Spannendes SPD-Schafkopfturnier im Pappenheimer Schützenhaus
Mit dem Dreikönigstag beginnt das Jahr in Pappenheim seit jeher auf besondere Weise. Beim traditionellen Schafkopfturnier des SPD-Ortsvereins trafen sich wieder Kartenspielbegeisterte aus Nah und Fern, diesmal im Schützenhaus der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim (PSG), um in geselliger Runde ihr Können zu messen.
Auch in diesem Jahr konnte sich der Ortsverein über regen Zulauf freuen. Mehr als 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung und sorgten für ein unterhaltsames Turnier mit vielen spannenden Partien. Eingeleitet wurde die Veranstaltung durch Robert Deffner, den ersten Schützenmeister der PSG, der als Hausherr die Gäste willkommen hieß. Im Anschluss richtete Andreas Widmann als langjähriger Organisator das Wort an die Anwesenden. Mit einem herzlichen „Ein gutes neues Jahr“ wünschte er allen viel Glück im Spiel – und der Wunsch sollte bei einigen in Erfüllung gehen.
Nach insgesamt 80 gespielten Partien stand am Ende eine Siegerin fest. Brigitte Stützer aus Markt Berolzheim überzeugte mit 82 Punkten und sicherte sich damit den ersten Platz – und das bei nur einem gespielten Solo. Als Anerkennung durfte sie einen Einkaufsgutschein des Edeka-Markts Pfaller entgegennehmen. Auf den zweiten Platz spielte sich Josef Schneider aus Wolkertshofen mit 77 Punkten, dicht gefolgt von Olaf Hahn aus Pappenheim, der mit 76 Punkten den dritten Rang belegte.
Für die Überreichung der zahlreichen Sachpreise sorgten Pia Brunnenmeier und Andreas Widmann, die allen Teilnehmenden für ihr faires Spiel und die angenehme Atmosphäre dankten. Besonderes Lob ging auch an die Mannschaft der PSG, die mit viel Einsatz für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Ebenso wurde dem Edeka-Markt Pfaller für die Unterstützung mit Preisen herzlich gedankt.
Der SPD-Ortsverein Pappenheim blickt bereits mit Vorfreude auf das kommende Jahr und bedankt sich bei allen Beteiligten für ein gelungenes Turnier im Zeichen des geselligen Miteinanders.
Titelfoto: SPD Ortsverein Pappenheim
Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel
Mit einem herzlichen Dank an alle engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürger blickt Bürgermeister Florian Gallus auf das vergangene Jahr zurück. In seiner nachfolgenden Botschaft würdigt er das Miteinander in Pappenheim und wünscht Zuversicht und Gesundheit für das neue Jahr.
Liebe Gemeindemitglieder,
ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende zu. In diesen Tagen der Ruhe und des Innehaltens möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich im Namen der Stadt Pappenheim und seiner Ortsteile und vor allem ganz persönlich herzlich bei Ihnen allen zu bedanken.
Unser Gemeindeleben lebt von Zusammenhalt, Engagement und gegenseitiger Unterstützung. Dafür danke ich Ihnen von Herzen. Ein besonderer Dank gilt all jenen, die das ganze Jahr über unzählige ehrenamtliche Stunden in unseren Vereinen, Kirchen und Institutionen leisten. Ihr Einsatz ist unbezahlbar und bildet das Fundament einer lebendigen und starken Gemeinschaft.
Ein ganz besonderer Dank gebührt den ehrenamtlichen Frauen und Männern unserer Feuerwehren und Rettungsdienste. Sie stehen das ganze Jahr über – bei Tag und Nacht, an Wochenenden, Feiertagen und auch heute an Silvester – bereit, um für unsere Sicherheit und Hilfe in Notlagen zu sorgen. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt und große Anerkennung.
Ebenso möchte ich den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Bauhofes danken, die auch über den Jahreswechsel hinweg den Winterdienst gewährleisten und dafür sorgen, dass unsere Wege sicher bleiben. Ihr Einsatz, oft zu frühen oder späten Stunden, ist ein wichtiger Beitrag für uns alle.
Zum Jahresende wünsche ich Ihnen und Ihren Familien Gesundheit, Zuversicht und einen guten Rutsch in ein neues Jahr. Möge es uns allen das neue Jahr Frieden, Zusammenhalt und viele positive Begegnungen bringen.
Auch im Namen der Verwaltung und des Stadtrates sage ich an dieser Stelle, vielen Dank für Ihr Vertrauen, Ihre Unterstützung und Ihr Engagement für unsere Gemeinde.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Erster Bürgermeister Florian Gallus
Adelheid Wenninger als neue Stadträtin vereidigt
In der letzten Sitzung des Pappenheimer Stadtrats im Jahr 2025 wurde Adelheid Wenninger feierlich als neue Stadträtin vereidigt. Sie folgt auf Bettina Balz, die ihr Amt niedergelegt hatte. Wenninger rückt als Listennachfolgerin mit 540 Stimmen für die Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in das Gremium nach.
Die Vereidigung nahm Erster Bürgermeister Florian Gallus vor. Mit den Worten des Eides gelobte Wenninger, ihre künftigen Aufgaben mit Gewissenhaftigkeit und im Sinne der kommunalen Selbstverwaltung auszuführen.
Mit dem neuen Ratsmandat übernimmt Adelheid Wenninger auch eine Reihe an verantwortungsvollen Aufgaben in verschiedenen Ausschüssen und Gremien:
Mitglied im Finanz-, Hauptverwaltungs- und Personalausschuss, dem zentralen Steuerungsgremium der Stadtverwaltung,
stellvertretendes Mitglied im Grundstücks-, Bau- und Bauhofausschuss, der unter anderem für städtische Bauvorhaben und die Liegenschaftsverwaltung zuständig ist,
stellvertretendes Mitglied im Rechnungsprüfungsausschuss, der die Haushaltsführung der Stadt überprüft,
Mitglied im Stadtwerkeausschuss, der zugleich als Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH fungiert.
Darüber hinaus wurde ihr das Referat „Stadtmarketing, Tourismus, EHP & Einzelhandel“ übertragen – ein Bereich, in dem Pappenheim durch Veranstaltungen, Tourismusprojekte und die Förderung des Einzelhandels weiter gestärkt werden soll.
Adelheid Wenninger nimmt im Sitzungssaal künftig den Platz ihrer Vorgängerin ein. Mit ihr gewinnt der Stadtrat eine engagierte Vertreterin, die künftig die Belange der Grünen im Pappenheimer Stadtrat vertreten wird.
Die weihnachtlichen Öffnungszeiten der städtischen Einrichtungen in Pappenheim
Rund um die Weihnachtsfeiertage kehrt auch bei den städtischen Einrichtungen in Pappenheim etwas Ruhe ein. Die Stadtverwaltung informiert über geänderte Öffnungszeiten und bittet um Beachtung der eingeschränkten Erreichbarkeit.
Tourist Information Pappenheim pausiert über den Jahreswechsel
Die Tourist Information bleibt von Montag, 22. Dezember 2025 bis einschließlich Dienstag, 6. Januar 2026 geschlossen. Ab Mittwoch, 7. Januar ist das Team wieder wie gewohnt erreichbar. In einer Mitteilung bedankt sich die Tourist Information für die Treue im vergangenen Jahr und wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern sowie Gästen frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr.
Rathaus über den Jahreswechsel nur eingeschränkt geöffnet
Das Pappenheimer Rathaus bleibt am Heiligen Abend (24.12.) sowie vom 31. Dezember 2025 bis einschließlich 6. Januar 2026 geschlossen. Letztmals vor Weihnachten regulär geöffnet ist das Rathaus am Dienstag, 23. Dezember, bis 16.30 Uhr.
Wertstoffhof mit mehreren Schließtagen
Auch beim Wertstoffhof gibt es an den Feiertagen Änderungen: Die Einrichtung bleibt an folgenden Tagen geschlossen:
24. Dezember (Heiligabend)
27. Dezember
31. Dezember (Silvester)
03. Januar
05. Januar
Die Stadt Pappenheim bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die geänderten Öffnungszeiten und wünscht eine besinnliche Weihnachtszeit.
Der Stadtrat tagt öffentlich
Am Donnerstag, 18.12.2025, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal im des Haus des Gastes eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:
Besetzung des Stadtrates – Vereidigung der Nachrückerin Adelheid Wenninger, Besetzung der Ausschüsse und Zuteilung des Referates
Bauanträge 2.1 BA 28/2025: Tektur zu 51/2022 – Werkstatterweiterung mit Anbau Hackschnitzelheizungund Hackschnitzellager, bauliche Änderungen, Bahnhofstraße 7, Pappenheim
Dorferneuerung 3.1 DE Bieswang – Vorstellung und Beschluss der Entwurfsplanung der Maßnahmen „Meiergasse“, „Kirchengasse“ und „Sommerkellerweg“
Antrag StR Satzunger: Antrag zur Gestaltung des Platzes am Römerbrunnen im Gemeindegebiet Göhren
Ortsrecht 5.1 Grundsteuerreform – Beschluss einer Hebesatzsatzung für die GrSt A und B für das Haushaltsjahr 2026
Breitbandausbau 6.1 Breitbandausbau – Auftragsvergabe für weitere Beratungsleistungen im Rahmen der Bundesförderung Gigabit 2.0 6.2 Breitbandausbau – Auftragsvergabe für Beratungsvertrag zur juristischen Ausschreibungsbegleitung im Rahmen der Bundesförderung Gigabit 2.0
Bekanntgaben
Traditionsreiches Schafkopfturnier des SPD-Ortsvereins Pappenheim
Der Dreikönigstag steht in Pappenheim seit über zwei Jahrzehnten auch im Zeichen des Schafkopfspiels. Auch im kommenden Jahr lädt der SPD-Ortsverein wieder zum traditionellen Preisschafkopf ins Schützenhaus der Privilegierten Schützengesellschaft am Lachgatrenweg 7 ein. Das Turnier findet am Dienstag, 6. Januar 2026, statt. Spielbeginn ist um 13:30 Uhr, die Anmeldung ist ab 12:30 Uhr vor Ort möglich.
Neben spannenden Kartenduellen winken den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch in diesem Jahr wieder attraktive Preise. Der Hauptpreis ist ein Einkaufsgutschein im Wert von 200 Euro, gesponsert vom Pappenheimer Verbrauchermarkt Edeka Pfaller. Weitere Fleischpreise sorgen dafür, dass sich das Mitspielen gleich doppelt lohnt.
Die Teilnahmegebühr beträgt 12 Euro. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig – wer rechtzeitig zur Anmeldung erscheint, ist mit dabei. Der Veranstalter weist darauf hin, die geänderte Anfangszeit zu beachten.
Willkommen sind alle, die Freude am bayerischen Kartenspiel haben oder einfach einen geselligen Nachmittag in guter Gesellschaft verbringen möchten. Der Preisschafkopf des SPD-Ortsvereins hat sich längst als feste Größe im Pappenheimer Veranstaltungskalender etabliert und verspricht auch 2026 wieder ein rundum gelungenes Dreikönigstreffen.
Pappenheim profitiert von Finanzspritze des Freistaats und des Bundes
Für die Stadt Pappenheim gibt es im kommenden Jahr erfreuliche Nachrichten aus München und Berlin. Wie aus den nun veröffentlichten Zahlen hervorgeht, erhält die Stadt im Rahmen der Schlüsselzuweisungen für 2026 insgesamt 1.719.396 Euro vom Freistaat Bayern – das sind 395.572 Euro mehr als im Vorjahr.
Zusätzlich stehen aus dem kommunalen Investitionsbudget des Bundes 541.643 Euro für konkrete Projekte vor Ort zur Verfügung. Diese Mittel stammen aus dem Sondervermögen des Bundes zur Stärkung der kommunalen Infrastruktur, mit dem vor allem Schulen, Kindertagesstätten, Straßenbau oder Digitalisierungsvorhaben unterstützt werden sollen.
Spürbare Erhöhung stärkt die Planungssicherheit
Der Stimmkreisabgeordnete Helmut Schnotz (CSU) betont die Bedeutung dieser Finanzmittel für die Kommunen: „Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sorgt der Freistaat für Verlässlichkeit. Die Schlüsselzuweisungen sind ein zentraler Baustein für die Handlungsfähigkeit unserer Städte und Gemeinden.“ Mit dem zusätzlichen Bundesgeld könne gezielt in die Zukunft investiert werden – eine Chance gerade für ländlich geprägte Regionen.
Auch Pappenheim dürfte von dieser Finanzspritze profitieren, etwa bei anstehenden Maßnahmen zum Ausbau des Quartiers Pappenheim Nord oder Betreuungseinrichtungen wie etwa das Georg-Nestler-Haus. Welche konkreten Projekte damit umgesetzt werden, wird sich im Rahmen der Haushaltsberatungen und kommunalen Planungen zeigen.
Kommunaler Finanzausgleich in Rekordhöhe Landesweit werden im Jahr 2026 rund fünf Milliarden Euro an Schlüsselzuweisungen ausgeschüttet – das sind 131 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Im gesamten Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beläuft sich die Summe auf 26,65 Millionen Euro für die Städte und Gemeinden sowie weitere 22,93 Millionen Euro für den Landkreis selbst. Hinzu kommen über 12 Millionen Euro aus dem Investitionsbudget des Bundes.
Damit setzt sich der langjährige Trend fort, dass Bayerns Kommunen im bundesweiten Vergleich besonders investitionsfreudig sind – ein Kurs, der laut Schnotz durch gezielte finanzielle Unterstützung aufrechterhalten werden soll.
Pappenheim mit deutlichem Plus
Im Vergleich zu vielen anderen Kommunen im Landkreis fällt die Entwicklung in Pappenheim besonders positiv auf. Während viele Gemeinden mit rückläufigen Schlüsselzuweisungen konfrontiert sind, verzeichnet Pappenheim ein deutliches Plus. Dieser Zuwachs eröffnet zusätzliche Spielräume – allerdings bleibt auch weiterhin abzuwarten, welche Herausforderungen durch steigende Kosten, etwa im Bau- und Energiebereich, auf die Kommunen zukommen.
In jedem Fall bietet die neue Finanzlage Chancen – nun liegt es an der Stadt, daraus das Beste für die Bürgerinnen und Bürger zu machen.
Pflegeeinsatz an städtischen Bäumen in Pappenheim
Im Zeitraum von Montag, 15. Dezember, bis Freitag, 19. Dezember 2025 lässt die Stadt Pappenheim im Bereich „Am Hals“ und am „Schneckleinsberg“ Baumpflegearbeiten durchführen. Zum Einsatz kommt dabei unter anderem eine Hebebühne, um die Maßnahmen sicher und fachgerecht auszuführen.
Die Arbeiten sind Teil der regelmäßigen Pflege des städtischen Grüns und dienen in erster Linie der Verkehrssicherheit. Im Zuge der Maßnahmen kann es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen kommen. Eine Vollsperrung soll nach Angaben der Stadt jedoch vermieden werden.
Anwohnerinnen, Anwohner sowie Verkehrsteilnehmende werden um Verständnis gebeten. Wer kann, sollte die betroffenen Straßenabschnitte in diesem Zeitraum möglichst umfahren.
Freie Wähler und Bürgerliste bekräftigen den für Pappenheim eingeschlagenen Kurs
Bei der Nominierungsveranstaltung der Freien Wähler und der Bürgerliste Pappenheim am 2. Dezember 2025 haben Walter Otters und Karl Satzinger ihre Sicht auf die zurückliegende Stadtratsarbeit und die anstehende Kommunalwahl dargelegt. Beide Redner betonten insbesondere den Wandel im politischen Klima der Stadt und die konstruktive Zusammenarbeit im Stadtrat. Ihre Stellungnahmen richteten sich auch auf die Umsetzung zentraler Ziele aus dem Wahlprogramm von 2020.
Walter Otters, Stadtrat und Vertreter der Freien Wähler, knüpfte an eine Leitlinie aus dem Wahlprogramm 2020 an: „Nicht klagen, sondern selbst anpacken und pragmatische Lösungen finden.“ Im Zentrum seiner Ausführungen stand das Ziel, den Stadtrat als zentrales Entscheidungsorgan der Kommune zu stärken. Der damals formulierte Anspruch auf ein ehrliches, transparentes und von gegenseitiger Wertschätzung getragenes Miteinander sei in der laufenden Wahlperiode sichtbar eingelöst worden.
Otters verwies in diesem Zusammenhang auf mehrere konkrete Entwicklungen. So sei die Einführung regelmäßiger Klausurtagungen auf Anträge der Freien Wähler in den Jahren 2014 und 2020 zurückzuführen. Auch die parteiübergreifende Verständigung, politische Auseinandersetzungen nicht über die Medien auszutragen und auf rückwärtsgewandte Debatten zu verzichten, habe zur sachorientierten Zusammenarbeit beigetragen.
Ausdrücklich hob Otters hervor, dass sich alle Fraktionen in der laufenden Stadtratsperiode darum bemüht hätten, parteipolitische Interessen zurückzustellen. Dies sei eine direkte Reaktion auf die vorangegangene Wahlperiode, die von politischen Konflikten geprägt gewesen sei. Dass heute eine pragmatische und sachbezogene Zusammenarbeit möglich sei, bezeichnete Otters als eine Erfolgsgeschichte, zu der die Freien Wähler und die Bürgerliste maßgeblich beigetragen hätten.
Als Ausdruck der gewachsenen Zusammenarbeit bezeichnete Otters auch den gemeinsamen Wahlvorschlag von Freien Wählern und Bürgerliste. Auch wenn das ursprünglich angestrebte Modell einer einheitlichen Liste – wie in Solnhofen – nicht umgesetzt werden konnte, so werde es doch gemeinsame Wahlveranstaltungen mit CSU, SPD, Freien Wählern und Bürgerliste geben. Otters betonte in diesem Zusammenhang die Unterstützung für den amtierenden Bürgermeister Florian Gallus, der zur Wiederwahl vorgeschlagen ist. Wörtlich sagte er: „Wir haben uns an ihn gewöhnt und – ja – wir haben uns auch zusammengerauft.“
Karl Satzinger erklärte für die Bürgerliste, dass er den Ausführungen von Walter Otters vollumfänglich zustimmen könne. Auch aus Sicht der Bürgerliste habe die Zusammenarbeit mit den Freien Wählern im Stadtrat gut funktioniert. Beide Gruppierungen seien sich in ihren politischen Zielsetzungen nahe und hätten bewusst auf Fraktionszwang verzichtet. Vielmehr lege man Wert auf individuelle Entscheidungen der jeweiligen Stadtratsmitglieder.
In seiner Rede kündigte Satzinger zugleich seinen Rückzug aus der aktiven Kommunalpolitik an. Nach zwölf Jahren im Ehrenamt ziehe er sich zurück, auch wenn seine politischen Ziele für den Ortsteil Göhren noch nicht vollständig erreicht seien. Für die anstehende Wahl sieht Satzinger Freie Wähler und Bürgerliste gut aufgestellt: Man habe eine „starke Liste“ zusammengestellt, und er äußerte die Hoffnung, dass die neuen Kandidatinnen und Kandidaten die bisherige gedeihliche Arbeit im Stadtrat fortsetzen werden.
Freie Wähler und Bürgerliste Pappenheim nominieren gemeinsame Kandidaten
In einer politischen Geste der Geschlossenheit haben die Freien Wähler (FW) und die Bürgerliste (BGL) am 2. Dezember 2025 ihre gemeinsame Kandidatenliste für die Kommunalwahl im März 2026 vorgestellt. Zur Nominierungsversammlung im Gasthof „Zum Grünen Baum“ kamen rund 25 Mitglieder und Sympathisanten beider Gruppen, um ein personelles Signal für die künftige Stadtratsarbeit zu setzen. Ein Abend, der neben dem offiziellen Teil auch Raum für spontane Demokratie ließ – und für eine bemerkenswerte Erweiterung der Liste.
Schon zu Beginn war klar, dass die Zusammenarbeit der beiden Gruppierungen keine neue Allianz ist, sondern gewachsene Praxis. Bereits in der Legislaturperiode 2014–2020 war das enge politische Miteinander von FW und BGL im Stadtrat sichtbar – nun wird diese Zusammenarbeit durch eine gemeinsame Liste gekrönt.
Ortsvorsitzender Jürgen Weizinger (FW) begrüßte die Anwesenden, unter ihnen auch der 2. Bürgermeister und FW-Fraktionsvorsitzende Walter Otters sowie Karl Satzinger, der die Fraktion der Bürgerliste im Stadtrat führt. Anwesend auch Friedrich Rachinger aus Bieswang, der auf der Kandidatenliste für den Kreistag für die Freien Wähler kandidiert. Ein besonderer Gruß galt Josef Miehling, dem Vorsitzenden der FW-Kreistagsfraktion, der die Leitung der Wahlmodalitäten bei der Versammlung übernahm.
In seiner Begrüßung erinnerte Weizinger an die Bedeutung der kommenden Wahl für die künftige Entwicklung Pappenheims und hob den maßgeblichen Anteil hervor, den beide Gruppierungen in der aktuellen Legislaturperiode für das Fortkommen in Pappenheim und seinen Ortsteilen geleistet hätten. Die Aufstellung der gemeinsamen Liste sei nun auch Ausdruck der bisherigen konstruktiven Stadtratsarbeit.
Auf besonders anschauliche Weise wurde die Verbundenheit von FW und BGL bereits vor Beginn der Versammlung sichtbar. Auf eigens gestalteten Bierdeckeln zur Veranstaltung war die enge Gemeinsamkeit von FW und BGL symbolisch als klare Botschaft festgehalten.
Formalitäten für den neuen Kandidaten werden rasch erledigt. v. l.: Karl Satzinger BGL, Jürgen Weizinger FW und Bernd Raithel der neue Kandidat für die BGL
Die Liste umfasst nun zehn engagierte Persönlichkeiten aus dem gesamten Gemeindegebiet, die sich im Laufe des Abends persönlich vorstellten. Ursprünglich waren neun Kandidierende vorgesehen – doch mitten in der Versammlung ergriff Bernhard Raithel aus Göhren spontan das Wort und bat um Aufnahme auf die Liste. Nach kurzer Unterbrechung zur Klärung der Formalitäten wurde er in die Liste aufgenommen, was von der Führung der beiden Gruppierungen mit sichtlicher Freude und Zufriedenheit aufgenommen wurde. Eine besondere Bedeutung hat diese Nachnominierung für Göhren. Denn Karl Satzinger aus Göhren, der seit 2014 ein sehr engagierter Stadtrat ist, hat bei der Göhrener Bürgerversammlung im Oktober 2025 – für viele unerwartet – seinen Rückzug aus dem Stadtratsamt mit Ende der Legislaturperiode öffentlich bekannt gemacht.
Die Liste, die im Wechsel mit Vertreterinnen und Vertretern von Freien Wählern und Bürgerliste besetzt wurde, umfasst ein breites berufliches und persönliches Spektrum – von Energie- und Bauexperten über langjährig aktive Stadträte bis hin zu Menschen aus dem Bildungs-, Vereins- und Pflegebereich. Was sie eint, ist der Wille, Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an der Zukunft Pappenheims mitzuwirken, betonte Weizinger.
Die Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick:
Walter Otters, FW, 65, Osterdorf:
Der Elektromeister im Ruhestand, aktuell 2. Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, möchte den begonnenen Ausbau der Infrastruktur weiter vorantreiben. Besonders am Herzen liegt ihm die konsequente Umsetzung des Glasfaserausbaus in allen Ortsteilen. Sein Motto ist: „Nicht klagen, sondern selbst anpacken und pragmatische Lösungen finden.“
Roland Kiermeyer, BGL, 56, Bieswang:
Als aktiver Feuerwehrbeamter und Stadtrat bringt er Fachwissen in Fragen der Verkehrssicherheit und Infrastruktur mit. Er setzt sich für die Sanierung von Straßen und Plätzen ein und möchte den Dialog im Stadtrat fördern. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Förderung des Vereinslebens – als Motor des sozialen Miteinanders. Sein Motto: „Nur gemeinsam erreichen wir unsere Ziele.“
Jürgen Weizinger, 59, Übermatzhofen:
Als Diplom-Ingenieur und Energieberater bringt er fundierte Fachkenntnisse in die kommunale Energiepolitik ein. Sein Ziel ist der Aufbau einer praktikablen und zukunftsfähigen Energie-Infrastruktur, die sowohl ökologisch wie wirtschaftlich in den ländlichen Raum passt.
Carola Lämmerer, BGL, 50, Pappenheim:
Die selbstständige Versicherungs- und Immobilienkauffrau kandidiert mit dem Anspruch, wirtschaftliche Sachverhalte verständlich zu machen und Lösungen gemeinsam mit den Bürgern zu entwickeln. Für sie zählen Sachlichkeit, Verlässlichkeit und ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen. Sie möchte insbesondere mittelständische Betriebe, Familien und das Ehrenamt stärken.
Christian Schöppl, BGL, 55, Zimmern:
Der Direktionsbeauftragte für Landwirtschaft setzt sich für den Erhalt regionaler Traditionen und für ein starkes ehrenamtliches Netzwerk ein. Er möchte touristische Potenziale heben und Verbindungen zwischen Stadt und Land ausbauen. Mit seinen Kontakten bis in den Bayerischen Landtag möchte er Impulse für die Region setzen. Sein Credo: „Heimat braucht Zukunft“.
Martin Käfferlein, FW, 36, Ochsenhart:
Als Feuerwehrkommandant und Prozessentwickler kennt er die praktischen Anforderungen moderner Infrastruktur. Er möchte die Feuerwehren im Gemeindegebiet stärken, modernisieren und digitalisieren. Zudem will er neue Wege gehen, um junge Menschen für das Ehrenamt zu begeistern. Sein Motto: „Gemeinsam vorwärts. Für eine starke Zukunft.“
Matthias Hübner, BGL, 37, Weißenburg / Pappenheim):
Der Bautechniker im Tiefbau möchte seine berufliche Expertise für die Planung und Umsetzung kommunaler Straßen- und Tiefbauprojekte einbringen. Für ihn ist eine solide, langfristige Infrastrukturplanung der Grundpfeiler für eine funktionierende Kommune.
Friedrich Hönig, FW, 77, Bieswang:
Der dienstälteste Stadtrat bringt jahrzehntelange Erfahrung aus dem Bauausschuss, der Dorfentwicklung und der Nahwärmeversorgung mit. Auch im Ruhestand ist ihm eine gesunde Umwelt ein zentrales Anliegen. Er steht für eine nachhaltige Entwicklung im Einklang mit der Natur.
Bernhard Raithel, BGL, 40, Göhren:
Der Finanzwirt will sich insbesondere für die kommunale Wärmeplanung und zukunftsfähige Investitionen einsetzen. Er sieht darin einen Schlüssel zur nachhaltigen und wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt.
Stephan Lauterbach, BGL, 50, Pappenheim:
Der selbstständige Erzieher und vierfache Vater steht für eine soziale und inklusive Kommunalpolitik. Er möchte Politik bürgernäher gestalten und Räume schaffen, in denen alle mitgestalten können. Sein Ziel: eine lebendige, gerechte und nachhaltige Kommune. Motto: „Gemeinsam aktiv für Pappenheim.“
Freie Wähler aus Pappenheim auch auf der Kreistagsliste Ergänzend zur Stadtratsliste sind auch drei Kandidaten aus dem Pappenheimer Stadtgebiet auf der Kreistagsliste der Freien Wähler vertreten. Auf Platz 15 kandidiert der Osterdorfer Walter Otters, gefolgt von Jürgen Weizinger aus Übermatzhofen auf Platz 27. Friedrich Rachinger aus Bieswang, der auf Platz 43 gelistet ist, wird das Pappenheimer Kandidatentrio komplettiert.
Titelfoto: Freie Wähler Pappenheim
Grüner Ortsverband Pappenheim würdigt Engagement von Bettina Balz
Im Rahmen der Nominierungsversammlung des Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen hat die Sprecherin des Pappenheimer Ortsverbandes, Monika Pamp, Bettina Balz für deren kommunalpolitisches Wirken und ihre prägende Rolle in der Grünen-Fraktion im Stadtrat der Stadt Pappenheim gedankt.
Bettina Balz, die ihr Mandat vor Kurzem zurückgegeben hat, war nicht nur Mitbegründerin und Sprecherin des Ortsverbandes, sondern seit 2020 auch Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat Pappenheim. „Mit ihren Ideen, Anträgen und präzisen Beiträgen hat Bettina Balz entscheidende Impulse gesetzt und gemeinsam mit Astrid viel auf den Weg gebracht“, betonte Pamp. Besonders hervorgehoben wurde, dass es Balz gelungen sei, die Grünen-Fraktion im Stadtrat klar zu positionieren und ihre Arbeit sichtbar zu machen.
Als gebürtige Pappenheimerin war Balz hervorragend vernetzt und brachte mit ihrer Sachkenntnis sowie ihrer direkten, pointierten Art zahlreiche politische Themen voran. Mit ihrem Ausscheiden hinterlasse sie „eine große Lücke“, so Pamp, verbunden mit der Hoffnung, dass die Zusammenarbeit im Ortsverband weiterhin bestehen werde.
Der Ortsverband dankte Bettina Balz herzlich für ihren Einsatz und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute.
Pappenheimer Grüne setzen bei der Kommunalwahl auf vier zentrale Themen
Bei der Nominierungsversammlung von Bündnis 90/Die Grünen in Pappenheim hat Stadträtin Astrid Weddige, zugleich zweite Sprecherin des Ortsverbandes, das Programm der Grünen zur Kommunalwahl 2026 vorgestellt. In einer kompakten Ausführung skizzierte sie das Vier-Punkte-Programm, das die Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode im Pappenheimer Stadtrat setzen soll. Ergänzend zur Versammlung wurden vom Ortsverband gezielte Veranstaltungen zur Vertiefung einzelner Themenfelder angekündigt.
Wir – Stadt und Dörfer im Schulterschluss
Den Auftakt des Programms bildet der Punkt „Wir“, der die Verbindung zwischen Stadt und Ortsteilen in den Mittelpunkt stellt. Weddige betonte, dass ein starkes Miteinander nicht nur im sozialen, sondern auch im praktischen Sinne angestrebt werde. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Radwegeverbindungen zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt. Diese Infrastrukturmaßnahmen sollen das Zusammenleben stärken und gleichzeitig ökologische Mobilitätsformen fördern.
Wald – Lebensqualität durch Naturerhalt
Der Pappenheimer Wald, als prägender Bestandteil der Landschaft, stehe für die Grünen als Symbol für Klimaschutz, Artenvielfalt und Naherholung. Laut Weddige geht es um den dauerhaften Erhalt der ökologischen Funktionen des Waldes. Auch die Pappenheimer Alleen, die vielen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegen, seien Teil dieses Naturverständnisses. Ziel sei es, die Lebensqualität langfristig zu sichern und Pappenheims Status als Luftkurort zu bewahren.
Wasser – Vorsorge für die Zukunft im Zeichen der regionalen Wasserdiskussion Im Themenfeld „Wasser“ machte Stadträtin Astrid Weddige deutlich, dass die Grünen in Pappenheim den sorgsamen Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource zu einem zentralen Anliegen ihres Programms machen. Zwar verfüge Pappenheim aktuell über Trinkwasser in hervorragender Qualität und ausreichender Menge, doch sei diese Situation kein Freifahrtschein für die Zukunft.
„Die aktuellen Entwicklungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zeigen uns, wie brisant das Thema geworden ist“, so Weddige.
Diese Debatte müsse laut Weddige auch in Pappenheim ernst genommen werden. Neben einer klaren Positionierung gegen übermäßige Wasserableitungen sei es wichtig, lokal vorzusorgen. Durch den Erhalt des Waldes als natürlicher Wasserspeicher, durch die Vermeidung von Flächenversiegelung und eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Wasserkreisläufe im Blick behält.
Das Thema Wasser werde, so Weddige, mit Blick auf den Klimawandel weiter an Bedeutung gewinnen. Pappenheim müsse deshalb heute schon handeln, um auch in Zukunft eine sichere, qualitativ hochwertige und kommunal verankerte Wasserversorgung gewährleisten zu können.
Wohnen – Impulse für Innenstadt und Ortsteile
Im vierten Themenfeld „Wohnen“ setzen die Grünen auf eine Revitalisierung der Innenstadt und auf neue, altersgerechte Wohnformen. Besonders im Fokus: die Belebung des Georg-Nestler-Hauses sowie die städtebauliche Entwicklung im Bereich Pappenheim Nord. Zudem will man die Ergebnisse des Vitalitätschecks gezielt nutzen, um bestehende Gebäude besser nutzen und zukunftsfähige Konzepte für Stadt und Dörfer zu entwickeln. Weitere Aspekte wie digitale Infrastruktur, nachhaltige Energieversorgung, die Gestaltung öffentlicher Räume und der Erhalt des Freibads sollen die Wohn- und Lebensqualität in Pappenheim abrunden.
Mit ihrem Programm wollen die Grünen in Pappenheim einen Beitrag zu einer ökologisch, sozial und strukturell tragfähigen Stadtentwicklung leisten. Die vorgestellten Schwerpunkte sollen dabei keine bloßen Wahlversprechen sein – sondern Arbeitsaufträge für die nächste Wahlperiode.