Drei Tage Festprogramm zum 170-jährigen Jubiläum des MRK in Pappenheim

10:Der Militärverein und die Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) feiern von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August 2026, ihr 170-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass erwartet die Besucher auf dem Festplatz „Auf der Lach“ ein abwechslungsreiches Programm mit offiziellen Feierlichkeiten, musikalischen Highlights, einem Gottesdienst, einem Bauernmarkt sowie weiteren Veranstaltungen für die gesamte Bevölkerung. Das Jubiläum steht zugleich im Zeichen des Bezirksreservistentages Mittelfranken.

Der MRK blickt auf eine 170-jährige Geschichte zurück. Gegründet wurde er am 22. September 1856 als Veteranen- und Kriegerverein. Heute versteht sich die Gemeinschaft als moderner Verein, der Traditionspflege, Kameradschaft und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet. Neben dem Schießsport und der Pflege und Wartung zweier Salutkanonen beteiligt sich der Verein regelmäßig am öffentlichen Leben in Pappenheim und wirkt seit Jahren bei zahlreichen Veranstaltungen mit.

Feierlicher Auftakt am Freitag
Den Auftakt bildet am Freitagabend ein Festabend der Vereine. Erwartet werden zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung, Militär und Gesellschaft. Unter anderem haben Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, der Schirmherr des Jubiläums Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein, Landrat Markus Gläser, Prinz Stanislaus von Bayern als Vertreter des Hauses Wittelsbach sowie Generalmajor a.D. Norbert Wagner ihr Kommen angekündigt.

Neben Ehrungen und Grußworten steht auch die Verleihung von Fahnenbändern auf dem Programm. Musikalisch eingerahmt wird der Abend von der Reservisten Big Band Baden-Württemberg.

Musikalischer Spaziergang und Festgottesdienst am Samstag
Der Samstag beginnt mit einem musikalischen Spaziergang durch die Pappenheimer Altstadt. Begleitet wird dieser von der Feuerwehrkapelle Langenaltheim. Startpunkt ist das Denkmal von Gottfried Heinrich in der Graf-Carl-Straße. Auf dem Weg zum Festzelt sind mehrere musikalische Stationen vorgesehen.

Anschließend folgt ein Festgottesdienst mit dem Pappenheimer Pfarrer Robert Rapljenovic sowie Pfarrer Wiendl von der Evangelischen Militärseelsorge am Bundeswehrstandort Neuburg. Dabei wird eine sogenannte Henkelmesse gefeiert, eine in der Region eher seltene Form des Gottesdienstes.

Festrede von Staatsminister Hubert Aiwanger
Ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumswochenendes ist am Samstagnachmittag die Festrede des Bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger. In diesem Rahmen soll dem Verein das Fahnenband des Freistaates Bayern überreicht werden.
In seinem Grußwort in der Vereinschronik würdigt Aiwanger die über viele Generationen gewachsene Vereinsgeschichte und das ehrenamtliche Engagement der Mitglieder. Der Verein habe sich über Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt und zugleich seine Wurzeln bewahrt.

Am Abend wird es mit einem Open Air Auftritt der Dorfrocker einen weiteren Höhepunkt des Festwochenendes geben.

Holm und Band spielen am Samstagabend Ab 20:30 Uhr im Festzelt. Dem Militärverein und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) ist es kurzfristig gelungen, die Band nach der witterungsbedingten Absage des Open Airs mit den Dorfrockern zu verpflichten. Damit bleibt den Besucherinnen und Besuchern auch am Samstagabend ein attraktives Liveprogramm erhalten.

Der MRK 1856 Pappenheim hat mitgeteilt, dass das geplante Open Air der Dorfrocker witterungsbedingt abgesagt werden musste. Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten im Vorverkauf erworben haben, erhalten den Ticketpreis gegen Vorlage ihrer Eintrittskarte an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurück.

Schafkopfturnier und Seniorennachmittag am Sonntag
Am Sonntag startet das Programm mit einem Schafkopfturnier. Danach stehen ein Mittagstisch sowie musikalische Unterhaltung mit der Schützenkapelle Meinheim auf dem Programm.

Ab 14 Uhr lädt der Verein außerdem zu einem Seniorennachmittag ins Festzelt ein. Die Veranstaltung wird vom Jubelverein in Eigenregie organisiert und soll älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern Gelegenheit zu einem geselligen Nachmittag bei Blasmusik bieten.

Der ursprünglich beantragte Zuschuss der Stadt für den Seniorennachmittag wurde nach Angaben des Vereins nicht bewilligt. Der Militärverein führt dies Veranstaltung für Seniorinnen und Senoren dennoch in eigener Regie durch. Aufgrund der finanziellen Rahmenbedingungen kann das Angebot mit freiem Bustransfer, Freibier und einer Mahlzeit jedoch nicht im bisherigen Umfang erfolgen. Eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen werden für 2,50 Euro angeboten

Einladung an Alle
Mit dem Jubiläumswochenende möchte der Militärverein und die Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim nicht nur auf seine lange Geschichte zurückblicken, sondern auch die Verbundenheit mit der Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern sichtbar machen. Das Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, die Feierlichkeiten mitzuerleben, historische Traditionen kennenzulernen und gemeinsam einige gesellige Stunden auf dem Festplatz zu verbringen.

Die Veranstaltungen sind öffentlich. Besucher aus Pappenheim und der gesamten Region sind eingeladen, am Festwochenende teilzunehmen und das 170-jährige Bestehen des traditionsreichen Vereins mitzufeiern. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Titelbild: Plakatausschnitt MRK Pappenheim

Das Festprogramm im Überblick

Veranstaltungsort: Auf der Lach in Pappenheim

Freitag, 31. Juli 2026 ab 19:oo Uhr

        • Ab 19:00 Abend der Vereine und der Bevölkerung
        • Grußwort von Staatsminister Joachim Herrmann und weiterer Ehrengäste
        • Unterhaltung mit der Reservisten Bigband Baden-Württemberg

Samstag, 1. August 2026

        • 09:00 Uhr Musikalischer Spaziergang durch die Altstadt
        • 10:30 Uhr: Gottesdienst als Henkelmesse (mit Ausschank) im Festzelt
        • 13:00 Uhr: Festrede von Staatsminister Hubert Aiwanger
        • Bauernmarktmeile zum Schlemmen und Einkaufen
        • 20:30 Uhr: Open-Air10:-Konzert mit den Dorfrockern, Einlass 18:30 Uhr

Sonntag, 2. August 2026

        • 10:00 Uhr: Großes Schafkopfturnier im Festzelt
          1.
          Preis: 600 Euro
          2.
          Preis: 400 Euro
          Startgeld: 15 Euro
        • anschließend Mittagstisch
        • ab 13:00 Uhr: Zünftige Unterhaltung mit der Schützenkapelle Meinheim

 




Sommerabendmusik lädt zum Innehalten nach Pappenheim ein

Mit einem musikalischen Abend im idyllischen Pfarrgarten startet am Dienstag, 4. August, die diesjährige Pappenheimer Sommerabendmusik. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Den Auftakt gestaltet das Ensemble „ExtraDOUR“. Die Musiker präsentieren eine abwechslungsreiche Mischung aus aussagekräftigen christlichen Liedern und moderner Volksmusik in neuem Gewand. Mit Gesang, Gitarre, Akkordeon, Bass und Cajon interpretieren sie bekannte Stücke wie „Die Gedanken sind frei“ oder „Heute hier, morgen dort“ ebenso wie christliche Lieder, darunter „Jesus in my house“ und „Freunde, dass der Mandelzweig“.

Die rund halbstündige Veranstaltung verbindet Musik mit kurzen Gedankenanstößen und einem Segen. Sie möchte den Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit geben, zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen.

Im Anschluss besteht bei einem kühlen Getränk die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Eindrücke des Abends zu teilen. Der Eintritt zur Sommerabendmusik ist frei.

 




Absage für Dorfrocker Open Air und Bauernmarktmeile in Pappenheim

Der MRK 1856 Pappenheim hat mitgeteilt, dass das für Samstagabend, 1. August 2026, geplante Open Air der Dorfrocker witterungsbedingt abgesagt werden musste.

Besucherinnen und Besucher, die bereits Eintrittskarten im Vorverkauf erworben haben, erhalten den Ticketpreis gegen Vorlage ihrer Eintrittskarte an der jeweiligen Vorverkaufsstelle zurück.

Darüber hinaus informiert der MRK 1856 Pappenheim, dass auch die für Samstagnachmittag vorgesehene Bauernmarktmeile nicht stattfinden kann.

Alle anderen Programmpunkte finden wie geplant statt

 




Neuer farbenfroher Blickfang in Pappenheim

Mit viel Kreativität, gelebter Gemeinschaft und einer großen Portion Fantasie ist in Pappenheim erneut ein besonderes Kunstprojekt entstanden. Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim hat gemeinsam mit den Vorschulkindern des katholischen Kindergartens St. Martin sowie der Offenen Behindertenarbeit (OBA) der Rummelsberger Diakonie farbenfrohe Mobiles gestaltet, die künftig die Kneippanlage an der Altmühlbrücke schmücken.

Bereits seit mehreren Jahren setzt der Kunst- und Kulturverein immer wieder kreative Aktionen um, die das Stadtbild verschönern und zugleich Menschen zusammenbringen. Auch das diesjährige Projekt knüpft an diese erfolgreiche Idee an. Im Haus der Bürger im K14 stellte das Organisationsteam zunächst das Vorhaben vor, bevor die Beteiligten gemeinsam ans Werk gingen.

Die dafür verwendeten Holzrahmen wurden in der Behindertenwerkstatt Treuchtlingen gefertigt. Anschließend verwandelten die Kinder des Kindergartens St. Martin gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der OBA die schlichten Rahmen in individuelle Kunstwerke. Mit Naturmaterialien wie Zapfen, Schneckenhäusern und Holzscheiben sowie bunten Fäden und Stoffen entstanden fantasievolle Mobiles, bei denen der Kreativität kaum Grenzen gesetzt waren.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht allein das Basteln. Vielmehr bot das Projekt Raum für Begegnungen. Kinder und Menschen mit Behinderung arbeiteten ganz selbstverständlich miteinander, tauschten Ideen aus und unterstützten sich gegenseitig. Diese gelebte Inklusion prägt die Zusammenarbeit zwischen dem katholischen Kindergarten St. Martin und der Offenen Behindertenarbeit bereits seit längerer Zeit und wurde auch diesmal wieder eindrucksvoll sichtbar. Die Organisatorinnen Petra Beier und Lisa Strixner von der OBA sowie Kindergartenleiterin Karin Liebald erleben bei gemeinsamen Projekten immer wieder, wie ungezwungen und bereichernd diese Begegnungen für alle Beteiligten sind.

Das diesjährige Motto lautete, Dingen einen neuen Rahmen zu geben. Gesammelte und gefundene Materialien erhielten eine neue Aufgabe, aus Holzscheiben wurden bunte Blumen, aus einfachen Rahmen kleine Kunstwerke. Dahinter steckt zugleich eine Botschaft. Wer Bekanntes in einen neuen Rahmen setzt, entdeckt oft neue Blickwinkel – ein Gedanke, der auch das Miteinander der Menschen beschreibt.

Der Kunst- und Kulturverein Pappenheim schuf mit der Organisation des Projekts erneut die Grundlage für diese besondere Aktion und unterstreicht damit einmal mehr sein Engagement, Kunst, Kultur und das gesellschaftliche Leben in Pappenheim auf kreative Weise zu bereichern. Unterstützung erhielt das Projekt zudem von der Stadt Pappenheim.

Die fertigen Mobiles schmücken nun die Anlage am Kneipp-Becken an der Altmühlbrücke und laden Spaziergänger dazu ein, einen Moment innezuhalten.

 




Pedelec am Bahnhof in Pappenheim gestohlen

Ein bislang unbekannter Täter hat am Montag, 27.07.2026 am Bahnhof in Pappenheim ein Pedelec entwendet. Das Fahrrad war nach Angaben der Polizei am Fahrradabstellplatz abgestellt und mit einem Gliederschloss gesichert.

Der Eigentümer hatte das blaue Mountainbike der Marke Ghost gegen 5.20 Uhr dort abgestellt. Als er gegen 17.15 Uhr zurückkehrte, stellte er fest, dass das Pedelec verschwunden war. Der entstandene Schaden wird auf rund 2.600 Euro geschätzt.

Die Polizei Treuchtlingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer am Montag im Bereich des Fahrradabstellplatzes am Pappenheimer Bahnhof verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zum Verbleib des Fahrrads machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 09142/9644-0 mit der Polizeiinspektion Treuchtlingen in Verbindung zu setzen.

 




Pappenheim nimmt Abschied von Pfarrer Robert

Sechs Jahre lang prägte Pfarrvikar Dr. Robert Rapljenovic das kirchliche Leben in der Pfarreiengemeinschaft Treuchtlingen-Pappenheim. In Pappenheim allerdings war er für die meisten schlicht „Pfarrer Robert“. Nicht zuletzt deshalb, weil sein Nachname für viele eine kleine sprachliche Herausforderung war. Vor allem aber, weil seine herzliche und unkomplizierte Art schnell dafür sorgte, dass aus dem Geistlichen ein vertrauter Ansprechpartner wurde.

Mit einem festlichen Sonntagsgottesdienst verabschiedete die Pfarreiengemeinschaft nun am Sonntag, 19.07.2026  den langjährigen Pfarrvikar und seine Familie. Künftig wird Dr. Robert Rapljenovic als Vizerektor und Leitender Repetitor am ostkirchlichen Priesterseminar Collegium Orientale in Eichstätt tätig sein.

In einem bewegenden Abschiedsgruß blickt Pfarrer Robert dankbar auf seine Zeit in der Region zurück. Vier Jahre lang trug er gemeinsam mit Pfarrer Härteis die besondere Verantwortung für die Pfarrei Pappenheim und die Kuratie Solnhofen. Die Jahre seien reich gewesen an Begegnungen, gemeinsamen Erfahrungen und vielen schönen Momenten des Glaubens.

Besonders am Herzen lagen ihm die Ministrantinnen und Ministranten. Die vielen festlichen Gottesdienste, die sie gemeinsam gefeiert hätten, würden ihm ebenso in Erinnerung bleiben wie deren Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Freude am Dienst.

Sein Dank gilt darüber hinaus den vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Aus einer Gemeinde sei für ihn eine Familie geworden, schreibt er. Er bedankt sich bei seinen Mitbrüdern im pastoralen Dienst, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungen, Lektorinnen und Lektoren, Organistinnen und Organisten sowie den Mesnerinnen und Mesnern. Auch jene, die inzwischen verstorben sind und das Gemeindeleben mitgeprägt haben, schließt er ausdrücklich in seinen Dank ein.

Der Wechsel nach Eichstätt bedeutet für ihn eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe, auf die er mit Freude und Neugier zugehe. Gleichzeitig falle der Abschied schwer. Das gelte nicht nur für ihn selbst, sondern ebenso für seine Frau Ivana sowie die beiden Söhne Konstantin und Emilian, die als Mesnerin, Lektorin beziehungsweise Ministranten ebenfalls fest in das Gemeindeleben eingebunden waren. Die Familie habe sich in Pappenheim zuhause gefühlt und viele wertvolle Freundschaften geschlossen.

Zum Abschied erinnert Pfarrer Robert an die Worte des Apostels Paulus: „Ich trage euch in meinem Herzen.“ Diese Verbundenheit bleibe auch über die räumliche Entfernung hinaus bestehen. Zugleich lädt er die Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft ein, ihn am Collegium Orientale in Eichstätt zu besuchen. Die Türen stünden jederzeit offen.

Wer Pfarrer Robert erlebt hat, wird ihn nicht nur als engagierten Seelsorger in Erinnerung behalten. Viele verbinden mit ihm seine offene Art, seinen Humor und seine Bereitschaft, jedem Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Eigenschaften, die ihn in Pappenheim schnell bekannt und beliebt gemacht haben und die nun vielen fehlen werden. Sein Abschiedsgruß endet schlicht und herzlich mit einem Wort, das gut zu ihm passt: „Ade!“

Wie ich Pfarrer Robert kennenlernte
Manche Begegnungen bleiben im Gedächtnis, obwohl sie ganz unspektakulär beginnen. So war es bei mir mit Pfarrer Robert.
Es war während der Coronazeit. An einem winterlichen Abend befand ich mich auf dem Heimweg. Es war bereits dunkel, doch die Pappenheimer Nichtlichtzeit hatte sich noch nicht über die Stadt gelegt. Schon von Weitem fiel mir in der Bahnhofstraße eine Person auf, die neben einem Fahrrad auf der Fahrbahn lag. Mein erster Gedanke war, möglichst schnell dorthin zu kommen, um zu helfen und den Gestürzten aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
In diesem Moment näherte sich von stadtauswärts ein Fahrzeug. Kaum hatte es angehalten, sprang ein wendiger Mann mit großem Bart heraus. Ohne zu zögern kümmerte er sich um den Radfahrer, dem deutlich anzumerken war, dass er dem Alkohol reichlich zugesprochen hatte.
Als der bärtige Helfer den Gestürzten aufrichten wollte, musterte dieser ihn zunächst misstrauisch und fragte im Pappenheimer Dialekt: „Wer bischt na du überhabts?“ Die Antwort kam ruhig und freundlich: „Ich bin der neue katholische Pfarrer Robert.“
„Aha“, erwiderte der Mann und ließ sich aufhelfen. Dann fügte er mit ernster Miene hinzu: „Ich bin aber evangelisch.“
Pfarrer Robert lächelte und antwortete in seiner ihm eigenen herzlichen Art: „Das spielt doch keine Rolle. Wir sind doch alle Brüder, wenn wir anderen helfen können.“

Genau in diesem Augenblick wusste ich, wen ich da gerade kennengelernt hatte. Nicht zuerst den neuen katholischen Pfarrer von Pappenheim, sondern einen Menschen, für den Mitmenschlichkeit wichtiger ist als Konfessionen. Eine kurze Begegnung am Straßenrand, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.




Kradfahrer bei Unfall in Pappenheim leicht verletzt

Ein 60-jähriger Motorradfahrer aus Pappenheim ist am Mittwochvormittag , 22.07.2026 bei einem Verkehrsunfall leicht verletzt worden. Der Unfall ereignete sich an der Einmündung des Lachgartenwegs zur Zufahrt Richtung Staatsstraße 2230.

Nach Angaben der Polizei wollte eine 55-jährige Autofahrerin aus Dollnstein vom Lachgartenweg nach links auf die Staatsstraße einbiegen. Dabei übersah sie den vorfahrtsberechtigten Kradfahrer, der auf der Staatsstraße unterwegs war. Die Front des Pkw touchierte das Motorrad, woraufhin der 60-Jährige stürzte.

Der Pappenheimer zog sich dabei leichte Verletzungen zu. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich nach Schätzungen der Polizei auf rund 2.000 Euro.

 




Urlaub der Arztpraxis Dr. Hamulka im Pappenheim

Die allgemeinmedizinische Arztpraxis von Dr. Daniela Hamulka in Pappenheim, Bürgermeister-Rukwid-Straße 3 macht Urlaub von

Montag, den 03.08.2026 bis einschließlich
Freitag, den 21.08.2026.

Ab Montag, den 24.08.2026 ist das Praxisteam wieder für Sie da!

Die Vertretung übernimmt:
Praxis Filipski/Pappenheim;

Dr. Gedon/Solnhofen;
KV Bereitschaftspraxis/Weißenburg

 

 




Sommerfest auf dem Campingplatz in Pappenheim

Musik, gutes Essen und gesellige Stunden unter freiem Himmel verspricht das Sommerfest auf dem Campingplatz Pappenheim. Gefeiert wird am Freitag, 24. Juli, auf der Zeltinsel im Badweg. Eingeladen sind nicht nur Campinggäste, sondern alle, die einen stimmungsvollen Sommerabend in besonderer Atmosphäre verbringen möchten.

Los geht es bereits um 15 Uhr mit kühlen Getränken. Ab 17 Uhr übernimmt Andy Wolf vom Berghof Oberweiler den Grill und serviert fränkische Grillspezialitäten sowie Kartoffelecken mit Kräuterquark.

Für den musikalischen Höhepunkt sorgt ab 18.30 Uhr die Band Oil & Gasoline, die bis 21.30 Uhr mit Classic Rock und Blues für beste Stimmung auf der Zeltinsel sorgen wird.

Die Veranstalter freuen sich auf viele Besucher und einen entspannten Sommerabend mit guter Musik, leckerem Essen und angenehmer Atmosphäre. Das Sommerfest endet gegen 22 Uhr.

Titelbild: Plakatausschnitt Campingplatz




Strahlende Gesichter bei der Zirkuswoche in Pappenheim

„Manege frei!“ hieß es Anfang Juli an der Grundschule Pappenheim-Solnhofen. Eine Woche lang war der deutsch-tschechische Schulzirkus „Happy Kids“ zu Gast und verwandelte den Schulalltag in Pappenheim in eine bunte Zirkuswelt. Mit viel Begeisterung und großem Einsatz bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler auf ihren großen Auftritt vor.

Tagelang wurde geübt, ausprobiert und perfektioniert. Ob als Zauberer, Fakire, Jongleure, Drahtseilartisten oder im Schwarzlichttheater – jedes Kind brachte sich mit seinen Fähigkeiten ein. Auch die Clowns sorgten mit ihren Sketchen für viele fröhliche Momente.

Den Höhepunkt der Projektwoche bildeten die ausverkauften Abschlussvorstellungen vor Eltern, Geschwistern und weiteren Gästen. Das Publikum zeigte sich beeindruckt von den akrobatischen Darbietungen am Boden und am Trapez sowie von den abwechslungsreichen Vorführungen aller Gruppen. Tosender Applaus belohnte die jungen Artistinnen und Artisten und sorgte für viele strahlende Gesichter.

Zum Abschluss dankte Schulleiterin und Zirkusdirektorin Eva Pols dem gesamten Kollegium für die intensive Vorbereitung des Projekts. Ihr Dank galt außerdem den zahlreichen Eltern, die beim Auf- und Abbau des großen Zirkuszelts tatkräftig mit angepackt hatten, sowie der Stadt Pappenheim für die gute Zusammenarbeit.

Ermöglicht wurde die Zirkuswoche unter anderem durch Spendengelder aus dem alljährlichen Benefizlauf. Dadurch mussten die Familien lediglich einen kleinen Teilnehmerbeitrag leisten. Für die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern dürfte diese außergewöhnliche Schulwoche noch lange in bester Erinnerung bleiben.

Titelfoto: Grundschule Pappenheim




Die Taufe des Mohren Jamaika in Pappenheim

Einen eindrucksvollen Beitrag zum Kirchweihfest anlässlich des 550-jährigen Jubiläums der Stadtkirche leistete die Theatergruppe Pappenheim e.V. Mit der szenischen Darstellung der Taufe des Mohren Jamaika griff sie ein außergewöhnliches Kapitel der Pappenheimer Stadtgeschichte auf. Die Aufführung fand an dem Ort statt, an dem sich das historische Ereignis vor fast 300 Jahren tatsächlich abgespielt hatte.

Grundlage der Inszenierung waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel (dargestellt von Thomas Henle). In seiner Chronik schildert er die Taufe eines jungen Mannes afrikanischer Herkunft, der als Kriegsgefangener in die Hände eines Kammerdieners des Pappenheimer Grafenhauses gelangt war. Dieser brachte ihn von einer Reise aus der „Neuen Welt“ nach Pappenheim mit, wo er ihn der Gräfin Anna Maria Louise zum Geschenk machte. Um ein Teil der damaligen Gesellschaft werden zu können musste der Mohr nach vorheriger Unterrichtung getauft werden.

Von der Erzählerin Anette Pappler wurde die einleitende Geschichte eindrucksvoll berichtet.

Nach einem längeren Unterricht im christlichen Glauben beim Herrn Dechanten (Holger Wenzel) wurde der etwa 23-jährige Mann am 8. Juni 1733 in der Stadtkirche zu Pappenheim getauft. Zuttel beschreibt die Zeremonie bis ins Detail.

Bereits am frühen Morgen wurden die Glocken geläutet. Zahlreiche Vertreter des gräflichen Hauses, darunter Graf Friedrich Ferdinand (Peter Salisch), Gräfin Pappenheim, seine Frau (Marianne Pappler), Gräfin Anna Louisa von Leiningen-Dachsburg (Barbara Mürl), Frau Apothekerin Feuerlein (Irmgard Meyndt) und Frau Verwalterin Kern (Irene Salisch) mit ihrer Tochter (Mira Hassan).

Auch Geistliche, wie etwa der Bergpfarrer (Günther Kleber), Beamte und weitere Ehrengäste nahmen an der Feier teil. Der Täufling (Jenny Ottmann) legte nach den Aufzeichnungen des Mesners und auch bei der aktuellen Inszenierung ein sicheres Glaubensbekenntnis ab.

Bei der Taufe erhielt er den Namen Friedrich Ludwig Jamaica.

Die feierliche Zeremonie wurde damals von Gesängen, Gebeten und einer ausführlichen Predigt über Herkunft und Bekehrung der Heiden begleitet. Martin Zuttel selbst berichtet, dass er dem Täufling das weiße Taufgewand anzog, bei der Taufe das Wasser übergoss und anschließend die weiteren Aufgaben rund um die Feier übernahm.

Die Theatergruppe Pappenheim verstand es, diese historische Begebenheit mit viel Gespür und Respekt am Taufstein in der Stadtkirche darzustellen. Gerade weil die Aufführung am authentischen Ort stattfand, gewann sie eine besondere Wirkung. Die Besucher erhielten einen lebendigen Einblick in ein außergewöhnliches Ereignis aus der Pappenheimer Geschichte und in die religiösen und gesellschaftlichen Vorstellungen des 18. Jahrhunderts.

Die Zuttelchronik und auch die Erzählerin Anette Pappler berichtete auch vom weiteren Leben Friedrich Ludwig Jamaicas. Er heiratete am 3. September 1738 Johanna Deffner, die Tochter des Pappenheimer Scharfrichters. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Bereits am 10. November 1739 starb Friedrich Ludwig Jamaica im Alter von nur 29 Jahren an einem Blutsturz und wurde in Pappenheim beigesetzt.

Mit ihrer eindrucksvollen Darstellung machte die Theatergruppe Pappenheim die Geschichte wieder einmal auf besondere Weise erlebbar und setzte einen Höhepunkt des Kirchweihfestes zum 550-jährigen Jubiläum der Stadtkirche.




Eine stilvolle Kirchweih in Pappenheim gefeiert

Mit einem zweitägigen Fest hat die evangelische Kirchengemeinde Pappenheim das 550-jährige Jubiläum der Weihe der Stadtkirche gefeiert. Das abwechslungsreiche Programm machte die Kirchweih zu einem besonderen Ereignis und ließ eine alte Tradition wieder aufleben. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und das Gotteshaus als Mittelpunkt des Gemeindelebens zu erleben.

Den Auftakt am Samstagabend gestalteten die Pappenheimer Sunnasänger mit fränkischen Kirchweihliedern. Anschließend ließen Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Hauptorganisator Friedemann Henning das „Geburtstagskind“, die Stadtkirche, hochleben. Speisen und Getränke wurden gegen Spenden ausgegeben. Wie die Dekanin erklärte, sei die „alte Dame“ inzwischen in die Jahre gekommen und benötige immer wieder aufwendige Sanierungen. Deshalb bat sie die Gäste um großzügige Unterstützung für den Erhalt der Kirche.
Einen besonderen Platz im Programm nahm die sogenannte Zuttelchronik ein. Bergpfarrer Gerd Schamberger führte gemeinsam mit Mesner und Siebmacher Martin Zuttel, dargestellt von Oskar Leykamm, einen lebendigen Dialog über das Leben in Pappenheim, die Stadtkirche und den Mesnerdienst im frühen 18. Jahrhundert. Grundlage waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel aus den Jahren 1703 bis 1739, die im Kirchenarchiv erhalten geblieben sind und von Ehrenbürger Hans Navratil transkribiert wurden.
Auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. gestaltete Stephan Reuthner die Chronik als Buch. Mit Unterstützung der Sparkasse Mittelfranken Süd konnte das Werk gedruckt und am 28. August 2007 anlässlich des 85. Geburtstags von Hans Navratil im Rathaussaal vorgestellt werden.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Aufführung der Theatergruppe Pappenheim e.V., die die Taufe des Mohren Jamaika inszenierte. Auch diese wahre Begebenheit findet sich in den Aufzeichnungen Martin Zuttels. Über die Aufführung in der Stadtkirche wird gesondert berichtet.
Mit einer Taschenlampenführung von Erwin Knoll wurde der erste Kirchweihtag in der Stadtkirche abgeschlossen

Volles Programm am Kirchweihsonntag
Der Kirchweihsonntag begann auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Dort trafen sich die Gottesdienstbesucher mit den Gläubigen aus Geislohe und Göhren, die auf dem traditionellen Kirchenweg nach Pappenheim gewandert waren. Der Posaunenchor Pappenheim-Langenaltheim sorgte für die musikalische Gestaltung.
Nach einem kurzen Regenschauer zog der Kirchenzug trockenen Fußes zur Stadtkirche. Den festlichen Gottesdienst gestalteten Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Bergpfarrer Gerd Schamberger gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Oskar Leykamm, dem Posaunenchor sowie Sven Bergdolt an der Orgel.
Ein kräftiger Regenguss nach dem Gottesdienst ließ zunächst befürchten, dass das weitere Festprogramm ins Wasser fallen würde. Doch schon wenig später zeigte sich wieder die Sonne, und der Kirchweihsonntag konnte wie geplant mit schwungvoller Musik des Posaunenchors und zahlreichen Angeboten rund um die Stadtkirche fortgesetzt werden. Für die Bewirtung der Gäste sorgte das Team der Metzgerei Wörlein.
In seinem Grußwort stellte Erster Bürgermeister Florian Gallus die besondere Bedeutung der Stadtkirche für Pappenheim heraus. Sie sei weit mehr als ein historisches Bauwerk und präge seit 550 Jahren das Stadtbild ebenso wie das Leben vieler Generationen. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Abschiede hätten die Kirche zu einem Ort der Gemeinschaft, des Trostes und der Hoffnung gemacht. Gerade in einer Zeit großer Veränderungen seien solche Orte wichtig, um Menschen zusammenzubringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Sein Dank galt allen Geistlichen, Kirchenvorständen, Mesnern, Organisten, Chören, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die sich über viele Generationen hinweg für den Erhalt der Stadtkirche eingesetzt haben. Ebenso würdigte er die vielen Helferinnen und Helfer, die das Jubiläumsfest vorbereitet hatten, und wünschte der Kirchengemeinde und der Stadtkirche auch für die Zukunft Gottes Segen.
Am Nachmittag bot das Fest ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Friedemann Henning, Lisa Pfister und Thorsten Abel sorgten mit Musik und Gesang für beste Unterhaltung. Großen Zuspruch fand die Versteigerung besonderer Erinnerungsstücke aus der Stadtkirche. Unter den angebotenen Objekten befanden sich unter anderem historische Kirchenfenster, Orgelpfeifen, ein Glockenseil, eine Ballonlampe sowie eine Orgelbank.

In der Stadtkirche wurde außerdem, wie schon am Vorabend, die Inszenierung der Mohrentaufe von der Theatergruppe Pappenheim gezeigt. Spannung herrschte bei der Auflösung des Kirchweih-Quiz, das Stadtrat Jürgen Weizinger für sich entscheiden konnte.

Vor allem Familien mit Kindern nutzten die zahlreichen Mitmachangebote auf dem Kirchweihplatz hinter dem Kindergartengebäude. Glitzer-Tattoos, Kinderschminken, das Bemalen von Stofftaschen, ein Menschenkicker, ein Zielwerfen der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim sowie eine Fotobox mit historischen Kostümen sorgten für viel Begeisterung. Ergänzt wurde das Programm durch Kirchturm- und Orgelführungen.

Mit seinem vielseitigen Programm, vielen engagierten Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurde das Jubiläum der Stadtkirche zu einem gelungenen Kirchweihfest, wie es Pappenheim seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat.