Senioreneinrichtung für 10,5 Millionen Euro geplant

Die Rummelsberger Diakonie plant in Pappenheim am Standort des Georg Nestler Hauses in der Alexander-Beck-Straße 19, den Neubau eines Seniorenheims für 60 Senioren. Zusätzlich soll eine Tagespflegestation für 20 Personen eingerichtet werden. Zu Umsetzung der Maßnahme sollen 10,5 Millionen Euro investiert werden. Peter Kraus, von der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter stellte das Vorhaben jüngst dem Pappenheimer Stadtrat vor. Stadt soll im Rahmen der Städtebauförderung und über die Hürden der Denkmalpflege helfen.

Es ist lange bekannt, dass die Senioreneinrichtung des Pappenheimer Georg-Nestler-Hauses sanierungsbedürftig ist. Das Seniorenheim in der Alexander-Beck-Straße mit Platz für 51 Senioren wollen die Rummelsberger Dienste, ihren neuesten Planungen zufolge durch einen Neubau an gleicher Stelle ersetzen, der ein Investitionsvolumen von 10,5 Millionen Euro haben soll. Denn, wie Peter Kraus, von den  Rummelsberger Diensten für Menschen im Alter ausführte, sind die bestehenden Gebäude für einen Umbau nur bedingt geeignet. Will man die gesetzlichen Vorgaben erfüllen, könnten nach einer Sanierung in den Gebäuden anstatt jetzt 51, dann nur noch 34 Senioren untergebracht werden.

Nachdem die Vorgaben und Bedingungen für die Errichtung von Senioreneinrichtungen bekannt sind, haben die Rummelsberger bereits vor einem Bescheid durch die Heimaufsichtsbehörde mit den Planungen für das neue Seniorenheim in Pappenheim begonnen und möchten mit der Maßnahme so bald wie möglich beginnen.

  Das Pappenheimer Georg-Nestler-Haus habe eine rege Nachfrage, betonte Kraus und so habe man sich seitens seiner Einrichtung zur Standorttreue in Pappenheim entschieden.
Die Planungen sehen vor, dass die bestehenden Gebäude auf dem derzeitigen Areal an der alexander-Beck-Straße abgebrochen und neu bebaut werden. In der neuen Einrichtung sollen dann 60 Senioren Platz finden und zusätzlich soll eine Station für Tagespflege 20 Personen aufnehmen.
Wie Kraus betonte, soll das neue Haus ein  modernes Haus mit einer angenehmen Wohnatmosphäre  werden, weshalb die Planungen auch Komponenten vorsehen, die über den gesetzlich geforderten Standard hinaus gehen.

Weißenburger Tagblatt 1967

Die Gebäude der Pappenheimer Senioreneinrichtung und auch das vormalige Krankenhaus stehen nicht unter Denkmalschutz aber diese befinden sich im denkmalpflegerischen Ensembleschutz der Stadt Pappenheim. Nach dem derzeitigen Stand der Dinge, muss bei einem Abbruch und Neubau zumindest die Front des ehemaligen Krankenhauses in der jetzigen Form erhalten bleiben. „Das ist für uns sehr schwierig“, sagt Kraus. Es werden neue Planungen erforderlich. Allerdings setze man Hoffnung in ein Treffen mit Dr. Markus Weiß vom Landesamt für Denkmalpflege, bei dem die Planungen und die Möglichkeit der Umsetzung erörtert werden sollen.
Im Namen der Rummelsberger Diakonie fragte Kraus den Pappenheimer Stadtrat, inwieweit man Möglichkeiten sehe, das ehrgeizige Projekt der Rummelsberger Diakonie zu unterstützen.

Während Bürgermeister Uwe Sinn meinte, man solle das Projekt so stark wie möglich unterstützen, sprach Stadtrat Friedrich Hönig (FW) vom „Tod für das Schulhaus in Bieswang“, wenn das Projekt in der Pappenheimer Beckstraße unterstützt wird. Wie bekannt, läuft derzeit das Genehmigungsverfahren für den Umbau des Bieswanger Schulhauses zu einer ambulanten Wohngemeinschaft für Senioren.

Der Umbau des Bieswanger Schulhauses sei beschlossene Sache versuchte Bürgermeister Sinn die Bedenken Hönigs zu zerstreuen. Der aber führte weiter aus, dass ein privater Bauträger nicht erwarten könne, dass er so unterstützt werde wie die Baumaßnahme in Bieswang wo die Stadt Pappenheim als Bauherr auftritt.

Ein gutes Miteinander zum Wohle der Menschen; Markus Ungar Hermann von der Diakonie Weißenburg (links) Peter Kraus von der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter (rechts)

Für die Rummelsberger versicherte Peter Kraus, dass die Einrichtungen der Diakonie in Bieswang und die der Rummensberger in Pappenheim nicht in Konkurrenz zueinander zu sehen sind. Beide Einrichtungen können sehr gut nebeneinander stehen, weil sie völlig unterschiedliche Lebenssituationen der Menschen berücksichtigen. Dies bestätigte vor dem Stadtrat auch Markus Ungar Hermann von der Diakonie Weißenburg, der Seite an Seite mit Peter Kraus das Gute Miteinander beider Sozialträger unterstrich.

Wie bekannt, tritt die Diakonie als Betreiber der ambulanten Wohngemeinschaft nach dem Umbau des Bieswanger Schulhauses auf. Auch Ungar Hermann bestätigte für die Diakonie, dass in Pappenheim und Bieswang völlig unterschiedliche Bedarfe der Senioren abgedeckt werden.

Karl Satzinger, Fraktionsvorsitzende der Bürgerliste begrüßte das Vorhaben eines Seniorenheim-Neubaus in Pappenheim „Pappenheim sei genauso wichtig, wie ein anderer Standort“ meinte er. Es solle beides realisiert werden.

Eine Unterstützung des Pappenheimer Projektes, bei dem die Stadt Pappenheim Eigentümer des Gebäudes ist, wäre über das Förderprogramm der Städtebauförderung denkbar. In diesem Fall würde der Freistaat Bayern 60 % und die Stadt Pappenheim 40 % der Fördersumme übernehmen.




Stadt Pappenheim bezahlt Begleitperson

Aktiven Feuerwehrleuten, die eine 40-jährige aktive Dienstzeit hinter sich haben, erhalten neben einer Urkunde des Innenministers auch einen vom Freistaat Bayern finanzierten Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim in Bayrisch Gmain. Da der Jubilar natürliche eine Begleitperson –sehr oft die Ehefrau –  in diese wunderbar gelegene Einrichtung mitnimmt, stellt sich die Frage, ob auch für diese Begleitperson der Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim finanziert werden kann. Der bayerische Gemeindetag und auch der Landkreis empfehlen den Gemeinden, die Kosten für die Begleitperson zu übernehmen, zumal sich die Kosten für den 7-tägigen Aufenthalt mit Vollpension in einem überschaubaren finanziellen Rahmen bewegen.

Nachforschungen in den Gemeinden der Region haben ergeben, dass mit Ausnahme von Langenaltheim und Mörnsheim alle Gemeinden die Kostenübernahme für die Begleitperson bereits beschlossen haben.  Während in Langenaltheim, soweit bekannt, noch keine Entscheidung getroffen wurde, hat man die Finanzierung der Begleitperson in Mörnsheim aus Gründen der Gleichbehandlung der Vereine abgelehnt.

Der Stadtrat der Stadt Pappenheim hat die Kostenübernahme für eine Begleitperson einstimmig beschlossen. Wirksam wird diese Kostenübernahme rückwirkend zum 01. Januar 2017. Besonders freuen kann man sich über diese Regelung bei der Jubelwehr Geislohe, die ihm Rahmen ihres 120-jährigen Gründungsfestes im Juli 2017 fünf Kammeraden für eine 40-jährige aktive Dienstzeit geehrt hat.




Kostenlose Entsorgung von holzartigen Gartenabfällen

(StaPa)Die Stadt Pappenheim bietet im Rahmen einer „Herbstaktion“ die kostenlose Entsorgung von holzartigen Gartenabfällen (Hecken-/Sträucher-/Baumschnitt wie Äste/Zweige/Holz) an.
Am Samstag, 11.11.2017, werden Anlieferungen in der Zeit von 13:00 – 15:00 Uhr an folgenden Stellen angenommen: ehem. Deponien in Neudorf und Osterdorf, Bolzplatz Übermatzhofen und am Kirchweihplatz Rachinger Bieswang.

Weitere Annahmetage (allerdings nur für die ehem. Deponie Neudorf, jeweils 13 – 15 Uhr, ohne Gebühr) sind:
Samstag, 07.10.2017,
Samstag, 21.10.2017,
Samstag, 11.11.2017 und
Samstag, 25.11.2017.

Ganzjährig werden holzartige Gartenabfälle im Wertstoffhof Pappenheim angenommen, allerdings gegen eine Gebühr.




Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 05.10.2017, um 18:00 Uhr findet im Sitzungssaal des Rathauses eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt

1 Bauanträge
1.1 BA 39/2017 – Umbau und Umnutzung Bauernhaus und Anbau Wintergarten, Kirchengasse 3 Bieswang, Schmid Anton und Rosalinde
1.2 BA 49/2017 – Errichtung eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Übermatzhofen, Fam. Träger Pappenheim
1.3 BA 50/2017 – Nebau Maschinenhalle Tektur zu BA 06/2015; Sabine u. Erich Neulinger GbR
1.4 BA 51/2017 – Neubau Einfamilienhaus mit Doppelgarage Übermatzhofen; Stephan Halbmeyer und Katharina Schaller
2 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zu Fragen der Detailplanung
2.1 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Baubeginn
2.2 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Platzgestaltung Ritterstube/ JUZ/ Anw. Held
2.3 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Gestaltung Stichstraße zu Hausnrn. 36-40
2.4 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Unterteilung der Längsparkplätze
2.5 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Markierung der Schrägparkflächen
2.6 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Sanierung privater Treppenanlagen auf Stadtgrund
2.7 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Pflasterzeilen an den Einmündungen Bauhof- und Schützenstraße
2.8 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Fahrbahnverlauf Einmündungsbereich Deisinger- / Bauhofstraße
2.9 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zur Detailplanung – Hochbord im Bereich der 2-spurigen Fahrbahn
3 Sanierung der Innenstadt: Antrag von 2. Bgm. C. Dietz auf Änderung der Planung im Bereich Engstelle Deisingerstraße: Errichtung eines Hochbordes zum Schutz der Fußgänger
4 Antrag der Rummelsberger Diakonie auf finanzielle Förderung eines Vorhabens zur Realisierung eines diakonischen Angebots für Behinderte und alte Menschen
5 Bauleitplanung – Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gebiet westlich des Pappenheimer Friedhofes , „Stadteingang Nord“, Fl.-Nrn. 511/3, 512, 514/1, 514/2, 514, 513, 482/1, 514/3, 497/1 und 498/1
6 DE Bieswang 2 – geplante landwirtschaftliche Umfahrung – Kostenumlage
7 Kanalsanierung Bauhofstraße: Grundsatzbeschluss, Ermächtigungen Auftragsvergaben
8 Beteiligungen der Träger öffentlicher Belange – Stadt Treuchtlingen 24.Änderung des FNP Bgm.-Korn-Str.
9 EDV – Neuanschaffung eines GIS-Systems

 

 




Wahlergebnisse in Pappenheim

Bei der Bundestagswahl am 24.09.2107 lag die Wahlbeteiligung in Pappenheim mit 72,98 % unter dem Bundesdurchschnitt. Bei den Erststimmen konnte sich Artur Auernhammer (CSU) mit deutlicher Mehrheit (1.117 von 2.204 gültigen Stimmen) durchsetzen. Die Verteilung der Zweitstimmen ist aus der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.

Die in den einzelnen Walhllokalen abgegebenen Zweitstimmen:




Bauliche Umgestaltung beim Gästehaus Engeler

Im Hofraum des Gästehauses Engeler sind fünf neue Parkplätze geplant. Dafür  soll die Mauer zur Deisingerstraße hin teilweise entfernt werden. Bei der jüngsten Sitzung des Pappenheimer Stadtrates wurde die dadurch entstehende Veränderung der Verkehrssituation unterschiedlich beurteilt.
Beim Gästehaus Engeler sollen neben den im Hofraum des Anwesens bestehenden Stellflächen für Pkws fünf weitere Pkw-Parkplätze geschaffen werden. Dazu ist beabsichtigt, ein Stück der bestehenden Mauer, die das Grundstück zur Deisingerstraße hin einfriedet, zu entfernen. Von der Deisingerstraße her können die Fahrzeuge dann direkt auf die neu angelegten Parkplätze fahren.
CSU-Fraktionsvorsitzender Florian Gallus begrüßte das Bauvorhaben, weil sich die Straße dadurch optisch verbreitert. Es sei zwar Geschmacksache, ob die Straße mit oder ohne Mauer besser aussieht, aber durch die Maßnahme verbessere sich die Verkehrssicherheit enorm.
Zu letzterem hatte Stefan Eberle, Geschäftsleiter der Stadt Pappenheim eine völlig andere Sicht der Dinge. Die Verkehrssicherheit verschlechtere sich aus seiner Sicht erheblich. Künftig fahren von diesen fünf Parkplätzen die Fahrzeuge rückwärts auf die Kreisstraße ein, stellte er fest. Eine Verbesserung der Verkehrssicherheit sei deshalb aus seiner Sicht nicht erkennbar.
Der Stadtrat jedenfalls fasste den einstimmigen Beschluss dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen. Über die Genehmigung wird das Kreisbauamt beim Landratsamt Weißenburg entscheiden. Sicherlich wird auch das Landesamt für Denkmalpflege in die Entscheidung eingebunden werden, weil die Mauer Bestandteil des denkmalgeschützten Altstadtensembles Pappenheim ist.




Dringender Entscheidungsbedarf zum Ausbau der Deisingerstraße

Zur städtebaulichen Umgestaltung der Deisingerstraße, sind seit Anfang August Fragen zu verschiedenen Problemstellungen bekannt. Diese betreffen gestalterische Komponenten, aber auch Themen, die für die Hauseigentümer in der Deisingerstraße zum Teil recht intensive Kostenauswirkungen haben können. Tiefbauplaner Reinhard Vulpius  sieht dringenden Handlungs- und Entscheidungsbedarf.

Beschluss des Stadtrates vom  24.11.2016

Der Stadtrat der Stadt Pappenheim beschließt die Endfassung der Vorentwurfsplanung des AB Frosch zur Sanierung der Deisinger Straße in Pappenheim mit dem Planungsstand vom 18.10.2016 mit der Plannummer E 1.1.1.

Die Verwaltung wird beauftragt, diesen dem Tiefbauingenieurbüro VNI für die Erstellung der weiteren Planungsphasen umgehend zu übermitteln.

In der jüngsten Stadtratssitzung am 14.09.2017 erläuterte Reinhard Vulpius vom Pleinfelder Tiefbaubüro VNI, wie schon in der Bauausschusssitzung am 03.08.2017 die Liste ungeklärter Probleme und Fragen, die sich bei der Bearbeitung der Vorentwurfsplanung ergeben haben. Bei optimistischer Betrachtung kann mit dem Baubeginn im Frühjahr 2018 gerechnet werden.

Baubeginn im Frühjahr 2018
Derzeit sind in der Deisingerstraße deutlich  mehr als  die Hälfte der Hausanschlüsse für Kanal und Wasser verlegt. Wie jetzt prognostiziert wurde, kann es Oktober werden bis die letzten Hausanschlüsse fertig sind. Vor Beginn der Oberflächengestaltung muss das Lämmermannhaus abgebrochen sein, damit keine Baulücke entsteht. Bei den weiteren Planungen für die neue Gestaltung der Deisingerstraße haben sich nun mehrere Fragen ergeben, über die der Stadtrat in einzelnen Beschlüssen zu entscheiden hat.

Lämmermannhaus muss vorher weg
Die Zeichen stehen gut, dass das vormalige Lämmermannhaus in den Wintermonaten abgebrochen werden kann. In seiner Sitzung hat der Pappenheimer Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen für den kleineren Ersatzbau im Rückraum des durch den Abbruch entstehenden Platzes erteilt. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes sind eingehalten und die Planungen sind bei der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Weißenburg bekannt. Deshalb ist man bei der Verwaltung zuversichtlich, dass die Baugenehmigung zeitnah erteilt werden kann. Letztere wiederum ist Voraussetzung dafür, dass die Abbruchgenehmigung für das vormalige Lämmermannhaus erteilt werden kann.

Treppen, Eingänge, Mauern und Gewölbe
Eine absehbare bauliche und rechtliche Herausforderung stellt die Höhenangleichung der größtenteils mit Treppen versehenen Hauseingänge dar.  Die Haustreppen befinden sich in unterschiedlichen baulichen  Zustand und darüber hinaus stehen die meisten dieser Treppen auf städtischem Grund. Diese sollten saniert werden,  müssen aber auf jeden Fall vor Beginn der Baumaßnahmen mit einem Fundamt unterbaut werden.
Bisher gibt es keine Vereinbarungen mit den Hauseigentümern und mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Eine rechtlich schwierige Situation ergibt sich, weil die Treppen zwar auf städtischem Grund stehen aber zum betreffenden Haus gehören. Da wäre zunächst zu klären, wem gehört was, forderte Florian Gallus (CSU).  Es soll auch abgeklärt werden, inwieweit die betroffenen Hauseigentümer bei der Sanierung ihrer Treppenanlagen finanziell unterstützt werden können. „Hier besteht dringender Handlungs- und Entscheidungsbedarf“ appellierte Vulpius.

Auch im Bereich des geplanten Podests beim Jugendzentrum gibt es ein technisches Problem mit der bestehenden Treppe zum Podest vor dem Gebäude der ehemaligen Bäckerei Held. Wie bisher bekannt, soll die Treppe und das kleine Podest vor dem ehemaligen Bäckerladen in der aktuellen Form beibehalten werden, so dass nach dem derzeitigen Stand der Dinge keine Neugestaltung erfolgen kann.

Parkräume ohne Einzelplatzmarkierung
Auch die Darstellung der Parkflächen auf und neben der umgestalteten Deisingerstraße ist ein Thema bei der Umarbeitung der Vorentwurfsplanung.  So bemängelte Vulpius, dass die drei Parkflächen zwischen dem Gästehaus Engeler und dem vormaligen Bettengeschäft  Gampl auf der Vorentwurfsplanung direkt an der Außenwand des Gästehauses geplant sind. Der momentan bestehende Gehstreifen zwischen Haus und geparkten Pkw würde entfallen. Hier schlug der Tiefbauexperte als Alternative  wieder einen ein Meter breiten Streifen zwischen Hauswand und Parkfläche vor.

Die Parkflächen auf der Deisingerstraße sollen nur als Gesamtflächen markiert werden. Die optische Darstellung der einzelnen Parkstände im Pflaster soll nach dem Vorschlag des Tiefbaubüros entfallen. Insbesondre bei den Schrägparkplätzen würden für den Beschnitt des Granitpflasters höhere Kosten entstehen.

Zweizeilerrinne oder Granitbord ?
Beschlossen ist vom Stadtrat mit der Vorentwurfsplanung, dass der asphaltierte Fahrbahnbereich der Deisingerstraße vom gepflasterten Bereich mit einer sogenannten Zweizeiler-Rinne getrennt wird. Wie schon mehrfach angeklungen, hält das  Tiefbaubüros VNI zur Abtrennung einen Pflasteranschluss mit Granitbord aus mehreren Gründen für die technisch bessere Lösung. Für diese Lösung sprechen nach Ansicht von VNI die geringere Gefahr von Folgeschäden, die durch das Granitbord etwas breitere Fahrbahn und nicht zuletzt die Wasserführung bei Starkregen. Bei einer Zweizeiler-Rinne – so Vulpius -läuft das Wasser auf den Gehweg, weil bei Starkregen das Wasser nicht abgeleitet werden kann. Dieses immer wieder angesprochene Problem des Oberflächenwassers trifft vor allem den südlichen Bereich der Deisingerstraße, wo einige Hauseingänge Ebenengleich mit dem Gehweg sind. Bei der Diskussion im Stadtrat vertrat zweiter Bürgermeister Claus Diez (FW) die Auffassung, man solle dem Rat des Experten folgen, während Florian Gallus (CSU) für die Zweizeiler-Rinne eintrat. Der Granitbord sei nach seinen Informationen in manchen Kommunen wieder ausgebaut worden, weil er sich als Stolperfalle erwiesen habe. Wenn ein Bord, dann einen Hochbord, meinte Gallus. Zum Thema Hochbord gab es erneut einen engagierten Wortbeitrag von  Claus Dietz. Er möchte im Engstellenbereich beim Haus des Gastes – Held aus Gründen der Verkehrssicherheit insbesondere für Fußgänger einen Hochbord eingebaut haben.  Ganz anders sahen dies bei der Diskussion Anette Pappler und Christa Seuberth (SPD), die sich klar für die Zweizeiler-Rinne und einen Ebenengleichen Ausbau auch im Engstellbereich aussprachen.

Weitere Abklärungspunkte betreffen die Fahrbahnbreite und den Kurvenradius bei der Firma Schindler. Bei der Fahrbahnbreite stellt sich die Frage, ob diese so ausgebaut werden soll, so dass nach dem Berechnungsmodus des Lichtraumprofils für Lkws die Möglichkeit besteht, einen Radfahrer zu überholen.

Stadtrat muss entscheiden
Die vorgebrachten Punkte werfen viele Fragen auf, über die in 11 Einzelbeschlüssen entschieden werden muss. Das ist für die Sitzung am 05.10.2017 vorgesehen. Das für die Bauplanungen zuständige Tiefbaubüro VNI jedenfalls muss vor der abschließenden Planung und Ausschreibung wissen, wie der Stadtrat zu den einzelnen Fragen entschieden hat. Klare Vorgaben sind für eine ordentliche  Ausschreibung wichtig.




Durchwachsene Freibadsaison im Jubiläumsjahr

Auf eine durchwachsene Saison konnte bei der Saisonabschlussfeier für das Pappenheimer Freibad zurückgeblickt werden. Stellvertretender Bürgermeister Holger Wenzel und Steffen Petrenz als Leiter der Städtischen Werke dankten bei einer Feierstunde den Unterstützern des Freibades und holten traditionsgemäß die Fahnen der Stadt Pappenheim und der Wasserwacht ein.

„Der Sommer ist vorbei“, stellte Holger Wenzel fest, der als Stellvertreter des 1. Bürgermeisters Uwe Sinn zur abgelaufenen Freibadsaison  ein Resümee zog. Mit der Jubiläumsfeier zum 40-jährigen Freibadjubiläum und dem Outdoorfestival „Heimatrausch“ hat das Pappenheimer Freibad zwei Großveranstaltungen gesehen, die zumindest im Falle des Freibadjubiläums viele Besucher in das Freibad lockte. Nach den Monaten Mai und Juni, die dem Freibad Rekordbesuche bescherten, brachten die Folgemonate eher durchschnittliche Besucherzahlen. Im September gab es sogar nur noch ganze 63 Besucher. Im Vorjahr gab es noch 4. 725 Besucher im September. Allerdings sei festzustellen, betonte Bürgermeistervertreter Holger Wenzel, dass das Pappenheimer Freibad nicht nur von den Pappenheimern, sondern auch regional gut angenommen werde.

Die seit drei Jahren unter der Regie der Wasserwacht von Susanne Lampmann und Anton Schnelzer laufenden Schwimmkurse können mit 42 Teilnehmern als großer Erfolg verbucht werden. Von den neuen Schwimmerinnen und Schwimmern konnten 13 das Seepferdchen bekommen, bei dem man 25 m weit schwimmen und einen Ring aus etwa 1,20 m Wassertiefe holen muss.

Für die Sicherheit und den Betrieb des Freibades sorgten die beiden Schwimmmeister Wolfgang Reich und Thomas Henkel, sowie die Rettungsschwimmerin Sophie Auernhammer. Auch die Wasserwacht beaufsichtigte während der Saison das Freibad. Dies mag dazu beigetragen haben, dass es auch in diesem Jahr keine Unfälle im Pappenheimer Freibad gegeben hat. Der Bäderverein war auch in der vergangen Saison bemüht, Modernisierungen und Neuerungen im Pappenheimer Freibad finanziell zu unterstützen.

Steffen Petrenz gab beim Saisonabschluss auch einige Neuerungen im Freibad bekannt. So wurde auf der Internetpräsenz  der Städtischen Werke ein Ampelsystem eingeführt, auf dem sofort zu erkennen ist ob das Freibad aktuell geöffnet oder  geschlossen ist, oder ob die variablen Öffnungszeiten zu beachten sind. Sowohl Holger Wenzel als auch Steffen Petrenz bedankten sich bei allen, die das Freibad am Laufen gehalten haben, dazu gehört natürlich auch Seyho Soysüren alias Chicco mit seinem Team, das für Speis und Trank und an heißen Tagen für ausreichend Eis gesorgt hat. Im Mai 2018 wird das Freibad wieder eröffnet. Dann ist hoffentlich besseres Wetter als beim Saisonabschluss 2017, an dem des regnerisch und kalt war. Letzteres konnten Bürgermeister und Stadtwerkeleiter nicht davon abhalten, zusammen mit der Wasserwacht die Stadtfahne und die Fahne der Wasserwacht in der gewohnten Zeremonie einzuholen.




SEK – Entscheidungen wurden verschoben

Wegen eines Antrags zur Geschäftsordnung durch den CSU Fraktionsvorsitzenden Florian Gallus hat der Stadtrat die Beschlussfassung zu den Festlegungen im Zusammenhang mit der baulichen Umgestaltung der Pappenheimer Innenstadt um mindestens drei Wochen verschoben. Allerdings konnten die Sachverhalte, wie schon in der Bauausschusssitzung am 03. August 2017 von VNI-Chef Reinhard Vulpius dem Stadtrat vorgetragen werden.

Zur baulichen Umgestaltung der Deisingerstraße hat das Pappenheimer Architektenbüro Frosch eine Vorentwurfsplanung erstellt, die vom Stadtrat mit Beschluss vom 24.11.2016 angenommen wurde. Durch die weiteren Planungsschritte durch das Pleinfelder Tiefbaubüro VNI haben sich nun Fragestellungen ergeben, über die in insgesamt 12 Einzelbeschlüssen vom Stadtrat per Beschluss entschieden  werden muss. Diese Beschlüsse sollten in der öffentlichen Stadtratssitzung am 14.09.2017 gefasst werden. Dabei ging es genau um die Entscheidungen, über  die Reinhard Vulpius, Chef des Tiefbaubüros VNI in einer öffentlichen Bauausschusssitzung am 03. August 2017ausführlich informiert hat.

[Wir haben berichtet –
Unseren Artikel über die offenen Fragen zu Vorentwurfsplanung finden Sie hier …]
.

Genau diese am 03.08.2017 im Bauausschuss besprochenen Punkte stehen nun auf einer 12-seitigen Sitzungsvorlage, auf der auch die 12 dazugehörigen Beschlusstexte ausgeführt sind. (Beschluss bezüglich des Pflasters ist bereits erledigt).

Florian Gallus bemängelt die späte Zustellung der Sitzungsvorlagen zum Thema bauliche Umgestaltung der Deisingerstraße.

Er habe die Sitzungsvorlagen für die 12 Beschlüsse zur Änderung der SEK-Vorentwurfsplanung erst am Sitzungstag um 14:00 Uhr übermittelt bekommen, bemängelte CSU Fraktionsvorsitzender Florian Gallus gleich zu Beginn der Stadtratssitzung am 14.09.2017. Kollegen, die nicht über das Ratsinformationssystem verfügen, hätten die Unterlagen gar erst als Tischvorlage unmittelbar vor der Sitzung erhalten. Aus diesem Grund sei – so Gallus – niemand in der Lage, die in 12 Seiten festgehaltenen Sachverhalte aufzuarbeiten und eine gewissenhaft abgewogene Entscheidung zu diesem äußerst wichtigen Thema zu fällen.

Deshalb beantragte der CSU-Fraktionsvorsitzende mit einem Antrag zur Geschäftsordnung zunächst die Vertagung dieses gesamten Tagesordnungspunktes.

Allerdings meinten die FW Fraktionsführer Walter Otters und SPD-Fraktionschef Gerhard Gronauer, -dass der Tagesordnungspunkt sehr wohl behandelt werden könnte.  Die dazugehörigen Beschlüsse könne man ja dann in der Oktobersitzung fassen.

Bürgermeister Uwe Sinn wies darauf hin, dass sich in der Sitzungsvorlage und den Beschlusstexten nichts anderes als die Empfehlungen des Bauausschusses aus der Sitzung vom 03.08. widerspiegle.

Amtsleiter Stefan Eberle merkte an, dass es bei machen Gemeinden im Landkreis gar keine Beschlussvorlagen gebe. „Der Pappenheimer Stadtrat ist landkreisweit bekannt. Und das aus gutem Grund“, hielt Eberle dem CSU Fraktionsvorsitzenden entgegen. In der Bauausschusssitzung zu der Vertreter aller Fraktionen eingeladen waren, habe Reinhard Vulpius über die Festlegungen Punkt für Punkt ausführlich referiert. Es sei ihm deshalb unverständlich, wie man da von fehlenden Informationen sprechen könne. Wegen der Urlaubszeit seien die Vorlagen einfach nicht schneller zu erstellen gewesen.

Aus der Geschäftsordnung die sich der Stadtrat bei seiner konstituierenden Sitzung gegeben hat, gehe die moralische Verpflichtung der Verwaltung hervor, Sitzungsvorlagen zeitgerecht zu erstellen und vorzulegen, wusste Florian Gallus darauf zu erwidern.

Letztlich einigte man sich nach einer 10-minütigen Diskussion darauf, das Thema zu beraten, die dazugehörigen Beschlüsse jedoch in der Oktobersitzung zu fassen.

Über die wichtigsten Festlegungen bezüglich der Vorentwurfsplanung folgt ein gesonderter Artikel.




Zwei neue Tafeln für Ochsenhart

Der städtische Bauhof hat in der Ortsmitte von Ochsenhart  unter der Dorflinde zwei neue Hinweistafeln aufgestellt. Eine der Tafeln zeigt das Wanderwegenetz im Südlichen Landkreis und die zweite Tafel ist für die Bekanntmachungen der Stadt Pappenheim vorgesehen.
Die beiden Hinweistafeln haben die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs selbst gefertigt. Nach der baulichen Umgestaltung in Ochsenhart im Rahmen der Dorferneuerung,  hat auch der Bauhof seinen Beitrag zur Verschönerung des Ortes beigetragen.




Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 14.09.2017, um 18:00 Uhr findet im Sitzungssaal des Rathauses in Pappenheim eine öffentliche Stadtratssitzung mit folgender Tagesordnung statt.

1 Bauanträge
1.1 BA 35/2017 – Errichtung einer Maschinenhalle in Geislohe; Fa. Gerstner GbR
1.2 BA 37/2017 – Bauvoranfrage Wohnhausneubau mit Doppelgarage,
1.3 BA 38/2017 – Nutzungsänderung Anwesen Deisingerstraße 42 und Umgestaltung Parkplätze auf Fl.-Nr.:135
1.4 BA 40/2017 – Wohnhausneubau mit Carport und Garage; dazu entsprechende Bebauungsplanänderung „An der Stöß II“; Familie Riessner Ingolstadt
1.5 BA 41/2017 – Umbau ehemaliges Schulgebäude Bieswang zur Seniorenwohngemeinschaft und Tagesbetreuung, Stadt Pappenheim
1.6 BA 44/2017 – Neubau Wohn- und Geschäftshaus Deisingerstraße 15 Pappenheim; Dr. Michael Bücker Zimmern
1.7 BA 45/2017 – Formlose Bauvoranfrage; Errichtung Wohnhaus mit Doppelgarage Weißenburger Straße, Bieswang; Sigrid Schmidkunz-Hörner Bieswang
1.8 BA 46/2017 – Neubau Wohnhaus mit Garage, Am Krautgarten 3 in Bieswang; Andreas und Julia Kuhlmann aus Weichering
2 Sanierung der Innenstadt: Beschlüsse zu Fragen der Detailplanung
3 Erschließung Baugebiet „Am Schlägle“ in Geislohe – Genehmigung der Planung
4 Baugebiet Osterdorf „Bügeläcker“ – Genehmigung der Planung des BA II
5 Ortsrecht – Änderung/Neufassung der Verordnung der Stadt Pappenheim über das Offenhalten von Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen
6 Vergaben
6.1 Kläranlage Pappenheim: Neubau Rechen-Sandfang-Kompaktanlage – Vergabe Tiefbauarbeiten und Technikausstattung
6.2 Kläranlage Ochsenhart: Vergabe Maschinentechnik für Pumpwerk
6.3 Kanalisation: Auftragserteilung an ein Fachbüro für Überrechnung Schmutz- und Regenwasserkanal i. V. m. Sanierung Bahnunterführung Niederpappenheim
7 Jahresrechnung 2015 – Entlastung der Verwaltung
8 Stellungnahme als TÖB – Flächennutzungsplan mit integriertem Landschaftsplan, Neuaufstellung, Stadt Treuchtlingen
9 Um- und Ausbau des Feuerwehrgerätehauses in Göhren – Grundsatzentscheidung
10 Feuerwehrwesen: Kostenübernahme Begleitperson Feuerwehrerholungsheim anlässlich 40jährigem Dienstjubiläum
11 Bestellung zur Kassenverwalterin und stv. Kassenverwalterin
12 Europäisches Haus Pappenheim – Konzept

 




Sportliche Wahlkampftour

(SPD OV Pappenheim) Auf seiner Wahlkampftour besuchte SPD-Bundestagskandidat Lutz Egerer kürzlich den südlichen Teil des Landkreises. Dort hatten sich die Ortvereine Pappenheim und Solnhofen, die gleichzeitig ihr Sommerfest feierten,  eine Wahlveranstaltung der besonderen Art, mit einem „Triathlon“ ausgedacht.
Gestartet wurde in Pappenheim, wo 1. Bürgermeister Uwe Sinn den Bürgermeisterkollegen Egerer aus Petersaurach und die zahlreichen Teilnehmer begrüßte. Der  sportliche Teil führte die Teilnehmer mit den Fahrrädern nach Zimmern, wobei ein kurzer Halt in der Weidenkirche nicht fehlen durfte. In Zimmern stieg der Kandidat mit einigen Mutigen dann in die Boote um und paddelten gemütlich auf der Altmühl nach Solnhofen. Im Museum in Solnhofen begrüßte 3. Bürgermeister Thomas Herrscher die Gruppe, um  in den zweiten Abschnitt des „Triathlons, die Kultur, einzuführen. Museumsführerin Alexandra Enser übernahm und brachte den Besuchern „Die Welt in Stein“ bei  einem Rundgang durch das Museum näher. Anschließend folgte der dritte Teil, die Kulinarik, wobei im Biergarten des Gasthauses Hollerstein Leib und Seele mit fränkischen Schmankerln und bei Live-Musik mit dem Jazz Trio „Triton“ mit Harald Dösel  verwöhnt wurden. Im Biergarten, den auch viele Touristen und Einheimische besuchten, entstand dann so manches politische Gespräch,  sowie Fragen und Anregungen an den SPD-Kandidaten. Abschließend waren sich Lutz Egerer und die Organisatorinnen Anette Pappler, Pia Brunnenmeier und Ute Grimm einig, dass eine Wahlkampftour selten so entspannend und erlebnisreich verlaufen ist.