Die Werbegemeinschaft positioniert sich
Eine positive Bilanz ihrer Veranstaltungen zog die Werbegemeinschaft Pappenheim bei ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof Hollerstein in Zimmern. Bei den Neuwahlen wurde die gesamte Vorstandschaft einstimmig im Amt bestätigt. Trotz des ganzjährigen Baustellenbetriebs zeigten sich die Pappenheimer Geschäftsleute mit den Besucherzahlen bei ihren Veranstaltungen zufrieden. Deutliche Kritik übte nicht nur die 1.Vorsitzende Karin Spanagel am Verhalten der Bauleitung und der Stadt gegenüber den Geschäften in der Deisingerstraße. Bei der Versammlung stand auch der Ausbau des südlichen Endes der Deisingerstraße zwischen Bauhofstraße und Schützenstraße und das Europäische Haus Pappenheim (EHP)zur Diskussion.
Schwierigkeiten gut gelöst
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Veranstaltungskalender der Werbegemeinschaft 2018 |
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Start in den Frühling Baustellenbrotzeit zum Feierabend, Sommerfest „PPPENHEIM Live“, Michaelimarkt, |
In der Werbegemeinschaft Pappenheim sind derzeit 44 Gewerbetreibende organisiert und bei der Jahreshauptversammlung im Gasthof Hollerstein in Zimmern konnte die 1. Vorsitzende Karin Spanagel mit Martin Wolf und Nadja Hanrieder zwei neue Mitglieder begrüßen. „Die Schwierigkeiten mit der Baustelle im vergangenen Jahr haben wir ganz gut gelöst“, stellte die Vorsitzende fest und sprach damit die Veranstaltungen der Werbegemeinschaft an, die trotz des ganzjährigen Baustellenbetriebes alle erfolgreich und gut besucht waren.
Das gilt insbesondere für die Sommeraktion „Pappenheim Live“ die von dem Organisationsteam um Georg Strobl auf die Beine gestellt wurde. Letzterer erläuterte in einem Rückblick die besonderen Komponenten dieses Marktes, wozu zwei engagierte Musikbands zählten. Als finanzielle Sicherheit für das wetterabhängige
Fest konnten sich die Organisatoren über 42 Spender freuen, die das Wetterrisiko finanziell weitgehend abgedeckten. Auch in diesem Jahr ist die Sommerveranstaltung geplant. Wegen des anstehenden Umbaus der Deisingerstraße gebe es freilich noch viele Unwägbarkeiten. Aber Georg Strobl ist guter Dinge, dass wie im letzten Jahr durch Absprachen vieles zum Besten einer erfolgreichen Neuauflage von „Pappenheim Live“ gelenkt werden kann.
Für die fünfköpfige Arbeitsgruppe „Michaelimarkt“ konnte auch Marcus Wurm von einer erfolgreichen Aktion
der Werbegemeinschaft im Herbst berichten. „Wir Pappenheimer Hand in Hand“ war das Motto dieses Marktes, der mit dem Messeflair im evangelischen Gemeindehaus, der Verköstigung der Gäste durch die Metzgerei Wörlein auf dem Marktplatz und einem Markt im herkömmlichen Stil in der Deisingerstraße aus drei Komponenten bestand. Für die kommenden Jahre wird über eine völlig Neukonzeptionierung und eine Umbenennung des seit 1985 bestehenden Michaelimarktes nachgedacht. Dabei will man die Erfahrungen der letzten Jahre umsetzen und die Attraktivität des bisherigen Herbstmarktes optimieren.
Pelzmärtelmarkt und EHP
Erstmals hat es im vergangen Jahr den Pelzmärtelmarkt gegeben, an dem sich neben der Werbegemeinschaft, dem Europäischen Haus und der
Tourist Information auch viele Vereine partnerschaftlich beteiligt haben. Diesen Markt habe die Stadt sehr gut unterstützt. „Ich finde dass der Markt gut war. Trotz Dauerregens und Sturm waren die Leute da“, so Karin Spanagel.
Dieses Thema griff Bürgermeister Uwe Sinn auf, der darauf hinwies, dass Maria Bartholomäus die Leiterin des EHP diesen Pelzmärtelmarkt maßgeblich geprägt habe. Nachdem ja wie bekannt (wir haben berichtet) die Entscheidung über eine längerfristige Anstellung der EHP Leiterin ansteht, fragte der Bürgermeister nach, wie die Werbegemeinschaft zum EHP stehe. Es habe sich, so erklärte Sinn, eine Gruppe gebildet, die mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates über die Möglichkeiten des Verbleibs der EHP-Leiterin gesprochen hat. Von dieser Gruppe wurden auch Fördermöglichkeiten für die Personalkosten des EHP gefunden. Da vor kurzem bekannt wurde, dass sich die derzeitige Leiterin des EHP anderswo beruflich engagieren möchte, sei ein entschlossenes Handeln notwendig. „Wir wollen das EHP- egal was es kostet“, zu dieser Positionierung forderte Sinn die Werbegemeinschaft auf. Nach kurzer Diskussion formulierte Günter Schleußinger die Botschaft, dass die Werbegemeinschaft grundsätzlich hinter dem EHP stehe, allerdings nicht um jeden Preis.
Neuwahlen und deutliche Worte
Schnell abgehandelt waren die Neuwahlen, bei der Bürgermeister Uwe Sinn als Wahlleiter fungierte. In geheimer Abstimmung wurden die bisherigen Ämter der Vorstandschaft bestätigt. Demnach bleibt Karin Spanagel die
1. Vorsitzende und Anita König als 2. Vorsitzende ihre Stellvertreterin. Die Kasse führt nach wie vor Gerhard Sippekamp und Schriftführerin bleibt Emmi Felsner. Die beiden Kassenprüfer sind weiterhin Dieter Knoll und Günter Schleußinger. Als Beisitzer hat die Vorstandschaft Christian Dengler, Christine Schindler und Matthias Strobl, Holger Wenzel und Marcus Wurm berufen.
Gleich nach ihrer Wiederwahl übte Karin Spanagel als 1. Vorsitzende mit deutlichen Worten Kritik rund um die Jahresbaustelle in der Deisingerstraße. „Die Beschilderung war mehr als geschäftsschädigend“, war nur einer von vielen
Kritikpunkten. Man habe vonseiten der Stadt und der Bauleitung die Geschäftsleute schlecht informiert und das Versprechen der Unterstützung nicht eingehalten. Das habe bei den Geschäftsleuten in der Deisingerstraße zu Umsatzeinbußen bis zu 50 Prozent geführt. Dies wurde von mehreren Geschäftsleuten bestätigt und mit vielen Details und Beispielen erörtert.
Mehrfach kam die Klage, dass man sich nicht ernst genommen fühle und dass die Belange der Gewerbetreibenden nicht zur Kenntnis genommen werden. „Wir werden uns selbst überlassen. Wir wollen Verständnis für unsere Situation“, hieß es bei den Ausführungen der Geschäftsleute. „Alle die gewählt wurden sind in der Verantwortung, stellte die Vorsitzende fest. Auch die Stadträte sollten sich Pappenheim endlich anschauen und auch Verantwortung für die Baustelle übernehmen. Von der Stadtverwaltung wurde mehrfach Bürgernähe eingefordert. Letztere bedeute nicht, dass sich die Bürger auf die Verwaltung zuzubewegen haben sondern umgekehrt sei es richtig, so der Vorhalt aus der Versammlung.
Die Werbegemeinschaft werde in Kürze einen schriftlichen A
ntrag an die Stadtverwaltung stellen, eine Kurzparkzone in der Altstadt, insbesondere auf dem Marktplatz und teilweise in der Graf-Carl-Straße einzurichten und diese entsprechend zu kontrollieren. Darüber hinaus will man beantragen für die derzeit bestehenden Parkausweise in der Innenstadt geeignete Ersatzparkmöglichkeiten während der Baumaßnahmen zu schaffen. Zudem müsse auf die Parkmöglichkeiten am Rand der Innenstadt deutlicher hingewiesen werden. Die Stadt soll ein Fünf-Jahreskonzept und eine Konzeption für ein Leerstandsmanagement erstellen.
Den totalen Zusammenbruch der Geschäfte befürchte man, wenn die Baustelle das Teilstück zwischen Bauhofstraße und Schützenstraße erreicht hat. Dann nämlich ist die Durchfahrt der Innenstadt wieder für lange Zeit gesperrt.
Dazu führte Bürgermeister Uwe Sinn aus, dass die ursprüngliche SEK-Planung vorsah, das Sanierungsgebiet zusammen mit Marktplatz im Süden der Deisingerstraße bis zur Einmündung Bauhofstraße zu begrenzen. Erst nach dem Ratsbegehren im Jahre 2015 sei die Erweiterung des Sanierungsgebietes aufgekommen und vom Stadtrat beschlossen worden. Nach seiner Meinung sollte der Ausbau des südlichen Teilstücks zwischen Bauhofstraße und Schützenstraße ausgesetzt werden, um den Geschäftsleuten nach der Umgestaltung der Deisingerstraße die Möglichkeit zum Durchschnaufen zu geben.
Unterschiedlich wurde dies im Kreise der Geschäftsleute beurteilt. „Durchmachen und gut ist“ waren manche der Meinung. Man einigte sich aber schließlich abzuwarten wie weit die Zeit fortgeschritten ist, wenn das Kernstück der Deisingerstraße fertig gepflastert ist. Dann wird man sehen, ob die Geschäftsleute eine Pause von der Baubelastung nötig haben. Dazu brauche es aber Informationen, Gespräche und die Berücksichtigung der Belange der Betroffenen. „Denn nur Hand in Hand kommen wir in Pappenheim weiter“, stellt Karin Spanagel fest.

Über die neuesten Entwicklungen bei der Umgestaltung der Pappenheimer Innenstadt hat die Stadt Pappenheim kürzlich bei einer Versammlung im Bürgersaal informiert. Zu dieser Informationsveranstaltung waren rund 50 Interessenten gekommen unter denen auch die Hälfte der Pappenheimer Ratsmitglieder waren.
der Gehwegkante entgegen der ursprünglichen Entwurfsplanung nicht Ebenengleich, sondern mit einem 6-7 cm gerundeten Granit-Hochbord ausgestattet. Das betrifft die Streckenabschnitte zwischen Schlossapotheke und der Stadtvogteigasse und von der Firma Schindler bis zur Schützenstraße. Auch die derzeit bestehenden Fußgängerüberwege waren in der ursprünglichen Entwurfsplanung nicht vorgesehen, bleiben nach den neuesten Beschlüssen des Stadtrates aber nun doch erhalten. Allerdings war man aus Kreisen der Zuhörerschaft der Meinung, dass der Fußgängerüberweg in der Bauhofstraße beim Werkstatttor der Firma Schindler zu gefährlich sei und wegen der Übersichtlichkeit besser auf der Deisingerstraße auf Höhe des Gästehauses Engeler angebracht werden sollte. Diesem Argument zeigte sich Reinhard Vulpius von Tiefbaubüro VNI aufgeschlossen und versprach, den Vorschlag mit dem Straßenbauamt zu besprechen. 

nicht, wie mit der Erneuerung des Kanals die vorgesehene Bauzeit mehr als verdoppelt wird hat Reinhard Vulpius in die Ausschreibung besondere Vertragsbedingungen über die Arbeitsleistung und die Vorlage eines detaillierten Bauzeitplans festgeschrieben.
hat Walter Bamberger auch noch lichttechnische Möglichkeiten vorgestellt, in der nächtlichen Deisingerstraße Lebensraum zu schaffen. Eine beleuchtungstechnische Aufwertung sieht sein Lichtkonzept vor, im Bereich der Einmündung Herrenschmiedgasse/ Arkade, im Bereich des neuen „Lämmermannplatzes“ und im Bereich der Trinkwasserstation an der Einmündung Bauhofstraße. Diese zusätzlichen Beleuchtungskomponenten können aber nur umgesetzt werden, wenn die Anwohner sich damit identifizieren und die jeweiligen Hauseigentümer
damit einverstanden sind. „Die Eigentümer müssen dahinterstehen, sonst bringt das alles nichts“, betonte Bamberger. Er schlug vor, in naher Zukunft einen Lichttest mit den Anwohnern und den betroffenen Hauseigentümern anzusetzen.
des Pappenheimer Weiberfaschings gelungen den Rathaussaal kurzzeitig in einen blühenden Blumengarten zu verwandeln. In einem gut einstündigen Programm entrissen die Frauen dem Pappenheimer Stadtrat das Regiment und die „Oberblume“ Barbara Mürl stellte in Reimform fest, wie erfolgreich die Stadträtinnen und Stadträte als Stadtgärtner ihren Blumengarten – nämlich Stadt und Ortsteile – gepflegt haben. Dabei hörte man von so mancher Unkrautwucherung und vom manchem vergessenen und öden Blumenbeet, aber auch von Lob und Hoffnung.
„Wir wollen den Blick auf das Positive und Schöne in unserer Stadt lenken“, sagte Barbara Mürl, die am Unsinnigen Donnerstag den Sturm auf das Pappenheimer Rathaus anführt. Deshalb sind die 16 Damen in diesem Jahr als Blumen verkleidet mit kräftigem Hellau in den Pappenheimer Rathaussaal eingedrungen. Musikalisch begleitet hat das Blumenensemble Jörg Felsner mit seinem Akkordeon.
Für den frisch vereidigten Stadtrat hatte Barbara Mürl natürlich eine Narrenkappe mitgebracht, die ihm auch gleich aufgesetzt wurde. Weichen musste dabei der weiße Hut, das persönliche Markenzeichen des neuen Stadtrats, was sich dieser mit offenbar gemischten Gefühlen gefallen ließ. „Oh wie bist Du schön“, erklang es im Rathaussaal als letztlich alle 12 (von 17) verbleibenden Stadträte ihre Narrenkappen trugen.
Auch ein verwildertes Beet im Bieswanger Norden und das Pfistererbe kamen mit deutlichen Worten zur Sprache. Und auch die vielen negativen Medienbeiträge über Pappenheim wurden den Stadtgärtnern vorgehalten.
Die Gärtnerprüfung
Für Fehlleistungen wurden sogenannte Saatbomben an die Teams ausgegeben. Die Stadträtinnen und Stadträte wurden verdonnert, den Inhalt dieser Saatbomben am Sonntag, den 25. März 2018 im Rahmen des Frühlingserwachens der Werbegemeinschaft, in die Blumentröge vor dem Rathaus als Signal der Gemeinsamkeit einzupflanzen und den Aufwuchs gemeinsam nachhaltig zu pflegen.