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Ukrainische Flüchtlinge in Pappenheim sagen DANKE

Pappenheim – Im Gemeindebereich Pappenheim leben derzeit mehr als 30 ukrainische Flüchtlinge. Davon haben seit Mitte März 25 Personen im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum (EBZ) eine bis Ende April befristete Unterkunft gefunden. Derzeit wird in Einzelgesprächen versucht für die vor dem Krieg geflüchteten Menschen eine längerfristige Wohngelegenheit zu finden.

Mitte März hat das EBZ an der Stadtparkstraße in Pappenheim 25 Kriegsflüchtlinge aufgenommen und im Jugendgästehaus untergebracht. Auch einige Familien in Pappenheim und den Ortsteilen haben für ukrainische Flüchtlingsfamilien Wohngelegenheiten zur Verfügung gestellt.

Die Unterbringung im EBZ ist allerdings wegen der betriebsbedingten anderweitigen Belegung bis zum 28. April dieses Jahres befristet.

Dankbarkeit ist heute neben der Sehnsucht nach der rund 2.000 km entfernten Heimat das vorherrschende Gefühl bei den ukrainischen Gästen im EBZ.

Diese Dankbarkeit kommt verdientermaßen Werner Lauterbach zu, der von Anfang an mit großem Engagement und viel Erfahrung tatsächlich rund um die Uhr für „seine Schützlinge“ da ist.

Zunächst galt es mit viel Tatkraft und Einfühlungsvermögen, die teilweise stark traumatisierten Menschen zur Ruhe zu bringen. Da half neben vielen Einzelgesprächen, die mit Hilfe des Google-Übersetzungsprogramms geführt wurden, zum Beispiel auch ein Schweigekreis um eine brennende Kerze. Die Anfangszeit war besonders von Büro- und Verwaltungsarbeiten für die Registrierung geprägt. Denn erst ab dem Tag der Registrierung beginnen die Sozialhilfeansprüche zu laufen.

Für die Unterstützung hat sich der Helferkreis formiert, der schon seit 2015 von Ellen Glöggler geleitet und koordiniert wird. Daraus hat sich ein Netzwerk der Hilfe entwickelt, das insbesondre die Menschen im EBZ unterstützt. Da geht es um Dinge des täglichen Bedarfs, um Fahrräder für die Kinder, um die Suche nach möglichen Wohnungen und auch um Fahrten zum Sozialkaufhaus nach dem Wintereinbruch eine Woche vor Ostern.

Nachbarschaftliche Hilfe erhält der Koordinator Werner Lauterbach auch von Klaus Huschik, der in vielen Bereichen unterstützt und immer auf Abruf bereitsteht.

Linus Lauterbach vermittelt den Flüchtlingen täglich eine Stunde Deutschkenntnisse für den Alltag und Akteure des Helferkreises haben ein Kinderprogramm gestartet und üben in der Gruppe die Aussprache der wichtigsten deutschen Wörter.

Auch die evangelische Kirchengemeinde hat sich hilfreich engagiert und bei der Abgabe einer Mittagssuppe im Gemeindehaus 1.800 Euro zusammenbekommen.

Ein besonderes Zeichen der Zuneigung gab es auch am Gründonnertag beim Mittagskonzert des Posaunenlehrgangs im EBZ, als ein 37köpfigens Posaunenensemble im Hofraum des EBZ die ukrainische Nationalhymne spielte (wir haben berichtet).

„Es sind sehr viele alltägliche Kleinigkeiten, die Organisationstalent und Spontanität erfordern“, sagt Werner Lauterbach. Da gilt es die Leute zu beruhigen, wenn am Samstagmittag der Probealarm für die Feuerwehrsirene anläuft und die Flüchtlinge in Angst und Schrecken versetzt. Oder auch wenn der Hubschrauber, wie am 25. März nachts wegen einer Vermisstensuche über dem EBZ kreist. „Die Menschen sind mit ganz unterschiedlichen Erlebnissen zu uns gekommen. Da ist es wichtig, dass ihnen solche Ereignisse von einer Vertrauensperson erklärt werden“, sagt Werner Lauterbach.

Derzeit ist er dabei, in Einzelgesprächen über die Ziele seine Schützlinge zu führen. Nach derzeitigem Stand ist es gelungen für 10 Personen eine Wohnung für die Zeit nach dem 28.April zu finden. Und alle sind zuversichtlich, dass auch für die weiteren 15 Personen eine menschlich verträgliche Lösung gefunden wird, so Werner Lauterbach.




Suppen- Kaffee- und Kuchenangebot zugunsten der Ukraine

Die Evangelische Kirchengemeinde Pappenheim startet am Sonntag, 03. April 2022 im evangelischen Gemeindehaus eine Spendenaktion zugunsten der Ukraine.
Nach dem 10-Uhr-Gottesdienst wird herzlich zu einer leckeren Suppe mit und ohne Fleisch sowie anschließend zu Kaffee & Kuchen eingeladen.
Suppe und Kuchen gibt es auch zum Mitnehmen dazu müssten bitte Behältnisse mitgebracht werden.
„Kommen Sie, genießen Sie unsere leckeren Suppen, lassen Sie sich einladen zu Kaffee und Kuchen und unterstützen Sie damit bedürftige Menschen in der Ukraine“, heißt es in einer Mitteilung der Kirchengemeinde

Die geltenden Corona-Regeln werden eingehalten.

 




Friedensgebet im evangelischen Gemeindezentrum

Unter dem Leitgedanken Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein lädt die Evangelische Gemeinde Pappenheim zum Friedensgebet ein. Die Friedengebete finden immer sonntags und mittwochs um 18:00 Uhr statt.

Dazu teilt Dekan Popp mit:
Der verbrecherische Überfall Russlands auf sein Nachbarland, die Ukraine, macht uns sprachlos und wütend zugleich. Voll tiefer Sorge sehen wir unschuldige Menschen sterben, sehen wir das große Leid und die Hilflosigkeit der dort lebenden Christinnen und Christen.

Wir rufen zu Gott und laden ein zum Gebet für den Frieden:

Vorerst immer sonntags, 27.Februar / 06.März / 13.März usw., und mittwochs 02.März / 09.März usw.
um 18.00 Uhr im
Evangelischen  Gemeindezentrum Pappenheim, Graf-Carl-Str. 1.

 

 




Pfingst-Gottesdienste in der Weidenkirche

Die evangelische Kirchengemeinde in Pappenheim lädt zu zwei Gottesdiensten rund um das Pfingstfest ein. Am Pfingstsonntag und am Pfingstmontag finden die Gottesdienste bei schönem Wetter in der Weidenkirche statt. Bei Regen sind die Gottesdienste um 10:00 Uhr in der Stadtkirche.

Der Festgottesdienst am Sonntag beginnt um 10.30 Uhr in dem grünen Gotteshaus an der Altmühl. Neben der Predigt ist als musikalischer Höhepunkt Solo-Gesang geboten.

Am Pfingstmontag steht dann ebenfalls um 10.30 Uhr der traditionelle Familiengottesdienst auf dem Programm, der sich bereits seit Jahren überregionaler großer Beliebtheit erfreut. Während die Eltern dem Gottesdienst lauschen, dürfen die Kleinen in einem eigenen Kindergottesdienst besondere Überraschungen erleben. Die Kinder werden gebeten, eine Sitzunterlage mitzubringen.

Bei schönem Wetter gibt es im Anschluss an den Gottesdienst am Montag gegrillte Bratwürste vor Ort. Die Kirchengemeinde stellt fest, dass die geltenden Corona-Bestimmungen berücksichtigt werden. Sollte es an einem der beiden Tage regnen, wird der jeweilige Gottesdienst in die Stadtkirche in Pappenheim verlegt und beginnt bereits um 10 Uhr.




Gottesdienste in Pappenheim

Die Evangelische Kirchengemeinde Pappenheim lädt ganz herzlich zu ihren Gottesdiensten in der Karwoche an Gründonnerstag und Karfreitag, zur Osternachtfeier mit Osterfeuer und zu den Gottesdiensten am Ostersonntag und Ostermontag ein. Das Osterfeuer wird in diesem Jahr im Kirchhof und nicht wie in den Vorjahren auf der Burg entzündet.

Die Gottesdienste finden als Präsenzgottesdienste unter den bekannten Hygienebedingungen (ähnlich Weihnachten) statt.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es besteht Maskenpflicht. Alle Gottesdienste werden musikalisch ganz besonders ausgeschmückt und bereichert.

Am Gründonnerstag beginnt der Gottesdienst in der Stadtkirche um 19.00 Uhr. Wir feiern gemeinsam Abendmahl (die Hostien sind einzeln verpackt und es werden Einzelkelche gereicht).

An Karfreitag beginnt der Gottesdienst um 10.00 Uhr. An diesem Tag schweigen die Glocken. Die außergewöhnliche liturgische und optische Gestaltung der Feier macht eindrücklich das Besondere des Tages deutlich.

Osterfeuer diesmal im Kirchhof
Die Feier der Osternacht beginnt in diesem Jahr mit dem Entzünden des Osterfeuers um 5.15 Uhr (bis 5 Uhr ist Ausgangssperre!) – ausnahmsweise im Kirchhof (Kindergarteneingang!) nicht auf der Burg.
Im Anschluss daran feiern wir den Osternachtsgottesdienst in der daneben liegenden Stadtkirche. Beginn um ca. 5.45 Uhr.

Um 10.00 Uhr am Ostersonntag feiern wir unseren Osterfestgottesdienst mit Abendmahl.
Am Ostermontag beginnt der Gottesdienst in der Stadtkirche ebenfalls um 10.00 Uhr.

Sie finden die entsprechenden Gottesdienste und Predigten auch im Internet unter Dekanat-Pappenheim.de  bzw.  pappenheim-evangelisch.de




KiKi Adventskisten-Aktion

Das KiKi-Team (Kinder mit Kirche) kündigt für Pappenheim eine AdventsKisten-Aktion für Kinder an, die an den vier Adventssonntagen in der evangelischen und der katholischen Kirche stattfinden.

Die Termine sind:
1. und 2. Advent
Evangelische Stadtkirche

3. und 4. Advent
Katholische Kirche  

Dabei öffnen sich an jedem Adventssonntag in einer der beiden großen Pappenheimer Kirchen die Türen der aktuellen Adventskiste. Die vier speziellen Adventskisten können ab dem jeweiligen Adventssonntag eine Woche lang in der Kirche noch geöffnet werden.

„Komm‘ doch einfach mal vorbei und lass dich überraschen, was an den Adventssonntagen hinter dem Türchen zum Vorschein kommt“ fordert das KiKi-Team die Kinder Pappenheim auf. Und am Ende gibt es zu jeder der vier Adventskisten auch noch ein kleines Tütchen mit einer netten Bastelei zum Mit-nach-Hause-nehmen.

„Du selber solltest möglichst schon lesen können oder gleich deine ganze Familie mit in die Kirche bringen“, wird vom KiKi-Team empfohlen

 

 

 




Adventsfenster 2020 – Termine und Orte

Anders als in den letzten Jahren wird der Advent in diesem Jahr nicht nur in Pappenheim sein. Aber einen öffentlichen Adventskalender mit geschmückten Fenstern wird es dank der Organisation durch die Evangelische Kirchengemeine trotzdem geben.

Groß und Klein sind im Dezember eingeladen, die „Pappenheimer Adventsfenster“ zu erkunden. Als täglichen Begleiter schlägt die Evangelische Kirchengemeinde eine Laterne vor, deren Licht den Weg erleuchtet oder dem Betrachter hilft, einen Text im Fenster besser lesen zu können.

„Auf ein geselliges Treffen müssen wir dieses Jahr verzichten. Gönnen Sie sich so oft sie mögen einen adventlichen Impuls“, empfiehlt die Kirchengemeinde und dankt allen,“die mitmachen und uns den Advent verschönern!“

Tag Fenster gestaltet von
Dienstag 01.12. Evangelischer Kindergarten, Fenster Gemeindezentrum
Mittwoch 02.12. Pappler Anette und Gerber Jörg, Klosterstr. 26
Donnerstag 03.12. Nadja Hanrieder Nähstudio, Stadtvoigteigasse 3
Freitag 04.12. Fr. Seuberth, Fenster Kunst- u. Kulturverein K14
Samstag 05.12. Marion Meyer, Landgenuss Osterdorf 56
Sonntag 06.12.. Päckert´s Trachtenmoden, Deisinger Str. 14
Montag 07.12. Katholisches Pfarrheim, Schützenstr. 2
Dienstag 08.12. Fam. Friedrich, Schneckleinsberg 5
Mittwoch 09.12. Fabiola Hoppe, Deisinger Str. 26
Donnerstag 10.12. Heimat- und Geschichtsverein, Arkade Stadtvogteigasse / Haus des Gastes
Freitag 11.12. Fam. Popp, Graf-Carl-Str. l
Samstagl2.12. Fam. Hanrieder u. Konfirmanden, An der Stöß 44
Sonntag 13.12. Friseur Edel, Deisinger Str. 28
Montag 14.12. Dümberger u. Lauterbach, Graf-Carl-Str. 6
Dienstag 15.12. Kath. Kindergarten, Schützenstr. 2A
Mittwoch 16.12. Kath. Pfarrhaus, Schützenstr. 2
Donnerstag 17.12. Lydia Schmid, Dr. Dr. Bertha-Kipfmüller Str. l
Freitag 18.12. Martina Hager, Bahnhofstr. 11
Samstag 19.12. Schloßapotheke, Fam. Wenzel, Marktplatz 2
Sonntag 20.12. Fam. Schindler, Deisinger Str. 37
Montag 21.12. Susanne Pühl, Fenster Gemeindezentrum
Dienstag 22.12. Tourist-Information / Ina Strunz, Marktplatz l
Mittwoch 23.12. Kath. Pfarrhaus. Schützenstr. 4



Pappenheimer Adventsfenster 2020

Die Evangelische Kirchengemeinde hat eine innovative Idee hervorgebracht, wie es auch in diesen Zeiten möglich ist, in Pappenheimer einen bunten Adventskalender mit Fenstern oder Türen zu zaubern. Dies soll ermöglichen in einem anderen Format, aber dennoch besinnlich den Advent zu erleben.
Dazu schreibt Dekan Popp folgende Zeilen:

Der „Lebendige Adventskalender“, wie ihn im vergangenen Jahr der Theaterverein Pappenheim engagiert organisiert und durchgeführt hat, kann leider in diesem Jahr nicht im gewohnten Rahmen stattfinden.

Dennoch möchte die Evangelische Kirchengemeinde alle Pappenheimer herzlich einladen, auch in diesem Jahr den Advent besinnlich zu erleben.

Wir stellen uns vor, jeden Abend im Advent könnte eine andere Familie, ein Haushalt, ein Geschäft, ein Verein oder ein Kindergarten ein (Advents-)Fenster (eine Tür etc.) gestalten und dann am jeweiligen Tag z.B. durch Beleuchtung in der abendlichen Dämmerung,  Aufklappen des Fensterladens, Hochziehen der Jalousie usw. „öffnen“.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, sich mit einem „Fenster“ zu beteiligen?

Dann lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf.

Einzige „Vorgabe“: Das Fenster wird zu einem adventlichen Gedanken geschmückt und vorher mit der Zahl des Kalendertags deutlich sichtbar gekennzeichnet. Am entsprechenden Tag wird es dann abends beleuchtet.

Vielleicht ist es Ihnen möglich, eine passende Geschichte, ein Gedicht, ein Bild oder ein Gebet ins Fenster zu hängen? (Ganz modern: Vielleicht einen QR-Code dazu fügen, der auf ein Adventslied verweist?) Es soll in erster Linie Freude machen, etwas vorzubereiten und das muss nicht aufwändig sein.

Suchen Sie sich einen Termin zwischen dem l. und dem 23.12. aus; am besten nennen Sie auch einen Ersatztermin. Am 24.12. öffnen die Kirchen ihre „Advents“ Türen zu den Gottesdiensten.

Groß und Klein sind im Dezember dann eingeladen, die Pappenheimer Adventsfenster zu’ erkunden. Ein täglicher Begleiter dabei könnte eine Laterne sein, deren Licht den Weg erleuchtet oder Ihnen hilft, einen Text im Fenster zu lesen.

Auf ein geselliges Treffen dazu, mit heißen Getränken und frohem Beisammensein, müssen wir dieses Jahr leider verzichten.

Die Evangelische Kirchengemeinde kümmert sich um die Zusammenstellung der Termine und um die Bekanntgabe der Fenster.

Bei Fragen können Sie sich gerne wenden an:
Wolfgang Popp und Petra Münch-Popp
Graf-Carl-Str. 1,
91788 Pappenheim,
Tel. 09143-830333

Titelbild: Evangelisches Kirchengemeinde Pappenheim

 




Ihr Wirken hat Spuren hinterlassen

Bei einem Gottesdienst in der Pappenheimer Weidenkirche wurde kürzlich Diakonin Verena Elsterer als Jugendreferentin des Dekanats Pappenheim verabschiedet und von Dekan Popp entpflichtet. Nach vierjähriger Tätigkeit im hiesigen Dekanatsbezirk führt sie ihr Weg nach Nürnberg.

Zu Corona Zeiten ist ja alle etwas anders. Aber zwischenzeitlich hat man sich an die körperliche Distanz gewöhnt und mancherorts lässt man dafür die geistige und freundschaftliche Nähe verstärkt zum Zuge kommen. So jedenfalls war es bei dem Verabschiedungsgottesdienst für die scheidende Dekanatsjugendreferentin. Für jeden Gottesdienstbesucher gab es eine Flasche Wasser, die als Sinnbild für das Leitmotiv „Quelle des Lebens – lebendig – kräftig und schärfer“ stand. Die lebensspendende Qualität des Wassers unterstrich Dekanats Jugendpfarrer Günter Gastner, die man besonders dann bemerke, wenn das Wasser fehlt. Fehlen wird auch Verena Elsterer der Dekanatsjugend, denn „ihr Wirken hat Spuren hinterlassen bei den Menschen und in ihrem Arbeitsbereich“, stellte Jugendpfarrer Gastner fest.

Auch in ihrer Rückschau auf die vergangenen vier Jahre im Dekanatsbezirk Pappenheim vermittelte Verena Elsterer das Thema Wasser als Leitgedanken des Gottesdienstes. Die mitten durch den Dekanatsbezirk fließende Altmühl sehe sie als Sinnbild für das eigne Leben, das sich wie ein Fluss in Geschwindigkeit, Fülle, Klarheit und Einflüssen von außen immer wieder verändere. „Vier Jahre lang bin ich nun im Lebensfluss des Dekanats gepaddelt“, erzählte Elsterer, die voller Elan und Tatendrang nach ihrem Studium in Pappenheim als Berufseinsteigerin ihre erste Diakoninnenstelle antrat. Schnell habe sie die Bedeutung der Teamarbeit erkannt und konnte bei ihrem Wirken viele liebe Menschen kennenlernen und auch die eine oder andere Erfahrung sammeln. So berichtete sie auch in einer Anekdote von ihrer neuen Erfahrung und Erkenntnis, dass man mit einem Kanu auch auf der langsam dahinfließenden Altmühl kentern und untergehen kann. Und auch der Verwendungszweck der Kollekte hatte mit Wasser zu tun. Nachdem, wie Verena Elsterer zu berichten wusste, zwei Milliarden Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser sind, soll der Betrag der Kollekte einem Projekt zur Aufbereitung von Trinkwasser in einem Entwicklungsland zugutekommen.

„Wir hätten Sie gerne hierbehalten, denn Sie waren ein Gewinn für die Kinder und Jugendlichen in der Region,“ betonte Dekan Popp bei seinen Dankesworten im Namen des Dekanatsbezirks. Allerdings sei es auch der Anspruch einer Jugendreferentin loszulassen, sich neu auszuprobieren und sich neuen Verpflichtungen zu stellen. Nachdem Verena Elsterer beim Gottesdienst von Dekan Popp feierlich entpflichtet wurde beginnt sie am 1. September in Nürnberg eine halbe Stelle als Gemeindereferentin und auch ein Studium für soziale Arbeit.

An ihrem Wirken in den vergangen vier Jahren habe der Dekan besonders ihre gut organsierte und strukturierte Arbeit geschätzt und er meinte auch, dass einige ihrer Projekte mehr Zuspruch verdient hätten. Der „Dekanats-Konfi-Tag“, bei dem die Konfirmanden des Dekanats zusammenkommen und das Kinderzeltlager seien jedoch Teil der Erfolgsgeschichte Verena Elsterers. Wegen der Coronazeiten ist das Kinderzeltlager allerdings in diesem Jahr zu einer Ferienbetreuung umfunktioniert worden. Die aus Kammerstein bei Schwabach stammende Dekanatsjugendreferentin hatte im Dekanatsbezirk 21 Kirchengemeinden zu betreuen

Die Projektband der Dekanatsjugendkammer der evangelischen Jugend hat den Abschiedsgottesdienst musikalisch gestaltet und zum Abschied gab es natürlich auch Geschenke.

Eine Abordnung der Dekanatsjugendkammer übergab der angehenden Studentin eine Schultüte mit Wegzehrungen für die Zukunft und allerlei netten Erinnerungen an die zurückliegende Zeit in Pappenheim.

Auch Horst Ackermann, der Kirchenkreisbeauftragte der evangelischen Jugend Bayern bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und will die scheidende Jugendreferentin in der Zukunft gut beschützt und beschirmt wissen. Deshalb überbrachte er ihr einen Weidenkirchen-Regenschirm.

Im Namen der Kirchengemeinde Pappenheim bedankte sich Susanne Pühl mit einem Pilgerstab, an dem allerlei gute Gedanken und Wünsche für den weiteren Lebensweg befestigt waren. Dazu passend gab es noch ein Wanderbuch von Judith Grosser, die damit Grüße der Regionalgruppe der Diakoninnen überbrachte.




Gottesdienst mit besonderen Vorgaben

Die evangelische Kirchengemeinde feierte am kommenden Sonntag ihren ersten Gottesdienst in den Zeiten der Corona Pandemie. Dabei gilt es für die Gottesdienstbesucher, sich  an besondere Vorgaben zu halten.
Der Kirchenvorstand gibt deshalb bekannt:

Wir feiern Gottesdienst  zu „coronalen“ Zeiten…
und halten uns dabei auch als christliche Gemeinde sehr konsequent an folgende allgemein gültige Vorgaben: Bitte…

        1. Nur markierte Sitzplätze nutzen!
        2. Abstand von 2 Metern einhalten!
        3. Gründlich Hände desinfizieren!
        4. Mund- und Nasenschutz tragen!
        5. Reduzierter Gesang – eigenes EG!
        6. Wir sprechen möglichst wenig!
        7. Gaben nur am Ausgang – DANKE!

Schon sehr gewöhnungsbedürftig, worauf wir uns in solch bangen Zeiten alles einlassen müssen – und trotzdem freuen wir uns und sind von Herzen dankbar, dass wir nun alle wieder hier in unserer vertrauten Kirche zum Gottesdienst zusammenkommen können… Und noch ein kleiner Trost zum Schluss: Die Predigt wird unter solchen Umständen keinesfalls länger als 60 Minuten dauern – spätestens dann nämlich müssten wir aufhören…

     Ihr Kirchenvorstand




Predigten über Video-Stream erleben

In einer Grußbotschaft richten sich Dekan Wolfgang Popp und „Bergpfarrer“ Gerd Schamberger an die Bevölkerung. Darin weisen sie auch darauf hin, dass wegen der aktuellen Pandemie-Lage Predigten via Video-Stream miterlebt werden können.

Die aktuelle Predigt zum Palmsonntag für Pappenheim, Osterdorf und Niederpappenheim mit Übermatzhofen finden Sie ab Sonntag, 5. April 2020 auf deren Internetseiten zum Hören und Sehen auf der Internetseite

www.osterdorf-evangelisch.de

Predigten mit Pfarrerinnen und Pfarrern unserer Region sind an den besonderen Tagen der Karwoche und zu Ostern aus beiden Konfessionen im Wechsel via Video-Stream zu hören und zu sehen unter

www.nordbayern.de/region/weissenburg/1.9960554

Nachfolgend der Gruß der evangelischen Kirchengemeinde

Liebe Gemeindeglieder dort draußen,
zurzeit aber noch viel mehr da drinnen,

knapp drei Wochen nun schon offiziell keine Schule und keine Kita, tagelang weit-gehend zu Hause bei keinerlei Verabredungen, viele überwiegend im „Homeoffice“ und draußen tatsächlich kaum mehr eine Begegnung ohne 1,5 Meter Mindestabstand. Höchst erfreulich, wie ein ganz großer Teil von Leuten sich hier einsichtig zeigt und Rücksicht nimmt. Weiter so, bayernweit erstmal noch bis mindestens 19. April 2020 – all das beste Voraussetzungen für erste, vage Hoffnungszeichen.  

Jenseits der schlimmen Folgen, die eine solche Pandemie vor allem für ältere sowie chronisch kranke Menschen bedeuten kann, eröffnet eine solche Krise immer auch Räume für Zusammenhalt. Wir meinen damit beispielsweise, dass schon jetzt viele sich wieder mehr um andere kümmern, Jugendliche Einkäufe übernehmen, sich bei Hopfenbauern melden, Pappenheimer spontan Gesichtsmasken nähen und Medizinstudierende an Kliniktüren anklopfen.

Man spürt plötzlich, dass nahezu alle in unserer Gesellschaft überall Hand in Hand bis zur allgemeinen Erschöpfung arbeiten, damit möglichst keiner durch das soziale Netz fällt. Der Alltag wird von jetzt auf gleich zu einem Ort gelebter Nächstenliebe und bietet plötzlich Raum für Gottesdienst. Schließlich ist eben der Alltag immer auch Gottesdienst. Und der fällt eigentlich nie aus. Schon gar nicht wegen Corona!

Doch auch wir Christen müssen in diesen Tagen lernen: Die vielen Gottesdienste am Palmsonntag, am Gründonnerstag, auch an Karfreitag, in der Osternacht und den folgenden beiden Osterfesttagen – sie alle diesmal ganz anders zu erleben. Und wir tun das: Lassen uns – dort wo‘s möglich ist – beispielsweise einladen zu Predigten mit Pfarrerinnen und Pfarrern unserer Region an den besonderen Tagen der Karwoche und zu Ostern aus beiden Konfessionen im Wechsel via Video-Stream unter

www.nordbayern.de/region/weissenburg/1.9960554

[Die aktuelle Predigt zum Palmsonntag für Pappenheim, Osterdorf und Niederpappenheim mit Übermatzhofen finden Sie ab 5. April 2020 auf deren Internetseiten zum Hören und Sehen / www.osterdorf-evangelisch.de]

Das Kümmern in der Nachbarschaft. Der ermutigende Anruf. Der Einkaufskorb vor der Tür. All dies wird auch weiterhin nötig sein. Bleiben wir darum dran. Mit Gottes Hilfe. Bleiben dran, solange es nötig ist.

Weiterhin also viel Kraft und Geduld sowie zugleich Gesundheit, Durchhaltevermögen und Gottes Bewahrung wünschen Ihnen

Ihre beiden Pfarrer
Wolfgang Popp und Gerd Schamberger




Telefonische Notfallseelsorge im Landkreis eingerichtet

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern beider Konfessionen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine telefonische Notfallseelsorge eingerichtet. Unter der Telefonnummer 09141 902-269 steht der Seelsorgedienst ab sofort von Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr zur Verfügung.

(LRA)Die Corona-Pandemie ist weltweit zu einer außergewöhnlichen Belastung geworden, die starke Reaktionen und Gefühle hervorruft. Der plötzliche Wegfall sozialer Kontakte und Gewohnheiten sowie die gesamte aktuelle Lage stellt uns alle vor neue Herausforderungen, die oft begleitet sind von starken Gefühlen wie Angst, Hilflosigkeit, Einsamkeit, Unsicherheiten, Ratlosigkeit und viele mehr.

Die Ereignisse können so stark belasten, dass es in manchen Fällen ratsam ist, Hilfe von außen in Anspruch zu nehmen. Die Pfarrerinnen und Pfarrer beider Konfessionen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen sind für die Bevölkerung, Betroffene, Angehörige und Einsatzkräfte da und stehen für Gespräche, seelsorgerische Fragen und psychische Notlagen zur Verfügung. Sie hören zu und nehmen sich Zeit für die Nöte und Sorgen der Menschen.

Darüber hinaus, und vor allem außerhalb der Sprechzeiten der telefonischen Notfallseelsorge des Landkreises, können sich die Bürgerinnen und Bürger an die bereits deutschlandweit etablierte „TelefonSeelsorge“ wenden. Träger dieser „TelefonSeelsorge“ sind die beiden christlichen Kirchen in Deutschland, die Evangelische Kirche und die Katholische Kirche.

Diese „TelefonSeelsorge“ ist 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr für jeden da, für alte und junge Menschen, Berufstätige, Hausfrauen, Auszubildende oder Rentner, für Menschen jeder Glaubensgemeinschaft und natürlich auch für Menschen ohne Kirchenzugehörigkeit. Folgende Telefonnummern stehen hier für Anrufe zur Verfügung: 0800 111 0-111; 0800 111 0-222 sowie 116 123. Die Gespräche sind kostenfrei. Nähere Informationen zur „TelefonSeelsorge“ sind auch im Internet unter www.telefonseelsorge.de/ zu finden.

Weiterhin bietet auch der Krisendienst Mittelfranken täglich von 9.00 bis 24.00 Uhr Hilfe für Menschen in seelischen Notlagen an. Er ist sowohl telefonisch als auch online in Form einer E-Mail-Beratung oder Chatberatung erreichbar: Telefon: 0911 42 48 55–0; in russischer Sprache: 0911 42 48 55–20; in türkischer Sprache: 0911 42 48 55–60. Nähere Informationen dazu sind auf der Homepage des Krisendienstes Mittelfranken zu finden unter www.krisendienst-mittelfranken.de/.

Unter der Telefonnummer 09141 902-500 ist beim Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen auch weiterhin das Bürgertelefon speziell für verwaltungsrechtliche Themen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie freigeschaltet. Hier können zum Beispiel Fragen zur Umsetzung der Allgemeinverfügungen des Freistaates Bayern, zu den wirtschaftlichen Hilfen oder zur Einschränkung des Besucherverkehrs des Landratsamtes gestellt werden.

Die Erreichbarkeit der Notfallseelsorge und des Bürgertelefons an den Wochenenden wird nach Bedarf jeweils unmittelbar zuvor auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de veröffentlicht. Ebenso wird dazu eine Pressemitteilung herausgegeben.