40 Personen in Quarantäne

In der Nachbargemeinde Solnhofen ist im Kindergarten eine Mitarbeiterin positiv auf Corona getestet worden. Deshalb müssen insgesamt 39 Kinder sowie eine weitere Erzieherin für 14 Tage in häusliche Isolation.

Nach derzeitiger Rechtslage müssen alle betroffenen Kinder sowie das Kindergartenpersonal nach Ablauf von 14 Tagen einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen, um die Quarantäne wieder verlassen zu können.




Mahnung wegen illegaler Machenschaften

Ein 39-jähriger Mann aus Pappenheim erstattete bei der Polizei Betrugsanzeige, weil er mehrere Mahnungen für eine Monatsabrechnung des Onlinehandels Amazon erhalten hatte. Allerding hatte der Anzeigeerstatter noch nie etwas bei Amazon bestellt.

Nach den Mahnschreiben hätte der Anzeigenerstatter angeblich Waren für insgesamt über 100 EURO bestellt und nicht bezahlt. Da die Polizei davon ausgeht, dass sich ein Betrüger seiner Daten bedient hat, sind jetzt strafrechtliche Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet.




Außenspielbereich kommt in die Gänge

Die Gestaltung des Außenspielbereichs für die Kinderkrippe im Kindergarten St. Martin soll in den Osterferien 2021 beginnen. „Seit nun mehr als zwei Jahren, warten wir auf den Ausbau unseres Gartens speziell für die Krippenkinder“, stellten Elternberat und Kindergartenleitung unzufrieden fest.

Jetzt hat es eine Zusammenkunft aller Beteiligten gegeben, bei der eine baldigen Neugestaltung des Außenbereichs für die Kinderkrippe abgezeichnet hat.
Der Katholische Kindergarten St. Martin steht unter der Trägerschaft der katholischen Kirche. Vertraglich aber ist geregelt, dass die Stadt Pappenheim die baulichen Voraussetzungen für einen ordnungsgemäßen Betrieb der Kindereinrichtungen aufzukommen hat.

Mit einer Bausumme von 130.00 Euro hat die Stadt Pappenheim in den Sommerferien 2018 den Sanitärbereich und den Krippenbereich neugestaltet. Damals war zwar immer von einem Außenspielbereich für die Krippenkinder mit unterschiedlichen Kostenansätzen die Rede. Aber im Außenbereich ist bis jetzt, mehr als zwei Jahre nach der Einweihung der neuen Räume, noch immer nichts geschehen. Das muss ich ändern, fordern Karin Liebald, die Leiterin des Kindergartens und der Elternbeirat. Die Krippenkinder im Alter von 10 Monaten bis 3 Jahren brauchen eine speziell für die Kleinen zugeschnittene und zugelassene Spielumgebung, erklärt die Kindergartenleiterin.

Kürzlich trafen sich nun Vertreter der Stadtverwaltung, der Katholischen Kirche, der Kindergartenleitung und des Elternbeirats vor Ort mit Architekt Clemens Frosch, der die aktuellen Planungen für den Bereich der Kinderkrippe dabeihatte.
Für den neuen Außenspielbereich ist es notwendendig, das bisher bestehende Kindergartengelände in Richtung Bahnhofstraße (Nordwesten) großräumig zu erweitern. In dem unterschiedlich steilen Gelände, mit einem Höhenunterschied von einem bis zwei Meter, sehen die aktuellen Planungen einen Sandbereich, eine Nestschaukel, und eine Flache Kinderrutsche mit einer Treppe im natürlichen Gelände vor.

Die Kindergartenleiterin Karin Liebald forderte zusätzlich den vorgeschriebenen Stellplatz für Kinderwagen einen Sonnenschutz für den Bereich der Gruppenbetreuung und ein für Krippenkinder geeignetes Hochbeet. Diese Dinge seien aus den ursprünglichen Planungen wegen der zu hohen Kosten gestrichen worden. Sie wolle sich dafür einsetzen, „dass nicht manches vergessen wird.“
„Wir wollen die Planungen zur Zufriedenheit der Kinder und der Eltern machen“ betonte Bürgermeister Florian Gallus. Dabei gehe man Schritt für Schritt vor. „Wenn gesetzliche Forderungen und vernünftige Wünsche da sind, müssen die eben auch umgesetzt werden“.

Den Kostendruck auf die Stadtkasse wollen die Eltern mit Eigenleistung und mit Spendengeldern mindern. Noch ist unklar, ob der neuer Spielbereich mit einem Maschendrahtzaun oder einen Holzzaun eingefriedet wird. Fest steht aber, dass der neue Spielbereich eine stattliche Ausdehnung hat, der bis auf 5 m an die Bahnhofstraße heranreicht.

Schon in der nächsten Woche soll der Stadtrat die Planungen für den Außenspielbereich der Kinderkrippe beschließen und damit den Weg für die Ausschreibung frei machen. Im günstigsten Fall könnte dann schon in der Osterferien 2021 mit den Bauarbeiten begonnen werden.




Jetzt einfachere Anmeldung für Corona-Impfregistrierung

Den Personen, denen dies bisher noch nicht gelungen ist an eine Registrierung zur Corona-schutzimpfung zu kommen, bietet das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nun einen vergleichsweise einfachen Zugang zur Impfung an.

Menschen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben, haben mit höchster Priorität Anspruch auf eine Corona-Schutzimpfung.

Die Freiwilligenagentur altmühlfranken hat rund 150 öffentlich zugängliche Anlaufstellen im Landkreis mit vorgefertigten Rückrufkarten der Bayerischen Impfzentren ausgestattet. Impfwillige der Zielgruppe 80 Plus können darauf ihre Kontaktdaten vermerken und diese dann mit den zugehörigen Umschlägen kostenlos an das Impfzentrum Altmühlfranken zurücksenden. Es erfolgt anschließend ein Rückruf über die Hotline des Impfzentrums, in dem alle weiteren Details für die Impfregistrierung abgefragt und erfasst werden. Wer bereits registriert ist, muss diese Postkarte nicht mehr ausfüllen.

Rückrufkarten
Die Rückrufkarten sind in den nächsten Tagen in Apotheken, Banken, bei den Allgemeinärzten, am zentralen Informationsschalter des Landratsamtes und bei den Städten und Gemeinden (sofern diese wieder geöffnet sind) kostenlos erhältlich. Ebenfalls sind auch die ehrenamtlichen Seniorenberaterinnen und Seniorenberater des Landkreises mit den Karten ausgestattet. Diese stehen grundsätzlich bei Fragen zu sämtlichen altersrelevanten Themen zur Verfügung und leisten vielfältige Unterstützung auf der Suche nach speziellen Hilfs- oder Förderangeboten. Nähere Informationen und die Kontaktdaten der Seniorenberaterinnen und Seniorenberater sind im Internet unter www.altmuehlfranken.de/senioren zu finden. Gerne vermittelt auch die Freiwilligenagentur Altmühlfranken (09141 902-235 oder -227) den Kontakt.

Online-und telefonische Registrierung
Was die Impfregistrierung anbelangt, besteht nach wie vor auch die Möglichkeit sich online unter www.impfzentren.bayern für die Impfung gegen das Coronavirus zu registrieren. Wer keine Möglichkeit hat, sich online zu registrieren, kann dies auch an der Hotline des Impfzentrums Altmühlfranken unter 09831 52-2041 erledigen. Diese ist von Montag bis Freitag von 09.00 bis 17.00 Uhr zu erreichen. Allerdings kann es dort aufgrund des hohen Anruferaufkommens zu Wartezeiten kommen. Eine Bandansage an der Hotline erklärt den Registrierungsablauf und muss bis zum Schluss angehört werden, damit man mit einer freien Mitarbeiterin oder einem freien Mitarbeiter verbunden werden kann. Die Hotline dient nur der Registrierung und kann keine medizinischen Auskünfte geben.

Bürgerhaus Treuchtlingen
Im Bürgerhaus Treuchtlingen wird Montag bis Mittwoch von 9.30 bis 12.00 Uhr zusätzlich ein Hilfsangebot zur Impfregistrierung angeboten. Die Art der Registrierung hat keinen Einfluss auf die entsprechende Priorisierung und die damit verbundene Terminvergabe. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen betont, dass die Postkarten nur für die Registrierung von Personen ab 80 Jahren zur Verfügung stehen.

Bildunterschrift: Wer sich bisher noch nicht für eine Corona-Impfung registrieren konnte, kann sich nun mittels dieser Postkarte beim Impfzentrum Altmühlfranken melden und wird zur Registrierung zurückgerufen. Die Aktion richtet sich nur an Personen aus dem Landkreis, die das 80. Lebensjahr erreicht haben.

Tietelfoto: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen




Hilferuf der Reiterhöfe

Mit einem offenen Brief wenden sich 15 Reiterhöfe der Region an die Bundes- und Landesregierung sowie an weitere politischen Entscheidungsträger um auf ihre bedrohte Existenz wegen des Corona-Lockdowns aufmerksam zu machen. Unter ihnen auch der Rosenhof Bieswang e. V. und Die Zwergen Ranch in Göhren, die mit ihrem therapeutischen Reitunterricht einen Beitrag für die Gesundheit der Kinder leisten.
Der offene Brief ist nahfolgend abgedruckt:

Foto: Rosenhof Bieswang

Sehr geehrte Bundesregierung Frau Merkel,
Sehr geehrte Landesregierung Herr Söder,
Sehr geehrter Herr Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer,
Sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Alfons Brandl,
Sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber,
Sehr geehrter Herr Landrat Westphal,
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Schröppel,
Sehr geehrte/r Frau/Herr Bürgermeister/in Becker, Gallus, Fitz, Drescher, Frühwald, Maderholz, Obernöder,

wir bitten Sie um ihre Hilfe, damit sie sich bei der Regierung für uns einsetzen!

Unsere Betriebe sind in akuter Existenznot. Seit Dezember 2020 ist Reitunterricht verboten. Im November war Reitunterricht nur einzeln erlaubt.
Unsere Schulpferde können wir nicht in Kurzarbeit schicken. Sie müssen täglich ausgemistet, gefüttert und gesundheitlich versorgt werden. Auch die ausreichende Bewegung der Schulpferde ohne Reitschüler stellt uns vor fast unlösbare Probleme.
Die Kinder vermissen ihre geliebten Pferde. Reiten stärkt Körper, Seele und Geist und ist ein wichtiger Baustein für die psychische, körperliche und geistige Gesundheit unserer Kinder. Bedenken Sie, Kinder sind unsere Zukunft!

Wir befinden uns bei unserer Arbeit im Freien oder arbeiten in großen zugigen Hallen, die sehr gut belüftet sind! Wir halten uns aus Sicherheitsgründen schon immer sowohl beim Pferde putzen als auch beim Reiten an Abstand.
Es gibt nach unserem Wissen keine wissenschaftliche evidenzbasierte Begründung für das Schließen von Reitschulen.

Wir fordern das Öffnen der Reitbetriebe sowohl für Einzelunterricht als auch für Kleingruppen von 2-4 Reitern und fordern das Öffnen der Reitbetriebe für erlebnispädagogische, naturpädagogische, reitpädagogische und reitsportliche Reitferien im Freien in den Ferien.
Die einzelnen Betriebe können Hygienekonzepte erstellen und dem Gesundheitsamt vorlegen.
Setzen Sie sich bitte für unsere Reitschulen ein!

Mit hoffnungsvollen Grüßen

Rosenhof Bieswang e. V…………………….. Bieswang
Die Zwergen Ranch…………………………. Göhren
PSG Ellingen…………………………………… Ellingen
Reit- und Fahrverein e. V. ………………… Pleinfeld
Lucky Oak Ranch…………………………….. Nennslingen
Sun Valley Ranch…………………………….. Ettenstatt
Reiterhof Altmühlsee……………………….. Gunzenhausen
Reitverein Treuchtlingen e. V…………….. Treuchtlingen
Reitanlage Extreme Trail Lindörfer……. Bechhofen
Pferdefreunde Jurahöhe e. V. ……………. Nennslingen
Zur Freiheit …………………………………….. Oberhochstatt
Pferdegestützte Pädagogik und Therapie
Islandpferdehof Hestólar……………………. Weißenburg
Pferde-Erlebnishof „Zum Joe“…………… Oberhochstatt
Reitschule Lindenhof………………………… Meinheim-Wolfsbronn
Reitverein Weißenburg e. V………………… Weißenburg




Steinwurf in der Herrenschmiedgasse

 Am Mittwoch, 24.02.2021, im Zeitraum von 01.30 Uhr bis 05.30 Uhr, wurde in der Pppenheimer Stadtvogteigasse bei einem Mehrfamilienwohnhaus mit einem Stein eine Fensterscheibe eingeworfen. Es entstand ein Schaden von ca. 500 EURO. Für die polizeilichen Ermittlungen nach dem bislang unbekannten Täter erbittet die Polizeiinspektion Treuchtlingen Hinweise  unter Telefon 09142/9644-0.




Neubesetzung der Freiwilligenagentur Altmühlfranken

Die Freiwilligenagentur altmühlfranken ist personell neu besetzt. Der Fachbereich, den Dorothee Bucka, bis zu ihrem Ruhestand Ende des vergangenen Jahres geleitet hat, wird von Corina Heid und Verena Wagner übernommen. Landrat Manuel Westphal und Kathrin Kimmich, Leiterin der Zukunftsinitiative altmühlfranken im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, begrüßten die neuen Kolleginnen nun offiziell im Amt.

Die beiden Teilzeitkräfte stehen künftig als Ansprechpartnerinnen und Koordinatorinnen rund um das Thema bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt in Altmühlfranken zur Verfügung. Darüber hinaus agieren sie im Rahmen des Förderprogramms des Bayerischen Staatsministeriums des Innern, für Sport und Integration als hauptamtliche Integrationslotsinnen.

Das Thema Ehrenamt spielt in Bayern eine tragende Rolle. Fast die Hälfte der Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit zum Beispiel in Vereinen, Kirchen, Gewerkschaften oder der Flüchtlingshilfe und leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für die Gesellschaft. Ohne diesen ehrenamtlichen Einsatz wären gesellschaftliche Herausforderungen im sozialen, wirtschaftlichen oder kulturellen Bereich oftmals kaum zu bewältigen. Dieses vielseitige Engagement wird durch die Freiwilligenagentur gestärkt und unterstützt.

Der Fachbereich, der Teil der Zukunftsinitiative altmühlfranken ist, deckt damit ein wichtiges und spezifisches Themengebiet ab. So werden dort beispielsweise gemeinnützige Projekte wie das „Repair-Cafe“ oder Nachbarschaftshilfen initiiert bzw. unterstützt, gesellschaftliche Akteure, wie die Senioren- und Wohnberater des Landkreises vernetzt oder durch die Ausgabe der Bayerischen Ehrenamtskarte die Anerkennungskultur gefördert.

Darüber hinaus bietet die Freiwilligenagentur Schulungen und Workshops für unterschiedliche Zielgruppen im Ehrenamt an, berät und vermittelt Menschen, die Hilfe suchen oder auch leisten möchten und wirbt auf unterschiedlichen Plattformen für bürgerschaftliches Engagement.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt insbesondere auch auf Maßnahmen zur Integration von Geflüchteten und Migranten. Die Freiwilligenagentur koordiniert dabei das Sprachförderangebot im Landkreis ebenso wie diverse Projekte, die die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und das Miteinander von Einheimischen und Zugewanderten stärken sollen.

Für Fragen, Anregungen und Unterstützungswünsche stehen Corina Heid und Verena Wagner künftig im Büro der Freiwilligenagentur im Landratsamt zur Verfügung.

Aufgrund der aktuellen Pandemielage
ist derzeit jedoch nur eine telefonische
Abstimmung (09141 902-235 /-227) möglich.

Offizielle Sprechstunden:
Donnerstags um 15:00 Uhr
Freitags um 10:00 Uhr.
Vorerst nur telefonisch oder per Videochat. 

Titelbild: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Das neue Team der Freiwilligenagentur wurde von Landrat Manuel Westphal und
Leiterin der ZIA Kathrin Kimmich (2. v. li.) nun offiziell vorgestellt: li. Verena Wagner, re. Corina Heid.




Restmülltonne geklaut

Im Pappenheim ist An der Stöß in der Zeit vom 16.02. bis 19.02.2021 in einem Mehrfamilienhaus eine Restmülltonne entwendet worden.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei Treuchtlingen (09142-96440) entgegen.




Verkehrsunfall durch Straßenglätte

Am Donnerstag, 18.02.2021, gegen 06.30 Uhr, befuhr ein 28-jähriger Pkw-Fahrer die Staatsstraße 2230 von der B 2 in Richtung Pappenheim. In einer Rechtskurve verlor er aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit auf glatter Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte links gegen die dortige Betonmauer. Anschließend versuchte er, dem entgegenkommenden Pkw einer 34-jährigen Pappenheimerin auszuweichen, prallte aber mit dem Heck seines schleudernden Pkw gegen die Front des Fahrzeugs der Geschädigten.
Beide Unfallfahrzeuge wurden erheblich beschädigt, es entstand ein Sachschaden von ca. 19.000 EURO. Verletzt wurden die beiden Unfallbeteiligten nicht.




Kriminalpolizei hob mutmaßliche Schleuserbande aus

Am vergangenen Donnerstag (11.02.2020) nahmen Einsatzkräfte in Mittelfranken vier junge Männer fest. Sie stehen in Verdacht, den Transport syrischer Flüchtlinge nach Deutschland organisiert zu haben.Nach monatelangen intensiven Ermittlungen hat die Nürnberger Kriminalpolizei eine mutmaßliche Schleuserbande ausgehoben.

(PP MFR) Bereits im November 2020 hatten sich für das Nürnberger Fachkommissariat erste Hinweise auf eine Schleuserbande ergeben, die von Mittelfranken aus die illegale Einreise syrischer Flüchtlinge von Österreich nach Deutschland koordiniert und teilweise durchgeführt haben sollte. Im Zuge umfangreicher operativer Maßnahmen und in enger Zusammenarbeit mit der Bundespolizeiinspektion Passau sowie dem Landeskriminalamt Oberösterreich gelang es den Ermittlern schließlich, vier Hauptverdächtige im Alter von 19 – 23 Jahren zu identifizieren. Aufgrund mehrerer Aussagen bereits festgenommener Schleuser verdichtete sich die Beweislage gegen die Tatverdächtigen zuletzt derart, dass vom Amtsgericht Ansbach Durchsuchungsbeschlüsse für deren Wohnungen erlassen wurden.

Als der Kriminalpolizei darüber hinaus konkrete Hinweise dafür vorlagen, dass am vergangenen Donnerstag (11.02.2021) erneut eine Schleusung durchgeführt werden sollte, reagierten die Ermittler und vollstreckten die vorliegenden Beschlüsse. Mit Einsatzkräften des Unterstützungskommandos der Bayerischen Bereitschaftspolizei durchsuchten sie insgesamt vier Wohnungen in Nürnberg und im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. In einem etwa 40 m2 großen Appartement in Nürnberg fanden die Beamten insgesamt 11 Personen vor. Bei einer dieser Personen stellte sich bei der ersten Überprüfung heraus, dass sie tatsächlich illegal nach Deutschland geschleust worden war. Gegen alle Anwesenden erstattete die Polizei außerdem Anzeigen wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz.

Die vier Haupttatverdächtigen konnten im Rahmen der Durchsuchungen ebenfalls festgenommen werden. Die Einsatzkräfte stellten umfangreiches Beweismaterial wie Datenträger und Mobiltelefone sicher. Einen BMW X6 nahmen die Beamten zur Vorbereitung der Einziehung ebenfalls in Verwahrung.

Ein Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Ansbach erließ bei der Vorführung am Freitag (12.02.2021) Untersuchungshaftbefehle gegen alle vier Festgenommenen. Sie befinden sich derzeit in verschiedenen bayerischen Justizvollzugsanstalten. Derweil laufen die Ermittlungen der Nürnberger Kriminalpolizei gegen die Schleuserbande weiter.




Ein Seniorenkonzept für Pappenheim

Für Pappenheim und seine Ortsteile wird die Stadt ein Konzept für das Wohnen und die Pflege im Alter erstellen lassen. Mit dieser einstimmigen Entscheidung ist der Pappenheimer Stadtrat einem Antrag der Fraktionen von Bündnis90/Die Grünen und der SPD gefolgt. Das Konzept wird 8.000 Euro kosten.

Nach der Schließung des „Georg-Nestler-Hauses“, dem Seniorenheim in der Pappenheimer Beckstraße ist mit den Bemühungen, einen neuen Träger für die Weiterführung des Hauses zu begeistern, zumindest das Signal gesetzt. Dieses Signal will zum Ausdruck bringen, dass man sich in den politischen Führungskreisen Pappenheims um die Senioren in der Stadt und in den Ortsteilen bemüht. (Der Pappenheimer Skribent hat berichtet)

Darüber hinaus sehen Bündnis90/Die Grünen und SPD weiteren Handlungsbedarf in den Bereichen der Tages- und Kurzzeitpflege, wie auch bei ambulanter Pflege und dem seniorengerechten Wohnen. Deshalb fordern die beiden Stadtratsfraktionen in ihrem Antrag eine fundierte Analyse die dann als Richtschnur für das künftige politische Handeln dienen soll.

Das Konzept – so schlagen Bündnis90/Die Grünen und SPD in ihrem Antrag vor, soll die „Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GmbH“ aus München erstellen. Diese Arbeitsgruppe hat vor 10 Jahren für unseren Landkreis das Seniorenpolitische Gesamtkonzept abgefasst, als dessen Ergebnis unter anderem die ehrenamtlichen Senioren- und Wohnberater vom Landkreis ausgebildet und bestellt worden sind.

Für die Fraktion der SPD wies Anette Pappler darauf hin, dass sich die Gegebenheiten im Bereich der Seniorenbetreuung hinsichtlich der Pflege, der gesetzlichen Vorgaben und der Kosten sehr verändert haben. Aus diesem Grund braucht man in Pappenheim Perspektiven für eine alternative Versorgung und Betreuung der Senioren.

Auch Bettina Balz unterstrich diesen Aspekt. Mit dem Konzept – so Balz – soll ein Instrument geschaffen werden, das den politischen Entscheidungsträgern als fachlich fundierte Handlungsanleitung dienen kann.

Auch Walter Otters, Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler begrüßte den Antrag. Allerdings sei es für ihn wichtig, dass die Studie sich nicht als Bremsklotz für die aktuellen Bestrebungen der Diakonie im Bereich der Seniorenbetreuung auswirkt. „Das muss parallel laufen“ forderte Stadtrat Otters. Und auch eine Sachstandmitteilung für den Oktober 2021 ist auf Anregung von Otters in den Beschluss eingearbeitet worden.

Schon im Vorfeld der Entscheidung hat die Stadtverwaltung Verbindung mit der Arbeitsgruppe für Sozialplanung und Altersforschung GmbH in München aufgenommen und von dort die Auskunft erhalten, dass für die fundierte Erstellung eines Seniorenkonzepts eine Bürgerbeteiligung notwendig ist. Diese wird wohl angesichts der aktuellen Lage in Form einer schriftlichen Befragung umgesetzt werden. Die Kosten für die Erstellung des Konzepts sind per Beschluss auf insgesamt 8.000 Euro festgelegt.




Inzidenzwert im Landkreis unter 35 gesunken

Erfreulicherweise ist die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in den vergangenen Tagen unter den Wert 50 und sogar unter 35 gesunken. Trotz dieser positiven Entwicklung müssen die im Landkreis aufgetretenen Mutationen des Corona-Virus genau beobachtet werden. Seit Beginn der Pandemie sind im Landkreis mehr als 2.500 Corona-Infektionen und 98 Sterbefälle in Verbindung mit einer Corona-Infektion bekannt.

 (LRA) Stand heute, 11. Februar 2021 verzeichnet der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine 7-Tage-Inzidenz von 23,2. „Die Entwicklung der vergangenen Tage geht in die richtige Richtung. Auch in den Pflegeheimen im Landkreis sind keine neuen Corona-Ausbrüche hinzugekommen. Vielen Dank an alle Landkreisbürgerinnen und -bürger für das weitere Durchhalten und dass Sie sich an die bestehenden Einschränkungen halten“, so Landrat Manuel Westphal.

Trotz der guten Entwicklung gilt es weiterhin vorsichtig zu sein, da in der vergangenen Woche die erste Corona-Mutation auch im Landkreis entdeckt wurde. Zwischenzeitlich wurde auch bei dem positiv getesteten Familienmitglied der betroffenen jungen Frau eine Mutation festgestellt. Die Sequenzierung steht derzeit noch aus, so dass noch nicht feststeht, um welchen Virustyp es sich handelt. Die Betroffenen sowie die ermittelten Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Das für den Landkreis beauftragte Labor hat zudem mitgeteilt, dass ab sofort alle positiven Testbefunde auch auf Mutationen untersucht werden.

Die Situation in den Pflegeheimen im Landkreis scheint sich derzeit etwas zu entspannen. Die meisten betroffenen Personen, die durch die Ausbrüche in den Einrichtungen infiziert waren, konnten aus der Quarantäne entlassen werden. In den vergangenen Tagen sind keine neuen Corona-Ausbrüche in Heimen bekannt geworden.

Auch die Corona-Impfungen im Landkreis setzen sich weiter fort, da wieder mehr Impfstoff geliefert werden konnte. Erstgeimpft sind mittlerweile 2.385 Personen, zweitgeimpft 1.176 Personen (Stand: 10.02.2021). Bei einer Senioreneinrichtung im Landkreis stehen die Erstimpfungen noch aus. Am 10. Februar wurde mit der Impfung in der ersten Einrichtung für behinderte Menschen im Landkreis begonnen.

Zum heutigen Tag, 11.02.2021, verzeichnet der Landkreis seit Beginn der Pandemie 2.544 Corona-Infektionen. 98 Menschen sind in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben (lt. RKI, Stand 11.02.2021).