Stadtrat signalisiert Verkaufsbereitschaft für das Georg Nestler Haus in Pappenheim

Mit einem weiteren Grundsatzbeschluss hat der Pappenheimer Stadtrat den nächsten Schritt für die Zukunft des Georg-Nestler-Hauses eingeleitet. Nachdem im Juni das von der LandLiving GmbH entwickelte Konzept „Georg-Nestler-Haus 2030“ grundsätzlich auf seine Umsetzbarkeit geprüft werden soll, erklärte der Stadtrat nun seine grundsätzliche Bereitschaft, die städtische Immobilie zur Realisierung des Projekts auch zu verkaufen. Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf ist damit jedoch ausdrücklich noch nicht verbunden.

Was bisher geschah
Bereits in der Sitzung vom 18. Juni hatte LandLiving ein völlig neues Nutzungskonzept vorgestellt. Anders als die zuvor diskutierten Ansätze soll in dem ehemaligen Krankenhaus und späteren Seniorenheim keine klassische Pflegeeinrichtung entstehen. Vorgesehen ist vielmehr ein generationenübergreifendes Wohn- und Gemeinschaftsprojekt, das Wohnen, Begegnung und gesellschaftliches Leben miteinander verbindet. Geplant sind barrierefreie Wohnungen, Gemeinschaftsflächen, ein öffentlich zugängliches Café sowie Räume für Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten. Ziel ist es, dem seit 2021 leerstehenden Gebäude nach mehreren erfolglosen Anläufen wieder eine dauerhafte Perspektive zu geben.

Verkauf oder Erbpacht?
Nach den Gesprächen zwischen der Stadtverwaltung und Projektinitiator Dr. Carsten Witt wurde deutlich, dass dieses Konzept nach Einschätzung der Projektgesellschaft nur dann wirtschaftlich umgesetzt werden kann, wenn das Gebäude in das Eigentum der Projektgesellschaft übergeht. Die Finanzierung soll auf privaten Investoren, Fördermitteln, Bewohnerbeteiligungen und langfristigen Nutzungserlösen beruhen. Für die Gewinnung der erforderlichen Investoren sei der Eigentumserwerb Voraussetzung. Die Varianten Erbbaurecht oder langfristige Verpachtung böten hierfür nach Angaben der Projektgesellschaft keine ausreichende Finanzierungssicherheit.

Für die Stadt hätte ein Verkauf ebenfalls Vorteile. Sie würde einen Verkaufserlös erzielen und wäre künftig nicht mehr für die erheblichen Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen verantwortlich. Gleichzeitig würden klare Eigentumsverhältnisse geschaffen, die dem Investor die notwendige Planungssicherheit geben. Dem steht gegenüber, dass die Stadt ihr Eigentum dauerhaft aufgibt und ihre Einflussmöglichkeiten auf die spätere Nutzung deutlich geringer werden. Zwar könnten vertragliche Sicherungen, etwa eine Zweckbindung oder Rückfallregelungen, vereinbart werden, dennoch verliert die Kommune einen Teil ihrer Steuerungsmöglichkeiten. Auch im Insolvenzfall ergeben sich unterschiedliche Risiken, je nachdem ob verkauft, verpachtet oder ein Erbbaurecht bestellt wird. Gerade diese Punkte hatte die Verwaltung dem Stadtrat im Vorfeld ausführlich gegenübergestellt.

Bürgermeister Florian Gallus machte deshalb während der Beratung deutlich, dass die aktuelle Entscheidung noch keinen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses bedeutet. „Die heutige Beschlussfassung stellt ausdrücklich noch keine Entscheidung über den Verkauf der Immobilie dar.“ Der Stadtrat entscheide derzeit ausschließlich über die Fortführung des Projekts, die grundsätzliche Verkaufsbereitschaft und die Einholung eines Verkehrswertgutachtens. Erst nach Vorliegen aller Entscheidungsgrundlagen werde über Kaufpreis, Vertragsbedingungen und den notariellen Kaufvertrag gesondert beschlossen.

Der Zeitplan
Bis zu einer endgültigen Entscheidung wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Zunächst soll im August oder September ein aktuelles Verkehrswertgutachten erstellt werden, das als Grundlage für die Kaufpreisverhandlungen dient. Diese sind nach den Planungen der Stadt für den Herbst vorgesehen. Ebenfalls im Herbst soll der Stadtrat dann über den ausgearbeiteten Kaufvertrag und einen möglichen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses endgültig entscheiden. Kommt es zu einer Zustimmung, könnte der notarielle Vertragsabschluss nach derzeitiger Planung im Frühjahr 2027 erfolgen.

Zwei Meinungen
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte das gewählte Verfahren. Sie freue sich auf das Konzept von LandLiving.
Eine andere Reihenfolge der Entscheidungen hätten sich dagegen die Grünen gewünscht. Dabei machten sowohl Lisa Pfister als auch Astrid Weddige deutlich, dass sich ihre Kritik nicht gegen einen möglichen Verkauf oder gegen das Projekt selbst richtet, sondern gegen den Zeitpunkt der Beschlussfassung.
Nach den Ausführungen von Lisa Pfister von den Grünen sei es „zu früh für diesen Beschluss“. Man habe noch keine Idee, ob das Projekt angenommen werde. Sie könne sich die Beschlussfassung eher vorstellen, wenn man diesbezüglich bereits mehr wisse.
Astrid Weddige teilte diese Einschätzung. Aus ihrer Sicht müsse zunächst das Verkehrswertgutachten vorliegen, bevor ein so weitreichender Grundsatzbeschluss gefasst werde. „Wir würden nichts verlieren, wenn wir den Verkauf erst nach Vorliegen des Gutachtens beschließen“, erklärte Weddige im Stadtrat.

Am Ende folgte die Mehrheit des Stadtrates jedoch der Empfehlung des Bürgermeisters. Der Grundsatzbeschluss zur Verkaufsbereitschaft wurde gegen die beiden Stimmen der Grünen gefasst. Mit der Entscheidung ist der Weg für die weiteren Verhandlungen geebnet. Zunächst soll nun das Verkehrswertgutachten erstellt werden. Erst danach wird der Stadtrat über Kaufpreis, Vertragsbedingungen und einen möglichen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses endgültig entscheiden.

 




Haushalt 2026 in Pappenheim mit Blick auf große Investitionen

Mit einem Haushaltsvolumen von knapp 17,8 Millionen Euro hat der Stadtrat den Haushalt der Stadt Pappenheim für das Jahr 2026 verabschiedet. Kämmerin Katharina Krach stellte den Haushaltsplan vor und führte das Gremium durch die wichtigsten Einnahmen, Ausgaben und Investitionen des kommenden Jahres. Bemerkenswert dabei ist, dass sie den umfangreichen Haushalt nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit und inzwischen mit reduzierter Arbeitszeit ausgearbeitet hat.

Der Verwaltungshaushalt umfasst Einnahmen und Ausgaben von 11,36 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt schließt mit 6,44 Millionen Euro ab. Neue Kredite sind im Haushalt 2026 nicht vorgesehen. Die Stadt plant, ihre Investitionen zunächst aus vorhandenen Mitteln zu finanzieren.

Bei ihrer Vorstellung machte Katharina Krach deutlich, dass die Stadt erneut ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt hat. Der größte Einzelposten entfällt mit rund 1,89 Millionen Euro auf die Abwasserbeseitigung. Weitere 1,81 Millionen Euro sind für den Breitbandausbau der Ortsteile vorgesehen. Hinzu kommen unter anderem 365.000 Euro für den Umbau des Bauhofs, 341.000 Euro für die Dorferneuerung in Bieswang, 271.800 Euro für Investitionen bei den Feuerwehren sowie 218.000 Euro für Straßensanierungen. Darüber hinaus sind Mittel für die Investitionsumlage der Senefelder-Schule, die Städtebauförderung und erste Planungen für die Marktplatzsanierung eingeplant.

Auch die Entwicklung der städtischen Finanzen erläuterte die Kämmerin. Die allgemeinen Rücklagen werden nach den Planungen von 3,864 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf 1,213 Millionen Euro zum Jahresende sinken. Einschließlich der Sonderrücklagen verringert sich das Rücklagenvermögen von 4,370 Millionen Euro auf 1,830 Millionen Euro. Gleichzeitig soll sich der Schuldenstand von derzeit 5,241 Millionen Euro auf 5,025 Millionen Euro reduzieren.

Bei den Einnahmen rechnet die Stadt mit einer Normalisierung der Steuereinnahmen. Während die Gewerbesteuer nach dem starken Vorjahr mit 1,5 Millionen Euro deutlich niedriger angesetzt ist als 2025 mit 2,31 Millionen Euro, bleiben die Anteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer mit rund 2,1 Millionen Euro stabil. Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B werden für 2026 mit rund 630.000 Euro veranschlagt.

Nach der Vorstellung des Zahlenwerks ordnete Bürgermeister Florian Gallus den Haushalt aus seiner Sicht ein. Mit Blick auf die Vielzahl der vorgesehenen Maßnahmen erklärte er: „Entweder wir müssen die Maßnahmen anders priorisieren oder wir nehmen ein Darlehen auf.“ Der Bürgermeister machte deutlich, dass sich die Stadt trotz des ambitionierten Investitionsprogramms ihre finanziellen Handlungsmöglichkeiten erhalten müsse.

Zur Entwicklung der Verschuldung sagte Gallus: „Der Schuldenstand soll nicht mehr werden, aber wir sind nicht hoch verschuldet.“

Zum Abschluss dankte der Bürgermeister Kämmerin Katharina Krach ausdrücklich für ihre Arbeit. Nach ihrer Elternzeit und trotz reduzierter Arbeitszeit habe sie einen ausgewogenen Haushalt erarbeitet. Sein Dank galt ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie dem Stadtrat für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Anerkennung des Gremiums zeigte sich anschließend in lang anhaltendem Applaus für die Kämmerin.




Grundkonzept für neuen Marktplatz in Pappenheim

Der Marktplatz in Pappenheim soll ein neues Gesicht erhalten. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag die ersten Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner aus Buttenwiesen zur Kenntnis genommen und das gestalterische Grundkonzept mehrheitlich beschlossen. Lediglich die beiden Stadträte der Grünen stimmten gegen die Gestaltung mit polygonalen Grünflächen und äußerten deutlich Bedenken gegen die Gestaltung.

Vorgestellt wurden die Planungen von Franziska Burlefinger und Verena Hurler vom Fachbüro für Stadtplanung Herb und Partner. Die Entwürfe sind das Ergebnis mehrmonatiger Vorarbeiten und bilden die Grundlage für den nächsten Planungsschritt.
Sollte das Projekt wie vorgesehen weitergeführt werden, erstellt das Büro nun einen Vorentwurf einschließlich Kostenschätzung. Dieser umfasst auch den Bereich der Stadtvogteigasse.

Der Marktplatz steht unter denkmalpflegerischem Ensembleschutz. Mit Ausnahme des Sparkassengebäudes sind sämtliche Gebäude rund um den Platz Einzeldenkmäler. Dies stellte für die Planerinnen einen wichtigen Rahmen bei der Entwicklung des Konzepts dar.

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität
Ausgangspunkt der Überlegungen war die heutige Situation. Der Marktplatz weist bislang keinerlei Grünflächen auf, parkende Fahrzeuge prägen das Erscheinungsbild und unterschiedliche Beläge aus Betonplatten, Kleinsteinpflaster und Asphalt sorgen für ein uneinheitliches Bild. Hinzu kommt, dass mehrere Zugänge zu den Gebäuden bislang nicht barrierefrei sind.

Der Entwurf sieht deshalb eine deutliche Aufwertung des Platzes vor. Geplant sind polygonale Grüninseln und Pflasterflächen mit Juraplatten mit insgesamt acht Bäumen, Sitzgelegenheiten sowie ein Wasserspiel mit Armtauchbecken vor dem Rathaus. Vier Bäume sollen im Bereich von Rathaus und Sparkasse gepflanzt werden, zwei weitere vor der Schlossapotheke und zwei vor dem Neuen Schloss.

Außerdem sollen neue Rampen einen barrierefreien Zugang zum Rathaus, zur Sparkasse, zur Tourist-Information, zur Schlossapotheke sowie zur Terrasse des Gasthofs „Zum Goldenen Hirschen“ ermöglichen. Noch offen ist die Frage, ob Bäume in Schirm- oder Säulenform gepflanzt werden.

Weniger Parkplätze auf dem Marktplatz
Mit der Umgestaltung wird sich auch die Parksituation verändern. Während derzeit auf dem Marktplatz 21 Pkw geparkt werden können, sollen künftig noch zwölf Stellplätze, darunter zwei Behindertenparkplätze, zur Verfügung stehen.

Das wirkt sich insbesondere auf den Wochenmarkt aus. Fahrzeuge können künftig nicht mehr direkt vor oder neben den Marktständen parken.

Für den Maibaum ist künftig ein zentraler Standort vorgesehen. Allein der dafür notwendige Maibaumständer wird nach Angaben von Franziska Burlefinger rund 22.000 Euro kosten.

Auch die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen spielte bei den Planungen eine wichtige Rolle. Beim Pelzmärtelmarkt können nach den vorgestellten Entwürfen künftig insgesamt 20 Verkaufsbuden aufgestellt werden. Davon sind acht vor dem Neuen Schloss, fünf vor der Schlossapotheke und sieben vor dem Rathaus vorgesehen. Außerdem bietet der neugestaltete Platz nach Angaben der Planer Raum für rund 40 Bierzeltgarnituren.

Kostenschätzung und hohe Förderung möglich
Nach einer ersten groben Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Neugestaltung des Marktplatzes ohne den Vorplatz des Hotels Krone auf rund 258.500 Euro, mit Einbeziehung dieses Bereichs auf etwa 330.000 Euro. Für die Neugestaltung der Stadtvogteigasse werden rund 72.600 Euro veranschlagt.

Für die Finanzierung gibt es gute Aussichten. Nach Angaben der Stadt kann die Städtebauförderung das Projekt voraussichtlich mit 90 Prozent statt der üblichen 60 Prozent fördern. Voraussetzung ist allerdings, dass der Schwerpunkt auf einer klimagerechten Innenentwicklung liegt. Vorgesehen sind deshalb unter anderem eine möglichst umfangreiche Entsiegelung, die unterirdische Vernetzung der Grünflächen sowie der Einbau einer Rigole.

„Es ist noch nicht in Stein gemeißelt“
Bürgermeister Florian Gallus betonte, dass in den Planungen die Vorgaben der Regierung hinsichtlich Wasser, Grüngestaltung und Barrierefreiheit berücksichtigt worden seien. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es sich um einen ersten Entwurf handle. „Es ist noch nicht in Stein gemeißelt.“
Ein wichtiges Anliegen sei ihm außerdem, den Bereich neben dem Hotel Krone ebenfalls in die Gestaltung einzubeziehen. Hier seien allerdings noch Gespräche mit dem Eigentümer erforderlich.
Mit Blick auf die künftig geringere Zahl an Stellplätzen sagte Gallus: „Das tut mir auch weh.“ Bisher habe sich bewährt, dass Besucher des Wochenmarktes direkt neben den Verkaufsständen parken konnten. Nach der Neugestaltung werde dies nicht mehr möglich sein. Man müsse diesbezüglich einfach Federn lassen.

Breite Zustimmung im Stadtrat
Die vorgestellten Pläne stießen im Stadtrat überwiegend auf Zustimmung.
Anette Pappler (SPD) hob die Bedeutung von Barrierefreiheit und Wasser hervor. Sie erinnerte daran, dass gerade das Thema Wasser bei den ersten Überlegungen zur Marktplatzgestaltung im Jahr 2014 noch für heftige Diskussionen gesorgt habe. Die Umgestaltung der Stadtwerkeinsel habe inzwischen aber gezeigt, dass Wasser ein attraktives Gestaltungselement sein könne. Wichtig sei ihr außerdem, dass der Marktplatz weiterhin als Veranstaltungsort funktioniere.
Marcus Wurm bezeichnete den Marktplatz als „das Gesicht der Stadt“ und regte an, das Wasserspiel bei Bedarf abdecken zu können.
Auch Stadtrat Weizinger zeigte sich mit den ersten Planungen zufrieden. Angesichts der geringeren Zahl an Parkplätzen werde der Platz allerdings insgesamt deutlich beengter.
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte den Entwurf ebenfalls. Sie sprach sich jedoch dafür aus, an den barrierefreien Rampen entsprechende Absturzsicherungen vorzusehen.

Grüne lehnen polygonale Formen ab
Deutlich kritischer äußerte sich Astrid Weddige von den Grünen. Zwar begrüßte sie ausdrücklich die vorgesehenen Bäume auf dem Marktplatz, mit den polygonalen Grünflächen konnte sie sich jedoch nicht anfreunden. Diese passen nach ihrer Ansicht nicht zum historischen Ambiente des Platzes. Zudem befürchte sie, dass durch die geplanten Rampen für die Barrierefreiheit die denkmalgeschützten Gebäude, die den Marktplatz prägen, in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden.

Der Stadtrat stimmte deshalb eigens über die polygonalen Formen ab. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, diese wie vorgestellt beizubehalten. Gegen den Erhalt der polygonalen Grünflächen stimmten die beiden Stadträtinnen der Grünen.

Nur abgehärtetes Personal
Für einen heiteren Moment sorgte schließlich Erich Neulinger. Er äußerte die Sorge, dass der Betrieb des geplanten Wasserspiels vor dem Rathaus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgerbüro bei ihrer Arbeit stören könnte.
Bürgermeister Gallus nahm die Bemerkung mit Humor und entgegnete schmunzelnd: „Im Bürgerbüro arbeitet nur abgehärtetes Personal.“

Am Ende nahm der Stadtrat die Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner zur Kenntnis und beschloss, die polygonförmigen Grünanlagen wie in der Präsentation vorgesehen beizubehalten. Damit kann nun der Vorentwurf mit einer detaillierten Kostenschätzung ausgearbeitet werden.

Alle Bilder: Planskizzen Herb& Partner




Pappenheim Nord nimmt die nächste Planungshürde

Für die Entwicklung des Areals Pappenheim Nord setzt der Stadtrat auf ein neues Vorgehen. Statt ein einzelnes Planungsbüro mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs zu beauftragen, soll nun eine sogenannte Planungswerkstatt mit mehreren Büros den Entwurf erstellen. Ausschlaggebend für diese Entschiedung sind vor allem deutlich bessere Fördermöglichkeiten und die Chance, verschiedene Ideen miteinander zu verbinden.

Bereits im Juli 2025 hatte der Stadtrat die Notwendigkeit eines städtebaulichen Entwurfs für das Areal beschlossen und die Verwaltung beauftragt, Angebote einzuholen sowie Fördermöglichkeiten zu prüfen. Ein daraufhin eingeholtes Angebot eines Planungsbüros belief sich auf knapp 77.000 Euro. Im Zuge der Prüfung der Fördermöglichkeiten stellte sich in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken jedoch heraus, dass die Beauftragung eines einzelnen Planungsbüros nicht förderfähig ist. Die Stadt müsste die Kosten daher vollständig selbst übernehmen.

Als Alternative wurde eine Mehrfachbeauftragung, auch Planungswerkstatt genannt, empfohlen. Dabei entwickeln drei bis sieben ausgewählte Planungsbüros unabhängig voneinander Entwürfe für dasselbe Projekt. So können unterschiedliche fachliche Schwerpunkte – etwa aus Architektur und Landschaftsplanung – in die Überlegungen einfließen.
Anders als bei einem klassischen Planungswettbewerb ist die Stadt später nicht verpflichtet, einen einzelnen „Siegerentwurf“ umzusetzen. Vielmehr können die überzeugendsten Ideen aus mehreren Konzepten miteinander kombiniert werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Förderung. Für eine Planungswerkstatt stellt die Regierung von Mittelfranken Zuschüsse von mindestens 60 Prozent, möglicherweise sogar bis zu 70 Prozent, in Aussicht. Auch die Kosten für ein externes Betreuungsbüro, das das Verfahren organisatorisch begleitet, sind förderfähig. Ein solches Büro soll die Stadt unterstützen, da ein derartiges Verfahren vergaberechtlich anspruchsvoll ist und in Pappenheim bislang noch nicht angewendet wurde.
Die Verwaltung darf hierfür einen Auftrag bis zu einer Höhe von 10.000 Euro vergeben und den entsprechenden Förderantrag stellen.

Mit seinem Beschluss hat der Stadtrat damit den Weg für die Planungswerkstatt freigemacht. Welche Planungsbüros schließlich an dem Verfahren teilnehmen, soll in einem gesonderten Beschluss festgelegt werden.

 




Bernhard & Bernhard in ihren Ämtern angekommen

Der Stadtrat in Pappenheim nahm in seiner Sitzung am 18. Juni die neu gewählten Ortssprecher für die Ortsteile Zimmern und Göhren offiziell in ihr Amt auf.

Hintergrund ist die Kommunalwahl 2026. Da beide Ortsteile künftig nicht mehr durch ein gewähltes Stadtratsmitglied in dem Gremium vertreten sind, bestand die Möglichkeit, einen Ortssprecher zu wählen. Voraussetzung hierfür war, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Gemeindebürger des jeweiligen Ortsteils die Einberufung einer Ortsversammlung beantragt. Entsprechende Anträge waren bei der Stadtverwaltung wie schon berichtet eingegangen.

In den daraufhin einberufenen Ortsversammlungen wurden für die kommenden Jahre Bernhard Hecht als Ortssprecher für Zimmern sowie Bernhard Raithel als Ortssprecher für Göhren gewählt.

Die Ortssprecher werden nicht vereidigt wie Mitglieder des Stadtrats, sind jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie dürfen an öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Stadtrats sowie seiner Ausschüsse teilnehmen, haben dort beratende Funktion und besitzen ein Antragsrecht. Ein Stimmrecht steht ihnen jedoch nicht zu.

Mit der Wahl der Ortssprecher bleiben die Interessen der beiden Ortsteile auch künftig unmittelbar in die kommunalpolitischen Beratungen eingebunden.

 




Traditionsverein darf Pappenheimer Wappen weiterhin führen

Der Militär- und Reservistenkameradschaftsverein (MRK) 1856 Pappenheim darf das Stadtwappen auch künftig offiziell in seinem Vereinswappen führen. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am 18. Juni 2026 einem entsprechenden Antrag des Vereins zu.

Beantragt hatte die Genehmigung der Erste Vorsitzende Christian Schöppl. In seinem Schreiben verwies er darauf, dass der 1856 gegründete Verein das Pappenheimer Stadtwappen bereits seit seiner Gründung in seinem Vereinswappen verwendet. Das historische Stadtwappen findet sich unter anderem auf der Vereinsfahne, die im westlichen Treppenhaus des Rathauses ausgestellt ist.

Rechtlich ist die Verwendung kommunaler Wappen jedoch genehmigungspflichtig. Nach den einschlägigen Vorschriften dürfen Gemeindewappen von Dritten nur mit Zustimmung der jeweiligen Kommune genutzt werden. Der Stadtrat hatte bereits früher festgelegt, dass entsprechende Anträge nicht im Verwaltungsweg, sondern grundsätzlich durch einen Ratsbeschluss entschieden werden sollen.

Wie die Verwaltung erläuterte, nutzt der Verein das Stadtwappen in seinem Vereinslogo bereits seit vielen Jahren. Auch der Hinweis auf die lange Tradition des Vereins sei grundsätzlich zutreffend. Ein automatischer Rechtsanspruch auf die Nutzung des Stadtwappens lasse sich daraus jedoch nicht ableiten. Deshalb war eine formelle Genehmigung erforderlich.

Mit seinem einstimmigen Beschluss erteilte der Stadtrat dem MRK 1856 Pappenheim die Genehmigung zur Verwendung des Stadtwappens.

 




Pappenheim bewirbt sich um Bundesförderung für Freibadsanierung

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 18. Juni beschlossen, am Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten – Projektaufruf Schwimmbäder 2026“ teilzunehmen. Damit unterstützt das Gremium die Bewerbung um Fördermittel für eine umfassende Sanierung des Pappenheimer Freibads.

Hintergrund ist ein aktueller Förderaufruf des Bundes, mit dem Sanierungsmaßnahmen an Freibädern finanziell unterstützt werden sollen. Obwohl sich das Freibad im Eigentum der Stadtwerke Pappenheim GmbH befindet, kann die Stadt als alleinige Gesellschafterin die Förderung beantragen und die erforderliche Finanzierung darstellen.

Nach Angaben der Verwaltung beträgt der mögliche Fördersatz in Pappenheim bis zu 45 Prozent der förderfähigen Kosten. Grundlage der Bewerbung ist ein mehrstufiges Sanierungskonzept, das dem Aufsichtsrat der Stadtwerke bereits vorgestellt worden war. Da die Bewerbungsfrist bereits am 19. Juni endete, wurde die Bewerbung vorsorglich eingereicht. Der nun gefasste Stadtratsbeschluss dient als notwendige formelle Grundlage und wird den Antragsunterlagen nachgereicht.

Ob Pappenheim tatsächlich in das Förderprogramm aufgenommen wird, ist derzeit noch offen. Wie die Verwaltung erläuterte, war der vorherige Förderaufruf 22-fach überzeichnet. Die Nachfrage nach den Bundesmitteln ist somit deutlich größer als das verfügbare Fördervolumen.

Mit dem aktuellen Beschluss hat sich der Stadtrat noch nicht für die Umsetzung einer konkreten Sanierungsmaßnahme entschieden. Sollte die Bewerbung erfolgreich sein, werden sich Stadtrat und Stadtwerke erneut mit den finanziellen Auswirkungen und der möglichen Realisierung des Projekts befassen. Auch über die einzelnen Sanierungsschritte müsste dann gesondert entschieden werden.

Der Beschluss bedeutet daher zunächst vor allem eines: Pappenheim wahrt die Chance auf eine erhebliche finanzielle Unterstützung durch den Bund und hält sich damit die Möglichkeit offen, das Freibad mit Hilfe von Fördermitteln fit für die Zukunft zu machen.

 




Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart gehen in die nächste Runde

Der Stadtrat beschäftigte sich in seiner Sitzung am 18. Juni 2026 mit den Plänen der Firma Südwerk für Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei Bieswang und Ochsenhart. Einstimmig sprach man sich dafür aus, die notwendigen Bauleitplanverfahren grundsätzlich weiterzuverfolgen.

Die Flächen waren bereits im Herbst 2025 Gegenstand einer ersten Beratung im Stadtrat. Damals wurden mehrere Anträge für Freiflächen-Photovoltaikanlagen anhand des kommunalen PV-Kriterienkatalogs geprüft. Während der Antrag für den Solarpark in Ochsenhart die Vorgaben erfüllte und zur weiteren Prüfung vorgesehen wurde, bestanden beim damals ebenfalls vorgestellten Projekt „Bieswang Ost“ noch Abweichungen von den festgelegten Flächenkriterien. Inzwischen liegt ein überarbeiteter Antrag vor, der nach Angaben der Verwaltung die Vorgaben des Kriterienkatalogs erfüllt.

Grundlage für die aktuelle Beratung war deshalb nicht mehr die grundsätzliche Eignung der Flächen, sondern die Frage, ob die erforderlichen Bauleitplanverfahren für die nun konkret ausgearbeiteten Vorhaben eingeleitet werden sollen.

Geplant ist die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf insgesamt drei Teilflächen. In Bieswang soll auf rund 4,1 Hektar eine Anlage mit einer Leistung von 5,3 Megawattpeak entstehen. Die erwartete Stromproduktion liegt bei etwa 5,5 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Nach Angaben des Vorhabenträgers könnten damit rechnerisch rund 130 durchschnittliche Haushalte versorgt und jährlich etwa 3.300 Tonnen CO₂ eingespart werden.

In Ochsenhart sind auf zwei weiteren Flächen mit zusammen rund 6,18 Hektar Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von etwa 8 Megawattpeak vorgesehen. Die prognostizierte Stromerzeugung beträgt rund 8,2 Millionen Kilowattstunden jährlich. Die CO₂-Einsparung wird mit etwa 4.900 Tonnen pro Jahr angegeben.

Nach den vorgelegten Unterlagen ist eine Betriebsdauer von zunächst 20 Jahren vorgesehen. Eine Verlängerung um weitere zehn Jahre wäre möglich. Der Baubeginn ist für das Jahr 2028 vorgesehen. Die Erschließung soll über bestehende Feld-, Flur- und Ortsverbindungsstraßen erfolgen.

Für die Umsetzung des Vorhabens sind die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans sowie eine Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Die Verwaltung erläuterte in der Sitzung, dass die vorgesehenen Flächen die Kriterien des städtischen Kriterienkatalogs erfüllen. Die Firma Südwerk erklärte sich bereit, die Kosten der Planungsverfahren zu übernehmen. Die Planungshoheit verbleibt jedoch bei der Stadt.

Der Stadtrat hatte die laufenden Bauleitplanungen bereits zuvor priorisiert. Das Vorhaben wurde dabei hinter vier anderen Verfahren eingestuft. Dennoch kündigte der Vorhabenträger an, die Zeit bis zu einem späteren Aufstellungsbeschluss für vorbereitende Untersuchungen und notwendige Gutachten zu nutzen.

Im Rahmen der Vorstellung verwies Südwerk zudem auf mögliche finanzielle Auswirkungen für die Kommune. Nach Unternehmensangaben könnten über die Laufzeit der Anlagen rund 840.600 Euro an Einnahmen in die Stadtkasse fließen. Außerdem wurden verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger sowie Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität vorgestellt.

Damit beschloss der Stadtrat zunächst lediglich die weitere Verfolgung der Planungen. Bis zu einer möglichen Umsetzung sind noch zahlreiche Verfahrensschritte einschließlich der Beteiligung von Öffentlichkeit und Fachbehörden erforderlich.

 




Pappenheimer Stadtrat gratuliert Erich Neulinger zum 60. Geburtstag

Einen besonderen Anlass gab es in der jüngsten Sitzung des Pappenheimer Stadtrates am 18. Juni. Bürgermeister Florian Gallus nutzte die Gelegenheit, um Stadtrat Erich Neulinger aus Geislohe offiziell zu seinem 60. Geburtstag zu gratulieren und ihm die besten Wünsche des gesamten Gremiums zu übermitteln.

Seit vielen Jahren ist es im Stadtrat gute Tradition, runde Geburtstage von Ratsmitgliedern gemeinsam zu würdigen. Dazu werden die Sitzungsgelder gesammelt, um dem jeweiligen Jubilar eine besondere Aufmerksamkeit zu überreichen.

Für seinen Ehrentag hatte sich Erich Neulinger einen Reisegutschein der Firma Engeler gewünscht. Diesen überreichte Bürgermeister Gallus im Namen des Stadtrates verbunden mit anerkennenden Worten für das langjährige Engagement Neulingers in der Kommunalpolitik wünschte er dem Jubilar viele schöne Erlebnisse auf seinen künftigen Reisen.

Die Mitglieder des Stadtrates schlossen sich den Glückwünschen mit einem kräftigen Applaus an.




Der Stadtrat in Pappenheim tagt öffentlich

Am Donnerstag, 18.06.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt:

1 Ortsprecherwahlen 2026 – Verpflichtung der neu gewählten Ortsprecher der Ortsteile Zimmern und Göhren

2 Bauanträge

2.1 BA 17/2026 – Antrag auf isolierte Befreiung vom Bebauungsplan „Sandäcker“ Zimmern: Einfriedung des Grundstücks „Zimmern 56“, Fl.-Nr. 267/9, Gemarkung Zimmern

3 Städt. Anwesen „Beckstraße 19“, ehem. städt. Krankenhaus, ehem. „Georg Nestler-Seniorenheim“ – Grundsatzbeschluss über künftige Nutzung

4 Bauleitplanung – Antrag auf Bauleitplanung (Änderung FNP und Aufstellung vorhabenbezogener Bebauungsplan) Sondergebiet „Solarpark Bieswang Ost und Ochsenhart“ der Fa. SÜDWERK (Grundsatzbeschluss)

5 Teilnahme am Förderaufruf des Bundes zur Sanierung des Freibads Pappenheim

6 Antrag des „MRK 1856 Pappenheim“ Vereines auf Verwendung des Stadtwappens

7 Bekanntgaben




Pappenheim bereitet Ganztagsbetreuung an der Grundschule vor

Der Pappenheimer Stadtrat hat sich in seiner jüngsten Sitzung ausführlich mit der künftigen Ganztagsbetreuung an der Grundschule Pappenheim-Solnhofen beschäftigt. Hintergrund ist der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, der ab dem Schuljahr 2026/2027 zunächst für die ersten Klassen gilt und in den folgenden Jahren schrittweise auf alle Jahrgangsstufen ausgeweitet wird. Bisheriger Gymnastikraum und Geräteraum sollen zu Küche und Betreuungsraum umgebaut werden.

Wie bei der öfentlichen Sitzung des Stadtrates bekannt wurde, werden im kommenden Schuljahr 60 Kinder eingeschult. Insgesamt besuchen dann voraussichtlich 244 Schülerinnen und Schüler die Grundschule Pappenheim-Solnhofen.

Eine Bedarfsabfrage unter den Eltern ergab, dass für 26 Erstklässler ein Bedarf an Ganztagsbetreuung besteht. Durch bereits vorhandene Angebote im „Haus für Kinder“ sowie in den Schulkindbetreuungen in Bieswang und Neudorf können allerdings nicht alle Kinder versorgt werden. Derzeit fehlen noch Betreuungsplätze für 15 Kinder.

Die Stadt hat deshalb verschiedene Betreuungsformen geprüft. Favorisiert wird derzeit eine Mittagsbetreuung beziehungsweise verlängerte Mittagsbetreuung in Räumen der Grundschule. Voraussetzung für einen Platz, der den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung vollständig erfüllt, ist eine Betreuung bis mindestens 16 Uhr. In diesem Fall erhält der Einrichtungsträger eine staatliche Förderung in Höhe von 16.391 Euro pro Gruppe und Schuljahr. Zusätzlich sind Investitions- und Ausstattungsförderungen möglich.

In Pappenheim ist nun geplant, die Betreuung im Untergeschoss der Grundschule unterzubringen. Dort werden zwei Räume umfunktioniert. Dabei handelt es sich um den bisherigen Gymnastikraum und den angrenzenden bisherigen Geräteraum. Die Räume befinden sich im Kellergeschoss im Westflügel der Grundschule und wurden bisher auch vom Turnverein für sportliche Aktivitäten genutzt.

In einem kleineren, bisherigen Geräteraum soll eine Küche eingebaut werden. Der größere, bisherige Gymnastikraum ist als Aufenthaltsbereich vorgesehen. Eine entsprechende Begehung mit der Regierung von Mittelfranken und der Schulleitung hat bereits stattgefunden.

Parallel dazu beschäftigte sich der Stadtrat auch mit der notwendigen Ausstattung der Räume. Für die Küche liegt aktuell ein Angebot über 20.800 Euro vor. Die benötigten Ausstattungsgegenstände für 28 Plätze wurden mit 2.763,11 Euro kalkuliert.

Sollte sich die Stadt für eine verlängerte Mittagsbetreuung bis 16 Uhr entscheiden, wäre eine Förderung möglich. Bei 15 rechtsanspruchserfüllenden Plätzen ergibt sich eine theoretische Maximalförderung von 22.500 Euro. Aufgrund der Förderobergrenze von 70 Prozent der förderfähigen Kosten würde die tatsächliche Förderung nach aktuellem Stand jedoch 16.494,18 Euro betragen. Der Eigenanteil der Stadt läge damit bei 7.068,93 Euro.

Bei verkürzten Betreuungsformen bis 14 oder 15 Uhr entfällt hingegen die Möglichkeit einer Investitions- und Ausstattungsförderung vollständig.

Da die endgültige Ausgestaltung der Betreuung derzeit noch abgestimmt wird, konnte die Verwaltung noch keine abschließende Aussage zu den späteren Betriebskosten und einem möglichen Defizit treffen. Klar ist jedoch bereits jetzt, dass die Stadt Pappenheim zur Erfüllung des gesetzlichen Anspruchs künftig zusätzliche Betreuungsangebote schaffen muss.

Der Stadtrat erkannte den Betreuungsbedarf grundsätzlich an und sprach sich dafür aus, die Betreuung in den Räumlichkeiten der Grundschule umzusetzen. Zudem wurde Bürgermeister Florian Gallus ermächtigt, nach Einholung weiterer Angebote und Prüfung möglicher Förderungen Aufträge für Küche und Ausstattung bis zu einer Höhe von 25.000 Euro zu vergeben.

Die Frage von Stadtrat Roland Kiermeyer (FW/BGL) nach den Kosten für die Unterbringung in der Einrichtung wurde in der öffentlichen Sitzung nicht weiter erörtert. Dies sei ein Thema, das im nichtöffentlichen Teil der Sitzung weiter besprochen werde. Stadträtin Anette Pappler (SPD) wies allerdings bereits im öffentlichen Teil der Sitzung darauf hin, dass die Unterbringungskosten für die Kinder steuerlich absetzbar seien. Nach ihrer Einschätzung werde der Bedarf an Betreuungsplätzen langfristig steigen. „Die Eltern wollen kurze Wege“, erklärte Anette Pappler, deshalb sei man bei der Ausarbeitung des Betreuungskonzeptes auf einem guten Weg.

 




Neuer Urnenhain auf dem Friedhof in Pappenheim geplant

Der Pappenheimer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Grundsatzbeschluss für die Errichtung eines weiteren Urnenhains auf dem Friedhof an der Galluskirche gefasst. Hintergrund ist die stetig steigende Nachfrage nach Urnenbestattungen. Der bestehende Urnenhain, der im Jahr 2005 fertiggestellt wurde, verfügt inzwischen nur noch über wenige freie Plätze.

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich der Bauausschuss mit einer Erweiterung der Bestattungsmöglichkeiten befasst. Nun werden die Ideen konkret geplant. Im nordöstlichen Bereich des Friedhofs soll ein neuer Urnenhain mit 48 Grabstätten entstehen. Da an jeder Grabstätte künftig bis zu vier Urnen beigesetzt werden können, schafft die Anlage Raum für insgesamt bis zu 192 Urnenbestattungen.

Die Gestaltung orientiert sich an dem bestehenden Urnenhain des Bildhauers Günter Lang aus Eichstätt, der 2003 erstmals im Stadtrat vorgestellt wurde. Das damals neue und bahnbrechende Projekt hat den Friedhof an der Galluskirche bedeutend aufgewertet und als Muster für viele Urnengrabstellen auf den Friedhöfen der Region gedient.

Für den neuen Urnenhain sind, ähnlich dem Werk von Günter Lang, unter anderem eine Hainbuchenhecke, zwei Bäume mit großen Kronen als Mittelpunkt der Anlage sowie Sitzgelegenheiten vorgesehen. Auch die Wegeführung soll verbessert werden, sodass der neue Bereich des Urnenhains weitgehend barrierefrei erreichbar ist.

Bereits Anfang Mai 2026 wurden in dem geplanten Bereich alte Grabfundamente entfernt und das Gelände vorbereitet. Zudem wurden zwei große Bäume entnommen. Dazu erklärte Bürgermeister Gallus, dass dies notwendig gewesen sei, weil man nach dem Bau des Urnenhains an die Bäume nicht mehr herangekommen wäre.

Neben der eigentlichen Anlage des Urnenhains sind weitere Begrünungsmaßnahmen sowie eine Neugestaltung im Bereich des Kriegerdenkmals vorgesehen.

Besonders begrüßt wurde die Maßnahme in der Sitzung des Stadtrates von Stadträtin Pia Brunnenmeier (SPD). Sie betonte, dass sie sich darüber freue, dass der neue Urnenhain, den der Ortsverein der SPD bereits Ende 2024 angeregt hatte, nun umgesetzt werde.

Für die Maßnahme sind im Haushalt 2026 insgesamt 20.000 Euro vorgesehen. Bürgermeister Florian Gallus wurde vom Stadtrat ermächtigt, die entsprechenden Aufträge zu vergeben.