Steiniger Radweg zwischen Pappenheim und Dietfurt wird gesperrt

Der Radweg zwischen Pappenheim und Dietfurt wird ab Montag, 9. November 2026, wegen Sanierungsarbeiten gesperrt. Wie die Stadt Pappenheim mitteilt, soll das rund einen Kilometer lange Teilstück im Wald- und Waldrandbereich mit Schotter und einer abschließenden Feinschicht überzogen werden. Die Arbeiten werden voraussichtlich fünf bis sieben Arbeitstage dauern.

Die Stadt hat die Sanierung bewusst außerhalb der Tourismussaison angesetzt, um die Einschränkungen für Radfahrer und Ausflügler möglichst gering zu halten. Eine Umleitung kann wegen der topografischen Verhältnisse und fehlender Alternativstrecken nicht eingerichtet werden. Für die Land- und Forstwirtschaft bleibt die Zufahrt bis zur Baustelle möglich.

Schöne Strecke mit einigen Tücken
Der Radweg durch die Fischerleite gehört zweifellos zu den schönsten Abschnitten des Altmühltal-Radweges. Die landschaftlich reizvolle Strecke zwischen Pappenheim und Dietfurt ist allerdings im wahrsten Sinne des Wortes oft ein steiniger Weg. Ausgewaschene Stellen und holprige Abschnitte machen die Fahrt nicht immer zum Vergnügen. Hinzu kommt, dass der Weg an manchen Stellen so schmal ist, dass sich entgegenkommende Radfahrer kaum gefahrlos begegnen können.

Mit der jetzt angekündigten Sanierung sollen zumindest die Unebenheiten beseitigt und die Fahrbahn wieder in einen besseren Zustand gebracht werden. Ob bei dieser Gelegenheit auch eine gewisse Verbreiterung des Weges erfolgt, geht aus der Mitteilung der Stadt nicht hervor. Das wird sich wohl erst nach Abschluss der Arbeiten zeigen.

 




Hofana-Stiftung in Pappenheim kann weiterhin keine Zuwendungen vergeben

Die Hofana-Stiftung in Pappenheim verfügt über ein beträchtliches Vermögen, kann aber seit 16 Jahren keine Zuwendungen mehr vergeben. Auch im Haushaltsjahr 2026 wird sich daran nichts ändern. Die Zinserträge reichen nicht aus, um den gesetzlich vorgeschriebenen Erhalt des Stiftungsvermögens sicherzustellen. Der Stadtrat hat deshalb in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung der Stiftung einstimmig beschlossen, ohne Mittel für soziale Zuwendungen vorzusehen.

Zinseinnahmen werden vollständig angespart
Für das Jahr 2026 rechnet die Hofana-Stiftung mit Zinseinnahmen von 8.100 Euro. Davon erhält die Stadt Pappenheim 1.500 Euro für die Verwaltung der Stiftung. Die verbleibenden 6.600 Euro fließen vollständig in die Sonderrücklage.

Damit sollen die gesamten Rücklagen von 443.700 Euro zu Jahresbeginn auf 450.300 Euro zum Jahresende anwachsen. Der Verwaltungshaushalt schließt mit jeweils 8.100 Euro in Einnahmen und Ausgaben ab, der Vermögenshaushalt mit jeweils 6.600 Euro.

Warum das Stiftungsvermögen nicht ausgegeben werden darf
Dass die Stiftung trotz ihrer hohen Rücklagen keine Zuschüsse vergeben kann, liegt an den gesetzlichen Vorgaben zum Erhalt des Grundstockvermögens. Dieses betrug ursprünglich 382.070 Euro und muss nicht nur in seiner ursprünglichen Höhe, sondern auch unter Berücksichtigung der Inflation erhalten bleiben.

Um den Kaufkraftverlust seit der Gründung auszugleichen, müsste das Grundstockkapital nach der Berechnung für 2025 inzwischen 812.926 Euro betragen. Tatsächlich waren jedoch nur 443.532 Euro vorhanden. Es fehlen somit rund 369.000 Euro, um den inflationsbereinigten Wert des ursprünglichen Vermögens zu erreichen.

Deshalb müssen die jährlichen Zinserträge zunächst angespart werden. Erst wenn darüber hinaus ausreichende Erträge zur Verfügung stehen, darf die Stiftung wieder Zuschüsse vergeben. Die letzte Ausschüttung erfolgte 2010. Damals erhielt das Bayerische Rote Kreuz 2.000 Euro für die Rettungswache.

Bürgermeister erinnert an den Stiftungsgründer
Um insbesondere die neuen Stadtratsmitglieder über die Hintergründe zu informieren, erläuterte Bürgermeister Florian Gallus bei der Haushaltsberatung auch die Geschichte und den Zweck der Hofana-Stiftung.

Gegründet wurde sie 1971 von dem Pappenheimer Unternehmer und späteren Ehrenbürger Georg Nestler, dem Inhaber der früheren Strickmodenfabrik Hofana. Nestler hatte sich schon zu Lebzeiten durch großzügige Unterstützung sozialer Einrichtungen und bedürftiger Menschen ausgezeichnet. Mit der Stiftung wollte er sicherstellen, dass sein Vermögen auch nach seinem Tod gemeinnützigen Zwecken dient. Deshalb setzte er die Stiftung als Alleinerbin ein.

Georg Nestler starb am 15. August 1976, vor 50 Jahren. Der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim hat in einem umfangreichen Beitrag an das Leben und Wirken des Unternehmers erinnert.

[Den Artikel über Georg Nestler finden Sie hier … ]

Die Hofana-Stiftung ist eine rechtlich selbstständige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Verwaltet und vertreten wird sie durch die Organe der Stadt Pappenheim. Der Stadtrat übernimmt zugleich die Aufgaben des Stiftungsrates.

Soziale Hilfe war das wichtigste Anliegen
Nach den ursprünglichen Stiftungsbestimmungen sollten vor allem die damaligen Männer- und Frauenbereitschaften des Bayerischen Roten Kreuzes sowie das Jugendrotkreuz in Pappenheim unterstützt werden. Außerdem sollten Zuwendungen dazu beitragen, hilfsbedürftigen älteren Menschen die Aufnahme in ein Pappenheimer Altenheim zu ermöglichen.

Da diese Fördermöglichkeiten in ihrer ursprünglichen Form inzwischen hinfällig geworden sind, kommen nach den Stiftungsbestimmungen unter bestimmten Voraussetzungen auch Kinderheime, Kindergärten und Waisenhäuser im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen als Empfänger infrage. Einrichtungen in Pappenheim haben dabei Vorrang.

Ein Grundstück erinnert an Charlotte Nestler
Zum Stiftungsvermögen gehört auch ein Grundstück bei Langenbruck an der Autobahn A 9 in der Gemarkung Hög, Gemeinde Reichertshofen. Dort erinnert ein Gedenkkreuz an Charlotte Nestler, die Ehefrau von Georg Nestler und Inhaberin der Strickmodenfabrik Hofana.
Sie kam im Oktober 1967 auf der Fahrt zur Modewoche nach München bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Auch der Fahrer des Fahrzeugs starb bei dem Unglück. Georg Nestler bewahrte das Andenken an seine Frau unter anderem durch die Gründung der Charlotte-Nestler-Stiftung.

Stiftungsauftrag bleibt bestehen
Mit dem einstimmigen Haushaltsbeschluss hat der Stadtrat die finanziellen Grundlagen der Hofana-Stiftung für 2026 festgelegt. Der ursprüngliche Auftrag des Stifters, soziale Einrichtungen und hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, bleibt bestehen.

Wann die Stiftung diesen Auftrag wieder mit finanziellen Zuwendungen erfüllen kann, ist allerdings nicht absehbar. Denn zunächst muss das vorhandene Kapital weiter anwachsen, um den inflationsbedingten Wertverlust des Stiftungsvermögens auszugleichen.




Planungen für Pappenheim Nord an Nürnberger Architekturbüro vergeben

Die städtebauliche Entwicklung des Gebiets „Pappenheim Nord“ nimmt einen weiteren Schritt. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig beschlossen, das Nürnberger Büro mt2 ARCHITEKTEN BDA | STADTPLANER mit der Betreuung des anstehenden Planungsverfahrens zu beauftragen. Die Auftragssumme beträgt 22.610 Euro brutto zuzüglich Nebenkosten von 1.130,50 Euro. Die Vergabe steht unter dem Vorbehalt, dass die Regierung von Mittelfranken eine Förderung von mindestens 60 Prozent bewilligt.

Bereits in seiner Sitzung am 16. Juli 2026 hatte der Stadtrat beschlossen, für das Areal „Pappenheim Nord“ einen städtebaulichen Entwurf erarbeiten zu lassen. Dieser soll als Grundlage für die spätere Aufstellung eines Bebauungsplans dienen. Vorgesehen ist dazu eine sogenannte Mehrfachbeauftragung. Das bedeutet, dass mehrere Planungsbüros unabhängig voneinander Vorschläge für die künftige Gestaltung und Nutzung des Gebiets entwickeln. Auf diese Weise erhält die Stadt unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten, die anschließend miteinander verglichen und bewertet werden können.

Drei Angebote lagen vor
Für die Organisation und fachliche Begleitung dieses Verfahrens benötigt die Stadt ein Betreuungsbüro. Dazu wurden drei von der Architektenkammer vorgeschlagene Büros zur Angebotsabgabe aufgefordert. Alle drei Unternehmen reichten entsprechende Angebote ein.
Die Angebotssummen lagen zwischen 18.326 Euro und 29.750 Euro brutto. Das Nürnberger Büro mt2 ARCHITEKTEN bot seine Leistungen für 22.610 Euro brutto zuzüglich 1.130,50 Euro Nebenkosten an. Damit ergibt sich eine Gesamtsumme von 23.740,50 Euro.
Ursprünglich hatte der Stadtrat für die Betreuung des Verfahrens einen Kostenrahmen von 10.000 Euro vorgesehen. Dieser Betrag erwies sich jedoch als nicht ausreichend. Sämtliche Angebote lagen darüber. Nach Einschätzung der Verwaltung ist dies angesichts der Größe des Planungsgebiets nicht ungewöhnlich.

Bei der Vergabe war allerdings nicht allein der niedrigste Angebotspreis ausschlaggebend. Auch die zeitliche Verfügbarkeit und die Erfahrungen der Büros wurden berücksichtigt. Für mt2 sprachen unter anderem die Möglichkeit eines sofortigen Arbeitsbeginns sowie bereits vorhandene Erfahrungswerte bei der Regierung von Mittelfranken und der BayernGrund.

Erfahrenes Architekturbüro aus Nürnberg
Mit mt2 ARCHITEKTEN BDA | STADTPLANER hat sich der Stadtrat für ein Nürnberger Unternehmen entschieden, das sowohl in der Architektur als auch in der Stadtplanung tätig ist. Zu den Arbeitsschwerpunkten gehören die Entwicklung städtebaulicher Konzepte, die Planung von Bauvorhaben und die Betreuung von Architektenwettbewerben und Vergabeverfahren.
Das Büro arbeitet für private und öffentliche Auftraggeber und begleitet Projekte von der ersten Entwurfsidee über die konkrete Planung bis zur baulichen Umsetzung.

Förderung soll Kosten reduzieren
Für das Planungsverfahren wird mit einer staatlichen Förderung von mindestens 60 Prozent gerechnet. Bei einer entsprechenden Bewilligung würde sich der städtische Eigenanteil für das beauftragte Betreuungsbüro rechnerisch auf 9.496,20 Euro reduzieren.
Allerdings sind damit noch nicht sämtliche Kosten des Verfahrens abgedeckt. Zusätzlich müssen die Planungsleistungen der beteiligten Architekturbüros und gegebenenfalls die Anfertigung von Modellen finanziert werden.
Eine der ersten Aufgaben des beauftragten Nürnberger Büros wird deshalb darin bestehen, die voraussichtlichen Gesamtkosten der Mehrfachbeauftragung zu ermitteln. Diese Berechnung bildet die Grundlage für den Förderantrag.

Mit dem einstimmigen Vergabebeschluss hat der Stadtrat die organisatorischen Voraussetzungen für die weitere Planung geschaffen. Konkrete Festlegungen zur künftigen Bebauung des Gebiets „Pappenheim Nord“ sind damit noch nicht getroffen. Diese sollen erst auf Grundlage der zu erarbeitenden städtebaulichen Entwürfe erfolgen.

 




Mehr Unterstützung für die Städtische Galerie in Pappenheim

Seit mehr als zwei Jahrzehnten sorgt der Kunst- und Kulturverein Pappenheim dafür, dass in der Städtischen Galerie an der Stadtmühle regelmäßig Ausstellungen stattfinden und Besucher Kunst aus der Region und darüber hinaus erleben können. Dieses langjährige Engagement wird von der Stadt Pappenheim nun auch finanziell stärker unterstützt. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig beschlossen, den jährlichen Zuschuss für die Betreuung der Galerie von bisher 2.000 auf 3.000 Euro zu erhöhen.

Bereits seit 2003 betreut der Kunst- und Kulturverein das frühere städtische Museum an der Stadtmühle, die heutige Städtische Galerie einschließlich der Mangold-Stiftung. In den drei Ausstellungsräumen werden jährlich vier Ausstellungen mit Werken regionaler und überregionaler Künstler organisiert, die jeweils mit einer Vernissage eröffnet werden.

Dabei beschränkt sich die Arbeit des Vereins keineswegs auf die Ausstellungen selbst. Auch die Auswahl und Betreuung der Künstler, die Öffentlichkeitsarbeit, die Organisation der Vernissagen und die Betreuung der Besucher gehören zu seinen Aufgaben. An rund 100 Tagen im Jahr ist die Galerie jeweils drei Stunden geöffnet und wird von einer Aufsichtsperson betreut. Darüber hinaus können Gruppen und Schulklassen nach Vereinbarung auch unter der Woche die Ausstellungen besuchen.

Anerkennung für die Arbeit des Vereins

In der Stadtratssitzung sprach sich Stadträtin und dritte Bürgermeisterin Anette Pappler (SPD) ausdrücklich für die Erhöhung des Zuschusses aus. Ihrer Ansicht nach habe sich der Kunst- und Kulturverein diese Unterstützung mehr als verdient.

Pappler machte deutlich, dass die jährliche Unterstützung von 3.000 Euro bei rund 100 Öffnungstagen gerade einmal 30 Euro pro Tag ausmache. Dabei seien die zusätzlichen Leistungen rund um die Vernissagen und die Organisation der Ausstellungen noch gar nicht berücksichtigt.

„Da passiert ganz viel drumherum“, betonte Pappler. Sie verwies dabei auch auf die positiven Auswirkungen für die örtliche Gastronomie. Nach ihren Beobachtungen würden zahlreiche Besucher nach den Vernissagen zum Mittagessen in Pappenheimer Gaststätten oder in das Café am Lämmermannplatz einkehren. Die Galerie sei damit nicht nur eine Bereicherung für das kulturelle Leben, sondern bringe auch Gäste in die Stadt, von denen die örtliche Gastronomie profitiere.

An die auf den Zuhörerrängen anwesende Vorsitzende des Kunst- und Kulturvereins, Ursula Kreißl, richtete Pappler ein herzliches Dankeschön im Namen der Stadt Pappenheim.

Neue Vereinbarung bis Ende 2030

Anlass für die Entscheidung war ein Antrag des Kunst- und Kulturvereins, die bisherige Vereinbarung über die Betreuung der Galerie zu verlängern und die jährliche Kostenerstattung von 2.000 auf 3.000 Euro anzuheben. Auch die Stadtverwaltung hielt diese Anpassung angesichts der allgemeinen Kosten- und Tarifentwicklung für vertretbar.

Die neue Vereinbarung gilt rückwirkend vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2030. Für diesen Zeitraum erhält der Verein jährlich 3.000 Euro als Personalkostenerstattung für die tatsächliche Betreuung der Galerie. Nach Ablauf der fünf Jahre muss eine neue Vereinbarung geschlossen werden.

Mit dem einstimmigen Beschluss setzt die Stadt Pappenheim die bewährte Zusammenarbeit mit dem Kunst- und Kulturverein fort und würdigt zugleich dessen langjährigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt.




Große Sanierungspläne für Pappenheims Straßen

In Pappenheim und seinen Ortsteilen soll sich in den kommenden fünf Jahren einiges im Bereich der Straßensanierung tun. Von der Erneuerung schadhafter Fahrbahndecken über neue Gehwege bis hin zu umfangreichen Tiefbauarbeiten reicht das Programm, das der Stadtrat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig auf den Weg gebracht hat. Der neue Straßensanierungsplan zeigt, wo zwischen 2027 und 2031 gebaut werden soll und welche Straßen dabei besonders im Blickpunkt stehen.

Den Anfang machen im kommenden Jahr unter anderem die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Bieswang und Solnhofen, der Auer Bichel und die Straße Am Solenturm. Auch in Osterdorf und Bieswang sind erste Maßnahmen vorgesehen. Insgesamt stehen für fünf kleinere Sanierungsprojekte im Jahr 2027 rund 205.600 Euro im Plan.

Doch dabei bleibt es nicht. Mit den Kanalarbeiten in der Charlotte-Nestler-Straße sowie den Tiefbauarbeiten am Marktplatz und in der Stadtvogteigasse stehen weitere größere Vorhaben an. Diese werden allerdings über eigene Haushaltsstellen finanziert.

In den Folgejahren rücken dann weitere Straßen in den Mittelpunkt. So sind unter anderem umfangreiche Erneuerungen am Mühlberg, in der Stadtparkstraße und in der alten Siedlung von Übermatzhofen vorgesehen. Auch die Gemeindeverbindungsstraßen zwischen Osterdorf und Geislohe sowie zwischen Neudorf und Rothenstein stehen auf dem Programm. Hinzu kommen Straßenbauarbeiten im Zusammenhang mit den Dorferneuerungen in Bieswang und Geislohe.

Der Plan steht, die Finanzierung muss folgen
So umfangreich die Liste der geplanten Maßnahmen auch ist, einen festen Bauzeitenplan gibt es damit noch nicht. Denn ob die einzelnen Vorhaben tatsächlich im vorgesehenen Jahr umgesetzt werden können, hängt vor allem davon ab, wie viel Geld die Stadt dafür bereitstellen kann. Auch die personellen Kapazitäten und die Abstimmung mit anderen Bauprojekten spielen eine Rolle.

Mit seinem einstimmigen Beschluss hat der Stadtrat dennoch eine klare Richtung vorgegeben. Die Verwaltung soll nun zunächst die Kosten für die Maßnahmen des Jahres 2027 genauer ermitteln und die erforderlichen Planungs- und Ausschreibungsunterlagen vorbereiten.

Damit liegt erstmals eine konkrete Übersicht vor, welche Straßen in Pappenheim und seinen Ortsteilen in den nächsten fünf Jahren saniert werden sollen. Ob alle Vorhaben wie geplant verwirklicht werden können, werden allerdings erst die kommenden Haushaltsberatungen und die weitere finanzielle Entwicklung der Stadt zeigen.

Diese Straßen stehen auf dem Sanierungsplan

2027

  • Bieswang–Solnhofen: Abschieben und Schottern der Gemeindeverbindungsstraße
  • Am Auer Bichel: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Am Solenturm: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Osterdorf: Teststrecke zur Rinnensanierung
  • Bieswang, Stichstraße Sommerkellerweg: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Charlotte-Nestler-Straße: Kanalarbeiten
  • Marktplatz und Stadtvogteigasse: Tiefbauarbeiten

2028

  • Charlotte-Nestler-Straße: Wiederherstellung der Straßenoberfläche
  • Marktplatz und Stadtvogteigasse: Weitere Tiefbauarbeiten
  • Osterdorf–Geislohe: Erneuerung der Deckschicht und Bankette der Gemeindeverbindungsstraße
  • Mühlberg in Pappenheim: Erneuerung der Fahrbahndecke, Austausch der Bordrinnen und Pflasterung der Gehwege

2029

  • Übermatzhofen, alte Siedlung: Erneuerung der Fahrbahndecke, Austausch der Bordrinnen und Pflasterung der Gehwege
  • Stadtparkstraße: Erneuerung der Fahrbahndecke, Austausch der Bordrinnen und Pflasterung der Gehwege
  • Bieswang, Hutgasse und Stelzergasse: Weiterführung der Arbeiten nach der Dorferneuerung
  • Bahnhofstraße: Kanal- und Gehwegarbeiten
  • Zimmern: Fugensanierung unter Berücksichtigung der Erfahrungen aus der Teststrecke in Osterdorf

2030

  • Neudorf–Rothenstein: Erneuerung der Fahrbahndecke und Austausch der Bordrinnen an der Gemeindeverbindungsstraße
  • Pfeifferleite: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Bürgermeister-Oppelt-Straße: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Geislohe: Beginn der Tiefbauarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung

2031

  • Obere Bergstraße, Hausnummern 1 bis 8: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Bieswang, Am Wasserturm und Bürgermeister-Rachinger-Straße: Erneuerung der Fahrbahndecken und Gehwege
  • Beckstraße: Erneuerung der Fahrbahndecke
  • Geislohe: Oberflächenarbeiten im Rahmen der Dorferneuerung

 




Pappenheim erhöht Aufwandsentschädigungen für Feuerwehrkräfte

Die Stadt Pappenheim stellt die Aufwandsentschädigungen für besondere Funktionen innerhalb ihrer Freiwilligen Feuerwehren auf eine neue Grundlage. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 22. Oktober 2026 einstimmig eine Neuregelung beschlossen, die den gestiegenen Anforderungen und dem tatsächlichen Arbeitsaufwand der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte besser gerecht werden soll. Die neuen Entschädigungssätze gelten ab dem 1. Januar 2027.

Die bisherigen Regelungen gehen teilweise auf Stadtratsbeschlüsse aus den Jahren 1978 bis 1980 zurück. Seitdem haben sich die technischen Anforderungen und die Aufgaben der Feuerwehren erheblich verändert, wurde bei der Sitzung von Bürgermeister Florian Gallus festgestellt. Insbesondere die Gerätewarte tragen heute eine umfangreiche Verantwortung. Neben der Pflege und Wartung der Fahrzeuge müssen sie regelmäßige Prüfungen durchführen, deren Ergebnisse dokumentieren, Reparaturen organisieren und dafür sorgen, dass Fahrzeuge und Ausrüstung jederzeit einsatzbereit sind.

Auch die Jugend- und Kinderfeuerwehrwarte leisten weit mehr als die Betreuung der regelmäßigen Übungen. Die Vorbereitung der Ausbildung, die Organisation von Veranstaltungen, die Nachwuchsgewinnung und zahlreiche Verwaltungsaufgaben gehören ebenfalls zu ihrem Tätigkeitsbereich.
Eine besondere Verantwortung trägt zudem der Atemschutzgerätewart, der den gesamten Atemschutz der Feuerwehren Pappenheim, Bieswang und Neudorf betreut.

Einheitliche Entschädigungssätze nach tatsächlichem Aufwand
Mit der Neuregelung werden die bisherigen, teilweise unterschiedlichen Entschädigungssätze durch eine einheitliche Staffelung ersetzt. Bei den Gerätewarten richtet sich die Höhe künftig nach der Art des betreuten Feuerwehrfahrzeugs und dem Umfang seiner technischen Ausstattung.

Für die Betreuung eines Tragkraftspritzenanhängers (TSA), eines Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) oder eines Mehrzweckfahrzeugs (MZF) werden künftig jährlich jeweils 225 Euro gezahlt.
Bei größeren Fahrzeugen wie Hilfeleistungslöschfahrzeugen (HLF) und Tanklöschfahrzeugen (TLF) beträgt die jährliche Grundentschädigung 280 Euro.

Hinzu kommen zusätzliche Entschädigungen für die Betreuung der feuerwehrtechnischen Beladung. Diese betragen bei Mehrzweckfahrzeugen 80 Euro und bei Hilfeleistungslöschfahrzeugen sowie Tanklöschfahrzeugen jeweils 160 Euro im Jahr. Für die Betreuung eines solchen größeren Feuerwehrfahrzeugs einschließlich seiner Beladung ergibt sich damit eine jährliche Gesamtentschädigung von 440 Euro.

Auch die Aufwandsentschädigungen für weitere verantwortliche Funktionen werden bei den Feuerwehren im Gemeindebereich Pappenheim angepasst. Der Atemschutzgerätewart erhält künftig ebenso wie die Jugendfeuerwehrwarte und Kinderfeuerwehrwarte eine jährliche Entschädigung von jeweils 280 Euro.

Bei der Sitzung des Stadtrates wies Bürgermeister Gallus ausdrücklich darauf hin, dass diese Beträge keine Bezahlung der tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden darstellen. Sie sind vielmehr als pauschaler Ausgleich für den besonderen ehrenamtlichen Aufwand gedacht. Der tatsächliche Zeitaufwand liege deutlich über dem Umfang, den die Entschädigungen rechnerisch abdecken.

Zusammenarbeit im Stadtrat gewürdigt
Die Neuregelung wurde von der Stadtverwaltung in Abstimmung mit dem Feuerwehrreferenten des Stadtrates, Michele Eckerlein, erarbeitet. Bürgermeister Florian Gallus hob in der Sitzung die Mitarbeit von Stadtrat Eckerlein ausdrücklich lobend hervor.

Eckerlein erklärte seinerseits, dass er bei der Ausarbeitung der neuen Entschädigungssätze bestrebt gewesen sei, eine Lösung zu finden, „dass es für alle passt“.

Mit der einstimmig beschlossenen Neuregelung steigen die jährlichen Aufwendungen der Stadt für diese Entschädigungen von bisher 3.350,27 Euro auf 4.495 Euro. Das entspricht jährlichen Mehrkosten von 1.144,73 Euro.
Künftig soll mindestens alle fünf Jahre überprüft werden, ob die Höhe der Entschädigungen noch zeitgemäß ist und gegebenenfalls angepasst werden muss.




Öffentliche Sitzung des Stadtrates

Am Donnerstag, 22.10.2026, um 19:00 Uhr findet im Bürgersaal des Haus des Gastes eineöffentliche Sitzung des Stadtrates der Stadt Pappenheimmit folgender Tagesordnung statt.

1 Bauanträge

2 Baugebietserschließung – Entscheidung über Beginn der Erschließung-(splanung) für das Baugebiet Neudorf II

3 Haushaltsplan und Haushaltssatzung der Hofana-Stiftung Pappenheim für das Haushaltsjahr 2026

4 Neuregelung der Aufwandsentschädigungen für Funktionsträger der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Pappenheim

5 Straßensanierungen – Straßensanierungsplan ab 2027

6 Pappenheim Nord – Städtebaulicher Entwurf: Vergabe der Planungsleistungen zur Begleitung der Mehrfachbeauftragung (Betreuungsbüro)

7 Antrag des Kunst- und Kulturvereins auf Bezuschussung der Betreuung des Museums

8 Bekanntgaben




Pappenheim steht finanziell vergleichsweise gut da

Bei der Bürgerversammlung 2026 hat Bürgermeister Florian Gallus im Bürgersaal des Hauses des Gastes die Entwicklung der Stadt Pappenheim erläutert. Im Mittelpunkt standen dabei die Einwohnerzahlen, die finanzielle Situation der Stadt sowie die Einnahmen, Ausgaben und anstehenden Investitionen. Dabei wurde deutlich, dass Pappenheim in den kommenden Jahren vor erheblichen finanziellen Herausforderungen steht.

Unter den Zuhörern befanden sich 18 Bürgerinnen und Bürger sowie sieben Stadträte, darunter zweiter Bürgermeister Walter Otters und dritte Bürgermeisterin Anette Pappler.

Einwohnerzahlen in Pappenheim weitgehend stabil
Die Einwohnerzahl der Stadt Pappenheim einschließlich ihrer Ortsteile hat sich in den vergangenen Jahren weitgehend stabilisiert. Zum 24. September 2026 waren insgesamt 3.987 Einwohner gemeldet. Das sind fünf mehr als Ende 2025. Im Jahr 2006 hatte Pappenheim noch 4.292 Einwohner. Innerhalb von 20 Jahren ist die Bevölkerungszahl damit um 305 Personen oder rund 7,1 Prozent zurückgegangen.

Wie Bürgermeister Florian Gallus anhand einer Übersicht erläuterte, lebten zum 31. Dezember 2025 in der Kernstadt Pappenheim 1.942 Menschen. Das entsprach rund 49 Prozent der Gesamtbevölkerung. Der größte Ortsteil war Bieswang mit 618 Einwohnern (16 Prozent), gefolgt von Osterdorf mit 290 (7 Prozent), Neudorf mit 269 (7 Prozent), Übermatzhofen mit 247 (6 Prozent), Göhren mit 221 (6 Prozent), Geislohe mit 216 (5 Prozent), Zimmern mit 131 (3 Prozent) und Ochsenhart mit 48 Einwohnern (1 Prozent).

Damit lebte etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung in den Ortsteilen. Die Zahlen zeigen zugleich, dass die Einwohnerzahl der Stadt nach einem längerfristigen Rückgang in den vergangenen Jahren relativ konstant geblieben ist.

Einnahmen und Ausgaben der Stadt
Das Haushaltsvolumen der Stadt Pappenheim lag im Jahr 2025 bei rund 16,24 Millionen Euro und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres mit 16,27 Millionen Euro. Für 2026 ist ein Haushaltsvolumen von rund 17,8 Millionen Euro vorgesehen.

Das ist ein relativ großes Haushaltsvolumen für die Größe der Stadt Pappenheim, betonte Bürgermeister Gallus.

Zu den größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2025 gehörten der laufende Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit rund 3,23 Millionen Euro sowie die Personalkosten einschließlich der Arbeitgeberanteile mit 2,57 Millionen Euro. Hinzu kamen die Kreisumlage mit 2,36 Millionen Euro und Zuweisungen an Schulen, Verbandsumlagen für die Senefelderschule sowie Leistungen im Rahmen der Kinderbetreuung mit insgesamt 2,16 Millionen Euro. Weitere 480.000 Euro musste die Stadt als Gewerbesteuerumlage abführen.
Allein diese fünf Ausgabenbereiche summierten sich auf rund 10,79 Millionen Euro.

Gewerbesteuer bleibt wichtige Einnahmequelle
Bei den Steuereinnahmen zeigte Bürgermeister Gallus die teilweise erheblichen Schwankungen der vergangenen Jahre auf. Besonders deutlich wird dies bei der Gewerbesteuer. Während 2024 rund 1,54 Millionen Euro eingenommen wurden, stieg dieser Betrag 2025 auf 2,32 Millionen Euro. Für das laufende Jahr 2026 wurde zunächst vorsichtig mit 1,5 Millionen Euro kalkuliert.

Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B lagen 2025 bei rund 590.000 Euro. Da wegen der Problematik der Grundsteuerreform einige Grundstücke erst jetzt veranlagt werden konnten, werden die Einnahmen aus der Grundsteuer für 2026 mit 630.000 Euro erwartet. Die Beteiligung der Stadt an der Einkommen- und Umsatzsteuer beträgt nach den vorgelegten Zahlen sowohl 2025 als auch in der Planung für 2026 rund 2,1 Millionen Euro.

Eine weitere wichtige Einnahmequelle sind die laufenden staatlichen Zuweisungen. Sie beliefen sich 2025 auf rund 1,32 Millionen Euro und sind für 2026 mit 1,9 Millionen Euro angesetzt.

Hoher Finanzbedarf für kommende Projekte
Bei den geplanten Investitionen kommen erhebliche Ausgaben auf die Stadt zu. Besonders ins Gewicht fällt die Abwasserbeseitigung. Hier sind für 2026 rund 1,89 Millionen Euro und für 2027 weitere 1,67 Millionen Euro vorgesehen. Für die Folgejahre stehen nochmals 995.000 Euro in der Finanzplanung.

Für den Breitbandausbau sind 2026 rund 1,81 Millionen Euro aus der Stadtkasse eingeplant. Weitere größere Ausgaben betreffen die Dorferneuerung in Bieswang mit 341.000 Euro im Jahr 2026 und 654.000 Euro im Jahr 2027.

Für den Bauhof sind in diesen beiden Jahren insgesamt 665.000 Euro vorgesehen. Hinzu kommen Ausgaben für die Feuerwehren und die Straßensanierungen.

Schulden und Rücklagen
Bei der Entwicklung der Stadtfinanzen stellte Gallus auch die Verbindlichkeiten und das vorhandene Vermögen dar. Die allgemeinen städtischen Schulden sollen von 1,47 Millionen Euro im Jahr 2025 auf rund 1,42 Millionen Euro im Jahr 2026 zurückgehen.

Deutlich höher sind die gesondert ausgewiesenen Verbindlichkeiten für die Abwasserbeseitigung. Diese sollen von 3,77 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 3,60 Millionen Euro im Jahr 2026 in etwa gleichbleiben.

Die von Bürgermeister Florian Gallus vorgestellten Haushaltszahlen zeigen, dass Pappenheim einerseits über wichtige Steuereinnahmen und staatliche Zuweisungen verfügt, andererseits aber erhebliche Mittel für den laufenden Betrieb und notwendige Investitionen benötigt. Die Finanzierung dieser Aufgaben wird die Stadt auch in den kommenden Jahren beschäftigen.

Abschließend betonte Bürgermeister Florian Gallus, dass Pappenheim trotz der anstehenden finanziellen Herausforderungen im Vergleich zu anderen Gemeinden ähnlicher Größenordnung insgesamt nicht schlecht dastehe.

Ein Überblick über laufende und geplante Projekte folgt in einem gesonderten Artikel.




Pappenheim zwischen Erfolgen und neuen Herausforderungen

Bei der Bürgerversammlung 2026 hat Bürgermeister Florian Gallus im Bürgersaal des Hauses des Gastes auch einen umfassenden Überblick über laufende und geplante Projekte in Pappenheim und seinen Ortsteilen gegeben. Dabei reichte die Themenpalette von den Schulen über die Stadtentwicklung und Straßensanierungen bis hin zu den Feuerwehren, dem städtischen Friedhof und der Abwasserbeseitigung. Neben bereits abgeschlossenen Maßnahmen stellte Gallus auch Vorhaben vor, die die Stadt in den kommenden Jahren beschäftigen werden.

Schulprojekte und Kinderbetreuung
Ein großes Gemeinschaftsprojekt ist der Neubau der Senefelder-Schule in Treuchtlingen. Für die Stadt Pappenheim stehen bis zum Jahr 2029 noch Verbandsumlagen von insgesamt 595.000 Euro an. Danach soll das Projekt finanziell abgeschlossen sein.

Die Grundschule Pappenheim-Solnhofen besuchen im Schuljahr 2026/2027 insgesamt 245 Kinder. Davon entfallen 121 Schülerinnen und Schüler in sechs Klassen auf Pappenheim und 124 Kinder, ebenfalls in sechs Klassen, auf Solnhofen.

Auch den neuen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung sprach Gallus an. Dieser gilt ab dem Schuljahr 2026/2027 zunächst für Kinder der ersten Jahrgangsstufe. Die Stadt hatte dazu den Bedarf bei den Eltern abgefragt und eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr in den Räumen der Grundschule vorgesehen. Obwohl zunächst reges Interesse bestand, gingen letztlich nur vier verbindliche Anmeldungen ein. Erforderlich gewesen wären mindestens zwölf. Deshalb muss die geplante Betreuungsgruppe im Pappenheimer Grundschulhaus nicht eingerichtet werden. Letzteres kommt dem Turnverein zugute, der wegen seiner Turnhallensanierung weiterhin den Gymnastikraum im Grundschulhaus nutzen kann.

Stadtentwicklung und neue Baugebiete
Für das geplante Wohnquartier Pappenheim Nord soll, wie berichtet, ein städtebauliches Konzept entwickelt werden. Dabei setzt die Stadt auf eine sogenannte Mehrfachbeauftragung, bei der mehrere Planungsbüros unterschiedliche Entwürfe erarbeiten. Aus diesen können anschließend geeignete Lösungen ausgewählt und miteinander kombiniert werden. Für dieses Verfahren ist eine staatliche Förderung von 60 Prozent, möglicherweise sogar 70 Prozent, vorgesehen.

Auch die Bauleitplanung für die Erweiterung des Campingplatzes wird weitergeführt. Das Verfahren umfasst insgesamt 13 Schritte, wobei derzeit der Vorentwurf im Entstehen ist, der nach Fertigstellung frühzeitig der Öffentlichkeit und den beteiligten Behörden vorgestellt werden soll.

In Geislohe konnte die Änderung des Bebauungsplans „Gründlein“ inzwischen abgeschlossen werden. Außerdem stehen weiterhin Baugrundstücke zur Verfügung. In Neudorf werden Bauplätze für 41 Euro je Quadratmeter zuzüglich Erschließungskosten angeboten. Dabei gilt eine Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren. In Zimmern steht ein Grundstück mit 975 Quadratmetern für 87.750 Euro zum Verkauf.

Weitere Planungsverfahren betreffen die vorgesehenen Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart sowie die damit verbundene Änderung des Flächennutzungsplans. (Siehe den Artikel der Pappenheimer Skribenten vom 16.10.2026)

Straßensanierungen und kommunale Wärmeplanung
Der städtische Straßensanierungsplan für die kommenden fünf Jahre wird derzeit überarbeitet. Als Gründe nannte Gallus unter anderem die zeitweise unbesetzte Stelle im Bauamt, noch ausstehende Maßnahmen aus den Vorjahren und den Glasfaserausbau. Auch geplante Arbeiten an Wasser- und Stromleitungen müssen bei der Reihenfolge der Straßensanierungen berücksichtigt werden.

Bei der kommunalen Wärmeplanung arbeitet Pappenheim mit der Gemeinde Langenaltheim zusammen. Den Auftrag erhielt das Institut für Energietechnik, das im zweiten Quartal 2026 mit den Arbeiten begonnen hat. Untersucht werden der bestehende Wärmebedarf, mögliche erneuerbare Energiequellen und die künftige Wärmeversorgung. Der Freistaat Bayern stellt für den finanziellen Aufwand eine Pauschale von 41.000 Euro zur Verfügung. „Wir sind schon gespannt darauf, ob wir das Ergebnis nutzen können“, erklärte Bürgermeister Gallus den Zuhörern.

Friedhof soll grüner werden
Ausführlich ging Bürgermeister Gallus auf die geplante Neugestaltung des städtischen Friedhofs an der Galluskirche ein. Dort soll der vorhandene Bestand von 17 Bäumen um weitere 15 ergänzt werden. Hinzu kommen verschiedene Sträucher und Hecken.

Im Bereich des neuen Urnenhains im nordöstlichen Teil des Friedhofs soll die bereits vorhandene Gestaltung mit Hainbuchenhecken und Trauerhainbuchen fortgeführt werden. Am Friedhofseingang ist vorgesehen, eine von Schädlingen befallene Weide durch eine Linde zu ersetzen. Auch der Bereich um das Kriegerdenkmal ist neu gestaltet worden.

Bei der Auswahl der Baumarten wurden neben dem Erscheinungsbild auch der ökologische Wert, die Klimaverträglichkeit und der spätere Pflegeaufwand berücksichtigt. Die Pflanzarbeiten sollen im Herbst erfolgen.

Wohnungsbau und Straßensanierung in Bieswang
Ein weiteres Thema war die Entwicklung der ehemaligen städtischen Anwesen in der Neusiedlerstraße 12 und 14 in Bieswang. Die Stadt hatte die Grundstücke im April 2025 für 250.000 Euro verkauft. Dort sind nun sechs Wohnungen mit Größen zwischen 56 und 70 Quadratmetern entstanden. Nach den Angaben bei der Bürgerversammlung war zuletzt noch eine Wohnung frei.

Für die Charlotte-Nestler-Straße wurde ebenfalls über den Stand der Sanierungsplanung informiert. Vorgesehen ist eine Fahrbahnbreite von 4,25 Metern mit bergseitigen Längsparkplätzen. Der talseitige Gehweg soll 1,30 Meter und der bergseitige Gehstreifen einen Meter breit werden. Das Planungsbüro wurde mit der weiteren Ausarbeitung dieser Variante beauftragt. Für die Zeitplanung konnte der Bürgermeister den anwesenden Anwohnern der Charlotte-Nestler-Straße wenig Erfreuliches berichten. Verbunden mit der Straßensanierung sei die Sanierung des Kanals, sowie die Erneuerung der Wasser- und Stromleitungen, weshalb man über den Baubeginn derzeit nur spekulieren könne.

Georg-Nestler-Haus und Marktplatz im Blickpunkt
Zu den großen Zukunftsthemen Pappenheims gehört weiterhin das seit mehreren Jahren leerstehende Georg-Nestler-Haus. Bürgermeister Gallus verwies hierzu auf die Perspektiven für eine künftige Nutzung durch die LandLiving Gmbh. (Der Pappenheimer Skribent hat mehrfach berichtet). Die Stadt habe für den ins Auge gefassten Verkauf ein Wertgutachten in Auftrag gegeben, das aber derzeit noch nicht vorliege.

Auch die Neugestaltung des Pappenheimer Marktplatzes bleibt ein spannendes Vorhaben. Für die geplante Sanierung steht eine Förderung von bis zu 90 Prozent aus dem Städtebauförderprogramm „Klima wandelt Innenstadt“ in Aussicht. (Der Pappenheimer Skribent hat berichtet).

Zu den Anforderungen gehören eine Verringerung der versiegelten Flächen, zusätzliche Bäume, eine barrierefreie Gestaltung und ein Wasserelement beziehungsweise Trinkwasserbrunnen. Auch die Versickerung von Oberflächenwasser soll berücksichtigt werden. Gleichzeitig sollen Veranstaltungen wie das Maibaumfest, der Pelzmärtelmarkt und der Wochenmarkt weiterhin auf dem Marktplatz stattfinden können.

Feuerwehr, Turnhalle und Bauhof
Auch die bauliche Zukunft des Feuerwehrhauses in Pappenheim wurde angesprochen. Bisher ist noch nicht entschieden, ob das bestehende Feuerwehrhaus in der vormaligen jüdischen Synagoge den Vorschriften entsprechend saniert werden kann oder ob ein Neubau ins Auge gefasst werden muss. Daneben berichtete Gallus über den Sachstand bei der Dachsanierung der Pappenheimer Turnhalle, die nach längerem Stillstand wieder angelaufen war und jetzt wieder stillsteht, weil Planungsunterlagen noch nicht fertiggestellt sind.

Ein weiteres – kommunales – Bauprojekt ist die neue Bauhofhalle, deren Baufortschritt bei der Bürgerversammlung vorgestellt wurde.

Kunst und Naturprojekte
Neben den größeren Bauvorhaben stellte der Bürgermeister auch kleinere Projekte vor. Dazu gehört die Kunstaktion „THE WALL 2.0“ am Dr.-Wilhelm-Kraft-Weg. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat die Gestaltung der Stützmauer gemeinsam mit Künstlern aus Pappenheim, Solnhofen und Eichstätt organisiert. (Der Pappenheimer Skribent hat berichtet).

Zu dieser künstlerischen Gestaltung gibt es in Pappenheim ganz kontroverse Meinungen wusste auch der Bürgermeister zu berichten. „Aber das ist halt so bei der Kunst. Die einen finden es schön und die anderen nicht“, sagte Gallus.

Auch die Neuanpflanzungen an der Kneippanlage wurden vorgestellt. Für diese Maßnahme stellte die gemeinnützige Sparkassenstiftung Weißenburg 3.330 Euro zur Verfügung.

Abwasserbeseitigung bleibt eine große Aufgabe
Ein besonders umfangreiches Thema ist die zukünftige Abwasserbeseitigung. In Bieswang steht die Mischwasserbehandlung im Mittelpunkt. Darüber hinaus müssen die Kläranlagen der Stadt langfristig auf die technischen und gesetzlichen Anforderungen ausgerichtet werden.

Der Stadtrat hat deshalb am 24. September 2026 eine Studie zur künftigen Abwasserbehandlung in Auftrag gegeben. Sie kostet rund 39.000 Euro und wird nicht gefördert. Bis Ende 2027 sollen verschiedene Möglichkeiten untersucht und deren Kosten miteinander verglichen werden. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für die weitere Entwicklung der Abwasserbeseitigung bis zum Jahr 2035 dienen. (Der Pappenheimer Skribent hat berichtet).




Neue Bestattungsmöglichkeit auf dem Osterdorfer Friedhof

Auf dem Friedhof in Osterdorf soll künftig auch eine Baumbestattung möglich sein. Der Pappenheimer Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, eine entsprechende Fläche zu schaffen und gleichzeitig den bestehenden Urnenhain zu erweitern.

Aus Osterdorf war angeregt worden, auf dem Friedhof einen oder zwei sogenannte Urnenbäume zu pflanzen. Bislang sind dort Beisetzungen in Einzel- und Doppelgräbern sowie im Urnenhain möglich. Für die neue Bestattungsform bietet sich eine freie Fläche im nordwestlichen Bereich des Friedhofs links neben dem Hauteingang an. Dort befinden sich allerdings noch alte Fundamente im Boden, die derzeit ausgegraben werden. damit das Gelände entsprechend hergerichtet werden kann.

Erste Vorstellungen zur Gestaltung wurden bereits gemeinsam mit der Osterdorfer Bevölkerung entwickelt. Vorgesehen ist, Bäume zu pflanzen und darum einen Ring mit Urnengräbern anzulegen. Die Urnen sollen im Erdreich beigesetzt werden. Bodengleiche Platten könnten den jeweiligen Grabplatz kennzeichnen und die Namen und Daten der Verstorbenen tragen.

Auf Grabeinfassungen und dauerhaften Grabschmuck soll verzichtet werden. Damit würde eine weitgehend pflegefreie Bestattungsmöglichkeit entstehen. Wie die Anlage letztlich gestaltet wird, soll unter Einbeziehung der Osterdorfer Bevölkerung festgelegt werden.

Gleichzeitig ist vorgesehen, den bereits bestehenden Urnenhain in nördlicher Richtung um sieben Plätze zu erweitern. Für die Grabmale sollen Fundamente geschaffen werden, vor denen später die Urnen beigesetzt werden.

Für die Arbeiten auf dem Osterdorfer Friedhof sind im Haushalt 2026 insgesamt 10.000 Euro eingeplant. Da die städtischen Friedhöfe über Gebühren finanziert werden, fließen die Investitionskosten später in die Gebührenkalkulation ein. Sobald die neue Bestattungsmöglichkeit eingerichtet ist, müssen außerdem die Friedhofssatzung und die Friedhofsgebührensatzung entsprechend angepasst werden.

Mit seinem einstimmigen Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat nun den Weg für die Baumbestattung und die Erweiterung des Urnenhains in Osterdorf freigemacht. Bürgermeister Florian Gallus wurde ermächtigt, die dafür notwendigen Aufträge zu vergeben.




Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart gehen in die nächste Planungsrunde

Die geplanten Solarparks bei Bieswang und Ochsenhart haben einen weiteren Schritt im vorgeschriebenen Planungsverfahren genommen. Der Pappenheimer Stadtrat fasste dazu in seiner jüngsten Sitzung die notwendigen Aufstellungsbeschlüsse. Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig.

Über die Pläne des Unternehmens Südwerk für Freiflächen-Photovoltaikanlagen bei Bieswang und Ochsenhart wurde bereits mehrfach berichtet. Schon im Juni hatte der Stadtrat grundsätzlich zugestimmt, die Planungen weiterzuverfolgen. Mit den jetzt gefassten Beschlüssen werden die dafür notwendigen Bauleitplanverfahren offiziell eingeleitet.

Dabei handelt es sich rechtlich um drei getrennte, aber miteinander verbundene Verfahren. Für den geplanten Solarpark bei Bieswang wird ein eigener Bebauungsplan aufgestellt. Gleiches gilt für die vorgesehenen Flächen bei Ochsenhart. Gleichzeitig muss der Flächennutzungsplan der Stadt Pappenheim für sämtliche betroffenen Grundstücke geändert werden.

Der Hintergrund ist, dass die vorgesehenen Grundstücke bislang als landwirtschaftliche Flächen ausgewiesen sind. Damit dort später überhaupt Solarparks genehmigt werden können, sollen sie im Flächennutzungsplan als Sondergebiet für Photovoltaik dargestellt werden. Parallel dazu legen die Bebauungspläne die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die beiden konkreten Projekte fest.

Der Aufstellungsbeschluss bedeutet allerdings noch nicht, dass die Solarparks damit bereits genehmigt sind oder gebaut werden können. Vielmehr beginnt jetzt das eigentliche Bauleitplanverfahren. Dazu gehören unter anderem die Ausarbeitung der Planungen, notwendige Gutachten sowie die Beteiligung der Öffentlichkeit und der zuständigen Behörden. Eingehende Stellungnahmen müssen anschließend ausgewertet und vom Stadtrat behandelt werden.

Die Planungskosten werden vom Antragsteller übernommen. Die Firma Südwerk hat die entsprechende Vereinbarung inzwischen unterzeichnet. Nach Angaben in den Sitzungsunterlagen sollen große Teile der weiteren Planung durch eine firmeneigene Planungsgesellschaft erledigt werden. Ein externes Planungsbüro muss deshalb von der Stadt dafür voraussichtlich nicht beauftragt werden.

Mit den einstimmigen Aufstellungsbeschlüssen für die Solarparks Bieswang und Ochsenhart sowie für die notwendige Änderung des Flächennutzungsplans hat der Stadtrat nun den formellen Weg für die weitere Prüfung und Planung der beiden Vorhaben freigemacht.




Glasfaserausbau in Pappenheim ist noch nicht gesichert

Während der geförderte Glasfaserausbau in mehreren Pappenheimer Ortsteilen bereits angelaufen ist, bleibt die Zukunft des eigenwirtschaftlichen Ausbaus in der Kernstadt ungewiss. Bei der Bürgerversammlung am 13. Oktober 2026 machte Bürgermeister Florian Gallus deutlich, dass der Ausbau von einer ausreichenden Zahl an Vorverträgen abhängt. Bislang haben sich nach seinen Angaben erst rund 15 Prozent der möglichen Anschlussnehmer für einen entsprechenden Vertrag entschieden.

Im September 2026 haben in Neudorf die Bauarbeiten für den geförderten Glasfaserausbau begonnen. Zu den weiteren Ausbaugebieten gehören Göhren, Teile von Geislohe sowie einzelne Bereiche Pappenheims. Dazu zählen Niederpappenheim, der Auerbichel, die Papiermühle sowie die äußeren Bereiche der Bahnhofstraße und der Bürgermeister-Rukwid-Straße. In Osterdorf ist der Glasfaserausbau bereits abgeschlossen.

In den geförderten Gebieten können Hauseigentümer einen kostenlosen Glasfaseranschluss erhalten, ohne gleichzeitig einen Telekom-Tarifvertrag abschließen zu müssen. Für den überwiegenden Teil der Pappenheimer Kernstadt gelten dagegen andere Voraussetzungen.

Hier ist ein eigenwirtschaftlicher Ausbau vorgesehen, bei dem die Telekom die Investitionen selbst trägt. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass sich genügend Haushalte für einen Glasfasertarif entscheiden. Wer rechtzeitig einen entsprechenden Vertrag abschließt, kann sich die einmaligen Anschlusskosten von derzeit 999,95 Euro sparen.

Auf der Internetseite der Stadt Pappenheim heißt es dazu:
„Sofern der Glasfaseranschluss nicht bis ca. Mitte des Jahres 2026 mittels Tarifbuchung beauftragt ist, fällt bei einem Anschluss zu einem späteren Zeitpunkt die Investitionszuschusspauschale von aktuell 999,95 € zusätzlich zu den Tarifkosten bei der Telekom an.“

Obwohl dieser Zeitpunkt bereits überschritten ist, scheint die Möglichkeit einer entsprechenden Tarifbuchung ohne zusätzliche Anschlusskosten derzeit noch zu bestehen.

Ursprünglicher Baubeginn bereits im April vorgesehen
Der Ausbau in der Kernstadt sollte ursprünglich bereits im April 2026 beginnen. Auf der Internetseite der Stadt Pappenheim ist dazu zu lesen:
„Der Ausbau in der Kernstadt Pappenheim soll bereits im April 2026 starten. Aktuell laufen noch Abstimmungen zu den einzelnen Verlegungen mit der beauftragten Baufirma.
Der Ausbau in den Grafendörfern (Neudorf, Göhren, Geislohe) ist ebenfalls für 2026 geplant, ein konkreter Starttermin und eine Baufirma stehen jedoch noch nicht fest. Der Ausbau in Osterdorf ist bereits abgeschlossen.“

Während der geförderte Ausbau inzwischen angelaufen ist, stellt sich beim eigenwirtschaftlichen Ausbau in der Kernstadt nun grundsätzlich die Frage, ob dieser überhaupt zustande kommt.

Nur 15 Prozent der möglichen Anschlüsse gebucht
Bei der Bürgerversammlung erläuterte Bürgermeister Gallus, dass bisher lediglich für rund 15 Prozent der möglichen Anschlüsse entsprechende Vorverträge abgeschlossen worden seien. Damit sei die erforderliche Beteiligung noch nicht erreicht.

„Wenn die Telekom die erforderliche Anzahl von Vorverträgen nicht zusammenbekommt, wird es in Pappenheim keinen Glasfaserausbau geben“, erklärte Gallus gegenüber den 18 Besuchern der Bürgerversammlung.

Der Bürgermeister appellierte deshalb eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, sich mit dem Angebot zu befassen und einen entsprechenden Vertrag abzuschließen.

„Es wäre echt schade, wenn der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau in Pappenheim nicht kommen würde“, unterstrich Gallus seinen Appell.

Persönliche Beratung hat sich bewährt
Dass die Bereitschaft zum Abschluss entsprechender Verträge nicht selbstverständlich ist, zeigte sich nach den Worten des Bürgermeisters auch in den Ortsteilen. Dort habe es zunächst ebenfalls Schwierigkeiten gegeben. Durch die persönliche Beratung der Bürgerinnen und Bürger durch die örtlichen Stadträte als vertrauenswürdigen Ansprechpartner sei es jedoch gelungen, die Zusammenhänge verständlich zu erklären und die Anschlussbereitschaft deutlich zu erhöhen.

Aus der Bürgerversammlung kam deshalb die Anregung, auch für die Kernstadt eine Vertrauensperson als Ansprechpartner für verunsicherte Internetnutzer zur Verfügung zu stellen. Diese Anregung wurde zunächst nicht weiter aufgegriffen. Stattdessen verwies Bürgermeister Gallus auf die bekannten Telekom-Vertriebspartner Radio Lunz und Expert in Weißenburg, bei denen sich Interessenten beraten lassen können.
„Es wäre mir extrem wichtig, dass wir das in Pappenheim hinbekommen“, schloss der Rathauschef das Thema ab.

Ob und wann der eigenwirtschaftliche Glasfaserausbau in der Kernstadt tatsächlich beginnen kann, bleibt damit weiterhin offen.