Neue Gesichter im Pappenheimer Stadtrat
In Ochsenhart und Zimmern hat es kürzlich die Wahl eines Ortssprechers gegeben, Martin Käfferlein in Ochsenhart und Matthias Strobl in Zimmern wurden bei den jeweiligen Wahlversammlungen ohne Gegenstimmen in dieses Amt gewählt. Auch in Übermatzhofen ist die Stelle eines politischen Ortsvertreters vakant, aber bisher ließ sich niemand finden, der den Ort kommunalpolitisch vertreten will.
Weil die Listenbewerber der Orte Ochsenhart, Übermatzhofen und Zimmern bei der Kommunalwahl am 15. März kein Stadtratsmandat erwerben konnten, gibt es die Möglichkeit, dass in diesen Pappenheimer Ortsteilen Ortssprecher gewählt werden, die dann einen Sitz mit beratender Stimme, aber ohne Stimmrecht im Pappenheimer Stadtrat haben.
Voraussetzung für eine Ortssprecherwahl ist, dass ein Drittel der Wahlberechtigten des Ortes unterschriftlich eine Ortssprecherwahl beantragt.
In Zimmern
kamen von den 133 Wahlberechtigten 48 gültige Unterschriften für den Antrag auf Wahl eines Ortssprechers zusammen und nach dem einzigen gültigen Wahlvorschlag wurde in einer geheimen Wahl Matthias Strobl ohne Gegenstimmen zum Ortssprecher in Zimmern gewählt. Strobl, der bei der Kommunalwahl im März 2020 auf der Liste der CSU kandidiert hat und kam auf 628 Stimmen. Bei der Urnenwahl bekam er 124 Stimmen im Zählbezirk in Zimmern/Übermatzhofen.
Matthias Strobl tritt die Nachfolge von Karl Deffner an, der 1999 zum Ortssprecher in Zimmern gewählt wurde. Während der Legislaturperiode 2008 -2014 wurde Karl Deffner als Nachrücker für Anton Schindler im Januar 2012 als Stadtrat in der CSU-Fraktion vereidigt und übernahm damals das Referat für Stadtkapelle, Grünanlagen und Spielplätze. Bei der Kommunalwahl 2014 konnte Deffner direkt in den Stadtrat einziehen und war bis Ende April 2020 für das Referat Umwelt und regenerative Energien zuständig.
Das zentreale Ereignis seines politischen Wirkens war der Bau des Feuerwehr- und Gemeindehauses in Zimmern, bei dem es wegen des Abbruchs einer Scheune allerhand Schwierigkeiten zu bewältigen gab.
In Ochsenhart
fand die Ortssprecherwahl in der Maschinenhalle der Familie Stettinger statt. Ursprünglich war das Gasthaus Casino in Bieswang für diese Wahlveranstaltung vorgesehen. Stadtrat Roland Kiermeyer (Bürgerliste) hatte dann aber in der Sitzung am 6. August vorgeschlagen die Ortsprecherwahl doch in Ochsenhart selbst durchzuführen. Diesem Wunsch hat Bürgermeister Gallus Rechnung getragen und so konnte in einem außergewöhnlichen aber charmanten Ambiente der Ortssprecher vor Ort gewählt werden. Von den 32 Wahlberechtigten hatten 23 Wahlberechtigte mit ihrer Unterschrift die Wahl eines Ortssprechers auf den Weg gebracht.
Einziger Wahlvorschlag war Martin Käfferlein, der bei der Kommunalwahl im Frühjahr 2020 auf der Liste der Freien Wähler Seite an Seite mit dem Ochsenharter Stadtrat Werner Hüttinger um Wählerstimmen geworben hatte. Dabei konnte er bei der Urnenwahl im Zählbezirk Bieswang 130 Stimmen bei einer Gesamtstimmenzahl von 492 auf sich vereinen. Der Wahlvorschlag für Martin Käfferlein kam von Werner Hüttinger, der Ochsenhart als Ortssprecher und Stadtrat 24 Jahre lang politisch vertreten hat. Das größte Ereignis seines politischen Wirkens dürfte sein Engagement bei der Flurbereinigung Bieswang Ochsenhart I gewesen sein, die im Dezember 2016 abgeschlossen wurde. 24 Jahre seien genug, meinte Werner Hüttinger und empfahl, den jüngeren Martin Käfferlein als neuen Ortssprecher zu wählen.
Bei der geheimen Urnenwahl wurde dieser dann auch ohne Gegenstimmen zum Ortssprecher gewählt.
In Übermatzhofen
zeichnet sich bisher noch keine Ortssprecherwahl ab. Niemand will dem Vernehmen nach die
Übermatzhofener politisch vertreten. Auf eine Anfrage des 2. Bürgermeisters Walter Otters (Freie Wähler) bei der letzten Stadtratssitzung, wie es denn um einen Ortssprecher in Übermatzhofen bestellt sei, antwortete Bürgermeister Gallus, dass auch in Übermatzhofen der Antrag auf eine Ortssprecherwahl von einem Drittel der Wahlberechtigten beantragt werden müsse. Man werde mit dem vormaligen Stadtrat Herbert Halbmeyer (CSU) wegen der Sache in Verbindung treten. Inzwischen, (Stand 10.09.2020) hat es in Übermatzhofen zwar mehrere Gespräche mit möglichen Kandidaten gegeben, die aber alle nicht bereit waren sich zum Ortssprechen in Übermatzhofen wählen zu lassen.


Bereits im Juni 2019 hatte sich der Stadtrat mit der Bauabsicht der Raiffeisenbank am Lachgartenweg wegen eines Grundstücksverkaufs zu beschäftigen. Denn von dem vorgesehenen neuen Bankgelände, das insgesamt 1.000 Quadratmeter umfassen soll, gehörten damals 450 m² der Stadt Pappenheim, 450 m² der Firma Helmut Wurm und eine kleinere Teilfläche dem Landkreis Weissenburg Gunzenhausen.
Dieser kam in erster Linie von Neudorfs Stadtrat Alexander Knoll (FW), der im Tenor seiner Ausführungen die Meinung vertrat, dass man das Projekt ablehnen sollte. Bei Gesprächen habe er erfahren, dass das Vorhaben von vielen Neudorfern abgelehnt wird. Stadtrat Knoll begründete seine Haltung in erster Linie mit dem Ensembleschutz, der in Neudorf als einem der historischen Grafendörfer in anderen Bauangelegenheiten sehr hochgehalten werde. So sei kürzlich einem Bauwerber in Neudorf die Errichtung eines Dacherkers mit der Begründung des Ensembleschutzes untersagt worden.
Im Freibad zeigte sich Arthur Auernhammer begeistert von dem gepflegten Zustand und der Weitläufigkeit des Geländes. Obwohl Arthur Auernhammer, wie er versichert als Juraner durchaus schwimmen kann, wollte er das in Pappenheim nicht beweisen. Denn „Das Wasser ist mir in gefrorener Form als Schnee am liebsten“ verrät der begeisterte Skifahrer. Konkrete Unterstützung kann der Abgeordnete für das Pappenheimer Freibad aus dem „Goldenen Plan, einem “ Förderprogramm des Bundes für die Sanierung und Modernisierung von Sportstätten in Aussicht stellen, zu denen auch die Freibäder gehören.