Neuer farbenfroher Blickfang in Pappenheim

Mit viel Kreativität, gelebter Gemeinschaft und einer großen Portion Fantasie ist in Pappenheim erneut ein besonderes Kunstprojekt entstanden. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat gemeinsam mit den Vorschulkindern des katholischen Kindergartens St. Martin sowie der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Rummelsberger Diakonie farbenfrohe Mobiles gestaltet, die künftig die Kneippanlage an der Altmühlbrücke schmücken.

Bereits seit mehreren Jahren setzt der Kunst- und Kulturverein immer wieder kreative Aktionen um, die das Stadtbild verschönern und zugleich Menschen zusammenbringen. Auch das diesjährige Projekt knüpft an diese erfolgreiche Idee an. Im Haus der Bürger im K14 stellte das Organisationsteam zunächst das Vorhaben vor, bevor die Beteiligten gemeinsam ans Werk gingen.

Die dafür verwendeten Holzrahmen wurden in der Behindertenwerkstatt Treuchtlingen gefertigt. Anschließend verwandelten die Kinder des Kindergartens St. Martin gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der OBA die schlichten Rahmen in individuelle Kunstwerke. Mit Naturmaterialien wie Zapfen, Schneckenhäusern und Holzscheiben sowie bunten Fäden und Stoffen entstanden fantasievolle Mobiles, bei denen der Kreativität kaum Grenzen gesetzt waren.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein das Basteln. Vielmehr bot das Projekt Raum für Begegnungen. Kinder und Menschen mit Behinderung arbeiteten ganz selbstverständlich miteinander, tauschten Ideen aus und unterstützten sich gegenseitig. Diese gelebte Inklusion prägt die Zusammenarbeit zwischen dem katholischen Kindergarten St. Martin und der Offenen Behindertenarbeit bereits seit längerer Zeit und wurde auch diesmal wieder eindrucksvoll sichtbar. Die Organisatorinnen Petra Beier und Lisa Strixner von der OBA sowie Kindergartenleiterin Karin Liebald erleben bei gemeinsamen Projekten immer wieder, wie ungezwungen und bereichernd diese Begegnungen für alle Beteiligten sind.

Das diesjährige Motto lautete, Dingen einen neuen Rahmen zu geben. Gesammelte und gefundene Materialien erhielten eine neue Aufgabe, aus Holzscheiben wurden bunte Blumen, aus einfachen Rahmen kleine Kunstwerke. Dahinter steckt zugleich eine Botschaft. Wer Bekanntes in einen neuen Rahmen setzt, entdeckt oft neue Blickwinkel – ein Gedanke, der auch das Miteinander der Menschen beschreibt.

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim schuf mit der Organisation des Projekts erneut die Grundlage für diese besondere Aktion und unterstreicht damit einmal mehr sein Engagement, Kunst, Kultur und das gesellschaftliche Leben in Pappenheim auf kreative Weise zu bereichern. Unterstützung erhielt das Projekt zudem von der Stadt Pappenheim.

Die fertigen Mobiles schmücken nun die Anlage am Kneipp-Becken an der Altmühlbrücke und laden Spaziergänger dazu ein, einen Moment innezuhalten.

 




Neue Perspektive für das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim

Fünf Jahre nach der Schließung des Georg-Nestler-Hauses könnte für das markante Gebäude in der Pappenheimer Beckstraße am Fuße des Weinbergs eine völlig neue Zukunft beginnen. In der Stadtratssitzung am 18. Juni wurde mit dem Projekt „Pappenheim 2030“ bereits das fünfte Konzept vorgestellt, das dem seit 2021 leerstehenden Gebäude wieder Leben einhauchen soll. Anders als frühere Ansätze setzt die von der LandLiving GmbH mit Sitz in Augsburg entwickelte Idee jedoch nicht auf eine klassische Pflegeeinrichtung, sondern auf ein gemeinschaftliches Wohn- und Lebensmodell für ältere Menschen mit starker Einbindung in das gesellschaftliche Leben der Stadt.

Für Bürgermeister Florian Gallus ist das Vorhaben weit mehr als eines der bisherigen Nutzungskonzepte. Bereits im Vorfeld der öffentlichen Sitzung wurde deutlich, dass ihn die Idee zutiefst überzeugt hat. Beim Pressegespräch am Vormittag vor der Sitzung sprach er offen darüber, dass ihn das Konzept der LandLiving GmbH „schon bei den ersten Gesprächen abgeholt“ habe. Der Gedanke der gegenseitigen Unterstützung zwischen den Generationen entspreche genau den Bedürfnissen, die ihm in vielen Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern immer wieder begegnet seien.

Fünf Jahre Suche nach einer Lösung
Als Florian Gallus im Mai 2020 sein Amt als Bürgermeister antrat, erhielt er bereits zwei Wochen später die Nachricht, dass die Rummelsberger Dienste das Georg-Nestler-Haus nicht weiter betreiben würden. Pünktlich zum 31. Mai 2021 war das Gebäude schließlich geräumt und der Erbpachtvertrag ging an die Stadt zurück.

Seitdem blieb das ehemalige Seniorenheim eines der meistdiskutierten Themen in Pappenheim.

Es werden zwar immer weniger Pappenheimer, die persönliche Erinnerungen an das vormalige Krankenhaus haben, dennoch haben sich private und politische Initiativen seit dem Leerstand bemüht, das Gebäude mit dem markanten Namen seines Stifters wieder mit Leben zu erfüllen. Die geringe Zahl möglicher Pflegeplätze machte jedoch alle bisherigen Überlegungen wirtschaftlich schwierig. Vier Konzepte wurden in den vergangenen Jahren diskutiert, ohne dass daraus ein konkreter Ansatz für eine Umsetzung entstand.

Mit dem nun vorgestellten Ansatz soll ein neuer Weg eingeschlagen werden.

Gemeinschaft statt Pflegeheim
LandLiving-Geschäftsführer Dr. Carsten Witt stellte das Projekt zusammen mit der Geschäftsführerin Christa Grotepaß vor und betonte mehrfach, dass das Projekt kein Pflegeheim werden soll. Im Mittelpunkt stehe vielmehr eine aktive Gemeinschaft von Menschen, die möglichst lange selbstbestimmt leben möchten.

Geplant sind 17 Wohnungen für rund 35 Bewohnerinnen und Bewohner. Die Apartments fallen bewusst kompakt aus und haben im Durchschnitt etwa 22 Quadratmeter Wohnfläche. Das Konzept setzt dabei auf eine optimale Nutzung der vorhandenen Räume. Durch eine durchdachte Möblierung und intelligente Grundrisse soll auch auf vergleichsweise kleiner Fläche ein komfortables Wohnen möglich werden.

Vorgestellt wurde dieses Raumkonzept bei der Sitzung des Stadtrates von Lidia Teister, die als Expertin für Microliving und Service Apartments gilt. Die Gewinnerin des Design Awards 2024 zeigte auf, wie sich auch begrenzte Wohnflächen funktional, komfortabel und gleichzeitig ansprechend gestalten lassen. Dabei steht die optimale Nutzung jedes Quadratmeters im Mittelpunkt.

Die geplanten Wohneinheiten verbinden private Rückzugsräume mit einer hochwertigen Ausstattung und den umfangreichen Gemeinschaftsbereichen des Projekts.

Den eigentlichen Schwerpunkt bilden die gemeinschaftlich genutzten Bereiche. Vorgesehen sind unter anderem Räume für Begegnung, gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen. Darüber hinaus soll ein gastronomisches Angebot mit Frühstück, Mittag- und Abendessen entstehen. Ein Café soll auch Besucherinnen und Besuchern sowie der Öffentlichkeit offenstehen.

Unterstützt werden soll das Zusammenleben durch eine digitale Hilfs-App, über die beispielsweise Fahrten zum Arzt, Einkäufe oder andere Unterstützungsangebote innerhalb der Gemeinschaft organisiert werden können.

Wohnen mit Verantwortung
Dr. Witt machte deutlich, dass LandLiving nicht einfach Wohnungen vermieten möchte. Ziel sei eine Gemeinschaft, in der sich die Bewohner aktiv einbringen.

Dazu ist vorgesehen, dass Interessenten sich finanziell an der Gesamtanlage beteiligen. Sie werden dadurch Miteigentümer des Projekts, erwerben jedoch weder eine Wohnung noch ein Wohnrecht. Die Wohnungen bleiben Mietobjekte und gehen später nicht als Eigentum auf Erben über. Die Finanzierung des Projekts, so machen die Initiatoren immer wieder deutlich, soll maßgeblich von den Bewohnerinnen und Bewohnern getragen werden.

Als Rechtsform ist eine GmbH & Co. KG vorgesehen.

Begleitet werden soll das gemeinschaftliche Leben durch eine soziale Moderation. Hier bringt insbesondere Christa Grotepaß ihre Erfahrungen und ihr Engagement ein. Gemeinsam mit Dr. Carsten Witt gehört sie zu den prägenden Köpfen des Projekts. Bei der Vorstellung wurde deutlich, wie viel Begeisterung und Herzblut beide in die Entwicklung des Konzepts investiert haben.

Begeisterung für Pappenheim
Die Verbindung zwischen Pappenheim und Dr. Carsten Witt entstand Ende 2025. Bereits bei einem ersten Besuch im November erkannte er nach eigenen Angaben das Potenzial des Gebäudekomplexes und des dazugehörigen Areals. Seine Begeisterung für die Stadt war auch beim Pressegespräch deutlich spürbar.

Um Pappenheim besser kennenzulernen, hat sich Witt sogar vor Ort einquartiert. Auch nach der Stadtratssitzung suchte er gemeinsam mit seinem Team den direkten Austausch mit Bürgerinnen und Bürgern bei einer Gesprächsrunde in einem Pappenheimer Gasthaus. Dort wurde mit den Bürgerinnen und Bürgern, welche die Stadtratssitzung besucht hatten, weiter über Chancen, Erwartungen und Perspektiven des Projekts gesprochen.

Pilotprojekt mit Strahlkraft
Bürgermeister Gallus sieht in dem Vorhaben eine große Chance für die Stadt. „Hier kann ein Pilotprojekt gegen Alterseinsamkeit entstehen. Möglicherweise installieren wir hier ein Leuchtturmprojekt für den gesamten Landkreis“, erklärte er.

Gleichzeitig machte er deutlich, dass das Projekt den Wunsch nach einem Pflegeangebot in Pappenheim nicht ersetzt. „Das ist der erste Zwischenschritt auf dem Weg zur Pflege von Senioren. Wir brauchen einen Pflegestandort, das ist mir klar“, sagte Gallus.

Noch stehen zahlreiche Entscheidungen bevor. Viele Details müssen ausgearbeitet, rechtliche Fragen geklärt und weitere Beschlüsse gefasst werden. Die Stadt selbst diskutiert derzeit weder über finanzielle Beteiligungen noch über Investitionen.

Dennoch wurde bei der Vorstellung deutlich, dass die Verantwortlichen von LandLiving und der Bürgermeister in dem Konzept eine realistische Chance sehen, dem Georg-Nestler-Haus wieder eine Zukunft zu geben. Für Pappenheim könnte damit ein Projekt entstehen, das weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit auf sich zieht und neue Antworten auf die Herausforderungen des Älterwerdens im ländlichen Raum gibt.

Wortmeldungen und Beschluss
In der anschließenden Diskussion gab es zu dem vorgestellten Konzept grundsätzlich positive Rückmeldungen aus dem Stadtrat. SPD-Fraktionsvorsitzende Annette Pappler verwies darauf, dass die Schaffung von Wohnraum für Senioren bereits im Seniorenpolitischen Gesamtkonzept von 2022 verankert sei. Den besonderen Charme des Projekts sehe sie darin, dass in Pappenheim nicht bei null begonnen werden müsse. Mit der Nachbarschaftshilfe und dem aktiven Vereinsleben seien bereits wichtige Strukturen vorhanden. Für sie sei das Vorhaben ein „erfrischend positiver Ansatz“ und eine gute Idee, die es wert sei, weiterverfolgt zu werden. Im Erfolgsfall könne das Projekt der Stadt sogar ein Alleinstellungsmerkmal verschaffen.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler/Bürgerliste, begrüßte, dass das neue Konzept „mal etwas anderes“ sei. Gleichzeitig betonte er, dass es in der aktuellen Sitzung zunächst nur um die weitere Prüfung des Vorhabens gehe. Dabei müssten insbesondere die Finanzierung, die praktische Umsetzbarkeit sowie der tatsächliche Bedarf und das Interesse möglicher Bewohner sorgfältig untersucht werden. Eine Vorfestlegung dürfe es aus seiner Sicht nicht geben. Vielmehr sollten auch die bislang vorliegenden Konzepte sowie mögliche weitere Ideen weiterhin offen betrachtet werden.

Ähnlich äußerte sich CSU-Stadtrat Marcus Wurm. Er wolle LandLiving die Chance geben, das Konzept weiterzuentwickeln, sprach sich jedoch ebenfalls dafür aus, die bisherigen Überlegungen nicht aus den Augen zu verlieren.

Am Ende beschloss der Stadtrat, die Umsetzbarkeit des vorgestellten Projekts für eine Nutzung des ehemaligen Krankenhauses und Seniorenheims in der Beckstraße 19 als generationsübergreifendes Wohnprojekt näher zu prüfen. Eine endgültige Entscheidung über die Realisierung ist damit noch nicht verbunden. Vielmehr markiert der Beschluss den Einstieg in einen weiteren Prüfungs- und Entwicklungsprozess.




Seit zehn Jahren engagiert sich das Basar Team in Pappenheim

Der Frühjahrsbasar für Baby- und Kindersachen im Schützenhaus Pappenheim war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten am 1. März 2026 die Gelegenheit zum Stöbern, Kaufen und Verkaufen. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie viel Gutes mit dem Engagement des Basar-Teams bewegt werden kann.

Seit inzwischen zehn Jahren organisiert das rund 20-köpfige Team den beliebten Basar mit viel Einsatz und Liebe zum Detail. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt dabei regelmäßig sozialen Einrichtungen und Projekten zugute.

Dank des diesjährigen Frühjahrsbasars durfte sich die Pappenheimer Kita unterm Regenbogen über Sachspenden im Wert von 225 Euro freuen. Zudem erhielt der Weißenburger Verein Kinderschicksale Mittelfranken e.V. eine Geldspende in Höhe von 500 Euro.

Das Basar-Team bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Unterstützung erneut zum Gelingen des Basars beigetragen haben.

Titelfoto: Basar-Team

 




Spende aus Bieswang bringt Freude ins Kinderdorf Marienstein

Große Freude herrschte kürzlich in der Regenbogengruppe des Kinderdorfs Marienstein. Die Firma KRAUSE Präzisions-Kokillenguss GmbH aus Bieswang überreichte eine Spende in Höhe von 2000 Euro und unterstützt damit die Arbeit mit den Kindern.

Der Betrag kam auf besondere Weise zustande. Im Rahmen der Weihnachtsfeier des Unternehmens wurden Überraschungspakete versteigert. Die Mitarbeitenden beteiligten sich engagiert mit ihren Geboten und sorgten so für einen beachtlichen Erlös. Die Geschäftsleitung stockte die Summe anschließend noch einmal auf, sodass schließlich 2000 Euro für den guten Zweck zusammenkamen.

Im Kinderdorf Marienstein ist die Unterstützung hoch willkommen. Mit der Spende kann die Regenbogengruppe gemeinsame Ausflüge oder sogar einen Urlaub planen und umsetzen. Solche gemeinsamen Erlebnisse schaffen wertvolle Erinnerungen und stärken das Miteinander der Kinder.

Entsprechend groß war die Freude bei Kindern und Betreuern über die Zuwendung aus Bieswang. Die Aktion zeigt einmal mehr, wie viel durch gemeinsames Engagement und Zusammenhalt bewegt werden kann.

Titelfoto: Krause Guss Bieswang




Freude über Spende der Pappenheimer Stadtführer

Eine schöne Geste mit nachhaltiger Wirkung hat in diesen Tagen in Pappenheim für Freude gesorgt. Die beiden Gästeführer Erwin Knoll und Renate Prusakow haben den Erlös ihrer jüngsten Stadtführung an die Pappenheimer Tafel übergeben und damit ein Zeichen gesetzt, das weit über einen einzelnen Termin hinausweist.

Anlässlich des Weltgästeführertags, der nach mehrjähriger Pause nun auch in Pappenheim wieder begangen wurde, luden die beiden im Bundesverband der deutschen Gästeführer organisierten Stadtführer am Sonntag, 22. Februar 2026, zu einem besonderen Rundgang ein. Rund 40 interessierte Gäste folgten dem Motto „Mit offenen Augen durch Pappenheim“ und ließen sich auf eine Entdeckungstour ein, die den Blick auf vermeintlich Bekanntes neu schärfte.

Es sind oft die kleinen Details am Wegesrand, an denen man im Alltag achtlos vorbeigeht. Genau dort setzten die beiden Gästeführer an. Mit viel Hintergrundwissen und einem feinen Gespür für die Besonderheiten der Stadt machten sie deutlich, wie reich Pappenheim an Geschichte und Geschichten ist. Wer dabei war, nahm nicht nur Informationen mit nach Hause, sondern auch einen neuen Blick auf die eigene Umgebung.

Die Führungen selbst boten Knoll und Prusakow kostenfrei an. Statt eines festen Entgelts baten sie um Spenden zugunsten der Tafel in Pappenheim. Eine Bitte, die bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf offene Ohren stieß. Insgesamt kamen 135 Euro zusammen. Erwin Knoll rundete den Betrag auf 150 Euro auf, sodass schließlich eine runde Summe übergeben werden konnte.

Am Dienstag nahmen die beiden Gästeführer das Kuvert mit dem „Führungsgeld“ in die Hand und überreichten es persönlich an Inge Leykamm, die Organisatorin der Pappenheimer Tafel. Dort wird jeder Euro gebraucht, um Menschen in schwierigen Lebenslagen unbürokratisch zu unterstützen.

So verbindet diese Aktion auf schöne Weise zwei Anliegen. Zum einen die Wertschätzung für die eigene Stadt und ihre Geschichte. Zum anderen die konkrete Hilfe für Mitbürgerinnen und Mitbürger, die auf Unterstützung angewiesen sind. Pappenheim zeigt damit einmal mehr, dass bürgerschaftliches Engagement hier nicht laut daherkommen muss, um Wirkung zu entfalten. Manchmal genügt ein Rundgang mit offenen Augen – und ein Herz, das mitgeht.

Titelfoto: Marcus Wurm




Würdevolles Erinnern zum Volkstrauertag in Pappenheim

Mit einer eindrucksvollen und würdevollen Zeremonie wurde am vergangenen Sonntag in Pappenheim der Volkstrauertag begangen. Getragen von ökumenischem Geist, historischem Bewusstsein und klaren Worten gegen das Vergessen, zeigte sich einmal mehr, wie tief verwurzelt das Gedenken an Kriegstote und Opfer von Gewalt in der Gesellschaft ist.

Den Auftakt bildete eine ökumenische Andacht in der ehrwürdigen Klosterkirche – ein besonderer Ort, der von der Gräflichen Familie auch in diesem Jahr großzügig zur Verfügung gestellt wurde. Die Pfarrer Robert Rapljenovic und Gerd Schamberger fanden eindringliche und bewegende Worte, um die Bedeutung dieses stillen Tages ins Bewusstsein der zahlreichen Besucher zu rufen. Mit dabei waren Fahnenabordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, der Privilegierten Schützengesellschaft 1491 sowie des Militär- und Reservistenkameradschaft (MRK) Pappenheim.

Begleitet von Marschmusik des Bläserensembles um Alfred Maderer setzte sich der Gedenkzug über die Klostergasse, den Marktplatz und die Altmühlbrücke in Bewegung – hin zum Ehrenmal auf dem Friedhof bei der Galluskirche. Dort begrüßte Christian Schöppl, Vorsitzender des MRK 1856 Pappenheim als Organisator des Gedenktages die anwesenden Gäste, darunter auch Bürgermeister Florian Gallus. Schöppl dankte allen Beteiligten für ihre Präsenz, äußerte aber auch sein Bedauern darüber, dass einige geladene Vereine – darunter der mitgliederstarke Turnverein – dem Gedenken fernblieben. „Wir werden der Sache nachgehen, warum das so ist“, betonte er und erinnerte durch das Verlesen der Namen gefallener Pappenheimer des Ersten Weltkriegs daran, dass die Erinnerung auch in der eigenen Stadt konkrete Wurzeln hat.

Der Vorsitzende des VdK-Ortsverbands Pappenheim, Helmut Seuberth, weitete in seiner Gedenkrede den Blick. Er erinnerte an die Millionen Opfer von Krieg und Gewalt – an gefallene Soldaten, ermordete Minderheiten, Vertriebene, Flüchtlinge, Widerstandskämpfer und die Toten der heutigen Konflikte. Besonders hob Seuberth die Opfer von Terrorismus, Extremismus, Antisemitismus und Rassismus in der Gegenwart hervor. „Frieden ist kein Geschenk des Himmels“, sagte er, „ihr müsst ihn machen.“ Der VdK verstehe seine soziale Arbeit bis heute als konkreten Beitrag zur Friedensarbeit, fest verankert im Grundsatz „Nie wieder Krieg!“

Bürgermeister Florian Gallus führte in seiner Ansprache aus, dass der Volkstrauertag einer der stillsten und zugleich wichtigsten Gedenktage sei. Er erinnere nicht nur an das unermessliche Leid der Weltkriege, sondern mahne auch zur Verantwortung. In Zeiten, in denen Europa erneut von Konflikten erschüttert werde, gelte es mehr denn je, Zusammenhalt, Pflichtbewusstsein und demokratische Ordnung hochzuhalten. Die Erinnerungskultur, so Gallus, sei kein Selbstzweck, sondern ein klarer Auftrag für ein friedliches, starkes und verantwortungsbewusstes Deutschland. Sein Dank galt all jenen in der Stadt, die in Vereinen, Kirchen und Einsatzdiensten Verantwortung tragen und das gemeinsame Wertefundament lebendig halten.

Abschließend legte Bürgermeister Gallus im Namen der Stadt einen Kranz am Ehrenmal nieder. In stillem Gedenken verneigte sich die Versammlung vor den Toten – und erneuerte das Versprechen, ihre Opfer nicht zu vergessen.

Den eindrucksvollen musikalischen Rahmen setzte auch bei der Gedenkfeier im Friedhof das Bläserensemble um Alfred Maderer. Etwa mit dem musikalischen Gebet „Ich bete an die Macht der Liebe“, dem Lied vom guten Kameraden, begleitet von drei Kanonenschüssen und zum Ende der Gedenkfeier mit der Nationalhymne.

 

 




Pappenheimer Kindergärten profitieren von Sparda-Aktion zum Jahresabschluss

Mit einer Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses in Treuchtlingen fand das Jubiläumsjahr der Sparda-Bank-Filiale in Treuchtlingen seinen gelungenen Abschluss. Zehn Einrichtungen, die sich mit großem Einsatz um die Betreuung von Kindern und Jugendlichen kümmern, wurden dabei mit jeweils 1.000 Euro bedacht – darunter auch drei Kindergärten aus Pappenheim.

Bereits das 20-jährige Bestehen der Treuchtlinger Filiale der Sparda-Bank München eG im Mai stand unter dem Zeichen des Gemeinwohls. Zwanzig regionale Organisationen konnten sich damals über finanzielle Unterstützung freuen. Im Juli folgte ein weiterer Höhepunkt mit dem großen Ehrenamtsabend während des Treuchtlinger Volksfestes – eine Veranstaltung, die mehr als 2.000 Menschen aus dem ganzen Landkreis anzog.

Zum Jahresende knüpfte die Bank nun erneut an diese Linie an. Kindertageseinrichtungen und Vereine, die sich der Kinder- und Jugendarbeit widmen, standen dieses Mal im Mittelpunkt der Spendenaktion. Auch in Pappenheim war die Freude groß. Der evangelische Kindergarten „Unterm Regenbogen“, der katholische Kindergarten „St. Martin“ sowie der BRK-Kindergarten „Erlebniswelten“ durften sich über die Zuwendung freuen. Aus dem benachbarten Solnhofen war zudem der Zitherclub unter den Empfängern.

Besonders freute sich Anastasia Böllinger, stellvertretende Marktbereichsleiterin der Sparda-Bank München und wohnhaft im Pappenheimer Ortsteil Göhren, über die Zuwendung an die Einrichtungen ihrer Heimatregion. Die Vertreterinnen und Vertreter der begünstigten Organisationen waren der Einladung gerne gefolgt und nahmen die symbolischen Spendenschecks mit sichtlicher Freude entgegen.

Treuchtlingens Zweiter Bürgermeister Hans König würdigte in seiner Begrüßung nicht nur das Engagement der Sparda-Bank, sondern vor allem die oft im Verborgenen wirkenden beruflich und ehrenamtlich Aktiven in den Kindergärten und Vereinen. Dass die Spendenfeier inzwischen ein fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Kalenders sei, wertete er als schönes Zeichen der Kontinuität.

Angelika Steimle, Leiterin der Treuchtlinger Sparda-Filiale, bedankte sich ihrerseits bei der Stadt für die enge Zusammenarbeit und hob hervor, dass die Auswahl der zehn Spendenempfänger gemeinsam mit dem Rathaus-Team getroffen wurde. Ihr Dank galt besonders dem unermüdlichen Einsatz der Anwesenden für die junge Generation, sowohl im Beruf als auch im Ehrenamt.

Einen tieferen Einblick in die Philosophie hinter dem Engagement der Bank gewährte schließlich Günter Grzega, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank München. Als Mitorganisator des Ehrenamtsabends und Unterstützer der aktuellen Feier betonte er, dass sich die Sparda-Bank seit über zehn Jahren den Grundsätzen der Gemeinwohl-Ökonomie verpflichtet sieht. „Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank“ zu sein, sei nicht nur ein Anspruch, sondern gelebte Praxis – mit besonderem Fokus auf jene, die mit Tatkraft und Herz für andere da sind.

Den gelungenen Abschluss fand die Feierstunde bei einem angeregten Austausch zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der beschenkten Einrichtungen – ein Moment, der erneut zeigte, wie sehr Wertschätzung und Gemeinschaftssinn zusammengehören.

Titelfoto: Günter Grzega




Neue Mobilität für die Kleinsten bei der „Rasselbande“ in Bieswang

Große Freude im städtischen Kindergarten „Rasselbande“ in Bieswang. Dank einer großzügigen Spende der VR-Bank Pappenheim kann das Team nun mit den Jüngsten deutlich bequemer auf Entdeckungstour gehen.

Da die Krippenplätze im Kindergarten dauerhaft voll belegt sind, gehört der tägliche Spaziergang fest zum Programm – bisher jedoch oft mit viel Aufwand verbunden. Der Wunsch nach einem motorisierten Krippenwagen bestand daher schon länger. Diesen Wunsch erfüllte die VR-Bank Pappenheim nun mit einer Spende, über die sich Kinder und Erzieherinnen gleichermaßen freuen.

Bei der offiziellen Übergabe überreichte Geschäftsstellenleiter Stefan Rottler Rottler von der VR-Bank (rechts im Bild) den neuen Wagen an Manjana Terschanski, die Leiterin des Kindergartens . „Wir sind überglücklich über diese Unterstützung“, betonte Terschanski. „Der neue Krippenwagen erleichtert unseren Alltag enorm und ermöglicht uns, mit allen Kindern gemeinsam Ausflüge zu unternehmen.“

Auch die Kinder zeigten sich begeistert. Kaum war der Wagen da, wollten alle sofort Probesitzen. „Das Strahlen in den Gesichtern war unbezahlbar“, so Terschanski weiter.

Der motorisierte Krippenwagen wird künftig regelmäßig bei Spaziergängen und Ausflügen im Ort und in der Umgebung im Einsatz sein – ein echtes Highlight für die Kleinsten der „Rasselbande“.

Titelfoto: Kindergarten Bieswang




Noch Plätze frei für Zeltlager und Taizé-Fahrt der Evangelischen Jugend Pappenheim

Die Evangelische Jugend im Dekanat Pappenheim bietet auch in diesem Sommer wieder zwei abwechslungsreiche Freizeiten an – und für beide Veranstaltungen sind noch Plätze verfügbar. Wer dabei sein möchte, sollte sich beeilen, denn eine Anmeldung ist nur noch bis 1. Juli 2025 möglich.

Für Kinder im Alter von etwa 8 bis 12 Jahren findet vom 2. bis 6. September 2025 das beliebte Zeltlager in Stockheim bei Spalt statt. Unter dem Motto „Märchen“ erwartet die Teilnehmenden eine spannende Woche mit Geländespielen, Bastelaktionen, Lagerfeuerabenden und viel gemeinsamer Zeit in der Natur. Übernachtet wird in Zelten, die Verpflegung ist inklusive. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 150 Euro.

Jugendliche ab 15 Jahren und junge Erwachsene bis etwa 30 können an der Taizé-Fahrt nach Frankreich vom 17. bis 24. August 2025 teilnehmen. In der einzigartigen Atmosphäre der Communauté von Taizé erleben sie Gebetszeiten, internationale Begegnungen, tiefe Gespräche und gemeinschaftliches Miteinander. Je nach Unterkunft liegt der Preis zwischen 190 und 240 Euro. Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt können einen Zuschuss erhalten.

Eine Ermäßigung für Personen mit geringem Einkommen ist nach Rücksprache möglich.

Alle Informationen zur Anmeldung sind online unter
pappenheim.ejb-manager.org
zu finden.

Anmeldeschluss ist der 1. Juli 2025 – schnell sein lohnt sich!




Benefizlauf der Grundschule erzielt stolze 6300 Euro

Mit viel Engagement, Ausdauer und einem großen Gemeinschaftsgeist fand am Freitag, den 30. Mai 2025, der alljährliche Benefizlauf der Grundschule Pappenheim-Solnhofen statt. Start- und Zielpunkt war wie gewohnt das Sportheim in Bieswang, von wo aus die jungen Läuferinnen und Läufer sowie zahlreiche Angehörige auf eine rund zwei Kilometer lange Strecke über die umliegenden Feldwege gingen – und das teils mehrfach.

Für den feierlichen Auftakt des Laufs sorgten die Bürgermeister der beiden Schulstandorte: Pappenheims Stadtoberhaupt Florian Gallus gab den Startschuss, während sein Solnhofener Amtskollege Tobias Eberle sich kurzerhand selbst unter die Teilnehmer mischte und die Runden zusammen mit den Kindern absolvierte. Für einen reibungslosen und sicheren Ablauf der Veranstaltung zeigte sich erneut die Freiwillige Feuerwehr Bieswang verantwortlich, die mit viel Umsicht für die Verkehrssicherung während des gesamten Vormittags sorgte.

Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz. Der Elternbeirat der Schule war mit großem Einsatz zur Stelle und versorgte alle Läuferinnen und Läufer mit frischem Obst und kühlen Getränken. Insgesamt machten sich rund 240 Schulkinder auf den Weg, verstärkt durch zahlreiche Eltern und Familienangehörige, die durch ihre Teilnahme nicht nur die Laufleistung, sondern auch das Spendenergebnis eindrucksvoll steigerten.

So konnte am Ende die beachtliche Summe von rund 6.300 Euro zusammengetragen werden. Die Spenden fließen in zwei bedeutende Projekte der Grundschule Pappenheim-Solnhofen. Ein Teil kommt dem Zirkusprojekt 2026 der Schule zugute, das bereits mit Spannung erwartet wird. Der andere Teil wird – in bewährter Tradition – für die Unterstützung der Aktion „Feuerkinder“ verwendet. Dieses humanitäre Projekt ermöglicht schwer brandverletzten oder körperlich beeinträchtigten Kindern in Tansania durch Operationen und therapeutische Maßnahmen eine Perspektive auf ein selbstbestimmtes Leben.

Rektorin Eva Pols zeigte sich am Ende der Veranstaltung sehr zufrieden und dankbar: „Was heute hier geleistet wurde, ist nicht nur sportlich beachtlich, sondern auch menschlich ein starkes Zeichen der Solidarität.“ Insgesamt legten die Teilnehmenden eine Gesamtstrecke von rund 2.300 Kilometern zurück. Besonders ausdauernde Läuferinnen und Läufer schafften es sogar auf beeindruckende 16 Kilometer.

Der Benefizlauf hat sich längst zu einem festen Bestandteil im Jahreslauf der Grundschule Pappenheim-Solnhofen entwickelt – und beweist Jahr für Jahr, wie viel bewegt werden kann, wenn viele sich gemeinsam auf den Weg machen.

Foto: Grundschule Pappenheim




Pappenheimer Basar-Team spendet 1.000 Euro für Kinderschicksale Mittelfranken

Mit einem rundum gelungenen Frühjahrsbasar hat das Pappenheimer Basar-Team nicht nur viele Käuferinnen und Käufer erfreut, sondern auch ein deutliches Zeichen der Solidarität gesetzt. Die Veranstaltung am 16. März 2025 im Schützenhaus brachte einen Erlös ein, aus dem nun 1.000 Euro an den Verein Kinderschicksale Mittelfranken e.V. übergeben werden konnten.

Der Weißenburger Verein setzt sich unermüdlich für schwerkranke Kinder aus der Region ein und unterstützt betroffene Familien, die sich oftmals in besonders herausfordernden Lebenssituationen wiederfinden. Dass nun auch aus Pappenheim ein finanzieller Beitrag geleistet wurde, ist für die Engagierten ein wertvoller Ansporn und für die betroffenen Familien eine spürbare Hilfe.

Schon jetzt richtet sich der Blick nach vorn. Am 28. September 2025 findet im Pappenheimer Schützenhaus der nächste Kindersachenbasar statt. Auch dieser soll wieder einem gemeinnützigen Zweck dienen und zeigt, wie aus nachbarschaftlichem Engagement echte Unterstützung für die Region erwächst.

Das Titefloto zeigt die Übergabe des Spendenschecks an Christine Wägemann vom Verein Kinderschicksale Mittelfranken

Foto: Privat




Kein Arbeitskreis für das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim

Wie geht es nun weiter mit dem Georg-Nestler-Haus? Es mag Zufall sein, dass nur rund zwei Monate nach dem Antrag der Grünen-Fraktion zur Bildung eines Arbeitskreises für die Nutzung des Georg-Nestler-Hauses nun ein weiteres Konzept für die künftige Verwendung des ehemaligen Seniorenheims im Stadtrat vorgestellt wurde.

Wie berichtet, hatte die Fraktion der Grünen diesen Arbeitskreis beantragt, um das Thema Georg-Nestler-Haus präsent zu halten. Der neue Arbeitskreis sollte mit Mitgliedern der Stadtratsfraktionen, der Stadtverwaltung und gegebenenfalls externen Fachleuten aus der Seniorenarbeit besetzt werden. Ziel war es, konkrete Lösungen für die Zukunft des seit Jahren leerstehenden Gebäudes zu entwickeln. Dabei sollte die Gruppe, mit nicht mehr als acht bis zehn Personen folgende Themenschwerpunkte bearbeiten:

  • Bestandsaufnahme des baulichen Zustands,
  • Bewertung der bisherigen Gespräche mit Investoren,
  • Analyse des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts von 2022.

Das Ergebnis sollte ein Leitfaden mit einem verbindlichen Zeitplan sein, um den Handlungsempfehlungen aus dem im Juni 2022 vorgestellten Seniorenpolitischen Gesamtkonzept gerecht zu werden.

Doch der Vorschlag stieß auf breiten Widerstand. „Ein Arbeitskreis ist einfach zu viel“, meinte Christa Seuberth (SPD). Sie verwies auf das bestehende Seniorenpolitische Gesamtkonzept und den Ansatz des BRK-Konzepts, das man weiterentwickeln könne.

Bettina Balz, Fraktionsvorsitzende der Grünen, betonte hingegen, dass das BRK-Konzept vielversprechend, aber nicht abschließend geprüft sei. Daher sei es wichtig, das Thema weiterzuverfolgen und alternative Ansätze zu prüfen. Sie verwies auf die positive Wirkung eines Arbeitskreises bei der Sanierung und Neubewertung des Campingplatzes.

Anette Pappler (SPD) argumentierte, dass ein schlüssiges Konzept bereits vorliege und nun rechtliche und finanzielle Fragen zu klären seien – Aufgaben, die nicht einem „inoffiziellen Arbeitskreis“ überlassen werden könnten. Vielmehr solle sich der Finanz-, Hauptverwaltungs- und Personalausschuss damit befassen.

Für die CSU erklärte Marcus Wurm, neuerdings zuständig für das Referat Senioren und Heime, man könne sich „keinen Wunschkandidaten aus der Reihe der Investoren aussuchen“. Auch er lehnte einen Arbeitskreis ab. Gleiches trug Erich Neulinger (CSU), der bisherige Referent für Senioren und Heime, vor: „Das bringt nichts.“ Heiko Loy (CSU) ergänzte, ein Arbeitskreis berge die Gefahr, „dass die Sache im Sande verläuft“.

Auch Karl Satzinger (BGL) machte bereits vor der Abstimmung deutlich, dass er gegen einen Arbeitskreis sei.

Letztlich wurde der Antrag der Grünen von allen anderen Fraktionen einstimmig abgelehnt. Schon im März 2023 war ein ähnlicher Antrag der Grünen auf eine Klausurtagung zum Thema Georg-Nestler-Haus von den übrigen Stadtratsfraktionen abgeschmettert worden.