Mehr Gerechtigkeit und Übersicht bei der Platzverteilung in den Kitas

Der Stadtrat in Pappenheim hat kürzlich einstimmig die Anschaffung eines EDV-Programms beschlossen, mit dem die Verwaltung und Vergabe der Kindergartenplätze gerechter, übersichtlicher und mit deutlich weniger Aufwand gewährleistet werden kann.

Die Erhebung des Platzbedarfs für die Kitas in Pappenheim und insbesondere die Platzvergabe stellt die Verwaltung der Stadt Pappenheim, die einzelnen Kindergärten und auch die Eltern immer wieder vor Probleme, die auch mit einem enormen Zeitaufwand verbunden sind. Zuletzt zeigte sich diese Problematik bei der Erhebung des Platzbedarfs für das derzeit im Bau befindliche „Haus für Kinder“ an der Stadtparkstraße neben dem Schulhaus.

Da kam das Förderprogramm „digitales Rathaus“ gerade recht, um sich nach einem EDV-Programm umzuschauen, das die Stadtverwaltung, die Kindergärten und deren Träger sowie die Eltern gelichermaßen anwenden können um die aktuelle Vergabesituation in den derzeit fünf Kindergärten auf Knopfdruck abrufen zu können.

Derzeit kämpft man bei der Stadtverwaltung bei der Bedarfsermittlung mit teilweise nicht aktuellen Listen, wodurch kein zuverlässiger Überblick über die Platzsituation möglich ist. Die einzelnen Kitas wiederum stehen vor dem Problem, dass die Wartelisten nicht immer aktuell gehalten werden können und haben so keinen aktuellen Stand über die angemeldeten Familien, die schon versorgt oder noch auf der Suche nach einem Platz sind. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn Familien ihre Kinder bei mehreren Einrichtungen gleichzeitig angemeldet haben.

Für die Eltern bietet das neue Programm einen aktuellen Überblick zum Platzangebot der einzelnen Kitas. Platzanfragen durch die Eltern sind jederzeit möglich, was eine Planungssicherheit für mehrere Monate im Voraus bringt.

Schon vor dem Beschluss des Stadtrates haben sich die Kitas im Pappenheimer Ortsbereich und die Stadtverwaltung Pappenheim auf das Platzvergabe-Programm mit dem Namen „Little Bird“ geeinigt.

Dieses stellte in der Sitzung am 22. September 2022 der Vertriebsleiter Frank Tändler dem Stadtrat in allen Einzelheiten vor. Ganz offenbar hat er bei seiner Präsentation eine erfolgreiche Überzeugungsarbeit geleistet, denn Stadtrat Heiko Loy (CSU) gestand bei seinem Redebeitrag, dass er nach anfänglicher Skepsis nun von dem neuen Programm überzeugt sei.

Die Anschaffung von „Little Bird“ wird bei der Stadtkasse mit 15.220 Euro aufschlagen, wobei staatliche Fördermittel in Höhe von 80 % in Aussicht gestellt sind. Die jährlichen Kosten für die Bereitstellung und Aktualisierung sollen rund 3.000 Euro betragen.

Wie Bürgermeister Florian Gallus ausführte, wird „Little Bird“ vor dem Programmstart von einer örtlichen Projektgruppe auf die „Pappenheimer Bedürfnisse“ zugeschnitten. Auf Anfrage der SPD-Fraktionsvorsitzenden Anette Pappler erklärte Frank Tändler, dass „Little Bird“ Schnittstellen zu allen anderen Systemen biete, die eventuell derzeit bei den Kitas verwendet werden „Wir schaffen das immer,“ versicherte Tändler.

Titelbild: Little Bird GmbH

 




Stadtrat wünscht sich einen Pelzmärtelmarkt

Stadtrat beschließt Pelzmärtelmarkt

 

Gut sechs Wochen vor dem Martinstag hat der Stadtrat bei einer Gegenstimme den Beschluss gefasst, dass auch im Jahr 2022 ein Pelzmärtelmarkt gewünscht wird. Zur Zeit der Beschlussfassung war allerdings noch unklar, wer den Markt federführend organisieren wird. Denn Karl Satzinger von der Bürgerliste, der als Stadtrat das Referat Märkte und städtische Veranstaltungen bekleidet, hat in einem Schreiben an den Stadtrat mit deutlichen Worten abgewunken. „Aus der Quarantäne in Göhren“ meldete sich Satzinger mit der Stimme seines Fraktionskollegen Roland Kiermeyer zu Wort, der ein Schreiben Satzingers in der öffentlichen Sitzung verlas. Tenor des Schreibens ist der Hinweis auf drei Veranstaltungen die Karl Satzinger zusammen mit seinem „Orgateam“ und Unterstützung der Stadt Pappenheim durchgezogen hat. In einem allumfassenden Dank weist Satzinger auf all jene hin, die sich bereiterklärt haben beim Frühlingserwachen und den beiden „Pappenheimer Feierabenden“ mitzuwirken und dankte für die vielen ehrenamtlich geleistete Stunden.

Von den „Orga-Mitgliedern“ sei ihm nach dem „Pappenheimer Feierabend“ signalisiert worden, dass für sie in diesem Jahr tatsächlich Feierabend mit der Organisation von Veranstaltungen sei. Als Grund für diese Entscheidung sind gesundheitliche, berufliche und persönliche Gründe genannt.

Wer die Situation kennt, weiß, dass bei dieser Entscheidung Frust und Enttäuschung mitgewirkt haben. Denn Satzinger lässt in seinem Scheiben auch wissen: „schade war es mitunter, dass wir es nicht geschafft haben, alle Geschäftsleute in der Innenstadt dazu zu bewegen, ihre Geschäfte bei den Veranstaltungen zu öffnen“. In einem persönlichen Gespräch beklagt Satzinger, dass er und das „Orga-Team“ oftmals Kritik für ihre Leistung bekommen hätten.

Dem Hinweis darauf, dass er als Referent für Märkte gefordert sei, begegnet Satzinger mit dem Argument, dass es auch eine Referentin für Stadtentwicklung und eine weitere Referentin für Stadtmarketing, Tourismus, EHP und Einzelhandel gebe, die er genauso in der Pflicht sieht sich bei der Organisation städtischer Veranstaltungen nicht nur mit Worten einzubringen. „Ich habe immer gerne für Märkte in Pappenheim meine Leistung abgeliefert“, sagt Karl Satzinger. Er habe aber auch immer gesagt, dass er aktiv bleibe solange es ihm Spaß und Freude mache. Letzteres scheint dem Stadtrat aus Göhren nun abhandengekommen zu sein.

Trotzdem steht ein Großteil des Stadtrats der Durchführung eine Pelzmärtelmarktes positiv gegenüber. Man würde die Durchführung eines Pelzmärtelmarktes begrüßen war der Tenor bei der Stadtratssitzung. Aber „wenn es nicht gelingt, gelingt es eben nicht“ zeigte sich der Bürgermeister schicksalsergeben.

Bei der Abstimmung haben dann bis auf eine Stimme alle Ratsmitglieder grundsätzlich für die Durchführung eines Pelzmärtelmarktes 2022 gestimmt. Im Beschluss ist festgeschrieben, dass Veranstalter und alleiniger Kostenträger die Stadt Pappenheim ist. Für die Durchführung des Marktes stehen im städtischen Haushalt 20.000 Euro bereit.

Eine Woche nach dem Beschluss des Stadtrates ist noch niemand gefunden, der sich für die Organisation des Pappenheimer Pelzmärtelmarktes bereitgefunden hätte. All jene, die sich in den vergangenen Jahren als Protagonisten für die Organisation von Märkten in Pappenheim bewährt haben, haben es nach dem derzeitigen Kenntnisstand abgelehnt den Pelzmärtelmarkt in Pappenheim zu organisieren, der im Jahre 2017 so vielversprechend begonnen hatte. Damals hatte sich bereits Anfang des Jahres unter der Federführung der Werbegemeinschaft und der Tourist-Information eine Aktionsgruppe Pelzmärtelmarkt aus 14 teilnehmenden Vereinen und Institutionen gebildet, die mit Unterstützung der Stadt Pappenheim ein erfolgreiches Marktkonzept auf den Weg gebracht haben.

 




Bebauungsplan für den erweiterten Campinglatz auf den Weg gebracht

Um die planungsrechtlichen Grundlagen für die Modernisierung und Erweiterung des Pappenheimer Campingplatzes zu schaffen, hat der Stadtrat einen einstimmigen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan gefasst. Bei einem deutlich vergrößerten Platzangebot, soll in dem Bebauungsplan ein Sondergebiet Campingplatz mit Verkehrsflächen festgeschrieben werden. Im Flächennutzungsplan ist die gesamte Fläche schon als „Sondergebiet Camping“ ausgewiesen.

Mit dem Beschluss kann jetzt das Bauleitplanverfahren starten. Im nächsten Schritt wird nun in einem Auswahlverfahren bei einer der nächsten Sitzungen ein Planungsbüro mit den weiteren Schritten beauftragt.




Wohlleben-Wald als Geburtstagsgeschenk

Stadträtin Astrid Weddige von den GRÜNEN feierte kürzlich Ihren 60. Geburtstag. Am Ende der jüngsten Stadtratssitzung gratulierte ihr Bürgermeister Florian Gallus im Kreise des Stadtrats und überreichte der Jubilarin eine Schutzurkunde für 95 Quadratmeter Wohlleben-Urwald, die einen 50-jährigen Schutz des Waldstücks gewährleistet.

Im vergangenen Jahr hatte Astrid Weddige für die Fraktion der GRÜNEN den Antrag eingebracht, eine Teilfläche des Stadtwaldes im Rahmen des „Wohlleben-Konzeptes“ unbewirtschaftet zu lassen, um dadurch einen ökologischen Umgang mit dem Wald zu fördern. Der Antrag wurde damals vom Stadtrat abgelehnt.




Eichwiesensteg wird nun doch barrierefrei

Bei der Sanierung des Eichwiesensteges wird nun zur Wiesenseite hin eine 14 m lange Rampe gebaut, die eine barrierefreie Überquerung der Altmühl ermöglichen soll. Die Vergabe für die Sanierung des Eichwiesensteges hatte der Stadtrat bereits in der Sitzung am 28. Juli dieses Jahres beschlossen. Die Planungen sahen damals zur Bahnseite hin eine Rampe vor und auf der Eichwiesenseite sollte der Zugang wie vorher über eine Treppe erfolgen.

[Unseren Artikel zur Sitzung vom 28.07.2022 finden Sie hier …]

Auf Intervention von Anette Pappler, der SPD-Fraktionsvorsitzenden und der dritten Bürgermeisterin Christa Seuberth (SPD) hat die Stadtverwaltung jetzt ein Nachtragsangebot für eine Rampe auch auf der Eichwiesenseite eingeholt. Darauf hat die ausführende Baufirma Schmidt und Sohn aus Markt Berolzheim den Bau einer 14 m langen Rampe für einen barrierefreien Übergang angeboten. Dadurch erhöht sich der Preis für die Sanierung von 262.108 Euro auf 289.966 Euro.

Dankbar zeigte sich die SPD Fraktionsvorsitzende Anette Pappler angesichts der neuen Lösung und auch Friedrich Obernöder zeigte sich einverstanden mit dieser Variante, „wenn das Wasserwirtschaftsamt mitmacht“.

Bei einer Gegenstimme hat der Stadtrat die barrierefreie Variante für die Sanierung des Eichwiesensteges beschlossen.




Arbeitskreis Campinglatz stellt Zeitplan vor

Pappenheim – Für die Aufwertung des Pappenheimer Campingplatzes hat Sarah Klein als Beauftrages des AK Campingplatz dem Stadtrat kürzlich einen möglichen Zeitablauf vorgestellt. Ein Anforderungskatalog soll von einem Arbeitskreis, der sich aus Mitgliedern aller Stadtratsfraktionen zusammensetzt erarbeitet werden. Damit wird ein einstimmiger Stadtratsbeschluss vom Oktober 2021 umgesetzt.

Im Oktober 2021 hatte die Stadtratsfraktion der Grünen den Antrag eingebracht für den Pappenheimer Campingplatz einen Anforderungskatalog durch ein Landschaftsplanungsbüro erstellen zu lassen. Stadtrat, „Tourismusbeauftragte“ und Stadtverwaltung waren für die Mitarbeit an diesem Katalog vorgesehen. Nach den Vorstellungen der der Grünen, sollten die Ergebnisse aus dem Katalog im Rahmen eines Architektenwettbewerbs in konkrete Planungen umgesetzt werden.

Hintergrund des damaligen Antrags der Grünen ist der Ablauf des Erbpachtvertrages mit dem aktuellen Pächter des Campingplatzes zum Ende des Jahres 2024.

Danach soll es für den neuen Pächter wieder einen Erbpachtvertrag mit einem größeren Platzangebot und einem deutlich aufgewerteten Domizil für Camper geben. Dabei wird vermutlich auch die von Stadtrat Karl Satzinger beantragte „Schäferwagenkolonie“ eine Rolle spielen.

Schon bei der Sitzung im Oktober 2021 hat Bürgermeister Florian Gallus die Vorschläge und Erwartungen der Antragstellerinnen auf einen deutlich niedrigeren Level zurückgefahren. Einstimmig beschlossen hat der Stadtrat damals, einen Anforderungskatalog für die Ausgestaltung des Campingplatzes zu erarbeiten und eine Zeitschiene für die einzelnen Schritte bis zur Ausschreibung festzulegen.

[Unseren Artikel vom Oktober 2021 finden Sie hier …]

Inzwischen ist ein Arbeitskreis „(AK) Campingplatz“ gegründet in dem, soweit bisher recherchiert werden konnte, ausschließlich Stadtratsmitglieder aus allen Fraktionen über die Zukunft des Pappenheimer Campingplatzes beraten.

Für die verwaltungsmäßige Umsetzung der Ideen und Entschließungen der Arbeitskreise hat die Stadt Pappenheim Sarah Klein befristet eingestellt, die auch in der Pappenheimer Tourist-Information in Teilzeit beschäftigt ist. Sie wurde bei der jüngsten öffentlichen Sitzung dem Stadtrat vorgestellt und stellte den „Wunsch-Zeitplan“ vor, den der AK Campingplatz am 28.06.2022 aufgestellt hat.

Demnach wird es im August 2022 eine Infofahrt des Stadtrates zu Campingeinrichtungen der Region mit vergleichbarer Größe geben um dort Anregungen für den Kriterienkatalog des Pappenheimer Platzes zu gewinnen.

Schon in der Septembersitzung soll der Stadtrat einen Aufstellungsbeschluss für den „Bebauungsplan Campingplatz“ fassen. Ebenfalls im September sollen dem Stadtrat drei bis fünf Planungsbüros für die weiteren Planungen vorstellt werden, die von Stadträtin Bettina Balz von den Grünen ausgesucht werden. Die Auserwählten sollen in der Oktobersitzung die Gelegenheit bekommen ihre Ideen vorzustellen. Einen Monat später ist die Auftragsvergabe an ein Planungsbüro durch den Stadtrat disponiert.

Ein Vertragsabschluss mit einem neuen Pächter des Campingplatzes soll im kommenden Jahr 2023 zustande kommen. Dieser – so ist es der Plan- könnte dann schon 2023 in den neu hinzugewonnenen Bereichen des Campingplatzes mit seinen Investitionen beginnen.




Dach am Göhrener Gemeindestadel wird neu gedeckt

Der Gemeindestadel in Göhren bekommt ein neues Dach. Das hat der Stadtrat jetzt einstimmig beschlossen. Das bisherige Legschieferdach wird mit grauen Dachplatten, einer sogenannten Legschiefer-Ersatzdeckung erneuert.

Den Dachschaden am Legschieferdach des Gemeindestadels hatte der örtliche Stadtrat Karl Satzinger schon im Februar dieses Jahres nach einem Sturm gemeldet. Bei der Begutachtung durch einen Experten kamen weitere Schäden zutage, sodass schnell klar war, dass das Dach saniert und neu eingedeckt werden muss.

Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig die Arbeiten für die neue Eindeckung zum Angebotspreis von rund 24.800 Euro vergeben.




Seniorenkonzept – Auftakt für weitere Aktivitäten

In Pappenheim ist dem Stadtrat jetzt das Seniorenpolitische Gesamtkonzept vorgestellt worden. Im Februar 2021, hatte das Gremium die Erstellung dieses Konzeptes auf Antrag der SPD-Fraktion und der Grünen einstimmig beschlossen. Jetzt hat Anja Preuß von der Münchner Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GmbH dem Stadtrat in dem Konzept die Möglichkeiten aufgezeigt, was von der Stadt geleistet werden kann um den alten Menschen in der Stadt einen lebenslangen und sozialverträglichen Aufenthalt in Pappenheim zu ermöglichen.

Die Studie mit vielen Handlungsempfehlungen für die Stadt Pappenheim basiert auf den Ergebnissen aus einem Expertenworkshop und einem öffentlichen Workshop an dem sich Bürgerinnen und Bürger beteiligen konnten. Ziel des Konzeptes war es, der Stadt eine Richtschnur vorzugeben an der sie eine nachhaltige Seniorenpolitik aufbauen und ausrichten kann.

Wohnen, Grundversorgung, Pflege, Beratung und soziale Netzwerke sind die wichtigsten Themenbereiche, in dem Konzept, wobei der Stadt Pappenheim eine Umsetzung der Empfehlungen in den verschiedenen Zeitrahmen kurzfristig, mittelfristig und langfristig vorgeschlagen wird.

Sehr ausführlich wird die demografische Entwicklung in Pappenheim bis in das Jahr 2033 beleuchtet woraus sich ergibt, dass Angebote für jüngere Senioren genauso geschaffen werden sollten wie auch eine örtliche Versorgungsstruktur für höhe betagte und pflegebedürftige Menschen vor Ort.

Durch die Schließung des Georg-Nestler-Hauses im Mai 2021 ist eine Versorgungslücke für pflegebedürftige Senioren in der Kernstadt entstanden, die dazu führt, dass viele Senioren ihren Lebensabend nicht mehr in ihrem Heimatort verbringen können. Ein klassisches Beispiel ist Pappenheims Ehrenbürger Hans Navratil, der mit 99 Jahren von Pappenheim in der Pflegeeinrichtung in Gunzenhausen umziehen musste. Auch bei dem öffentlichen Workshop Ende April dieses Jahres kam zur Sprache, dass es in Pappenheim an Wohnraum für Senioren mangelt. Deshalb bestehen Planungen im ehemaligen Georg-Nestler-Haus zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften mit je 12 Plätzen und eine Tagespflege mit rund 20 Plätzen einzurichten.

Dabei sollen die Wohngemeinschaften so konzipiert sein, dass auch Pflegebedürftige mit einem hohen Pflegebedarf versorgt werden können.

Nach dem Konzept ist die ambulante Wohngemeinschaft mit 12 Pflegeplätzen und einer Tagespflege im ehemaligen Bieswanger Schulhaus eine lobenswerte Komponente in Pappenheims politischem Seniorenkonzept.

Für die Zukunft erläuterte Anja Preuß eine ganze Reihe von Zielen für eine kurz- mittel- und langfristige Ausrichtung der Seniorenpolitik in der Stadt. Dabei ist festzustellen, dass in den meisten Fällen die Stadt Pappenheim als Ansprechpartner und Umsetzungsverantwortlicher genannt ist.

So fällt die Wohnraumbeschaffung beispielsweise in den langfristigen Umsetzungsbereich, der in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden könnte.

Zu den mittelfristigen Zielen gehören etwa die Prüfung der bestehenden Angebote für Seniorinnen und Senioren in der Stadt auf ihre Demenzfreundlichkeit, die eine Umsetzungszeit in den nächsten drei Jahren vorsehen.

Für die kurzfriste Umsetzung im Lauf des nächsten Jahres sieht das Konzept eine ganze Reihe von Maßnahmen vor.

Dazu gehören, die Öffentlichkeitsarbeit für die Wohnberatungsstelle des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Ortsbegehungen mit Betroffenen und politischen Entscheidungsträgern, Aufbau einer Nachbarschaftshilfe, und Vertretern, Herausgabe und ständige Aktualisierung eines Flyers mit allen Angeboten für Seniorinnen und Senioren in der Stadt und die Gründung eines Runden Tisches der Vereine.

Geradezu überwältigt zeigte sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Anette Pappler von dem Inhalt des Seniorenkonzeptes. Durch den Antrag von SPD und Grünen sei es gelungen Klarheit über die aktuelle Lage und die Zukunftsperspektiven der Senioren zu bekommen. Durch die guten und wertvollen Handlungsempfehlungen des Konzepts sei es dem Stadtrat jetzt möglich zielgerichtete Aktivitäten zu entwickeln. Denn die Erstellung des Konzepts könne nur ein Zwischenschritt sein – die erste Etappe – stellte Anette Pappler fest.

Die aktuell 895 Seniorinnen und Senioren im Gemeindebereich Pappenheim mit über 65 Jahren können nun mit freudiger Erwartung den Seniorenpolitischen Aktivitäten entgegensehen. Die Ziele sind jedenfalls durch die bei den Workshops mit Pappenheimer Bürgen fachkundig definiert und in Sichtweite aufgestellt.




Radfahrerin schwer verletzt

Pappenheim – In den frühen Abendstunden des Freitages befuhr eine 57-jährige Pedelecfahrerin
den Marktplatz, und wollte in Richtung Altmühlbrücke abbiegen. Hier übersah sie eine entgegen-
kommende Pkw-Fahrerin. Es kam zum Zusammenstoß. Die Autofahrerin blieb unverletzt, die
Radfahrende wurde verletzt, und kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der entstan-
dene Sachschaden beläuft sich auf etwa 1000 Euro.




Auch Übermatzhofen ist jetzt im Stadtrat vertreten

Mit Jürgen Weizinger hat jetzt auch Übermatzhofen als letzter Pappenheimer Ortsteil einen Ortsvertreter im Pappenheimer Stadtrat. Nachdem, wie berichtet, zunächst kein Ortssprecher für den Ort oberhalb des Katzentals zu finden war, ist im Juni dieses Jahres aus Übermatzhofen doch noch ein Antrag auf die Wahl eines Ortsvertreters eingegangen.
Bei einer Versammlung am 19.07.2022 haben 62 Wahlberechtigte aus Übermatzhofen, Jürgen Weizinger zu ihrem Ortssprecher gewählt.

Bei der Kommunalwahl im März 2020 hatte Weizinger auf der Liste der Freien Wähler als Stadtrat kandidiert und 555 Stimmern bekommen.

Als Ortssprecher hat er zwar bei den Sitzungen des Stadtrats kein Stimmrecht, darf aber an allen öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse beratend teilnehmen.

Sein Sitzungsdebüt hatte der neue Übermatzhofener Amtsträger am Donnerstag, den 29. Juli 2022 bei der öffentlichen Sitzung des Stadtrates.




Abbruch noch in diesem Jahr

Noch in diesem Jahr sollen in der Pappenheimer Bürgermeister Rukwid-Straße die zwei Anwesen im Umgriff der Galluskirche abgebrochen werden. Für den ca. 250.000 teuren Abbruch ist Eile geboten, damit die bereits geparkten Fördermittel nicht verloren gehen. Ein Bebauungsplan für das dadurch freiwerdende Gelände liegt bereits seit 2017 vor und im November 2020 hat das Architekturbüro Frosch dem Stadtrat bereits einen Gestaltungsentwurf vorgelegt.

Schon seit es in Pappenheim das Städtebauliche Entwicklungskonzept gibt, bestehen auch vonseiten der Stadt die Bestrebungen, in der Bürgermeister-Rukwid-Straße drei Häuser am sogenannten „Stadteingang Nord“ zu erwerben um mit den Häusern einem sogenannten „Städtebaulichen Missstand“ zu beseitigen.

Im März 2018 konnte die Stadt Pappenheim unter Nutzung des Vorkaufsrechts die Anwesen Nummer 6 und 8 zum Zwecke des Abbruchs erwerben. Dabei handelt es sich um ein seit Jahren leerstehendes landwirtschaftliches Gebäude und um die Gaststätte „Zum Goldenen Löwen“, die bis vor Kurzem noch regelmäßig in Betrieb war.

Die Zeit drängt
Für den Abbruch der beiden Anwesen mit mehreren Gebäudekomplexen sind bisher Kosten in Höhe von etwa 250.000 Euro vorgesehen, die aber aus dem Programm der Städtebauförderung mit 60 % gefördert werden, wenn der Abbruch noch im Jahre 2022 durchgeführt wird.

So hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 30.06.2022 die Ausschreibung der Abbrucharbeiten einstimmig beschlossen. Über die Vergabe entscheidet dann erneut der Stadtrat.

Mit dem Abbruch stehen der Stadt in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt rund 4.900 Quadratmeter Grundfläche für die Bebauung zur Verfügung. Denn durch den Abbruch werden die an die westliche und nördliche Friedhofsmauer angrenzenden Bereiche insgesamt städtischer Grund.

Im März 2018 schon hatte der Stadtrat einen Flächennutzungsplan beschlossen, wonach die Fläche entlang der nördlichen Friedhofsmauer (Richtung Weinberg) mit rund 4.300 Quadratmetern als gemischte Baufläche bestimmt ist. Alle anderen Grundstücke die an der westlichen Friedhofsmauer (Richtung Bgm.-Rukwid-Str.) liegen sind als Wohnbaufläche bestimmt.

Im November 2020 stellte Architekt Clemens Frosch bereits seinen ersten Gestaltungsentwurf für eine neue Bebauung vor.

Unseren damaligen Artikel finden Sie hier….

Weitere Planungen für Pappenheim Nord




Museumsgebäude soll als Haus der Kunst erkennbar werden

Pappenheim – Das Museum an der Stadtmühle – im städtischen Gebäude Stadtmühle 1 soll einen neuen Anstrich bekommen. Nach einer Ideenskizze von Albrecht Bedal wird damit die besondere Nutzung des Gebäudes herausgehoben und dem Stadtbild eine besondere Note verleihen. Der Stadtrat hat einstimmig einen neuen Außenanstrich und einen neuen Anstrich der Fenster beschlossen.

In dem markanten Gebäude mit der Adresse Stadtmühle1 befindet sich im Parterre die Heimstatt der Arbeiterwohlfahrt und in der 1. Etage betreut der Kunst- und Kulturverein Pappenheim e.V. seit 20 Jahren das bekannte Museum an der Stadtmühle.

Schon im Mai hatte der Bauausschuss bei einem Ortstermin geprüft, ob für den Anstrich von Wand und Fenstern Fördermittel aus dem staatlichen Fassadenprogramm in Anspruch genommen werden können.

Herausgestellt hat sich, dass die Hürden für die Fördermöglichkeiten zu hoch sind, denn in diesem Falle müssten auch noch die Fenster mit Sprossen und einem abgerundeten Sturz versehen werden.

Bei einer voraussichtlichen Bausumme von 100.000 Euro gäbe es für die Stadt etwa 15.000 Euro Fördermittel.

Deshalb empfahl der Bauausschuss lediglich einen neuen Anstrich, der vergeben werden soll und den Anstrich der bestehenden Fenster durch die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs.

Bei der Stadtratssitzung erklärte die Kulturreferentin Christa Seuberth (SPD), dass man für die Fenster der Museumsräume aus lichttechnischen Gründen keine Sprossen in den Fenstern wolle. „Denn bei den Ausstellungen brauchen die Künstlerinnen und Künstler das Licht,“ betonte Seuberth.

Außerdem stellte sie im Stadtrat eine Ideenskizze des Architekten Albrecht Bedal vor, der auch Mitglied im Kunst- und Kulturverein ist. Demnach soll das Haus mit einem grauen Grundanstrich versehen werden und für die Fensterrahmen und Fensterflügeln der Museumsräume ist ein bunter Anstrich vorgesehen.

Durch diesen individuellen Akzent soll deutlich gemacht werden, dass sich in diesem Haus die Kunstgalerie der Stadt befindet.

Wie Albrecht Bedal auf Anfrage mitteilt, ist eine solche herausstechende Farbgebung natürlich nur an einem Gebäude mit dieser Nutzung und Bedeutung im Stadtbild vorstellbar.

„Ein grauer Grundanstrich hebt die farbige Gestaltung der Fensterrahmen und -flügel deutlich hervor, gibt diesem Ausstellungshaus ein spürbar anderes Gepräge und setzt es von den üblichen Wohnhäusern ab,“ führt Bedal weiter aus.

Mit der prägenden Gestaltung könnten die vorhandenen Fenster sprossenlos bleiben und trotzdem erhielten sie ein neues Gesicht.

Nach der Ideenskizze Bedals soll der Treppenaufgang zwischen dem K14 und dem Museum an der Stadtmühle durch eine kräftige Farbgebung betont werden. Denn es ist bekannt, dass der Eingang zum Museum bisher für ortsfremde Museumsbesucher schwer zu finden ist.

„Wir vom Kunst- und Kulturverein würden uns freuen, wenn auf Grundlage dieses Vorschlages eine Neugestaltung des Hauses gelingen könnte und das Haus damit ein angemessenes Äußeres erhielte. Der Blick von der neugestalteten Parkplatzinsel auf die Stadt würde dadurch gewinnen,“ führt Abrecht Bedal aus.

Da stehen jetzt die Chancen für die Umsetzung ganz gut, denn der Stadtrat hat einstimmig beschlossen den Fassadenanstrich zu vergeben und die Fenster samt Unterlichter sollen vom Bauhof neu gestrichen werden.

Hinzukommt, dass Stadträtin Bettina Balz von den Grünen hervorhob, dass Albrecht Bedal Denkmalexperte ist und Erfahrung mit der Sanierung von Gebäuden hat, die im denkmalrechtlichen Ensembleschutz im Bereich von Einzeldenkmälern stehen. Denn neben dem Museum ist das K 14 – Haus der Bürger und das gegenüberliegende E-Werk Gebäude als Einzeldenkmal eingestuft.