Glasfaserausbau in vier Pappenheimer Ortsteilen startet

Für zahlreiche Haushalte in den Pappenheimer Ortsteilen Geislohe, Göhren, Neudorf und Niederpappenheim rückt der Glasfaserausbau näher. Wie die Stadt Pappenheim mitteilt, wurden die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer, deren Anwesen im Rahmen des laufenden Förderprogramms mit einem Glasfaseranschluss versorgt werden, in der vergangenen Woche von der GlasfaserPlus GmbH angeschrieben. Das Unternehmen ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom und des IFM Global Infrastructure Fund.

Mit dem Schreiben wurden die Eigentümer über die Möglichkeit informiert, ihren Hausanschluss zu beauftragen. Die Buchung erfolgt online über die Internetseite der Telekom. Dabei besteht die Wahl zwischen einem kostenlosen Hausanschluss ohne Glasfasertarif oder einem Hausanschluss in Verbindung mit einem Glasfasertarif.

Um die Beauftragung möglichst einfach zu gestalten, hat die Stadt Pappenheim eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt. Diese führt durch den Buchungsvorgang und soll den Eigentümerinnen und Eigentümern die Auswahl des gewünschten Anschlusses erleichtern. Die Anleitung steht auf der Internetseite der Stadt unter folgendem Link zum Download bereit:

https://pappenheim.de/fileadmin/stadt/Aktuelles/Anleitung_Buchung_Glasfaseranschluss_V_1_0_Juli_2026.pdf

Die Stadt weist ausdrücklich darauf hin, dass Hausanschlüsse im Rahmen des laufenden Förderprogramms für die Grundstückseigentümer kostenlos sind. Wer den Anschluss jedoch erst nach Abschluss des Förderprogramms beauftragt, muss die Kosten für den Hausanschluss grundsätzlich selbst tragen.

Die betroffenen Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer sollten daher die Möglichkeit der kostenfreien Beauftragung rechtzeitig nutzen, damit der Glasfaseranschluss im Zuge des Ausbaus direkt bis ins Gebäude verlegt werden kann.

 




Bürgerbüro Pappenheim in den Sommerferien zeitweise eingeschränkt erreichbar

Während der Sommerferien kommt es im Bürgerbüro der Stadt Pappenheim zu vorübergehenden Änderungen der Öffnungszeiten. Die Stadtverwaltung bittet die Bürgerinnen und Bürger, ihre Behördengänge entsprechend einzuplanen.

An folgenden Tagen ist das Bürgerbüro nur eingeschränkt erreichbar:

  • Dienstag, 4. August: geöffnet bis 16.30 Uhr
  • Dienstag, 11. August: geöffnet bis 16.30 Uhr
  • Montag, 17. August: ganztägig geschlossen
  • Dienstag, 18. August: geöffnet bis 16.30 Uhr

An allen übrigen Tagen während der Sommerferien gelten die regulären Öffnungszeiten des Bürgerbüros.

Die Stadt Pappenheim bedankt sich für das Verständnis und empfiehlt, dringende Anliegen möglichst außerhalb der genannten Einschränkungen zu erledigen.




Stadtrat signalisiert Verkaufsbereitschaft für das Georg Nestler Haus in Pappenheim

Mit einem weiteren Grundsatzbeschluss hat der Pappenheimer Stadtrat den nächsten Schritt für die Zukunft des Georg-Nestler-Hauses eingeleitet. Nachdem im Juni das von der LandLiving GmbH entwickelte Konzept „Georg-Nestler-Haus 2030“ grundsätzlich auf seine Umsetzbarkeit geprüft werden soll, erklärte der Stadtrat nun seine grundsätzliche Bereitschaft, die städtische Immobilie zur Realisierung des Projekts auch zu verkaufen. Eine endgültige Entscheidung über den Verkauf ist damit jedoch ausdrücklich noch nicht verbunden.

Was bisher geschah
Bereits in der Sitzung vom 18. Juni hatte LandLiving ein völlig neues Nutzungskonzept vorgestellt. Anders als die zuvor diskutierten Ansätze soll in dem ehemaligen Krankenhaus und späteren Seniorenheim keine klassische Pflegeeinrichtung entstehen. Vorgesehen ist vielmehr ein generationenübergreifendes Wohn- und Gemeinschaftsprojekt, das Wohnen, Begegnung und gesellschaftliches Leben miteinander verbindet. Geplant sind barrierefreie Wohnungen, Gemeinschaftsflächen, ein öffentlich zugängliches Café sowie Räume für Veranstaltungen und gemeinschaftliche Aktivitäten. Ziel ist es, dem seit 2021 leerstehenden Gebäude nach mehreren erfolglosen Anläufen wieder eine dauerhafte Perspektive zu geben.

Verkauf oder Erbpacht?
Nach den Gesprächen zwischen der Stadtverwaltung und Projektinitiator Dr. Carsten Witt wurde deutlich, dass dieses Konzept nach Einschätzung der Projektgesellschaft nur dann wirtschaftlich umgesetzt werden kann, wenn das Gebäude in das Eigentum der Projektgesellschaft übergeht. Die Finanzierung soll auf privaten Investoren, Fördermitteln, Bewohnerbeteiligungen und langfristigen Nutzungserlösen beruhen. Für die Gewinnung der erforderlichen Investoren sei der Eigentumserwerb Voraussetzung. Die Varianten Erbbaurecht oder langfristige Verpachtung böten hierfür nach Angaben der Projektgesellschaft keine ausreichende Finanzierungssicherheit.

Für die Stadt hätte ein Verkauf ebenfalls Vorteile. Sie würde einen Verkaufserlös erzielen und wäre künftig nicht mehr für die erheblichen Unterhalts- und Sanierungsmaßnahmen verantwortlich. Gleichzeitig würden klare Eigentumsverhältnisse geschaffen, die dem Investor die notwendige Planungssicherheit geben. Dem steht gegenüber, dass die Stadt ihr Eigentum dauerhaft aufgibt und ihre Einflussmöglichkeiten auf die spätere Nutzung deutlich geringer werden. Zwar könnten vertragliche Sicherungen, etwa eine Zweckbindung oder Rückfallregelungen, vereinbart werden, dennoch verliert die Kommune einen Teil ihrer Steuerungsmöglichkeiten. Auch im Insolvenzfall ergeben sich unterschiedliche Risiken, je nachdem ob verkauft, verpachtet oder ein Erbbaurecht bestellt wird. Gerade diese Punkte hatte die Verwaltung dem Stadtrat im Vorfeld ausführlich gegenübergestellt.

Bürgermeister Florian Gallus machte deshalb während der Beratung deutlich, dass die aktuelle Entscheidung noch keinen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses bedeutet. „Die heutige Beschlussfassung stellt ausdrücklich noch keine Entscheidung über den Verkauf der Immobilie dar.“ Der Stadtrat entscheide derzeit ausschließlich über die Fortführung des Projekts, die grundsätzliche Verkaufsbereitschaft und die Einholung eines Verkehrswertgutachtens. Erst nach Vorliegen aller Entscheidungsgrundlagen werde über Kaufpreis, Vertragsbedingungen und den notariellen Kaufvertrag gesondert beschlossen.

Der Zeitplan
Bis zu einer endgültigen Entscheidung wird allerdings noch einige Zeit vergehen. Zunächst soll im August oder September ein aktuelles Verkehrswertgutachten erstellt werden, das als Grundlage für die Kaufpreisverhandlungen dient. Diese sind nach den Planungen der Stadt für den Herbst vorgesehen. Ebenfalls im Herbst soll der Stadtrat dann über den ausgearbeiteten Kaufvertrag und einen möglichen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses endgültig entscheiden. Kommt es zu einer Zustimmung, könnte der notarielle Vertragsabschluss nach derzeitiger Planung im Frühjahr 2027 erfolgen.

Zwei Meinungen
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte das gewählte Verfahren. Sie freue sich auf das Konzept von LandLiving.
Eine andere Reihenfolge der Entscheidungen hätten sich dagegen die Grünen gewünscht. Dabei machten sowohl Lisa Pfister als auch Astrid Weddige deutlich, dass sich ihre Kritik nicht gegen einen möglichen Verkauf oder gegen das Projekt selbst richtet, sondern gegen den Zeitpunkt der Beschlussfassung.
Nach den Ausführungen von Lisa Pfister von den Grünen sei es „zu früh für diesen Beschluss“. Man habe noch keine Idee, ob das Projekt angenommen werde. Sie könne sich die Beschlussfassung eher vorstellen, wenn man diesbezüglich bereits mehr wisse.
Astrid Weddige teilte diese Einschätzung. Aus ihrer Sicht müsse zunächst das Verkehrswertgutachten vorliegen, bevor ein so weitreichender Grundsatzbeschluss gefasst werde. „Wir würden nichts verlieren, wenn wir den Verkauf erst nach Vorliegen des Gutachtens beschließen“, erklärte Weddige im Stadtrat.

Am Ende folgte die Mehrheit des Stadtrates jedoch der Empfehlung des Bürgermeisters. Der Grundsatzbeschluss zur Verkaufsbereitschaft wurde gegen die beiden Stimmen der Grünen gefasst. Mit der Entscheidung ist der Weg für die weiteren Verhandlungen geebnet. Zunächst soll nun das Verkehrswertgutachten erstellt werden. Erst danach wird der Stadtrat über Kaufpreis, Vertragsbedingungen und einen möglichen Verkauf des Georg-Nestler-Hauses endgültig entscheiden.

 




Pappenheim und ILE-Altmühltal starten Förderaufruf für Kleinprojekte

Vereine, Initiativen, Kommunen und engagierte Bürgerinnen und Bürger in der ILE-Region Altmühltal können sich ab sofort mit Ideen für das Regionalbudget 2027 bewerben. Die Kommunale Arbeitsgemeinschaft (KAG) Altmühltal hat den offiziellen Förderaufruf veröffentlicht und plant, beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken erneut Fördermittel in Höhe von bis zu 75.000 Euro zu beantragen. Voraussetzung ist allerdings zunächst die Bewilligung des Regionalbudgets.

Gefördert werden sogenannte Kleinprojekte mit förderfähigen Gesamtausgaben zwischen 500 und 20.000 Euro. Ziel ist es, den ländlichen Raum als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterzuentwickeln. Die Vorhaben müssen im Gebiet der ILE-Region Altmühltal liegen und einen Beitrag zur Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts leisten.

Die Bandbreite möglicher Projekte ist groß. Unterstützt werden unter anderem Maßnahmen zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, der Öffentlichkeitsarbeit, der Grundversorgung sowie der örtlichen Infrastruktur. In den vergangenen Jahren wurden beispielsweise Verkaufsautomaten für Direktvermarkter, Lastenräder für den öffentlichen Verleih, Verbesserungen an Wander- und Radwegen, Geräte zur Obstbaumpflege oder Projekte zur Aufwertung von Ortskernen gefördert.

Die Förderung beträgt bis zu 70 Prozent der tatsächlich entstandenen Nettoausgaben, maximal jedoch 8.000 Euro je Projekt. Förderfähig sind ausschließlich Vorhaben, mit deren Umsetzung noch nicht begonnen wurde.

Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine eigens eingerichtete Projektarbeitsgruppe. Bewertet werden die eingereichten Vorhaben unter anderem nach ihrem Nutzen für die Region, ihrer Nachhaltigkeit, ihrem Innovationsgrad, dem bürgerschaftlichen Engagement sowie ihrem Beitrag zum Klimaschutz und zur regionalen Identität. Einen besonders hohen Stellenwert hat dabei der öffentliche Nutzen des Projekts.

Weitere Informationen und Ansprechpartner
Das ausführliche Merkblatt mit allen Fördervoraussetzungen, Hinweisen zur Antragstellung sowie den erforderlichen Unterlagen steht im Förderwegweiser des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unter der Rubrik „Antragstellung ILE“ beziehungsweise „Antragstellung Kleinprojektträger“ zum Download bereit unter:

https://www.stmelf.bayern.de/foerderung/regionalbudget/index.html

 

Die Antragsformulare sind außerdem über die Stadt Pappenhiem erhältlich.
Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Maria König. Sie ist per E-Mail an ile-altmuehltal@futour.com oder telefonisch unter 0155 – 67365632 erreichbar.




Haushalt 2026 in Pappenheim mit Blick auf große Investitionen

Mit einem Haushaltsvolumen von knapp 17,8 Millionen Euro hat der Stadtrat den Haushalt der Stadt Pappenheim für das Jahr 2026 verabschiedet. Kämmerin Katharina Krach stellte den Haushaltsplan vor und führte das Gremium durch die wichtigsten Einnahmen, Ausgaben und Investitionen des kommenden Jahres. Bemerkenswert dabei ist, dass sie den umfangreichen Haushalt nach ihrer Rückkehr aus der Elternzeit und inzwischen mit reduzierter Arbeitszeit ausgearbeitet hat.

Der Verwaltungshaushalt umfasst Einnahmen und Ausgaben von 11,36 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt schließt mit 6,44 Millionen Euro ab. Neue Kredite sind im Haushalt 2026 nicht vorgesehen. Die Stadt plant, ihre Investitionen zunächst aus vorhandenen Mitteln zu finanzieren.

Bei ihrer Vorstellung machte Katharina Krach deutlich, dass die Stadt erneut ein umfangreiches Investitionsprogramm aufgelegt hat. Der größte Einzelposten entfällt mit rund 1,89 Millionen Euro auf die Abwasserbeseitigung. Weitere 1,81 Millionen Euro sind für den Breitbandausbau der Ortsteile vorgesehen. Hinzu kommen unter anderem 365.000 Euro für den Umbau des Bauhofs, 341.000 Euro für die Dorferneuerung in Bieswang, 271.800 Euro für Investitionen bei den Feuerwehren sowie 218.000 Euro für Straßensanierungen. Darüber hinaus sind Mittel für die Investitionsumlage der Senefelder-Schule, die Städtebauförderung und erste Planungen für die Marktplatzsanierung eingeplant.

Auch die Entwicklung der städtischen Finanzen erläuterte die Kämmerin. Die allgemeinen Rücklagen werden nach den Planungen von 3,864 Millionen Euro zu Jahresbeginn auf 1,213 Millionen Euro zum Jahresende sinken. Einschließlich der Sonderrücklagen verringert sich das Rücklagenvermögen von 4,370 Millionen Euro auf 1,830 Millionen Euro. Gleichzeitig soll sich der Schuldenstand von derzeit 5,241 Millionen Euro auf 5,025 Millionen Euro reduzieren.

Bei den Einnahmen rechnet die Stadt mit einer Normalisierung der Steuereinnahmen. Während die Gewerbesteuer nach dem starken Vorjahr mit 1,5 Millionen Euro deutlich niedriger angesetzt ist als 2025 mit 2,31 Millionen Euro, bleiben die Anteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer mit rund 2,1 Millionen Euro stabil. Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B werden für 2026 mit rund 630.000 Euro veranschlagt.

Nach der Vorstellung des Zahlenwerks ordnete Bürgermeister Florian Gallus den Haushalt aus seiner Sicht ein. Mit Blick auf die Vielzahl der vorgesehenen Maßnahmen erklärte er: „Entweder wir müssen die Maßnahmen anders priorisieren oder wir nehmen ein Darlehen auf.“ Der Bürgermeister machte deutlich, dass sich die Stadt trotz des ambitionierten Investitionsprogramms ihre finanziellen Handlungsmöglichkeiten erhalten müsse.

Zur Entwicklung der Verschuldung sagte Gallus: „Der Schuldenstand soll nicht mehr werden, aber wir sind nicht hoch verschuldet.“

Zum Abschluss dankte der Bürgermeister Kämmerin Katharina Krach ausdrücklich für ihre Arbeit. Nach ihrer Elternzeit und trotz reduzierter Arbeitszeit habe sie einen ausgewogenen Haushalt erarbeitet. Sein Dank galt ebenso den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie dem Stadtrat für die konstruktive Zusammenarbeit. Die Anerkennung des Gremiums zeigte sich anschließend in lang anhaltendem Applaus für die Kämmerin.




Grundkonzept für neuen Marktplatz in Pappenheim

Der Marktplatz in Pappenheim soll ein neues Gesicht erhalten. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Donnerstag die ersten Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner aus Buttenwiesen zur Kenntnis genommen und das gestalterische Grundkonzept mehrheitlich beschlossen. Lediglich die beiden Stadträte der Grünen stimmten gegen die Gestaltung mit polygonalen Grünflächen und äußerten deutlich Bedenken gegen die Gestaltung.

Vorgestellt wurden die Planungen von Franziska Burlefinger und Verena Hurler vom Fachbüro für Stadtplanung Herb und Partner. Die Entwürfe sind das Ergebnis mehrmonatiger Vorarbeiten und bilden die Grundlage für den nächsten Planungsschritt.
Sollte das Projekt wie vorgesehen weitergeführt werden, erstellt das Büro nun einen Vorentwurf einschließlich Kostenschätzung. Dieser umfasst auch den Bereich der Stadtvogteigasse.

Der Marktplatz steht unter denkmalpflegerischem Ensembleschutz. Mit Ausnahme des Sparkassengebäudes sind sämtliche Gebäude rund um den Platz Einzeldenkmäler. Dies stellte für die Planerinnen einen wichtigen Rahmen bei der Entwicklung des Konzepts dar.

Mehr Grün und mehr Aufenthaltsqualität
Ausgangspunkt der Überlegungen war die heutige Situation. Der Marktplatz weist bislang keinerlei Grünflächen auf, parkende Fahrzeuge prägen das Erscheinungsbild und unterschiedliche Beläge aus Betonplatten, Kleinsteinpflaster und Asphalt sorgen für ein uneinheitliches Bild. Hinzu kommt, dass mehrere Zugänge zu den Gebäuden bislang nicht barrierefrei sind.

Der Entwurf sieht deshalb eine deutliche Aufwertung des Platzes vor. Geplant sind polygonale Grüninseln und Pflasterflächen mit Juraplatten mit insgesamt acht Bäumen, Sitzgelegenheiten sowie ein Wasserspiel mit Armtauchbecken vor dem Rathaus. Vier Bäume sollen im Bereich von Rathaus und Sparkasse gepflanzt werden, zwei weitere vor der Schlossapotheke und zwei vor dem Neuen Schloss.

Außerdem sollen neue Rampen einen barrierefreien Zugang zum Rathaus, zur Sparkasse, zur Tourist-Information, zur Schlossapotheke sowie zur Terrasse des Gasthofs „Zum Goldenen Hirschen“ ermöglichen. Noch offen ist die Frage, ob Bäume in Schirm- oder Säulenform gepflanzt werden.

Weniger Parkplätze auf dem Marktplatz
Mit der Umgestaltung wird sich auch die Parksituation verändern. Während derzeit auf dem Marktplatz 21 Pkw geparkt werden können, sollen künftig noch zwölf Stellplätze, darunter zwei Behindertenparkplätze, zur Verfügung stehen.

Das wirkt sich insbesondere auf den Wochenmarkt aus. Fahrzeuge können künftig nicht mehr direkt vor oder neben den Marktständen parken.

Für den Maibaum ist künftig ein zentraler Standort vorgesehen. Allein der dafür notwendige Maibaumständer wird nach Angaben von Franziska Burlefinger rund 22.000 Euro kosten.

Auch die Nutzung des Platzes für Veranstaltungen spielte bei den Planungen eine wichtige Rolle. Beim Pelzmärtelmarkt können nach den vorgestellten Entwürfen künftig insgesamt 20 Verkaufsbuden aufgestellt werden. Davon sind acht vor dem Neuen Schloss, fünf vor der Schlossapotheke und sieben vor dem Rathaus vorgesehen. Außerdem bietet der neugestaltete Platz nach Angaben der Planer Raum für rund 40 Bierzeltgarnituren.

Kostenschätzung und hohe Förderung möglich
Nach einer ersten groben Kostenschätzung belaufen sich die Kosten für die Neugestaltung des Marktplatzes ohne den Vorplatz des Hotels Krone auf rund 258.500 Euro, mit Einbeziehung dieses Bereichs auf etwa 330.000 Euro. Für die Neugestaltung der Stadtvogteigasse werden rund 72.600 Euro veranschlagt.

Für die Finanzierung gibt es gute Aussichten. Nach Angaben der Stadt kann die Städtebauförderung das Projekt voraussichtlich mit 90 Prozent statt der üblichen 60 Prozent fördern. Voraussetzung ist allerdings, dass der Schwerpunkt auf einer klimagerechten Innenentwicklung liegt. Vorgesehen sind deshalb unter anderem eine möglichst umfangreiche Entsiegelung, die unterirdische Vernetzung der Grünflächen sowie der Einbau einer Rigole.

„Es ist noch nicht in Stein gemeißelt“
Bürgermeister Florian Gallus betonte, dass in den Planungen die Vorgaben der Regierung hinsichtlich Wasser, Grüngestaltung und Barrierefreiheit berücksichtigt worden seien. Gleichzeitig machte er deutlich, dass es sich um einen ersten Entwurf handle. „Es ist noch nicht in Stein gemeißelt.“
Ein wichtiges Anliegen sei ihm außerdem, den Bereich neben dem Hotel Krone ebenfalls in die Gestaltung einzubeziehen. Hier seien allerdings noch Gespräche mit dem Eigentümer erforderlich.
Mit Blick auf die künftig geringere Zahl an Stellplätzen sagte Gallus: „Das tut mir auch weh.“ Bisher habe sich bewährt, dass Besucher des Wochenmarktes direkt neben den Verkaufsständen parken konnten. Nach der Neugestaltung werde dies nicht mehr möglich sein. Man müsse diesbezüglich einfach Federn lassen.

Breite Zustimmung im Stadtrat
Die vorgestellten Pläne stießen im Stadtrat überwiegend auf Zustimmung.
Anette Pappler (SPD) hob die Bedeutung von Barrierefreiheit und Wasser hervor. Sie erinnerte daran, dass gerade das Thema Wasser bei den ersten Überlegungen zur Marktplatzgestaltung im Jahr 2014 noch für heftige Diskussionen gesorgt habe. Die Umgestaltung der Stadtwerkeinsel habe inzwischen aber gezeigt, dass Wasser ein attraktives Gestaltungselement sein könne. Wichtig sei ihr außerdem, dass der Marktplatz weiterhin als Veranstaltungsort funktioniere.
Marcus Wurm bezeichnete den Marktplatz als „das Gesicht der Stadt“ und regte an, das Wasserspiel bei Bedarf abdecken zu können.
Auch Stadtrat Weizinger zeigte sich mit den ersten Planungen zufrieden. Angesichts der geringeren Zahl an Parkplätzen werde der Platz allerdings insgesamt deutlich beengter.
Carola Lämmerer von der Bürgerliste begrüßte den Entwurf ebenfalls. Sie sprach sich jedoch dafür aus, an den barrierefreien Rampen entsprechende Absturzsicherungen vorzusehen.

Grüne lehnen polygonale Formen ab
Deutlich kritischer äußerte sich Astrid Weddige von den Grünen. Zwar begrüßte sie ausdrücklich die vorgesehenen Bäume auf dem Marktplatz, mit den polygonalen Grünflächen konnte sie sich jedoch nicht anfreunden. Diese passen nach ihrer Ansicht nicht zum historischen Ambiente des Platzes. Zudem befürchte sie, dass durch die geplanten Rampen für die Barrierefreiheit die denkmalgeschützten Gebäude, die den Marktplatz prägen, in ihrer Wirkung beeinträchtigt werden.

Der Stadtrat stimmte deshalb eigens über die polygonalen Formen ab. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, diese wie vorgestellt beizubehalten. Gegen den Erhalt der polygonalen Grünflächen stimmten die beiden Stadträtinnen der Grünen.

Nur abgehärtetes Personal
Für einen heiteren Moment sorgte schließlich Erich Neulinger. Er äußerte die Sorge, dass der Betrieb des geplanten Wasserspiels vor dem Rathaus die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bürgerbüro bei ihrer Arbeit stören könnte.
Bürgermeister Gallus nahm die Bemerkung mit Humor und entgegnete schmunzelnd: „Im Bürgerbüro arbeitet nur abgehärtetes Personal.“

Am Ende nahm der Stadtrat die Skizzen des Planungsbüros Herb und Partner zur Kenntnis und beschloss, die polygonförmigen Grünanlagen wie in der Präsentation vorgesehen beizubehalten. Damit kann nun der Vorentwurf mit einer detaillierten Kostenschätzung ausgearbeitet werden.

Alle Bilder: Planskizzen Herb& Partner




Pappenheim Nord nimmt die nächste Planungshürde

Für die Entwicklung des Areals Pappenheim Nord setzt der Stadtrat auf ein neues Vorgehen. Statt ein einzelnes Planungsbüro mit der Erarbeitung eines städtebaulichen Entwurfs zu beauftragen, soll nun eine sogenannte Planungswerkstatt mit mehreren Büros den Entwurf erstellen. Ausschlaggebend für diese Entschiedung sind vor allem deutlich bessere Fördermöglichkeiten und die Chance, verschiedene Ideen miteinander zu verbinden.

Bereits im Juli 2025 hatte der Stadtrat die Notwendigkeit eines städtebaulichen Entwurfs für das Areal beschlossen und die Verwaltung beauftragt, Angebote einzuholen sowie Fördermöglichkeiten zu prüfen. Ein daraufhin eingeholtes Angebot eines Planungsbüros belief sich auf knapp 77.000 Euro. Im Zuge der Prüfung der Fördermöglichkeiten stellte sich in Abstimmung mit der Regierung von Mittelfranken jedoch heraus, dass die Beauftragung eines einzelnen Planungsbüros nicht förderfähig ist. Die Stadt müsste die Kosten daher vollständig selbst übernehmen.

Als Alternative wurde eine Mehrfachbeauftragung, auch Planungswerkstatt genannt, empfohlen. Dabei entwickeln drei bis sieben ausgewählte Planungsbüros unabhängig voneinander Entwürfe für dasselbe Projekt. So können unterschiedliche fachliche Schwerpunkte – etwa aus Architektur und Landschaftsplanung – in die Überlegungen einfließen.
Anders als bei einem klassischen Planungswettbewerb ist die Stadt später nicht verpflichtet, einen einzelnen „Siegerentwurf“ umzusetzen. Vielmehr können die überzeugendsten Ideen aus mehreren Konzepten miteinander kombiniert werden.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Förderung. Für eine Planungswerkstatt stellt die Regierung von Mittelfranken Zuschüsse von mindestens 60 Prozent, möglicherweise sogar bis zu 70 Prozent, in Aussicht. Auch die Kosten für ein externes Betreuungsbüro, das das Verfahren organisatorisch begleitet, sind förderfähig. Ein solches Büro soll die Stadt unterstützen, da ein derartiges Verfahren vergaberechtlich anspruchsvoll ist und in Pappenheim bislang noch nicht angewendet wurde.
Die Verwaltung darf hierfür einen Auftrag bis zu einer Höhe von 10.000 Euro vergeben und den entsprechenden Förderantrag stellen.

Mit seinem Beschluss hat der Stadtrat damit den Weg für die Planungswerkstatt freigemacht. Welche Planungsbüros schließlich an dem Verfahren teilnehmen, soll in einem gesonderten Beschluss festgelegt werden.

 




Der Stadtrat tagt in Pappenheim

Am Donnerstag, 16.07.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eine  öffentliche Sitzung des Stadtrates mit folgender Tagesordnung statt.

1 Bauanträge

2 Innenstadtsanierung – Neugestaltung des Marktplatzes: Vorstellung erster Skizzen und Beschluss über gestalterisches Grundkonzept

3 Pappenheim Nord – Städtebaulicher Entwurf: Information und Entscheidung über Mehrfachbeauftragung (Planungswerkstatt)

4 Haushaltsplan und Haushaltssatzung der Stadt Pappenheim für das Haushaltsjahr 2026

5 Grundsatzbeschluss über möglichen Verkauf der städt. Immobilie „Georg Nestler-Haus“

6 Öffentlicher Personennahverkehr (OPNV): Zustimmung der Stadt Pappenheim zur geplanten Ausweitung der Anruf-Sammel-Taxi-Verkehre (AST)

7 Bekanntgaben




Anwohner und Bauausschuss beraten über den Ausbau der Charlotte-Nestler-Straße in Pappenheim

Seit fast einem Jahrzehnt beschäftigt der Ausbau der Charlotte-Nestler-Straße den Pappenheimer Stadtrat. Nachdem bereits 2018 ein Grundsatzbeschluss für den Vollausbau der rund 350 Meter langen Straße gefasst worden war, nahm der Stadtrat das Thema am 26. März dieses Jahres erneut auf. Damals wurde beschlossen, den Bauausschuss zu beauftragen, gemeinsam mit den Anwohnerinnen und Anwohnern vor Ort die sinnvollste Ausbauvariante zu beraten und dem Stadtrat eine Empfehlung vorzulegen.

Genau dieser Auftrag stand nun im Mittelpunkt der ersten Sitzung des neu gebildeten Bauausschusses am 29.06.2026. Statt im Sitzungssaal begann die Beratung direkt in der Charlotte-Nestler-Straße. Rund zehn Anwohnerinnen und Anwohner nutzten die Gelegenheit, ihre Anregungen und Bedenken unmittelbar einzubringen. Unterstützt wurde die Besichtigung von Reinhard Vulpius vom Ingenieurbüro VNI, der die planerischen Grundlagen sowie die verschiedenen Ausbauvarianten erläuterte.

Variante 3 bleibt die bevorzugte Lösung
Bereits zu Beginn der Beratung zeichnete sich ab, dass die sogenannte Variante 3 weiterhin die Grundlage der weiteren Planungen bilden soll. Diese war bereits 2018 vom Stadtrat beschlossen worden und wird auch weiterhin vom Ingenieurbüro empfohlen. Sie bietet nach Auffassung der Planer den besten Kompromiss zwischen Verkehrssicherheit, Parkmöglichkeiten und den örtlichen Gegebenheiten.

Der vorgesehene Regelquerschnitt sieht vor:

Gehweg 1,30 Meter
Parkstreifen 1,80 Meter
Fahrbahn 4,25 Meter
gegenüberliegender Gehweg beziehungsweise Notgehweg rund 1,0 Meter

Nach Einschätzung des Ingenieurbüros genügt die Fahrbahnbreite weiterhin dem Begegnungsverkehr zweier Pkw bei angepasster Geschwindigkeit. Gleichzeitig vermindere der Querschnitt dieser Ausbauvariante das Risiko, dass Oberflächenwasser auf angrenzende Grundstücke läuft. Auch die vorgesehenen Längsparkplätze entsprächen dem heutigen Parkverhalten.

Die Fahrbahn der Charlotte-Nestler-Straße soll wie bisher mit einer Asphaltoberfläche ausgeführt werden. Zur Abgrenzung des Gehwegs ist ein drei Zentimeter hoher Granitbord vorgesehen, der den Straßenraum optisch gliedert, ohne eine größere Barriere zu bilden. Der Parkstreifen und der Gehweg sollen mit Betonpflaster gestaltet werden.

Gehweg kann die Straßenseite wechseln
Lebhaft diskutiert wurde während des Ortstermins insbesondere die Anordnung der Gehwege. Aus der Anwohnerschaft kam der Vorschlag, den 1,30 Meter breiten Gehweg nicht wie bislang geplant auf der Bergseite, sondern auf die Talseite zu verlegen.

Zur Begründung wurde angeführt, dass Fußgänger entlang der hohen Mauern auf der Bergseite schon heute kaum unterwegs seien. Stattdessen werde überwiegend die gegenüberliegende Straßenseite genutzt. Planer Reinhard Vulpius sowie Bürgermeister Florian Gallus zeigten sich für diese Anregung offen. Ein solcher Wechsel sei ohne Auswirkungen auf die Gesamtplanung möglich.

Ebenfalls angesprochen wurde die vorgesehene Begrünung. Dabei bestand unter den Beteiligten Einigkeit, dass zusätzliche Bäume zwar das Straßenbild aufwerten könnten, dies jedoch nicht zulasten dringend benötigter Parkflächen gehen sollte.

Ausbau umfasst weit mehr als die Straße
Deutlich wurde bei der Vorstellung der Planungen auch, dass der eigentliche Straßenbau nur einen Teil des Gesamtprojektes ausmacht. Voraussetzung für den Ausbau ist zunächst die Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur.

So soll entlang der gesamten Charlotte-Nestler-Straße ein neuer Regenwasserkanal entstehen. Er soll insbesondere bei Starkregen die großen Wassermengen aufnehmen, die vom Zimmerer Berg über den Bereich Dreilinden auf die Straße fließen. Das Regenwasser wird anschließend über die Bürgermeister-Oppel-Straße und den Helmut-Gollwitzer-Weg in Richtung Altmühl abgeleitet.

Im nördlichen Abschnitt ist darüber hinaus ein Anschlusskanal erforderlich. Über ihn soll künftig auch das Abwasser aus den Grafendörfern, das durch das Göhrener Tal verläuft, in Richtung Bürgermeister-Oppel-Straße geführt werden. Gleichzeitig ist vorgesehen, die Wasserleitung im gesamten Ausbaubereich vollständig zu erneuern.

Einbezogen in die Baumaßnahmen ist auch die Sanierung der Treppenanlage im südlichen Planungsbereich, welche die Charlotte -Nestler-Straße und die Bürgermeister-Oppel-Straße verbindet. „Diese Treppe widerspricht allen Sicherheitsregeln“, erklärte Reinhard Vulpuis dem Bauausschuss.

Fertigstellung frühestens 2029
Nach dem derzeitigen Planungsstand würden nach einem endgültigen Beschluss zunächst im Laufe des Jahres 2026 die Planunterlagen überarbeitet, die Kosten aktualisiert und die Ausschreibungen vorbereitet. Für 2027 wären der Bau der Abwasseranlagen und die Erneuerung der Wasserleitung vorgesehen. Die eigentlichen Straßenbauarbeiten könnten im günstigsten Fall 2028 beginnen und 2029 abgeschlossen werden. Für die Anlieger bedeutet dies nach Einschätzung des Ingenieurbüros eine Bauzeit von rund zwei Jahren mit teilweise erheblichen Beeinträchtigungen der Anwohner.

Bürgermeister Gallus machte allerdings deutlich, dass dieser Zeitplan unter dem Vorbehalt der finanziellen Möglichkeiten der Stadt steht. Maßgeblich sei letztlich die jeweilige Haushaltsplanung.

Kosten werden voraussichtlich steigen
Die derzeit vorliegenden Kostenberechnungen stammen noch aus dem Jahr 2018 und dürften angesichts der Preisentwicklung inzwischen deutlich höher ausfallen.

Damals wurden für den Straßenbau rund 985.000 Euro veranschlagt. Hinzu kommen etwa 520.000 Euro für den Kanalbau in der Charlotte-Nestler-Straße sowie rund 217.000 Euro für die erforderlichen Arbeiten in der Bürgermeister-Oppel-Straße. Im Zuge der weiteren Planung sollen diese Zahlen aktualisiert werden.

Einstimmige Empfehlung an den Stadtrat
Am Ende der Vor-Ort-Beratung sprach sich der Bauausschuss im Sitzungssaal einstimmig dafür aus, dem Stadtrat weiterhin die bereits 2018 beschlossene Variante 3 als Ausbaugrundlage zu empfehlen. Gleichzeitig soll jedoch die Anregung aus der Bürgerschaft in die Beschlussempfehlung aufgenommen werden, den breiteren Gehweg auf die gegenüberliegende Straßenseite zu verlegen. (Von der Beckstraße aus gesehen links statt rechts).

Damit wurde deutlich, dass die Einbindung der Anwohnerinnen und Anwohner nicht nur ein formaler Schritt war. Mehrere Hinweise aus der Bürgerschaft flossen unmittelbar in die weiteren Überlegungen ein – ganz im Sinne des Auftrags, gemeinsam vor Ort nach der für alle Beteiligten bestmöglichen Lösung zu suchen.

 




Bernhard & Bernhard in ihren Ämtern angekommen

Der Stadtrat in Pappenheim nahm in seiner Sitzung am 18. Juni die neu gewählten Ortssprecher für die Ortsteile Zimmern und Göhren offiziell in ihr Amt auf.

Hintergrund ist die Kommunalwahl 2026. Da beide Ortsteile künftig nicht mehr durch ein gewähltes Stadtratsmitglied in dem Gremium vertreten sind, bestand die Möglichkeit, einen Ortssprecher zu wählen. Voraussetzung hierfür war, dass mindestens ein Drittel der wahlberechtigten Gemeindebürger des jeweiligen Ortsteils die Einberufung einer Ortsversammlung beantragt. Entsprechende Anträge waren bei der Stadtverwaltung wie schon berichtet eingegangen.

In den daraufhin einberufenen Ortsversammlungen wurden für die kommenden Jahre Bernhard Hecht als Ortssprecher für Zimmern sowie Bernhard Raithel als Ortssprecher für Göhren gewählt.

Die Ortssprecher werden nicht vereidigt wie Mitglieder des Stadtrats, sind jedoch zur Verschwiegenheit verpflichtet. Sie dürfen an öffentlichen und nichtöffentlichen Sitzungen des Stadtrats sowie seiner Ausschüsse teilnehmen, haben dort beratende Funktion und besitzen ein Antragsrecht. Ein Stimmrecht steht ihnen jedoch nicht zu.

Mit der Wahl der Ortssprecher bleiben die Interessen der beiden Ortsteile auch künftig unmittelbar in die kommunalpolitischen Beratungen eingebunden.

 




Traditionsverein darf Pappenheimer Wappen weiterhin führen

Der Militär- und Reservistenkameradschaftsverein (MRK) 1856 Pappenheim darf das Stadtwappen auch künftig offiziell in seinem Vereinswappen führen. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung am 18. Juni 2026 einem entsprechenden Antrag des Vereins zu.

Beantragt hatte die Genehmigung der Erste Vorsitzende Christian Schöppl. In seinem Schreiben verwies er darauf, dass der 1856 gegründete Verein das Pappenheimer Stadtwappen bereits seit seiner Gründung in seinem Vereinswappen verwendet. Das historische Stadtwappen findet sich unter anderem auf der Vereinsfahne, die im westlichen Treppenhaus des Rathauses ausgestellt ist.

Rechtlich ist die Verwendung kommunaler Wappen jedoch genehmigungspflichtig. Nach den einschlägigen Vorschriften dürfen Gemeindewappen von Dritten nur mit Zustimmung der jeweiligen Kommune genutzt werden. Der Stadtrat hatte bereits früher festgelegt, dass entsprechende Anträge nicht im Verwaltungsweg, sondern grundsätzlich durch einen Ratsbeschluss entschieden werden sollen.

Wie die Verwaltung erläuterte, nutzt der Verein das Stadtwappen in seinem Vereinslogo bereits seit vielen Jahren. Auch der Hinweis auf die lange Tradition des Vereins sei grundsätzlich zutreffend. Ein automatischer Rechtsanspruch auf die Nutzung des Stadtwappens lasse sich daraus jedoch nicht ableiten. Deshalb war eine formelle Genehmigung erforderlich.

Mit seinem einstimmigen Beschluss erteilte der Stadtrat dem MRK 1856 Pappenheim die Genehmigung zur Verwendung des Stadtwappens.

 




Vorübergehende Einschränkungen bei E Mail und Homepage der Stadt Pappenheim

Die Stadtverwaltung Pappenheim informiert über eine technische Umstellung, die am Montag, 29. Juni 2026, erfolgt. Aufgrund eines Providerwechsels sind an diesem Tag sämtliche E Mail Adressen der Stadt Pappenheim sowie ihrer Nebenstellen vorübergehend nicht erreichbar.

Ebenfalls betroffen ist die Internetseite der Stadt Pappenheim. Diese kann während der Umstellung zeitweise nicht aufgerufen werden.

Nicht betroffen von den Einschränkungen ist die telefonische Erreichbarkeit. Die Stadtverwaltung und ihre Nebenstellen sind weiterhin wie gewohnt telefonisch erreichbar.

Die Stadt Pappenheim bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen. Nach Abschluss der technischen Arbeiten stehen die E Mail Kommunikation und die Internetseite wieder wie gewohnt zur Verfügung.