Mit dem Fahrrad im Aufzug steckengeblieben

Am Sonntag, 03.05.2020, um 06.37 Uhr, bekam die Polizei in Treuchtlingen einen Notruf, weil im Aufzug am Treuchtlinger Bahnhof eine Person mit Fahrrad festsitzen würde. Die Aufzugstüre lasse sich nicht mehr öffnen. Wie sich die Türe wegen eines technischen Defekts aus von der Polizei nicht öffnen ließ, musste die Feuerwehr Treuchtlingen ran, um den Radfahrer aus seiner misslichen Lage zu befreien. Ein Verantwortlicher der Bahn wurde informiert der den Aufzug anschließend sperren.




Gemeinsame Maskenaktion in Pappenheim

Bunte Gesichtsmasken haben viele Pappenheimer Kinder aus Stadt und Land bemalt. Diese sind ab sofort in verschiedenen Pappenheimer Geschäften zu bekommen. Die Stoffe hierfür hat Nadja Hanrieder vom Nähstudio „Stickwerk“ beschafft und zurechtgeschnitten.
Kinder aus Pappenheim und den Dörfern haben in liebevoller und künstlerischer Heimarbeit die Stoffe mit spezieller Stofffarbe bemalt. Mit diesen speziellen Farben sind die Stoffe zum Waschen bis zu 60 Grad geeignet, versichert die Initiatorin der Aktion. Zusammen mit fleißigen Helferinnen hat Nadja Hanrieder aus den bemalten Stoffen 350 sogenannte Behelfsmasken genäht, die für 5,- Euro pro Stück in Pappenheimer Geschäften erhältlich sind. Der Verkaufserlös geht an die Grundschule Pappenheim – Solnhofen. Für die Materialkosten haben die Stadt Pappenheim und die Gemeinde Solnhofen finanzielle Unterstützung geleistet.

Zu bekommen sind die Masken bei:

Arztpraxis Dr. Filipski
Atelier Frauensache
Atelier Stickwerk
EDEKA Markt Pfaller
Schloss Apotheke
Zweirad Schleußinger

Titelfoto: Nadja Hanrieder




Von regennasser Fahrbahn abgekommen

Am Mittwoch, 29.04.2020, gegen 06.30 Uhr, ereignete sich auf der Ortsverbindungsstraße Langenaltheim – Übermatzhofen ein Verkehrsunfall, bei dem ein 18-jähriger Pkw-Fahrer verletzt wurde. An seinem Pkw entstand Totalschaden.
Der Fahranfänger aus dem Bereich Hahnenkamm geriet auf regennasser Fahrbahn ohne Fremdeinwirkung von der Straße ab, durchbrach eine Buschreihe und kam im angrenzenden Acker zum Stehen. Der junge Mann wurde leicht verletzt und vom Rettungsdienst ins Krankenhaus Weißenburg verbracht.
Der Pkw wurde komplett gestaucht und musste abgeschleppt werden. Einsatzkräfte der Feuerwehren Langenaltheim und Übermatzhofen waren zur Bergung und zu Verkehrssicherungsmaßnahmen vor Ort.




Hohe Hygieneschutzmaßnahmen auf den Recycling- und Wertstoffhöfen

Inzwischen sind neben den beiden Recyclinghöfen in Weißenburg und Gunzenhausen auch alle gemeindlichen Wertstoffhöfe wieder zu den gewohnten Zeiten geöffnet. Die beiden Gebrauchtwarenmärkte an den Recyclinghöfen in Gunzenhausen und Weißenburg bleiben jedoch wegen der Corona-Pandemie auch bis auf Weiteres geschlossen.

(LRA) Wie vor der Wiedereröffnung befürchtet, bilden sich derzeit vor allem an den großen Recycling- und Wertstoffhöfen lange Warteschlangen. Dies ist in Zeiten der Corona-Pandemie auf die hohen Hygiene- und Verhaltensmaßnahmen zurückzuführen, die auch bei diesen Einrichtungen eingehalten werden müssen.

Den Besuch an einem Recycling- bzw. Wertstoffhof kann man sich vorstellen wie das Einkaufen in Zeiten der Corona-Pandemie – nur rückwärts. Deshalb ist auch beim Entsorgen Geduld und Abstand gefordert. Die bereits bisher gültigen Vorsichtsmaßnahmen sollen weiterhin unbedingt eingehalten werden: Einfahren in die Recycling- und Wertstoffhöfe dürfen Besucherinnen und Besucher jeweils nur nach Aufforderung durch das Wertstoffhof-Personal. Während der Wartezeiten vor der Entladung soll nicht ausgestiegen werden, zudem müssen Kinder unter zwölf Jahren auch beim Entladen im Auto sitzenbleiben. Ein Mindestabstand von zwei Metern zum Personal und anderen Kunden ist dabei stets einzuhalten. Das Entladen der Wertstoffe und Abfälle soll zügig und selbständig durch die Besucherinnen und Besucher durchgeführt werden, da das Wertstoffhofpersonal wegen der Einhaltung der Mindestabstände nicht wie gewohnt mithelfen kann. Für das Entladen schwerer Gegenstände empfiehlt es sich, eine eigene Hilfsperson dafür mitzubringen.

„Als Service für unsere Bürgerinnen und Bürger wollen wir die Recyclinghöfe geöffnet halten. Entsprechend hoffen wir auf das Verständnis und die Solidarität der Wertstoffhofbesucher“, appelliert Michael Hufnagel, Leiter der kommunalen Abfallwirtschaft des Landkreises. „Deshalb empfehlen wir für unsere Besucherinnen und Besucher auch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Dazu zählen auch selbstgenähte einfache Mund-Nase-Bedeckungen, nicht-medizinische Masken aus dem Einzelhandel oder Schals und Tücher, die Mund und Nase bedecken.“




Hinweise der Polizei zur Walpurgisnacht

In diesem Jahr wird es eine Walpurgisnacht der eher traurigen Art geben. Um Missverständnissen vorzubeugen, gibt die Polizei Hinweise zum Verhalten in der Walpurgisnacht in den Zeiten der Corona-Pandemie.

Nachdem das Aufstellen eines Maibaumes nicht grundsätzlich verboten ist, wenn die derzeit geltenden Abstandsregeln eingehalten werden, das Feiern am Maibaum, beziehungsweise das Zusammensitzen um den Baum, aber in diesem Jahr untersagt sind, werden wohl nur wenige Maibäume aufgestellt.

In diesem Zusammenhang möchten die Polizei darauf hinweisen, dass auch die Bräuche um die Walpurgisnacht (Nacht vom 30.04 auf den 01.05.) heuer ebenfalls nicht zulässig sind, da sie nach den gültigen Ausgangsbeschränkungen keinen triftigen Grund zum Verlassen der Wohnung darstellen.

Der Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung ist hier gerade nicht „Sport und Bewegung an der frischen Luft“, sondern „Unsinn zu machen“, wie beispielsweise nicht aufgeräumte Gegenstände der Nachbarn an den Maibaumplatz oder einen zentralen Platz zu schaffen.

Die sogenannten „Freinachtscherze“, die gegen Strafgesetze (Schabeschädigung, Diebstahl o. ä.) verstoßen, wurden auch bislang schon konsequent verfolgt und zur Anzeige gebracht. Hier wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern, allerdings kommt, wie oben angeführt, noch hinzu, dass die straf- und ordnungsrechtlich grundsätzlich nicht relevanten Verstöße („Unsinn machen“) gegen die erlassenen Ausgangsbeschränkungen verstoßen und somit nach dem Infektionsschutzgesetz geahndet werden können. Die Polizei bittet alle sich im ureigensten Interesse, an die bestehenden Ausgangsbeschränkungen zu halten.




5.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise

Im Steinbruch Kappel (nähe Grafenmühle) haben unbekannte Täter durch einen Sabotageakt einen Maschinenschaden in Höhe von 80.000 Euro verursacht. Für Hinweise die zur Aufklärung führen sind 5.000 Euro ausgelobt.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, 23./24.04.2020, wurden im Pappenheimer Steinbruch Kappel die Motoren zweier Steinbrecher zerstört, wodurch ein Sachschaden von ca. 80 000 EURO entstand.

Ein bislang Unbekannter hatte Gegenstände in die verschiedenen Kreisläufe der Motoren eingebracht, sodass diese beim Betrieb zerstört wurden und jetzt unbrauchbar sind.

Die vor Ort gesicherten Spuren befinden sich derzeit bei der Auswertung.

 Hinweise zu der Sachbeschädigung werden an die PI Treuchtlingen unter Telefon 09142/9644-0 erbeten.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat führen, wurde von privater Seite eine Belohnung in Höhe von 5.000 EURO ausgelobt.




Neue Erreichbarkeiten für Bürgertelefon und Telefonseelsorge

Im Laufe der kommenden Woche 27.04.-03.05. gibt es beim Bürgertelefon zur Corona-Pandemie des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen neue Sprechzeiten. Veränderungen ergeben sich auch bei der bislang gesondert angebotenen Telefonseelsorge des Landkreises.

Neue Erreichbarkeit des Bürgertelefons
Ab nächsten Mittwoch, den 29. April 2020, verändern sich die Erreichbarkeiten beim Bürgertelefon des Landratsamts.
Die künftigen Sprechzeiten des Bürgertelefons sind ab diesem Tag jeweils von Montag bis Donnerstag von 07.30 Uhr bis 16.00 und freitags jeweils von 07.30 bis 12.30 Uhr. An Wochenenden und Feiertagen ist die Leitung des Bürgertelefons jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr besetzt.

Das Bürgertelefon des Landkreises ist am Wochenende des 25.-26. April nicht besetzt, es wird deshalb auf die Infohotline des Freistaates Bayern verwiesen. Die Leitungen sind unter der Rufnummer 089/122 220 von 08.00 – 16.00 Uhr geschaltet.

 Neue Erreichbarkeit der Telefonseelsorge
Die bisherige Rufnummer der Telefonseelsorge unter der 09141/902-269 steht ab Montag, 27.04.2020, nicht mehr zur Verfügung.

In Absprache mit den kirchlichen Vertretern, die diese Telefonseelsorge bislang zentral über die Landkreisverwaltung angeboten haben, wird dieses Gesprächs- und Beratungsangebot nun zukünftig regional aufgeteilt und durch die einzelnen kirchlichen Dekanate organisiert.

Bürgerinnen und Bürger des Landkreises, die einen seelsorgerlichen Gesprächsbedarf haben, können sich ab sofort telefonisch an die nachfolgend genannten kirchlichen Dekanate wenden, die sich dann um die Vermittlung einer Seelsorgerin oder eines Seelsorgers kümmern werden. Die Bürgerinnen und Bürger mit einem Gesprächs- oder Beratungsbedarf werden dann von einer Seelsorgerin bzw. einem Seelsorger zurückgerufen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer stehen für seelsorgerliche Fragen, psychische Notlagen und Gespräche zur Verfügung.

Die verschiedenen Dekanatsverwaltungen im Landkreis sind unter den folgenden Rufnummern erreichbar und werden auch noch gesondert auf der Homepage des Landkreises unter

www.landkreis-wug.de/hotlines_corona/ veröffentlicht:

Evang.-Luth. Dekanat Pappenheim:
0160/90333170

Evang.-Luth. Dekanat Weißenburg:
Mo.- Fr.: 09141/974612

Freitagabend bis Sonntagabend: 09141/974666
Bischöfliches Dekanat Weißenburg-Wemding:
09141/85860

Evang.-Luth. Dekanat Heidenheim:
09833/275 oder 0157/33751004

Evang.-Luth. Dekanat Gunzenhausen:
09831/4017

 

 

 

 




Körperverletzung und Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz

In der Pappenheimer Graf-Carl-Straße kam es am Freitagabend vor einem Wohnanwesen zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Mieter und der aus Eichstätt angereisten Familie des Vermieters.

Der 29-jährige Mieter schlug bei dem Streit zunächst dem Vater des Vermieters gegen Hals und Kopf und anschließend auch den Vermieter selbst gegen den Hals.
Nach dem Eintreffen der Polizei machte auch der Angreifer eine Körperverletzung geltend. Der 38-jährige Vermieter habe ihm gegen den Hals geschlagen gab er bei der Polizei an. Im Laufe der Auseinandersetzung kam noch ein Bekannter des Angreifers dazu um in eventuell zu unterstützen.

Gegen alle Beteiligten wird neben den Körperverletzungsdelikten auch wegen der Verstöße nach dem Infektionsschutzgesetz ermittelt.




Polizeilicher Spinnenalarm

Am Mittwoch, 15.04.2020, entwickelte ein „Späßchen“ in einem Pappenheimer Ortsteil eine gewisse Eigendynamik und nahm einen, so sicherlich nicht gewollten oder gedachten Verlauf.

Gegen 16.45 Uhr teilte ein Anrufer bei der Polizeiinspektion Treuchtlingen mit, dass sich bei seinen Nachbarn im Haus eine sehr große Spinne befinden würde. Die Nachbarn hatten ihn gebeten, ob er sich nicht um die Entfernung des Tieres kümmern könne.

Nachdem sich der hilfsbereite Nachbar das ca. handtellergroße Tier, bei dem es sich allem Anschein nach um eine Vogelspinne handelte, mit eigenen Augen angeschaut hatte, entschloss er sich dazu, nicht selbst Hand anzulegen, sondern doch sicherheitshalber die Polizei zu verständigen.

Während sich eine Streifenbesatzung auf den Weg zum „Tatort“ machte, telefonierte man von der Wache aus mit dem Tierheim und einer Zoohandlung, die aber beide dankend abwinkten und sich nicht um das Tier zu kümmern wollten. Ein „Spinnenexperte“ der Treuchtlinger Feuerwehr erklärte sich schließlich bereit, die Spinne einzufangen und mitzunehmen. Auch er machte sich auf den Weg zu dem Pappenheimer Ortsteil.

Kurz nachdem alles organisiert war, kam der Sohn der Familie nach Hause, bemerkte das hektische Treiben und wurde nach einer kurzen Erklärung zu dem Spinnenfund etwas blass. Schnell konnte er dann alles aufklären, denn er hatte sich einen Spaß erlaubt und eine täuschend echt aussehende Gummispinne ausgelegt, um seine Eltern zu erschrecken.

Der Einsatzaufwand hielt sich in Grenzen. Die Streife konnte wieder abdrehen und der Spinnenfachmann von der Feuerwehr war noch nicht losgefahren.

„Wir wissen somit nicht, wie sich das Familienleben weiterentwickelt hat“, schreibt die Polizei in ihrem Bericht. Bei dem „Spaßvogel“ handelte es sich um einen 40 Jahre alten Mann. Die Polizei geht davon aus, dass der Sohn seine Eltern in Zeiten, wo momentan doch eher schwierige Nachrichten dominieren, nur etwas aufmuntern wollte. Folgeeinsätze wegen des Spinnenscherzes hat es bei der betroffenen Familie nicht gegeben, teilt die Polizei mit.




Coronainfektionen im Pappenheimer Seniorenheim

Im Pappenheimer Georg-Nestler-Haus wurden 29 Einrichtungsbewohner*innen und acht Mitarbeiter*innen mit dem mit SARS-CoV-2 Virus infiziert. Bisher sind sechs Bewohner verstorben. Das wird vom Landratsamt mitgeteilt.

(LRA) Erstmals wurden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in einem Seniorenheim Infektionen mit SARS-CoV-2 nachgewiesen. Es handelt sich um das Georg-Nestler-Haus in Pappenheim. Die vergangenen Osterfeiertage haben für Bewohner und Mitarbeiter eine traurige Entwicklung gebracht. Insgesamt wurde bei 29 von 42 Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern sowie bei acht von 21 getesteten Mitarbeitenden das Coronavirus labordiagnostisch festgestellt. Sechs Bewohner, die auf eine intensive Pflege angewiesen waren und aufgrund ihres Alters und schwerer Begleiterkrankungen zur Corona-Risikogruppe gehörten, sind verstorben.

Nach der ersten bestätigten Infektion innerhalb der Einrichtung wurden umgehend alle Bewohner sowie der Großteil der Belegschaft auf das Virus getestet. Alle Bewohner sind in Einzelzimmern isoliert, wodurch der Kontakt zwischen positiv und negativ getesteten Personen vermieden wird. Die Pflege der erkrankten Personen ist gewährleistet. Insgesamt sind sechs Bewohner des Seniorenheims mit dem Coronavirus verstorben. Alle sechs Personen waren intensive Pflegefälle. „Die Entwicklungen in Pappenheim sind sehr rasant“, so der Versorgungsarzt Dr. Peter Löw.

Die Heimleitung setzt in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem Versorgungsarzt Dr. Peter Löw einen Notfallplan um. Unter anderem werden die positiv getesteten Bewohnerinnen und Bewohner innerhalb der Einrichtung isoliert untergebracht und die Krankheitsverläufe werden permanent überwacht. Die Kontakte mit Außenstehenden werden noch weiter reduziert, insbesondere wurde die Behandlung der Heimbewohner auf einen einzigen Heimarzt eingegrenzt. Der zuständige Arzt ist zweimal am Tag im Seniorenheim. Die Einrichtung wird mit zusätzlichen Schutzmaterialien ausgestattet. Insgesamt gilt der Grundsatz, dass gesunde und nur leicht symptomatische Bewohner im Heim bleiben sollen, da für ältere, demente oder vorerkrankte Personen ein Ortswechsel eine zu große Belastung ist.

Die Situation ist für die Bewohnerinnen und Bewohner sehr belastend, wie Regionalleiter Dominic Bader mitteilt. Auch für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist die Situation eine enorme Herausforderung, zumal die Pflege von älteren Menschen vor allem von Nähe und großer Fürsorge geprägt ist. „Doch unser gesamtes Team bestehend aus Pflegenden, Hauswirtschaftlerinnen und Reinigungskräften sowie der Heimleitung arbeitet eng zusammen, um die Situation bestmöglich bewältigen zu können. Unsere Pflegekräfte widmen sich mit aller Kraft den Bewohnerinnen und Bewohnern“, so Dominic Bader weiter.

Laut Robert-Koch-Institut sind vor allem ältere Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Aus diesem Grund gilt bayernweit bereits seit 14. März 2020 die Allgemeinverfügung über die Einschränkung der Besuchsrechte für Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen. Diese Einschränkungen wurden mit den Ausgangsbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie nochmals verschärft, sodass seit 21. März 2020 der Besuch von Senioren- und Pflegeheimen vollständig untersagt ist.

Aktuelle Zahlen
Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde bisher bei insgesamt 257 Personen eine Corona-Infektion labordiagnostisch nachgewiesen. Davon gelten 14 Personen als genesen. Zehn Personen sind im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 verstorben. Aufgrund des fortgeschrittenen Alters und vorbestehender Krankheiten zählten alle Verstorbenen zur Risikogruppe. Bei der Erfassung der Todesfälle hält sich das Gesundheitsamt im Landkreis an die Praxis des Robert-Koch-Instituts. Damit werden zum einen Personen in die Statistik aufgenommen, die direkt an den Folgen von Covid-19 gestorben sind. Zum anderen werden auch jene gezählt, die an Vorerkrankungen litten und bei denen sich die Todesursache nicht eindeutig nachweisen lässt.

Aktuell leben damit in Weißenburg-Gunzenhausen 233 nachweislich mit dem Coronavirus infizierte Personen. 16 Personen werden stationär im Klinikum Altmühlfranken behandelt, wovon 6 Personen beamtet werden. Weitere Infos und die aktuellen Fallzahlen sind online auf der Landkreishomepage unter www.landkreis-wug.de/corona zu finden.




Ostergruß an die Senioren im Georg-Nestler-Haus

Da zurzeit die Bewohner des Georg-Nestler-Hauses nicht besucht werden können hat sich der Altenheimverein etwas anderes einfallen lassen.
Es wurde ein Korb voller Schockladenhasen mit Grüßen und Wünschen für ein gesegnetes Osterfest für die Bewohner und die Pflegekräfte abgegeben. Die Pflegekräfte haben die Verteilung der Geschenke übernommen.

Foto: Peter Krauß

 




Empfehlungen der Polizei für die Osterfeiertage

Uns allen, den Bürgerinnen und Bürger, aber auch den polizeilichen und Einsatzkräften steht ein außergewöhnliches Osterwochenende bevor. Die Ausgangsbeschränkungen dauern jetzt bereits die dritte Woche, das schöne Wetter lockt nach draußen und der Wunsch nach Normalität wird bei Ihnen wie auch bei uns immer stärker.
Aber bitte halten Sie sich an die bestehenden Ausgangsbeschränkungen, seien Sie diszipliniert und unterschätzen sie nicht die Gefahr des Virus und einer hohen Ansteckungsgefahr. Lassen Sie uns gemeinsam die schwierige Situation meistern und sehen Sie unsere Einsatzkräfte nicht als Gegner, sondern als Partner. Wir leisten unseren Beitrag und geben unser Bestes, um auf der einen Seite immer für Sie und Ihre Probleme und Anliegen da zu sein, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und auf der anderen Seite ihren sicherlich berechtigten Wunsch nach etwas „Normalität“ so weit möglich zu akzeptieren und im Rahmen der bestehenden Vorgaben zu gewährleisten.
Halten sie sich bitte an die bestehenden Ausgangsbeschränkungen, verhalten Sie sich verantwortungsvoll und leisten auf diese Art Ihren Beitrag zu der Partnerschaft. Ganz wichtig ist, dass wir am Ende dieser sehr schwierigen Phase, das sicherlich kommen wird, immer noch ganz normal und verständig miteinander als Bürger und Polizei umgehen und aufeinander zugehen können.

Bitte achten Sie auf Ihre Gesundheit, aber auch auf Ihre Sicherheit während der Corona-Pandemie.

Kriminelle nutzen die Situation
Kriminelle nutzen gezielt die Verunsicherung angesichts der neuen Bestimmungen, aber auch gezielte Falschmeldungen, die oftmals über soziale Netzwerke und Messengerdienste verbreitet werden, sorgen für zusätzliche Verunsicherung der Menschen.

Mit einem Informationsangebot auf www.polizei-beratung.de bietet die Polizei einen schnellen Überblick über aktuelle Maschen der Kriminellen und vermittelt gleichzeitig hilfreiche Tipps, um sich vor diesen Straftaten zu schützen.

        •  Achten Sie auf Informationen offizieller Stellen und lassen Sie sich nicht durch Nachrichten verunsichern, die massenweise über soziale Netzwerke oder Messengerdienste verbreitet werden. Offizielle Stellen sind, Ihr Landratsamt, Stadt- und Gemeindeverwaltungen, das Gesundheitsamt, Landes- oder Bundesministerien sowie das Robert Koch Institut (RKI).
        • Nehmen Sie die jeweils aktuellen geltenden Bestimmungen (wie Kontaktverbote usw.) ernst. Diese dienen Ihrem und dem Schutz anderer und zudem können bei Verstößen gegen die Beschränkungen Bußgelder gegen Sie verhängt werden.
        • Fragen Sie auch bei offiziellen Stellen genau nach, wenn sich Personen als Mitarbeitende dieser ausgeben, vor allem wenn Sie diese Personen zu kostenpflichtigen Covid-19 Tests auffordern.
        • Achten Sie grundsätzlich auf Ihre Daten im Internet und im realen Leben. Geben Sie keine Informationen zu ihren finanziellen Verhältnissen oder sensiblen Daten preis.
        • Halten Sie telefonisch Kontakt zu Ihren Angehörigen und Ihrer Nachbarschaft, erkundigen Sie sich bei diesen auch nach ungewöhnlichen oder verdächtigen Vorfällen.
        • Wenden Sie sich in akuten Situationen an die Polizei unter dem Notruf 110 oder an uns, als Ihre örtlich zuständige PI Treuchtlingen 09142/9644-0

Mit gegenseitiger Rücksichtnahme, Verständnis und in manchen Situationen etwas Gelassenheit denke ich, lassen sich auch die nächsten, sicherlich nicht einfachen, Tage und Wochen meistern.
Halten Sie sich, für Ihre Gesundheit aber auch für die Gesundheit anderer, vielleicht etwas schwächerer Menschen, an die bestehenden Ausgangsbeschränkungen und feiern Sie ein schönes, wenn auch etwas anderes, Osterfest.