Kilometer und Kameradschaft beim Altmühltalmarsch

Bestes Wanderwetter, eine reizvolle Strecke durch das Altmühltal und nahezu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bildeten am Samstag, 12. September 2026, den Rahmen für den mittlerweile 21. Altmühltalmarsch der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Bieswang. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre weit über die örtlichen Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

Drei Marschstrecken mit Distanzen von 15, 20 und 25 Kilometern standen zur Auswahl. Für Familien, Einzelpersonen mit Kleinkindern und geschichtlich Interessierte wurde zudem eine geführte Wanderung rund um den landschaftlich reizvollen Juraort Bieswang angeboten. Dabei waren das SEzzi-Denkmal und das Hirschgehege bei Bieswang zwei von mehreren interessanten Stationen. Militärische Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit, auf der Strecke ihren IGF-Marsch zu absolvieren. Wer dabei die Kriterien für den Leistungsmarsch erfüllen wollte, hatte 15 Kilogramm Marschgepäck zu tragen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Oberstleutnant der Reserve Martin Hajek und Pappenheims Bürgermeister Florian Gallus. Dass der Altmühltalmarsch inzwischen eine beachtliche Anziehungskraft weit über Bieswang hinaus entwickelt hat, zeigte sich schon an den Anmeldungen. Mit 80 auswärtigen Marschteilnehmern hatte es im Vorfeld so viele Anmeldungen von außerhalb gegeben wie noch nie.

Gallus konnte deshalb Gäste aus den unterschiedlichsten Regionen willkommen heißen. Die mit rund 20 Frauen, Männern und Kindern erneut stärkste Marschgruppe stellte, wie bereits seit Jahren, der Militärverein Kottensdorf bei Schwabach. Den weitesten Weg hatte die erstmals teilnehmende Reservistenkameradschaft Arzfeld aus der Eifel unter Führung von Stabsgefreitem Manfred Michels zurückgelegt.

Vertreten waren außerdem die Reservistenkameradschaften Fischach und Augsburg aus dem Regierungsbezirk Schwaben sowie Raitenbuch, Treuchtlingen und Osterdorf aus der näheren Umgebung. Auch der Patenverein, die Reservistenkameradschaft Wettstetten, war mit einer starken Abordnung nach Bieswang gekommen. Weitere Teilnehmer reisten unter anderem aus Calw und Frankenthal an. Hinzu kamen Hauptfeldwebel der Reserve Tiedemann vom Verband der Reservisten sowie Teile des Heimatschutzregiments 1 aus Roth.

Unter den nahezu 100 Teilnehmern befanden sich 60 aktive Soldatinnen und Soldaten beziehungsweise Reservisten sowie 20 zivile Marschiererinnen und Marschierer von auswärts. Damit zeigte sich einmal mehr der besondere Charakter des Altmühltalmarsches, bei dem militärische und zivile Teilnehmer gemeinsam unterwegs sind.

Eine besondere Würdigung galt Oberfeldwebel Eisenmann aus Weißenburg. Das Mitglied der SRK Bieswang ist aktiver Soldat an der Schule für ABC-Abwehr in Sonthofen und unterstützt den Altmühltalmarsch seit fast 15 Jahren mit seinem privaten Geländewagen „Wolf“.

Von Bieswang aus führte die Marschstrecke zunächst über Ochsenhart in das Schönfelder Tal. Dort teilten sich die Wege entsprechend der unterschiedlichen Distanzen. Der weitere Streckenverlauf führte über Esslingen und Solnhofen sowie über Zimmern schließlich wieder zurück nach Bieswang.

Damit unterwegs nicht nur die Kondition gefordert war, hatte die SRK auch für die Versorgung gesorgt. An zwei Versorgungsstationen konnten sich die Marschierer mit Getränken und Obst stärken. Darüber hinaus war eine Betreuung auf der Strecke gewährleistet.

Bis 14.30 Uhr hatten schließlich alle Starter wohlbehalten das Ziel erreicht. Besonders erfolgreich präsentierten sich die Teilnehmer des Militärvereins Kottensdorf. Mit einem ersten Platz über 20 Kilometer sowie zwei weiteren Pokalrängen auf den Strecken über 15 und 25 Kilometer waren sie auf dem Siegerpodest gleich mehrfach vertreten. Die Königsdisziplin über 25 Kilometer entschied ein Einzelstarter aus Konstein für sich.

Besondere Anerkennung gab es bei der anschließenden Siegerehrung für den ältesten Teilnehmer des Altmühltalmarsches. Oberleutnant der Reserve Herbert Volkert von der Reservistenkameradschaft Treuchtlingen bewältigte im Alter von 86 Jahren die 15-Kilometer-Strecke in einer hervorragenden Zeit.

Nach den sportlichen Anstrengungen rückte am späten Nachmittag die Kameradschaft in den Mittelpunkt. Für die passende musikalische Begleitung sorgte der bewährte Musiker „Ronny“ aus Wettelsheim mit rockigen Klängen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Der Küchentrupp um den Ersten Vorsitzenden Reinhard Schwenk bot eine reichhaltige Auswahl, die von verschiedenen Pizzen über Bratwurst mit Kraut bis zu Currywurst mit Pommes reichte.

Guten Zuspruch fand bei den Gästen aus nah und fern auch das Fassbier der örtlichen Brauerei Wurm. So konnte der Altmühltalmarsch nach den zurückgelegten Kilometern in geselliger Runde ausklingen, wobei neben dem sportlichen Erfolg vor allem die Pflege der Kameradschaft ihren gebührenden Platz fand.