Schlussabrechnung für die Dorferneuerung in Bieswang
Mit dem Ausbau der Hauptstraße hat die Dorferneuerung in Bieswang einen ihrer zentralen Bausteine erhalten. Nun liegt die Schlussabrechnung der Maßnahme vor. In der Sitzung am 12. Februar wurde der Stadtrat über die endgültigen Zahlen informiert.
Die Stadt Pappenheim hatte für den Ausbau der Hauptstraße die Bauherrenschaft übernommen. Damit war sie nicht nur für Ausschreibung und Bauabwicklung zuständig, sondern auch für die Abrechnung mit allen beteiligten Kostenträgern. Die abschließende Abrechnung konnte im Januar 2026 fertiggestellt werden.
Gesamtkosten rund 1,47 Millionen Euro
Ursprünglich war für die Maßnahme eine Kostenberechnung von rund 1,37 Millionen Euro angesetzt. Tatsächlich belaufen sich die angefallenen Baukosten nun auf 1.473.009,16 Euro. Das entspricht einer Kostenüberschreitung von 102.963,45 Euro beziehungsweise rund sieben Prozent.
Die Kosten verteilen sich auf mehrere Beteiligte. Während bei der Teilnehmergemeinschaft Bieswang 2 mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Mehrkosten entstanden, blieben andere Kostenträger unter den ursprünglich veranschlagten Ansätzen. So lagen die Anteile des Staatlichen Bauamts, des Wasserzweckverbands und auch der Stadt Pappenheim jeweils unter der ursprünglichen Berechnung.
Gründe für die Mehrkosten
Die Verwaltung nennt mehrere Ursachen für die Abweichung. So waren ein Bushäuschen und Teile der Bepflanzung in der ursprünglichen Kostenberechnung noch nicht enthalten. Auch die Wiederherstellung der Umleitungsstrecken schlug zusätzlich zu Buche.
Hinzu kam, dass die konkrete Pflasterart erst nach der Kostenberechnung festgelegt wurde und dadurch ein Nachtrag erforderlich wurde. Während der Bauphase konnte außerdem die Neugestaltung der alten Löschwasserreserve umgesetzt werden, nachdem Grundstücksfragen geklärt waren – ein Posten, der zuvor nicht eingeplant war.
Nicht zuletzt musste im Bereich der Kreuzung Weißenburger Straße mehr Boden ausgetauscht werden als zunächst angenommen. Diese Notwendigkeit zeigte sich erst während der Bauarbeiten vor Ort.
Anteil der Stadt bei rund 565.000 Euro
Nach Berücksichtigung aller Kostenaufteilungen, Förderanteile und Verrechnungen ergibt sich für die Stadt Pappenheim ein Gesamtaufwand von 565.464,79 Euro.
Dieser Betrag setzt sich aus dem städtischen Anteil an den Baukosten, dem Eigenanteil an Fördermaßnahmen, sowie verschiedenen Abzügen zusammen – unter anderem durch den Verkauf des Nahwärmenetzes in Bieswang und Kostenbeteiligungen des Staatlichen Bauamts.
Die Finanzierung erfolgte über mehrere Haushaltsjahre seit 2020. Die letzte Rückzahlung an das Staatliche Bauamt wird im Haushaltsjahr 2026 kassenwirksam.
Mit der nun vorliegenden Schlussabrechnung ist die Dorferneuerungsmaßnahme „Ausbau Hauptstraße“ auch finanziell abgeschlossen. Der Stadtrat nahm die Kostenübersicht zur Kenntnis.