Mehr Unterstützung für die Städtische Galerie in Pappenheim
Seit mehr als zwei Jahrzehnten sorgt der Kunst- und Kulturverein Pappenheim dafür, dass in der Städtischen Galerie an der Stadtmühle regelmäßig Ausstellungen stattfinden und Besucher Kunst aus der Region und darüber hinaus erleben können. Dieses langjährige Engagement wird von der Stadt Pappenheim nun auch finanziell stärker unterstützt. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig beschlossen, den jährlichen Zuschuss für die Betreuung der Galerie von bisher 2.000 auf 3.000 Euro zu erhöhen.
Bereits seit 2003 betreut der Kunst- und Kulturverein das frühere städtische Museum an der Stadtmühle, die heutige Städtische Galerie einschließlich der Mangold-Stiftung. In den drei Ausstellungsräumen werden jährlich vier Ausstellungen mit Werken regionaler und überregionaler Künstler organisiert, die jeweils mit einer Vernissage eröffnet werden.
Dabei beschränkt sich die Arbeit des Vereins keineswegs auf die Ausstellungen selbst. Auch die Auswahl und Betreuung der Künstler, die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation der Vernissagen und die Betreuung der Besucher gehören zu seinen Aufgaben. An rund 100 Tagen im Jahr ist die Galerie jeweils drei Stunden geöffnet und wird von einer Aufsichtsperson betreut. Darüber hinaus können Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung auch unter der Woche die Ausstellungen besuchen.
Anerkennung für die Arbeit des Vereins
In der Stadtratssitzung sprach sich Stadträtin und dritte Bürgermeisterin Anette Pappler (SPD) ausdrücklich für die Erhöhung des Zuschusses aus. Ihrer Ansicht nach habe sich der Kunst- und Kulturverein diese Unterstützung mehr als verdient.
Pappler machte deutlich, dass die jährliche Unterstützung von 3.000 Euro bei rund 100 Öffnungstagen gerade einmal 30 Euro pro Tag ausmache. Dabei seien die zusätzlichen Leistungen rund um die Vernissagen und die Organisation der Ausstellungen noch gar nicht berücksichtigt.
„Da passiert ganz viel drumherum“, betonte Pappler. Sie verwies dabei auch auf die positiven Auswirkungen für die örtliche Gastronomie. Nach ihren Beobachtungen würden zahlreiche Besucher nach den Vernissagen zum Mittagessen in Pappenheimer Gaststätten oder in das Café am Lämmermannplatz einkehren. Die Galerie sei damit nicht nur eine Bereicherung für das kulturelle Leben, sondern bringe auch Gäste in die Stadt, von denen die örtliche Gastronomie profitiere.
An die auf den Zuhörerrängen anwesende Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, Ursula Kreißl, richtete Pappler ein herzliches Dankeschön im Namen der Stadt Pappenheim.
Neue Vereinbarung bis Ende 2030
Anlass für die Entscheidung war ein Antrag des Kunst- und Kulturvereins, die bisherige Vereinbarung über die Betreuung der Galerie zu verlängern und die jährliche Kostenerstattung von 2.000 auf 3.000 Euro anzuheben. Auch die Stadtverwaltung hielt diese Anpassung angesichts der allgemeinen Kosten- und Tarifentwicklung für vertretbar.
Die neue Vereinbarung gilt rückwirkend vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2030. Für diesen Zeitraum erhält der Verein jährlich 3.000 Euro als Personalkostenerstattung für die tatsächliche Betreuung der Galerie. Nach Ablauf der fünf Jahre muss eine neue Vereinbarung geschlossen werden.
Mit dem einstimmigen Beschluss setzt die Stadt Pappenheim die bewährte Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturverein fort und würdigt zugleich dessen langjährigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt.