Neubau des Wasser-Hochbehälters Geislohe

In der jüngsten Sitzung des Pappenheimer Stadtrates am 23. Januar 2025 stand der geplante Ersatzneubau des Wasser-Hochbehälters Geislohe auf der Tagesordnung. Für das Bauvorhaben, das von zentraler Bedeutung für die regionale Wasserversorgung ist, wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Der geplante Bau sieht die Errichtung eines modernen, Hochbehälters mit zwei Kammern und einem zugehörigen Betriebsgebäude vor. Dieses soll in direkter Nachbarschaft zum bestehenden Wasserturm entstehen, der nach Abschluss der Arbeiten abgebrochen wird. Ziel ist es, die Wasserversorgung für die Region links der Altmühl langfristig zu sichern und auf den neuesten technischen Stand zu bringen.

Das Projekt ist nach dem Baugesetzbuch als privilegiertes Vorhaben im Außenbereich genehmigungsfähig, da es der öffentlichen Versorgung dient.
Allerdings befindet sich die geplante Baufläche im Landschaftsschutzgebiet, was eine Ausnahmegenehmigung durch die zuständigen Fachbehörden des Landratsamts erforderlich macht. Die notwendigen Prüfungen laufen bereits. Für den Eingriff in die Natur ist ein Ausgleich vorgesehen.

Die Planungen umfassen auch eine neue Zufahrt, deren Bau vollständig vom Antragsteller, dem Wasserzweckverband links der Altmühl, finanziert wird. Eine Erschließungsvereinbarung wurde bereits ausgearbeitet.
Weiterhin liegen die Abstandsflächen des neuen Hochbehälters auf ein benachbartes städtisches Grundstück, das im Zuge des Projekts an den Zweckverband verkauft werden soll.

Der Stadtrat stimmte dem Bauantrag zu und erteilte das gemeindliche Einvernehmen. Die endgültige Umsetzung steht jedoch noch unter dem Vorbehalt der ausstehenden naturschutzrechtlichen Genehmigungen und der abschließenden Klärung der Erschließungsvereinbarung.




Neuer Stromverteiler und Geländer-Renovierung auf dem Campingplatz

Pappenheim bereitet seinen Campingplatz intensiv auf die bevorstehende Saison vor. In der Stadtratssitzung am 23. Januar 2025 wurden zwei Projekte vergeben. Die Erneuerung der Elektrik im Sanitärgebäude und die Sanierung des Geländers am Steg innerhalb des Campingplatzes.

Elektrik auf neuestem Stand
Die Elektrik des Sanitärgebäudes erwies sich als dringendes Sanierungsprojekt. Ursprünglich war lediglich ein Umbau des Niederspannungshauptverteilers vorgesehen. Doch bei den Arbeiten stellte sich heraus, dass neue Anforderungen der DIN-Vorschriften sowie zusätzliche Geräte wie Warmwasserspeicher, Klimasplitgeräte und eine Reinigungsstation für Chemietoiletten den bisherigen Verteiler unbrauchbar machten. Ebenso ist die Pumpstation für den Kanal und die Elektrik des Empfangsgebäudes an den Verteiler angeschlossen – ein weiterer Grund für die notwendige Erneuerung.
Die alte Verteilungsanlage wird komplett durch eine neue ersetzt. Die Firma Elektro Wenzl GmbH übernimmt diese Arbeiten, die Lieferung und Installation umfassen. Der Stadtrat genehmigte die Vergabe zum Angebotspreis von 17.326,30 Euro brutto, wobei die Mittel im Haushalt 2025 bereitgestellt werden.

Ein marodes Geländer wird erneuert
Der Fußgängersteg über die Altmühl, innerhalb des Campingplatzes wurde bereits 2023 bei einer Hauptprüfung beanstandet. Was zunächst nur eine Erneuerung des Bretterbelags und Holzzauns werden sollte, entpuppte sich als umfassender Sanierungsbedarf. Das Eisengeländer zeigt starke Schäden durch Korrosion und Frosteinwirkung.
Ein ortsansässiger Metallbaubetreib hat ein Angebot für die Sanierung des Geländers vorgelegt. Vorgesehen ist, die maroden Stellen auszubessern, das Geländer neu zu verzinken und den Holzbelag wieder anzubringen. Der Kostenrahmen beläuft sich auf etwa 11.500 Euro brutto. Um die Eröffnung des Campingplatzes im April nicht zu gefährden, wurde der Auftrag zur Sanierung bereits in Aussicht gestellt. Alternativ wird geprüft, ob die Geländer-Vorblendung mit einem Edelstahlnetz, statt Holz gefertigt werden könnte.




Abbrucharbeiten für Pappenheim Nord erneut vergeben

Der Stadtrat der Stadt Pappenheim hat in seiner Sitzung am 23. Januar 2025 die Vergabe der Abbrucharbeiten für die Gebäude auf den Anwesen Bürgermeister-Rukwid-Straße 6 und 8 beschlossen. Ein umfangreicher und nicht immer einfacher Prozess fand damit seinen vorläufigen Abschluss. Die Durchführung der Arbeiten wurde der Firma Schutt Karl GmbH aus Pfraunfeld zu einem Angebotspreis von 249.501,95 Euro brutto übertragen.

Vom ersten Planungsfehler bis zur Neuvergabe
Die ursprüngliche Beauftragung für die Abbrucharbeiten im Oktober 2023 verlief nicht wie geplant. Zum einen forderte die beauftragte Firma erhebliche Nachträge und andererseits gab es nach Feststellungen der Stadtverwaltung Mängel im Leistungsverzeichnis was zu erheblichen Schwierigkeiten führte. Die Situation eskalierte so weit, dass die Zusammenarbeit mit der ursprünglich beauftragten Firma einvernehmlich aufgehoben wurde – zum Glück ohne finanzielle Belastung für die Stadt.

Nun wurde das Planungsbüro VNI aus Pleinfeld eingeschaltet, das unbürokratisch half und innerhalb kürzester Zeit ein neues Leistungsverzeichnis erstellte. Diese Leistung des Ingenieurbüros war bemerkenswert, denn das Ergebnis umfasst 150 Seiten und bildete so die Grundlage für die erneute Ausschreibung, an der 15 Firmen beteiligt wurden. Schlussendlich gingen jedoch nur zwei Angebote ein.

Entscheidung für das wirtschaftlichste Angebot
Nach Prüfung der Angebote entschied sich der Stadtrat für die Firma Schutt Karl GmbH, die durch ein Nebenangebot mit pauschalen Preisen das wirtschaftlichste Angebot vorlegte. Das neue Leistungsverzeichnis ermöglichte eine detaillierte Bewertung, und auch die Vorgabe, dass die Gebäude im ersten Halbjahr 2025 abgebrochen werden müssen. Die Stadt Pappenheim kann von einer Förderung der Kosten durch die Städtebauförderung in Höhe von bis zu 80% ausgehen.

Der Abbruch der Gebäude markiert einen wichtigen Schritt für die städtebauliche Entwicklung von Pappenheim-Nord. Die Maßnahme, die archäologisch begleitet werden muss, legt den Grundstein für zukünftige Projekte in diesem Bereich.

Auswirkungen auf Anwohner und Verkehr
Die Abbrucharbeiten, die schon bald beginnen sollen, bringen zwangsläufig Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer mit sich. So wird es erforderlich sein, den Gehweg sowie zwei Parkplätze direkt vor den abzubrechenden Gebäuden zu sperren. Zudem wird der benachbarte Parkplatz, der derzeit von Anwohnern und Besuchern des Friedhofs genutzt wird, als Baustellenbereich benötigt. Es könnte auch zu einer halbseitigen Sperrung der Kreisstraße kommen.

 




Kein Arbeitskreis für das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim

Wie geht es nun weiter mit dem Georg-Nestler-Haus? Es mag Zufall sein, dass nur rund zwei Monate nach dem Antrag der Grünen-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für die Nutzung des Georg-Nestler-Hauses nun ein weiteres Konzept für die künftige Verwendung des ehemaligen Seniorenheims im Stadtrat vorgestellt wurde.

Wie berichtet, hatte die Fraktion der Grünen diesen Arbeitskreis beantragt, um das Thema Georg-Nestler-Haus präsent zu halten. Der neue Arbeitskreis sollte mit Mitgliedern der Stadtratsfraktionen, der Stadtverwaltung und gegebenenfalls externen Fachleuten aus der Seniorenarbeit besetzt werden. Ziel war es, konkrete Lösungen für die Zukunft des seit Jahren leerstehenden Gebäudes zu entwickeln. Dabei sollte die Gruppe, mit nicht mehr als acht bis zehn Personen folgende Themenschwerpunkte bearbeiten:

  • Bestandsaufnahme des baulichen Zustands,
  • Bewertung der bisherigen Gespräche mit Investoren,
  • Analyse des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts von 2022.

Das Ergebnis sollte ein Leitfaden mit einem verbindlichen Zeitplan sein, um den Handlungsempfehlungen aus dem im Juni 2022 vorgestellten Seniorenpolitischen Gesamtkonzept gerecht zu werden.

Doch der Vorschlag stieß auf breiten Widerstand. „Ein Arbeitskreis ist einfach zu viel“, meinte Christa Seuberth (SPD). Sie verwies auf das bestehende Seniorenpolitische Gesamtkonzept und den Ansatz des BRK-Konzepts, das man weiterentwickeln könne.

Bettina Balz, Fraktionsvorsitzende der Grünen, betonte hingegen, dass das BRK-Konzept vielversprechend, aber nicht abschließend geprüft sei. Daher sei es wichtig, das Thema weiterzuverfolgen und alternative Ansätze zu prüfen. Sie verwies auf die positive Wirkung eines Arbeitskreises bei der Sanierung und Neubewertung des Campingplatzes.

Anette Pappler (SPD) argumentierte, dass ein schlüssiges Konzept bereits vorliege und nun rechtliche und finanzielle Fragen zu klären seien – Aufgaben, die nicht einem „inoffiziellen Arbeitskreis“ überlassen werden könnten. Vielmehr solle sich der Finanz-, Hauptverwaltungs- und Personalausschuss damit befassen.

Für die CSU erklärte Marcus Wurm, neuerdings zuständig für das Referat Senioren und Heime, man könne sich „keinen Wunschkandidaten aus der Reihe der Investoren aussuchen“. Auch er lehnte einen Arbeitskreis ab. Gleiches trug Erich Neulinger (CSU), der bisherige Referent für Senioren und Heime, vor: „Das bringt nichts.“ Heiko Loy (CSU) ergänzte, ein Arbeitskreis berge die Gefahr, „dass die Sache im Sande verläuft“.

Auch Karl Satzinger (BGL) machte bereits vor der Abstimmung deutlich, dass er gegen einen Arbeitskreis sei.

Letztlich wurde der Antrag der Grünen von allen anderen Fraktionen einstimmig abgelehnt. Schon im März 2023 war ein ähnlicher Antrag der Grünen auf eine Klausurtagung zum Thema Georg-Nestler-Haus von den übrigen Stadtratsfraktionen abgeschmettert worden.




Ein weiteres Nutzungskonzept für das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim

Das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim steht seit mehr als vier Jahren leer. Nun wurde dem Stadtrat eine neue Idee vorgestellt, wie man das vormalige Seniorenheim künftig nutzen könnte. Doch auch dieser Vorschlag ist eben eine Idee, die zwar Potenzial in sich birgt, aber auch die Gefahr, ebenso wie die bisherigen Konzepte in der Schublade zu verschwinden.

Synergie von Jung und Alt
Die Grundidee, die der stellvertretende Geschäftsführer des BRK Südfranken, Martin Fickert und Diplom-Ingenieur Stefan Ritzer vom gleichnamigen Pleinfelder Ingenieurbüro dem Rat der Stadt Pappenheim präsentierten, setzt auf eine generationenübergreifende Nutzung. Der Nutzungsvorschlag ähnelt jenem Konzept, das bereits im November 2023 von zwei engagierten Pappenheimer Bürgerinnen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Vorgesehen sind im Nutzungskonzept des BRK Südfranken ein Hort für 75 Kinder, eine Tagespflege für Senioren und 28 altersgerechte Wohnungen. Auch hier wird wie in dem „Konzept November 2023“ ein Mehrwert darin erkannt, dass durch räumliche Nähe von Jung und Alt eine Bereicherung für beide Seiten entstehen kann.

Genau wie das „Konzept November 2023“ will das Konzept des BRK einen möglichst minimalen Eingriff in die Bausubstanz. Die Anpassungen beschränken sich auf das Notwendige, um die bisherigen Räumlichkeiten für die neuen Nutzungen nutzbar zu machen. „Der Eingriff soll so gering wie möglich gehalten werden“, erklärte Stefan Ritzer, denn der Gebäudekomplex hat eine gute Bausubstanz aufzuweisen. Das BRK Südfranken hat das in Pappenheim  vorgeschlagene Konzept bereits erfolgreich mit dem „Haus der Begegnung“ in Büchenbach umgesetzt.

Im Erdgeschoss des Georg-Nestler-Hauses sollen die Räume der Tagesbetreuung im alten Gebäudeteil (vormaliges städtisches Krankenhaus) untergebracht werden, während im Anbau ein Speiseraum, Aufenthaltsbereiche und eine Küche entstehen sollen, die von der Tagesbetreuung und dem Hort gleichermaßen genutzt werden.
Im ersten Obergeschoss sind Gruppen- und Hausaufgabenräume des Horts im alten Gebäudeteil vorgesehen, während im Erweiterungsbau Wohnungen entstehen sollen. Das zweite Obergeschoss und das Dachgeschoss werden nach dem vorgestellten Konzept ausschließlich für altersgerechte Wohnungen genutzt, wodurch insgesamt 28 Apartments mit einer Wohnfläche von 696 m² entstehen. Die Nutzfläche für die Tagesbetreuung umfasst 351 m², und der Hort erhält 551 m², um Platz für bis zu 75 Kinder zu schaffen.

Finanzielle und strukturelle Hürden
Doch das Vorhaben hat bisher jedenfalls eine entscheidende Schwäche, denn es gibt derzeit keinen Investor. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 4,8 Millionen Euro brutto. Etwa die Hälfte könnte durch Fördermittel gedeckt werden, sofern entsprechende Anträge bewilligt werden. Doch die Suche nach einem privaten Partner gestaltet sich schwierig – seit dem Rückzug der Rummelsberger Diakonie im Jahr 2020 steht das Gebäude leer.

Auch zeitliche Herausforderungen wurden von Martin Fickert deutlich angesprochen. Er wies darauf hin, dass die Bearbeitung der Fördermittelanträge eine Laufzeit von mindestens 8 bis zu 12 Monaten benötigen. Und selbst dann bleibt ungewiss, ob die Gelder tatsächlich fließen.

Zwischen Anspruch und Realität
Das Nutzungskonzept für das Georg-Nestler-Haus könnte Antworten auf zwei drängende Fragen liefern. Den Bedarf an Ganztagesbetreuung für Kinder und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für Senioren. Doch ob diese Vision tatsächlich Realität wird, hängt von den Variablen Finanzen, politischem Willen und vor allem von der Bereitschaft eines Investors ab.

Für die Pappenheimerinnen und Pappenheimer bleibt nur die Hoffnung, dass das Georg-Nestler-Haus bald wieder mit Leben gefüllt wird. Doch ebenso bleibt die Sorge, dass dieses Projekt, wie so viele andere zuvor, nicht über den Status eines Vorschlags hinauskommt.

Der Antrag auf Gründung eines Arbeitskreises, den die Stadtratsfraktion Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im November 2024 eingebracht hatte wurde von allen anderen Fraktionen einstimmig abgelehnt. Der Arbeitskreis hätte aus Mitgliedern der einzelnen Stadtratsfraktionen, der Verwaltung, sowie eventuell in der Seniorenarbeit erfahrener Externer zusammengesetzt sein sollen und sollte nicht mehr als 8-10 Personen umfassen. Hierzu folgt ein gesonderter Artikel.




Stadtrat stimmt dem Erwachen des Frühlings in Pappenheim zu

Der Frühling kann kommen, denn der Stadtrat in Pappenheim hat am 23. Januar 2025 einstimmig beschlossen, das diesjährige „Frühlingserwachen“ zu unterstützen. Die Veranstaltung am 16. März in der Deisingerstraße soll nicht nur frische Frühlingsgefühle wecken, sondern auch für eine lebendige Innenstadt sorgen.

Die Organisation des Marktes liegt in den Händen von Christine Schindler, Sieglinde Halbmeyer und Stadtrat Karl Satzinger. Dieses engagierte Trio plant das Event, während der Bauhof der Stadt sich um die notwendigen Verkehrsregelungen und Umleitungen kümmert. Die Stromkosten der Aussteller sowie die Werbung, deren Gesamtbetrag sich auf etwa 300 Euro beläuft, werden ebenfalls von der Stadt übernommen. Besonders gelobt wurde das Engagement der Organisatoren, die bereit sind, Verantwortung für dieses Gemeinschaftsprojekt zu übernehmen.

Das „Frühlingserwachen“ bietet nicht nur Standbetreibern aus der Region eine Plattform, sondern auch Einzelhandel und Gastronomie in der Innenstadt eine Bühne. Von 11 bis 17 Uhr dürfen sich Besucher auf eine bunte Mischung aus Waren, Köstlichkeiten und Aktivitäten freuen. Die Geschäfte öffnen die Türen sogar bis 17 Uhr, sodass der Markt weit über die Stadtgrenzen hinaus ein Publikum anziehen soll.

Haushaltslage und Perspektive
Trotz der angespannten Haushaltslage entschied sich der Stadtrat der Stadt Pappenheim, die Veranstaltung als freiwillige Aufgabe zu unterstützen. Die Maßnahme sei nicht nur eine Belebung der Innenstadt, sondern auch ein wichtiger Impuls für die lokale Wirtschaft. Die Entscheidung zeigt, dass man in Pappenheim auf den Mehrwert solcher Events setzt – sowohl für den Einzelhandel als auch für das Gemeinschaftsgefühl.

Mit diesem einstimmigen Beschluss steht dem „Frühlingserwachen“ nichts mehr im Weg. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen sich auf ein fröhliches und farbenfrohes Event freuen, das Pappenheim in einem strahlenden Frühlingslicht erblühen lässt. Organisatorin Christine Schindler lädt mögliche Standbetreiber herzlich ein, sich bis zum 19. Februar anzumelden, um die Deisingerstraße mit Leben zu füllen.




Impulse aus Pappenheim – Broschüre zur Zukunft der Provinz

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim war am 24. Januar 2025 Gastgeber einer bemerkenswerten Veranstaltung, die die Zukunft des ländlichen Raumes ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte. Im Haus der Bürger präsentierte der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e. V. die umfangreiche Broschüre „Vitalisierung der Provinz – Beiträge zur Diskussion um die Zukunft des ländlichen Raumes in Altmühlfranken“. Diese Veranstaltung markierte ein Etappenziel der seit 2019 laufenden Vortragsreihe, die sich intensiv mit den Herausforderungen und Chancen des Lebens in der Provinz auseinandergesetzt hat. Die Reihe wird mit der Reihe „Baugespräche“ am 14.03.2025 fortgesetzt.

Uschi Kreißl begrüßte als Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins im Haus der Bürger des Kunst- und Kulturvereins ca. 30 Besucher ganz herzlich, besonders begrüßte sie Landratsstellvertreter Günter Obermeier, Pappenheims zweiten Bürgermeister Walter Otters und die dritte Bürgermeisterin und Kulturreferentin Christa Seuberth, den Laudator, Diplom-Ingenieur Architekt Hans-Heinrich Häffner, Dr. Karl-Friedrich Ossberger und Melanie Pruis-Obel von der Lokalen Arbeitsgruppe (LAG) Monheimer Alb – Altmühljura.
Ihr Gruß galt auch Clemens Frosch, den man wohl als Initiator der Reihe „Vitalisierung der Provinz“ bezeichnen kann, und Albrecht Bedal, der die Beiträge zusammengetragen, zusammengefasst und jetzt in einer Broschüre  präsentiert hat.
Mit dem heutigen Tag sei die Initiative des Kunst- und Kulturvereins zur Vitalisierung des ländlichen Raumes noch lange nicht zu Ende, betonte Uschi Kreißl. Schon am Freitag, 14. März um 17:00 Uhr geht es mit der Reihe „Pappenheimer Baugespräche“ weiter. Im ersten Vortrag geht es um die Geschichte und Zukunft der Turnhalle des Turnvereins Pappenheim.
Treffpunkt ist um 17:00 Uhr an der Turnhalle, Schützenstraße 13. Der Vortrag beginnt um 18:00 Uhr im Bürgersaal im Haus des Gastes.

Was sind die Qualitäten?
Der erkennbare Verlust an Gestalt war es, der den damaligen Vorsitzenden des Kunst- und Kulturvereins, Clemens Frosch, die Vortragsreihe „Vitalisierung der Provinz“ starten ließ. Schon 2019 habe man das Thema der Vitalisierung aufgegriffen, das heute in der lokalen Politik ganz großgeschrieben werde. „Was sind die Qualitäten bei uns und wie sehen sie aus“, war das Leitthema durch die gesamte Vortragsreihe, erklärte Clemens Frosch dem interessierten Publikum. Dabei gab es keine Schwellenängste, denn es wurden auch Leute von auswärts eingeladen, die zu dem Thema etwas zu sagen haben. Erfreulich sei, dass die Vortragsreihe auch nach dem Corona-Schock wieder ihre Vitalität bekommen hat. Die Besucherzahlen zeigen, dass die Vorträge bei den Menschen ankommen, erklärte Frosch.
Dies alles hat letztlich dazu geführt, dass Albrecht Bedal diese Broschüre zusammengestellt hat. „Wir wollen damit den Pappenheimern ermöglichen, mit ihrer Stadt positiver umzugehen“, resümierte Albrecht Bedal.

Hans-Heinrich Häffner, Dipl.-Ing. Architekt, würdigte in seiner Laudatio die Broschüre „Vitalisierung der Provinz“ als herausragenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit ländlicher Räume. Besonders hob er hervor, dass es den Initiatoren Clemens Frosch und Albrecht Bedal gelungen sei, die zentralen Inhalte der Vortragsreihe nachhaltig einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Dies, so Häffner, sei ein bedeutender Schritt, um den öffentlichen Diskurs über die Herausforderungen und Chancen des ländlichen Raums lebendig zu halten.
Häffner betonte, dass die Broschüre weit über die Region hinausreicht, indem sie eine der drängendsten Fragen unserer Zeit aufgreift. „Wie können ländliche Regionen so gestärkt werden, dass sie als Lebens- und Wirtschaftsraum attraktiv bleiben?“ In seiner Rede lobte Häffner die hohe Qualität der Analyse und die Vielzahl konkreter Handlungsvorschläge, „die nicht nur inspirieren, sondern auch umsetzbar sind“. Dabei unterstrich er ganz besonders die Bedeutung des bürgerschaftlichen Engagements. „Mehr Gemeinsamkeit, mehr Einbinden der Bürger und über den Tellerrand hinausschauen“, das war Häffners Empfehlung an alle, die politische Verantwortung tragen. „Denn gemeinsam geht’s besser“, zeigte sich Häffner überzeugt. Der Kunst- und Kulturverein habe hier erneut gezeigt, wie wichtig ehrenamtliche Initiativen der Bürgerschaft für die Entwicklung ländlicher Regionen sind. Bezüglich des Kunst- und Kulturvereins könne sich „die Stadt Pappenheim nur beglückwünschen, dass sie sowas haben“.

Passt zu den Zielen der Kommune
Melanie Pruis-Obel, die Geschäftsführerin der LAG Monheimer Alb, freute sich, dass die Broschüre durch einen Sonderfördertopf der LAG finanziell gefördert werden konnte. Sie zeigte sich erstaunt, „was in dem kleinen Buch alles Großes drinsteht“. Dies seien genau die Themen, mit denen sich die LAG ständig beschäftige.
Auch Zweiter Bürgermeister Walter Otters dankte dem Verein. Nun habe sich auch die Kommune aufgemacht, einen Vitalitätscheck für die Innenentwicklung durchzuführen, sagte Otters, (wir haben mehrfach berichtet). Diese Entwicklungen seien keine Selbstläufer, betonte er und beklagte, dass man in der Politik bei der Umsetzungsplanung mit zahlreichen Problemstellungen konfrontiert werde. In jedem Falle passe die Broschüre des Kunst- und Kulturvereins aktuell zum Ziel der Kommune.




Wechsel an der Spitze der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim

Am Donnerstag, den 16. Januar 2025, fand bei der Stützpunktfeuerwehr Pappenheim ein Generationswechsel statt. Im Rahmen einer Dienstversammlung wurden Michele Eckerlein zum neuen Kommandanten und Daniel Enderlein zu seinem Stellvertreter gewählt.

Dank an den scheidenden Kommandanten
Der bisherige Kommandant Martin Veitengruber nutzte die Gelegenheit, um auf seine langjährige Laufbahn bei der Freiwilligen Feuerwehr zurückzublicken. Seit 1995 war er stellvertretender Kommandant der Feuerwehr Pappenheim, bevor er 2018 die Leitung übernahm. Seine Verdienste um die Feuerwehr und die Sicherheit der Bürger wurden von der Stadt Pappenheim und Mattias Gegg, dem neuen Kreisbrandmeister des Brandkreises 8 in ihren Grußworten gewürdigt. Beide hoben seine Kompetenz und seine Einsatzbereitschaft hervor.

Neue Führung gewählt
Nach den Ansprachen ging es zur geheimen Wahl. Michele Eckerlein, der zuvor bereits als stellvertretender Kommandant tätig war, erhielt das Vertrauen der Versammlung und übernimmt nun die Position des ersten Kommandanten. Daniel Enderlein, der an diesem Abend ebenfalls gewählt wurde, tritt als neuer stellvertretender Kommandant an die Seite von Eckerlein. Laut Bayerischem Feuerwehrgesetz wird Enderlein die vorgeschriebenen Lehrgänge „Gruppenführer“ und „Leiter einer Feuerwehr“ innerhalb eines Jahres absolvieren.

Mit der Wahl von Michele Eckerlein und Daniel Enderlein startet die Feuerwehr Pappenheim mit einer erfahrenen und zugleich frischen Führung in die Zukunft. Der Stadtrat der Stadt Pappenheim hat die Wahl in seiner jüngsten Sitzung offiziell bestätigt. Die Zustimmung des Kreisbrandrates steht noch aus, ist aber wohl eine Formsache.

 

Titelfoto: Constantin Wisniewski
Montage: Peter Prusakow




Marcus Wurm als neues Stadtratsmitglied vereidigt

Mit einem feierlichen Akt ist Marcus Wurm am 23. Januar 2025 offiziell als Stadtrat vereidigt worden. Der Nachrücker der CSU-Fraktion übernimmt das Amt von Fritz Obernöder, der sein Mandat zum Jahresende 2024 niedergelegt hatte. Marcus Wurm, Leiter der Allianz-Versicherungsagentur in Pappenheim und ist auch Vorsitzender des CSU-Ortsverbands.

Durchgeführt wurde die Vereidigung von 2. Bürgermeister Walter Otters, der in Vertretung für den erkrankten 1. Bürgermeister Florian Gallus die Sitzung leitete.

Neuer Stadtrat, neue Zuständigkeiten
Die Neubesetzung der Ausschüsse, die mit dem Wechsel notwendig wurde, führte zu einer umfassenden Umstrukturierung. Im Detail ergeben sich folgende Änderungen:

Finanz-, Hauptverwaltungs- und Personalausschuss:
Marcus Wurm übernimmt die Stellvertretung für den ausgeschiedenen Fritz Obernöder.

Grundstücks-, Bau- und Bauhofausschuss:
Marcus Wurm wird stellvertretendes Mitglied, während Stadtrat Heiko Loy den Sitz als reguläres Mitglied übernimmt.

Rechnungsprüfungsausschuss: Marcus Wurm wird hier als ordentliches Mitglied eingesetzt, während Stadtrat Loy den Stellvertretungsposten einnimmt.

Stadtwerkeausschuss (Aufsichtsrat der Stadtwerke GmbH):
Marcus Wurm übernimmt den Sitz seines Vorgängers Obernöder.

 

Darüber hinaus wurde das Referat „Senioren und Heime“ an Marcus Wurm übertragen. Dieses war zuvor bei Stadtrat Neulinger angesiedelt, der stattdessen das Referat „Abwasser“ übernimmt. Auch die Sitzordnung im Ratssaal wurde angepasst – Marcus Wurm nimmt den vordersten Platz seines Vorgängers ein.

Marcus Wurm bringt nicht nur seine berufliche Erfahrung als Versicherungsfachmann in die politische Arbeit ein, sondern auch sein Engagement als CSU-Ortsvorsitzender.

 




Der Stadtrat tagt öffentlich

Am Donnerstag, 23.01.2025, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentlich Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt.

1 Besetzung des Stadtrates – Vereidigung des Nachrückers Marcus Wurm, Besetzung der
Ausschüsse und Zuteilung des Referates

2 Bauanträge

2.1 BA 20/2024 – Ersatzneubau Hochbehälter Geislohe, Errichtung eines 2-kammrigen
Hochbehälters mit Betriebsgebäude neben dem bestehenden Wasserturm ink. Rückbau des
bestehenden Wasserturms, Fl.-Nr. 527/24, Gemarkung Geislohe
2.2 BA 30/2024 – Abwasseranlagen der Stadt Pappenheim, Errichtung eines
Regenüberlaufbeckens mit Elektrostation und Retentionsbodenfilter, Fl.-Nr. 1029, 1030,
Gem. Bieswang

3 Bauleitplanung – TÖB-Beteiligung 32. Änderung des Regionalplans der Region
Westmittelfranken (8), Teilkapitel 6.2.2 Windenergie

4 Georg-Nestler-Haus – Konzeptvorstellung durch das BRK und Ing.-Büro Ritzer

5 Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen betreffend Georg-Nestler-Haus

6 Antrag von Hr. StR Weizinger auf Errichtung eines Kinderspielplatzes in Ochsenhart

7 Erschließungsbeitragsrecht – Beschluss der Abrechnung des Erschließungsbeitrages für denzweiten Bauabschnitt des Baugebiets „Gründlein“ im OT Geislohe

8 Städt. Veranstaltung – Start in den Frühling – Beschluss der Veranstaltungseigenschaft und
Budget

9 Feuerwehr

9.1 Feuerwehrwesen: Bestätigung Kommandant und Stellvertreter FFW Pappenheim nach
erfolgter Wahl
9.2 Feuerwehrwesen: Bestätigung Kommandant und Stellvertreter FFW Neudorf nach erfolgter Wahl

10 Vergaben

10.1 Pappenheim Nord – Vergabe der Abbrucharbeiten für die Gebäude Bgm-Rukwid-Straße 6+8
10.2 Kanalunterhalt: Vergabe Auftrag Kamerabefahrung Bahnhofstraße, Abwasserleitung
Übermatzhofen-Pappenheim und Teilstück Bieswang Kläranlagenzulauf
10.3 Vergabe – Bestattungsdienstleistungen 01.02.2025-31.12.2028
10.4 Sanierung Sanitärgebäude Campingplatz: Nachtragsangebot für Elektroarbeiten
(Niederspannungshauptverteiler)
10.5 Erwerb eines Fahrzeugs für die Abteilung Forst
10.6 Brückenunterhalt: Erneuerung des Brückengeländers am Fußgängersteg im Campingplatz

11 Friedhofswesen – Erlass einer neuen Friedhofsgebührensatzung ab 01.02.2025

12 Bekanntgaben




40 Jahre im Dienst der Stadt Pappenheim

Es gibt Menschen, die in einer Stadt nicht nur leben, sondern sie auch prägen. Otto Schober gehört zweifellos zu diesen Persönlichkeiten. Seit nunmehr 40 Jahren ist er ein zuverlässiger Mitarbeiter des städtischen Bauhofs und damit auch ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Pappenheim. Im Rahmen einer Feierstunde im Bürgermeisterbüro wurde der 64-Jährige nun von Bürgermeister Florian Gallus für seiner Arbeitsleistung und sein Engagement gewürdigt.

Otto Schober, der vielen Pappenheimern auch als ehemaliger Feuerwehrkommandant und Kreisbrandmeister bekannt ist, hat im Laufe seiner langen Berufslaufbahn tiefe Spuren in der Stadt hinterlassen. Bürgermeister Gallus, Bauhofleiter Stefan Pfahler und Stadtrat Karl Satzinger, der als Bauhofreferent fungiert, dankten dem Jubilar für seine vier Jahrzehnte andauernde Treue und Tatkraft. Als sichtbares Zeichen der Anerkennung überreichte die Stadt Pappenheim eine Ehrenurkunde und Geschenke.

Seinen beruflichen Weg begann Otto Schober in Weißenburg, wo er eine Ausbildung zum Installateur absolvierte. Nach zwei Jahren Wehrdienst sammelte er zunächst Berufserfahrung bei der Pappenheimer Küchenmöbelfabrik Gruco und der Treuchtlinger Firma Sanipa. Doch 1984 zog es ihn zurück in seine Heimatstadt, wo er unter dem damaligen Bürgermeister Josef Nachtmann seinen Dienst beim städtischen Bauhof antrat. Schon damals erwies sich diese Berufswahl als ideal, denn durch seine Tätigkeit als Maschinist bei der Freiwilligen Feuerwehr war Schober immer schnell zur Stelle, wenn Brandeinsätze in der Region anstanden.

Seither hat Otto Schober vier Bürgermeister und drei Bauhofleiter erlebt – ein Indiz für seine langjährige Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit. „Otto kennt die Stadt und ihre Menschen wie kaum ein anderer“, lobte Bürgermeister Gallus. Tatsächlich ist Schober nicht nur ein zuverlässiger Mitarbeiter des Bauhofs, sondern auch ein verlässlicher Partner bei Winterdiensten oder technischen Herausforderungen. Selbst in den frühen Morgenstunden, oft schon um zwei Uhr nachts, ist er im Einsatz, um Straßen und Wege von Schnee und Eis zu befreien.

Neben seiner beruflichen Tätigkeit war Otto Schober jahrzehntelang eine prägende Figur bei der Feuerwehr in Pappenheim. Als erfahrener Maschinist und Feuerwehrkommandant war er bei Einsätzen ein wichtiger Eckpfeiler und gleichzeitig ein Vorbild für die jüngeren Mitglieder.

Dass Otto Schober im Bauhof als „Allrounder“ geschätzt wird, liegt nicht zuletzt an seiner Vielseitigkeit und seinem technischen Know-how. Er ist nicht nur bei seinen Kollegen, sondern auch bei der Stadtverwaltung hoch angesehen. Bürgermeister Gallus betonte bei der Ehrung, wie wichtig Menschen wie Otto Schober für das Funktionieren einer kleinen Stadt wie Pappenheim sind: „Ohne den Einsatz von engagierten Mitarbeitern wie Otto Schober würde vieles in unserer Stadt nicht so reibungslos laufen.“

Mit seiner beeindruckenden Dienstzeit ist Otto Schober weit mehr als nur ein langjähriger Mitarbeiter – er ist eine Institution in Pappenheim. Die Stadt dankt ihm für 40 Jahre unermüdlichen Einsatz, der weit über das normale Maß hinausgeht. Wie im Rahmen der Ehrung bekannt wurde, wird Otto Schober im Mai 2025 seinen Ruhestand antreten.

Titelfoto: Städtischer Bauhof Pappenheim

 




Pappenheimer Pfarrwiese kehrt zu ihren Wurzeln zurück

Die katholische Pfarrwiese an der Schützenstraße in Pappenheim sorgt aktuell für große Diskussionen. Jahrzehntelang war sie so etwas wie der heimliche Star unter den Parkplätzen der Stadt – zentral gelegen, nah an den Geschäften und immer gut besucht. Doch nun ist Schluss mit lustig. Seit Kurzem zieren Verbotsschilder die Fläche, und was einst ein beliebter Parkplatz war, ist nun wieder ganz offiziell eine Wiese.

Aufklärung über die Hintergründe liefert Bürgermeister Florian Gallus auf Nachfrage: „Es ist eine Wiese und muss eine Wiese bleiben“, erklärt er. So will es das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen. Der Grund dafür liegt nicht etwa in einer Laune der Bürokratie, sondern in der Lage der Fläche. Sie befindet sich im Überschwemmungsgebiet der Altmühl. Und wo Wasser hinfließen könnte, dürfen Autos nicht dauerhaft stehen.

Doch wie so oft war es nicht die Gegebenheit selbst, die für das plötzliche Ende der jahrelangen Parkplatznutzung sorgte, sondern eine Beschwerde, die den Stein ins Rollen brachte. Bis dahin hatten weder die Behörden noch die Nutzer etwas gegen die pragmatische Doppelnutzung der Fläche einzuwenden. Doch mit der Beschwerde wurde die jetzt „aktenkundige“ Pfarrwiese offiziell wieder zu einer landwirtschaftlichen Grünfläche. Die logische Konsequenz: Dauerparken ist künftig verboten.

Man könnte jetzt mit einem Augenzwinkern sagen, die Wiese habe endlich wieder zu sich selbst gefunden. Tatsächlich dürfen Fahrzeuge künftig nur noch in Ausnahmefällen dort parken. Bürgermeister Gallus nennt Beispiele wie das Volksfest, den Freibadbetrieb oder Großveranstaltungen in der Stadt oder auf der Burg. Also kurzzeitig, zu besonderen Anlässen. Für den alltäglichen Parkbedarf ist die Wiese jedoch passé.

Ob man sich über diese Entscheidung nun ärgert oder mit einem Schulterzucken abfindet, bleibt den Pappenheimerinnen und Pappenheimern selbst überlassen. Fakt ist jedenfalls: Die Pfarrwiese hat ihre Karriere als Dauerparkplatz an den Nagel gehängt. Vielleicht wird sie dadurch zu einem neuen Symbol – nicht nur für Pappenheims Flexibilität, sondern auch für die Kunst, aus einer Wiese eine Wiese zu machen.