Pappenheimer Grüne setzen bei der Kommunalwahl auf vier zentrale Themen

Bei der Nominierungsversammlung von Bündnis 90/Die Grünen in Pappenheim hat Stadträtin Astrid Weddige, zugleich zweite Sprecherin des Ortsverbandes, das Programm der Grünen zur Kommunalwahl 2026 vorgestellt. In einer kompakten Ausführung skizzierte sie das Vier-Punkte-Programm, das die Schwerpunkte für die kommende Wahlperiode im Pappenheimer Stadtrat setzen soll. Ergänzend zur Versammlung wurden vom Ortsverband gezielte Veranstaltungen zur Vertiefung einzelner Themenfelder angekündigt.

Wir – Stadt und Dörfer im Schulterschluss
Den Auftakt des Programms bildet der Punkt „Wir“, der die Verbindung zwischen Stadt und Ortsteilen in den Mittelpunkt stellt. Weddige betonte, dass ein starkes Miteinander nicht nur im sozialen, sondern auch im praktischen Sinne angestrebt werde. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verbesserung der Radwegeverbindungen zwischen den Ortsteilen und der Kernstadt. Diese Infrastrukturmaßnahmen sollen das Zusammenleben stärken und gleichzeitig ökologische Mobilitätsformen fördern.

Wald – Lebensqualität durch Naturerhalt
Der Pappenheimer Wald, als prägender Bestandteil der Landschaft, stehe für die Grünen als Symbol für Klimaschutz, Artenvielfalt und Naherholung. Laut Weddige geht es um den dauerhaften Erhalt der ökologischen Funktionen des Waldes. Auch die Pappenheimer Alleen, die vielen Bürgerinnen und Bürgern am Herzen liegen, seien Teil dieses Naturverständnisses. Ziel sei es, die Lebensqualität langfristig zu sichern und Pappenheims Status als Luftkurort zu bewahren.

Wasser – Vorsorge für die Zukunft im Zeichen der regionalen Wasserdiskussion
Im Themenfeld „Wasser“ machte Stadträtin Astrid Weddige deutlich, dass die Grünen in Pappenheim den sorgsamen Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource zu einem zentralen Anliegen ihres Programms machen. Zwar verfüge Pappenheim aktuell über Trinkwasser in hervorragender Qualität und ausreichender Menge, doch sei diese Situation kein Freifahrtschein für die Zukunft.

„Die aktuellen Entwicklungen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zeigen uns, wie brisant das Thema geworden ist“, so Weddige.

Diese Debatte müsse laut Weddige auch in Pappenheim ernst genommen werden. Neben einer klaren Positionierung gegen übermäßige Wasserableitungen sei es wichtig, lokal vorzusorgen. Durch den Erhalt des Waldes als natürlicher Wasserspeicher, durch die Vermeidung von Flächenversiegelung und eine nachhaltige Stadtentwicklung, die Wasserkreisläufe im Blick behält.

Das Thema Wasser werde, so Weddige, mit Blick auf den Klimawandel weiter an Bedeutung gewinnen. Pappenheim müsse deshalb heute schon handeln, um auch in Zukunft eine sichere, qualitativ hochwertige und kommunal verankerte Wasserversorgung gewährleisten zu können.

Wohnen – Impulse für Innenstadt und Ortsteile
Im vierten Themenfeld „Wohnen“ setzen die Grünen auf eine Revitalisierung der Innenstadt und auf neue, altersgerechte Wohnformen. Besonders im Fokus: die Belebung des Georg-Nestler-Hauses sowie die städtebauliche Entwicklung im Bereich Pappenheim Nord. Zudem will man die Ergebnisse des Vitalitätschecks gezielt nutzen, um bestehende Gebäude besser nutzen und zukunftsfähige Konzepte für Stadt und Dörfer zu entwickeln. Weitere Aspekte wie digitale Infrastruktur, nachhaltige Energieversorgung, die Gestaltung öffentlicher Räume und der Erhalt des Freibads sollen die Wohn- und Lebensqualität in Pappenheim abrunden.

Mit ihrem Programm wollen die Grünen in Pappenheim einen Beitrag zu einer ökologisch, sozial und strukturell tragfähigen Stadtentwicklung leisten. Die vorgestellten Schwerpunkte sollen dabei keine bloßen Wahlversprechen sein – sondern Arbeitsaufträge für die nächste Wahlperiode.




GRÜNER Ortsverband Pappenheim geht mit vollständiger Liste an den Start

Der Ortsverband Pappenheim von Bündnis 90/Die GRÜNEN hat bei einer Nominierungsversammlung im Hotel Gasthof „Zur Sonne“ nun auch seine Kandidatenliste für die Kommunalwahl am 8. März 2026 vorgestellt. Damit ist die Partei die dritte Gruppierung in Pappenheim, die eine Liste mit Bewerberinnen und Bewerbern präsentiert.

Besonders begrüßte die erste Sprecherin Monika Pamp bei der gut besuchten Veranstaltung Bettina Balz, die – wie bekannt – ihr Amt als Stadträtin aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte. Auch Edgar Harzer, Kassier im Kreisvorstand der GRÜNEN, war anwesend und übernahm die Leitung des Wahlverfahrens.

Monika Pamp bewertete die Beteiligung an der Versammlung als Zeichen des Interesses an der kommunalen Entwicklung: „Wir stellen heute die Weichen, um die Stadt Pappenheim und ihre Ortsteile lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten“, erklärte sie.

Astrid Weddige, Stadträtin und zweite Sprecherin des Ortsverbands, blickte auf ihre zurückliegende Amtszeit zurück. Dabei erinnerte sie daran, dass die GRÜNEN vor sechs Jahren erstmals mit acht Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl angetreten seien und sich seither kontinuierlich mit Anträgen im Stadtrat sowie mit Fachwissen in die Arbeit der Ausschüsse eingebracht hätten. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre wolle man mit der neuen Liste gezielt einbringen. Dass sich nun doppelt so viele Personen zur Kandidatur bereit erklärt hätten wie bei der letzten Wahl, wurde von ihr mit Freude hervorgehoben.

Im Rahmen der Versammlung wurden die Kandidatinnen und Kandidaten der Liste vorgestellt. Auch die jeweiligen Beweggründe für die Kandidatur wurden kurz erläutert. Die Liste umfasst 16 Plätze sowie zwei Ersatzkandidaturen. Nachfolgend die Übersicht über die Bewerberinnen und Bewerber – mit Namen, Alter, Beruf/Tätigkeit, Wohnort sowie einer kurzen Zusammenfassung ihrer Beweggründe für die Kandidatur:

  1. Astrid Weddige, 63, Agraringenieurin, Bieswang
    Bringt ihre Sachkenntnis und Erfahrung aus dem bisherigen Stadtratsmandat ein, will weiterhin lösungsorientiert kommunalpolitisch arbeiten.
  2. Monika Pamp, 62, Verlagswirtin, Pappenheim
    Setzt sich für eine ökologische Stadtentwicklung und demokratische Teilhabe ein – mit besonderem Blick auf alle Ortsteile.
  3. Susanne Pühl, 52, Religionspädagogin, Pappenheim
    Möchte tragfähige Antworten auf aktuelle Herausforderungen finden – mit Fokus auf nachhaltige Zukunftsgestaltung.
  4. Julian Städler, 34, Lehrer, Pappenheim
    Stellt das generationsübergreifende Miteinander in den Mittelpunkt seines Engagements.
  5. Adelheid Wenninger, 65, Architektin, Bieswang
    Plädiert für den bewussten Umgang mit vorhandenen Ressourcen und Potenzialen im ländlichen Raum.
  6. Caroline Pühl, 20, Studentin, Pappenheim
    Die junge Kandidatin macht Klimaschutz und Gleichstellung zu ihrem zentralen Anliegen.
  7. Lisa Pfister, 34, Juristin, Geislohe
    Verbindet juristisches Fachwissen mit einem Engagement für Naturschutz und sozialen Zusammenhalt.
  8. Aydin Hammudioglu, 52, Unternehmer, Pappenheim
    Stellt das gemeinschaftliche Handeln und die Stärkung aller Ortsteile in den Vordergrund.
  9. Jutta Langfeldt, 59, Ingenieurin für Biotechnologie, Pappenheim
    Setzt sich für ein zukunftsfähiges Lebensumfeld in Stadt und Dörfern ein.
  10. Kay Mlinzk, 60, Maschinenbauingenieur, Pappenheim
    Vertritt die Idee einer ausgewogenen Verbindung von Naturnutzung und Naturschutz im Gleichgewicht mit der Wirtschaft.
  11. Sabine Rosak, 66, Lehrerin a. D., Pappenheim
    Engagiert sich für den Erhalt des Stadtbilds und der gewachsenen Kulturlandschaft.
  12. Uwe Graf, 61, Restaurator, Pappenheim
    Will an einer langfristigen und tragfähigen Vision für Pappenheim mitarbeiten.
  13. Agnes Enderlein, 65, Rentnerin, Pappenheim
    Betont die Bedeutung verstärkter Maßnahmen im Bereich des Naturschutzes.
  14. Franz Wiedenhofer, 72, Bauingenieur (i. R.), Pappenheim
    Bringt ingenieurtechnische Kompetenz ein und will die Energiewende lokal voranbringen.
  15. Fabiola Diehl, 62, Buchbindemeisterin, Pappenheim
    Will kreative Lösungsansätze in die kommunalpolitische Arbeit einbringen.
  16. Mia Grützner, 19, Schülerin, Pappenheim
    Möchte als jüngste Kandidatin auf der Liste die Anliegen der Jugend im Stadtrat vertreten.

Ersatzkandidaturen:

  1. Dagmar Hopf, 46, Bildungsreferentin, Pappenheim
    Möchte Impulse geben, um Chancen in der Stadtentwicklung gemeinsam zu nutzen.
  2. Manfred Walter, 55, Sozialpädagoge, Pappenheim
    Vertritt einen integrativen Ansatz in der Kommunalpolitik – Vielfalt und Beteiligung sind ihm zentrale Anliegen.

Mit dieser Liste gehen die GRÜNEN in Pappenheim zum zweiten Mal bei einer Stadtratswahl an den Start. Die breite personelle Aufstellung mit Kandidierenden aus unterschiedlichen Alters- und Berufsgruppen unterstreicht das erklärte Ziel, vielfältige Perspektiven in die politische Arbeit einzubringen – so das Statement des Ortsverbandes der GRÜNEN in Pappenheim.




Wasserversorgung in Pappenheim darf auf keinen Fall beeinträchtigt werden

Die Sorge um die heimische Wasserversorgung hatte in der diesjährigen Bürgerversammlung in Pappenheim spürbare Resonanz ausgelöst. Hintergrund war die Information, dass ein Wassertransfer von Pappenheim nach Weißenburg im Gespräch sei. Konkret ging es um eine mögliche jährliche Lieferung von bis zu 200.000 Kubikmetern Trinkwasser. Auf Nachfrage erklärte Bürgermeister Florian Gallus bei der Bürgerversammlung, dass das Thema aktuell nicht weiterverfolgt werde. Nun hat er auf eine schriftliche Anfrage des Pappenheimer Skribenten eine ausführlichere Stellungnahme gegeben.

Bürgermeister Gallus erklärt in seiner Antwort, dass der Ursprung der Überlegungen in einer Anfrage der Stadtwerke Weißenburg und des Wasserwirtschaftsamts Ansbach aus dem August 2024 liege. Die Stadtwerke Weißenburg müssten ihre Entnahmen aus der Tiefengrundwasserschicht reduzieren und hätten deshalb verschiedene Möglichkeiten geprüft. In diesem Zusammenhang hätten sich der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Weißenburg, André Goldfuß-Wolf und Vertreter des WWA Ansbach an die Wassergewinnungs- und Versorgungs GmbH in Pappenheim gewandt, um grundsätzlich nach einer möglichen jährlichen Lieferung von rund 200.000 Kubikmetern Wasser zu fragen.

Wie Gallus betont, wäre für eine solche Lieferung eine neue Wasserleitung zwischen Weißenburg und Pappenheim notwendig. Diese könne langfristig auch in umgekehrter Richtung genutzt werden. Für Pappenheim sei dies allerdings derzeit lediglich ein theoretischer Gedanke, da es bisher keinerlei Infrastruktur für einen Bezug aus Weißenburg gebe.

Weiter führt der Bürgermeister aus, dass ein Belastungspumpversuch am Wasserwerk Pappenheim für Herbst 2025 vorgesehen gewesen sei. Dieser sollte unter Aufsicht des Wasserwirtschaftsamts und eines geologischen Instituts stattfinden. Die Stadt Weißenburg habe zugesagt, die Kosten vollständig zu übernehmen. Der Versuch sei jedoch bis heute nicht durchgeführt worden.

Gallus stellt klar, dass es sich ausschließlich um eine mündliche Anfrage gehandelt habe. Weder für die Stadt Pappenheim noch für die Wassergewinnungs- und Versorgungs GmbH seien daraus vertragliche oder sonstige Verpflichtungen entstanden. Man habe dem geplanten Pumpversuch zugestimmt, weil die daraus gewonnenen Erkenntnisse auch für Pappenheim selbst fachlich nützlich gewesen wären.

Besonders hebt Gallus hervor, dass der Aufsichtsrat der Wassergewinnungs- und Versorgungs GmbH von Beginn an eine eindeutige Haltung vertreten habe: „Die Wasserversorgung der Stadt Pappenheim hat jederzeit oberste Priorität und darf unter keinen Umständen gefährdet werden.“

In seiner schriftlichen Antwort geht der Bürgermeister auch auf mögliche weitere Fragen ein. So erklärt er, dass eine eventuelle Lieferung nach Weißenburg – falls es überhaupt je dazu kommen sollte – nur in verbrauchsschwächeren Monaten wie Herbst und Winter denkbar sei. Ob sich durch eine Leitungsverbindung die Wasserqualitäten mischen könnten, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, da hierzu keinerlei konkrete Planungen vorlägen.

Gallus fasst den aktuellen Stand so zusammen: Es gebe keine Verpflichtung, keine laufenden Planungen und auch keinen aktuellen Bedarf, einen Wassertransfer voranzutreiben. Die Stadt beobachte die fachliche Entwicklung, halte engen Kontakt zu den zuständigen Stellen und werde die Öffentlichkeit weiterhin transparent informieren.




SPD-Fraktionsvorsitzende stellt Programm für Pappenheim mit klarer Linie vor

Mit einem deutlichen Bekenntnis zu „Stabilität statt Lautsprecherpolitik“ hat die SPD Pappenheim ihr Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 vorgestellt. Im Rahmen der Nominierungsversammlung im Hotel-Gasthof „Zur Sonne“ präsentierte Anette Pappler, die Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, die Schwerpunkte ihrer Partei für die kommenden Jahre. Sie sprach von einem Programm, das auf Kontinuität, Zusammenarbeit und konkrete Verbesserungen für alle Ortsteile abzielt.

Kooperation statt Konfrontation
Die politische Haltung der SPD sei, so Pappler, bewusst auf sachliche Zusammenarbeit ausgerichtet. Nicht Lautstärke und populistische Effekte, sondern lösungsorientierte Gespräche mit Bürgermeister, Verwaltung und anderen Fraktionen seien das Arbeitsprinzip. Der politische Stil solle das Vertrauen der Bürger stärken und das Klima im Stadtrat nachhaltig entspannen.

Besonders im Bereich Bildung und Betreuung plant die SPD laut Pappler konkrete Maßnahmen: Der Ausbau der Kinderbetreuung – etwa mit dem „Haus für Kinder“ – und eine digitale Kita-Platzvergabe sollen Eltern unterstützen. Hinzu kommen die Verbesserung der Ganztagsbetreuung, moderne Ausstattung der Grundschulen sowie der geplante Neubau der Senefelder-Schule. Auch das Jugendzentrum soll renoviert werden. Zudem kündigte Pappler an, die Mitbestimmung von Jugendlichen stärker zu fördern.

Soziale Angebote für alle Lebensphasen
Für ältere Menschen will die SPD laut Anette Pappler auch in Zukunft sichtbare Verbesserungen schaffen. Als gelungenes Beispiel nannte sie die bereits seit einigen Jahren bestehende ambulant betreute Wohngemeinschaft mit zwölf Plätzen in Bieswang. Daran wolle man anknüpfen: Weitere Projekte wie „Seniorenwohnen in Pappenheim-Nord“, der Ausbau der Pflegeangebote und die nachhaltige Unterstützung des Georg-Nestler-Hauses gehören zu den Vorhaben der kommenden Wahlperiode.

Ein zentrales Anliegen der SPD ist laut ihrer Fraktionsvorsitzenden die Modernisierung der Infrastruktur. Zu den Vorhaben zählen die Sanierung von Kläranlagen, die Umrüstung auf LED-Technik, der Breitbandausbau und die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung. Auch für das Feuerwehrhaus seien Lösungen geplant. Die öffentliche Beleuchtung werde überprüft, um zugleich Energie zu sparen und das Sicherheitsgefühl zu stärken.

Klimaschutz lokal gedacht
Pappler erklärte, dass sich die SPD klar zu Klimaschutzmaßnahmen bekenne – allerdings mit Augenmaß und ohne extreme Positionen. Neben der Unterstützung von Nahwärmenetzen in den Ortsteilen will man weiterhin auf einen ausgewogenen Energiemix setzen. Wie etwa Windkraft, Solarenergie und dezentrale Lösungen sollen vor Ort zum Tragen kommen. Als Beispiel nannte sie einen im Stadtrat gemeinsam entwickelten PV-Kriterienkatalog für neue Projekte.

Verwaltung digital, bürgernah und zugänglich
Zur Verwaltungsmodernisierung gehören laut Wahlprogramm eine neue Homepage und die Entwicklung einer städtischen App. Die Beantragung von Ausweisen solle vereinfacht, der Bürgerservice verbessert werden.

„Nicht reden, sondern handeln“
Die SPD werbe, so Pappler, nicht mit Versprechungen, sondern mit geleisteter Arbeit. Das Team sei erfahren, vielfältig und engagiere sich mit Herz und Verstand für die Stadt. Der hohe Frauenanteil in der Liste sei Ausdruck gelebter Gleichstellung und bringe frischen Blick auf alte Fragen.

Mit einem Aufruf zur Geschlossenheit beendete Pappler ihre Vorstellung: „Es ist Zeit, mit Mut, Maß und Miteinander eine starke Zukunft für alle Ortsteile zu gestalten.“ Dieser Weg könne – so ihre Überzeugung – nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern gelingen.




Kommunale Verkehrsüberwachung in Pappenheim wird fortgesetzt

Die Entscheidung ist gefallen. Die kommunale Verkehrsüberwachung in Pappenheim wird fortgeführt – allerdings mit klarer Ausrichtung auf den ruhenden Verkehr. In der Stadtratssitzung vom 20. November 2025 sprach sich eine Mehrheit der Mitglieder für die dauerhafte Weiterführung der Maßnahme aus. Drei Stadtratsmitglieder stimmten dagegen und äußerten deutliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Stadtbild und den örtlichen Handel.

Mehrheit setzt auf Ordnung im ruhenden Verkehr
Bereits im Dezember 2022 hatte der Stadtrat den einstimmigen Beschluss gefasst, die kommunale Verkehrsüberwachung im Rahmen eines einjährigen Modellversuchs einzuführen. Seit Mai 2024 wurden daraufhin Verstöße sowohl im fließenden als auch im ruhenden Verkehr kontrolliert – zunächst mit Hinweiszetteln, später mit gebührenpflichtigen Verwarnungen.

Während die Überwachung des fließenden Verkehrs bald wieder eingestellt wurde, weil die Zahl der Geschwindigkeitsverstöße zu gering und die laufenden Kosten zu hoch waren, erwies sich die Kontrolle des ruhenden Verkehrs als wirksam und – zumindest aus Sicht der Verwaltung – auch wirtschaftlich tragfähig.

In der Diskussion zur künftigen Ausrichtung betonten mehrere Stadtratsmitglieder, dass die Zahl der Dauerparker im Altstadtbereich spürbar zurückgegangen sei. Dadurch stünden Parkplätze nun häufiger für Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Das sei ein wichtiger Punkt für die Erreichbarkeit der Geschäfte.

Kritik an Abschreckungseffekt für Gäste
Doch nicht alle Ratsmitglieder konnten sich mit der Fortführung anfreunden. Drei Mitglieder des Stadtrate stimmten gegen die Maßnahme. Sie verwiesen darauf, dass das durch Verwarnungsgelder erzeugte Klima die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt beeinträchtige. Die Stadt wirke leerer, die Hemmschwelle für Gäste, überhaupt nach Pappenheim zu kommen, sei gewachsen und das stehe in keinem Verhältnis zum Erfolg– so das Fazit der Kritiker. Gerade für den Tourismus und den Einzelhandel sei dies ein bedenklicher Trend.

Zahlen sprechen dennoch für sich
Ein Blick in die Jahresbilanz 2024 zeigt: Die Einnahmen aus der Überwachung des ruhenden Verkehrs beliefen sich auf 11.902 Euro, die Ausgaben auf 6.439 Euro – ein Plus von 5.462 Euro. Im fließenden Verkehr dagegen verursachten die Kontrollen bei Einnahmen von nur 2.427,50 Euro ein deutliches Minus von 6.955,58 Euro.

Auch 2025 setzte sich dieses Bild fort. Während die Überwachung des ruhenden Verkehrs einen Überschuss von 992,62 Euro einbrachte, schlug der fließende Verkehr erneut mit einem Defizit von 2.519,67 Euro zu Buche.

Diese Zahlen und die Erfahrungswerte aus über 100 Kontrollgängen gaben letztlich den Ausschlag für den Mehrheitsbeschluss. Die Verkehrsüberwachung soll fortgeführt werden – allerdings beschränkt auf den ruhenden Verkehr. Bürgermeister Florian Gallus wurde zudem ermächtigt, den Umfang der Maßnahme je nach Bedarf festzulegen. Der Stadtrat wird künftig einmal jährlich in einfacher Form über die Entwicklung informiert.

Ob sich die Maßnahme dauerhaft bewährt, wird sich zeigen müssen. Mit diesem Beschluss wird deutlich, dass der Stadtrat mehrheitlich auf Ordnung und Verlässlichkeit im innerstädtischen Parken setzt. Klar ist aber auch, dass in Teilen der Bevölkerung und des Stadtrats die Fortführung der kommunalen Verkehrsüberwachung weiterhin kritisch gesehen wird.

 




Momentan keine Wasserlieferung von Pappenheim nach Weißenburg

Bei der Bürgerversammlung der Stadt Pappenheim am 12.11.2025 hat eine Wortmeldung aus dem Publikum ein Thema angesprochen, das weitreichende Bedeutung für die gesamte Region haben könnte. Die mögliche Lieferung von Pappenheimer Trinkwasser in die benachbarte Große Kreisstadt Weißenburg sei in den letzten Monaten immer wieder ein Thema gewesen.

Bereits seit einiger Zeit, wie nun öffentlich wurde, beschäftigt sich die Wassergewinnungs- und -versorgungs GmbH Pappenheim und Umgebung mit einer Anfrage aus Weißenburg. Die Nachbarstadt hat demnach ihr Interesse an jährlich 200.000 Kubikmetern Pappenheimer Trinkwasser bekundet – ein Vorhaben, das eine neue Wasserleitung zwischen beiden Städten notwendig machen würde. „Stimmt denn das?“, lautete die konkrete Frage bei der Bürgerversammlung.

Bürgermeister Florian Gallus bestätigte in seiner Antwort die Anfrage aus Weißenburg, wies jedoch darauf hin, dass es sich bislang lediglich um eine erste Kontaktaufnahme gehandelt habe. Weitere Schritte seien nicht erfolgt. Auch ein geplanter Leistungspumpversuch im Pappenheimer Wasserwerk wurde mangels weiterer Signale aus Weißenburg nicht durchgeführt.

Für den Moment, so Bürgermeister Gallus weiter, sei das Thema nicht aktuell: „Es ist für uns momentan kein Thema. Wir haben in unserem Trinkwassereinzugsgebiet eine hervorragende Trinkwasserqualität in ausreichender Menge – unsere Wasserversorgung ist sicher.“

So weit, so beruhigend. Doch das erwähnte „momentan“ blieb im weiteren Verlauf der Versammlung unbeachtet. Der Begriff wurde weder eingeordnet noch zeitlich konkretisiert – eine Nuance, die bei einem Thema von solcher Tragweite nicht ganz unerheblich ist. Denn ob es sich bei dem „Momentan“ um eine Frage von Wochen, Monaten oder gar Jahren handelt, bleibt ebenso offen wie die grundsätzliche Haltung der Stadt Pappenheim gegenüber der Idee, künftig als Wasserlieferant für Weißenburg zu fungieren.

Auch schriftliche Anfragen zum Thema Wasserlieferung blieben bislang unbeantwortet, was zur allgemeinen Unsicherheit in der Bevölkerung beiträgt. Denn die Sorge um die langfristige Sicherung der eigenen Trinkwasserversorgung ist in Pappenheim – angesichts klimatischer Veränderungen und zunehmender Belastungen – nicht unbegründet.

Ob und wann das Thema wieder auf die Tagesordnung kommt, bleibt offen. Fest steht nur: Ein „momentan kein Thema“ bedeutet nicht zwangsläufig ein „für immer kein Thema“. Insofern wäre es zu begrüßen, wenn künftig nicht nur die Faktenlage, sondern auch die verwendeten Begriffe in ihrer Tragweite genauer betrachtet und eingeordnet würden. Denn gerade in Fragen der öffentlichen Daseinsvorsorge ist Klarheit ein hohes Gut.




SPD startet in Pappenheim mit neuem Team in die Wahlperiode

Der SPD-Ortsverein Pappenheim hat seine Kandidatinnen und Kandidaten für die Kommunalwahl am 8. März 2026 nominiert. In einer feierlichen Veranstaltung im Hotel-Gasthof „Zur Sonne“ begrüßte Ortsvereinsvorsitzende Pia Brunnenmeier rund 25 Anwesende, darunter zwölf stimmberechtigte Mitglieder. Ihr besonderer Gruß galt der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat, Anette Pappler, sowie dem SPD-Kreisvorsitzenden Harald Dösel.

In ihrer Ansprache betonte Pia Brunnenmeier die Bedeutung der anstehenden Wahl für die Zukunft Pappenheims: „Wir sind heute Abend zusammengekommen, um die Weichen für die Zukunft unserer Stadt zu stellen.“ Dabei dankte sie insbesondere den Menschen, die sich der Aufgabe stellen, Verantwortung zu übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen wollen. „Unsere acht Kandidaten kommen aus unterschiedlichen Berufs- und Lebensbereichen und stehen für verschiedenste Interessensschwerpunkte. Jeder bringt Sachverstand und Engagement ein“.

Brunnenmeier machte deutlich, dass die Aufstellung der Kandidatenliste mit viel Bedacht vorbereitet worden sei. Ziel sei eine starke und vielfältige Liste gewesen, die Erfahrung mit neuen Impulse vereint. Die Aufstellung erfolgte im sogenannten Reißverschlussverfahren, bei dem Frauen und Männer abwechselnd auf den Listenplätzen kandidieren – ein klares Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit.

Im Anschluss stellten sich die Bewerberinnen und Bewerber selbst vor:

Platz 1: Anette Pappler, 53 Jahre, Pappenheim
Geschäftsführerin und Einrichtungsleitung. Als Fraktionsvorsitzende der SPD im Stadtrat möchte sie erneut Verantwortung übernehmen: „Wir haben gut gearbeitet in den vergangenen Jahren“, resümiert sie. Für die Zukunft kündigt sie an, bei aller Kooperation im Gremium auch klare Grenzen setzen zu wollen – „Das ist das, was ich gut kann.“

Platz 2: Michele Eckerlein, 36 Jahre, Pappenheim
Elektriker, Stadtrat seit 2020. Beruflich ist er bei den Städtischen Werken für Strom und Wasser zuständig. Darüber hinaus ist er Erster Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr und Böllerschütze beim MRK 1856. Mit einem Augenzwinkern erzählt er von seiner Rolle inmitten dreier weiblicher Fraktionskolleginnen – eine Konstellation, die inzwischen ganz selbstverständlich für ihn sei.

Platz 3: Pia Brunnenmeier, 64 Jahre, Pappenheim
Rechtsfachwirtin und Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Sie ist seit Dezember 2015 Mitglied im Stadtrat und bringt juristischen Sachverstand sowie kommunalpolitische Erfahrung mit.

Platz 4: Tim Schober, 33 Jahre, Pappenheim
Fachkrankenpfleger. Durch seine Tätigkeit im Klinikbetrieb kennt er die Herausforderungen im Gesundheitswesen – insbesondere auch in ländlichen Räumen. Sollte er gewählt werden, will er sich besonders für die Gesundheitsvorsorge in Pappenheim und den Ortsteilen einsetzen.

Platz 5: Carola Zanetti, 54 Jahre, Pappenheim
Kundenbetreuerin im Nahverkehr bei DB Regio. Seit 22 Jahren lebt sie in Pappenheim und engagiert sich in vielerlei Bereichen. Im Falle ihrer Wahl möchte sie dem öffentlichen Personennahverkehr besondere Aufmerksamkeit widmen.

Platz 6: Florian Zanetti, 24 Jahre, Pappenheim
Verwaltungswirt bei der Regierung von Mittelfranken – selbstironisch beschreibt er sich als „Schreibtischtäter“. Verwaltung und deren Optimierung werden sein thematischer Schwerpunkt sein.

Platz 7: Susanne Lampmann, 57 Jahre, Pappenheim
Badaufsicht und seit 22 Jahren bei der Evangelischen Kirche tätig. Als Schwimmlehrerin und Rettungsschwimmerin ist ihr das Freibad ein besonderes Anliegen, für dessen Erhalt und Verbesserung sie sich stark machen möchte.

Platz 8: Bernhard Hecht, 58 Jahre, Zimmern
Braumeister und Inhaber der Hechtbräu. Bei seiner Wahl möchte er sich insbesondere für die Belange der älteren Generation einsetzen – ob bei Betreuungsthemen oder der Nahversorgung im ländlichen Raum.

Im Anschluss an die Vorstellungen wurden alle Kandidatinnen und Kandidaten in geheimer Wahl einstimmig gewählt.

Nicht mehr antreten wird die langjährige Stadträtin und Kulturreferentin Christa Seuberth. Ihr Ausscheiden markiert zugleich das Ende einer Ära innerhalb der SPD-Fraktion – auch das wurde mit Respekt und Dankbarkeit zur Kenntnis genommen.

Ein weiterer Artikel folgt – mit einem Blick auf die programmatischen Schwerpunkte der SPD Pappenheim für die neue Wahlperiode




Pappenheim Stadtrat stellt Weichen für das „Frühlingserwachen“

In seiner öffentlichen Sitzung am 20. November 2025 hat der Stadtrat einstimmig beschlossen, dass die Stadt Pappenheim auch im kommenden Jahr als Veranstalter des Pappenheimer „Frühlingserwachens“ auftritt. Die Entscheidung umfasst konkrete Zuständigkeiten und finanzielle Rahmenbedingungen.

Der Termin der Veranstaltung wurde für Sonntag, den 15. März 2026, von 11 bis 17 Uhr angesetzt. Wie in den Vorjahren sollen in der Deisingerstraße neben dem Einzelhandel auch externe Marktbeschicker vertreten sein. Die Organisation liegt erneut in den Händen der beiden Geschäftsfrauen Christine Schindler und Sieglinde Halbmeyer, die beide langjährige Erfahrung mit der Durchführung von Märkten gesammelt haben.

Die Stadt übernimmt formell die Veranstaltereigenschaft und damit auch verschiedene logistische Aufgaben. Der städtische Bauhof wird wieder den Auf- und Abbau der Verkehrszeichen sowie der Sperrung der Deisingerstraße übernehmen und auch die Aktivierung und Deaktivierung der Verkehrsführung am Veranstaltungswochenende. Eine Verrechnung dieser Leistungen erfolgt nicht. Für die rechtlich notwendige verkehrsrechtliche Anordnung wird die Stadt beim Landkreis eine entsprechende Genehmigung einholen.

Zur Stromversorgung der Aussteller wird auf vorhandene Infrastruktur zurückgegriffen. Die Nutzung vorhandener Senk-Elelektroverteilerkästen auf der linken Straßenseite sowie Lichtstrom über Straßenlampen auf der rechten Seite ist vorgesehen. Die Stadt legt fest, dass zusätzliche Stromkästen durch die Stadtwerke und damit verbundene Kosten zu vermeiden sind. Die Stromkosten für die Nutzung bestehender Anschlüsse trägt die Stadt.

Für Werbemaßnahmen wird ein Budget von bis zu 1.000 Euro bereitgestellt. Rechtlich verbindliche Erklärungen im Namen der Stadt, insbesondere solche mit finanziellen Auswirkungen, bleiben dem Bürgermeister oder der Stadtverwaltung vorbehalten.

Die Verwaltung wurde zudem beauftragt zu prüfen, ob die Veranstaltung über die städtische Haftpflichtversicherung abgesichert ist. Sollte dies nicht der Fall sein, ist eine entsprechende Versicherung abzuschließen.

Mit dem Beschluss schafft der Stadtrat die notwendigen Voraussetzungen für die Durchführung der Veranstaltung – unter klar definierten Zuständigkeiten und einem begrenzten finanziellen Rahmen.

 




CSU Ortsverband Pappenheim ehrt Friedrich Obernöder

Im Rahmen der Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes Pappenheim ist der langjährige Kommunalpolitiker Friedrich Obernöder aus Osterdorf feierlich gewürdigt worden. Bürgermeister Florian Gallus und der Ortsverbandsvorsitzende Marcus Wurm ehrten den im Dezember 2024 auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Stadtrat, der über mehr als drei Jahrzehnte hinweg die Stadtpolitik maßgeblich mitgestaltet hat.

Obernöder, seit Mai 1990 Mitglied des Stadtrats, war von 2002 bis 2014 Zweiter Bürgermeister und prägte während der Amtszeiten von drei Bürgermeistern die Entwicklung Pappenheims in zentralen Bereichen. Als Mitglied des Bauausschusses sowie des Finanz- und Hauptausschusses war er an bedeutenden Weichenstellungen beteiligt. In seinem Heimatort Osterdorf engagierte er sich zudem für die Erneuerung der Kläranlage und den Ausbau von Wald- und Wanderwegen. Von 2009 bis 2015 führte er den CSU-Ortsverband und war mehrere Jahre Fraktionssprecher der CSU-Stadtratsfraktion.

Bürgermeister Gallus würdigte Obernöder als eine Persönlichkeit, die sich über Jahrzehnte hinweg parteiübergreifend für eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung eingesetzt habe. Als ganz besonders persönliche Anmerkung hob Gallus hervor, dass es Friedrich Obernöder gewesen sei, dem er seinen erfolgreichen Weg im CSU-Ortsverband zu verdanken habe. Er erinnere sich noch gut an das erste Telefonat, bei dem Obernöder fragte, ob er bei der CSU in Pappenheim mitmachen wolle.

MdB Artur Auernhammer
MdB Artur Auernhammer zusammen mit Friedrich Obernöder, dem Vorsitzenden des CSU-Ortsverbandes Pappenheim

Darüber hinaus lobte Gallus Friedrich Obernöder als „ein leuchtendes Beispiel für ehrenamtliches Engagement“. Er habe mit Pflichtbewusstsein, Geradlinigkeit und Fachkenntnis das politische Leben Pappenheims geprägt.

Auch Marcus Wurm, Ortsverbandsvorsitzender und Nachrücker auf dem Platz Obernöders im Stadtrat, fand persönliche Worte der Anerkennung. In seiner Ansprache bezeichnete er Obernöder als „Vorbild, Freund und Mentor“, dessen Rat und Erfahrung über viele Jahre hinweg von unschätzbarem Wert gewesen seien. „Mir wäre es im Traum nicht eingefallen, ein politisches Ehrenamt zu übernehmen“, sagte Marcus Wurm, aber Friedrich Obernöder habe ihn dafür begeistert. „Und das beim allerersten Treffen.“
Der Rückzug Obernöders aus gesundheitlichen Gründen sei eine emotionale Zäsur – für die CSU, den Stadtrat und viele Wegbegleiter.

Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichte der CSU-Ortsverband eine Packung Früchtetee – denn, wie es hieß, sei Friedrich Obernöder vom Hopfenblüten- nun auf Früchtetee umgestiegen. Ein weiteres Geschenk war ein in Holz geschnitztes Monument, auf dem seine zahlreichen Ämter, Aufgaben und Verdienste festgehalten sind. Diese Gabe soll seine jahrzehntelange Verbundenheit mit der Kommunalpolitik würdigen und an sein außergewöhnliches Engagement erinnern.




Gemeinsame Kandidatenliste von Freien Wählern und Bürgerliste in Pappenheim

Zur kommenden Kommunalwahl im März 2026 bündeln zwei politisch unabhängige Gruppierungen in Pappenheim ihre Kräfte. Die Freien Wähler Pappenheim und die Bürgerliste Pappenheim haben sich auf eine gemeinsame Wählerliste verständigt. Ziel des Zusammenschlusses ist es, ein breit aufgestelltes, sachorientiertes Angebot zu schaffen, das sich deutlich von parteipolitischen Interessen abgrenzt. Nominierungsversammlung am Dienstag, 2. Dezember 2025.

Wie aus einer gemeinsamen Mitteilung hervorgeht, möchten beide Initiativen mit diesem Schritt ein Zeichen für Bürgernähe, Verantwortung und lösungsorientiertes Handeln setzen. In einem ersten Treffen herrschte laut Angaben der Beteiligten eine konstruktive und offene Atmosphäre, in der sowohl inhaltliche Schwerpunkte als auch organisatorische Fragen besprochen wurden. Im Mittelpunkt stand dabei der Wunsch, gemeinsam einen Beitrag für die Zukunft der Stadt zu leisten – mit Maß, Verstand und im Dialog mit der Bürgerschaft.

Ein nächster wichtiger Schritt ist nun die gemeinsame Nominierungsversammlung, die am
Montag, 2. Dezember 2025, um 19:00 Uhr im Gasthaus Zum Grünen Baum in Pappenheim stattfinden wird.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich vor Ort ein Bild vom Projekt zu machen. Gesucht werden weiterhin engagierte Kandidatinnen und Kandidaten, die sich vorstellen können, auf der gemeinsamen Liste Verantwortung zu übernehmen. Ziel ist es, ein vielfältiges und motiviertes Team aufzustellen, das die Interessen Pappenheims auf kommunaler Ebene mitgestalten möchte.




Neue Gesichter auf der CSU-Kandidatenliste für die Stadtratswahl 2026

Der CSU-Ortsverband Pappenheim hat im Rahmen der Nominierungsversammlung neben seinem Bürgermeisterkandidaten auch die Kandidatenliste für die Stadtratswahl am 8. März 2026 vorgestellt. Insgesamt zehn Bewerberinnen und Bewerber treten für ein Mandat im Pappenheimer Stadtrat an, darunter fünf neue Gesichter. Gleichzeitig scheiden drei bisherige CSU-Mandatsträger aus: Stadträtin Sofie Wurm (Pappenheim), Stadtrat Heiko Loy (Neudorf) und Ortssprecher Matthias Stobl (Zimmern) treten nicht erneut an.

Innerhalb des CSU-Verbands wird die neue Liste als starkes und von breiter Unterstützung getragenes Signal für die zukünftige Entwicklung der Stadt gewertet. Bürgermeister Gallus und der Ortsgruppenvorsitzende Marcus Wurm  heben hervor, dass die Mischung aus praktischer Erfahrung, beruflicher Kompetenz und ehrenamtlichem Engagement den Anspruch unterstreiche, kommunale Entscheidungen auf einer breiten fachlichen Grundlage zu treffen. Die Kandidatinnen und Kandidaten gelten parteiintern als über Ortsteile hinweg gut vernetzt und als Menschen mit einem realistischen Blick auf die verschiedenen Bedürfnisse der Bürgerschaft. Die CSU sieht in der Liste ein Team, das Vielfalt, Teamgeist und Gestaltungswillen vereint und damit eine gute Basis für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung Pappenheims darstellt.

Die Kandidatinnen und Kandidaten im Überblick

Platz 1: Stefanie Glück, Pappenheim, 40 Jahre
Glück wird parteiintern als vorausschauend und lösungsorientiert beschrieben. Die selbstständige Gastronomin und Küchenmeisterin bringe ein breites Netzwerk im Tourismus sowie Erfahrung im Bereich moderner, alltagsnaher Infrastruktur ein – Qualitäten, von denen Pappenheim nach Einschätzung der CSU profitieren könne.

Platz 2: Simon Schleußinger, Pappenheim, 25 Jahre
Nach Angaben der CSU gilt Schleußinger als talentierter junger Kommunalpolitiker, der unternehmerisches Denken mit sozialem Verantwortungsbewusstsein verbindet. Der Kaufmann im Einzelhandel, Stadtrat und Vereinsvorsitzende des Pappenheimer Maibaum e.V. wird als offen, lernbereit und engagiert beschrieben.

Platz 3: Rainer Dengler, Neudorf, 45 Jahre
Dengler wird als engagierter Handwerksmeister dargestellt, der berufliche Erfahrung mit langjährigem ehrenamtlichem Einsatz verbindet. Seine Tätigkeit in Feuerwehr und Nahwärmeverein sowie sein Fachwissen im Installations- und Heizungsbau gelten parteiintern als wertvolle Grundlage für die kommunale Arbeit.

Platz 4: Marcus Wurm, Pappenheim, 55 Jahre
Der Ortsverbandsvorsitzende und Stadtrat wird als gut vernetzter Versicherungsfachmann beschrieben, der politische Arbeit zielgerichtet und zuverlässig gestaltet. Sein Engagement in Partei- und Vereinsstrukturen, unter anderem als zweiter Vorsitzender der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim 1491, wird hervorgehoben.

Platz 5: Fritz Wörlein, Bieswang, 41 Jahre
Wörlein wird innerhalb der CSU als verantwortungsbewusster und entscheidungsfreudiger Metzgermeister und Betriebswirt bewertet. Seine unternehmerische Erfahrung und Kenntnisse der regionalen Herausforderungen sollen einen wichtigen Beitrag zur Stadtratsarbeit leisten.

Platz 6: Felix Herzner, Pappenheim, 31 Jahre
Herzner gilt als sehr zuverlässiger und technisch versierter Zweiradmechanikermeister mit ausgeprägtem Organisationstalent. Sein ehrenamtliches Engagement sowie seine Zielstrebigkeit und persönliche Integrität werden von der CSU besonders betont.

Platz 7: Erich Neulinger, Geislohe, 59 Jahre
Neulinger wird als bodenständiger Praktiker beschrieben, der seine Erfahrung und sein Engagement als Schäfermeister und Stadtrat einbringt. Seine praxisnahe Herangehensweise und seine Verbundenheit zur Natur spielen in der parteiinternen Einschätzung eine wichtige Rolle.

Platz 8: Uwe Rathsam, Geislohe, 36 Jahre
Uwe Rathsam gilt als fachkundiger Bauunternehmer mit Erfahrung im Hoch- und Tiefbau. Sein strukturiertes Arbeiten und sein Engagement in Feuerwehr und Sportverein werden von der CSU hervorgehoben. Als Vertreter einer jüngeren Generation bringe er zudem wichtige Perspektiven junger Familien ein.

Platz 9: Thorsten Hüttinger, Osterdorf, 46 Jahre
Hüttinger wird als zuverlässiger Diplom-Kaufmann beschrieben, der sich besonders für die Stärkung der Ortsteile und des Ehrenamts einsetzt. Sein Engagement in der Osterdorfer Energiegenossenschaft und im Vereinsleben sowie seine Beteiligung an Infrastruktur- und Energieprojekten prägen sein Profil.

Platz 10: Ralf Ottmann, Pappenheim, 49 Jahre
Ottmann wird als kompetenter Diplom-Bauingenieur dargestellt, dessen Fachwissen aus dem Wasserwirtschaftsbereich eine wertvolle Ergänzung für das Team sein soll. Seine sachliche und verlässliche Art sowie sein Engagement auf Orts- und Kreisebene werden parteiintern betont.




Einstimmiges Votum der CSU für Bürgermeisterkandidat Gallus

Der CSU-Ortsverband Pappenheim hat in seiner jüngsten Nominierungsversammlung die personellen Weichen für die Kommunalwahl am 8. März 2026 gestellt. Einstimmig nominierten die anwesenden Stimmberechtigten Bürgermeister Florian Gallus erneut als Kandidaten für das Amt des ersten Bürgermeisters. Ebenso einstimmig wurde die Liste der zehn Stadtratskandidatinnen und -kandidaten verabschiedet, die künftig für die CSU im Pappenheimer Stadtrat Verantwortung übernehmen möchten.

Ortsvorsitzender Marcus Wurm begrüßte die Gäste im Hotel Gasthof „Zur Sonne“, darunter CSU-Mitglieder, Unterstützer sowie politische Weggefährten. Sein besonderer Gruß galt Altlandrat und Landtagsabgeordneten a.D. Gerhard Wägemann sowie der CSU-Kreisvorsitzenden Dr. Dr. Kristina Becker, die den Wahlvorgang leitete. Mit sichtlicher Freude stellte Wurm fest, dass auch die Fraktionsvorsitzenden von SPD und Freien Wählern, Anette Pappler und Walter Otters, der öffentlichen Einladung zur Versammlung gefolgt waren.

In seinem Redebeitrag warf Marcus Wurm einen kurzen, aber prägnanten Blick zurück auf die Kommunalwahl 2020. Damals habe man mit viel persönlichem Einsatz um das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger geworben – vom „Klingelputzen“ bis zur Wurst am Feuerwehrfahrzeug. Man habe gemerkt, dass dieses Engagement von Herzen kam – und das habe am Ende zum Wahlerfolg beigetragen.
Mit Blick auf die laufende Amtszeit zog Wurm eine positive Bilanz. Unter der Führung von Bürgermeister Florian Gallus sei es gelungen, gemeinsam mit allen Fraktionen konstruktiv und zielgerichtet zum Wohl der Stadt zu arbeiten. Grundlage hierfür sei ein gewachsenes Vertrauen im Stadtrat sowie die Bereitschaft gewesen, parteipolitische Interessen auch einmal hintenanzustellen.

Auch Altlandrat Gerhard Wägemann äußerte sich anerkennend zur aktuellen politischen Kultur in Pappenheim. Er schlug Florian Gallus offiziell zur Wiederwahl als Bürgermeisterkandidat vor und rief in seinem kurzen Beitrag dazu auf, sich nicht an früheren politischen Konflikten festzuhalten, sondern den Blick nach vorn zu richten. Die Nominierung von Florian Gallus selbst kam nicht überraschend – bereits im Juni dieses Jahres hatte der amtierende Bürgermeister öffentlich erklärt, erneut kandidieren zu wollen.

Vor der Wahl wandte sich Gallus in einer ausführlichen Rede an die Versammlung. Er dankte für das Vertrauen der vergangenen Jahre und warb um Unterstützung für eine Fortsetzung des eingeschlagenen Weges. In seinem Rückblick hob er zentrale Projekte der laufenden Amtszeit hervor – darunter der Breitbandausbau, Investitionen in die Infrastruktur, die Modernisierung von Kindertagesstätten und ein gesteuerter Ausbau erneuerbarer Energien. Entscheidend sei dabei stets das Miteinander gewesen: „Politik ist ein Teamsport“, so Gallus. Der Erfolg der letzten Jahre sei nicht das Verdienst Einzelner, sondern das Ergebnis überparteilicher Zusammenarbeit – sachlich, lösungsorientiert und von gegenseitigem Respekt getragen.

Die anschließende geheime Wahl war reine Formsache. Florian Gallus erhielt 19 von 19 Stimmen und wurde damit einstimmig als Bürgermeisterkandidat bestätigt.

Nach der Wahl fand Gallus nochmals klare Worte. Er dankte den Anwesenden für das Vertrauen und betonte, dass er den begonnenen Kurs fortsetzen wolle – mit Mut, Klarheit und Respekt. Die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg bezeichnete er erneut als Schlüssel für eine starke und zukunftsfähige Kommunalpolitik in Pappenheim.

Die Vorstellung der nominierten Stadtratskandidatinnen und -kandidaten folgt in einem gesonderten Beitrag.