Fraktionsinitiativen des Freistaats berücksichtigt auch Pappenheim

Mit zusätzlichen Mitteln von mehr als 110 Millionen Euro setzen die Landtagsfraktionen von CSU und FREIE WÄHLER im Haushalt 2026 eigene Schwerpunkte und wollen Projekte in ganz Bayern stärken. Rund 600 Vorhaben im Freistaat, so der Plan,  sollen über die sogenannten Fraktionsinitiativen unterstützt werden. Auch Kommunen in den Landkreisen Weißenburg Gunzenhausen und Ansbach Süd profitieren davon. Das zeigt sich auch deutlich in Pappenheim. Bevor die Mittel endgültig fließen, werden die Fraktionsinitiativen noch im Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags beraten. Die endgültige Beschlussfassung ist für Ende April 2026 vorgesehen.

Der CSU Stimmkreisabgeordnete Helmut Schnotz und der Landtagsabgeordnete Wolfgang Hauber von den FREIEN WÄHLERN haben sich in den vergangenen Wochen dafür eingesetzt, mehrere Projekte aus der Region in das Programm aufzunehmen.

Ein erfreuliches Augenmerk liegt dabei auch auf Pappenheim. Gleich zwei Vorhaben aus der erhalten staatliche Unterstützung.

Für das Evangelische Bildungs und Tagungszentrum Pappenheim sind 280.000 Euro vorgesehen. Ziel ist es, die Einrichtung als 13. Bayerische Jugendbildungsstätte zu positionieren. Derzeit wird dort ein umfassendes pädagogisches Konzept erarbeitet, das die Beteiligung junger Menschen am Gesamtprogramm Jugend stärker herausstellt. Helmut Schnotz betont die Bedeutung dieser Unterstützung und sagt wörtlich „Über die Fraktions Initiative soll daher dem EBZ für den Zeitraum bis 31.12.2028 der finanzielle Spielraum zur Vorbereitung und Umsetzung des inhaltlichen und finanziellen Rahmens als Jugendbildungsstätte mit einmalig 280.000 Euro ermöglicht werden“.

Auch der Turnverein Pappenheim 1861 kann auf eine erhebliche Unterstützung hoffen. Für die Sanierung der denkmalgeschützten Turnhalle aus dem Jahr 1907 sind 465.000 Euro eingeplant. Wie allgemein bekannt und mehrfach berichtet ist die traditionsreiche Halle ist seit zwei Jahren wegen akuter Einsturzgefahr des Turnhallendaches gesperrt. Wolfgang Hauber würdigt das Engagement des Vereins und erklärt „Mit den bereitgestellten Finanzmitteln wird aus der traditionsreichen Halle wieder ein zukunftsfähiger Ort für Sport und Gemeinschaft geschaffen. Der Turnverein hat meinen höchsten Respekt ein derartiges Mammutprojekt ehrenamtlich zu organisieren“.

Neben den Projekten in Pappenheim werden auch weitere Vorhaben in der Region gefördert. In Dinkelsbühl sollen 165.000 Euro in ein Vorprojekt zur Sicherung des ehemaligen Gasthofs zum Grünen Baum fließen. Das Gebäude gilt als bedeutendes Zeugnis bürgerlichen Bauens in der früheren Freien Reichsstadt. Ziel ist es, ein langfristig tragfähiges Nutzungskonzept zu entwickeln, das auch der Tourismusregion Mittelfranken zugutekommen kann.

In Weißenburg erhält die Stadt 200.000 Euro für die weitere Optimierung ihrer Wasserwirtschaft. Die dortige Kläranlage war die erste Anlage in Bayern mit einer vierten Reinigungsstufe. Gemeinsam mit der Technischen Universität München sollen nun weitere Arbeitspakete umgesetzt werden. Dazu zählen unter anderem neue Betriebskonzepte, ein Monitoring der Spurenstoffelimination sowie Tests mit mehrstufigen Aktivkohlefiltern. Wolfgang Hauber verbindet damit auch einen praktischen Nutzen für die Bürger und sagt, er hoffe auf eine mögliche Senkung der Gebühren.

Mit 15.000 Euro soll außerdem ein Schülertransport zum Technologie Campus in Dinkelsbühl ermöglicht werden. Der Campus bietet Kindern und Jugendlichen zwischen acht und 18 Jahren kostenlose Angebote im Bereich Mathematik Informatik Naturwissenschaft und Technik. Geplant sind bedarfsorientierte Fahrten für Schulklassen aus dem Umland, deren Teilnahme bislang häufig an fehlenden öffentlichen Verkehrsverbindungen scheitert.

In Gunzenhausen sind 120.000 Euro für ein Erinnerungsprojekt vorgesehen. Auf dem neu gestalteten Klimaplatz sollen Skulpturen entstehen, die an das jüdische Leben in der Stadt erinnern und ein Zeichen für Erinnerung und Versöhnung setzen.

Helmut Schnotz unterstreicht die grundsätzliche Zielrichtung der Initiativen und erklärt, dass der ländliche Raum das Herz Bayerns sei. Deshalb flössen fast zwei Drittel der Mittel bewusst in Regionen, in denen Menschen ihre Heimat aktiv gestalten und außergewöhnliche Projekte vor Ort voranbringen.

Auch Wolfgang Hauber hebt die Zusammenarbeit hervor. Über die Fraktionsinitiativen könnten die Abgeordneten gezielt Akzente in ihren Stimmkreisen setzen. Alle Anträge würden gemeinsam von beiden Fraktionen getragen.

 




Große Dankbarkeit nach der Wiederwahl in Pappenheim

Nach seiner Wiederwahl wendet sich Bürgermeister Florian Gallus mit persönlichen Worten an die Bürgerinnen und Bürger. In einem Dankschreiben bedankt er sich für das große Vertrauen, das ihm erneut entgegengebracht wurde, und würdigt zugleich das Engagement vieler Menschen in der Stadt – von Wahlhelferinnen und Wahlhelfern bis hin zu Ehrenamtlichen in Vereinen und Kirchen. Das vollständige Schreiben von Bürgermeister Florian Gallus veröffentlichen wir nachfolgend im Wortlaut.

DANKE!
Liebe Bürgerinnen und Bürger,

von Herzen danke ich Ihnen für das große Vertrauen, das Sie mir mit meiner Wiederwahl zum Bürgermeister geschenkt haben. Dieses Vertrauen bedeutet mir sehr viel und erfüllt mich mit großer Dankbarkeit und auch mit Demut.

Es ist für mich eine besondere Ehre und zugleich eine große Freude, weitere sechs Jahre Ihr Bürgermeister sein zu dürfen. Dieses Amt ist für mich nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Herzensangelegenheit. Unsere Gemeinde, ihre Menschen, ihr Zusammenhalt und ihr Engagement machen sie zu etwas ganz Besonderem.

Ein ganz besonderer Dank gilt auch den vielen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern, die mit großem Einsatz dafür gesorgt haben, dass diese Wahl reibungslos ablaufen konnte. Viele von ihnen waren bis spät in die Nacht mit der Auszählung der Stimmen beschäftigt. Dieses Engagement ist ein wichtiger Beitrag für unsere Demokratie und verdient großen Respekt und Anerkennung.

Mein Dank gilt auch allen, die sich tagtäglich in einem respektvollen Miteinander für unsere Gemeinschaft einsetzen – in Vereinen, im Ehrenamt und in den Kirchengemeinden. Sie alle tragen dazu bei, dass unsere Gemeinde so lebendig und stark ist.

In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam viel bewegt. Viele Projekte konnten wir anstoßen und umsetzen – immer mit dem Ziel, unsere Stadt und die Ortsteile noch lebenswerter zu machen. Doch das Wichtigste war und ist dabei immer das gute Miteinander.

Ich verspreche Ihnen, auch in den kommenden Jahren mit voller Kraft, mit Leidenschaft und mit offenem Ohr für Ihre Anliegen zu arbeiten. Gemeinsam können wir weiterhin viel erreichen.

Ich freue mich sehr auf die kommenden sechs Jahre mit Ihnen. Lassen Sie uns weiterhin zusammenhalten und gemeinsam unsere Zukunft gestalten.

Vielen Dank für Ihr Vertrauen.

Herzlichst

Ihr Bürgermeister
Florian Gallus




Die Sitzverteilung im neuen Pappenheimer Stadtrat

Nachdem alle Stimmzettel in den Wahllokalen ausgezählt und die daraus ermittelten Schnellmeldungen vollständig in der Wahlzentrale eingegangen sind, kann nun auch die Zusammensetzung des neuen Pappenheimer Stadtrats für die Legislaturperiode von 2026 bis 2032 errechnet.

Nach dem derzeitigen Stand (Sonntag 23:00 Uhr) ergibt sich für das 16-köpfige Gremium folgende Sitzverteilung:

CSU 6 Sitze
Schleußinger Simon CSU   1.783 Stimmen

Dengler Rainer CSU             1.470 Stimmen
Glück Stefanie CSU               1.198 Stimmen
Wörlein Fritz CSU                 1.143 Stimmen
Neulinger Erich CSU            1.105 Stimmen
Wurm Marcus CSU               1.104 Stimmen

FW-BGL  5 Sitze
Otters Walter FW-BG Liste             1.658 Stimmen

Kiermeyer Roland FW-BG Liste   1.230 Stimmen
Weizinger Jürgen FW-BG Liste    1.081 Stimmen
Käfferlein Martin FW-BG Liste       823 Stimmen
Lämmerer Carola FW-BG Liste       814 Stimmen

GRÜNE  2 Sitze
Weddige Astrid GRÜNE   488 Stimmen

Pfister Lisa GRÜNE            403 Stimmen

SPD  3  Sitze
Pappler Anette SPD          1.759 Stimmen

Eckerlein Michele SPD    1.177 Stimmen
Brunnenmeier Pia SPD     655 Stimmen

Maßgeblich bleibt die offizielle Feststellung des Wahlergebnisses durch den Wahlausschuss. Bis dahin handelt es sich bei der Sitzverteilung und der personellen Zusammensetzung des neuen Stadtrats um das aus den Schnellmeldungen errechnete vorläufige Ergebnis.




Spannender Wahlabend in Pappenheim und die Ergebnisse im Netz

Am Sonntagabend richtet sich der Blick vieler Bürgerinnen und Bürger nach Pappenheim und in den gesamten Landkreis. Wer die Entwicklung der Kommunalwahl am 8. März 2026 live verfolgen möchte, kann dies bequem im Internet tun. Die eingehenden Meldungen aus den Wahllokalen werden am Wahlabend ab 18 Uhr laufend als vorläufige Ergebnisse veröffentlicht.

Besonders im Fokus steht dabei die Wahl des Landrats und die Stadtratswahl in Pappenheim. Mehrere amtierende Mandatsträger treten diesmal nicht mehr an. Damit ist offen, wie sich das neue Gremium künftig zusammensetzen wird. Für viele Beobachter dürfte genau dieser Blick auf die künftige Zusammensetzung des Stadtrates zu den spannendsten Momenten des Wahlabends gehören. Wie die Stadtverwaltung Pappenheim mitteilt wird die Sitzverteilung im neuen Stadtrat möglicherweise erst am Montag nach der Wahl, am 09.03.2026 nach der Sitzung des Wahlausschusse öffentlich mitgeteilt.

Die Ergebnisse werden online über mehrere Seiten bereitgestellt. Für die Bürgermeisterwahl in Pappenheim ist dies unter folgendem Link möglich
https://wahlen.osrz-akdb.de/mf-p/577158/1/20260308/buergermeisterwahl_gemeinde/index.html

Die Ergebnisse zur Landratswahl sind abrufbar unter
https://wahlen.osrz-akdb.de/mf-p/577000/3/20260308/landratswahl_kreis/index.html

Wer die Entwicklung bei der Stadtratswahl verfolgen möchte findet die laufenden Zahlen unter
https://wahlen.osrz-akdb.de/mf-p/577158/2/20260308/gemeinderatswahl_gemeinde/index.html

Auch die Wahl zum Kreistag wird fortlaufend veröffentlicht unter
https://wahlen.osrz-akdb.de/mf-p/577000/4/20260308/kreistagswahl_kreis/index.html

Alle Links sind zusätzlich über die Internetseite der Stadt Pappenheim erreichbar unter
https://pappenheim.de/stadt-ortsteile/kommunalwahl-2026.html

Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse im Rathaus ist in diesem Jahr nicht vorgesehen. Wer dennoch zeitnah informiert bleiben möchte, kann neben den offiziellen Seiten auch einen Blick auf den PAPPENHEIMER SKRIBENT werfen. Hier werden die jeweils aktuellen Wahlergebnisse kompakt zusammenzufassen und eingeordnet. Hier wird auch versucht anhand der Ergebnisse schon am Sonntagabend die Sitzverteilung für den neuen Stadtrat zu berechnen.

Zu beachten bleibt, dass es sich am Wahlabend zunächst um vorläufige Zahlen handelt. Das endgültige Ergebnis wird erst nach der offiziellen Feststellung durch den Wahlausschuss bekanntgegeben. Für einen ersten Eindruck jedoch dürfte der Wahlabend bereits zeigen, wie sich die politische Landschaft in Pappenheim künftig entwickelt.

 




Gemeindeverbindungsstraße zwischen Geislohe und Osterdorf gesperrt

Die Stadt Pappenheim informiert über eine umfangreiche Verkehrsbeschränkung auf der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Geislohe und Osterdorf. Aufgrund von Bauarbeiten muss die Strecke im Zeitraum vom 4. März 2026 bis einschließlich 20. April 2026 gesperrt werden.

Hintergrund der Maßnahme ist die Erneuerung der Wasserleitung sowie die Verlegung von Kabeln im Randbereich der Straße. Wie aus der Anordnung hervorgeht, sind die Arbeiten nur unter Vollsperrung möglich.

Dabei ist die Verkehrsführung zeitlich gestaffelt: Vom 4. März bis 7. März 2026 erfolgt zunächst eine halbseitige Sperrung. Ab dem 9. März 2026 wird die Strecke vollständig für den Verkehr gesperrt . Die entsprechende Beschilderung erfolgt nach den geltenden Regelplänen innerorts und außerorts.

Eine Umleitung ist eingerichtet und führt über Geislohe, Flemmühle, die WUG 36 im Schambachtal, weiter über Schambach und die B2 nach Osterdorf. Die Umleitungsstrecke gilt ebenso in umgekehrter Fahrtrichtung.

Die Stadt Pappenheim bittet alle Betroffen Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Einschränkungen.

 




Schlussabrechnung für die Dorferneuerung in Bieswang

Mit dem Ausbau der Hauptstraße hat die Dorferneuerung in Bieswang einen ihrer zentralen Bausteine erhalten. Nun liegt die Schlussabrechnung der Maßnahme vor. In der Sitzung am 12. Februar wurde der Stadtrat über die endgültigen Zahlen informiert.
Die Stadt Pappenheim hatte für den Ausbau der Hauptstraße die Bauherrenschaft übernommen. Damit war sie nicht nur für Ausschreibung und Bauabwicklung zuständig, sondern auch für die Abrechnung mit allen beteiligten Kostenträgern. Die abschließende Abrechnung konnte im Januar 2026 fertiggestellt werden.

Gesamtkosten rund 1,47 Millionen Euro
Ursprünglich war für die Maßnahme eine Kostenberechnung von rund 1,37 Millionen Euro angesetzt. Tatsächlich belaufen sich die angefallenen Baukosten nun auf 1.473.009,16 Euro. Das entspricht einer Kostenüberschreitung von 102.963,45 Euro beziehungsweise rund sieben Prozent.
Die Kosten verteilen sich auf mehrere Beteiligte. Während bei der Teilnehmergemeinschaft Bieswang 2 mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Mehrkosten entstanden, blieben andere Kostenträger unter den ursprünglich veranschlagten Ansätzen. So lagen die Anteile des Staatlichen Bauamts, des Wasserzweckverbands und auch der Stadt Pappenheim jeweils unter der ursprünglichen Berechnung.

Gründe für die Mehrkosten
Die Verwaltung nennt mehrere Ursachen für die Abweichung. So waren ein Bushäuschen und Teile der Bepflanzung in der ursprünglichen Kostenberechnung noch nicht enthalten. Auch die Wiederherstellung der Umleitungsstrecken schlug zusätzlich zu Buche.
Hinzu kam, dass die konkrete Pflasterart erst nach der Kostenberechnung festgelegt wurde und dadurch ein Nachtrag erforderlich wurde. Während der Bauphase konnte außerdem die Neugestaltung der alten Löschwasserreserve umgesetzt werden, nachdem Grundstücksfragen geklärt waren – ein Posten, der zuvor nicht eingeplant war.
Nicht zuletzt musste im Bereich der Kreuzung Weißenburger Straße mehr Boden ausgetauscht werden als zunächst angenommen. Diese Notwendigkeit zeigte sich erst während der Bauarbeiten vor Ort.

Anteil der Stadt bei rund 565.000 Euro
Nach Berücksichtigung aller Kostenaufteilungen, Förderanteile und Verrechnungen ergibt sich für die Stadt Pappenheim ein Gesamtaufwand von 565.464,79 Euro.
Dieser Betrag setzt sich aus dem städtischen Anteil an den Baukosten, dem Eigenanteil an Fördermaßnahmen, sowie verschiedenen Abzügen zusammen, die sich im Rahmen der Baumaßnahmen ergeben haben.
Die Finanzierung erfolgte über mehrere Haushaltsjahre seit 2020. Die letzte Rückzahlung an das Staatliche Bauamt wird im Haushaltsjahr 2026 kassenwirksam.
Mit der nun vorliegenden Schlussabrechnung ist die Dorferneuerungsmaßnahme „Ausbau Hauptstraße“ auch finanziell abgeschlossen. Der Stadtrat nahm die Kostenübersicht zur Kenntnis.

 




Den Waldrand am Baugebiet Gründlein neu geordnet

Im Baugebiet „Gründlein“ in Geislohe steht eine wichtige Anpassung an. Die Stadt Pappenheim überarbeitete den bestehenden Bebauungsplan. Dieser wurde am 12.02.2026 vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Bereich am Waldrand im Westen des Baugebiets. Dort soll künftig klar geregelt sein, wie nah gebaut werden darf – und wie der Übergang zwischen Wald und Wohnhäusern gestaltet wird.

Der Stadtrat hatte die Änderung bereits im Oktober 2025 angestoßen.

[den damaligen  Artikel des PAPPENHEIMER SKRIBENT finden Sie hier … ]

Nun liegt der ausgearbeitete Entwurf vor und soll öffentlich ausgelegt werden.

Warum ist eine Änderung nötig
Das Baugebiet wurde ursprünglich vor rund 20 Jahren geplant. Die Bauabschnitte II und III wurden allerdings erst viel später erschlossen. In dieser Zeit haben sich nicht nur Bauwünsche verändert, auch vor Ort ergaben sich Abweichungen. So wurde die Straße teilweise anders gebaut als im alten Plan vorgesehen. Dadurch verschoben sich Baugrenzen und manche Vorgaben ließen sich in der Praxis kaum noch einhalten.

Hinzu kommt ein weiterer Punkt: Direkt westlich des Baugebiets beginnt der Wald. Hier zeigte sich, dass klare Regeln notwendig sind, um mögliche Gefahren durch umstürzende Bäume zu vermeiden.

Was bedeutet das konkret am Waldrand
Zwischen Wald und Wohnbebauung wird eine sogenannte Waldrandzone festgelegt. Wichtig dabei ist, dass ie Bauflächen werden nicht größer werden. Es entsteht also kein zusätzliches Baurecht.
In diesem Randbereich wird eine Baumfallzone ausgewiesen. Das heißt vereinfacht: In einem bestimmten Abstand zum Wald dürfen keine Wohnhäuser oder Gebäude entstehen, in denen sich Menschen dauerhaft aufhalten. So soll verhindert werden, dass bei Sturm oder Schneebruch Bäume zur Gefahr für Anwohner werden.
Gleichzeitig soll der Waldrand selbst umgestaltet werden. Die Stadt als derzeitige Waldeigentümerin verpflichtet sich, sehr hohe Bäume im unmittelbaren Randbereich schrittweise zu entnehmen. Stattdessen wird ein gestufter Waldrand mit niedrigeren, heimischen Sträuchern und kleineren Bäumen angelegt. Ein eigener Pflanzplan ist Teil der Änderung. Ziel ist ein natürlicher Übergang, der stabiler ist und weniger Risiko birgt.

Natur und Nachbarschaft im Blick
Nach Einschätzung der Verwaltung entstehen durch die Änderung keine zusätzlichen Eingriffe in Natur und Landschaft. Da keine neuen Bauflächen ausgewiesen werden, bleibt das grundsätzliche Baurecht unverändert. Auch die bestehende Eingrünung am südlichen Ortsrand bleibt erhalten.

Das Verfahren läuft als sogenannter Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren. Eine umfassende Umweltprüfung ist deshalb nicht erforderlich.

 




Gespräch über Wohnen und Zukunftsperspektiven in Pappenheim

Im Vorfeld der Kommunalwahl am 8. März 2026 lädt der Ortsverband der Grünen in Pappenheim zu einer öffentlichen Veranstaltung rund um das Thema Wohnen ein. Damit rückt eine Frage in den Mittelpunkt, die in Bayern seit Jahren an Brisanz gewinnt und auch in einer ländlich geprägten Kommune wie Pappenheim viele Menschen bewegt. Die Landesvorsitzende der Grünen, Gisela Sengl wird als Ansprechpartnerin zur Verfügung stehen

Wohnen ist im Freistaat längst mehr als eine private Angelegenheit. Im teuersten Bundesland, wenn es um Lebensraum und Zuhause geht, betrifft es Mieterinnen und Mieter ebenso wie Vermieterinnen und Vermieter, Kommunen und Landkreise, Architektinnen und Architekten, junge Menschen in Ausbildung, Studierende, Alleinerziehende oder Seniorinnen und Senioren. Es geht um Sicherheit und Lebensqualität, um Gemeinschaft und die Frage, ob Menschen an ihrem Heimatort bleiben können.

Gerade im ländlichen Raum stellt sich dabei die Herausforderung, tragfähige Lösungen zu finden. Pappenheim mit seiner Kernstadt und acht Ortsteilen zählt rund 4000 Einwohnerinnen und Einwohner. Welche Wohnformen sind hier realistisch. Was lässt sich von Projekten andernorts abschauen, die bereits entwickelt oder verwirklicht wurden. Und wie können Ideen an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden.

Über diese Fragen möchte der Ortsverband der Grünen diskutieren. Am 25. Februar 2026 um 18 Uhr ist die Landesvorsitzende der Grünen, Gisela Sengl, im Grünen Bereich zu Gast. Die Veranstaltung findet in den Räumen der ehemaligen Hoechstetter Apotheke statt.

Der Abend ist Teil der kommunalpolitischen Aktivitäten der Grünen zur bevorstehenden Wahl und versteht sich als Impuls für eine offene Diskussion darüber, wie Wohnen in Pappenheim künftig gestaltet werden kann.

 




Pappenheim will die Fels neu auf ihre Standfestigkeit prüfen lassen

Ein Thema mit langer Vorgeschichte stand in der Januarsitzung des Pappenheimer Stadtrates auf der Tagesordnung. Es geht um die Felsengruppe „Die Fels“ oberhalb der Bürgermeister-Rukwid-Straße und die Frage, wie standsicher das Gelände heute noch ist. Der Stadtrat sollte in der Sitzung über die Vergabe eines Gutachtens an die Landesgewerbeanstalt (LGA) Bayern in Nürnberg entscheiden. Da das Angebot bis zur Sitzung jedoch noch nicht vorlag, wurde der Tagesordnungspunkt vertagt.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Hauptausschuss angeregt, das Risiko eines möglichen Felssturzes erneut geologisch bewerten zu lassen. Die letzte Einschätzung der LGA stammt aus dem Jahr 1992. Schon damals wurde eine abstrakte Gefahr festgestellt. In der Folge brachte die Stadt provisorische Notsicherungsverbauungen an und legte die Kosten sowie die Sicherungsmaßnahmen dem damaligen Grundstückseigentümer per Bescheid nach dem Landesstraf- und Verordnungsgesetz auf.

Der Eigentümer beschritt daraufhin den Rechtsweg mit dem Ziel, die Kosten nicht selbst tragen zu müssen. Nachdem auch eine Verfassungsbeschwerde erfolglos blieb, teilte er das große Waldgrundstück auf. Während die übrigen Flächen als Friedwald genutzt werden, erklärte er die betroffene Teilfläche mit einer Größe von 11.592 Quadratmetern durch eine einfache Erklärung als herrenlos. Seither steht die Fläche faktisch im Raum, ohne privaten Eigentümer.

Rechtlich ist die Situation klar umrissen und zugleich anspruchsvoll. Wird eine konkrete Gefahr bekannt, muss die Stadt als Sicherheitsbehörde einschreiten. Neue Felsabgänge sind in den vergangenen Jahren zwar nicht bekannt geworden. Allerdings dürfte sich die Standfestigkeit der Felsgruppe und der eingebauten Sicherungsmaßnahmen in mehr als drei Jahrzehnten kaum verbessert haben. Vor diesem Hintergrund erscheint eine aktuelle fachliche Bewertung als sinnvoller erster Schritt.

Vorgesehen ist, sowohl die Felsengruppe selbst als auch die bestehenden Felssturzsperren durch die LGA Bayern untersuchen zu lassen. Die Kosten sollen im städtischen Haushalt 2026 berücksichtigt werden. Ein konkreter Beschluss konnte in der Sitzung jedoch noch nicht gefasst werden, da das angekündigte Angebot der LGA bis dahin nicht eingegangen war.

Der Stadtrat wird sich erneut mit dem Thema befassen, sobald belastbare Zahlen vorliegen. Ziel bleibt es, die Situation sachlich zu klären und auf Grundlage eines aktuellen Gutachtens über das weitere Vorgehen zu entscheiden.

 




Fasching mit ausverkauftem Pappenheimer Kronensaal

Besser hätte es kaum laufen können. Der Faschingsball in Pappenheim, organisiert vom CSU Ortsverband Pappenheim erwies sich in diesem Jahr als voller Erfolg und setzte in vielerlei Hinsicht neue Maßstäbe. Mit einem genehmigten Kontingent von 200 Gästen war der Kronensaal komplett ausverkauft. Kein Platz blieb frei, die Vorfreude war spürbar – und sie sollte nicht enttäuscht werden.

Für den passenden musikalischen Rahmen sorgte die Band „Project X“. Vom ersten Takt an brachte sie den Saal zum Brodeln und hielt die Stimmung bis 1.00 Uhr nachts auf konstant hohem Niveau. Es wurde ausgelassen gefeiert, getanzt und gelacht. Viele Besucher waren sich einig, dass es – inzwischen der fünfte Faschingsball – eine der positivsten und stimmungsvollsten Veranstaltungen dieser Reihe gewesen sei. Besonders bemerkenswert war die gute Atmosphäre über alle Altersgruppen hinweg.

Als Ehrengast durfte Marianne Pappler begrüßt werden. Sie ließ es sich nicht nehmen, bis in die frühen Morgenstunden mitzufeiern. Auch dem Besitzerehepaar Andrea und Albert Linke war die Freude deutlich anzusehen. Der Saal wurde ganz in ihrem Sinne genutzt – lebendig, fröhlich und bis auf den letzten Platz gefüllt.

Kulinarisch zeigte sich der Kronenwirt bestens vorbereitet – und am Ende dennoch restlos ausverkauft. Bis zur letzten Portion wurde serviert, das Angebot fand großen Zuspruch und wurde vielfach gelobt.

Besonders positiv aufgenommen wurde zudem das Engagement der eigenen Stadtratskandidaten. Sie übernahmen nicht nur Verantwortung bei der Vorbereitung, sondern bedienten und unterhielten die Gäste persönlich. Niemand scheute den organisatorischen Aufwand, die intensive Bewirtung oder das Aufräumen am Sonntag. Dieses Miteinander und die sichtbare Einsatzbereitschaft trugen ihren Teil zur besonderen Atmosphäre des Abends bei.

Auch der vom Turnverein ausgerichtete Kinderfasching konnte sich sehen lassen. Nach Angaben von Tino Ernst und Julian Sattler verzeichnete die Veranstaltung eine Rekordbeteiligung und fand großen Anklang. Die Zusammenarbeit zwischen den Organisatoren hat sich damit nicht nur bewährt, sondern inzwischen fest etabliert.

Titelfoto: CSU-Ortsverband Pappenheim




Vollsperrung zwischen Geislohe und Flemmühle

In der kommenden Woche müssen sich Verkehrsteilnehmer rund um Pappenheim auf Einschränkungen einstellen. Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Geislohe und Flemmühle wird von Dienstag, 24. Februar, bis einschließlich Donnerstag, 27. Februar 2026, vollständig für den Verkehr gesperrt. Dies geht aus einer Anordnung der Stadt Pappenheim als zuständiger Straßenverkehrsbehörde hervor.

Betroffen ist die komplette Strecke dieser Ortsverbindungsstraße. Grund für die Maßnahme sind Baumfäll- und Unterhaltsarbeiten im städtischen Wald. Hintergrund ist die Verkehrssicherungspflicht, der die Stadt hier nachkommt. Um die Arbeiten sicher durchführen zu können, ist eine Gesamtsperrung des Verkehrs erforderlich.

Die Umleitung wird über Geislohe, Neudorf und Suffersheim nach Flemmühle sowie in umgekehrter Fahrtrichtung geführt. Entsprechende Beschilderungen werden nach dem vorgesehenen Regelplan eingerichtet.

Die Anordnung tritt mit dem Aufstellen der Verkehrszeichen in Kraft und endet mit deren Beseitigung. Verkehrsteilnehmer werden gebeten, den ausgeschilderten Umleitungsstrecken zu folgen und für die genannten Tage etwas mehr Zeit einzuplanen.

 




Neue Impulse für leerstehende Ladenflächen in Pappenheim

Wie lassen sich leerstehende Ladenflächen im Ortskern wieder mit Leben füllen? Dieser Frage widmete sich ein Werkstattgespräch des Kunst und Kulturvereins Pappenheim e.V., das am Freitag in der ehemaligen Hoechstetter Apotheke stattfand. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, um ihre Vorstellungen einzubringen und gemeinsam über Perspektiven für die Zukunft nachzudenken.

Von Beginn an setzten die Organisatoren auf Beteiligung. Es ging nicht darum, fertige Konzepte zu präsentieren, sondern miteinander ins Gespräch zu kommen und Ideen zu entwickeln. Als Impuls dienten drei Beispiele aus der Region, die Mut machen sollen. Vorgestellt wurden die Pinselfabrik in Bechhofen, der Tante Anna Stadtteilladen in der Ansbacher Neustadt sowie das Zentrum für Austausch und Machen in Erlangen. Sie zeigen, wie unterschiedlich tragfähige Modelle heute aufgestellt sein können, ob als Verein, Genossenschaft oder unternehmerische Initiative.

Hauseigentümerin Fabiola Diehl zeigte sich offen für vielfältige Nutzungen. Als Buchbindemeisterin und Kunsthandwerkerin könne sie sich auch unkonventionelle Modelle vorstellen, sofern diese langfristig wirtschaftlich tragfähig seien.

Im Laufe des Abends entstand eine breite Sammlung an Vorschlägen. Genannt wurden Orte der Begegnung und des sozialen Austauschs ebenso wie kulturelle Projekte etwa ein Heimatmuseum oder eine Galerie für regionales Kunsthandwerk. Auch klassische Angebote der Nahversorgung fanden sich auf den Pinnwänden, vom Bioladen über ein Gesundheitszentrum bis hin zu einem Pop up Laden für Selbstständige und Start ups.

Die Frage der konkreten Umsetzung stand bewusst noch nicht im Vordergrund. Zunächst sollte gesammelt werden, was die Menschen bewegt und was sie in Pappenheim vermissen. Diese Offenheit sorgte für eine lebendige Diskussion. Zugleich wurde in der Auswertung deutlich, dass sich einige Teilnehmende eine stärkere Struktur und eine kompakte Bestandsaufnahme gewünscht hätten.

Der Verein versteht diese Rückmeldungen als hilfreichen Hinweis. Künftig solle zu Beginn eine Übersicht über vorhandene Angebote stehen und die Moderation klarer geführt werden. Insgesamt ziehen die Organisatoren dennoch eine positive Bilanz. Die rege Beteiligung und die engagierte Atmosphäre hätten gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürger bereit seien, Verantwortung für die Entwicklung ihrer Stadt zu übernehmen.

Inhaltlich knüpft das neue Format an den kürzlich abgeschlossenen Vitalitätscheck der Stadt Pappenheim an. Während dieser eine Bestandsaufnahme lieferte, sollen die Werkstattgespräche nun konkrete Handlungsmöglichkeiten ausloten und die Bürgerschaft aktiv einbinden.

Weitere Treffen sind geplant, sowohl in Pappenheim als auch in den umliegenden Ortschaften. Für die ehemalige Apotheke ist in den kommenden Wochen ein Folgetermin vorgesehen, bei dem einzelne Ideen vertieft werden sollen.

Eigentümer leerstehender Immobilien, die selbst Gastgeber eines Werkstattgesprächs werden möchten, können sich per Mail an k14.pappenheim@web.de wenden.