Spendenkonto für Moein

Wer Tamara und Dieter Knoll kennt und wer je im Friseursalon Knoll in der Pappenheimer Graf-Carl-Straße gewesen ist, der kennt auch Moein. Moein Moghaddam ist aus dem Iran wergen lebensbedrohlicher Verfolgung geflohen und hat seit sieben Jahren in Pappenheim eine zweite Heimat und im Friseursalon Knoll eine feste Arbeitsstelle mit familiärem Umfeld gefunden.

Als Moein im Sommer 2019 seine Friseurausbildung mit gutem Ergebnis und dem Gesellenbrief abgeschlossen hatte, drohte ihm zunächst der Entzug der Arbeitserlaubnis.

Aber seine Arbeitgeber Tamara und Dieter Knoll, die Moein genauso wie auch die Kunden des Friseursalons sehr schätzen, haben sich für den freundlichen jungen Neupappenheimer mächtig ins Zeug gelegt. Und das zu Recht, denn gebürtige Iraner stellt den Innbegriff einer gelungenen Integration dar. Er hat sehr schnell und gut Deutsch gelernt und lebt in einer eigenen Wohnung, die er selbst bezahlt. Alle die ihn kennen wissen, dass er trotz seiner ungewissen Zukunft immer freundlich und zuvorkommend – einfach gut drauf – ist. Zudem hat sich Moein taufen lassen und ist damit dem Christlichen Glauben beigetreten.

Wie lange sollen wir noch warten?
Seit einem Spendenaufruf im Dezember 2019 hat sich zwar einiges getan, aber für seine Mentoren Tamara und Dieter Knoll geht das alle viel zu langsam. „Eine mündliche Zusage hatten wir bereits, dass er den deutschen Pass bekommt, aber trotzdem scheitert es an der Umsetzung!“, teilt Tamara Knoll mit. Natürlich berücksichtigt sie die aktuelle Coronasituation, meint aber trotzdem: „Wie lange sollen wir noch warten? Mittlerweile sind es sieben Jahre in Angst – obwohl er alles für eine vorbildliche Integration getan hat!“

Bei der Familien Knoll setzt man auch beruflich weiter auf Moein, denn inzwischen ist er bei der Handwerkskammer zur Meisterprüfung angemeldet. Möglicherweise könnte er dann in nicht allzu ferner Zukunft den Friseursalon der Knolls übernehmen und eigenständig führen.

Spendenkonto
Zur Finanzierung des Vorhabens haben Tamara und Dieter Knoll auf PayPal ein Spendenkonto eingerichtet, das auf 5.000 Euro limitiert ist.

„Wir werden dieses Spendenkonto sofort schließen, wenn wir 5.000 Euro erreicht haben“, versichert Tamara Knoll und fügt hinzu: „Das Geld ist ausschließlich für Moeins Existenz und gibt ihm ein Stück Sicherheit und Lebensqualität zurück.“

Das Spendenkonto wird auch in den sozialen Medien beworben und mit viel Zuspruch kommentiert.
Der Aufruf ist mehr als 100 Mal geteilt und auch Bürgermeister Florian Gallus schreibt auf facebook unter dem Hashtag #moeimussbleiben

„Ich hoffe das Moein weiter seine Wünsche so zielstrebig verfolgt wie bisher. Wir sollten bereit sein für seine Zukunft zu spenden, um ihn gemeinsam dabei zu unterstützen seine Wünsche zu erfüllen. Jeder sollte sich überlegen wie viel Geld er das ganze Jahr über für irgendwelchen „Luxus Blödsinn“ ausgibt. Was sind da schon ein paar Euro für die Zukunft eines Menschen.“

Das Spendenkonto erreichen Sie unter

 paypal.me/DiTaKnoll

Titelfoto: Hans Peter Luff