Feuerbeschau rückt jetzt auch in den Fokus der Stadt Pappenheim

Die Feuerbeschau ist auch in Pappenheim wieder in den Blickpunkt gerückt – nicht zuletzt vor dem Hintergrund eines tragischen Brandereignisses in der Schweiz, das vielerorts für Nachdenklichkeit gesorgt hat. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Januar 2026 einstimmig beschlossen, eine externe Fachfirma aus Regensburg mit der Überprüfung ausgewählter Gebäude im Stadtgebiet zu beauftragen. Im Zentrum stehen dabei zunächst Einrichtungen, denen eine erhöhte Relevanz im Hinblick auf den vorbeugenden Brandschutz beigemessen wird. Für die erste Prüfphase wurde ein Budget von bis zu 5.000 Euro bewilligt.

Wie Amtsleiter Stefan Eberle im Gremium des Stadrates erläuterte, geht es ausschließlich um öffentliche Gebäude – viele davon verfügen bereits über aktuelle Brandschutznachweise. Die geplante Feuerbeschau versteht sich daher als Ergänzung zur bestehenden Dokumentation, mit dem Ziel, möglichen Sicherheitslücken frühzeitig zu begegnen.

Ein Aspekt der Beschlussfassung hat jedoch für vereinzelte Rückfragen gesorgt. Die zugrunde liegende Prioritätenliste mit den zu untersuchenden Objekten wurde dem Stadtrat als nichtöffentliche Anlage vorgelegt. Eine Veröffentlichung sei derzeit nicht vorgesehen, wie aus der Verwaltung mitgeteilt wurde. Begründet wird dies unter anderem damit, dass es sich um ein Arbeitspapier im Entwurfsstadium handle, das dem Gremium zunächst einen ersten Überblick über die Vielfalt und Tragweite der Aufgabe vermitteln solle. Bürgermeister Florian Gallus wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Liste noch im internen Abstimmungsprozess sei. Mit Blick auf die öffentliche Sicherheit sei zudem ein sensibler Umgang mit solchen Unterlagen geboten.

Gleichwohl stellt sich aus Sicht einiger Beobachter die Frage, wie viel Transparenz in einem solchen Verfahren möglich – und sinnvoll – ist. Welche Gebäude künftig überprüft werden sollen und nach welchen Kriterien die Einstufung erfolgt, bleibt bislang offen.

Ein Beispiel, das immer wieder genannt wird, ist der Schulungsraum im Pappenheimer Feuerwehrhaus. Gerade dort, wo regelmäßig Gruppen zusammentreffen und Ausbildungen stattfinden, dürfte dem vorbeugenden Brandschutz besondere Bedeutung zukommen. Ob das Feuerwehrhaus Bestandteil der anstehenden Begutachtung ist, ist aus den genannten Gründen nicht bekannt.

Hintergrund der Beauftragung einer Fachfirma ist unter anderem, dass die Stadt Pappenheim über kein eigenes Fachpersonal verfügt, das die Feuerbeschau in rechtssicherer Weise durchführen könnte. Dieses Problem betrifft nicht nur Pappenheim – laut Beschlussvorlage handelt es sich bayernweit um eine vielfach vernachlässigte Pflichtaufgabe. Für eine umfassende Überprüfung aller relevanten Objekte im Stadtgebiet wird ein Kostenrahmen von rund 100.000 Euro genannt – ein Betrag, der aktuell nicht zur Verfügung steht und deshalb eine stufenweise Umsetzung nahelegt.




Historisches Stadtfest 2027 in Pappenheim bleibt vorerst Vision

Mit großer Leidenschaft und bürgerschaftlichem Engagement haben Angelika Starzl und Agnes Enderlein im Namen eines Organisationsteams einen umfangreichen Antrag zur Durchführung eines Historischen Stadtfestes 2027 vorgelegt. In diesem Jahr jährt sich die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Pappenheim zum 1225. Mal. Doch trotz aller Anerkennung für die ehrenamtliche Initiative wurde das Anliegen in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 22. Januar 2026 fast einstimmig abgelehnt.

Der Antrag: Unterstützung in allen Bereichen
Im Zentrum des Antrags des Organisationsteams stand die Bitte, dass die Stadt Pappenheim die offizielle Trägerschaft für das geplante Fest übernehmen solle. Diese sei notwendig, da das Organisationsteam als loses Personenbündnis nicht über eine eigene Rechtsform verfüge, um Verträge rechtswirksam abzuschließen.

Gewünscht war die Unterstützung durch die Stadt in nahezu allen organisatorischen und finanziellen Belangen – von der Schirmherrschaft über Genehmigungsverfahren, Werbung, Bühnen- und Stromversorgung bis hin zur vollständigen finanziellen Abwicklung inklusive Ausstellung von Spendenquittungen und Überweisung von Gagen. Die geschätzten Gesamtkosten wurden auf rund 24.000 Euro beziffert – ohne Berücksichtigung des städtischen Personalaufwands.

Lob für das Engagement
In der Sitzung brachte Bürgermeister Florian Gallus seine Wertschätzung für das Vorhaben deutlich zum Ausdruck. Er sprach von einem „hohen ehrenamtlichen Engagement“, das viel Idealismus und Liebe zur Stadt erkennen lasse. Auch in einem vorausgegangenen Gespräch mit den Antragstellerinnen sei seitens der Stadtführung der Einsatz anerkannt und gewürdigt worden.

Auch die Kulturreferentin und 3. Bürgermeisterin Christa Seuberth lobte das Engagement und unterstrich, dass es schon charmant wäre, wenn nach dem Altmühlfest 2025, dem großen Jubiläumsfest des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim im Jahr 2027, ein Historisches Fest für Pappenheim stattfinden könnte. Besonders wertvoll bei der Idee sei, dass diese aus der Bevölkerung komme.

Stadt als Veranstalter? Ein zu großes Risiko
Trotz des Respekts vor dem bürgerlichen Antrieb wurde in der Beratung deutlich, dass eine Umsetzung in der gewünschten Form aus Sicht der Stadtverwaltung nicht möglich sei. Da die Antragstellerinnen keine rechtsfähige Organisation darstellen, müsste die Stadt selbst als Veranstalter auftreten – mit allen damit verbundenen rechtlichen, finanziellen und organisatorischen Konsequenzen.

Bürgermeister Gallus machte deutlich, dass insbesondere das städtische Büro für Tourismus und Veranstaltungen die mit einem solchen Fest verbundenen Aufgaben – wie Vertragsabschlüsse, Genehmigungen und technische Umsetzung – nicht leisten könne. Die personellen Ressourcen seien dafür schlicht nicht vorhanden.

Auch der finanzielle Spielraum fehlt
Hinzu kommen gravierende finanzielle Hürden. Der städtische Haushalt kann derzeit nur durch Kredite ausgeglichen werden. Mit dem ebenfalls im Jahr 2027 anstehenden Volksfest, das bereits mit jährlich rund 25.000 Euro bezuschusst wird, bleibt kein Spielraum für eine zweite größere Veranstaltung. Rechnet man zusätzlich mit den internen Kosten für Personal, Logistik und Vorbereitung, könnte das Fest laut Verwaltung ein Defizit von bis zu 50.000 Euro verursachen. In vergleichbaren Kommunen lagen diese laut Erfahrungswerten sogar bei rund 100.000 Euro.

Auch 2. Bürgermeister Walter Otters von den Freien Wählern und Simon Schleußinger (CSU), Referent für Sport, Vereine, Jugend und Ehrenamt, brachten den Kostenpunkt als Grund für eine ablehnende Haltung vor. Man müsse mit dem Haushalt rechnen und dürfe sich nicht unter Druck setzen lassen. Allerdings kam auch deutlich zur Sprache, dass man für das Jahr 2027 neue Konzepte für das Auslaufmodell des einmalig durchgeführten Altmühlfestes finden könne. Durchaus denkbar, meinte Bürgermeister Gallus, dass man ab 2027 jedes Jahr ein neu konzipiertes Historisches Pappenheimer Stadtfest feiert.

Fast einstimmige Entscheidung des Stadtrates
Am Ende der öffentlichen Sitzung war das Meinungsbild im Gremium eindeutig: Mit Ausnahme von Stadträtin Christa Seuberth lehnte der Stadtrat den Antrag von Angelika Starzl und Agnes Enderlein geschlossen ab. Auch wenn die Idee eines Historischen Stadtfestes zum 1225-jährigen Jubiläum grundsätzlich als würdig und charmant empfunden wurde, überwogen die praktischen und finanziellen Bedenken.

Die Antragstellerinnen hatten bereits im Vorfeld Verständnis für eine mögliche Ablehnung signalisiert und baten lediglich um eine zeitnahe Entscheidung – diese ist nun gefallen.

 




Neuer Zaun für den Schulgarten in Neudorf

Im Neudorfer Schulgarten tut sich was. Der Obst- und Gartenbauverein Neudorf plant, das Areal mit einem neuen Zaun auszustatten. Der geplante Staketenzaun aus Holz soll das rund 800 Quadratmeter große Grundstück am südwestlichen Ortsrand von Neudorf einrahmen und nicht nur für Ordnung sorgen, sondern auch das Gesamtbild der wunderschönen Anlage aufwerten – und das möglichst rechtzeitig vor dem Feuerwehrfest im Mai.

Der Antrag auf Errichtung wurde dem Stadtrat Pappenheim in der Sitzung am 22. Januar 2026 zur Entscheidung vorgelegt. Der Zaun soll eine Höhe von 1,50 Metern haben und aus naturbelassenem Rundholz bestehen. Der Zaun wird entlang der Grundstücksgrenzen verlaufen, ohne dabei bestehende Sträucher, Obstbäume oder das Gartenhaus zu beeinträchtigen.

Der Schulgarten in Neudorf ist nicht nur ein Ort des Gärtnerns, sondern vor allem auch ein Ort des Lernens. Hier bringen Mitglieder des Vereins Kindern aus dem Ort und der Umgebung die Grundlagen des Gartenbaus näher. In kleinen Projekten lernen die jungen Gärtnerinnen und Gärtner, wie Gemüse angebaut, Obstbäume gepflegt oder Kräuter geerntet werden. Der Garten erfüllt damit eine wichtige pädagogische Aufgabe im Dorfleben und trägt zur naturnahen Bildung bei.

Aus rechtlicher Sicht steht dem Bauvorhaben nichts im Wege. Zwar liegt das Grundstück im Außenbereich und fällt somit unter die Regelungen des § 35 Baugesetzbuches, doch wurden keine öffentlichen Belange festgestellt, die dem Vorhaben entgegenstehen könnten. Die Erschließung gilt als gesichert, sodass der Stadtrat das gemeindliche Einvernehmen einstimmig erteilt hat.




Kläranlagen in Neudorf und Göhren werden technisch nachgerüstet

Der Pappenheimer Stadtrat hat in seiner Sitzung vom 22. Januar 2026 einstimmig beschlossen, die Kläranlagen in den Ortsteilen Neudorf und Göhren durch gezielte bauliche Nachrüstungen zu verbessern. Trotz der erst vor wenigen Jahren erfolgten Umbauten hatten sich im laufenden Betrieb Schwachstellen gezeigt, die nun durch entsprechende Maßnahmen behoben werden sollen.

Sandfang in Neudorf überfordert
In der Kläranlage Neudorf sorgt vor allem der stark abschüssige Zulauf aus dem nördlichen Ortsteil für Probleme. Bei Regenfällen rauscht das Abwasser mit ungebremster Geschwindigkeit in den Sandfang vor der Anlage und spült dort angesammelten Sand und Schmutz weiter in die Kläranlage. Das belastet die Pumpwerke und erhöht den Verschleiß.

Um diesem Effekt entgegenzuwirken, sollen zwei Maßnahmen umgesetzt werden: Der Einbau einer sogenannten „Trockenwetterbrücke“, die den Sandfang besser reguliert, sowie ein zusätzlicher Sandfang im Beckenboden, der Sand gezielt an einer Tiefstelle sammelt. Die geschätzten Kosten dafür liegen bei rund 20.000 Euro brutto.

Beckenreinigung in Göhren künftig einfacher
Auch beim Regenüberlaufbecken bei Göhren besteht Handlungsbedarf. Nach stärkeren Regenereignissen verbleiben größere Mengen Sand und Dreck am Boden des Regenüberlaufbeckens. Eine automatische Reinigung ist wegen des fehlenden Stromanschlusses nicht möglich, ein Wasseranschluss ist jedoch vorhanden.

Der Stadtrat hat deshalb den Einbau einer zusätzlichen Ableitung vom Becken direkt in den Hauptkanal beschlossen. Künftig kann das Klärpersonal den Schmutz über diese Leitung gezielt in Richtung Pappenheimer Hauptkläranlage spülen, wo das Material sinnvoll weiterverarbeitet werden kann. Die Kosten für diese Maßnahme belaufen sich auf etwa 18.000 Euro.

Haushaltsmittel bereitgestellt
Für beide Vorhaben werden im Haushalt 2026 bis zu 50.000 Euro eingestellt, einschließlich eines finanziellen Puffers sowie der Honorare für das Ingenieurbüro. Die Verwaltung und Bürgermeister Florian Gallus wurden vom Stadtrat ermächtigt, nach Abschluss der Ausschreibungen die Aufträge zu vergeben.

Mit den beschlossenen Nachrüstungen sollen die Anlagen in Neudorf und Göhren nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger betrieben werden können.

 




Der Stadtrat in Pappenheim tagt öffentlich

Am Donnerstag, 22.01.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal im des Haus des Gastes eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:

1 Bauanträge

1.1 BA 29/2025 – Errichtung eines Staketenzauns, Fl.-Nr. 464, Gemarkung Neudorf

2 Abwasserbeseitigung: Grundsatzbeschluss und Vergabeermächtigung für Maßnahmen zur Verbesserung der Abwasserbehandlung in den Kläranlagen Neudorf und Göhren

3 Historisches Stadtfest 2027 – Antrag des Organisationsteams auf Übernahme der Trägerschaft und der Kosten

4 Vergaben:

4.1 Feuerbeschau durch die Gemeinde – Auftragsvergabe an die Firma ADKOplan

4.2 Auftragsvergabe an die LGA Bayern „Untersuchung der Standfestigkeit der Fels“

5 Feuerwehrwesen: FFW Zimmern, Bestätigung Feuerwehrkommandant und Stellvertreter nach erfolgter Wahl

6 Städtepartnerschaften – Zuschussrichtlinie der Stadt Pappenheim

7 Antrag auf Förderung durch die Stadt Pappenheim 2026-2030 durch den Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V.

8 Bekanntgaben




Markus Gläser stellt sich im Grünen Bereich von Pappenheim vor

Die Pappenheimer Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen hatte kürzlich zu einem politischen Abend in den „Grünen Bereich“ eingeladen – jenem historischen Ort in der vormaligen Hoechstetter-Apotheke, der Leerstand mit neuem Leben füllt. Anlass des Treffens war der Besuch von Markus Gläser, der sich bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 um das Amt des Landrats bewirbt.

Monika Pamp, 1. Sprecherin der Pappenheimer Grünen begrüßte die zahlreichen Besucher und  den Landratskandidaten Markus Gläser im „Grünen Bereich“. Unterstützt wird seine parteiunabhängige Kandidatur von fünf im Kreistag vertretenen Parteien: Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, ÖDP und FDP. In Pappenheim selbst treten SPD und Freie Wähler mit eigenen Kandidaten zur Kreistagswahl an. Auf Nachfrage berichtete Gläser, dass die Einladung der Grünen bislang die einzige aus Pappenheim sei – fügte aber mit einem Lächeln hinzu: „Aber vielleicht kommt ja noch was.“ Bereits im Mai 2025 hatte sich Markus im Rahmen der internen Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im Gasthaus Zur Linde den SPD-Mitgliedern vor Ort vorstellen können.

Der Abend im „Grünen Bereich“ war geprägt von einem regen Austausch. Gläser präsentierte seine politischen Ziele und traf dabei auf ein interessiertes Publikum. Zwischenfragen waren ausdrücklich erwünscht – und der Kandidat nutzte die Gelegenheit, um auf die Zwischenfragen mit Detailkenntnis und Sachverstand auf Augenhöhe zu antworten.

Im Rahmen seiner Vorstellung in Pappenheim ging Landratskandidat Markus Gläser recht detailliert auf eine ganze Reihe von Themen ein, die aus seiner Sicht für die Zukunft des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen von besonderer Bedeutung sind. Die Schwerpunkte seiner Rede zeigten deutlich: Gläser will Politik nicht nur für, sondern vor allem mit den Menschen im Landkreis machen.

Wohnen, Familien und lebendige Ortskerne
Ein zentrales Anliegen des Kandidaten ist die Belebung leerstehender Ortskerne. Gläser betonte, dass Wohnen, Familienfreundlichkeit und die Attraktivität von Innenstädten und Dorfzentren untrennbar miteinander verknüpft seien. Anstatt neue Flächen auszuweisen, solle verstärkt auf Nachverdichtung und die Reaktivierung leerstehender Gebäude gesetzt werden. Förderprogramme wie „Lebendige Zentren“ oder „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ von Bund und Land müssten gezielter genutzt werden – auch von kleineren Kommunen wie Pappenheim. Dabei verwies er ausdrücklich auf den Veranstaltungsort selbst: Die Wiederbelebung der ehemaligen Hoechstetter-Apotheke durch die Grünen sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie Leerstand mit Kreativität in einen Ort der Begegnung verwandelt werden könne.
Die Idee aus der Zuhörerschaft, für derart weitreichende Herausforderungen einen zentralen landkreisweiten „Kümmerer“ zu benennen, begrüßte er grundsätzlich, dämpfte jedoch überzogene Erwartungen: „Da müssen wir aufpassen. Da will ich keine Versprechen machen.“

Mobilität und Infrastruktur
Im Bereich der Mobilität setzte Gläser auf eine Kombination aus Verbesserung des ÖPNV und modernen, flexiblen Lösungen. Gerade für den ländlichen Raum brauche es dichtere Takte, verlässliche Verbindungen und barrierefreie Haltestellen. Ergänzend sollen On-Demand-Angebote auch kleinere Dörfer besser anbinden. Ein wichtiges Anliegen war ihm zudem die Digitalisierung – konkret der flächendeckende Ausbau von Breitband und Mobilfunk.

Auch zur Verkehrsregelung bezog Gläser Stellung: Für die stark belastete Hörnleinkreuzung in Weißenburg sprach er sich aus Sicherheits- und Kostengründen klar gegen den geplanten Kreisverkehr aus. Stattdessen favorisiert er eine optimierte Ampellösung, die ebenfalls zur Vermeidung schwerer Unfälle beitragen könne – zumal das Nadelöhr durch einen Kreisel nicht vollständig aufgelöst werde.

Verwaltung und Sicherheit
Verwaltung soll für Bürgerinnen und Bürger einfacher und verlässlicher werden. Gläser setzt auf digitale Prozesse, klare Zuständigkeiten und eine bürgernahe Ansprache. Er sprach sich für einen speziellen Serviceschalter für Seniorinnen und Senioren aus, die keinen Zugang zum Internet haben. Im Bereich Sicherheit nannte er eine bessere Ausstattung für Einsatzkräfte sowie vorausschauende Notfallpläne für Extremwetterereignisse und Cyberangriffe als notwendige Maßnahmen.

Wirtschaft und Bildung
Zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft betonte Gläser die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Wirtschaft, Schulen und Ausbildungsstätten. Er möchte regelmäßige Wirtschaftsdialoge etablieren, familienfreundliche Betriebe stärken und die Digitalisierung an Schulen vorantreiben. Auch die gezielte Förderung des Tourismus und der Regionalwirtschaft spielt in seinem Konzept eine Rolle.

Gesundheit und Pflege
Die wohnortnahe Gesundheitsversorgung sieht Gläser als Grundpfeiler der Daseinsvorsorge. Er sprach sich für ein stabiles Kreisklinikum in Weißenburg aus. Auch die Zahl an Ärztinnen und Ärzten im Landkreis will Gläser erhöhen. Ergänzt werden soll die Versorgung durch telemedizinische Angebote, moderne Pflegekonzepte und eine Stärkung der Palliativ- und Hospizdienste. Die Sicherung der Geburtshilfe im Landkreis bleibt für ihn ein wichtiges Ziel.

Klima und Landwirtschaft
Markus Gläser widmete sich auch dem Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Landwirtschaft – das er jedoch nicht als Widerspruch, sondern als gemeinsame Aufgabe versteht. Er will den Austausch mit Landwirten, wie vormals schon durch einen regelmäßigen Umweltgipfel, fördern, den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und regionale Vermarktung stärken. Ein besonderes Augenmerk liegt auf kurzen Wegen und der Entwicklung eines Qualitätszeichens „Altmühlfranken-Heimatprodukte“.

 




SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten für den Stadtrat Pappenheim

Im Rahmen einer parteiübergreifenden Wahlversammlung hat Stadträtin Anette Pappler, zugleich Fraktionsvorsitzende der SPD im Pappenheimer Stadtrat, die Kandidatinnen und Kandidaten ihrer Partei für die anstehende Kommunalwahl am 8. März 2026 vorgestellt.

Anette Pappler (53)
Einrichtungsleitung & Geschäftsführerin Jugendwerkstatt Langenaltheim gGmbH
Engagiert als Stadträtin, Kreisrätin, Referentin für Schule & Volksfest, sowie Feldgeschworene. Sie ist Aufsichtsratsvorsitzende der Wohnungsbaugenossenschaft und stellv. Vorsitzende im AWO-Kreisverband. Aktiv in Theatergruppe, Maibaumverein, Turnverein und Frauenhausverein.
Listenplatz 1

Michele Eckerlein (36)
Elektriker bei den Stadtwerken Pappenheim
Feuerwehrmann mit Herz: Stadtrat, Feuerwehrreferent und 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim. Mitglied im Kanonier-Militärverein, Maibaumverein und in der Theatergruppe.
Listenplatz 2

Pia Brunnenmeier (64)
Rechtsfachwirtin
Langjährige Stadträtin und Referentin für Stadtentwicklung. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins und Mitglied im Exekutivausschuss der LAG Monheimer Alb-Altmühl Jura e.V. Aktiv im Maibaumverein, Turnverein und auf der Bühne der Theatergruppe.
Listenplatz 3

Tim Schober (33)
Fachkrankenpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege
Zugführer der Feuerwehr Pappenheim, Rettungssanitäter und stellvertretender Vorsitzender im SPD-Ortsverein. Vereinsleben mit Engagement: BRK, Theatergruppe, Militärverein.
Listenplatz 4

Carola Zanetti (54)
Kundenbetreuerin im Nahverkehr, Zugbegleiterin
Gewerkschaftlich aktiv im EVG-Ortsvorstand Treuchtlingen und Schriftführerin im Turnverein 1861 Pappenheim. Außerdem Mitglied der Theatergruppe.
Listenplatz 5

Florian Zanetti (24)
Verwaltungswirt bei der Regierung von Mittelfranken, Informatikstudent
Junges Engagement: Schriftführer bei der Feuerwehr Pappenheim und Mitglied im Turnverein.
Listenplatz 6

Susanne Lampmann (57)
Rettungsschwimmerin im Freibad Pappenheim, Hausmeisterin im evang. Gemeindezentrum
Engagiert sich bei der Feuerwehr, TSG und der Tafel Pappenheim.
Listenplatz 7

Bernhard Hecht (58)
Braumeister und Inhaber der Hechtbräu in Zimmern, zusätzlich tätig bei Weibsbräu Dinkelsbühl
Netzwerker der Gastronomie- und Brauereiszene, passives Mitglied der Feuerwehr Zimmern sowie aktiv bei den Urvogelfreunden Solnhofen und im Maibaumverein.
Listenplatz 8




FW/BGL-Kandidatin und -Kandidaten für den Stadtrat Pappenheim

Im Rahmen einer parteiübergreifenden Wahlveranstaltung präsentierte Walter Otters, Stadtrat und Zweiter Bürgermeister, die Liste der Freien Wähler/Bürgerliste für die Kommunalwahl am 8. März 2026. Die Kandidatinnen und Kandidaten bringen berufliche Fachkompetenz, kommunalpolitische Erfahrung und vielfältiges ehrenamtliches Engagement mit – quer durch alle Ortsteile und Altersgruppen.

Walter Otters (65), Osterdorf
Elektromeister, ehemaliger Leiter des Technologiezentrums am bbw Weißenburg
Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler, Zweiter Bürgermeister, kommunalpolitisch erfahren.
Motto: „Selbst anpacken und pragmatische Lösungen finden.“
Listenplatz 1

Roland Kiermeyer (56), Bieswang
Feuerwehrbeamter, Stadtrat seit 2020, Referent für Straßen, Plätze & Verkehr
Setzt sich für Sanierung der Infrastruktur und für das Vereinsleben ein.
Motto: „Nur gemeinsam erreichen wir unsere Ziele.“
Listenplatz 2

Jürgen Weizinger (59), Übermatzhofen
Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, Energieberater, Ortssprecher
Bringt fachliche Expertise für praxisnahe Energiekonzepte im ländlichen Raum.
Listenplatz 3

Carola Lämmerer (50), Pappenheim
Selbstständige Kauffrau, Versicherungs- und Immobilienfachwirtin
Engagiert im Militärverein, setzt auf sachliche und lösungsorientierte Politik.
Listenplatz 4

Christian Schöppl (55), Zimmern
Direktionsbeauftragter Landwirtschaft, Vorsitzender des Militärvereins
Aktiv im Bayerischen Soldatenbund, Brückenbauer zwischen Tradition und Moderne.
Listenplatz 5

Martin Käfferlein (36), Ochsenhart
Maschinenbautechniker, Nebenerwerbslandwirt, Feuerwehrkommandant
Langjähriger Ortssprecher, will die Feuerwehren weiterentwickeln.
Motto: „Gemeinsam vorwärts. Für eine starke Zukunft.“
Listenplatz 6

Matthias Hübner (37), Weißenburg / Pappenheim
Bautechniker für Tiefbau
Möchte sein Fachwissen bei Straßen- und Tiefbauprojekten in die Ratsarbeit einbringen.
Listenplatz 7

Friedrich Hönig (77), Bieswang
Vermessungstechniker i. R., dienstältester Stadtrat, Referent für Dorfentwicklung
Engagiert für Natur- und Umweltschutz, Mitgestalter in Bauausschuss & Nahwärmegenossenschaft.
Listenplatz 8

Bernhard Raithel (40), Göhren
Finanzwirt in der Steuerverwaltung
Engagiert in Kirchenmusik und Sport, setzt auf nachhaltige Infrastruktur.
Listenplatz 9

Stephan Lauterbach (50), Pappenheim
Selbstständiger Erzieher und Unternehmer, vierfacher Vater
Für eine lebendige, gerechte und gemeinschaftliche Stadtgesellschaft.
Motto: „Gemeinsam aktiv für Pappenheim.“
Listenplatz 10




CSU-Kandidatin und -Kandidaten für den Stadtrat Pappenheim

Der CSU-Ortsverband Pappenheim hat bei der gemeinsamen Wahlveranstaltung seine Kandidatin und Kandidaten für die Stadtratswahl offiziell vorgestellt. Bürgermeister Florian Gallus und Ortsvorsitzender Marcus Wurm präsentierten ein Team, das – so die CSU – „für Sachverstand, Verlässlichkeit und Engagement“ stehe.
Man setze auf eine ausgewogene Mischung aus kommunalpolitischer Erfahrung, unternehmerischer Kompetenz und ehrenamtlichem Einsatz.

Stefanie Glück (40), Pappenheim
Gastronomin, Küchenmeisterin
Stefanie Glück steht für strukturiertes und vorausschauendes Arbeiten – Eigenschaften, die sie als selbstständige Unternehmerin und Organisatorin der BR-Radltour eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Sie bringt ein starkes Netzwerk aus Tourismus und Gastronomie mit, denkt dabei stets an Lebensqualität – nicht nur für Gäste, sondern vor allem für die Menschen vor Ort.
→ Listenplatz 1

Simon Schleussinger (25), Pappenheim
Kaufmann im Einzelhandel, Stadtrat, Referent für Jugend und Vereine
Der Vorsitzende des Maibaumvereins ist ein Impulsgeber im Stadtrat. Er kombiniert unternehmerisches Denken mit sozialem Gespür, bleibt lernbereit und offen für Neues – und steht klar zu seiner Meinung.
→ Listenplatz 2

Rainer Dengler (45), Neudorf
Selbstständiger Installateur- und Heizungsbaumeister
Engagierter Vorsitzender der FFW Neudorf und der Nahwärmegenossenschaft. Rainer möchte sein handwerkliches Wissen und seine langjährige Erfahrung stärker in die kommunale Arbeit einbringen – stets mit dem Blick für das Machbare und die Bedürfnisse des ländlichen Raums.
→ Listenplatz 3

Marcus Wurm (55), Pappenheim
Versicherungsfachmann, Stadtrat, CSU-Ortsvorsitzender
Marcus Wurm bringt betriebswirtschaftliches Denken, Gremienerfahrung und ein breites Netzwerk mit – ob im Stadtrat, in der Stadtwerke GmbH oder als Vorsitzender im Schützenverein. Ein sachlicher Kommunikator mit Blick für Lösungen.
→ Listenplatz 4

Fritz Wörlein (41), Bieswang
Metzgermeister, Betriebswirt
Als Unternehmer mit Bodenhaftung kennt er die Herausforderungen der Region. Entscheidungsfreude und Verantwortungsbewusstsein zeichnen ihn ebenso aus wie seine Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.
→ Listenplatz 5

Felix Herzner (31), Pappenheim
Zweiradmechanikermeister, CSU-Vorstand, Organisator
Als Organisator des Faschingsballs, Mitglied im Volksfestausschuss und dritter Vorstand im Maibaumverein ist Felix ein echtes Organisationstalent. Technisch versiert, sympathisch und zielstrebig.
→ Listenplatz 6

Erich Neulinger (59), Geislohe
Schäfermeister, Stadtrat, Referent für Abwasser
Als „PP“ – Praktiker und Pragmatiker – bringt Erich eine wertvolle Mischung aus Bodenständigkeit, Klarheit und Lösungsorientierung mit. Engagiert im Bauausschuss, BBV, Schäferverein und als Feldgeschworener.
→ Listenplatz 7

Uwe Rathsam (36), Geislohe
Maurermeister, Geschäftsführer Bauunternehmen FHG
Junger Familienvater mit fundiertem Fachwissen im Hoch- und Tiefbau. Uwe steht für strukturierte Projektarbeit, praktische Lösungen und engagiertes Ehrenamt.
→ Listenplatz 8

Thorsten Hüttinger (46), Osterdorf
Diplom-Kaufmann (FH), Energiegenossenschaft, SV Osterdorf
Engagiert im Ehrenamt und für seine Heimat. Er setzt sich für Infrastruktur, Vereinsleben und Ehrenamt ein – vor allem mit Blick auf die Ortsteile. Verlässlich, offen und lösungsorientiert.
→ Listenplatz 9

Ralf Ottmann (49), Pappenheim
Dipl.-Bauingenieur (FH), Mitarbeiter im Wasserwirtschaftsamt, CSU-Schatzmeister
Ralf ist ein technischer Fachmann mit einem tiefen Verständnis für wasser- und bauplanerische Themen. Akribisch in der Vorstandsarbeit, verlässlich im Umgang, empathisch im Team. Eine echte Bereicherung für den Stadtrat.
→ Listenplatz 10




Neues Format der Wahlveranstaltungen in Pappenheim gestartet

Die erste gemeinsame Wahlveranstaltung in der Geschichte der Stadt Pappenheim hat am 12.01.2026 im Hotel-Gasthof Zur Sonne stattgefunden. In der Auftaktveranstaltung, bei der CSU, SPD und die Listenverbindung von Freien Wählern (FW) mit der Bürgerliste (BGL) ihr Wahlprogramm und ihre Kandidaten vorstellten, überraschte die SPD mit Themen in ihrem Programm, die so nicht zu erwarten waren. Die gemeinsame Wahlvorstellung findet in allen Ortsteilen statt.

Einträchtig nebeneinander standen Roll-ups der drei Parteien, als Bürgermeister Florian Gallus zur Begrüßung das Wort ergriff und die Zuhörerinnen und Zuhörer sowie Leitfiguren und Kandidaten aller anwesenden Parteien und Gruppierungen begrüßte. Gleich zu Beginn stellte er die Frage: „Was steckt hinter dem neuen Format der neuen gemeinsamen Wahlveranstaltung?“
Über alle Parteigrenzen hinweg habe man in den vergangenen sechs Jahren sachorientiert und sehr gut zusammengearbeitet. Der Wunsch sei es, diese neue Form der außerordentlich guten Zusammenarbeit auch bei den Wahlveranstaltungen widerzuspiegeln. Das wäre nicht gelungen, wenn wie üblich jede Partei in einer eigenen Veranstaltung ihre Ziele für Pappenheim und ihre Kandidaten vorgestellt hätte. Denn auch in den kommenden sechs Jahren wolle man den gemeinsamen Weg so weitergehen.
Nach der Begrüßung hatte jede Partei 20 Minuten Zeit, ihr Wahlprogramm und ihre Kandidaten vorzustellen.
Hier sollen nun die wichtigsten Punkte der einzelnen Wahlprogramme dargestellt werden, wobei die Reihenfolge nach der amtlichen Nummerierung der Wahlvorschläge erfolgt.

Die Vorstellung der Kandidaten folgt in einem gesonderten Beitrag.

CSU setzt weiter auf Vertrauen und Sachorientierung
Die CSU Pappenheim geht mit klaren Zielen in die bevorstehende Wahlperiode und setzt dabei auf Bewährtes wie auch auf frischen Elan. Im Zentrum steht der feste Wille, das gemeinsam Erreichte nicht nur zu bewahren, sondern mit Augenmaß weiterzuentwickeln.
Im Rückblick auf die vergangenen Jahre betonte Marcus Wurm, der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes, dass das gute Miteinander im Stadtrat maßgeblich zum Erfolg für die Stadt Pappenheim beigetragen habe – über Fraktionsgrenzen hinweg und getragen von gegenseitigem Vertrauen. Für die kommende Amtszeit steht das politische Ziel im Raum, diese konstruktive Zusammenarbeit fortzuführen und Pappenheim mit sachlicher Politik, Leidenschaft und Kompetenz zukunftsfähig zu gestalten. Dabei setzt die CSU auf Persönlichkeiten, die sich nicht in parteipolitischem Klein-Klein verlieren, sondern die Stadt als Ganzes im Blick behalten.
Bürgermeister Florian Gallus, der in seiner Ansprache die inhaltliche Linie der CSU skizzierte, benannte fünf zentrale Schwerpunkte für die kommenden Jahre: Die Schaffung von neuem Wohnraum soll mit Nachdruck verfolgt werden, ebenso wie die Erarbeitung eines langfristigen Sanierungsplans für das Freibad – ein Thema, das vielen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt. Auch der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung bleibt ein zentrales Anliegen, ebenso wie die Ausstattung und Weiterentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr. Nicht zuletzt wurden die Modernisierung und Erhaltung der städtischen Infrastruktur als Daueraufgabe benannt. Mit diesem thematischen Fundament will die CSU die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen und Pappenheim Schritt für Schritt weiter stärken.

FW/BGL setzen auf Pragmatismus und Bürgernähe
Mit klaren Worten skizzierte Walter Otters, Zweiter Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Stadtrat, die politischen Leitlinien der FW/BGL für die kommende Wahlperiode. Unter dem Motto „Nicht klagen, sondern anpacken“ bekräftigten die Freien Wähler und die Bürgerliste ihren Kurs einer sachorientierten Kommunalpolitik. Zentrale Themen bleiben der kontinuierliche Ausbau der Infrastruktur – insbesondere die Sanierung von Straßen und Abwassersystemen –, der flächendeckende Glasfaserausbau sowie die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Besonderes Augenmerk gilt dabei stets der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger – etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Prinzip „Innen statt Außen“, mit dem die Nachverdichtung im Ortskern vorangebracht werden soll. Otters hob außerdem hervor, wie wichtig die Unterstützung des Ehrenamts sei; Vereine sollen künftig noch besser begleitet, vernetzt und entlastet werden. Der pragmatische Stil, die enge Zusammenarbeit mit allen Fraktionen sowie die Rückendeckung für Bürgermeister Florian Gallus zeigen, dass der einst angestoßene Kulturwandel keine Momentaufnahme war – sondern gelebte Realität.

SPD bringt neue Akzente in ihren Zielen
Mit dem Satz „Jetzt kommt Farbe ins Spiel“ eröffnete Anette Pappler, die dienstälteste Stadträtin und Fraktionsvorsitzende der SPD, ihren Beitrag zur Wahlveranstaltung – und ließ damit aufhorchen. Tatsächlich blieb es nicht bei einer pointierten Formulierung, denn die SPD überraschte mit Themenfeldern, die in dieser Klarheit nicht zwingend erwartet worden waren, dabei aber umso deutlicher die Handschrift der Sozialdemokratie trugen.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen für Familien, soziale Verantwortung und moderne Stadtentwicklung – von der Verlässlichkeit in der Ganztagsbetreuung über die Förderung seniorengerechter Wohnformen in Pappenheim-Nord bis hin zur gezielten Unterstützung des Georg-Nestler-Hauses.
In der Umwelt- und Energiepolitik setzt die SPD auf Pragmatismus. Windkraft ja – aber im Zusammenspiel mit Solarenergie und dezentralen Lösungen. In Übereinstimmung mit der CSU will die SPD das Freibad grundlegend sanieren und sichern. Ebenso greift die SPD das in der Bürgerschaft zunehmend diskutierte Thema Trinkwasserversorgung auf und macht deutlich, dass die langfristige Sicherung dieser Daseinsvorsorge auch auf kommunaler Ebene höchste Priorität haben muss. Die SPD nennt auch klar die Notwendigkeit, endlich eine tragfähige Lösung für das Pappenheimer Feuerwehrhaus voranzubringen – mit dem Ziel, Sicherheit, Ausstattung und Arbeitsbedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Abgerundet wird das Programm durch den Ruf nach einer bürgernahen digitalen Verwaltung mit neuer Website, Pappenheim-App und ausgebautem Online-Service.

Weiter Termine und Veranstaltungsorte dieses Veranstaltungsformats:

      • 12.01.2026Pappenheim, Gasthof zur Sonne, 19:00 Uhr
      • 13.01.2026Osterdorf, Dorfgemeinschaftshaus, 19:00 Uhr
      • 14.01.2026Geislohe, Hirtenhaus, 19:00 Uhr
      • 15.01.2026Neudorf, Gasthaus Zagelmeyer, 19:00 Uhr
      • 19.01.2026Bieswang-Ochsenhart, Gasthaus Rachinger, 19:00 Uhr
      • 27.01.2026Göhren, Schulhaus, 19:00 Uhr
      • 28.01.2026Übermatzhofen, Schulhaus, 19:00 Uhr
      • 29.01.2026Zimmern, Gasthaus zum Hollersteon, 19:00 Uhr



Politischer Schulterschluss in Pappenheim

In Pappenheim kündigt sich ein bemerkenswerter politischer Schulterschluss an. CSU, Freie Wähler / Bürgerliste und die SPD gehen bei ihren bevorstehenden Wahlveranstaltungen neue Wege – und das gemeinsam. Am Montag, den 12. Januar 2026, fällt der Startschuss für eine Veranstaltungsreihe, die in dieser Form in Pappenheim bislang einmalig ist.

Was früher streng getrennt stattfand, wird nun in gebündelter Form gemeinsam gestaltet. Vertreterinnen und Vertreter der drei politischen Gruppierungen laden die Bürgerinnen und Bürger zu einer Reihe gemeinsamer Wahlabende ein – nicht in parteipolitischer Abgrenzung, sondern in konstruktiver Einigkeit. Der Gedanke dahinter ist, dass nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame in den Mittelpunkt gestellt werden soll.

„Wir zeigen in einer gemeinsamen Wahlveranstaltung, dass wir geschlossen und zusammen – egal welcher Partei wir angehören – für Pappenheim das Bestmögliche erreichen wollen“, heißt es aus den Reihen der Veranstalter. Dieses neue Format ist nicht nur Ausdruck eines veränderten politischen Selbstverständnisses, sondern auch eine Reaktion auf Wünsche aus der Bevölkerung. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten angeregt, die Informationsveranstaltungen zu bündeln, um nicht an mehreren Abenden zu verschiedenen Parteiveranstaltungen gehen zu müssen.

Gleichzeitig verstehen die Initiatoren das gemeinsame Vorgehen als sichtbares Zeichen für einen Neubeginn. Die Zeit der gegenseitigen Blockaden und parteitaktischen Grabenkämpfe – wie sie vor dem Jahr 2020 in Pappenheim häufiger beklagt wurden – soll endgültig der Vergangenheit angehören.

Die Veranstaltungsreihe macht in allen Ortsteilen Station. Dabei stehen der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie die Vorstellung gemeinsamer Ideen für die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile im Mittelpunkt.

Termine und Veranstaltungsorte:

  • 12.01.2026Pappenheim, Gasthof zur Sonne, 19:00 Uhr
  • 13.01.2026Osterdorf, Dorfgemeinschaftshaus, 19:00 Uhr
  • 14.01.2026Geislohe, Hirtenhaus, 19:00 Uhr
  • 15.01.2026Neudorf, Gasthaus Zagelmeyer, 19:00 Uhr
  • 19.01.2026Bieswang-Ochsenhart, Gasthaus Rachinger, 19:00 Uhr
  • 27.01.2026Göhren, Schulhaus, 19:00 Uhr
  • 28.01.2026Übermatzhofen, Schulhaus, 19:00 Uhr
  • 29.01.2026Zimmern, Gasthaus zum Hollersteon, 19:00 Uhr



Pappenheim bekommt einen Grünen Bereich mit Geschichte

Mit dem Beginn des neuen Jahres zieht in ein bekanntes, lange verwaistes Erdgeschoss in der Deisingerstraße wieder Leben ein. Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat am Mittwoch, 7. Januar 2026, in den Räumen der ehemaligen Hoechstetter Apotheke mit einer kleinen Feier den „Grünen Bereich“ eröffnet. Mit von der Partie waren Sebastian Amler und Ulrich Winter vom Kreisverband der Grünen. Mit dieser neuen Anlaufstelle im Herzen der Stadt wollen die Grünen bis zur Kommunalwahl am Sonntag, 8. März 2026, das direkte Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern suchen – und das in einem Haus, das nicht nur äußerlich eine grüne Fassade trägt, sondern auch eine bewegte Geschichte erzählen kann.

Mit einem „Herzlich willkommen im Grünen Bereich“ begrüßte die Erste Sprecherin Monika Pamp bei der Eröffnung Kandidaten sowie Parteimitglieder und Freunde der Partei. „Der Grüne Bereich ist noch im Wachsen“, betonte Pamp angesichts des noch etwas nüchtern wirkenden, vormals ausgeräumten Apothekenraums. Erfolgversprechende Ansätze sind vorhanden, und so fühlte sich die Gemeinschaft bei der Einweihungsfeier bei Sekt und Häppchen sichtlich wohl.

Aus leerstehendem Erdgeschoss wird politischer Begegnungsraum
Seit dem 31. März 2025 stand das Erdgeschoss in der Deisingerstraße 26 leer – damals schloss die traditionsreiche Apotheke, die seit dem frühen 19. Jahrhundert Generationen von Pappenheimerinnen und Pappenheimern ein Begriff war. Nun haben die Grünen den historischen Räumen neues Leben eingehaucht. Unter dem Titel IM GRÜNEN BEREICH wollen sie sich hier regelmäßig mittwochs ab 18 Uhr mit allen Interessierten austauschen, informieren und ins Gespräch kommen. Auch an zwei Sonntagen im Februar gibt es Sonderveranstaltungen mit besonderem Programm.

Politischer Austausch und thematische Vielfalt
Die Veranstaltungsreihe startet am Mittwoch, 14. Januar 2026, mit einem Besuch von Marcus Gläser, dem gemeinsamen Landratskandidaten der Grünen, der SPD und der Freien Wähler. Danach folgen weitere Themenabende, die sich unter anderem dem Ehrenamt, der Familienfreundlichkeit oder auch der Frage widmen, wie in Pappenheim künftig gewohnt werden soll. Ein Höhepunkt ist sicher der Politische Aschermittwoch am 18. Februar – unter dem augenzwinkernden Motto „Mensch, ärgere dich… nicht!“. Auch über das Radwegekonzept in Pappenheim soll gesprochen werden.

Das komplette Programm ist online abrufbar unter:
👉 www.gruene-weissenburg-gunzenhausen.de/ortsverband-pappenheim
sowie über den QR-Code am Eingang des Grünen Bereichs oder auf den Flyern, die in den nächsten Tagen verteilt werden.

Treffpunkt mit Geschichte
Das Gebäude selbst ist ein Stück Pappenheimer Stadtgeschichte: Erstmals 1540 wird das Haus als Besitz der Jüdin Glaser erwähnt. Seinen heutigen Bauzustand erhielt es 1750 durch den Pappenheimer Baumeister Johann Georg Steingruber, dessen Handschrift sich auch an anderen Gebäuden der Stadt wiederfindet. Im Jahr 1802 erwarb es der Kommerzienrat und Hofapotheker Christoph Stöber, der dort die erste Apotheke der Stadt einrichtete. Durch Heirat kam Georg Friedrich Hoechstetter, ein Mitglied einer bekannten Augsburger Kaufmannsfamilie, nach Pappenheim und führte die Apotheke als Hofapotheker weiter.

Fast genau 200 Jahre später, zum 1. März 2005, übernahm Erwin Scheinast aus Heidenheim den Betrieb – bis die Apotheke im März 2025 endgültig ihre Türe schloss.
Eine Türe übrigens, die mit ihren Messingbeschlägen schon ein historisches Erlebnis für sich ist.

Veranstaltungsübersicht im Grünen Bereich 2026
Sonntag, 11. Januar

Frauencafé mit Theresa Eberlein
15:00 Uhr – Die frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN Bayern zu Gast im Grünen Bereich

Mittwoch, 14. Januar
Triff Marcus Gläser im Grünen Bereich
Gespräch mit dem Landratskandidaten

Mittwoch, 21. Januar
Vereinsabend im Grünen Bereich
Austausch rund ums Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement

Mittwoch, 28. Januar
Elternabend im Grünen Bereich
Für ein familienfreundliches Pappenheim

Mittwoch, 4. Februar
Triff uns im Grünen Bereich
Offenes Gespräch und Austausch

Mittwoch, 11. Februar
Wohnen im Grünen Bereich
Mit Gisela Sengl, Landesvorsitzende der GRÜNEN Bayern

Mittwoch, 18. Februar
Mensch, ärgere dich… nicht!
Politischer Aschermittwoch im Grünen Bereich

Sonntag, 22. Februar
Wald im Grünen Bereich
14:00 Uhr – Vortrag und Waldspaziergang mit Prof. Dr. Erwin Hussendörfer

Mittwoch, 25. Februar
Wohnen im Grünen Bereich
Erneut mit Gisela Sengl

Mittwoch, 4. März
Ortsverbindungen im Grünen Bereich
Gespräch zum Radwegekonzept für Pappenheim

Neue Nutzung mit Symbolkraft
Der Grüne Bereich in der Deisingerstraße 26 ist mehr als nur ein temporäres Wahlkampfbüro – er steht sinnbildlich für das, was viele in Pappenheim sich wünschen: dass historische Gebäude nicht dem Leerstand überlassen bleiben, sondern wieder mit Leben gefüllt werden. Die Grünen setzen hier ein sichtbares Zeichen – für Austausch, für Engagement und für die Zukunft der Stadt.

Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen:
Immer mittwochs ab 18 Uhr – das Programm beginnt um 18:30 Uhr.
Das Haus mit der grünen Fassade freut sich auf interessierte Gäste.