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Älter werden in Pappenheim — gestalten Sie mit

„Älter werden in Pappenheim“ ist das Thema einer öffentlichen Veranstaltung in die Turnhalle des EBZ zu der am Donnerstag, 28. April 2022 um 14:00 alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind. In einem Aufruf wünscht sich der Erste Bürgermeister Florian Gallus eine rege Teilnahme sowie eine aktive Mitarbeit.

Anmeldungen werden bis zum 25.04.22 telefonisch unter 09143-60699 oder per E-Mail an stadtpapnenheim@pappenheim.de erbeten.

In einem Schreiben gibt Bürgermeister Gallus dazu folgendes bekannt:”

Die meisten älteren Menschen möchten in ihrem eigenen Zuhause wohnen bleiben – auch bei Unterstützungs- oder Hilfebedarf — sowie weitestgehend selbstbestimmt und aktiv den Alltag gestalten. Im Hinblick auf die demographische Entwicklung und die Veränderung familiärer Strukturen steht die Stadt Pappenheim wie viele andere Kommunen vor großen Herausforderungen:

    • Wie kann sich die Gemeinde auf die künftigen Entwicklungen einstellen?
    • Welche Gegebenheiten und Bedürfnisse sind zu berücksichtigen?
    • Welche Chancen und Potentiale können aufgegriffen werden?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde in der Stadt Pappenheim bereits am 10. März 2022 ein Workshop mit den verschiedenen Akteuren der Seniorenarbeit von der Koordinationsstelle „Wohnen im Alter“ aus München moderiert.

Dabei wurden für die Stadt verschiedene Maßnahmen diskutiert, um die Seniorenarbeit in Pappenheim und den Ortsteilen zukunftsgerecht zu gestalten. Nach Meinung am Workshop beteiligen Personen muss es das Ziel in Pappenheim sein, dass Wohnen und Leben vor Ort möglichst lange gewährleistet werden können. Hier gilt es, entsprechende Angebote zu schaffen.

Bestätigt wurde, dass das „Miteinander im Ort“ derzeit gut funktioniert. Wichtig jedoch ist, dass möglichst frühzeitig über die Herausforderungen des demografischen Wandels diskutiert wird, um dem Wunsch, im Ort gut und selbstständig wohnen bleiben zu können, gerecht zu werden.

Wie geht es weiter?
Alle Ergebnisse aus dieser Diskussion sollen jetzt allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden. Alle Teilnehmer haben dabei auch die Möglichkeit, ihre eigenen Vorstellungen zur altersgerechten Entwicklung der Stadt Pappenheim einzubringen und eigene Anregungen und Wünsche mitzuteilen.

Die Stadt Pappenheim lädt Sie deshalb
herzlich zur Veranstaltung
„Älter werden in Pappenheim“
Donnerstag, 28. April 2022, um 14:00 Uhr in die
Sporthalle des Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrums (EBZ), Stadtparkstraße 8, in Pappenheim ein.

Die Stadtverwaltung freut sich auf Ihre Teilnahme sowie eine aktive Mitarbeit an der zukünftigen Entwicklung der Stadt Pappenheim und bitten um

Anmeldung bis zum 25.04.22
per E-Mail an stadtpapnenheim@pappenheim.de
oder telefonisch unter 09143-60699.“




Großes Interesse am Infotag der Diakonie

Sehr erfolgreich war der Infotag den die Diakonie Pappenheim-Weißenburg in der neu gestalteten Senioreneinrichtung in Bieswang angeboten hat. Mehr als 70 Interessenten hatten sich im Vorfeld angemeldet. Wegen der aktuellen Coronalage sind die Besucher Gruppenweise zu verschiedenen Zeiten zu Besichtigung und Information eingeladen worden.

Das vormalige Bieswanger Schulhaus hat die Stadt Pappenheim in enger Abstimmung mit der Diakonie seit Frühjahr 2020 zu einer Einrichtung für Senioren umgebaut. Wenn alles nach Plan läuft, so zeigt sich Sven Emmerling, der bei der Diakonie Weißenburg die Altenhilfe leitet vorsichtig optimistisch, werden am 1. April die Seniorinnen und Senioren in der neuen Wohngemeinschaft in Bieswang Einzug halten. „Das geht aber nur dann, wenn die Möblierung da ist und wenn die noch anstehenden Baumaßnahmen wirklich vollständig abgeschlossen sind. Schließlich sollen die neuen Bewohner hier gleich ein angenehmes und fertiges Umfeld antreffen“, sagt Sven Emmerling, der den vielen Interessenten vor Ort kompetent und geduldig Rede und Antwort steht.
Schon jetzt gibt es 11 Vormerkungen für die 12 Wohnplätze, die zu einer familiären Einheit werden soll. Vormerkungen werden jedoch weiterhin entgegengenommen, denn die Mietverträge werden erst in den kommenden Wochen abgeschlossen.
Gemeinschaft – das betont Sven Emmerling immer wieder – soll das zentrale Element der Bieswanger Senioreneinrichtung werden. Wiederspiegeln soll sich das Konzept Gemeinschaft in u.a. in Mitbestimmung sowie gegenseitiger Hilfe und Unterstützung. Ziel der Einrichtung ist es, dass den Menschen im Alter geistige und körperliche Aktivitäten und das Gefühl, Teil einer Gemeinschaft zu sein erhalten bleiben.
Die Bewohner werden ihren privaten Schlaf- und Rückzugsbereich in ihren angemieteten Räumen von 12 bis 14 Quadratmetern Größe haben, die sie nach ihren Wünschen individuell einrichten dürfen.
Der Tagesablauf soll gemeinsam bestimmt und gestaltet werden.
Betreut wird die neue Senioreneinrichtung von der Diakoniestation Langenaltheim. Aufgenommen werden in die ambulante Wohngemeinschaft Senioren mit allen Pflegegraden. Pflegerische Leistungen können von den Bewohnern je nach bedarf dazu gebucht werden, wobei kleine Hilfeleistungen im Mietvertrag enthalten sind.
Neben der ambulanten Senioren-Wohngemeinschaft bietet die Diakonie in der neuen Bieswanger Einrichtung auch eine Tagesbetreuung mit variablen Betriebszeiten an, die sich nach Anmeldung und Bedarf richten.

Kleine Entstehungsgeschichte
Seit 2012 stand das Bieswanger Schulhaus weitgehend ungenutzt. Im Juni 2015 in der Hochphase des Flüchtllingszustroms war von der Stadtverwaltung der Verkauf des Hauses auf die Tagesordnung einer Stadtratssitzung gesetzt worden. „Das Bieswanger Schulhaus ist tabu“ war bei dieser Sitzung der Kernsatz von Stadtrat Friedrich Hönig und Stadtrat Karl Satzinger, war es, der schon in dieser Sitzung vorschlug, die städtische Immobilie in Bieswang einem sozialen Zweck zuzuführen.
Schon am 15.10.2015 haben drei Sozialträger ihre Nutzungskonzepte für das Bieswanger Schulhaus in der öffentlichen Stadtratssitzung vorgestellt.
Im Dezember 2015 entschied sich der Stadtrat einstimmig für das Nutzung Konzept der Diakonie

Die Planungsphase dauerte bis zum April 2019. Damals präsentierte Architekt Joachim Radegast dem recht erschreckten Stadtrat in einer Kostenberechnung die Bausumme von fast 1,8 Mio Euro. Glücklicherweise gab es vom Amt für ländliche Entwicklung eine kräftige Unterstützung. Diese überbrachte am 2. August 2019 Amtsleiter Gerhard Jörg in Form des Förderbescheides, in dem der Stadt Pappenheim Fördermittel in Höhe von rund1,5 Millionen Euro zugesagt wurden. Mit der Zuwendung des Amtes für ländliche Entwicklung wird der förderfähige Kostenanteil in Höhe von 1,723 Millionen Euro mit 85 Prozent gefördert.

Bei einer Feierstunde damals noch im ungenutzten Schulhaus haben die Festredner den künftigen Verwendungszweck des Gebäudekomplexes als einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung der Grundversorgung der örtlichen Bevölkerung gelobt. Dadurch werde die Dorfgemeinschaft, sowie die Wohn- und Lebensqualität im Ort gestärkt.




Neue Vorstandschaft für den Altenheimverein

Da es nun das Seniorenheim nicht mehr gibt, hat sich auch die Frage gestellt, ob auch der Altenheimverein aufgelöst werden soll. Die Entscheidung fiel bei der Jahreshauptversammlung am 06. September 2021 mit der Wahl einer neuen Vorstandschaft.

Mit dem 31. Mai 2021 haben die Rummelsberger Dienste den Betreib des Georg-Nestler-Hauses im Pappenheim eingestellt. Die Schließung der Seniorenunterkunft begründete Dominic Bader, seines Zeichnes Standortleiter der Rummelberger Diakonie für die Region Pappenheim /Treuchtlingen, mit wirtschaftlichen Überlegungen.

Bei der Jahreshauptversammlung des Altenheimvereins im Gasthof „Zum Grünen Baum“ begrüßte der Vorsitzende Günther Kleber auch vier Neumitglieder und berichtete über die zurückliegenden Aktivitäten des Vereins. Dazu gehörten in erster Linie die Aktivitäten des Besuchskrieses, der von Edeltraud Krauß seit vielen Jahren organisiert wird. Der Verein veranstaltete auch alle Jahre ein Faschingsvergnügen im Georg-Nestler-Haus und in den vergangen beiden Jahren organisierte der Altenheimverein zusammen mit dem Verein „Pappenheimer Maibaum e.V.“ ein Oktoberfest für die Senioren.

Erinnerung an den Seniorenfasching 2015 mit Peter Krauß als Sitzungspräsident

Der im Jahre 1980 vom damaligen 2. Bürgermeister Alois Kleber gegründete Altenheimverein hat im Laufe der Jahre das Pappenheimer Seniorenheim in vielfältiger Weise unterstützt. Die Zuwendungen reichten vom Fernsehgerät über eine Bezuschussung des Küchenumbaus, die Anschaffung der Markise vor dem Speisesaal und der Kauf von Gartenstühlen für die Senioren. Darüber hinaus hat der Verein die Bewohner der Einrichtung alljährlich zum Geburtstag, zu Ostern und zum Nikolaustag beschenkt.
Verärgert ist man im Verein, weil man kurz vor Bekanntgabe der Schließung noch rund 3.000 Euro für behindertengerechte Tische und Stühle ausgegeben hat.
Derzeit verfügt der gemeinnützig Verein über ein beachtliches fünfstelliges Vermögen, weil man in den letzten Jahren Rücklangen für den Umbau und die Modernisierung des Pappenheimer Seniorenheims gebildet hat. Das könnte jetzt zu steuerlichen Problemen führen. Noch im November 2017 hatte ein Vertreter der Rummelsberger Dienste vor dem Stadtrat über eine 10-Millionen-Investition referiert. Dass dann im Herbst 2020 ansatzlos die alternativlose Schließung bekanntgegeben wurde, ärgert Peter Krauß ganz besonders.

Nach der obligatorischen Entlastung des Kassiers der gesamten Vorstandschaft kam dann die spannende Frage auf, ob der Verein aufgelöst oder in seinem Bestand erhalten werden soll. Dazu berichtete Erster Bürgermeister Florian Gallus von den Gesprächen mit der Vorstandschaft des Altenheimvereins und den Bemühungen eine neue Vorstandschaft zur Weiterführung des Vereins zu finden.

Gallus führte aus, dass er von der Schließung des Seniorenheims durch die Rummelsberger genauso überrascht war, wie der gesamte Stadtrat. Ihm wurde nach der Wahl die Schließung der Einrichtung förmlich vor die Füße geworfen. Er stehe zurzeit mit den Rummelsbergern wegen der Auflösung des langfristigen Erbbaurechtsvertrages in Verhandlung. Gallus versprach, dass es in Pappenheim und den Ortsteilen in Zukunft wieder Einrichtungen für Senioren geben werde. Deshalb sei es aus seiner Sicht sinnvoll den Verein zu erhalten.

In einer geheimen Wahl hat der Verein Hans Joachim Rietscher zum 1. Vorstand gewählt. Der 2. Vorstand ist Bürgermeister Florian Gallus, Rolf Kießlinger der neue Kassier und Hans Hartl wurde zum Schriftführer gewählt.

Besitzer der neuen Vorstandschaft sind Bettina Balz und Erich Neulinger und die Kassenprüfer sind Friedrich Obernöder und Willi Süß.

Titelfoto: Günther Kleber




Jetzt einfachere Anmeldung für Corona-Impfregistrierung

Den Personen, denen dies bisher noch nicht gelungen ist an eine Registrierung zur Corona-schutzimpfung zu kommen, bietet das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nun einen vergleichsweise einfachen Zugang zur Impfung an.

Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, haben mit höchster Priorität Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung.

Die Freiwilligenagentur altmühlfranken hat rund 150 öffentlich zugängliche Anlaufstellen im Landkreis mit vorgefertigten Rückrufkarten der Bayerischen Impfzentren ausgestattet. Impfwillige der Zielgruppe 80 Plus können darauf ihre Kontaktdaten vermerken und diese dann mit den zugehörigen Umschlägen kostenlos an das Impfzentrum Altmühlfranken zurücksenden. Es erfolgt anschließend ein Rückruf über die Hotline des Impfzentrums, in dem alle weiteren Details für die Impfregistrierung abgefragt und erfasst werden. Wer bereits registriert ist, muss diese Postkarte nicht mehr ausfüllen.

Rückrufkarten
Die Rückrufkarten sind in den nächsten Tagen in Apotheken, Banken, bei den Allgemeinärzten, am zentralen Informationsschalter des Landratsamtes und bei den Städten und Gemeinden (sofern diese wieder geöffnet sind) kostenlos erhältlich. Ebenfalls sind auch die ehrenamtlichen Seniorenberaterinnen und Seniorenberater des Landkreises mit den Karten ausgestattet. Diese stehen grundsätzlich bei Fragen zu sämtlichen altersrelevanten Themen zur Verfügung und leisten vielfältige Unterstützung auf der Suche nach speziellen Hilfs- oder Förderangeboten. Nähere Informationen und die Kontaktdaten der Seniorenberaterinnen und Seniorenberater sind im Internet unter www.altmuehlfranken.de/senioren zu finden. Gerne vermittelt auch die Freiwilligenagentur Altmühlfranken (09141 902-235 oder -227) den Kontakt.

Online-und telefonische Registrierung
Was die Impfregistrierung anbelangt, besteht nach wie vor auch die Möglichkeit sich online unter www.impfzentren.bayern für die Impfung gegen das Coronavirus zu registrieren. Wer keine Möglichkeit hat, sich online zu registrieren, kann dies auch an der Hotline des Impfzentrums Altmühlfranken unter 09831 52-2041 erledigen. Diese ist von Montag bis Freitag von 09.00 bis 17.00 Uhr zu erreichen. Allerdings kann es dort aufgrund des hohen Anruferaufkommens zu Wartezeiten kommen. Eine Bandansage an der Hotline erklärt den Registrierungsablauf und muss bis zum Schluss angehört werden, damit man mit einer freien Mitarbeiterin oder einem freien Mitarbeiter verbunden werden kann. Die Hotline dient nur der Registrierung und kann keine medizinischen Auskünfte geben.

Bürgerhaus Treuchtlingen
Im Bürgerhaus Treuchtlingen wird Montag bis Mittwoch von 9.30 bis 12.00 Uhr zusätzlich ein Hilfsangebot zur Impfregistrierung angeboten. Die Art der Registrierung hat keinen Einfluss auf die entsprechende Priorisierung und die damit verbundene Terminvergabe. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen betont, dass die Postkarten nur für die Registrierung von Personen ab 80 Jahren zur Verfügung stehen.

Bildunterschrift: Wer sich bisher noch nicht für eine Corona-Impfung registrieren konnte, kann sich nun mittels dieser Postkarte beim Impfzentrum Altmühlfranken melden und wird zur Registrierung zurückgerufen. Die Aktion richtet sich nur an Personen aus dem Landkreis, die das 80. Lebensjahr erreicht haben.

Tietelfoto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen




Ein Seniorenkonzept für Pappenheim

Für Pappenheim und seine Ortsteile wird die Stadt ein Konzept für das Wohnen und die Pflege im Alter erstellen lassen. Mit dieser einstimmigen Entscheidung ist der Pappenheimer Stadtrat einem Antrag der Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und der SPD gefolgt. Das Konzept wird 8.000 Euro kosten.

Nach der Schließung des „Georg-Nestler-Hauses“, dem Seniorenheim in der Pappenheimer Beckstraße ist mit den Bemühungen, einen neuen Träger für die Weiterführung des Hauses zu begeistern, zumindest das Signal gesetzt. Dieses Signal will zum Ausdruck bringen, dass man sich in den politischen Führungskreisen Pappenheims um die Senioren in der Stadt und in den Ortsteilen bemüht. (Der Pappenheimer Skribent hat berichtet)

Darüber hinaus sehen Bündnis90/Die Grünen und SPD weiteren Handlungsbedarf in den Bereichen der Tages- und Kurzzeitpflege, wie auch bei ambulanter Pflege und dem seniorengerechten Wohnen. Deshalb fordern die beiden Stadtratsfraktionen in ihrem Antrag eine fundierte Analyse die dann als Richtschnur für das künftige politische Handeln dienen soll.

Das Konzept – so schlagen Bündnis90/Die Grünen und SPD in ihrem Antrag vor, soll die „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GmbH“ aus München erstellen. Diese Arbeitsgruppe hat vor 10 Jahren für unseren Landkreis das Seniorenpolitische Gesamtkonzept abgefasst, als dessen Ergebnis unter anderem die ehrenamtlichen Senioren- und Wohnberater vom Landkreis ausgebildet und bestellt worden sind.

Für die Fraktion der SPD wies Anette Pappler darauf hin, dass sich die Gegebenheiten im Bereich der Seniorenbetreuung hinsichtlich der Pflege, der gesetzlichen Vorgaben und der Kosten sehr verändert haben. Aus diesem Grund braucht man in Pappenheim Perspektiven für eine alternative Versorgung und Betreuung der Senioren.

Auch Bettina Balz unterstrich diesen Aspekt. Mit dem Konzept – so Balz – soll ein Instrument geschaffen werden, das den politischen Entscheidungsträgern als fachlich fundierte Handlungsanleitung dienen kann.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler begrüßte den Antrag. Allerdings sei es für ihn wichtig, dass die Studie sich nicht als Bremsklotz für die aktuellen Bestrebungen der Diakonie im Bereich der Seniorenbetreuung auswirkt. „Das muss parallel laufen“ forderte Stadtrat Otters. Und auch eine Sachstandmitteilung für den Oktober 2021 ist auf Anregung von Otters in den Beschluss eingearbeitet worden.

Schon im Vorfeld der Entscheidung hat die Stadtverwaltung Verbindung mit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GmbH in München aufgenommen und von dort die Auskunft erhalten, dass für die fundierte Erstellung eines Seniorenkonzepts eine Bürgerbeteiligung notwendig ist. Diese wird wohl angesichts der aktuellen Lage in Form einer schriftlichen Befragung umgesetzt werden. Die Kosten für die Erstellung des Konzepts sind per Beschluss auf insgesamt 8.000 Euro festgelegt.




Es ist eine wirtschaftliche Entscheidung

Die Pappenheimer Senioreneinrichtung, das von den Rummelsberger Diensten seit 1997 betriebene Georg-Nestler-Haus wird zum 31.05.2020 geschlossen. Das ist seit dem 15.10.2020 vom Sozialträger ansatzlos öffentlich bekannt gemacht worden. Viele empfinden es wie auch der CSU-Stadtrat Friedrich Obernöder „als Schlag ins Gesicht“, weil, wie auch Erster Bürgermeister Gallus (CSU) und 2. Bürgermeister  Otters von den Freien Wähler betonen, man vonseiten der Rummelsberger im Vorfeld der Entscheidung nicht an die Stadt herangetreten sei, um nach Wegen für eine positive Lösung zu suchen. Dominic Bader erklärt vor dem Stadtrat, dass wirtschaftliche Gründe zur Schließung geführt haben.

Und dabei hatte es am 5. Oktober 2017 noch so gut ausgesehen, als Peter Kraus, von der Geschäftsleitung der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter angekündigt hat, mit einer millionenschweren Investition das Georg-Nestler-Haus neu bauen zu wollen. Und nicht nur das, das neue Haus wurde dem Stadtrat als ein modernes Haus mit einer angenehmen Wohnatmosphäre angekündigt, in dem auch Komponenten vorsehen seien die über den gesetzlich geforderten Standard hinaus gingen.

Und jetzt referierte kürzlich wieder ein Vertreter die Rummelsberger Dienste – diesmal in einem 10-Minuten-Referat – über die Schließung der Pappenheimer Senioreneinrichtung. Diesmal war es Dominic Bader, der Standortleiter der Rummelberger Diakonie für die Region Pappenheim /Treuchtlingen.

Es seien die gesetzlichen Vorgaben, der Fachkräftemangel und auch ein bisschen der Denkmalschutz gewesen die dazu führten, dass die Einrichtung nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden kann. Derzeit seien von den 51 möglichen Einrichtungsplätzen 29 Plätze belegt, für die insgesamt 48 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Buche schlagen.

Nach Baders Ausführung habe man mehrere Optionen geprüft. Einerseits sei man zu der Erkenntnis gelangt, dass auf dem vorhandenen Grundstück keine Einrichtung gebaut werden kann, die für einen wirtschaftlichen Betrieb die erforderliche Platzzahl bieten würde. Andererseits bringt Bader in der späteren Diskussion das Argument, dass man eine Einrichtung mit einer höheren Platzzahl schon wegen des Pflegekräftemangels nicht voll belegen könne. Zudem hätten sich die Rahmenbedingungen bei den Rummelsberger hin zu einer Weiterentwicklung der Konzepte in der Behindertenhilfe entwickelt und es wachse der Kostendruck wegen der Mitbewerber auf dem „Sozialmarkt“.

Jetzt stehe Baders Worten zufolge unter anderem die Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an und die Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern vor Ort.

Diskussion mit Zuschauerbeteiligung
Stadtrat Roland Kiermeyer von der Bürgerliste fragte als erster Redner des Stadtrates nach dem Grund des Sinneswandels, wo Rummelsberg doch nach seiner Erinnerung noch vor wenigen Jahren eine  Investition von 20 Millionen Euro angekündigt hatte  und wo auch die Verwendung des Bieswanger Pfistererbes von mehr als einer halben Million Verwendung finden sollte.

Die Investition ist an dem Ort nicht wirtschaftlich wiederholte Dominic Bader. Außerdem würde der Bau so groß, dass die Einrichtung wegen des Fachkräftemangels nicht betrieben werden könnte. Die Rummelsberger Dienste hätten sich um Fachkräfte auch im Balkan sehr bemüht aber man habe feststellen müssen, dass unsere Region nicht das ist, was sich mögliche Interessenten unter Deutschland vorstellen.

Zweiter Bürgermeister Walter Otters von den Freien Wählern bedauerte, dass man nicht vor der Entscheidung an die Stadt herangetreten sei, um nach Wegen zu suchen wie das Georg-Nestler-Haus erhalten werden kann. „Was hätten wir tun müssen und das Haus zu retten?“ fragte er. Außerdem könne er die Aussage Baders, Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern vor Ort geführt zu haben nicht nachvollziehen, vielmehr sei zu vermuten, dass die Entscheidung mit der Unternehmensstruktur der Rummelsberger im Zusammenhang stehe. Es habe Einzelgespräche gegeben behauptete Bader, ohne jedoch Namen zu nennen und brachte mit dem Dogma „Es ist eine wirtschaftliche Entscheidung“, die Angelegenheit erneut auf den Punkt.

„Ich hatte überhaupt keine Chance“, stellte auch Bürgermeister Florian Gallus fest, der sich bei einem Gespräch in seinem Amtszimmer am Nachmittag des 15.10.2020 vor vollendete Tatsachen gestellt sah. „Was können wir tun?“ fragte Gallus in Richtung der Verantwortlichen. „Sie können gar nichts tun“, war die leicht gereizt klingende Antwort von Karl Schulz aus den Zuschauerplätzen. Letzterer ist seines Zeichens Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter.

Auch Stadträtin und SPD-Fraktionsvorsitzende Anette Pappler erinnert an den großen Auftritt der Rummelsberger vor dem Pappenheimer Stadtrat vor wenigen Jahren, bei dem die Stadt großes Interesse an den Plänen bekundet habe.

„Haben wir was falsch gemacht?“ fragte der CSU-Fraktionsvorsitzende Friedrich Obernöder. „Das ist ein Schlag ins Gesicht“, machte er seinen Ärger Luft, denn nach seiner Kenntnis war das Haus in der Region anerkannt.

„Sind die Bewohner über ihre Rechte informiert? Und ist sichergestellt, dass die Bewohner ortsnah unterkommen?“ war die Frage von Bettina Balz von den Grünen, worauf Dominic Bader meint, dass man niemanden auf die Straße setze, weil man das gar nicht könne. Neue Unterbringungsmöglichkeiten sehe man in Ellingen, Eichstätt, Monheim und Weißenburg.

11:6 einmal anders
Das alles ließ Claudia Lämmermann von ihrem Sitz hochfahren um sich zu Wort zu melden. Das geht aber nicht so ohne weiteres, denn der Stadtrat muss zuerst abstimmen, ob er Wortmeldungen von Zuhörern zulassen will. Und da war sie dann, wie – die 11:6 Entscheidung – zugunsten eines Rederechts. Allerdings nicht wie üblich der Block gegen die SPD, nein diesmal könnte man das Abstimmungsergebnis als Alt gegen Jung bezeichnen, denn vorwiegend die jungen und neuen Stadträte waren es, die für eine Diskussionsbeteiligung aus den 14 Zuhörern stimmten.

Claudia Lämmermann wies auf ihre langjährige Tätigkeit in der Altenpflege hin und wollte wissen, ob man denn schon andere Träger kontaktiert habe, die das Pappenheimer Seniorenheim weiterführen könnten. Und der vormalige Erste Bürgermeister Peter Krauß fragte nach dem Bestand des bestehenden Erbbauvertrages. In diesem ist, wie er auf Anfrage erklärt, die Nutzung des Gebäudes als Seniorenheim auf viele Jahre festgeschrieben. Dieser Vertrag, so Dominik Bader hat nach wie vor Bestand.




Das Seniorenheim Georg-Nestler-Haus in Pappenheim wird geschlossen

 

Das Alten- und Pflegeheim Georg-Nestler-Haus in Pappenheim schließt zum 31. Mai 2021. Das hat Karl Schulz, Geschäftsführer der Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter (RDA heute am 15.10.2020 den Bewohnervertreterin, sowie die Mitarbeitenden des Georg-Nestler-Hauses mitgeteilt. Auch Pappenheims Bürgermeister Florian Gallus wurde zeitnah informiert.

(Rummelsberger) Er sagte: „Diese Entscheidung ist uns in Rummelsberg nicht leichtgefallen. Das Georg-Nestler-Haus und die Menschen, die dort leben und arbeiten, lagen uns Rummelsbergern immer am Herzen.“ Wie man es jedoch drehe und wende, kam man immer zum gleichen Schluss: Das Pappenheimer Seniorenheim kann nicht weiterbetrieben werden. Rummelsberg zieht einen Schlussstrich und kommt damit einem Schritt der Aufsichtsbehörde zuvor, der in den nächsten Jahren erfolgt wäre. Das Haus ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr allen Vorgaben, die an Pflegeeinrichtungen gestellt werden. Eins sei zum anderen gekommen und jede Sanierung habe im Grunde keine dauerhafte Verbesserung für Bewohnerinnern, Bewohner und Pflegende gebracht. Im Vergleich zu anderen Senioreneinrichtungen ist das Pappenheimer Haus zu klein, um hohe Investitionskosten stemmen zu können. Die Finanzierung eines Altenheimes sieht vor, dass Bewohnerinnen und Bewohner einen Beitrag zu solchen Kosten tragen müssen. Würde man in Pappenheim zukunftssicher investieren, wäre die Belastung für jeden einzelnen der 51 Bewohner*innen unzumutbar hoch.

Man habe lange versucht, den früheren Zusagen entsprechend eine Zukunft für die Altenhilfe in Pappenheim zu verwirklichen. Viele haben daran mitgewirkt, dies auch umzusetzen. „Ich bedaure hier stehen zu müssen und jetzt Hoffnungen zu zerstören, die auch wir noch vor einiger Zeit für umsetzbar hielten,“ entschuldigt sich Schulz. Nicht zuletzt als Folge der Corona-Pandemie, deren wirtschaftliche Folgen für einen Träger wie die Rummelsberger Diakonie noch nicht absehbar seien, habe man nach dem Sommer entschieden, das Haus zu schließen. „Das ist ehrlicher als noch lange „herumzudoktern“, ist sich Schulz sicher. „Als diakonischer Träger wollen wir auf Dauer eine qualitativ hochwertige Dienstleistung zu einem vertretbaren Preis anbieten,“ betonte er und bat um Verständnis für die Schließung.

Heimleiterin Christa Schwind versicherte, dass sich Bewohnerinnen, Bewohner und ihre Angehörigen darauf verlassen können, jede Unterstützung zu bekommen, einen neuen Platz in einem der umliegenden Senioreneinrichtungen zu finden. „Ich bin zuversichtlich, dass uns das innerhalb des nächsten halben Jahres ebenso gelingt, wie für die Mitarbeitenden neue Arbeitsstellen zu finden,“ sagt sie. Allen Mitarbeitenden werden neue Arbeitsplätze innerhalb der Rummelsberger Gruppe angeboten. Die Mitarbeitervertretung der RDA war involviert. Es sind etwas mehr als 30 Arbeitskräfte betroffen.

„Selbstverständlich stehen wir zu unseren Verpflichtungen gegenüber den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den Mitarbeitenden im Haus. Wir werden bis zum letzten Tag die mit uns geschlossenen Verträge erfüllen,“ versichert Karl Schulz.

Die Rummelsberger Dienste für Menschen im Alter (RDA) ist eine gemeinnützige Gesellschaft mbH und gehört zur Rummelsberger Diakonie e.V. Sie ist Trägerin von stationären und ambulanten Diensten für Menschen im Alter. Die RDA begleitet täglich mehr als 3.000 Seniorinnen und Senioren in Bayern und bietet rund 1.400 Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz.




Coronainfektionen im Pappenheimer Seniorenheim

Im Pappenheimer Georg-Nestler-Haus wurden 29 Einrichtungsbewohner*innen und acht Mitarbeiter*innen mit dem mit SARS-CoV-2 Virus infiziert. Bisher sind sechs Bewohner verstorben. Das wird vom Landratsamt mitgeteilt.

(LRA) Erstmals wurden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in einem Seniorenheim Infektionen mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Es handelt sich um das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim. Die vergangenen Osterfeiertage haben für Bewohner und Mitarbeiter eine traurige Entwicklung gebracht. Insgesamt wurde bei 29 von 42 Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern sowie bei acht von 21 getesteten Mitarbeitenden das Coronavirus labordiagnostisch festgestellt. Sechs Bewohner, die auf eine intensive Pflege angewiesen waren und aufgrund ihres Alters und schwerer Begleiterkrankungen zur Corona-Risikogruppe gehörten, sind verstorben.

Nach der ersten bestätigten Infektion innerhalb der Einrichtung wurden umgehend alle Bewohner sowie der Großteil der Belegschaft auf das Virus getestet. Alle Bewohner sind in Einzelzimmern isoliert, wodurch der Kontakt zwischen positiv und negativ getesteten Personen vermieden wird. Die Pflege der erkrankten Personen ist gewährleistet. Insgesamt sind sechs Bewohner des Seniorenheims mit dem Coronavirus verstorben. Alle sechs Personen waren intensive Pflegefälle. „Die Entwicklungen in Pappenheim sind sehr rasant“, so der Versorgungsarzt Dr. Peter Löw.

Die Heimleitung setzt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem Versorgungsarzt Dr. Peter Löw einen Notfallplan um. Unter anderem werden die positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der Einrichtung isoliert untergebracht und die Krankheitsverläufe werden permanent überwacht. Die Kontakte mit Außenstehenden werden noch weiter reduziert, insbesondere wurde die Behandlung der Heimbewohner auf einen einzigen Heimarzt eingegrenzt. Der zuständige Arzt ist zweimal am Tag im Seniorenheim. Die Einrichtung wird mit zusätzlichen Schutzmaterialien ausgestattet. Insgesamt gilt der Grundsatz, dass gesunde und nur leicht symptomatische Bewohner im Heim bleiben sollen, da für ältere, demente oder vorerkrankte Personen ein Ortswechsel eine zu große Belastung ist.

Die Situation ist für die Bewohnerinnen und Bewohner sehr belastend, wie Regionalleiter Dominic Bader mitteilt. Auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Situation eine enorme Herausforderung, zumal die Pflege von älteren Menschen vor allem von Nähe und großer Fürsorge geprägt ist. „Doch unser gesamtes Team bestehend aus Pflegenden, Hauswirtschaftlerinnen und Reinigungskräften sowie der Heimleitung arbeitet eng zusammen, um die Situation bestmöglich bewältigen zu können. Unsere Pflegekräfte widmen sich mit aller Kraft den Bewohnerinnen und Bewohnern“, so Dominic Bader weiter.

Laut Robert-Koch-Institut sind vor allem ältere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Aus diesem Grund gilt bayernweit bereits seit 14. März 2020 die Allgemeinverfügung über die Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Diese Einschränkungen wurden mit den Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie nochmals verschärft, sodass seit 21. März 2020 der Besuch von Senioren- und Pflegeheimen vollständig untersagt ist.

Aktuelle Zahlen
Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde bisher bei insgesamt 257 Personen eine Corona-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen. Davon gelten 14 Personen als genesen. Zehn Personen sind im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 verstorben. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und vorbestehender Krankheiten zählten alle Verstorbenen zur Risikogruppe. Bei der Erfassung der Todesfälle hält sich das Gesundheitsamt im Landkreis an die Praxis des Robert-Koch-Instituts. Damit werden zum einen Personen in die Statistik aufgenommen, die direkt an den Folgen von Covid-19 gestorben sind. Zum anderen werden auch jene gezählt, die an Vorerkrankungen litten und bei denen sich die Todesursache nicht eindeutig nachweisen lässt.

Aktuell leben damit in Weißenburg-Gunzenhausen 233 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen. 16 Personen werden stationär im Klinikum Altmühlfranken behandelt, wovon 6 Personen beamtet werden. Weitere Infos und die aktuellen Fallzahlen sind online auf der Landkreishomepage unter www.landkreis-wug.de/corona zu finden.




Ostergruß an die Senioren im Georg-Nestler-Haus

Da zurzeit die Bewohner des Georg-Nestler-Hauses nicht besucht werden können hat sich der Altenheimverein etwas anderes einfallen lassen.
Es wurde ein Korb voller Schockladenhasen mit Grüßen und Wünschen für ein gesegnetes Osterfest für die Bewohner und die Pflegekräfte abgegeben. Die Pflegekräfte haben die Verteilung der Geschenke übernommen.

Foto: Peter Krauß

 




Die TSG bietet Einkaufshilfe an

Eine großartige Einkaufs-Hilfsaktion bieten die Mitglieder des TSG Pappenheim in diesen schweren Zeiten an. Nachdem der Spiel- und Trainingsbetreib eingestellt ist, wollen die jungen Sportsleute einen Betrag für die Gesellschaft in Form von Einkaufshilfen leisten.

Das kostenfreie Angebot richtet sich vor allem an Seniorinnen und Senioren in Pappenheim und allen Ortsteilen , die zu der Hochrisikogruppe in Sachen Corona Pandemie gehören und keinen Kontakt zu anderen Personen haben und ihre Wohnungen nicht verlassen sollten.

Für diesen Personenkreis bietet die TSG einen Einkaufsservice an der wie folgt umgesetzt werden kann:

  • Anruf und Durchgabe der Einkaufsliste
    Angefordert werden kann der Einkaufsservice der TSG Pappenheim unter den Rufnummern:

0151 – 23918847
oder
0162 – 7467525

Bei diesen Rufnummern können von morgens 08:00 Uhr bis abends um 22:00 Uhr Einkaufswünsche durchgegeben werden.

Bei dem Telefonat wird die Einkaufsliste entgegengenommen.
Die Einkaufsliste wird mit Telefonnummer, Namen und Adresse an den Einkäufer weitergegeben, der den Einkauf durchführt.

  • Übergabe Einkaufsware – Warenpreis
    Für die Bezahlung der eingekauften Ware gibt es zwei mögliche Weg, die der Auftraggeber festlegen kann.:
  1. Der Einkäufer meldet sich kurz vor der Lieferung telefonisch beim Auftraggeber, dass er mit der Ware unterwegs ist. Der Geldbetrag für die eingekaufte Ware wird vom Auftraggeber an einer vereinbarten Stelle hinterlegt und die eingekaufte Ware wird vor die Haus- oder Wohnungstür gestellt.

oder

  1. Der Einkäufer bringt die Ware direkt zur Wohnung, stellt sie ab und nimmt das Geld in einer Box entgegen
  • Der Service wird von der TSG Pappenheim kostenlos angeboten
  • Der Service gilt räumlich für Pappenheim und alle Ortsteile



„Zu Hause daheim“ Aktionswoche für Senioren

(LRA) Solange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben – wer möchte das nicht? Die bayernweite Aktionswoche „Zu Hause daheim“ soll helfen, dass dieser Wunsch in die Tat umgesetzt wird. Von 17. bis 26. Mai geht es um Wohnen im Alter – auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es zwei Veranstaltungen.

 Praktische Hilfen für Senioren – 22.05.2019, 18:00 Uhr
Hausnotrufsysteme, Falldetektoren, Fenstergriffverlängerung, eine intelligente Lesehilfe oder die automatische Herdüberwachung machen den Alltag von Senioren und Menschen mit körperlichen Einschränkungen leichter und sicherer. Es gibt eine Vielzahl solcher Unterstützungssysteme, die einen wichtigen Beitrag und Nutzen zum selbstbestimmten Wohnen und zum Erhalt der Selbstständigkeit leisten.

Aufgrund der Menge von Geräten auf dem Markt fällt es schwer, die richtige Hilfe auszuwählen und einen Überblick zu gewinnen. Die ehrenamtlichen Senioren- und Wohnberater, allen voran Gerhard Fürbaß und Heinz Eckert, haben nun in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen einen Musterkoffer mit zahlreichen technischen Möglichkeiten und Dienstleistungen zusammengestellt. In einem Vortrag informieren die spezialisierten Seniorenberater über die Funktionsweise, Anwendung, den Nutzen und die Kosten im Vergleich zu ähnlichen Produkten.
Der Vortrag mit Präsentation des Musterkoffers ist am Mittwoch, den 22. Mai 2019, um 18:00 Uhr bei der KISS Weißenburg, Westliche Ringstraße 2, 91781 Weißenburg i. Bay.

Wohnanpassung bei Demenz – 23. Mai 2019, 18:00 Uhr
Die Erkrankung Demenz stellt die betroffenen Menschen und deren Angehörige vor große Herausforderungen. Die Vertrautheit und Orientierung in der Wohnung sind entscheidend für das Wohlbefinden der Erkrankten. Ebenso sollten die vorhandenen Fähigkeiten und Vorlieben unterstützt und aufrechterhalten werden.

Architektin Agathe Kopp-Büeler hält am Donnerstag, den 23. Mai 2019, um 18:00 Uhr in der Zentralen Diakoniestation Weißenburg (Nürnberger Straße 13, 81781 Weißenburg i. Bay.) einen Fachvortrag zum Thema „Wohnanpassung bei Demenz“. Den Vortrag veranstaltet das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen in Kooperation mit der Angehörigenberatung der Zentralen Diakoniestation Weißenburg.

Beide Vorträge bieten die Gelegenheit zur Information und zum Austausch. Die Veranstaltungen sind kostenfrei und können ohne Anmeldung besucht werden. Fragen zu den Veranstaltungen beantwortet die Freiwilligenagentur altmühlfranken telefonisch unter 09141 902-235 oder per Mail an freiwilligenagentur@altmuehlfranken.de

Weitere Informationen rund um die Aktionswoche „Zu Hause daheim“ sind online unter www.zu-hause-daheim.bayern.de zu finden.




Tagespflege für Senioren in Pappenheim eingeweiht

In Pappenheim hat die Diakonie Pappenheim-Weißenburg  jetzt eine Tagespflege für Senioren eingeweiht. Im Rahmen einer Feierstunde wurde das Kooperationsprojekt der Diakonie Pappenheim-Weißenburg und der Rummelsberger Diakonie als eine wichtige Ergänzung für die Seniorenbetreuung im südlichen Landkreis gelobt. In der Einrichtung können 12 Tagesgäste aufgenommen werden. Es sind noch Kapazitäten frei.

Die Tagespflege in den Räumen der Rummelsberger Diakonie in der Pappenheimer Alexander-Beck-Straße ist seit September 2018 in Betrieb und wird von den Tagesgästen und deren Angehörigen allseits gelobt. So erläuterte es Martin Ruffertshöfer, Geschäftsführer der Zentralen Diakoniestation in den Dekanaten Pappenheim und Weißenburg kürzlich bei einer Feierstunde zur Einweihung der Einrichtung. Zu dieser Feier begrüßte Ruffertshöfer die Bürgermeister mit ihren Stadt- und Gemeinderäten aus Pappenheim, Solnhofen und Langenaltheim, sowie Edgar Tschernach vom Seniorenbeirat der Stadt Treuchtlingen.

Sein besonderer Gruß galt Dekan Wolfgang Popp und Dominic Bader. Letzterer ist als Standortleiter der Rummelsberger Diakonie Hausherr und Kooperationspartner der Tagespflegeeinrichtung.

„Die demographische Entwicklung geht auch an Pappenheim nicht vorbei“, wusste Markus Ungar-Hermann, der Leiter der Altenhilfe bei der Zentralen Diakoniestation zu berichten. Anhand einer Studie des Statistischen Landesamtes zeigte er auf, dass sich in Pappenheim die Bevölkerungszahl in Pappenheim bis zum Jahr 2028 um rund 180 Einwohner geringfügig verringern wird. Allerdings werde der Anteil der 65-jährigen um fast 25 %  von 822 auf 1030 Personen ansteigen. Dem Wunsch der meisten Menschen, die im Alter zu Hause gepflegt werden möchten, entspringt die Idee, in Pappenheim als Ergänzung zum ambulanten Pflegedienst der Diakonie in Langenaltheim eine Tagepflege für Senioren anzubieten. Seit ihrer Eröffnung im September 2018 wird die Tagespflege in Pappenheim angenommen. Allerdings würden Tagespflegegäste aus Pappenheim selbst noch fehlen. Einen herzlichen Dank sprach Ungar-Hermann der Rummelsberger Diakonie für die Bereitstellung der Räume und dem Team der Tagespflege für ihre wunderbare Arbeit aus.

Die Grußworte für die Stadt Pappenheim überbrachte 1.Bürgermeister Uwe Sinn, der die Kooperation der beiden Diakonie-Träger lobte. „Wir brauchen in Pappenheim das Miteinander“, meinte Sinn. Die demographischen Zahlen würden ihn zwar etwas bedrücken, aber man rüste sich ja für die steigende Zahl der alten Menschen. So gehe die Stadt Pappenheim mit einer ambulanten Wohngemeinschaft im ehemaligen Bieswanger Schulhaus in Kooperation mit der Diakonie ein weiterer Schritt in die richtige  Richtung. Allerdings ziehe sich dieses Projekt wie Gummi, erklärte Sinn. Höchste Anerkennung sprach er den Betreibern der Tagespflege aus und lobte: „Das haben Sie wirklich toll gemacht“. Zu der Tatsache, dass bisher keine Tagespflegegäste aus Pappenheim hier sind, vermutete Sinn, dass es in Pappenheim noch nicht angekommen sei, dass es hier eine Tagespflege gibt.

Von einem guten Miteinander sprach auch Dominic Bader bei seinem Grußwort. Das Projekt zeige dass mehrere Angebote sehr gut nebeneinander und miteinander stehen können.

Gottes Schutz und Segen
„Mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst“, diesen Satz aus dem 13. Psalm stellte Dekan Popp in den Mittelpunkt seiner Predigt bei der Segnung für die Tagespflegeeinrichtung. Der Mensch müsse Grundlagen haben, egal wie er zur Kirche stehe unterstrich der Dekan in seiner Andacht, in der er Gottes Schutz und Segen für die Tagespflege und alle die darin arbeiten und wohnen erbat.

Familiäre Atmosphäre
In einem sehr engagierten Vortrag stellte Anja Ast, die Leiterin der Tagespflege die Einrichtung vor. Diese ist Montag bis Freitag von 08:00 bist 16:00 geöffnet, wobei die morgendlichen Ankunftszeiten flexibel gestaltet werden können. Mit einem Frühstücksbuffet ist sichergestellt, dass auch Spätankömmlinge noch in aller Ruhe ausgiebig frühstücken können. Die Einrichtung hat auch einen eigenen Fahrdienst, der die Tagesgäste von zu Hause abholt und abends wieder zurückbringt.

Während des Aufenthalts genießen die Senioren eine professionelle Betreuung. Dies bezieht sich auf die besonderen Pflegebedürfnisse der Gäste, genauso wie auf ein abwechslungsreiches Beschäftigungsprogramm bei dem es u.a. eine biografische Betreuung, Aktivierung von Erinnerungen, Gedächtnistraining, Musik, Gesang und Sitztanz gibt. Für die altersgerechte körperliche Mobilität sorgen Bewegungsübungen, Spaziergänge und Übungen zur Trittsicherheit als Sturzprophylaxe. Der Aufenthalt beinhaltet Frühstück, Mittagessen, sowie Kaffee und Kuchen, wobei die alle Getränke des Tages beinhaltet sind.

Für die Zeit ihres Aufenthalts in der Tagespflege stehen den Gästen ausgebildete Betreuungs- und Pflegekräfte zur Seite, die in dem überschaubaren Kreis der Tagesgäste eine familiäre Atmosphäre schaffen. Die Kosten für die Tagesgäste richten sich nach dem jeweiligen Pflegegrad, wobei der Anteil der Pflegekasse angerechnet wird.

Die Einrichtungsleiterin Anja Ast steht für Beratungen und auch unverbindliche Anfragen gerne zur Verfügung. Sie ist erreichbar unter Telefon 09143 – 8353351 oder per E- Mail unter tagespflege-pappenheim@diakonie-wug.de

Die Einrichtung konnten sich die geladenen Gäste nach den Grußworten bei Häppchen und Getränken in allen Details ansehen und sich von den Fachkräften erklären lassen.