Markus Gläser stellt sich im Grünen Bereich von Pappenheim vor

Die Pappenheimer Ortsgruppe von Bündnis 90/Die Grünen hatte kürzlich zu einem politischen Abend in den „Grünen Bereich“ eingeladen – jenem historischen Ort in der vormaligen Hoechstetter-Apotheke, der Leerstand mit neuem Leben füllt. Anlass des Treffens war der Besuch von Markus Gläser, der sich bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 um das Amt des Landrats bewirbt.

Monika Pamp, 1. Sprecherin der Pappenheimer Grünen begrüßte die zahlreichen Besucher und  den Landratskandidaten Markus Gläser im „Grünen Bereich“. Unterstützt wird seine parteiunabhängige Kandidatur von fünf im Kreistag vertretenen Parteien: Freie Wähler, Bündnis 90/Die Grünen, SPD, ÖDP und FDP. In Pappenheim selbst treten SPD und Freie Wähler mit eigenen Kandidaten zur Kreistagswahl an. Auf Nachfrage berichtete Gläser, dass die Einladung der Grünen bislang die einzige aus Pappenheim sei – fügte aber mit einem Lächeln hinzu: „Aber vielleicht kommt ja noch was.“ Bereits im Mai 2025 hatte sich Markus im Rahmen der internen Jahreshauptversammlung des Ortsvereins im Gasthaus Zur Linde den SPD-Mitgliedern vor Ort vorstellen können.

Der Abend im „Grünen Bereich“ war geprägt von einem regen Austausch. Gläser präsentierte seine politischen Ziele und traf dabei auf ein interessiertes Publikum. Zwischenfragen waren ausdrücklich erwünscht – und der Kandidat nutzte die Gelegenheit, um auf die Zwischenfragen mit Detailkenntnis und Sachverstand auf Augenhöhe zu antworten.

Im Rahmen seiner Vorstellung in Pappenheim ging Landratskandidat Markus Gläser recht detailliert auf eine ganze Reihe von Themen ein, die aus seiner Sicht für die Zukunft des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen von besonderer Bedeutung sind. Die Schwerpunkte seiner Rede zeigten deutlich: Gläser will Politik nicht nur für, sondern vor allem mit den Menschen im Landkreis machen.

Wohnen, Familien und lebendige Ortskerne
Ein zentrales Anliegen des Kandidaten ist die Belebung leerstehender Ortskerne. Gläser betonte, dass Wohnen, Familienfreundlichkeit und die Attraktivität von Innenstädten und Dorfzentren untrennbar miteinander verknüpft seien. Anstatt neue Flächen auszuweisen, solle verstärkt auf Nachverdichtung und die Reaktivierung leerstehender Gebäude gesetzt werden. Förderprogramme wie „Lebendige Zentren“ oder „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ von Bund und Land müssten gezielter genutzt werden – auch von kleineren Kommunen wie Pappenheim. Dabei verwies er ausdrücklich auf den Veranstaltungsort selbst: Die Wiederbelebung der ehemaligen Hoechstetter-Apotheke durch die Grünen sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie Leerstand mit Kreativität in einen Ort der Begegnung verwandelt werden könne.
Die Idee aus der Zuhörerschaft, für derart weitreichende Herausforderungen einen zentralen landkreisweiten „Kümmerer“ zu benennen, begrüßte er grundsätzlich, dämpfte jedoch überzogene Erwartungen: „Da müssen wir aufpassen. Da will ich keine Versprechen machen.“

Mobilität und Infrastruktur
Im Bereich der Mobilität setzte Gläser auf eine Kombination aus Verbesserung des ÖPNV und modernen, flexiblen Lösungen. Gerade für den ländlichen Raum brauche es dichtere Takte, verlässliche Verbindungen und barrierefreie Haltestellen. Ergänzend sollen On-Demand-Angebote auch kleinere Dörfer besser anbinden. Ein wichtiges Anliegen war ihm zudem die Digitalisierung – konkret der flächendeckende Ausbau von Breitband und Mobilfunk.

Auch zur Verkehrsregelung bezog Gläser Stellung: Für die stark belastete Hörnleinkreuzung in Weißenburg sprach er sich aus Sicherheits- und Kostengründen klar gegen den geplanten Kreisverkehr aus. Stattdessen favorisiert er eine optimierte Ampellösung, die ebenfalls zur Vermeidung schwerer Unfälle beitragen könne – zumal das Nadelöhr durch einen Kreisel nicht vollständig aufgelöst werde.

Verwaltung und Sicherheit
Verwaltung soll für Bürgerinnen und Bürger einfacher und verlässlicher werden. Gläser setzt auf digitale Prozesse, klare Zuständigkeiten und eine bürgernahe Ansprache. Er sprach sich für einen speziellen Serviceschalter für Seniorinnen und Senioren aus, die keinen Zugang zum Internet haben. Im Bereich Sicherheit nannte er eine bessere Ausstattung für Einsatzkräfte sowie vorausschauende Notfallpläne für Extremwetterereignisse und Cyberangriffe als notwendige Maßnahmen.

Wirtschaft und Bildung
Zur Sicherung der wirtschaftlichen Zukunft betonte Gläser die Bedeutung eines engen Austauschs zwischen Wirtschaft, Schulen und Ausbildungsstätten. Er möchte regelmäßige Wirtschaftsdialoge etablieren, familienfreundliche Betriebe stärken und die Digitalisierung an Schulen vorantreiben. Auch die gezielte Förderung des Tourismus und der Regionalwirtschaft spielt in seinem Konzept eine Rolle.

Gesundheit und Pflege
Die wohnortnahe Gesundheitsversorgung sieht Gläser als Grundpfeiler der Daseinsvorsorge. Er sprach sich für ein stabiles Kreisklinikum in Weißenburg aus. Auch die Zahl an Ärztinnen und Ärzten im Landkreis will Gläser erhöhen. Ergänzt werden soll die Versorgung durch telemedizinische Angebote, moderne Pflegekonzepte und eine Stärkung der Palliativ- und Hospizdienste. Die Sicherung der Geburtshilfe im Landkreis bleibt für ihn ein wichtiges Ziel.

Klima und Landwirtschaft
Markus Gläser widmete sich auch dem Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Landwirtschaft – das er jedoch nicht als Widerspruch, sondern als gemeinsame Aufgabe versteht. Er will den Austausch mit Landwirten, wie vormals schon durch einen regelmäßigen Umweltgipfel, fördern, den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützen und regionale Vermarktung stärken. Ein besonderes Augenmerk liegt auf kurzen Wegen und der Entwicklung eines Qualitätszeichens „Altmühlfranken-Heimatprodukte“.

 




SPD-Kandidatinnen und -Kandidaten für den Stadtrat Pappenheim

Im Rahmen einer parteiübergreifenden Wahlversammlung hat Stadträtin Anette Pappler, zugleich Fraktionsvorsitzende der SPD im Pappenheimer Stadtrat, die Kandidatinnen und Kandidaten ihrer Partei für die anstehende Kommunalwahl am 8. März 2026 vorgestellt.

Anette Pappler (53)
Einrichtungsleitung & Geschäftsführerin Jugendwerkstatt Langenaltheim gGmbH
Engagiert als Stadträtin, Kreisrätin, Referentin für Schule & Volksfest, sowie Feldgeschworene. Sie ist Aufsichtsratsvorsitzende der Wohnungsbaugenossenschaft und stellv. Vorsitzende im AWO-Kreisverband. Aktiv in Theatergruppe, Maibaumverein, Turnverein und Frauenhausverein.
Listenplatz 1

Michele Eckerlein (36)
Elektriker bei den Stadtwerken Pappenheim
Feuerwehrmann mit Herz: Stadtrat, Feuerwehrreferent und 1. Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim. Mitglied im Kanonier-Militärverein, Maibaumverein und in der Theatergruppe.
Listenplatz 2

Pia Brunnenmeier (64)
Rechtsfachwirtin
Langjährige Stadträtin und Referentin für Stadtentwicklung. Vorsitzende des SPD-Ortsvereins und Mitglied im Exekutivausschuss der LAG Monheimer Alb-Altmühl Jura e.V. Aktiv im Maibaumverein, Turnverein und auf der Bühne der Theatergruppe.
Listenplatz 3

Tim Schober (33)
Fachkrankenpfleger für Anästhesie- und Intensivpflege
Zugführer der Feuerwehr Pappenheim, Rettungssanitäter und stellvertretender Vorsitzender im SPD-Ortsverein. Vereinsleben mit Engagement: BRK, Theatergruppe, Militärverein.
Listenplatz 4

Carola Zanetti (54)
Kundenbetreuerin im Nahverkehr, Zugbegleiterin
Gewerkschaftlich aktiv im EVG-Ortsvorstand Treuchtlingen und Schriftführerin im Turnverein 1861 Pappenheim. Außerdem Mitglied der Theatergruppe.
Listenplatz 5

Florian Zanetti (24)
Verwaltungswirt bei der Regierung von Mittelfranken, Informatikstudent
Junges Engagement: Schriftführer bei der Feuerwehr Pappenheim und Mitglied im Turnverein.
Listenplatz 6

Susanne Lampmann (57)
Rettungsschwimmerin im Freibad Pappenheim, Hausmeisterin im evang. Gemeindezentrum
Engagiert sich bei der Feuerwehr, TSG und der Tafel Pappenheim.
Listenplatz 7

Bernhard Hecht (58)
Braumeister und Inhaber der Hechtbräu in Zimmern, zusätzlich tätig bei Weibsbräu Dinkelsbühl
Netzwerker der Gastronomie- und Brauereiszene, passives Mitglied der Feuerwehr Zimmern sowie aktiv bei den Urvogelfreunden Solnhofen und im Maibaumverein.
Listenplatz 8




CSU-Kandidatin und -Kandidaten für den Stadtrat Pappenheim

Der CSU-Ortsverband Pappenheim hat bei der gemeinsamen Wahlveranstaltung seine Kandidatin und Kandidaten für die Stadtratswahl offiziell vorgestellt. Bürgermeister Florian Gallus und Ortsvorsitzender Marcus Wurm präsentierten ein Team, das – so die CSU – „für Sachverstand, Verlässlichkeit und Engagement“ stehe.
Man setze auf eine ausgewogene Mischung aus kommunalpolitischer Erfahrung, unternehmerischer Kompetenz und ehrenamtlichem Einsatz.

Stefanie Glück (40), Pappenheim
Gastronomin, Küchenmeisterin
Stefanie Glück steht für strukturiertes und vorausschauendes Arbeiten – Eigenschaften, die sie als selbstständige Unternehmerin und Organisatorin der BR-Radltour eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Sie bringt ein starkes Netzwerk aus Tourismus und Gastronomie mit, denkt dabei stets an Lebensqualität – nicht nur für Gäste, sondern vor allem für die Menschen vor Ort.
→ Listenplatz 1

Simon Schleussinger (25), Pappenheim
Kaufmann im Einzelhandel, Stadtrat, Referent für Jugend und Vereine
Der Vorsitzende des Maibaumvereins ist ein Impulsgeber im Stadtrat. Er kombiniert unternehmerisches Denken mit sozialem Gespür, bleibt lernbereit und offen für Neues – und steht klar zu seiner Meinung.
→ Listenplatz 2

Rainer Dengler (45), Neudorf
Selbstständiger Installateur- und Heizungsbaumeister
Engagierter Vorsitzender der FFW Neudorf und der Nahwärmegenossenschaft. Rainer möchte sein handwerkliches Wissen und seine langjährige Erfahrung stärker in die kommunale Arbeit einbringen – stets mit dem Blick für das Machbare und die Bedürfnisse des ländlichen Raums.
→ Listenplatz 3

Marcus Wurm (55), Pappenheim
Versicherungsfachmann, Stadtrat, CSU-Ortsvorsitzender
Marcus Wurm bringt betriebswirtschaftliches Denken, Gremienerfahrung und ein breites Netzwerk mit – ob im Stadtrat, in der Stadtwerke GmbH oder als Vorsitzender im Schützenverein. Ein sachlicher Kommunikator mit Blick für Lösungen.
→ Listenplatz 4

Fritz Wörlein (41), Bieswang
Metzgermeister, Betriebswirt
Als Unternehmer mit Bodenhaftung kennt er die Herausforderungen der Region. Entscheidungsfreude und Verantwortungsbewusstsein zeichnen ihn ebenso aus wie seine Bereitschaft, sich aktiv einzubringen.
→ Listenplatz 5

Felix Herzner (31), Pappenheim
Zweiradmechanikermeister, CSU-Vorstand, Organisator
Als Organisator des Faschingsballs, Mitglied im Volksfestausschuss und dritter Vorstand im Maibaumverein ist Felix ein echtes Organisationstalent. Technisch versiert, sympathisch und zielstrebig.
→ Listenplatz 6

Erich Neulinger (59), Geislohe
Schäfermeister, Stadtrat, Referent für Abwasser
Als „PP“ – Praktiker und Pragmatiker – bringt Erich eine wertvolle Mischung aus Bodenständigkeit, Klarheit und Lösungsorientierung mit. Engagiert im Bauausschuss, BBV, Schäferverein und als Feldgeschworener.
→ Listenplatz 7

Uwe Rathsam (36), Geislohe
Maurermeister, Geschäftsführer Bauunternehmen FHG
Junger Familienvater mit fundiertem Fachwissen im Hoch- und Tiefbau. Uwe steht für strukturierte Projektarbeit, praktische Lösungen und engagiertes Ehrenamt.
→ Listenplatz 8

Thorsten Hüttinger (46), Osterdorf
Diplom-Kaufmann (FH), Energiegenossenschaft, SV Osterdorf
Engagiert im Ehrenamt und für seine Heimat. Er setzt sich für Infrastruktur, Vereinsleben und Ehrenamt ein – vor allem mit Blick auf die Ortsteile. Verlässlich, offen und lösungsorientiert.
→ Listenplatz 9

Ralf Ottmann (49), Pappenheim
Dipl.-Bauingenieur (FH), Mitarbeiter im Wasserwirtschaftsamt, CSU-Schatzmeister
Ralf ist ein technischer Fachmann mit einem tiefen Verständnis für wasser- und bauplanerische Themen. Akribisch in der Vorstandsarbeit, verlässlich im Umgang, empathisch im Team. Eine echte Bereicherung für den Stadtrat.
→ Listenplatz 10




Neues Format der Wahlveranstaltungen in Pappenheim gestartet

Die erste gemeinsame Wahlveranstaltung in der Geschichte der Stadt Pappenheim hat am 12.01.2026 im Hotel-Gasthof Zur Sonne stattgefunden. In der Auftaktveranstaltung, bei der CSU, SPD und die Listenverbindung von Freien Wählern (FW) mit der Bürgerliste (BGL) ihr Wahlprogramm und ihre Kandidaten vorstellten, überraschte die SPD mit Themen in ihrem Programm, die so nicht zu erwarten waren. Die gemeinsame Wahlvorstellung findet in allen Ortsteilen statt.

Einträchtig nebeneinander standen Roll-ups der drei Parteien, als Bürgermeister Florian Gallus zur Begrüßung das Wort ergriff und die Zuhörerinnen und Zuhörer sowie Leitfiguren und Kandidaten aller anwesenden Parteien und Gruppierungen begrüßte. Gleich zu Beginn stellte er die Frage: „Was steckt hinter dem neuen Format der neuen gemeinsamen Wahlveranstaltung?“
Über alle Parteigrenzen hinweg habe man in den vergangenen sechs Jahren sachorientiert und sehr gut zusammengearbeitet. Der Wunsch sei es, diese neue Form der außerordentlich guten Zusammenarbeit auch bei den Wahlveranstaltungen widerzuspiegeln. Das wäre nicht gelungen, wenn wie üblich jede Partei in einer eigenen Veranstaltung ihre Ziele für Pappenheim und ihre Kandidaten vorgestellt hätte. Denn auch in den kommenden sechs Jahren wolle man den gemeinsamen Weg so weitergehen.
Nach der Begrüßung hatte jede Partei 20 Minuten Zeit, ihr Wahlprogramm und ihre Kandidaten vorzustellen.
Hier sollen nun die wichtigsten Punkte der einzelnen Wahlprogramme dargestellt werden, wobei die Reihenfolge nach der amtlichen Nummerierung der Wahlvorschläge erfolgt.

Die Vorstellung der Kandidaten folgt in einem gesonderten Beitrag.

CSU setzt weiter auf Vertrauen und Sachorientierung
Die CSU Pappenheim geht mit klaren Zielen in die bevorstehende Wahlperiode und setzt dabei auf Bewährtes wie auch auf frischen Elan. Im Zentrum steht der feste Wille, das gemeinsam Erreichte nicht nur zu bewahren, sondern mit Augenmaß weiterzuentwickeln.
Im Rückblick auf die vergangenen Jahre betonte Marcus Wurm, der Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes, dass das gute Miteinander im Stadtrat maßgeblich zum Erfolg für die Stadt Pappenheim beigetragen habe – über Fraktionsgrenzen hinweg und getragen von gegenseitigem Vertrauen. Für die kommende Amtszeit steht das politische Ziel im Raum, diese konstruktive Zusammenarbeit fortzuführen und Pappenheim mit sachlicher Politik, Leidenschaft und Kompetenz zukunftsfähig zu gestalten. Dabei setzt die CSU auf Persönlichkeiten, die sich nicht in parteipolitischem Klein-Klein verlieren, sondern die Stadt als Ganzes im Blick behalten.
Bürgermeister Florian Gallus, der in seiner Ansprache die inhaltliche Linie der CSU skizzierte, benannte fünf zentrale Schwerpunkte für die kommenden Jahre: Die Schaffung von neuem Wohnraum soll mit Nachdruck verfolgt werden, ebenso wie die Erarbeitung eines langfristigen Sanierungsplans für das Freibad – ein Thema, das vielen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegt. Auch der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung bleibt ein zentrales Anliegen, ebenso wie die Ausstattung und Weiterentwicklung der Freiwilligen Feuerwehr. Nicht zuletzt wurden die Modernisierung und Erhaltung der städtischen Infrastruktur als Daueraufgabe benannt. Mit diesem thematischen Fundament will die CSU die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortsetzen und Pappenheim Schritt für Schritt weiter stärken.

FW/BGL setzen auf Pragmatismus und Bürgernähe
Mit klaren Worten skizzierte Walter Otters, Zweiter Bürgermeister und Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Stadtrat, die politischen Leitlinien der FW/BGL für die kommende Wahlperiode. Unter dem Motto „Nicht klagen, sondern anpacken“ bekräftigten die Freien Wähler und die Bürgerliste ihren Kurs einer sachorientierten Kommunalpolitik. Zentrale Themen bleiben der kontinuierliche Ausbau der Infrastruktur – insbesondere die Sanierung von Straßen und Abwassersystemen –, der flächendeckende Glasfaserausbau sowie die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung. Besonderes Augenmerk gilt dabei stets der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger – etwa beim Ausbau erneuerbarer Energien. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Prinzip „Innen statt Außen“, mit dem die Nachverdichtung im Ortskern vorangebracht werden soll. Otters hob außerdem hervor, wie wichtig die Unterstützung des Ehrenamts sei; Vereine sollen künftig noch besser begleitet, vernetzt und entlastet werden. Der pragmatische Stil, die enge Zusammenarbeit mit allen Fraktionen sowie die Rückendeckung für Bürgermeister Florian Gallus zeigen, dass der einst angestoßene Kulturwandel keine Momentaufnahme war – sondern gelebte Realität.

SPD bringt neue Akzente in ihren Zielen
Mit dem Satz „Jetzt kommt Farbe ins Spiel“ eröffnete Anette Pappler, die dienstälteste Stadträtin und Fraktionsvorsitzende der SPD, ihren Beitrag zur Wahlveranstaltung – und ließ damit aufhorchen. Tatsächlich blieb es nicht bei einer pointierten Formulierung, denn die SPD überraschte mit Themenfeldern, die in dieser Klarheit nicht zwingend erwartet worden waren, dabei aber umso deutlicher die Handschrift der Sozialdemokratie trugen.
Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen für Familien, soziale Verantwortung und moderne Stadtentwicklung – von der Verlässlichkeit in der Ganztagsbetreuung über die Förderung seniorengerechter Wohnformen in Pappenheim-Nord bis hin zur gezielten Unterstützung des Georg-Nestler-Hauses.
In der Umwelt- und Energiepolitik setzt die SPD auf Pragmatismus. Windkraft ja – aber im Zusammenspiel mit Solarenergie und dezentralen Lösungen. In Übereinstimmung mit der CSU will die SPD das Freibad grundlegend sanieren und sichern. Ebenso greift die SPD das in der Bürgerschaft zunehmend diskutierte Thema Trinkwasserversorgung auf und macht deutlich, dass die langfristige Sicherung dieser Daseinsvorsorge auch auf kommunaler Ebene höchste Priorität haben muss. Die SPD nennt auch klar die Notwendigkeit, endlich eine tragfähige Lösung für das Pappenheimer Feuerwehrhaus voranzubringen – mit dem Ziel, Sicherheit, Ausstattung und Arbeitsbedingungen zukunftsfähig zu gestalten. Abgerundet wird das Programm durch den Ruf nach einer bürgernahen digitalen Verwaltung mit neuer Website, Pappenheim-App und ausgebautem Online-Service.

Weiter Termine und Veranstaltungsorte dieses Veranstaltungsformats:

      • 12.01.2026Pappenheim, Gasthof zur Sonne, 19:00 Uhr
      • 13.01.2026Osterdorf, Dorfgemeinschaftshaus, 19:00 Uhr
      • 14.01.2026Geislohe, Hirtenhaus, 19:00 Uhr
      • 15.01.2026Neudorf, Gasthaus Zagelmeyer, 19:00 Uhr
      • 19.01.2026Bieswang-Ochsenhart, Gasthaus Rachinger, 19:00 Uhr
      • 27.01.2026Göhren, Schulhaus, 19:00 Uhr
      • 28.01.2026Übermatzhofen, Schulhaus, 19:00 Uhr
      • 29.01.2026Zimmern, Gasthaus zum Hollersteon, 19:00 Uhr



Politischer Schulterschluss in Pappenheim

In Pappenheim kündigt sich ein bemerkenswerter politischer Schulterschluss an. CSU, Freie Wähler / Bürgerliste und die SPD gehen bei ihren bevorstehenden Wahlveranstaltungen neue Wege – und das gemeinsam. Am Montag, den 12. Januar 2026, fällt der Startschuss für eine Veranstaltungsreihe, die in dieser Form in Pappenheim bislang einmalig ist.

Was früher streng getrennt stattfand, wird nun in gebündelter Form gemeinsam gestaltet. Vertreterinnen und Vertreter der drei politischen Gruppierungen laden die Bürgerinnen und Bürger zu einer Reihe gemeinsamer Wahlabende ein – nicht in parteipolitischer Abgrenzung, sondern in konstruktiver Einigkeit. Der Gedanke dahinter ist, dass nicht das Trennende, sondern das Gemeinsame in den Mittelpunkt gestellt werden soll.

„Wir zeigen in einer gemeinsamen Wahlveranstaltung, dass wir geschlossen und zusammen – egal welcher Partei wir angehören – für Pappenheim das Bestmögliche erreichen wollen“, heißt es aus den Reihen der Veranstalter. Dieses neue Format ist nicht nur Ausdruck eines veränderten politischen Selbstverständnisses, sondern auch eine Reaktion auf Wünsche aus der Bevölkerung. Viele Bürgerinnen und Bürger hatten angeregt, die Informationsveranstaltungen zu bündeln, um nicht an mehreren Abenden zu verschiedenen Parteiveranstaltungen gehen zu müssen.

Gleichzeitig verstehen die Initiatoren das gemeinsame Vorgehen als sichtbares Zeichen für einen Neubeginn. Die Zeit der gegenseitigen Blockaden und parteitaktischen Grabenkämpfe – wie sie vor dem Jahr 2020 in Pappenheim häufiger beklagt wurden – soll endgültig der Vergangenheit angehören.

Die Veranstaltungsreihe macht in allen Ortsteilen Station. Dabei stehen der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie die Vorstellung gemeinsamer Ideen für die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile im Mittelpunkt.

Termine und Veranstaltungsorte:

  • 12.01.2026Pappenheim, Gasthof zur Sonne, 19:00 Uhr
  • 13.01.2026Osterdorf, Dorfgemeinschaftshaus, 19:00 Uhr
  • 14.01.2026Geislohe, Hirtenhaus, 19:00 Uhr
  • 15.01.2026Neudorf, Gasthaus Zagelmeyer, 19:00 Uhr
  • 19.01.2026Bieswang-Ochsenhart, Gasthaus Rachinger, 19:00 Uhr
  • 27.01.2026Göhren, Schulhaus, 19:00 Uhr
  • 28.01.2026Übermatzhofen, Schulhaus, 19:00 Uhr
  • 29.01.2026Zimmern, Gasthaus zum Hollersteon, 19:00 Uhr



Pappenheim bekommt einen Grünen Bereich mit Geschichte

Mit dem Beginn des neuen Jahres zieht in ein bekanntes, lange verwaistes Erdgeschoss in der Deisingerstraße wieder Leben ein. Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen hat am Mittwoch, 7. Januar 2026, in den Räumen der ehemaligen Hoechstetter Apotheke mit einer kleinen Feier den „Grünen Bereich“ eröffnet. Mit von der Partie waren Sebastian Amler und Ulrich Winter vom Kreisverband der Grünen. Mit dieser neuen Anlaufstelle im Herzen der Stadt wollen die Grünen bis zur Kommunalwahl am Sonntag, 8. März 2026, das direkte Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern suchen – und das in einem Haus, das nicht nur äußerlich eine grüne Fassade trägt, sondern auch eine bewegte Geschichte erzählen kann.

Mit einem „Herzlich willkommen im Grünen Bereich“ begrüßte die Erste Sprecherin Monika Pamp bei der Eröffnung Kandidaten sowie Parteimitglieder und Freunde der Partei. „Der Grüne Bereich ist noch im Wachsen“, betonte Pamp angesichts des noch etwas nüchtern wirkenden, vormals ausgeräumten Apothekenraums. Erfolgversprechende Ansätze sind vorhanden, und so fühlte sich die Gemeinschaft bei der Einweihungsfeier bei Sekt und Häppchen sichtlich wohl.

Aus leerstehendem Erdgeschoss wird politischer Begegnungsraum
Seit dem 31. März 2025 stand das Erdgeschoss in der Deisingerstraße 26 leer – damals schloss die traditionsreiche Apotheke, die seit dem frühen 19. Jahrhundert Generationen von Pappenheimerinnen und Pappenheimern ein Begriff war. Nun haben die Grünen den historischen Räumen neues Leben eingehaucht. Unter dem Titel IM GRÜNEN BEREICH wollen sie sich hier regelmäßig mittwochs ab 18 Uhr mit allen Interessierten austauschen, informieren und ins Gespräch kommen. Auch an zwei Sonntagen im Februar gibt es Sonderveranstaltungen mit besonderem Programm.

Politischer Austausch und thematische Vielfalt
Die Veranstaltungsreihe startet am Mittwoch, 14. Januar 2026, mit einem Besuch von Marcus Gläser, dem gemeinsamen Landratskandidaten der Grünen, der SPD und der Freien Wähler. Danach folgen weitere Themenabende, die sich unter anderem dem Ehrenamt, der Familienfreundlichkeit oder auch der Frage widmen, wie in Pappenheim künftig gewohnt werden soll. Ein Höhepunkt ist sicher der Politische Aschermittwoch am 18. Februar – unter dem augenzwinkernden Motto „Mensch, ärgere dich… nicht!“. Auch über das Radwegekonzept in Pappenheim soll gesprochen werden.

Das komplette Programm ist online abrufbar unter:
👉 www.gruene-weissenburg-gunzenhausen.de/ortsverband-pappenheim
sowie über den QR-Code am Eingang des Grünen Bereichs oder auf den Flyern, die in den nächsten Tagen verteilt werden.

Treffpunkt mit Geschichte
Das Gebäude selbst ist ein Stück Pappenheimer Stadtgeschichte: Erstmals 1540 wird das Haus als Besitz der Jüdin Glaser erwähnt. Seinen heutigen Bauzustand erhielt es 1750 durch den Pappenheimer Baumeister Johann Georg Steingruber, dessen Handschrift sich auch an anderen Gebäuden der Stadt wiederfindet. Im Jahr 1802 erwarb es der Kommerzienrat und Hofapotheker Christoph Stöber, der dort die erste Apotheke der Stadt einrichtete. Durch Heirat kam Georg Friedrich Hoechstetter, ein Mitglied einer bekannten Augsburger Kaufmannsfamilie, nach Pappenheim und führte die Apotheke als Hofapotheker weiter.

Fast genau 200 Jahre später, zum 1. März 2005, übernahm Erwin Scheinast aus Heidenheim den Betrieb – bis die Apotheke im März 2025 endgültig ihre Türe schloss.
Eine Türe übrigens, die mit ihren Messingbeschlägen schon ein historisches Erlebnis für sich ist.

Veranstaltungsübersicht im Grünen Bereich 2026
Sonntag, 11. Januar

Frauencafé mit Theresa Eberlein
15:00 Uhr – Die frauenpolitische Sprecherin der GRÜNEN Bayern zu Gast im Grünen Bereich

Mittwoch, 14. Januar
Triff Marcus Gläser im Grünen Bereich
Gespräch mit dem Landratskandidaten

Mittwoch, 21. Januar
Vereinsabend im Grünen Bereich
Austausch rund ums Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement

Mittwoch, 28. Januar
Elternabend im Grünen Bereich
Für ein familienfreundliches Pappenheim

Mittwoch, 4. Februar
Triff uns im Grünen Bereich
Offenes Gespräch und Austausch

Mittwoch, 11. Februar
Wohnen im Grünen Bereich
Mit Gisela Sengl, Landesvorsitzende der GRÜNEN Bayern

Mittwoch, 18. Februar
Mensch, ärgere dich… nicht!
Politischer Aschermittwoch im Grünen Bereich

Sonntag, 22. Februar
Wald im Grünen Bereich
14:00 Uhr – Vortrag und Waldspaziergang mit Prof. Dr. Erwin Hussendörfer

Mittwoch, 25. Februar
Wohnen im Grünen Bereich
Erneut mit Gisela Sengl

Mittwoch, 4. März
Ortsverbindungen im Grünen Bereich
Gespräch zum Radwegekonzept für Pappenheim

Neue Nutzung mit Symbolkraft
Der Grüne Bereich in der Deisingerstraße 26 ist mehr als nur ein temporäres Wahlkampfbüro – er steht sinnbildlich für das, was viele in Pappenheim sich wünschen: dass historische Gebäude nicht dem Leerstand überlassen bleiben, sondern wieder mit Leben gefüllt werden. Die Grünen setzen hier ein sichtbares Zeichen – für Austausch, für Engagement und für die Zukunft der Stadt.

Wer sich angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen:
Immer mittwochs ab 18 Uhr – das Programm beginnt um 18:30 Uhr.
Das Haus mit der grünen Fassade freut sich auf interessierte Gäste.

 




Die Kandidatenliste der GRÜNEN für den Stadtrat in Pappenheim

Bei der Nominierungsversammlung hat der Ortverband der Grünen in Pappenheim die Kandidatinnen und Kandidaten für die Wahl zum Stadtrat vorgestellt. Auch die jeweiligen Beweggründe für die Kandidatur wurden kurz erläutert. Die Liste umfasst 16 Plätze sowie zwei Ersatzkandidaturen. Nachfolgend die Übersicht über die Bewerberinnen und Bewerber mit einer kurzen Zusammenfassung ihrer Beweggründe dargestellt:

  1. Astrid Weddige, 63, Agraringenieurin, Bieswang
    Bringt ihre Sachkenntnis und Erfahrung aus dem bisherigen Stadtratsmandat ein, will weiterhin lösungsorientiert kommunalpolitisch arbeiten.
  2. Monika Pamp, 62, Verlagswirtin, Pappenheim
    Setzt sich für eine ökologische Stadtentwicklung und demokratische Teilhabe ein – mit besonderem Blick auf alle Ortsteile.
  3. Susanne Pühl, 52, Religionspädagogin, Pappenheim
    Möchte tragfähige Antworten auf aktuelle Herausforderungen finden – mit Fokus auf nachhaltige Zukunftsgestaltung.
  4. Julian Städler, 34, Lehrer, Pappenheim
    Stellt das generationsübergreifende Miteinander in den Mittelpunkt seines Engagements.
  5. Adelheid Wenninger, 65, Architektin, Bieswang
    Plädiert für den bewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen und Potenzialen im ländlichen Raum.
  6. Caroline Pühl, 20, Studentin, Pappenheim
    Die junge Kandidatin macht Klimaschutz und Gleichstellung zu ihrem zentralen Anliegen.
  7. Lisa Pfister, 34, Juristin, Geislohe
    Verbindet juristisches Fachwissen mit einem Engagement für Naturschutz und sozialen Zusammenhalt.
  8. Aydin Hammudioglu, 52, Unternehmer, Pappenheim
    Stellt das gemeinschaftliche Handeln und die Stärkung aller Ortsteile in den Vordergrund.
  9. Jutta Langfeldt, 59, Ingenieurin für Biotechnologie, Pappenheim
    Setzt sich für ein zukunftsfähiges Lebensumfeld in Stadt und Dörfern ein.
  10. Kay Mlinzk, 60, Maschinenbauingenieur, Pappenheim
    Vertritt die Idee einer ausgewogenen Verbindung von Naturnutzung und Naturschutz im Gleichgewicht mit der Wirtschaft.
  11. Sabine Rosak, 66, Lehrerin a. D., Pappenheim
    Engagiert sich für den Erhalt des Stadtbilds und der gewachsenen Kulturlandschaft.
  12. Uwe Graf, 61, Restaurator, Pappenheim
    Will an einer langfristigen und tragfähigen Vision für Pappenheim mitarbeiten.
  13. Agnes Enderlein, 65, Rentnerin, Pappenheim
    Betont die Bedeutung verstärkter Maßnahmen im Bereich des Naturschutzes.
  14. Franz Wiedenhofer, 72, Bauingenieur (i. R.), Pappenheim
    Bringt ingenieurtechnische Kompetenz ein und will die Energiewende lokal voranbringen.
  15. Fabiola Diehl, 62, Buchbindemeisterin, Pappenheim
    Will kreative Lösungsansätze in die kommunalpolitische Arbeit einbringen.
  16. Mia Grützner, 19, Schülerin, Pappenheim
    Möchte als jüngste Kandidatin auf der Liste die Anliegen der Jugend im Stadtrat vertreten.

Ersatzkandidaturen:

  1. Dagmar Hopf, 46, Bildungsreferentin, Pappenheim
    Möchte Impulse geben, um Chancen in der Stadtentwicklung gemeinsam zu nutzen.
  2. Manfred Walter, 55, Sozialpädagoge, Pappenheim
    Vertritt einen integrativen Ansatz in der Kommunalpolitik – Vielfalt und Beteiligung sind ihm zentrale Anliegen.

 




SPD-Fraktionsvorsitzende stellt Programm für Pappenheim mit klarer Linie vor

Mit einem deutlichen Bekenntnis zu „Stabilität statt Lautsprecherpolitik“ hat die SPD Pappenheim ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 vorgestellt. Im Rahmen der Nominierungsversammlung im Hotel-Gasthof „Zur Sonne“ präsentierte Anette Pappler, die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, die Schwerpunkte ihrer Partei für die kommenden Jahre. Sie sprach von einem Programm, das auf Kontinuität, Zusammenarbeit und konkrete Verbesserungen für alle Ortsteile abzielt.

Kooperation statt Konfrontation
Die politische Haltung der SPD sei, so Pappler, bewusst auf sachliche Zusammenarbeit ausgerichtet. Nicht Lautstärke und populistische Effekte, sondern lösungsorientierte Gespräche mit Bürgermeister, Verwaltung und anderen Fraktionen seien das Arbeitsprinzip. Der politische Stil solle das Vertrauen der Bürger stärken und das Klima im Stadtrat nachhaltig entspannen.

Besonders im Bereich Bildung und Betreuung plant die SPD laut Pappler konkrete Maßnahmen: Der Ausbau der Kinderbetreuung – etwa mit dem „Haus für Kinder“ – und eine digitale Kita-Platzvergabe sollen Eltern unterstützen. Hinzu kommen die Verbesserung der Ganztagsbetreuung, moderne Ausstattung der Grundschulen sowie der geplante Neubau der Senefelder-Schule. Auch das Jugendzentrum soll renoviert werden. Zudem kündigte Pappler an, die Mitbestimmung von Jugendlichen stärker zu fördern.

Soziale Angebote für alle Lebensphasen
Für ältere Menschen will die SPD laut Anette Pappler auch in Zukunft sichtbare Verbesserungen schaffen. Als gelungenes Beispiel nannte sie die bereits seit einigen Jahren bestehende ambulant betreute Wohngemeinschaft mit zwölf Plätzen in Bieswang. Daran wolle man anknüpfen: Weitere Projekte wie „Seniorenwohnen in Pappenheim-Nord“, der Ausbau der Pflegeangebote und die nachhaltige Unterstützung des Georg-Nestler-Hauses gehören zu den Vorhaben der kommenden Wahlperiode.

Ein zentrales Anliegen der SPD ist laut ihrer Fraktionsvorsitzenden die Modernisierung der Infrastruktur. Zu den Vorhaben zählen die Sanierung von Kläranlagen, die Umrüstung auf LED-Technik, der Breitbandausbau und die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. Auch für das Feuerwehrhaus seien Lösungen geplant. Die öffentliche Beleuchtung werde überprüft, um zugleich Energie zu sparen und das Sicherheitsgefühl zu stärken.

Klimaschutz lokal gedacht
Pappler erklärte, dass sich die SPD klar zu Klimaschutzmaßnahmen bekenne – allerdings mit Augenmaß und ohne extreme Positionen. Neben der Unterstützung von Nahwärmenetzen in den Ortsteilen will man weiterhin auf einen ausgewogenen Energiemix setzen. Wie etwa Windkraft, Solarenergie und dezentrale Lösungen sollen vor Ort zum Tragen kommen. Als Beispiel nannte sie einen im Stadtrat gemeinsam entwickelten PV-Kriterienkatalog für neue Projekte.

Verwaltung digital, bürgernah und zugänglich
Zur Verwaltungsmodernisierung gehören laut Wahlprogramm eine neue Homepage und die Entwicklung einer städtischen App. Die Beantragung von Ausweisen solle vereinfacht, der Bürgerservice verbessert werden.

„Nicht reden, sondern handeln“
Die SPD werbe, so Pappler, nicht mit Versprechungen, sondern mit geleisteter Arbeit. Das Team sei erfahren, vielfältig und engagiere sich mit Herz und Verstand für die Stadt. Der hohe Frauenanteil in der Liste sei Ausdruck gelebter Gleichstellung und bringe frischen Blick auf alte Fragen.

Mit einem Aufruf zur Geschlossenheit beendete Pappler ihre Vorstellung: „Es ist Zeit, mit Mut, Maß und Miteinander eine starke Zukunft für alle Ortsteile zu gestalten.“ Dieser Weg könne – so ihre Überzeugung – nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen.




SPD startet in Pappenheim mit neuem Team in die Wahlperiode

Der SPD-Ortsverein Pappenheim hat seine Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 nominiert. In einer feierlichen Veranstaltung im Hotel-Gasthof „Zur Sonne“ begrüßte Ortsvereinsvorsitzende Pia Brunnenmeier rund 25 Anwesende, darunter zwölf stimmberechtigte Mitglieder. Ihr besonderer Gruß galt der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Anette Pappler, sowie dem SPD-Kreisvorsitzenden Harald Dösel.

In ihrer Ansprache betonte Pia Brunnenmeier die Bedeutung der anstehenden Wahl für die Zukunft Pappenheims: „Wir sind heute Abend zusammengekommen, um die Weichen für die Zukunft unserer Stadt zu stellen.“ Dabei dankte sie insbesondere den Menschen, die sich der Aufgabe stellen, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen wollen. „Unsere acht Kandidaten kommen aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen und stehen für verschiedenste Interessensschwerpunkte. Jeder bringt Sachverstand und Engagement ein“.

Brunnenmeier machte deutlich, dass die Aufstellung der Kandidatenliste mit viel Bedacht vorbereitet worden sei. Ziel sei eine starke und vielfältige Liste gewesen, die Erfahrung mit neuen Impulse vereint. Die Aufstellung erfolgte im sogenannten Reißverschlussverfahren, bei dem Frauen und Männer abwechselnd auf den Listenplätzen kandidieren – ein klares Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit.

Im Anschluss stellten sich die Bewerberinnen und Bewerber selbst vor:

Platz 1: Anette Pappler, 53 Jahre, Pappenheim
Geschäftsführerin und Einrichtungsleitung. Als Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat möchte sie erneut Verantwortung übernehmen: „Wir haben gut gearbeitet in den vergangenen Jahren“, resümiert sie. Für die Zukunft kündigt sie an, bei aller Kooperation im Gremium auch klare Grenzen setzen zu wollen – „Das ist das, was ich gut kann.“

Platz 2: Michele Eckerlein, 36 Jahre, Pappenheim
Elektriker, Stadtrat seit 2020. Beruflich ist er bei den Städtischen Werken für Strom und Wasser zuständig. Darüber hinaus ist er Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Böllerschütze beim MRK 1856. Mit einem Augenzwinkern erzählt er von seiner Rolle inmitten dreier weiblicher Fraktionskolleginnen – eine Konstellation, die inzwischen ganz selbstverständlich für ihn sei.

Platz 3: Pia Brunnenmeier, 64 Jahre, Pappenheim
Rechtsfachwirtin und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Sie ist seit Dezember 2015 Mitglied im Stadtrat und bringt juristischen Sachverstand sowie kommunalpolitische Erfahrung mit.

Platz 4: Tim Schober, 33 Jahre, Pappenheim
Fachkrankenpfleger. Durch seine Tätigkeit im Klinikbetrieb kennt er die Herausforderungen im Gesundheitswesen – insbesondere auch in ländlichen Räumen. Sollte er gewählt werden, will er sich besonders für die Gesundheitsvorsorge in Pappenheim und den Ortsteilen einsetzen.

Platz 5: Carola Zanetti, 54 Jahre, Pappenheim
Kundenbetreuerin im Nahverkehr bei DB Regio. Seit 22 Jahren lebt sie in Pappenheim und engagiert sich in vielerlei Bereichen. Im Falle ihrer Wahl möchte sie dem öffentlichen Personennahverkehr besondere Aufmerksamkeit widmen.

Platz 6: Florian Zanetti, 24 Jahre, Pappenheim
Verwaltungswirt bei der Regierung von Mittelfranken – selbstironisch beschreibt er sich als „Schreibtischtäter“. Verwaltung und deren Optimierung werden sein thematischer Schwerpunkt sein.

Platz 7: Susanne Lampmann, 57 Jahre, Pappenheim
Badaufsicht und seit 22 Jahren bei der Evangelischen Kirche tätig. Als Schwimmlehrerin und Rettungsschwimmerin ist ihr das Freibad ein besonderes Anliegen, für dessen Erhalt und Verbesserung sie sich stark machen möchte.

Platz 8: Bernhard Hecht, 58 Jahre, Zimmern
Braumeister und Inhaber der Hechtbräu. Bei seiner Wahl möchte er sich insbesondere für die Belange der älteren Generation einsetzen – ob bei Betreuungsthemen oder der Nahversorgung im ländlichen Raum.

Im Anschluss an die Vorstellungen wurden alle Kandidatinnen und Kandidaten in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

Nicht mehr antreten wird die langjährige Stadträtin und Kulturreferentin Christa Seuberth. Ihr Ausscheiden markiert zugleich das Ende einer Ära innerhalb der SPD-Fraktion – auch das wurde mit Respekt und Dankbarkeit zur Kenntnis genommen.

Ein weiterer Artikel folgt – mit einem Blick auf die programmatischen Schwerpunkte der SPD Pappenheim für die neue Wahlperiode




Gemeinsame Kandidatenliste von Freien Wählern und Bürgerliste in Pappenheim

Zur kommenden Kommunalwahl im März 2026 bündeln zwei politisch unabhängige Gruppierungen in Pappenheim ihre Kräfte. Die Freien Wähler Pappenheim und die Bürgerliste Pappenheim haben sich auf eine gemeinsame Wählerliste verständigt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, ein breit aufgestelltes, sachorientiertes Angebot zu schaffen, das sich deutlich von parteipolitischen Interessen abgrenzt. Nominierungsversammlung am Dienstag, 2. Dezember 2025.

Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, möchten beide Initiativen mit diesem Schritt ein Zeichen für Bürgernähe, Verantwortung und lösungsorientiertes Handeln setzen. In einem ersten Treffen herrschte laut Angaben der Beteiligten eine konstruktive und offene Atmosphäre, in der sowohl inhaltliche Schwerpunkte als auch organisatorische Fragen besprochen wurden. Im Mittelpunkt stand dabei der Wunsch, gemeinsam einen Beitrag für die Zukunft der Stadt zu leisten – mit Maß, Verstand und im Dialog mit der Bürgerschaft.

Ein nächster wichtiger Schritt ist nun die gemeinsame Nominierungsversammlung, die am
Montag, 2. Dezember 2025, um 19:00 Uhr im Gasthaus Zum Grünen Baum in Pappenheim stattfinden wird.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Projekt zu machen. Gesucht werden weiterhin engagierte Kandidatinnen und Kandidaten, die sich vorstellen können, auf der gemeinsamen Liste Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist es, ein vielfältiges und motiviertes Team aufzustellen, das die Interessen Pappenheims auf kommunaler Ebene mitgestalten möchte.




CSU Pappenheim nominiert – wer steht künftig auf der Liste?

Am Dienstag, den 18. November 2025, lädt der CSU Ortsverbnd Pappenheim alle Bürgerinnen und Bürger aus der Kernstadt und den Ortsteilen herzlich zur öffentlichen Nominierungsversammlung ein. Beginn ist um 20 Uhr im Hotel-Gasthof  „Zur Sonne“.

Im Fokus der Veranstaltung steht die formale Nominierung von Bürgermeister Florian Gallus, der sich erneut um das Amt des Ersten Bürgermeisters bewirbt. Seine Kandidatur gilt innerhalb der CSU längst als gesetzt, doch die Spannung des Abends liegt an anderer Stelle. Wer wird künftig für die CSU auf der Kandidatenliste für den Stadtrat stehen?

Denn, wie der CSU-Ortsverband mitteilt, treten gleich drei amtierende Stadtratsmitglieder bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 nicht mehr an – ihre Namen sind bislang nicht öffentlich bekannt. Ebenso interessant ist die Frage, welche neuen Kandidatinnen und Kandidaten sich der Öffentlichkeit vorstellen und erstmals für den Pappenheimer Stadtrat kandidieren möchten.

Begleitet wird die Versammlung von CSU-Kreisgeschäftsführer Denis Glotz, der auch als Wahlleiter fungiert. Ebenfalls mit dabei ist Altlandrat Gerhard Wägemann, der die Kandidatenliste mit Erfahrung und Rückhalt aus dem Landkreis unterstützt.

Ein besonderer Moment des Abends wird dem ehrenvollen Abschied von Friedrich Obernöder gewidmet. Der langjährige Stadtrat hatte im Dezember 2024 aus gesundheitlichen Gründen sein Mandat niedergelegt. Für sein jahrzehntelanges Engagement wird ihm im Rahmen der Veranstaltung offiziell gedankt.

Die CSU Pappenheim lädt alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein, sich aktiv zu informieren und einen Einblick in die personellen Weichenstellungen für die kommende Wahlperiode zu erhalten. Mitreden – mitentscheiden – dabei sein!

 




Pappenheim vertreten auf der Kreistagsliste der Linken

Am Sonntag, den 26. Oktober 2025, stellte der Kreisverband Ansbach / Weißenburg-Gunzenhausen der Partei Die Linke im Rahmen einer Mitgliederversammlung seine Liste für die anstehende Kreistagswahl 2026 auf. Alle 23 Kandidatinnen und Kandidaten wurden ohne Gegenstimmen gewählt.

Angeführt wird die Liste von der Treuchtlinger Sozialarbeiterin und Kreisschatzmeisterin Nadja Gschwendtner. Ihr folgt auf Platz 2 Markus Thürauf aus Pappenheim, der als Heilerziehungspfleger tätig ist. Besonders betont wurde von Seiten der Partei, dass die Liste paritätisch – also gleichberechtigt mit Frauen und Männern – besetzt ist. „Besonders stolz sind wir darauf, dass wir eine paritätisch besetzte Liste aufstellen können, bei der Frauen und Männer gleichermaßen vertreten sind“, erklärte Dagmar Eisen (Platz 5, Weißenburg i. Bay.), eine der beiden Kreissprecherinnen.

Auch die Vielfalt der beruflichen Hintergründe innerhalb der Kandidatenschaft wurde hervorgehoben: „Vom Kfz-Azubi über die Studentin, die Fachkräfte aus Handwerk, Industrie, Pflege, Gesundheit, Bildung und Erziehung bis zur Rentnerin – wir haben ein schönes Abbild der Landkreisbewohnerinnen und -bewohner“, so Spitzenkandidatin Nadja Gschwendtner. Mit Cora (Platz 17) und Max Kallenbach (Platz 4), beide aus Ellingen, kandidieren auch junge Eltern für den Kreistag.

Inhaltlich lag der Fokus der Versammlung auf sozialer Gerechtigkeit, Daseinsvorsorge und einem entschiedenen Eintreten für die Mehrheit der Bevölkerung, die auf Löhne angewiesen ist. Gesundheit, Wohnen, Bildung, Energie, Wasser und Verkehr seien ebenso wie der Umweltschutz zentrale Aufgaben der öffentlichen Hand – nicht des freien Marktes. „Ein schönes und sicheres Leben ist für alle möglich“, betonte Markus Thürauf.

Auf dem Titelbild:
Vordere Reihe (von links): Dagmar Eisen, Lena Hölzl, Nadja Gschwendtner
Mittlere Reihe: Johannes Jordan, Eva Sieland-Hirschmann, Diane Sierkowski, Mathias Brückel
Hintere Reihe: Markus Thürauf, Thomas Schredl, Frank Steinmann

Die vollständige Liste der Kandidatinnen und Kandidaten mit den jeweiligen Wohnorten:

  1. Nadja Gschwendtner – Sozialarbeiterin, Treuchtlingen
  2. Markus Thürauf – Heilerziehungspfleger, Pappenheim
  3. Eva Sieland-Hirschmann – Arzthelferin i. R., Weißenburg i. Bay.
  4. Max Kallenbach – Elektrotechniker, Ellingen
  5. Dagmar Eisen – Rentnerin, Weißenburg i. Bay.
  6. Thomas Schredl – Fahrzeuglackierer, Treuchtlingen
  7. Lena Hölzl – Erzieherin, Solnhofen
  8. Jonathan Krug – Auszubildender, Dittenheim
  9. Lena Wiedemann – Studentin, Gunzenhausen
  10. Mathias Brückel – Tiefbaufacharbeiter, Pappenheim
  11. Katja Schuster – Grundschullehrerin, Pleinfeld
  12. Johannes Jordan – Zimmerer, Weißenburg i. Bay.
  13. Diane Sierkowski – Textilveredlerin, Pappenheim
  14. Christian Oechslein – Pflegefachkraft, Gunzenhausen
  15. Valeria Burman – Operationstechnische Assistentin, Gunzenhausen
  16. Frank Steinmann – Pflegefachkraft, Weißenburg i. Bay.
  17. Cora Kallenbach – Gestalterin, Ellingen
  18. Christof Schöffel – Arbeiter, Weißenburg i. Bay.
  19. Kristina Ingerl – Lehrkraft, Treuchtlingen
  20. Joachim Sieland – Kaufmann i. R., Weißenburg i. Bay.
  21. Birgit Stillich – Reinigungskraft, Weißenburg i. Bay.
  22. Veronika Löffler – Altenpflegerin, Treuchtlingen
  23. Werner Rottler – Kunststoffformengeber, Treuchtlingen

Tielbild: Die Linke KV Ansbach / Weißenburg-Gunzenhausen