Stadt Pappenheim stellt Turnhallen-Bürgschaft in Aussicht

Bei der jüngsten Bürgerversammlung in Pappenheim wurde deutlich, dass die Zukunft der historischen Turnhalle auf der Lach die Bürgerschaft und den Stadtrat bewegt. In einer nichtöffentlichen Sitzung am 23. Oktober 2025 hat das Gremium einstimmig beschlossen, dem Turnverein 1861 Pappenheim eine sogenannte Ausfallbürgschaft in Aussicht zu stellen. Diese könnte sich als zentrales Element zur finanziellen Rettung des Gebäudes erweisen.

Eine Turnhalle ohne Eigentum der Stadt
Ausgangspunkt der Diskussion war der Hinweis aus der Bürgerschaft, dass die Stadt Pappenheim selbst gar keine eigene Turnhalle unterhalten müsse. Umso bedeutender sei die Turnhalle auf der Lach, die sich seit ihrer Erbauung im Jahr 1907 im Besitz des Turnvereins befindet. Diese wurde über mehr als hundert Jahre vom Verein selbst betrieben und gepflegt. Bis zum Frühjahr 2024 war die Turnhalle noch rege in Benutzung, ehe statische Untersuchungen die gravierende Einsturzgefahr der Dachkonstruktion offenbarten. Seither ist die Halle gesperrt.

700.000 Euro für die Sanierung
Die nötige Sanierung der Halle wird nach den bisherigen Berechnungen rund 700.000 Euro kosten. Um diese Summe aufzubringen, bemüht sich der Turnverein seit nun bald zwei Jahren intensiv um Spenden, Zuschüsse, Fördergelder und Kredite. Unter anderem stellte der Bayerische Landes-Sportverband (BLSV) eine Förderung von rund 300.000 Euro als Zuschuss in Aussicht sowie ein Darlehen in Höhe von rund 133.000 Euro. Diese Mittel stehen allerdings bisher unter Vorbehalt, denn auch der BLSV ist auf staatliche Gelder angewiesen, bevor er diese auszahlen kann. Solange die Auszahlung der Fördermittelnicht gesichert ist, scheuen Banken eine Zwischenfinanzierung – und genau hier könnte die Stadt nun einspringen.

Bürgschaft mit Risiko – aber auch mit Signalwirkung
Laut dem Stadtratsbeschluss signalisiert die Stadt Pappenheim dem Turnverein, eine Bürgschaft für einen Zuschuss in Höhe zu 300.000 Euro zu übernehmen – also für den Fall geradezustehen, dass der BLSV die Zuschussgelder nicht an den Turnverein ausbezahlt.
Bürgermeister Florian Gallus machte bei der Bürgerversammlung deutlich, dass es sich dabei nicht um eine leichte Entscheidung gehandelt habe. „Wir lehnen uns da ganz schön weit aus dem Fenster“, erklärte er den überraschten Zuhörerinnen und Zuhörern. Sollte die vorbehaltliche Förderzusage des BLSV nicht eingehalten werden, müsste die Stadt im Ernstfall für den Betrag einspringen. Dennoch sei man sich der Verantwortung bewusst. Immerhin gehe es nicht nur um ein Gebäude, sondern um ein zentrales Stück Pappenheimer Sport- und Vereinsgeschichte – und um eine Perspektive für den Breitensport in der Stadt.

Von der Theorie zur Praxis
Noch im Mai 2025 hatte Bürgermeister Gallus bei der Jahreshauptversammlung des Turnvereins darauf hingewiesen, dass Kommunen grundsätzlich keine Bürgschaften übernehmen dürften. Doch bei genauerer Prüfung der Rechtslage wurde klar, dass dies im konkreten Fall einer Sportfördermaßnahme rechtlich möglich ist.

Zusätzlich zur in Aussicht gestellten Bürgschaft hat die Stadt dem Verein bereits 100.000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung ermöglicht. Der Einsatz von Stadtrat und Verwaltung sei laut Gallus damit keineswegs nur „mit Worten“, sondern auch finanziell und organisatorisch klar erkennbar.

Planer und Verein stehen in den Startlöchern
Der Turnverein wünscht sich sehr, gemeinsam mit Architekt Clemens Frosch nun rasch in die nächste Phase eintreten zu können. Ziel ist es, bald die Ausschreibungen auf den Weg zu bringen, um möglichst im kommenden Jahr mit den ersten Bauarbeiten beginnen zu können. Die Bürgschaft könnte sich hierbei als entscheidender Hebel erweisen, um die letzten Finanzierungshürden zu überwinden.

Dass in benachbarten Gemeinden ähnliche Bürgschaften bereits erfolgreich zur Anwendung kamen, nährt die Hoffnung, dass auch Pappenheim mit diesem Schritt einen gangbaren Weg eingeschlagen hat. Stadtrat Marcus Wurm wird künftig als Bindeglied zwischen Stadt und Verein fungieren und die Entwicklung eng begleiten.

Ob und wann die Turnhalle auf der Lach wieder genutzt werden kann, hängt nun davon ab, wie rasch sich der finanzielle Rahmen schließen lässt. Doch mit dem Stadtratsbeschluss ist ein wichtiger Meilenstein erreicht – und ein Zeichen gesetzt, dass die Stadt Pappenheim bereit ist, Verantwortung für die sportliche Infrastruktur zu übernehmen.

 




Der Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 20.11.2025, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentlich Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:

1 Stadtrat – Niederlegung des Stadtratsmandats aus persönlichen Gründen durch Frau Stadträtin Balz
2 Ortrecht – Erlass einer Wahlhelfer-Entschädigungssatzung
3 Kommunale Verkehrsüberwachung: Entscheidung über weiteres Vorgehen
4 Neubau einer Bauhofhalle: Beschluss der Ausführungsplanung
5 Städt. Veranstaltungen – Start in den Frühling – Beschluss der Veranstaltung durch die Stadt und Festlegung des Budgets
6 Bekanntgaben

 




Pappenheim verliert eine engagierte Stadträtin

Bettina Balz, langjährige Stadträtin und Fraktionsvorsitzende der Grünen im Pappenheimer Stadtrat, hat am Montag, den 10. November 2025, ihren Rücktritt bekannt gegeben. Als Grund nannte sie persönliche Gründe.

Bettina Balz gehörte dem Stadtrat seit der Kommunalwahl 2020 an und war als Sprecherin der Ortsgruppe von Bündnis 90/Die GRÜNEN auch Fraktionsvorsitzende im Gremium. Mit ihrer Fraktion brachte sie während der laufenden Legislaturperiode wiederholt eigene Initiativen ein und prägte damit die Arbeit des Stadtrats aktiv mit.

Bereits im November 2019 hatte sie gemeinsam mit Astrid Weddige und Susanne Pühl den Pappenheimer Ortsverband der Grünen gegründet – damals mit nur drei Mitgliedern. Inzwischen zählt die Ortsgruppe 15 Mitglieder.

In einem Schreiben an Bürgermeister Gallus sprach Balz ihren Dank für die gute Zusammenarbeit aus: „Für die vertrauensvolle und stets bereichernde Zusammenarbeit mit Ihnen/Dir, der gesamten Verwaltung sowie mit meinen Stadtratskollegen danke ich von Herzen.“

Als Nachfolgerin auf der Liste der Grünen rückt nun Adelheid Wenninger aus Bieswang in das Gremium nach. Sie hatte bei der Kommunalwahl 2020 insgesamt 540 Stimmen erhalten und hat die Annahme des Stadtratsmandats bereits zugesagt.

Mit dem Rücktritt von Bettina Balz endet ein kommunalpolitisches Engagement, das durch Beharrlichkeit, Sachlichkeit und einen klaren grünen Kompass gekennzeichnet war.

 




CSU Pappenheim nominiert – wer steht künftig auf der Liste?

Am Dienstag, den 18. November 2025, lädt der CSU Ortsverbnd Pappenheim alle Bürgerinnen und Bürger aus der Kernstadt und den Ortsteilen herzlich zur öffentlichen Nominierungsversammlung ein. Beginn ist um 20 Uhr im Hotel-Gasthof  „Zur Sonne“.

Im Fokus der Veranstaltung steht die formale Nominierung von Bürgermeister Florian Gallus, der sich erneut um das Amt des Ersten Bürgermeisters bewirbt. Seine Kandidatur gilt innerhalb der CSU längst als gesetzt, doch die Spannung des Abends liegt an anderer Stelle. Wer wird künftig für die CSU auf der Kandidatenliste für den Stadtrat stehen?

Denn, wie der CSU-Ortsverband mitteilt, treten gleich drei amtierende Stadtratsmitglieder bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 nicht mehr an – ihre Namen sind bislang nicht öffentlich bekannt. Ebenso interessant ist die Frage, welche neuen Kandidatinnen und Kandidaten sich der Öffentlichkeit vorstellen und erstmals für den Pappenheimer Stadtrat kandidieren möchten.

Begleitet wird die Versammlung von CSU-Kreisgeschäftsführer Denis Glotz, der auch als Wahlleiter fungiert. Ebenfalls mit dabei ist Altlandrat Gerhard Wägemann, der die Kandidatenliste mit Erfahrung und Rückhalt aus dem Landkreis unterstützt.

Ein besonderer Moment des Abends wird dem ehrenvollen Abschied von Friedrich Obernöder gewidmet. Der langjährige Stadtrat hatte im Dezember 2024 aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niedergelegt. Für sein jahrzehntelanges Engagement wird ihm im Rahmen der Veranstaltung offiziell gedankt.

Die CSU Pappenheim lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv zu informieren und einen Einblick in die personellen Weichenstellungen für die kommende Wahlperiode zu erhalten. Mitreden – mitentscheiden – dabei sein!

 




Erinnerung an die Bürgerversammlung – mitreden in Pappenheim

Inmitten der vielen Themen, die derzeit in Pappenheim die Gespräche prägen, bieten die bevorstehenden Bürgerversammlungen eine verlässliche Gelegenheit zur Information aus erster Hand. Bürgermeister Florian Gallus lädt die Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, sich direkt über aktuelle Entwicklungen in Stadt und Ortsteilen zu informieren.

Ob es um städtebauliche Maßnahmen, kommunale Projekte oder künftige Vorhaben geht – die Bürgerversammlung bietet nicht nur einen Überblick über die laufenden Geschehnisse, sondern auch Raum für Nachfragen. Wer also eine konkrete Auskunft oder Einschätzung zu bestimmten Anliegen erhalten möchte, hat hier die Möglichkeit, diese direkt an den Bürgermeister zu richten und eine öffentliche Antwort zu erhalten.

Die letzten beiden Versammlungen:

  • Montag, 10. November 2025 um 19:00 Uhr im Alten Schulhaus in Übermatzhofen
  • Mittwoch, 12. November 2025 um 19:00 Uhr im Bürgersaal im Haus des Gastes in Pappenheim

Ein Besuch lohnt sich – nicht nur, um sich ein umfassendes Bild zu machen, sondern auch, um mit fundierter Information in die Diskussionen im privaten und öffentlichen Raum zu gehen.

 




Pappenheim freut sich auf Ihren Weihnachtsbaum

Auch in diesem Jahr möchte die Stadt Pappenheim in der Adventszeit den Marktplatz festlich schmücken – und sucht dafür wieder einen passendenWeihnchtsbaum.

Gesucht wird ein schöner, möglichst großer Nadelbaum, der sich als festlicher Mittelpunkt auf dem Marktplatz eignet. Bürgerinnen und Bürger, die einen geeigneten Baum zur Verfügung stellen können, werden herzlich gebeten, sich mit dem Städtischen Bauhof in Verbindung zu setzen.

Idealerweise sollte dem Angebot ein Foto des Baumes beigefügt werden, um eine erste Einschätzung zu ermöglichen. Dieses kann per E-Mail an bauhof@pappenheim.de gesendet werden. Für Rückfragen oder weitere Informationen steht der Bauhof zudem telefonisch unter 09143/606-93 zur Verfügung.

Die Abholung des Baumes wird selbstverständlich von der Stadt Pappenheim organisiert und durchgeführt.

Die Stadtverwaltung bedankt sich bereits jetzt für die Unterstützung und freut sich auf ein stimmungsvolles Pappenheim zur Weihnachtszeit.

 




Pappenheimer Stadtrat hat über drei PV-Projekte beraten

Drei Vorhaben zur Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen in Bieswang und Übermatzhofen  wurden dem Stadtrat in seiner Sitzung am 23. Oktober 2025 zur weiteren Beratung vorgelegt. Grundlage für die Bewertung ist der im November 2024 beschlossene kommunale PV-Kriterienkatalog, der als Orientierungshilfe bei der Prüfung entsprechender Anträge dient.

Drei Anträge – unterschiedliche Voraussetzungen
Der erste Antrag betrifft den geplanten Bürgersolarpark Pappenheim Bieswang Ost. Die Südwerk Energie GmbH möchte dort westlich von Ochsenhart auf drei Flächen der Gemarkung Bieswang eine Anlage mit einer Größe von 10 Hektar errichten. Dabei liegen nur 4,13 Hektar innerhalb der nach dem Kriterienkatalog zulässigen Flächenbereiche. Ein Konzept wurde eingereicht, auf eine mündliche Vorstellung wurde zunächst verzichtet.

Ebenfalls von der Südwerk Energie GmbH stammt der zweite Antrag für einen Bürgersolarpark in Ochsenhart. Geplant ist eine Anlage südwestlich von Ochsenhart mit einer Fläche von 2,09 Hektar. Dieser Antrag erfüllt sowohl die Flächenkriterien als auch die sonstigen Vorgaben des Katalogs. Ein Konzept liegt auch hier vor.

Der dritte Antrag betrifft ein Projekt in Übermatzhofen. Antragsteller ist Wolfgang Pfister, der eine Anlage mit einer Größe von 2,26 Hektar errichten möchte. Während die Flächenkriterien eingehalten werden, fehlt bislang ein Konzept zu den sonstigen Kriterien. Eine Nachreichung der Unterlagen wurde bereits im Dezember 2024 angefordert, lag bis zum Sitzungstag jedoch nicht vor.

Nach Angaben der Stadtverwaltung liegt die Gesamtfläche bestehender und beantragter PV-Anlagen bei 43,96 Hektar. Damit wird die im Kriterienkatalog festgelegte Obergrenze von 57 Hektar aktuell nicht überschritten.

Bei der Diskussion im Stadtrat bestand der parteiübergreifende Konsens, dass aus den genannten Gründen nur der Antrag „Bürgersolarpark in Ochsenhart“ – also der Antrag Nummer 2 – eine nähere Betrachtung wert ist. Alle Redner im Stadtrat verwiesen darauf, dass man vonseiten der Stadt auf die angebotenen Flächen und die weiteren Vorgaben des beschlossenen PV-Kriterienkatalogs bestehen müsse.

Weitere Beratung notwendig
Der Stadtrat beschloss, dass die Antragsteller für ihr Vorhaben „Bürgersolarpark in Ochsenhart“ in einer der kommenden Sitzungen persönlich vorstellen sollen, um eine genauere Bewertung vornehmen zu können. Eine sofortige Ablehnung eines oder mehrerer Anträge ist derzeit nicht vorgesehen. Ein weiterer Antrag für eine Fläche in der Gemarkung Ochsenhart war im Verwaltungsweg bereits abgelehnt worden – wegen nicht erfüllter Kriterien im Bereich Landschaftsbild und Blickbeziehungen.

Zur Realisierung der Vorhaben wäre jeweils eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans notwendig. Die Kosten für diese Verfahren wären von den Antragstellern zu tragen.




Städtebauförderung zeigt in Pappenheim sichtbare Erfolge und klare Perspektiven

Die Stadt Pappenheim hat im Rahmen des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms eine umfassende Bilanz ihrer bisherigen Maßnahmen gezogen und zugleich den Bedarf für das Förderjahr 2026 konkretisiert. Der Stadtrat beschloss am 23. Oktober 2025 die entsprechende Jahresmeldung für das Programm „Lebendige Zentren“.

Maßnahmen mit sichtbarem Ergebnis
Seit dem Start der Städtebauförderung konnten in Pappenheim zahlreiche Projekte umgesetzt werden, die das Stadtbild, die Infrastruktur und das Wohnumfeld spürbar verbessert haben. Dazu zählen unter anderem:

  • Ordnungsmaßnahmen wie der Abbruch der Industriebrache am Gruco-Gelände, die Platzgestaltung „Auf der Lach“, die Neugestaltung der Klosterstraße, der Abbruch in der Beckstraße 8 sowie die Freiflächengestaltung am ehemaligen Bauhof und Dechanatshof.
  • Bauliche Maßnahmen an einer Vielzahl historischer Gebäude, darunter das Haus des Gastes in der Stadtvogteigasse, mehrere denkmalgeschützte Häuser in der Deisingerstraße und der Graf-Carl-Straße sowie Sanierungsarbeiten an Stadtmauer und Stadtmauerturm.
  • Kommunales Förderprogramm, durch das viele private Eigentümer bei Sanierungen unterstützt wurden, etwa in der Marktplatzumgebung, in der Bahnhofstraße, am Niederländersteig oder in der Bauhofstraße.

Laufende und geplante Projekte
Derzeit wird an der Finanzplanung für die Sanierung der Turnhalle an der Schützenstraße gearbeitet. Darüber hinaus sind weitere Vorhaben im kommunalen Förderprogramm in der Umsetzung – etwa in der Stöbergasse, am Niederländersteig oder am Hotel Krone am Marktplatz.

Als nächste größere Maßnahme ist die Gestaltung des Marktplatzes vorgesehen. Geplant sind unter anderem die Erneuerung des westlichen Gehwegs in der Graf-Carl-Straße, die Anbindung zur Stadtvogteigasse und eine fußgängerfreundliche Querung zur Altmühlbrücke. Auch die Neuordnung des Quartiers Stadteingang Nord wird weiterverfolgt.

Fördermittel für 2026 beantragt
Für das kommende Jahr hat die Stadt Pappenheim förderfähige Kosten in Höhe von 200.000 Euro angemeldet. Diese setzen sich zusammen aus:

  • 80.000 Euro für Maßnahmen im Fassadenprogramm
  • 20.000 Euro für den Sanierungstreuhänder Bayerngrund
  • 100.000 Euro für die laufende Turnhallensanierung

In den Jahren 2027 und 2028 wird jeweils mit einem Förderbedarf von 130.000 Euro gerechnet. Für größere Vorhaben wie die Neugestaltung des Marktplatzes und der Stadtvogteigasse sind in diesen Jahren je 500.000 Euro eingeplant. Diese Maßnahmen sollen im Rahmen der Förderinitiative „Klima wandel(t) Innenstadt“ bezuschusst werden.

Projektfonds wird neu belebt
Auch der Projektfonds Altstadt Pappenheim, der in früheren Jahren bereits Veranstaltungen und Werbemaßnahmen begleitete, wird im Programm „Lebendige Zentren“ fortgeführt. Von 2017 bis 2018 konnten hieraus verschiedene Aktionen finanziert werden – etwa Märkte, Informationsmaterial und kulturelle Beiträge. In den Jahren 2019 bis 2025 war der Fonds inaktiv, soll nun aber wieder aktiviert werden.

Städtebauliches Entwicklungskonzept als Grundlage
Die genannten Maßnahmen stützen sich auf das städtebauliche Entwicklungskonzept der Stadt, das unter Mitwirkung von Fachplanern und lokalen Arbeitsgruppen erstellt wurde. Es definiert langfristige Entwicklungsziele für die Bereiche Städtebau, Verkehr, Handel, Tourismus und soziales Miteinander – und dient als Leitlinie für alle aktuellen und künftigen Vorhaben.

 




Pappenheimer Stadträte äußern Kritik an Vorgehen des Landratsamtes beim Bebauungsplan Gründlein

Im Zuge der Änderung des Bebauungsplans „Gründlein“ im Ortsteil Geislohe reagierten die Mitglieder des Pappenheimer Stadtrats mit deutlicher Kritik auf die Vorgehensweise des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen.

Im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens hatte das Landratsamt bemängelt, dass mehrere Bauparzellen des seit dem Jahr 2000 rechtskräftigen Bebauungsplans zu nahe am angrenzenden Wald lägen. Aus Gründen der Verkehrssicherheit könnten dort keine Genehmigungen erteilt werden, da sich die Grundstücke innerhalb der Baumfallzone befänden. Die Stadt Pappenheim hatte daraufhin Gespräche mit Vertretern des Landratsamts, des Forstamts und dem örtlichen Förster geführt. Ziel war es, die Rodung des Waldes zu vermeiden und dennoch eine baurechtlich tragfähige Lösung zu finden.

Geplant ist nun, den Geltungsbereich des Bebauungsplans zu erweitern und eine Baumfallzone sowie eine Waldrandzone festzusetzen. In der Baumfallzone dürfen künftig keine Hauptgebäude mit gewöhnlichem Aufenthalt errichtet werden. In der angrenzenden Waldrandzone verpflichtet sich die Stadt als Waldeigentümerin zur Entnahme hochgewachsener Bäume, zur Anlage eines gestuften Waldrands sowie zur Pflanzung niedrig wachsender Sträucher. Diese Maßnahmen sollen auch grundbuchrechtlich gesichert werden. Eine Verschiebung der Baugrenze kommt laut Stadt nicht in Betracht, da nur neun Meter Abstand zwischen Waldrand und Baugrenze bestehen.

Stadtrat und Zweiter Bürgermeister Walter Otters (Freie Wähler) kritisierte das Vorgehen des Landratsamts als „dreist“. Es sei nicht nachvollziehbar, dass nun ein solcher Aufwand betrieben werden müsse, obwohl der Bebauungsplan seit Jahrzehnten rechtskräftig sei. Auch für die SPD-Fraktionsvorsitzende Anette Pappler ist die Forderung des Landratsamtes nicht nachvollziehbar – aus ihrer Sicht hätte der Mangel bereits im Genehmigungsverfahren erkannt werden können. Stadtrat Karl Satzinger (Bürgerliste) hob in der Debatte hervor, dass die Stadt Pappenheim für die entstandene Situation nicht verantwortlich sei.

 




Pappenheim vertreten auf der Kreistagsliste der Linken

Am Sonntag, den 26. Oktober 2025, stellte der Kreisverband Ansbach / Weißenburg-Gunzenhausen der Partei Die Linke im Rahmen einer Mitgliederversammlung seine Liste für die anstehende Kreistagswahl 2026 auf. Alle 23 Kandidatinnen und Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt.

Angeführt wird die Liste von der Treuchtlinger Sozialarbeiterin und Kreisschatzmeisterin Nadja Gschwendtner. Ihr folgt auf Platz 2 Markus Thürauf aus Pappenheim, der als Heilerziehungspfleger tätig ist. Besonders betont wurde von Seiten der Partei, dass die Liste paritätisch – also gleichberechtigt mit Frauen und Männern – besetzt ist. „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir eine paritätisch besetzte Liste aufstellen können, bei der Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind“, erklärte Dagmar Eisen (Platz 5, Weißenburg i. Bay.), eine der beiden Kreissprecherinnen.

Auch die Vielfalt der beruflichen Hintergründe innerhalb der Kandidatenschaft wurde hervorgehoben: „Vom Kfz-Azubi über die Studentin, die Fachkräfte aus Handwerk, Industrie, Pflege, Gesundheit, Bildung und Erziehung bis zur Rentnerin – wir haben ein schönes Abbild der Landkreisbewohnerinnen und -bewohner“, so Spitzenkandidatin Nadja Gschwendtner. Mit Cora (Platz 17) und Max Kallenbach (Platz 4), beide aus Ellingen, kandidieren auch junge Eltern für den Kreistag.

Inhaltlich lag der Fokus der Versammlung auf sozialer Gerechtigkeit, Daseinsvorsorge und einem entschiedenen Eintreten für die Mehrheit der Bevölkerung, die auf Löhne angewiesen ist. Gesundheit, Wohnen, Bildung, Energie, Wasser und Verkehr seien ebenso wie der Umweltschutz zentrale Aufgaben der öffentlichen Hand – nicht des freien Marktes. „Ein schönes und sicheres Leben ist für alle möglich“, betonte Markus Thürauf.

Auf dem Titelbild:
Vordere Reihe (von links): Dagmar Eisen, Lena Hölzl, Nadja Gschwendtner
Mittlere Reihe: Johannes Jordan, Eva Sieland-Hirschmann, Diane Sierkowski, Mathias Brückel
Hintere Reihe: Markus Thürauf, Thomas Schredl, Frank Steinmann

Die vollständige Liste der Kandidatinnen und Kandidaten mit den jeweiligen Wohnorten:

  1. Nadja Gschwendtner – Sozialarbeiterin, Treuchtlingen
  2. Markus Thürauf – Heilerziehungspfleger, Pappenheim
  3. Eva Sieland-Hirschmann – Arzthelferin i. R., Weißenburg i. Bay.
  4. Max Kallenbach – Elektrotechniker, Ellingen
  5. Dagmar Eisen – Rentnerin, Weißenburg i. Bay.
  6. Thomas Schredl – Fahrzeuglackierer, Treuchtlingen
  7. Lena Hölzl – Erzieherin, Solnhofen
  8. Jonathan Krug – Auszubildender, Dittenheim
  9. Lena Wiedemann – Studentin, Gunzenhausen
  10. Mathias Brückel – Tiefbaufacharbeiter, Pappenheim
  11. Katja Schuster – Grundschullehrerin, Pleinfeld
  12. Johannes Jordan – Zimmerer, Weißenburg i. Bay.
  13. Diane Sierkowski – Textilveredlerin, Pappenheim
  14. Christian Oechslein – Pflegefachkraft, Gunzenhausen
  15. Valeria Burman – Operationstechnische Assistentin, Gunzenhausen
  16. Frank Steinmann – Pflegefachkraft, Weißenburg i. Bay.
  17. Cora Kallenbach – Gestalterin, Ellingen
  18. Christof Schöffel – Arbeiter, Weißenburg i. Bay.
  19. Kristina Ingerl – Lehrkraft, Treuchtlingen
  20. Joachim Sieland – Kaufmann i. R., Weißenburg i. Bay.
  21. Birgit Stillich – Reinigungskraft, Weißenburg i. Bay.
  22. Veronika Löffler – Altenpflegerin, Treuchtlingen
  23. Werner Rottler – Kunststoffformengeber, Treuchtlingen

Tielbild: Die Linke KV Ansbach / Weißenburg-Gunzenhausen

 




Neue Vorstandschaft bei den Freien Wählern in Pappenheim

Im Rahmen ihrer diesjährigen Jahresversammlung haben die Freien Wähler Pappenheim eine neue Vorstandschaft gewählt und zugleich den Blick auf die Kommunalwahl 2026 gerichtet. Die Neuwahlen markierten einen personellen Wechsel an der Spitze, ohne dabei den bewährten Kurs der bürgernahen Kommunalpolitik aus den Augen zu verlieren.

Der bisherige Vorsitzende Wolfgang Sachse verabschiedete sich nach vielen Jahren intensiven Engagements aus der Führungsriege. In einer Ansprache dankte er den Mitgliedern sowie den Mandatsträgern für das langjährige Vertrauen und die gute Zusammenarbeit.

Zum neuen Vorsitzenden wurde einstimmig Jürgen Weizinger gewählt, der nun die Geschicke des Ortsverbands lenken wird. Ihm zur Seite steht Walter Otters, der nicht nur als stellvertretender Vorsitzender fungiert, sondern auch weiterhin als zweiter Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender im Stadtrat tätig ist. Kontinuität gibt es bei den weiteren Ämtern. Dagmar Fromm bleibt Schriftführerin, Friedrich Hönig behält die Verantwortung für die Finanzen. Die Kassenprüfung übernehmen Claus Dietz und Martin Käfferlein.

In ihren Rückblicken hoben die Vorstandsmitglieder die zahlreichen Aktivitäten des vergangenen Jahres hervor. Besonders im Fokus standen dabei Themen rund um die Stadtentwicklung und das gesellschaftliche Leben in Pappenheim. Auch aus dem Stadtrat wurde berichtet – dort bringen sich die Freien Wähler nach wie vor aktiv in die kommunalpolitische Arbeit ein.

Mit Blick auf die kommende Kommunalwahl im Jahr 2026 kündigte der neue Vorsitzende an, die verbleibenden Monate intensiv für die inhaltliche und organisatorische Vorbereitung zu nutzen. Man wolle sich weiterhin für eine sachorientierte, konstruktive und bürgernahe Politik starkmachen, so Weizinger zum Abschluss der Versammlung: „Unser Ziel ist eine starke Vertretung Pappenheims im Stadtrat.“

Titelfoto: Freie Wähler Pappenheim




LEADER-Projekt unterstützt Bürgerengagement in Pappenheim und Neudorf

In seiner jüngsten Sitzung im Röglinger Nadlerhaus hat der Exekutivausschuss der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Monheimer Alb-AltmühlJura neue Weichen für die Förderung bürgerschaftlicher Projekte gestellt. Unter dem Vorsitz von Monheims Bürgermeister Günther Pfefferer wurden dabei mehrere Vorhaben beschlossen – mit direktem Bezug auch zu Pappenheim und Neudorf.

So erhält der Pappenheimer Maibaum e.V. eine Förderung in Höhe von bis zu 2.500 Euro. Das Geld ist für die Produktion eines Kurzfilms bestimmt, der auf 15 Jahre gelebte Maibaumtradition zurückblickt. In Neudorf kann sich die dortige Elterninitiative über 1.000 Euro freuen. Damit soll der Spielplatz im Ort aufgewertet werden.

Mit den Zuwendungen will die LAG ein sichtbares Zeichen für das Engagement in der Region setzen. Insgesamt standen Mittel aus dem LEADER-Fördertopf „Unterstützung Bürgerengagement“ zur Verfügung. Um eine ausgewogene Verteilung zu gewährleisten, wurde das Budget für Spielplatzprojekte jedoch auf insgesamt 5.000 Euro bis zum Ende der Förderperiode begrenzt.

Neben den Förderentscheidungen standen auch Zukunftsthemen auf der Tagesordnung: LEADER-Koordinator Erich Herreiner warb für verstärkte Kooperationen über Regionsgrenzen hinweg. Erste Ideen, etwa zur Weiterentwicklung gemeinsamer Wanderangebote, wurden diskutiert.

Auch organisatorisch zeigte sich die Geschäftsstelle der LAG gut aufgestellt. Geschäftsführerin Melanie Pruis-Obel informierte über laufende Aktivitäten, eine positive Mittelbilanz und kündigte weitere Termine an – darunter ein Bürgermeistertreffen im Frühjahr 2026.

Fotos: LAG Monheimer Alb-AltmühlJura