Ideen für Pappenheims Zukunft
Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim setzt am Freitag, 14. April 2023 um 19:00 Uhr seine Vortragsreihe „Vitalisierung der Provinz“ mit einem spannenden Thema fortfort.
In den bisherigen Vorträgen der Veranstaltungsreihe „Vitalisierung der Provinz“ im Frühjahr 2023 haben sich die Referenten und Referentinnen mit innovativen Instrumentarien zur Weiterentwicklung der Kleinstädte und Dörfer beschäftigt wie einem Leerstandsmanagement, der Bedeutung von privaten und öffentlichen Freiflächen in den Siedlungen, neuen Wohnmodellen oder einem innovativen Ansatz als Kommunales Denkmalkonzept zur Belebung und Erhaltung der Innenstadt.
Im fünften und letzten Abend der diesjährigen Reihe steht eher etwas Handfestes auf dem Programm: Wie kann man diese oftmals recht abstrakten Ideen und Gedanken der Planer und Berater auf die Altstadt von Pappenheim beziehen, wie können neue Ansätze der Ökologie und
Auswirkungen des gesellschaftlichen Wandels die Attraktivität der Stadt nicht nur bewahren, sondern die Stadt mit ihrem Umfeld zukunftsfester gestalten und sie für neue Bewohnerinnen und Bewohner anziehend machen – kurz, wie kann eine kleine Stadt in Zeiten von Überalterung, Onlinehandel und Energiekrise in der Provinz überleben?
Albrecht Bedal, seit knapp zehn Jahren zusammen mit seiner Frau Neubürger In Pappenheim, hat sich in seinem Berufsleben als Architekt, Kulturverantwortlicher und Stadtplaner mit der Entwicklung der historischen Altstädte und der Bedeutung der Altbausubstanz für die Attraktivität der Ortskerne befasst. Er wird die Themen Altstadtensemble, neue Arbeitswelt, alternative Wohnformen, sanfter Tourismus, Umweltanforderungen oder zeitgemäße Verkehrslösungen streifen und vielleicht dazu manche „spinnerte“ Ideen und Lösungsmöglichkeiten ausmalen.
Nach dem Vortrag besteht ausreichend Möglichkeit, über die in der Reihe vorgestellten Ideen und Konzepte zu diskutieren und natürlich auch selbst einige einzubringen.
Der Veranstalter freut sich auf einen kommunikativen Abend im Bürgersaal des Haus des Gastes – Zugang über die Arkade in der Stadtvogteigasse 1.
Der Kunst- und Kulturverein möchte damit auch einen Beitrag zur Teilhabe der Bürgerschaft an den Umgestaltungen unserer Stadt und ihrer Dörfer leisten und anregen, dass dieser Prozess bürgerschaftlich fortgeführt wird.
Dabei ist den Verantwortlichen des Vereins wichtig, sich nicht im Klein-Klein der Realisierung zu verlieren, sondern Visionen und Ziele für ein gutes Leben in der Stadt für die Zukunft zu erörtern. Nicht alles, was vorgeschlagen und diskutiert wird, muss auch schon Morgen umsetzbar sein, einiges wird wohl noch den Praxistest bestehen müssen, bevor es konkretisiert werden kann.
Ohne eine solche offene Diskussion werden die Veränderungen in Stadt und Land trotzdem eintreten – jedoch häufig anders, als von vielen Bürgerinnen und Bürgern gewollt.
Freitag, 14. April 2023, 19:00 Uhr
Haus des Gastes, Eingang über Arkade Ecke Deisingerstraße/Stadtvogteigasse, Pappenheim (Der Raumist barrierefrei erreichbar).
Eintritt frei, eine freundliche Spende unterstützt die ehrenamtliche Vereinsarbeit.
Text Albrecht Bedal
Im März 2018 hat der Stadtrat bei einer Änderung des Flächennutzungsplanes die Teilflächen nördlich der Friedhofsmauer und auf dem Weinberg beschlossen, um die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Misch- bzw. Wohngebiet zu schaffen.
Da ist es nicht verwunderlich, dass große Teile des Planungsgebietes, wie etwa die beiden Liegenschaften, die abgerochen werden sollen, als Bodendenkmal im Focus des Landesamtes für Denkmalpflege stehen. Das ist auch der Grund weshalb die Abbrucharbeiten denkmalpflegerisch begleitet werden müssen.
Nachteil der altersgerechten Wohnungen sei Bürgermeister Florian Gallus zufolge, dass diese immer teurer seien als konventionelle Bauweisen. Zudem sorge die Tatsache, dass es sich zu einem großen Teil um ein Bodendenkmal handelt um große Zurückhaltung bei den Investoren. Er sei aber froh, dass wenigstens einer von mehreren potenziellen Investoren bisher bei seinen Bauabsichten geblieben ist.
Eine Zeitbremse ist derzeit das Dritte Fundament, das am Weg neben der Bahnlinie für die Auflage der Rampe notwendig ist. Dieses ist just an der Stelle geplant, an der ganz in der Nähe die Ferngasleitung der N-Energie verläuft. Das bedeutet, dass die Leitung von der Firma erst genau lokalisiert werden muss. Derzeit ist eine Begutachtung in Arbeit und Insider wissen, dass das dauern kann.