Innovativer Automatisierungsbetrieb in Treuchtlingen

Mit innovativen Lösungen für die Industrie hat sich die ASP Automation GmbH in Treuchtlingen unter der Leitung von Firmengründer Werner Schramm einen Namen gemacht. Davon überzeugten sich jetzt Landrat Markus Gläser und Sabine Unterlandstaettner, Leiterin der Wirtschaftsförderung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, bei einem Unternehmensbesuch. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung des Betriebs, moderne Fertigungstechnologien und die Herausforderungen bei der Gewinnung von Fachkräften.

Firmengründer Werner Schramm stellte den Gästen den Betrieb vor und gewährte einen Einblick in die Produktion. Das Unternehmen entwickelt und fertigt individuelle Automatisierungs- und Fördertechniklösungen sowie Sondermaschinen für Kunden aus Deutschland und dem internationalen Markt. Darüber hinaus gehört auch ein umfangreiches Ersatzteilgeschäft zum Leistungsspektrum.

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2000. Mit dem Neubau einer Produktionshalle samt Bürogebäude und dem Umzug nach Treuchtlingen entstand der heutige Firmensitz. Einen wichtigen Entwicklungsschritt markierte 2017 die Einführung der ersten Vario-Puffer-Förderbänder mit Patentanmeldung. Im vergangenen Jahr brachte ASP die weiterentwickelte Version V2 der Fördertechnik international auf den Markt. Rund 20 Mitarbeitende sind derzeit im Unternehmen beschäftigt.

Besonders beeindruckte die Besucher die hohe Fertigungstiefe. Von der Konstruktion über Werkzeugbau, CNC-Bearbeitung und Kunststoff-Spritzguss bis hin zur Schaltschrankmontage, SPS-Programmierung und Endmontage entstehen sämtliche Arbeitsschritte im eigenen Haus. „Von der Konstruktion über den Werkzeugbau, die CNC-Bearbeitung, den Kunststoff-Spritzguss und die Schaltschrankmontage bis hin zur SPS-Programmierung, Endmontage und Versandvorbereitung entstehen sämtliche Arbeitsschritte im eigenen Haus“, erläuterte Werner Schramm.

Landrat Markus Gläser würdigte die Innovationskraft des Unternehmens und betonte dessen Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Altmühlfranken. ASP stehe beispielhaft für technisches Know-how, hochwertige Arbeitsplätze und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Die individuell entwickelten Anlagen können unter anderem Förderstrecken von bis zu 60 Metern realisieren, große Bauteile transportieren sowie Produktionsprozesse mithilfe intelligenter Sensorik automatisiert überwachen. Auch moderne Fertigungstechnologien wie der 3D-Druck oder ein neues Laser-Schweißgerät kommen zum Einsatz.

Ein weiteres Thema des Unternehmensbesuchs war der Fachkräftemangel. Gesucht werden derzeit insbesondere Werkzeugbauer, Handwerksmeister und Mechatroniker. Zudem ist ASP als Ausbildungsbetrieb für Industriemechatroniker, Industriemechaniker, Zerspanungsmechaniker und Technische Produktdesigner zugelassen. Aktuell gibt es zwar keine Auszubildenden, künftig möchte das Unternehmen jedoch wieder verstärkt junge Menschen für technische Berufe gewinnen.

Sabine Unterlandstaettner unterstrich, dass innovative Unternehmen wie ASP wichtige Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung der Region geben. Die Wirtschaftsförderung wolle die Betriebe deshalb auch dabei unterstützen, ihre Sichtbarkeit zu erhöhen und Fachkräfte für die Region zu gewinnen.

Titelfoto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Nico Kögel