Sezzi Denkmal – neuer Meilenstein am Pilgerweg

Bei Bieswang wurde jetzt zum Gedenken an die Christianisierung unserer Region an der Römerstraße ein Denkmal gesetzt. Nach vierjährigen Bemühungen konnte Heinz Ottinger aus Weißenburg nun seinen Plan in die Tat umsetzen. Die Entscheidung über die Zustimmung fiel am 15. Oktober einstimmig im Pappenheimer Stadtrat.

Sponsoren, Freunde und ehrenamtliche Helfer machen es möglich, dass Heinz Ottinger an der Römerstraße bei Bieswang mit vier Steinblöcken ein Erinnerungsmal an die Christianisierung vor mehr als 1250 Jahren setzen kann. Gleichzeitig ist das Kunstwerk ein weiterer Meilenstein auf dem ökumenischen Pilgerweg von Heidenheim nach Eichstätt, der den Treffpunkt der Missionare Willibald (Eichstätt) Wunibald (Heidenheim) und Sola (Solnhofen) mit drei Natursteinstelen verdeutlichen soll. Über einem vierten Natursteinblock soll sich ein kunstvoll gestaltestes Kreuz erheben. Dieser Treffpunkt der Angelsächsischen Glaubensboten in Bieswang ist in einer kaiserlichen Urkunde aus dem Jahre 889 als „sezzi locum“ dokumentiert.

Vor vier Wochen hatte dieses Denkmal den Pappenheimer Stadtrat in öffentlicher Sitzung beschäftigt. Ursprünglich sollte dieses gut 150 m weiter westlich an der Kreuzung der Römerstraße mit der vorrömischen Erzstraße seinen Platz finden. Dies war aber aus verschiedenen Gründen nicht möglich. Deshalb wurde jetzt ein Standort am Waldrand ausgesucht, der allerdings schon auf oberbayerischem Terrain liegt und für das die Bayerischen Staatsforsten zuständig sind. Deshalb war es erforderlich zwischen der Stadt Pappenheim, dem privaten Initiator und der Bayerischen Staatsforsten verschiedene Regularien vertraglich zu regeln. Darunter fallen beispielsweise wie Verkehrssicherungspflicht, Unterhalt und Pflege, die Regelungen bei Wind- und Schneebruch der angrenzenden Bäume, bis hin zu eventuellem Vandalismus, zu regeln.

In der Sitzung am 15.Oktober 2015 befürwortete Bürgermeister Uwe Sinn (SPD) das Vorhaben und sprach von etwa 500 Euro jährlicher Kosten für den Unterhalt. Unterstützt wurde er von Stadtrat Friedrich Hönig (FW) der den geplanten Standort als ideal bezeichnete und dafür eintrat, dass man das Vorhaben unterstützen müsse, „wenn sich schon so ein bedeutender Ort bei uns befindet.“

„Welche Kosten können von anderen übernommen werden“, das war die Frage, die von Anette Pappler (SPD) und Walter Otters, Fraktionsführer der Freien Wähler gestellt wurden. Dabei kamen die Kirche und der Landkreis zum Vorschlag, der aber nicht weiter diskutiert wurde.

151114_sezzi-02„Wenn der Vertrag nicht zustande kommt, gibt es kein Denkmal“, setzte Stadtrat Hönig der Diskussion ein Ende. Letztlich wurde Bürgermeister Sinn durch einstimmigen Beschluss ermächtigt die notwendige vertragliche Vereinbarungen mit Staatsforsten und dem Initiator Heinz Ottinger zu regeln.

Jetzt- vier Wochen nach dem Pappenheimer Ratsbeschluss ist Heinz Ottinger glücklich, dass seine vier Jahre andauernden Bemühungen in Form der vier aufgerichteten Natursteinstelen Gestalt angenommen haben. Auch Ehrenbürger und Stadtarchivar Hans Navratil kam zum Sezzi-Denkmal um sich das neue Denkmal an der Römerstraße bei Bieswang anzusehen. Mit Heinz Ottinger konnte er dabei fachkundige Erkenntnisse austauschen die weit in die Vorzeit zurückgehen. „Eine schöne Sache“ freute sich auch Hans Navratil über das Denkamal. Nachdem Anfang der Woche die Plattform betoniert wurde, haben Freunde und freiwillige Helfer des Initiators nun die Stelen in Position gebracht und am Nachmittag mit Beton vergossen.




Volkstrauertag 2015

Die Stadt Pappenheim gibt die Termine und Orte für die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag am 15. November 2015 für Pappenheim und die Ortsteile bekannt.

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Gottesdienstreihe für arabische Christen gestartet

Kooperationsprojekt der methodistisch-evangelischen Kirche wurde beim ersten Gottesdienst gut angenommen.
Nicht alle Araber sind Moslems. Diese Aussage unterstreicht der gut besuchte erste christlich-ökumenische Gottesdienst, den die Arabische Evangelische Gemeinde gemeinsam mit der Evangelisch-methodistischen Kirche in Weißenburg seit Oktober anbietet.
Rund 85 Besucher zählte der erste Gottesdienst dieser Art in dem damit gut gefüllten Raum der Evangelisch-Methodistischen Kirche an der Schanzmauer in Weißenburg. Mancher Pfarrer wäre bei einem „normalen“ Gottesdienst begeistert von einer so großen Anzahl an Kirchgängern.
Initiator Maamun Kamran, der sich auch als ehrenamtlicher Arabisch-Dolmetscher für die Flüchtlinge in der Region engagiert, hatte das Angebot ins Leben gerufen.
Von nun an soll der Gottesdienst jeden zweiten Sonntag um 15:00 Uhr stattfinden. Der nächste ist am kommenden Sonntag, den 08. November 2015 angesetzt.
Im Anschluss an den Gottesdienst, der im Wechsel sowohl auf Arabisch, als auch auf Deutsch, gesprochen wird, kann man bei Kaffee und Kuchen noch beisammen sitzen und sich austauschen. Im persönlichen Gespräch lassen sich sogar die ein oder anderen Fragen zum Leben in Deutschland oder zu Asylangelegenheiten beantworten.

Ehrenamtliche in den jeweiligen Helferkreisen werden gebeten, die Information an ihre Schützlinge weiterzuleiten. Gerade für die arabischen Christen bietet der Glauben einen festen Halt nach ihren Fluchterlebnissen. – Um Kuchenspenden wird gebeten.

Foto: Maamun Kamran

Information:
Arabisch-deutscher Gottesdienst
Sonntag, 08. November 2015, 15:00 Uhr

Evangelisch-methodistische Kirche Weißenburg
(Bis März 2016 im alten Kirchlein hinter der Baustelle)
Schanzmauer 11, 91781 Weißenburg

Ansprechpartner: Maamun Kamran
Tel: 0515 / 59 44 38 45
Email: maamun.kamran@arabic-church.com

 




Basar im Kindergarten St. Martin

Einen Basar mit Bekleidung für Babys und KInder gibt es im Katholische Kindergarten St. Martin. In den Räumen des Kindergartens findet der Basar am

Samstag 07.02.2015 von 14:00 -1600 Uhr statt.

Für die angebotene Kinderkleidung gibt es keine Größeneinschränkungen. Zugelassen sind bei dem Basar nur private Anbieter.

Die Veranstalter erbittet die Anmeldung der Anbieter bei

Frau Natascha Fründ unter 09143/83 76 70 3 oder unter der

E-mail Adresse: m_fruend2000@yahoo.de




Epitaphien werden restauriert

Viele Besucher des Friedhofs an der Galluskirche wundern sich, dass gerade in der Adventszeit 10 der wertvollen Epitaphien an der Westseite der Friedhofsmauer verschwunden sind.

Unter fachkundiger Leitung von Steinmetzmeister Michael Pappler wurden die Platten aus der Mauer gelöst und sind derzeit zur Bestandserhaltung im Städtischen Bauhof gelagert. Zug um Zug werden die historisch wertvollen Denkmäler und Hinweise auf Pappenheimer Bürger und Handwerker in der Werkstatt von Michael Pappler in seiner Werkstatt restauriert. Die Epitaphien gehen bis sin das 17. Jahrhundert zurück und werden voraussichtlich im ersten Halbjahr 2015 in restauriertem Zustand wieder eingesetzt.




Evangelische Landjugend spendet für Brasilien

(Redaktion ELJ) Mit den Spenden der Aktion „Brot statt Böller“ unterstützte der entwicklungspolitische Arbeitskreis AME der Evangelischen Landjugend nun seine zwei Partnerorganisationen in Brasilien.

An die Agrarberatungsorganisation CAPA und die Kindertagesstätte Creche Cantinho Amigo wurden je 9 000 € überwiesen. Ziel ist eine Hilfe zur Selbsthilfe. Die Projekte sind dem entwicklungspolitischen Arbeitskreis AME aus Begegnungen sehr gut bekannt.

Die Agrarberatung CAPA im Bundesstaat Paraná berät Kleinbauern in ökologischer Landwirtschaft. Die auf diese Weise erzeugten Lebensmittel werden in der Region vermarktet oder dienen der eigenen Ernährung. Dadurch wird eine Lebensgrundlage für Kleinbauernfamilien auf dem Land geschaffen. Die CAPA („Zentrum zur Unterstützung der Kleinbauern“) gehört zur Evangelischen-Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien.

Das zweite Projekt, die „Creche Cantinho Amigo“ liegt in einer der ärmsten Gegenden im Ballungsraum der Großstadt Belo Horizonte. In einem Umfeld starker Armut und sozialer Spannungen soll die Kindertagesstätte Normalität für 40 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren bringen. Die Einrichtung fördert die Entwicklung der Kinder und legt Wert auf eine ausgewogene Ernährung sowie auf Elternarbeit. Träger von Cantinho Amigo ist eine evangelische diakonische Einrichtung.

Auch im Winter 2014/2015 wird der entwicklungspolitischen Arbeitskreis AME mit der Aktion „Brot statt Böller“ zum Spenden aufrufen.