SPD startet in Pappenheim mit neuem Team in die Wahlperiode

Der SPD-Ortsverein Pappenheim hat seine Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 nominiert. In einer feierlichen Veranstaltung im Hotel-Gasthof „Zur Sonne“ begrüßte Ortsvereinsvorsitzende Pia Brunnenmeier rund 25 Anwesende, darunter zwölf stimmberechtigte Mitglieder. Ihr besonderer Gruß galt der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Anette Pappler, sowie dem SPD-Kreisvorsitzenden Harald Dösel.

In ihrer Ansprache betonte Pia Brunnenmeier die Bedeutung der anstehenden Wahl für die Zukunft Pappenheims: „Wir sind heute Abend zusammengekommen, um die Weichen für die Zukunft unserer Stadt zu stellen.“ Dabei dankte sie insbesondere den Menschen, die sich der Aufgabe stellen, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen wollen. „Unsere acht Kandidaten kommen aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen und stehen für verschiedenste Interessensschwerpunkte. Jeder bringt Sachverstand und Engagement ein“.

Brunnenmeier machte deutlich, dass die Aufstellung der Kandidatenliste mit viel Bedacht vorbereitet worden sei. Ziel sei eine starke und vielfältige Liste gewesen, die Erfahrung mit neuen Impulse vereint. Die Aufstellung erfolgte im sogenannten Reißverschlussverfahren, bei dem Frauen und Männer abwechselnd auf den Listenplätzen kandidieren – ein klares Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit.

Im Anschluss stellten sich die Bewerberinnen und Bewerber selbst vor:

Platz 1: Anette Pappler, 53 Jahre, Pappenheim
Geschäftsführerin und Einrichtungsleitung. Als Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat möchte sie erneut Verantwortung übernehmen: „Wir haben gut gearbeitet in den vergangenen Jahren“, resümiert sie. Für die Zukunft kündigt sie an, bei aller Kooperation im Gremium auch klare Grenzen setzen zu wollen – „Das ist das, was ich gut kann.“

Platz 2: Michele Eckerlein, 36 Jahre, Pappenheim
Elektriker, Stadtrat seit 2020. Beruflich ist er bei den Städtischen Werken für Strom und Wasser zuständig. Darüber hinaus ist er Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Böllerschütze beim MRK 1856. Mit einem Augenzwinkern erzählt er von seiner Rolle inmitten dreier weiblicher Fraktionskolleginnen – eine Konstellation, die inzwischen ganz selbstverständlich für ihn sei.

Platz 3: Pia Brunnenmeier, 64 Jahre, Pappenheim
Rechtsfachwirtin und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Sie ist seit Dezember 2015 Mitglied im Stadtrat und bringt juristischen Sachverstand sowie kommunalpolitische Erfahrung mit.

Platz 4: Tim Schober, 33 Jahre, Pappenheim
Fachkrankenpfleger. Durch seine Tätigkeit im Klinikbetrieb kennt er die Herausforderungen im Gesundheitswesen – insbesondere auch in ländlichen Räumen. Sollte er gewählt werden, will er sich besonders für die Gesundheitsvorsorge in Pappenheim und den Ortsteilen einsetzen.

Platz 5: Carola Zanetti, 54 Jahre, Pappenheim
Kundenbetreuerin im Nahverkehr bei DB Regio. Seit 22 Jahren lebt sie in Pappenheim und engagiert sich in vielerlei Bereichen. Im Falle ihrer Wahl möchte sie dem öffentlichen Personennahverkehr besondere Aufmerksamkeit widmen.

Platz 6: Florian Zanetti, 24 Jahre, Pappenheim
Verwaltungswirt bei der Regierung von Mittelfranken – selbstironisch beschreibt er sich als „Schreibtischtäter“. Verwaltung und deren Optimierung werden sein thematischer Schwerpunkt sein.

Platz 7: Susanne Lampmann, 57 Jahre, Pappenheim
Badaufsicht und seit 22 Jahren bei der Evangelischen Kirche tätig. Als Schwimmlehrerin und Rettungsschwimmerin ist ihr das Freibad ein besonderes Anliegen, für dessen Erhalt und Verbesserung sie sich stark machen möchte.

Platz 8: Bernhard Hecht, 58 Jahre, Zimmern
Braumeister und Inhaber der Hechtbräu. Bei seiner Wahl möchte er sich insbesondere für die Belange der älteren Generation einsetzen – ob bei Betreuungsthemen oder der Nahversorgung im ländlichen Raum.

Im Anschluss an die Vorstellungen wurden alle Kandidatinnen und Kandidaten in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

Nicht mehr antreten wird die langjährige Stadträtin und Kulturreferentin Christa Seuberth. Ihr Ausscheiden markiert zugleich das Ende einer Ära innerhalb der SPD-Fraktion – auch das wurde mit Respekt und Dankbarkeit zur Kenntnis genommen.

Ein weiterer Artikel folgt – mit einem Blick auf die programmatischen Schwerpunkte der SPD Pappenheim für die neue Wahlperiode




Pappenheim Stadtrat stellt Weichen für das „Frühlingserwachen“

In seiner öffentlichen Sitzung am 20. November 2025 hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, dass die Stadt Pappenheim auch im kommenden Jahr als Veranstalter des Pappenheimer „Frühlingserwachens“ auftritt. Die Entscheidung umfasst konkrete Zuständigkeiten und finanzielle Rahmenbedingungen.

Der Termin der Veranstaltung wurde für Sonntag, den 15. März 2026, von 11 bis 17 Uhr angesetzt. Wie in den Vorjahren sollen in der Deisingerstraße neben dem Einzelhandel auch externe Marktbeschicker vertreten sein. Die Organisation liegt erneut in den Händen der beiden Geschäftsfrauen Christine Schindler und Sieglinde Halbmeyer, die beide langjährige Erfahrung mit der Durchführung von Märkten gesammelt haben.

Die Stadt übernimmt formell die Veranstaltereigenschaft und damit auch verschiedene logistische Aufgaben. Der städtische Bauhof wird wieder den Auf- und Abbau der Verkehrszeichen sowie der Sperrung der Deisingerstraße übernehmen und auch die Aktivierung und Deaktivierung der Verkehrsführung am Veranstaltungswochenende. Eine Verrechnung dieser Leistungen erfolgt nicht. Für die rechtlich notwendige verkehrsrechtliche Anordnung wird die Stadt beim Landkreis eine entsprechende Genehmigung einholen.

Zur Stromversorgung der Aussteller wird auf vorhandene Infrastruktur zurückgegriffen. Die Nutzung vorhandener Senk-Elelektroverteilerkästen auf der linken Straßenseite sowie Lichtstrom über Straßenlampen auf der rechten Seite ist vorgesehen. Die Stadt legt fest, dass zusätzliche Stromkästen durch die Stadtwerke und damit verbundene Kosten zu vermeiden sind. Die Stromkosten für die Nutzung bestehender Anschlüsse trägt die Stadt.

Für Werbemaßnahmen wird ein Budget von bis zu 1.000 Euro bereitgestellt. Rechtlich verbindliche Erklärungen im Namen der Stadt, insbesondere solche mit finanziellen Auswirkungen, bleiben dem Bürgermeister oder der Stadtverwaltung vorbehalten.

Die Verwaltung wurde zudem beauftragt zu prüfen, ob die Veranstaltung über die städtische Haftpflichtversicherung abgesichert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Mit dem Beschluss schafft der Stadtrat die notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung der Veranstaltung – unter klar definierten Zuständigkeiten und einem begrenzten finanziellen Rahmen.

 




CSU Ortsverband Pappenheim ehrt Friedrich Obernöder

Im Rahmen der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes Pappenheim ist der langjährige Kommunalpolitiker Friedrich Obernöder aus Osterdorf feierlich gewürdigt worden. Bürgermeister Florian Gallus und der Ortsverbandsvorsitzende Marcus Wurm ehrten den im Dezember 2024 auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Stadtrat, der über mehr als drei Jahrzehnte hinweg die Stadtpolitik maßgeblich mitgestaltet hat.

Obernöder, seit Mai 1990 Mitglied des Stadtrats, war von 2002 bis 2014 Zweiter Bürgermeister und prägte während der Amtszeiten von drei Bürgermeistern die Entwicklung Pappenheims in zentralen Bereichen. Als Mitglied des Bauausschusses sowie des Finanz- und Hauptausschusses war er an bedeutenden Weichenstellungen beteiligt. In seinem Heimatort Osterdorf engagierte er sich zudem für die Erneuerung der Kläranlage und den Ausbau von Wald- und Wanderwegen. Von 2009 bis 2015 führte er den CSU-Ortsverband und war mehrere Jahre Fraktionssprecher der CSU-Stadtratsfraktion.

Bürgermeister Gallus würdigte Obernöder als eine Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte hinweg parteiübergreifend für eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung eingesetzt habe. Als ganz besonders persönliche Anmerkung hob Gallus hervor, dass es Friedrich Obernöder gewesen sei, dem er seinen erfolgreichen Weg im CSU-Ortsverband zu verdanken habe. Er erinnere sich noch gut an das erste Telefonat, bei dem Obernöder fragte, ob er bei der CSU in Pappenheim mitmachen wolle.

MdB Artur Auernhammer
MdB Artur Auernhammer zusammen mit Friedrich Obernöder, dem Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Pappenheim

Darüber hinaus lobte Gallus Friedrich Obernöder als „ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement“. Er habe mit Pflichtbewusstsein, Geradlinigkeit und Fachkenntnis das politische Leben Pappenheims geprägt.

Auch Marcus Wurm, Ortsverbandsvorsitzender und Nachrücker auf dem Platz Obernöders im Stadtrat, fand persönliche Worte der Anerkennung. In seiner Ansprache bezeichnete er Obernöder als „Vorbild, Freund und Mentor“, dessen Rat und Erfahrung über viele Jahre hinweg von unschätzbarem Wert gewesen seien. „Mir wäre es im Traum nicht eingefallen, ein politisches Ehrenamt zu übernehmen“, sagte Marcus Wurm, aber Friedrich Obernöder habe ihn dafür begeistert. „Und das beim allerersten Treffen.“
Der Rückzug Obernöders aus gesundheitlichen Gründen sei eine emotionale Zäsur – für die CSU, den Stadtrat und viele Wegbegleiter.

Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichte der CSU-Ortsverband eine Packung Früchtetee – denn, wie es hieß, sei Friedrich Obernöder vom Hopfenblüten- nun auf Früchtetee umgestiegen. Ein weiteres Geschenk war ein in Holz geschnitztes Monument, auf dem seine zahlreichen Ämter, Aufgaben und Verdienste festgehalten sind. Diese Gabe soll seine jahrzehntelange Verbundenheit mit der Kommunalpolitik würdigen und an sein außergewöhnliches Engagement erinnern.




Gemeinsame Kandidatenliste von Freien Wählern und Bürgerliste in Pappenheim

Zur kommenden Kommunalwahl im März 2026 bündeln zwei politisch unabhängige Gruppierungen in Pappenheim ihre Kräfte. Die Freien Wähler Pappenheim und die Bürgerliste Pappenheim haben sich auf eine gemeinsame Wählerliste verständigt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, ein breit aufgestelltes, sachorientiertes Angebot zu schaffen, das sich deutlich von parteipolitischen Interessen abgrenzt. Nominierungsversammlung am Dienstag, 2. Dezember 2025.

Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, möchten beide Initiativen mit diesem Schritt ein Zeichen für Bürgernähe, Verantwortung und lösungsorientiertes Handeln setzen. In einem ersten Treffen herrschte laut Angaben der Beteiligten eine konstruktive und offene Atmosphäre, in der sowohl inhaltliche Schwerpunkte als auch organisatorische Fragen besprochen wurden. Im Mittelpunkt stand dabei der Wunsch, gemeinsam einen Beitrag für die Zukunft der Stadt zu leisten – mit Maß, Verstand und im Dialog mit der Bürgerschaft.

Ein nächster wichtiger Schritt ist nun die gemeinsame Nominierungsversammlung, die am
Montag, 2. Dezember 2025, um 19:00 Uhr im Gasthaus Zum Grünen Baum in Pappenheim stattfinden wird.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Projekt zu machen. Gesucht werden weiterhin engagierte Kandidatinnen und Kandidaten, die sich vorstellen können, auf der gemeinsamen Liste Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist es, ein vielfältiges und motiviertes Team aufzustellen, das die Interessen Pappenheims auf kommunaler Ebene mitgestalten möchte.




Neue Gesichter auf der CSU-Kandidatenliste für die Stadtratswahl 2026

Der CSU-Ortsverband Pappenheim hat im Rahmen der Nominierungsversammlung neben seinem Bürgermeisterkandidaten auch die Kandidatenliste für die Stadtratswahl am 8. März 2026 vorgestellt. Insgesamt zehn Bewerberinnen und Bewerber treten für ein Mandat im Pappenheimer Stadtrat an, darunter fünf neue Gesichter. Gleichzeitig scheiden drei bisherige CSU-Mandatsträger aus: Stadträtin Sofie Wurm (Pappenheim), Stadtrat Heiko Loy (Neudorf) und Ortssprecher Matthias Stobl (Zimmern) treten nicht erneut an.

Innerhalb des CSU-Verbands wird die neue Liste als starkes und von breiter Unterstützung getragenes Signal für die zukünftige Entwicklung der Stadt gewertet. Bürgermeister Gallus und der Ortsgruppenvorsitzende Marcus Wurm  heben hervor, dass die Mischung aus praktischer Erfahrung, beruflicher Kompetenz und ehrenamtlichem Engagement den Anspruch unterstreiche, kommunale Entscheidungen auf einer breiten fachlichen Grundlage zu treffen. Die Kandidatinnen und Kandidaten gelten parteiintern als über Ortsteile hinweg gut vernetzt und als Menschen mit einem realistischen Blick auf die verschiedenen Bedürfnisse der Bürgerschaft. Die CSU sieht in der Liste ein Team, das Vielfalt, Teamgeist und Gestaltungswillen vereint und damit eine gute Basis für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung Pappenheims darstellt.

Die Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick

Platz 1: Stefanie Glück, Pappenheim, 40 Jahre
Glück wird parteiintern als vorausschauend und lösungsorientiert beschrieben. Die selbstständige Gastronomin und Küchenmeisterin bringe ein breites Netzwerk im Tourismus sowie Erfahrung im Bereich moderner, alltagsnaher Infrastruktur ein – Qualitäten, von denen Pappenheim nach Einschätzung der CSU profitieren könne.

Platz 2: Simon Schleußinger, Pappenheim, 25 Jahre
Nach Angaben der CSU gilt Schleußinger als talentierter junger Kommunalpolitiker, der unternehmerisches Denken mit sozialem Verantwortungsbewusstsein verbindet. Der Kaufmann im Einzelhandel, Stadtrat und Vereinsvorsitzende des Pappenheimer Maibaum e.V. wird als offen, lernbereit und engagiert beschrieben.

Platz 3: Rainer Dengler, Neudorf, 45 Jahre
Dengler wird als engagierter Handwerksmeister dargestellt, der berufliche Erfahrung mit langjährigem ehrenamtlichem Einsatz verbindet. Seine Tätigkeit in Feuerwehr und Nahwärmeverein sowie sein Fachwissen im Installations- und Heizungsbau gelten parteiintern als wertvolle Grundlage für die kommunale Arbeit.

Platz 4: Marcus Wurm, Pappenheim, 55 Jahre
Der Ortsverbandsvorsitzende und Stadtrat wird als gut vernetzter Versicherungsfachmann beschrieben, der politische Arbeit zielgerichtet und zuverlässig gestaltet. Sein Engagement in Partei- und Vereinsstrukturen, unter anderem als zweiter Vorsitzender der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim 1491, wird hervorgehoben.

Platz 5: Fritz Wörlein, Bieswang, 41 Jahre
Wörlein wird innerhalb der CSU als verantwortungsbewusster und entscheidungsfreudiger Metzgermeister und Betriebswirt bewertet. Seine unternehmerische Erfahrung und Kenntnisse der regionalen Herausforderungen sollen einen wichtigen Beitrag zur Stadtratsarbeit leisten.

Platz 6: Felix Herzner, Pappenheim, 31 Jahre
Herzner gilt als sehr zuverlässiger und technisch versierter Zweiradmechanikermeister mit ausgeprägtem Organisationstalent. Sein ehrenamtliches Engagement sowie seine Zielstrebigkeit und persönliche Integrität werden von der CSU besonders betont.

Platz 7: Erich Neulinger, Geislohe, 59 Jahre
Neulinger wird als bodenständiger Praktiker beschrieben, der seine Erfahrung und sein Engagement als Schäfermeister und Stadtrat einbringt. Seine praxisnahe Herangehensweise und seine Verbundenheit zur Natur spielen in der parteiinternen Einschätzung eine wichtige Rolle.

Platz 8: Uwe Rathsam, Geislohe, 36 Jahre
Uwe Rathsam gilt als fachkundiger Bauunternehmer mit Erfahrung im Hoch- und Tiefbau. Sein strukturiertes Arbeiten und sein Engagement in Feuerwehr und Sportverein werden von der CSU hervorgehoben. Als Vertreter einer jüngeren Generation bringe er zudem wichtige Perspektiven junger Familien ein.

Platz 9: Thorsten Hüttinger, Osterdorf, 46 Jahre
Hüttinger wird als zuverlässiger Diplom-Kaufmann beschrieben, der sich besonders für die Stärkung der Ortsteile und des Ehrenamts einsetzt. Sein Engagement in der Osterdorfer Energiegenossenschaft und im Vereinsleben sowie seine Beteiligung an Infrastruktur- und Energieprojekten prägen sein Profil.

Platz 10: Ralf Ottmann, Pappenheim, 49 Jahre
Ottmann wird als kompetenter Diplom-Bauingenieur dargestellt, dessen Fachwissen aus dem Wasserwirtschaftsbereich eine wertvolle Ergänzung für das Team sein soll. Seine sachliche und verlässliche Art sowie sein Engagement auf Orts- und Kreisebene werden parteiintern betont.




Einstimmiges Votum der CSU für Bürgermeisterkandidat Gallus

Der CSU-Ortsverband Pappenheim hat in seiner jüngsten Nominierungsversammlung die personellen Weichen für die Kommunalwahl am 8. März 2026 gestellt. Einstimmig nominierten die anwesenden Stimmberechtigten Bürgermeister Florian Gallus erneut als Kandidaten für das Amt des ersten Bürgermeisters. Ebenso einstimmig wurde die Liste der zehn Stadtratskandidatinnen und -kandidaten verabschiedet, die künftig für die CSU im Pappenheimer Stadtrat Verantwortung übernehmen möchten.

Ortsvorsitzender Marcus Wurm begrüßte die Gäste im Hotel Gasthof „Zur Sonne“, darunter CSU-Mitglieder, Unterstützer sowie politische Weggefährten. Sein besonderer Gruß galt Altlandrat und Landtagsabgeordneten a.D. Gerhard Wägemann sowie der CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Dr. Kristina Becker, die den Wahlvorgang leitete. Mit sichtlicher Freude stellte Wurm fest, dass auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Freien Wählern, Anette Pappler und Walter Otters, der öffentlichen Einladung zur Versammlung gefolgt waren.

In seinem Redebeitrag warf Marcus Wurm einen kurzen, aber prägnanten Blick zurück auf die Kommunalwahl 2020. Damals habe man mit viel persönlichem Einsatz um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger geworben – vom „Klingelputzen“ bis zur Wurst am Feuerwehrfahrzeug. Man habe gemerkt, dass dieses Engagement von Herzen kam – und das habe am Ende zum Wahlerfolg beigetragen.
Mit Blick auf die laufende Amtszeit zog Wurm eine positive Bilanz. Unter der Führung von Bürgermeister Florian Gallus sei es gelungen, gemeinsam mit allen Fraktionen konstruktiv und zielgerichtet zum Wohl der Stadt zu arbeiten. Grundlage hierfür sei ein gewachsenes Vertrauen im Stadtrat sowie die Bereitschaft gewesen, parteipolitische Interessen auch einmal hintenanzustellen.

Auch Altlandrat Gerhard Wägemann äußerte sich anerkennend zur aktuellen politischen Kultur in Pappenheim. Er schlug Florian Gallus offiziell zur Wiederwahl als Bürgermeisterkandidat vor und rief in seinem kurzen Beitrag dazu auf, sich nicht an früheren politischen Konflikten festzuhalten, sondern den Blick nach vorn zu richten. Die Nominierung von Florian Gallus selbst kam nicht überraschend – bereits im Juni dieses Jahres hatte der amtierende Bürgermeister öffentlich erklärt, erneut kandidieren zu wollen.

Vor der Wahl wandte sich Gallus in einer ausführlichen Rede an die Versammlung. Er dankte für das Vertrauen der vergangenen Jahre und warb um Unterstützung für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. In seinem Rückblick hob er zentrale Projekte der laufenden Amtszeit hervor – darunter der Breitbandausbau, Investitionen in die Infrastruktur, die Modernisierung von Kindertagesstätten und ein gesteuerter Ausbau erneuerbarer Energien. Entscheidend sei dabei stets das Miteinander gewesen: „Politik ist ein Teamsport“, so Gallus. Der Erfolg der letzten Jahre sei nicht das Verdienst Einzelner, sondern das Ergebnis überparteilicher Zusammenarbeit – sachlich, lösungsorientiert und von gegenseitigem Respekt getragen.

Die anschließende geheime Wahl war reine Formsache. Florian Gallus erhielt 19 von 19 Stimmen und wurde damit einstimmig als Bürgermeisterkandidat bestätigt.

Nach der Wahl fand Gallus nochmals klare Worte. Er dankte den Anwesenden für das Vertrauen und betonte, dass er den begonnenen Kurs fortsetzen wolle – mit Mut, Klarheit und Respekt. Die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg bezeichnete er erneut als Schlüssel für eine starke und zukunftsfähige Kommunalpolitik in Pappenheim.

Die Vorstellung der nominierten Stadtratskandidatinnen und -kandidaten folgt in einem gesonderten Beitrag.

 

 




Bauamt bei der Stadt Pappenheim sucht Verstärkung

Die Stadt Pappenheim sucht für ihr Bauamt engagierte personelle Verstärkung. Zum nächstmöglichen Zeitpunkt soll eine Stelle neu besetzt werden, die ein breites Aufgabenspektrum bietet und sowohl technisches als auch organisatorisches Geschick erfordert.
Die Ausschreibung in Einzelnen:

Mitarbeiter/in für das Bauamt

Ihre möglichen Aufgabenschwerpunkte:

      • IT / EDV
      • Wärmeplanung
      • Straßenunterhaltsmaßnahmen
      • Gebäudeunterhalt
      • Straßenbeleuchtung
      • Feuerwehrwesen
      • Erstellung von Leistungsverzeichnissen
      • Bearbeitung von Vergabeverfahren nach VOB/L

Ihr Profil:

      • abgeschl. Ausbildung als Bautechniker/in, Verwaltungsfachangestellte/r oder Fachinformatiker/in
      • Kenntnisse und praktische Erfahrung im kommunalen Bereich
      • rechtliche Kenntnisse im Bereich Vergaberecht sowie in der HOAI
      • Fähigkeit zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitsweise
      • Sicheres und selbstbewusstes Auftreten sowie gute schriftliche und mündliche

Ausdrucksfähigkeit

      • ausgeprägtes wirtschaftliches und kostenbewusstes Denken und Handeln
      • EDV-Kenntnisse, qualifizierte Kenntnisse im MS-Office

Wir bieten:

      • Ein vielseitiges, verantwortungsvolles und interessantes Aufgabengebiet
      • Flexible Arbeitszeiten im Rahmen unserer Gleitzeitregelung
      • Zusatzversorgung
      • Eine den tarifrechtlichen Vorschriften entsprechende leistungsorientierte Bezahlung entsprechend der Qualifikation und bisherigen Tätigkeit nach dem TVöD

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre aussagekräftige, schriftliche Bewerbung unter Beifügung der üblichen Unterlagen bis 05. Dezember 2025 an die 

Stadt Pappenheim, Personalamt, Marktplatz 1, 91788 Pappenheim

Bei Fragen steht Ihnen Herr Eberle unter Tel.: 09143/606-16, Email: eberle@pappenheim.de, gerne zur Verfügung




Pappenheim zieht Bilanz – Herausforderungen und Zukunftspläne

Bei der diesjährigen Bürgerversammlung präsentierte Bürgermeister Florian Gallus wieder einen umfassenden Überblick über die aktuelle Entwicklung in Pappenheim. Mit einem klaren Blick auf die Herausforderungen, aber auch mit spürbarem Stolz auf das gemeinsam Erreichte. Vor mehr als 30 Zuhörerinnen und Zuhörern spannte er den Bogen von der Bevölkerungsentwicklung über Haushaltsfragen bis hin zu konkreten Projekten der Stadtentwicklung.

Demografie und Betreuung – Der Bedarf wächst
Ein Blick auf die Bevölkerungszahlen zeigt, dass sich Pappenheim und seine Ortsteile stabil entwickeln und seit 2021 kontinuierlich ansteigen. In Pappenheim und seinen Ortsteilen waren zum Jahreswechsel 4156 Einwohner gemeldet, das sind 54 Einwohner mehr als noch im Vorjahr. Alleine in der Kernstadt gab es zum 31.12.2024 einen Einwohnerzuwachs von 28 Einwohnern. Von der Pappenheimer Gesamtbevölkerung leben 52 Prozent in den Ortsteilen und 48 Prozent in der Kernstadt. Bieswang ist zusammen mit Ochsenhart mit 705 Einwohner der größte und Zimmern mit 151 Einwohner der kleinste Ortsteil.

In der Grundschule Pappenheim-Solnhofen sind im laufenden Schuljahr insgesamt 251 (Vorjahr 240) Kinder angemeldet, die sich auf Pappenheim (129 Schüler) und Solnhofen (122 Schüler) verteilen. Mit dem verpflichtenden Ganztagsangebot ab dem Schuljahr 2026/27 steht die Stadt hier vor neuen Aufgaben. Eine Elternbefragung ergab, dass rund 25 zusätzliche Ganztagesbetreuungsplätze nötig sind – wie diese Anforderung konkret umgesetzt werden kann, steht derzeit noch zur Diskussion.

Auch bei der Kinderbetreuung bleibt Pappenheim gefordert. Sechs Einrichtungen bieten derzeit Platz für 235 Kinder. Das Online-Anmeldeportal „Little Bird“ wird laut Bürgermeister gut angenommen und erleichtert den Zugang zu den Betreuungsangeboten.

Finanzlage im Blick – Anspannung, aber kein Grund zur Panik
Auch die Zahlen zur städtischen Haushaltslage erläuterte Bürgermeister Gallus in seinem Bericht. Das Jahresrechnungsergebnis 2024 belief sich im Verwaltungshaushalt auf rund 11,28 Millionen Euro. Auf der Ausgabenseite schlugen insbesondere die Personalkosten (rund 2,5 Mio. €), die Kreisumlage (ca. 2,08 Mio. €) sowie die Sachausgaben für Verwaltung und Betrieb (nahezu 2,9 Mio. €) zu Buche.

Die Einnahmesituation zeigte sich insgesamt stabil, wenn auch angespannt. Die Steuereinnahmen entwickelten sich leicht positiv. Insbesondere die Einnahmen aus der Gewerbesteuer entwickelten sich sehr positiv. Denn ohne die Rückzahlung einer Gewerbesteuerveranlagung für die Jahre 2006 und 2007 in Höhe von 686.966 € hätten die Gewerbesteuereinnahmen mit einem Betrag in Höhe von 2.231.883 € im Jahr 2024 ein Rekordhoch erreicht.

Ergänzend präsentierte Gallus die Entwicklung der Schlüsselzuweisungen und sonstiger Steuereinnahmen, die in 2024 zum Teil unter den Erwartungen lagen.

Für die kommenden Jahre skizzierte der Bürgermeister die geplanten Ausgaben nach Fachbereichen: Größere Posten entfielen auf die Kinderbetreuung (u. a. „Haus für Kinder“), den Breitbandausbau, den Abwasserbereich und die Dorferneuerung. Parallel dazu müsse die Stadt ihre Verbindlichkeiten im Blick behalten. Während die städtischen Schulden 2024 auf rund 1,5 Millionen Euro gesenkt werden konnten, blieben die Verbindlichkeiten im Abwasserbereich mit über 3,9 Millionen Euro ein gewichtiger Faktor.

Trotz alledem lagen die Kassenmittel mit etwa 4,7 Millionen Euro auf einem soliden Niveau und in den Jahren 2024 und 2025 musste die Stadt keine Darlehen aufnehmen.Dabei machte Gallus auch deutlich, dass Pappenheim weiterhin mit Maß und Ziel haushalten müsse, um handlungsfähig zu bleiben.

Stadtentwicklung – Viel in Bewegung, manches mit Geduld
Ein großes Thema war die Bauleitplanung – und die damit oft verbundene Geduldsprobe. Bürgermeister Gallus erläuterte anschaulich, warum Verfahren wie beim Bebauungsplan „Pappenheim Nord“ oder beim geplanten Campingplatz Zeit brauchen. Es gehe nicht nur um Technik und Paragraphen, sondern auch um Transparenz, Beteiligung und sorgfältige Abwägung im Stadtrat.

Erfreuliche Nachrichten gab es zu den Baugebieten in Neudorf und Bieswang sowie zur 8. Flächennutzungsplanänderung, denn diese Verfahren sind abgeschlossen.

Wärmeplanung, Energie und Sanierungen
Seit Anfang 2025 sind Kommunen gesetzlich verpflichtet, eine Wärmeplanung aufzustellen. Pappenheim arbeitet hier im Verbund mit der Gemeinde Langenaltheim. Das beauftragte Institut für Energietechnik soll 2026 mit der Arbeit beginnen. Parallel laufen Sanierungsmaßnahmen – unter anderem bei der Kläranlage, der Brücke und den Sanitärgebäuden des Campingplatzes.

Straßen, Gebäude und Digitalisierung
Im Straßenunterhalt verfolgt die Stadt einen Fünf-Jahres-Plan. Verkäufe städtischer Gebäude in Bieswang sollen für neue Nutzungsmöglichkeiten sorgen. Der Wertstoffhof erhält eine neue Halle, der Bauhof ein neues Mehrzweckfahrzeug. Auch der Ausbau von Mobilfunk und Breitband ist ein aktuelles Thema. Während in Übermatzhofen und anderen Ortsteilen schon neue Mobilfunkmasten in Betrieb sind oder geplant wurden, gibt es bei einzelnen Standorten noch Klärungsbedarf. So etwa in Neudorf, wo ein ursprünglich gewähltes Grundstück nicht mehr zur Verfügung steht.

Waldwirtschaft im Zeichen des Klimawandels
Die Stadt Pappenheim bewirtschaftet ihren Wald zunehmend unter schwierigen Bedingungen. Von den 3800 Festmetern Holz, die im aktuellen Forstwirtschaftsjahr eingeschlagen wurden, waren 58 Prozent Schadholz – deutlich weniger als im Vorjahr. Doch Trockenheit, Hitze und Borkenkäfer setzen den Beständen zu. Maßnahmen zur Verkehrssicherung und Wiederaufforstung sind zeit- und kostenintensiv. Der Einsatz klimastabiler Baumarten, gezielte Pflege und der Abbau alter Wildschutzzäune prägen das Bild.

Versammlung mit klarer Botschaft
Am Ende der Bürgerversammlung machte Bürgermeister Gallus deutlich, dass Die Stadt Pappenheim vor einem enormen Berg an Aufgaben steht – und diese Aufgaben mit begrenzten Mitteln, aber großer Entschlossenheit bearbeitet. Ob Mobilfunk, Breitbandausbau, Städtebau, Kinderbetreuung, Kläranlagen, Feuerwehr, Wohnraum oder kommunale Wärmeplanung – fast alle Lebensbereiche sind in Bewegung. Hinzu kommen Querschnittsthemen wie Seniorenpolitik, Energieversorgung, Verkehrsfragen und Nahversorgung.

Die Liste der Projekte ist lang und reicht tief – und „sie muss nicht nur verwaltet, sondern auch gestaltet werden“, betonte der Rathauschef. Diese Projekte müssen vorbereitet, priorisiert, beschlussreif ausgearbeitet, politisch abgestimmt und umgesetzt werden. All das geschieht in einem Verwaltungsapparat, der mit zehn Beschäftigten (davon fünf in Vollzeit) an seine Grenzen stößt – zumal aktuell zwei Vollzeitstellen vakant sind. Gleichzeitig stiegen in den letzten Jahren sowohl die Anforderungen als auch die finanziellen Belastungen, etwa durch gestiegene Personalkosten, hohe Kreisumlagen oder Investitionen in die kommunale Infrastruktur.

Dass Pappenheim trotzdem auf stabile Füße gestellt werden konnte, führt Bürgermeister Gallus vor allem auf den Zusammenhalt im Stadtrat zurück. „Wir haben gelernt, einander zuzuhören, Vorbehalte abzubauen und nicht ideologisch, sondern sachlich zu arbeiten“, so seine Bilanz. Die Prämisse sei nicht, ob ein Projekt umgesetzt werde – sondern wann und wie. Mit klarer Priorisierung und ohne parteipolitisches Kalkül.

Auch in wirtschaftlich angespannten Zeiten sieht Gallus die Stadt damit gut aufgestellt. Die Investitionsplanung sei solide, die Kassenlage geordnet, und auch die Schuldenentwicklung werde aktiv gesteuert. Trotz allem bleibe es ein Kraftakt. Aber einer, der gelingen könne, wenn Verwaltung, Stadtrat und Bürgerschaft weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen.

„Ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam erreicht haben“, so das abschließende Fazit des Bürgermeisters – verbunden mit einem Appell an alle, diesen eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Gemeinsam. Sachlich. Und mit Blick auf das Ganze.




Stadt Pappenheim stellt Turnhallen-Bürgschaft in Aussicht

Bei der jüngsten Bürgerversammlung in Pappenheim wurde deutlich, dass die Zukunft der historischen Turnhalle auf der Lach die Bürgerschaft und den Stadtrat bewegt. In einer nichtöffentlichen Sitzung am 23. Oktober 2025 hat das Gremium einstimmig beschlossen, dem Turnverein 1861 Pappenheim eine sogenannte Ausfallbürgschaft in Aussicht zu stellen. Diese könnte sich als zentrales Element zur finanziellen Rettung des Gebäudes erweisen.

Eine Turnhalle ohne Eigentum der Stadt
Ausgangspunkt der Diskussion war der Hinweis aus der Bürgerschaft, dass die Stadt Pappenheim selbst gar keine eigene Turnhalle unterhalten müsse. Umso bedeutender sei die Turnhalle auf der Lach, die sich seit ihrer Erbauung im Jahr 1907 im Besitz des Turnvereins befindet. Diese wurde über mehr als hundert Jahre vom Verein selbst betrieben und gepflegt. Bis zum Frühjahr 2024 war die Turnhalle noch rege in Benutzung, ehe statische Untersuchungen die gravierende Einsturzgefahr der Dachkonstruktion offenbarten. Seither ist die Halle gesperrt.

700.000 Euro für die Sanierung
Die nötige Sanierung der Halle wird nach den bisherigen Berechnungen rund 700.000 Euro kosten. Um diese Summe aufzubringen, bemüht sich der Turnverein seit nun bald zwei Jahren intensiv um Spenden, Zuschüsse, Fördergelder und Kredite. Unter anderem stellte der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) eine Förderung von rund 300.000 Euro als Zuschuss in Aussicht sowie ein Darlehen in Höhe von rund 133.000 Euro. Diese Mittel stehen allerdings bisher unter Vorbehalt, denn auch der BLSV ist auf staatliche Gelder angewiesen, bevor er diese auszahlen kann. Solange die Auszahlung der Fördermittelnicht gesichert ist, scheuen Banken eine Zwischenfinanzierung – und genau hier könnte die Stadt nun einspringen.

Bürgschaft mit Risiko – aber auch mit Signalwirkung
Laut dem Stadtratsbeschluss signalisiert die Stadt Pappenheim dem Turnverein, eine Bürgschaft für einen Zuschuss in Höhe zu 300.000 Euro zu übernehmen – also für den Fall geradezustehen, dass der BLSV die Zuschussgelder nicht an den Turnverein ausbezahlt.
Bürgermeister Florian Gallus machte bei der Bürgerversammlung deutlich, dass es sich dabei nicht um eine leichte Entscheidung gehandelt habe. „Wir lehnen uns da ganz schön weit aus dem Fenster“, erklärte er den überraschten Zuhörerinnen und Zuhörern. Sollte die vorbehaltliche Förderzusage des BLSV nicht eingehalten werden, müsste die Stadt im Ernstfall für den Betrag einspringen. Dennoch sei man sich der Verantwortung bewusst. Immerhin gehe es nicht nur um ein Gebäude, sondern um ein zentrales Stück Pappenheimer Sport- und Vereinsgeschichte – und um eine Perspektive für den Breitensport in der Stadt.

Von der Theorie zur Praxis
Noch im Mai 2025 hatte Bürgermeister Gallus bei der Jahreshauptversammlung des Turnvereins darauf hingewiesen, dass Kommunen grundsätzlich keine Bürgschaften übernehmen dürften. Doch bei genauerer Prüfung der Rechtslage wurde klar, dass dies im konkreten Fall einer Sportfördermaßnahme rechtlich möglich ist.

Zusätzlich zur in Aussicht gestellten Bürgschaft hat die Stadt dem Verein bereits 100.000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung ermöglicht. Der Einsatz von Stadtrat und Verwaltung sei laut Gallus damit keineswegs nur „mit Worten“, sondern auch finanziell und organisatorisch klar erkennbar.

Planer und Verein stehen in den Startlöchern
Der Turnverein wünscht sich sehr, gemeinsam mit Architekt Clemens Frosch nun rasch in die nächste Phase eintreten zu können. Ziel ist es, bald die Ausschreibungen auf den Weg zu bringen, um möglichst im kommenden Jahr mit den ersten Bauarbeiten beginnen zu können. Die Bürgschaft könnte sich hierbei als entscheidender Hebel erweisen, um die letzten Finanzierungshürden zu überwinden.

Dass in benachbarten Gemeinden ähnliche Bürgschaften bereits erfolgreich zur Anwendung kamen, nährt die Hoffnung, dass auch Pappenheim mit diesem Schritt einen gangbaren Weg eingeschlagen hat. Stadtrat Marcus Wurm wird künftig als Bindeglied zwischen Stadt und Verein fungieren und die Entwicklung eng begleiten.

Ob und wann die Turnhalle auf der Lach wieder genutzt werden kann, hängt nun davon ab, wie rasch sich der finanzielle Rahmen schließen lässt. Doch mit dem Stadtratsbeschluss ist ein wichtiger Meilenstein erreicht – und ein Zeichen gesetzt, dass die Stadt Pappenheim bereit ist, Verantwortung für die sportliche Infrastruktur zu übernehmen.

 




Der Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 20.11.2025, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentlich Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:

1 Stadtrat – Niederlegung des Stadtratsmandats aus persönlichen Gründen durch Frau Stadträtin Balz
2 Ortrecht – Erlass einer Wahlhelfer-Entschädigungssatzung
3 Kommunale Verkehrsüberwachung: Entscheidung über weiteres Vorgehen
4 Neubau einer Bauhofhalle: Beschluss der Ausführungsplanung
5 Städt. Veranstaltungen – Start in den Frühling – Beschluss der Veranstaltung durch die Stadt und Festlegung des Budgets
6 Bekanntgaben

 




Pappenheim verliert eine engagierte Stadträtin

Bettina Balz, langjährige Stadträtin und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Pappenheimer Stadtrat, hat am Montag, den 10. November 2025, ihren Rücktritt bekannt gegeben. Als Grund nannte sie persönliche Gründe.

Bettina Balz gehörte dem Stadtrat seit der Kommunalwahl 2020 an und war als Sprecherin der Ortsgruppe von Bündnis 90/Die GRÜNEN auch Fraktionsvorsitzende im Gremium. Mit ihrer Fraktion brachte sie während der laufenden Legislaturperiode wiederholt eigene Initiativen ein und prägte damit die Arbeit des Stadtrats aktiv mit.

Bereits im November 2019 hatte sie gemeinsam mit Astrid Weddige und Susanne Pühl den Pappenheimer Ortsverband der Grünen gegründet – damals mit nur drei Mitgliedern. Inzwischen zählt die Ortsgruppe 15 Mitglieder.

In einem Schreiben an Bürgermeister Gallus sprach Balz ihren Dank für die gute Zusammenarbeit aus: „Für die vertrauensvolle und stets bereichernde Zusammenarbeit mit Ihnen/Dir, der gesamten Verwaltung sowie mit meinen Stadtratskollegen danke ich von Herzen.“

Als Nachfolgerin auf der Liste der Grünen rückt nun Adelheid Wenninger aus Bieswang in das Gremium nach. Sie hatte bei der Kommunalwahl 2020 insgesamt 540 Stimmen erhalten und hat die Annahme des Stadtratsmandats bereits zugesagt.

Mit dem Rücktritt von Bettina Balz endet ein kommunalpolitisches Engagement, das durch Beharrlichkeit, Sachlichkeit und einen klaren grünen Kompass gekennzeichnet war.

 




CSU Pappenheim nominiert – wer steht künftig auf der Liste?

Am Dienstag, den 18. November 2025, lädt der CSU Ortsverbnd Pappenheim alle Bürgerinnen und Bürger aus der Kernstadt und den Ortsteilen herzlich zur öffentlichen Nominierungsversammlung ein. Beginn ist um 20 Uhr im Hotel-Gasthof  „Zur Sonne“.

Im Fokus der Veranstaltung steht die formale Nominierung von Bürgermeister Florian Gallus, der sich erneut um das Amt des Ersten Bürgermeisters bewirbt. Seine Kandidatur gilt innerhalb der CSU längst als gesetzt, doch die Spannung des Abends liegt an anderer Stelle. Wer wird künftig für die CSU auf der Kandidatenliste für den Stadtrat stehen?

Denn, wie der CSU-Ortsverband mitteilt, treten gleich drei amtierende Stadtratsmitglieder bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 nicht mehr an – ihre Namen sind bislang nicht öffentlich bekannt. Ebenso interessant ist die Frage, welche neuen Kandidatinnen und Kandidaten sich der Öffentlichkeit vorstellen und erstmals für den Pappenheimer Stadtrat kandidieren möchten.

Begleitet wird die Versammlung von CSU-Kreisgeschäftsführer Denis Glotz, der auch als Wahlleiter fungiert. Ebenfalls mit dabei ist Altlandrat Gerhard Wägemann, der die Kandidatenliste mit Erfahrung und Rückhalt aus dem Landkreis unterstützt.

Ein besonderer Moment des Abends wird dem ehrenvollen Abschied von Friedrich Obernöder gewidmet. Der langjährige Stadtrat hatte im Dezember 2024 aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niedergelegt. Für sein jahrzehntelanges Engagement wird ihm im Rahmen der Veranstaltung offiziell gedankt.

Die CSU Pappenheim lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv zu informieren und einen Einblick in die personellen Weichenstellungen für die kommende Wahlperiode zu erhalten. Mitreden – mitentscheiden – dabei sein!