gab nun grünes Licht für die Beantragung der vierten Förderperiode von 2019 bis 2021. „Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn ich in der Lenkungsgruppe die Bandbreite und Intensität der Projektarbeit höre, mit der sich die ZIA beschäftigt“, so der Ehrenvorsitzende des IHK-Gremiums Dr. Karl-Friedrich Ossberger. „Das verdient Respekt und muss auch in die Öffentlichkeit getragen werden. Die Arbeit des Regionalmanagements, und damit der ZIA, stärkt unsere Region“, ergänzte der stellvertretende Vorsitzende des IHK-Gremiums Weißenburg-Gunzenhausen Hans-Georg Degenhart.

Das Team der ZIA informierte die 16-köpfige Lenkungsgruppe über die aktuellen Projekte wie zum Beispiel das regionale Heimat- und Sachunterrichtsbuch für Grundschüler, das Online-Gewerbe-Immobilien-Portal, die Imagebroschüre Altmühlfranken oder das Radwege-Kataster für den Landkreis. Viele Projekte wurden bereits abgeschlossen, andere sind noch in Arbeit. „Mit dem Regionalmanagement nutzen wir unser vorhandenes Potential und stärken die eigenverantwortliche Entwicklung nachhaltig“, so der stellvertretende Vorsitzende der Lenkungsgruppe, Andreas Gebhardt.

An Ausruhen ist nicht zu denken: In einem Workshop entwickelte die Lenkungsgruppe weitere Projektideen für die neue Förderphase ab dem Jahr 2019. Im Juli kommt die Lenkungsgruppe noch einmal zusammen, um das Gesamtkonzept zu finalisieren und zu beschließen. Bis zum endgültigen Förderantrag ist zwar noch einiges an Abstimmungsarbeit zu tun, doch freut sich Landrat Gerhard Wägemann gemeinsam mit dem ZIA-Team schon jetzt auf das kommende Jahr.

An der Sitzung der Lenkungsgruppe nahm auch der Referatsleiter für das Regionalmanagement im Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat Dr. Hellmut Fröhlich teil: „Das Regionalmanagement in Altmühlfranken macht eine ausgezeichnete Arbeit. Wesentlicher Erfolgsfaktor ist hierbei die schlagfertige organisatorische Aufstellung der Zukunftsinitiative altmühlfranken. Sie hat inzwischen für viele andere Regionen in Bayern Vorbildcharakter.“ Er bedankte sich außerdem für die gemeinsame Ausrichtung des kommenden Erfahrungsaustausches aller bayerischen Regionalmanager durch Altmühlfranken zusammen mit den Landkreisen Ansbach und Donau-Ries im Frühjahr 2019. Hier können sich die Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern ein Bild von der erfolgreichen regionalen Entwicklung Altmühlfrankens machen und darüber hinaus die Gartenschau in Wassertrüdingen besuchen. Auch hier wird der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit einem Gemeinschaftsstand mit den Landkreisen Ansbach und Donau-Ries vertreten sein und die Region präsentieren.

Das Regionalmanagement ist Teil des Landesentwicklung Bayern und trägt dazu bei, gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen in Bayern zu schaffen. Mit gezielter Projektarbeit und regionalen fachübergreifenden Netzwerken in den Landkreisen sollen Schwächen ausgeglichen und Stärken gefördert werden. Seit 2007 unterstützt der Freistaat die Kommunen bei dieser Aufgabe, zunächst durch die Anschubfinanzierung für Regionalmanagements und seit dem Jahr 2015 durch die gezielte Förderung von Projekten. Inzwischen decken über 60 Regionalmanagements 99 % der Fläche Bayerns ab. Durch die Erarbeitung eines regionalen Handlungskonzeptes und den Einsatz von Regionalmanagern werden Regionen weiterentwickelt. So auch die Region Altmühlfranken. Mehr Informationen zu den Projekten der ZIA sind unter www.altmuehlfranken.de zu finden.

Titelbild: Die Lenkungsgruppe Regionalmanagement ist zufrieden mit der Arbeit der Zukunftsinitiative altmühlfranken und legte den Startschuss für eine neue Förderperiode ab 2019.
Foto: Lenkungsgruppe Regionalmanagement