Sommer, Survival und jede Menge Gemeinschaft

Fünf Tage mit Spiel, Gemeinschaft und vielen gemeinsamen Erlebnissen verbrachten 45 Kinder beim Kinderzeltlager der Evangelischen Jugend der Dekanate Weißenburg, Gunzenhausen und Pappenheim. Vom 10. bis 14. August waren die Acht- bis Zwölfjährigen auf dem Zeltplatz in Stockheim zu Gast. Das diesjährige Lager stand unter dem Motto „Survival“.

Dabei ging es allerdings nicht allein um Abenteuer und Aktionen. Das gemeinsame Leben auf dem Zeltplatz bot den Kindern auch reichlich Gelegenheit, sich kennenzulernen, neue Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Kinder aus unterschiedlichen Orten und mit verschiedenen Interessen verbrachten die Tage miteinander und wuchsen dabei zu einer Gemeinschaft zusammen.

Für Abwechslung sorgte unter anderem ein Ausflug zum Brombachsee. Bei sommerlichem Wetter bot ein Bad im See die willkommene Gelegenheit zur Abkühlung. Auf dem Rückweg wartete mit einem Barfußpfad noch eine weitere Erfahrung auf die jungen Teilnehmer. Über unterschiedliche Untergründe ging es dabei ganz ohne Schuhe.

Zum Lagerleben gehörten neben den zahlreichen Spielen und Aktionen auch die gemeinsamen Mahlzeiten. Besonders gut kamen bei den Kindern die Schnitzel am letzten Abend sowie Kartoffelpuffer mit Apfelmus an. Die Mahlzeiten boten zugleich Gelegenheit, zusammenzusitzen und die Erlebnisse des Tages noch einmal miteinander zu teilen.

Eine besondere Stimmung entwickelte sich jeweils am Abend am Lagerfeuer. Mit Andachten, Liedern und gemeinsamem Singen klangen die Tage aus. Auch Marshmallows, die über dem offenen Feuer gegrillt wurden, gehörten zu diesen gemütlichen Stunden.

Nach fünf erlebnisreichen Tagen hieß es schließlich wieder Abschied nehmen. Geblieben sind viele gemeinsame Erinnerungen und sicherlich auch die eine oder andere neu entstandene Freundschaft.

Ein Wiedersehen beim Kinderzeltlager ist bereits im kommenden Jahr vorgesehen. Das nächste Lager findet in der zweiten Sommerferienwoche 2027 statt. Anmeldungen sind ab dem 1. Oktober unter ej-altmuehlfranken.de möglich.

Titelfoto: Maximilian Hagn




Sommerabendmusik mit Pop und Musicalklängen in Pappenheim

Musik zum Innehalten, bekannte Melodien und ein Moment der Ruhe erwarten die Besucherinnen und Besucher bei der nächsten Pappenheimer Sommerabendmusik. Am Dienstag, 11. August, gestalten Lina und Andreas Müller gemeinsam mit Sven Bergdolt am Klavier unter dem Motto „Pop Moments – Balladen und Instrumentalklänge“ einen abwechslungsreichen musikalischen Abend im evangelischen Gemeindezentrum Pappenheim.

Beginn ist um 19.30 Uhr. Auf dem Programm stehen bekannte Popsongs sowie Film- und Musicalmelodien. Zu hören sind unter anderem „Someone Like You“ von Adele, „Vienna“ von Billy Joel sowie „Nessaja“ aus dem Film „Tabaluga“. Ergänzt wird das Konzert durch anspruchsvolle Klavier- und Klarinettenmusik mit Werken wie „Chariots of Fire“ und „Gabriel’s Oboe“.

Die rund halbstündige Sommerabendmusik verbindet musikalische Beiträge mit kurzen Gedankenanstößen und einem Segen. So bietet sie Gelegenheit, den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen, Kraft zu schöpfen und den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen zu lassen.

Im Anschluss sind die Gäste zu einer kleinen Erfrischung eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Titelfoto: privat

 




Sommerabendmusik lädt zum Innehalten nach Pappenheim ein

Mit einem musikalischen Abend im idyllischen Pfarrgarten startet am Dienstag, 4. August, die diesjährige Pappenheimer Sommerabendmusik. Beginn ist um 19.30 Uhr.

Den Auftakt gestaltet das Ensemble „ExtraDOUR“. Die Musiker präsentieren eine abwechslungsreiche Mischung aus aussagekräftigen christlichen Liedern und moderner Volksmusik in neuem Gewand. Mit Gesang, Gitarre, Akkordeon, Bass und Cajon interpretieren sie bekannte Stücke wie „Die Gedanken sind frei“ oder „Heute hier, morgen dort“ ebenso wie christliche Lieder, darunter „Jesus in my house“ und „Freunde, dass der Mandelzweig“.

Die rund halbstündige Veranstaltung verbindet Musik mit kurzen Gedankenanstößen und einem Segen. Sie möchte den Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit geben, zur Ruhe zu kommen, durchzuatmen und den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen.

Im Anschluss besteht bei einem kühlen Getränk die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die Eindrücke des Abends zu teilen. Der Eintritt zur Sommerabendmusik ist frei.

 




Pappenheim nimmt Abschied von Pfarrer Robert

Sechs Jahre lang prägte Pfarrvikar Dr. Robert Rapljenovic das kirchliche Leben in der Pfarreiengemeinschaft Treuchtlingen-Pappenheim. In Pappenheim allerdings war er für die meisten schlicht „Pfarrer Robert“. Nicht zuletzt deshalb, weil sein Nachname für viele eine kleine sprachliche Herausforderung war. Vor allem aber, weil seine herzliche und unkomplizierte Art schnell dafür sorgte, dass aus dem Geistlichen ein vertrauter Ansprechpartner wurde.

Mit einem festlichen Sonntagsgottesdienst verabschiedete die Pfarreiengemeinschaft nun am Sonntag, 19.07.2026  den langjährigen Pfarrvikar und seine Familie. Künftig wird Dr. Robert Rapljenovic als Vizerektor und Leitender Repetitor am ostkirchlichen Priesterseminar Collegium Orientale in Eichstätt tätig sein.

In einem bewegenden Abschiedsgruß blickt Pfarrer Robert dankbar auf seine Zeit in der Region zurück. Vier Jahre lang trug er gemeinsam mit Pfarrer Härteis die besondere Verantwortung für die Pfarrei Pappenheim und die Kuratie Solnhofen. Die Jahre seien reich gewesen an Begegnungen, gemeinsamen Erfahrungen und vielen schönen Momenten des Glaubens.

Besonders am Herzen lagen ihm die Ministrantinnen und Ministranten. Die vielen festlichen Gottesdienste, die sie gemeinsam gefeiert hätten, würden ihm ebenso in Erinnerung bleiben wie deren Einsatzbereitschaft, Verlässlichkeit und Freude am Dienst.

Sein Dank gilt darüber hinaus den vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben. Aus einer Gemeinde sei für ihn eine Familie geworden, schreibt er. Er bedankt sich bei seinen Mitbrüdern im pastoralen Dienst, den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Pfarrgemeinderäten, Kirchenverwaltungen, Lektorinnen und Lektoren, Organistinnen und Organisten sowie den Mesnerinnen und Mesnern. Auch jene, die inzwischen verstorben sind und das Gemeindeleben mitgeprägt haben, schließt er ausdrücklich in seinen Dank ein.

Der Wechsel nach Eichstätt bedeutet für ihn eine neue und verantwortungsvolle Aufgabe, auf die er mit Freude und Neugier zugehe. Gleichzeitig falle der Abschied schwer. Das gelte nicht nur für ihn selbst, sondern ebenso für seine Frau Ivana sowie die beiden Söhne Konstantin und Emilian, die als Mesnerin, Lektorin beziehungsweise Ministranten ebenfalls fest in das Gemeindeleben eingebunden waren. Die Familie habe sich in Pappenheim zuhause gefühlt und viele wertvolle Freundschaften geschlossen.

Zum Abschied erinnert Pfarrer Robert an die Worte des Apostels Paulus: „Ich trage euch in meinem Herzen.“ Diese Verbundenheit bleibe auch über die räumliche Entfernung hinaus bestehen. Zugleich lädt er die Menschen aus der Pfarreiengemeinschaft ein, ihn am Collegium Orientale in Eichstätt zu besuchen. Die Türen stünden jederzeit offen.

Wer Pfarrer Robert erlebt hat, wird ihn nicht nur als engagierten Seelsorger in Erinnerung behalten. Viele verbinden mit ihm seine offene Art, seinen Humor und seine Bereitschaft, jedem Menschen unvoreingenommen zu begegnen. Eigenschaften, die ihn in Pappenheim schnell bekannt und beliebt gemacht haben und die nun vielen fehlen werden. Sein Abschiedsgruß endet schlicht und herzlich mit einem Wort, das gut zu ihm passt: „Ade!“

Wie ich Pfarrer Robert kennenlernte
Manche Begegnungen bleiben im Gedächtnis, obwohl sie ganz unspektakulär beginnen. So war es bei mir mit Pfarrer Robert.
Es war während der Coronazeit. An einem winterlichen Abend befand ich mich auf dem Heimweg. Es war bereits dunkel, doch die Pappenheimer Nichtlichtzeit hatte sich noch nicht über die Stadt gelegt. Schon von Weitem fiel mir in der Bahnhofstraße eine Person auf, die neben einem Fahrrad auf der Fahrbahn lag. Mein erster Gedanke war, möglichst schnell dorthin zu kommen, um zu helfen und den Gestürzten aus dem Gefahrenbereich zu bringen.
In diesem Moment näherte sich von stadtauswärts ein Fahrzeug. Kaum hatte es angehalten, sprang ein wendiger Mann mit großem Bart heraus. Ohne zu zögern kümmerte er sich um den Radfahrer, dem deutlich anzumerken war, dass er dem Alkohol reichlich zugesprochen hatte.
Als der bärtige Helfer den Gestürzten aufrichten wollte, musterte dieser ihn zunächst misstrauisch und fragte im Pappenheimer Dialekt: „Wer bischt na du überhabts?“ Die Antwort kam ruhig und freundlich: „Ich bin der neue katholische Pfarrer Robert.“
„Aha“, erwiderte der Mann und ließ sich aufhelfen. Dann fügte er mit ernster Miene hinzu: „Ich bin aber evangelisch.“
Pfarrer Robert lächelte und antwortete in seiner ihm eigenen herzlichen Art: „Das spielt doch keine Rolle. Wir sind doch alle Brüder, wenn wir anderen helfen können.“

Genau in diesem Augenblick wusste ich, wen ich da gerade kennengelernt hatte. Nicht zuerst den neuen katholischen Pfarrer von Pappenheim, sondern einen Menschen, für den Mitmenschlichkeit wichtiger ist als Konfessionen. Eine kurze Begegnung am Straßenrand, die mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.




Eine stilvolle Kirchweih in Pappenheim gefeiert

Mit einem zweitägigen Fest hat die evangelische Kirchengemeinde Pappenheim das 550-jährige Jubiläum der Weihe der Stadtkirche gefeiert. Das abwechslungsreiche Programm machte die Kirchweih zu einem besonderen Ereignis und ließ eine alte Tradition wieder aufleben. Viele Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu feiern und das Gotteshaus als Mittelpunkt des Gemeindelebens zu erleben.

Den Auftakt am Samstagabend gestalteten die Pappenheimer Sunnasänger mit fränkischen Kirchweihliedern. Anschließend ließen Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Hauptorganisator Friedemann Henning das „Geburtstagskind“, die Stadtkirche, hochleben. Speisen und Getränke wurden gegen Spenden ausgegeben. Wie die Dekanin erklärte, sei die „alte Dame“ inzwischen in die Jahre gekommen und benötige immer wieder aufwendige Sanierungen. Deshalb bat sie die Gäste um großzügige Unterstützung für den Erhalt der Kirche.
Einen besonderen Platz im Programm nahm die sogenannte Zuttelchronik ein. Bergpfarrer Gerd Schamberger führte gemeinsam mit Mesner und Siebmacher Martin Zuttel, dargestellt von Oskar Leykamm, einen lebendigen Dialog über das Leben in Pappenheim, die Stadtkirche und den Mesnerdienst im frühen 18. Jahrhundert. Grundlage waren die Aufzeichnungen des damaligen Mesners Martin Zuttel aus den Jahren 1703 bis 1739, die im Kirchenarchiv erhalten geblieben sind und von Ehrenbürger Hans Navratil transkribiert wurden.
Auf Initiative des Heimat- und Geschichtsvereins Pappenheim und Ortsteile e.V. gestaltete Stephan Reuthner die Chronik als Buch. Mit Unterstützung der Sparkasse Mittelfranken Süd konnte das Werk gedruckt und am 28. August 2007 anlässlich des 85. Geburtstags von Hans Navratil im Rathaussaal vorgestellt werden.
Ein weiterer Höhepunkt des Abends war die Aufführung der Theatergruppe Pappenheim e.V., die die Taufe des Mohren Jamaika inszenierte. Auch diese wahre Begebenheit findet sich in den Aufzeichnungen Martin Zuttels. Über die Aufführung in der Stadtkirche wird gesondert berichtet.
Mit einer Taschenlampenführung von Erwin Knoll wurde der erste Kirchweihtag in der Stadtkirche abgeschlossen

Volles Programm am Kirchweihsonntag
Der Kirchweihsonntag begann auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. Dort trafen sich die Gottesdienstbesucher mit den Gläubigen aus Geislohe und Göhren, die auf dem traditionellen Kirchenweg nach Pappenheim gewandert waren. Der Posaunenchor Pappenheim-Langenaltheim sorgte für die musikalische Gestaltung.
Nach einem kurzen Regenschauer zog der Kirchenzug trockenen Fußes zur Stadtkirche. Den festlichen Gottesdienst gestalteten Dekanin Sonja Scherle-Schobel und Bergpfarrer Gerd Schamberger gemeinsam mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Oskar Leykamm, dem Posaunenchor sowie Sven Bergdolt an der Orgel.
Ein kräftiger Regenguss nach dem Gottesdienst ließ zunächst befürchten, dass das weitere Festprogramm ins Wasser fallen würde. Doch schon wenig später zeigte sich wieder die Sonne, und der Kirchweihsonntag konnte wie geplant mit schwungvoller Musik des Posaunenchors und zahlreichen Angeboten rund um die Stadtkirche fortgesetzt werden. Für die Bewirtung der Gäste sorgte das Team der Metzgerei Wörlein.
In seinem Grußwort stellte Erster Bürgermeister Florian Gallus die besondere Bedeutung der Stadtkirche für Pappenheim heraus. Sie sei weit mehr als ein historisches Bauwerk und präge seit 550 Jahren das Stadtbild ebenso wie das Leben vieler Generationen. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Abschiede hätten die Kirche zu einem Ort der Gemeinschaft, des Trostes und der Hoffnung gemacht. Gerade in einer Zeit großer Veränderungen seien solche Orte wichtig, um Menschen zusammenzubringen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Sein Dank galt allen Geistlichen, Kirchenvorständen, Mesnern, Organisten, Chören, Mitarbeitenden, Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Spenderinnen und Spendern, die sich über viele Generationen hinweg für den Erhalt der Stadtkirche eingesetzt haben. Ebenso würdigte er die vielen Helferinnen und Helfer, die das Jubiläumsfest vorbereitet hatten, und wünschte der Kirchengemeinde und der Stadtkirche auch für die Zukunft Gottes Segen.
Am Nachmittag bot das Fest ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie. Friedemann Henning, Lisa Pfister und Thorsten Abel sorgten mit Musik und Gesang für beste Unterhaltung. Großen Zuspruch fand die Versteigerung besonderer Erinnerungsstücke aus der Stadtkirche. Unter den angebotenen Objekten befanden sich unter anderem historische Kirchenfenster, Orgelpfeifen, ein Glockenseil, eine Ballonlampe sowie eine Orgelbank.

In der Stadtkirche wurde außerdem, wie schon am Vorabend, die Inszenierung der Mohrentaufe von der Theatergruppe Pappenheim gezeigt. Spannung herrschte bei der Auflösung des Kirchweih-Quiz, das Stadtrat Jürgen Weizinger für sich entscheiden konnte.

Vor allem Familien mit Kindern nutzten die zahlreichen Mitmachangebote auf dem Kirchweihplatz hinter dem Kindergartengebäude. Glitzer-Tattoos, Kinderschminken, das Bemalen von Stofftaschen, ein Menschenkicker, ein Zielwerfen der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim sowie eine Fotobox mit historischen Kostümen sorgten für viel Begeisterung. Ergänzt wurde das Programm durch Kirchturm- und Orgelführungen.

Mit seinem vielseitigen Programm, vielen engagierten Helferinnen und Helfern sowie zahlreichen Besucherinnen und Besuchern wurde das Jubiläum der Stadtkirche zu einem gelungenen Kirchweihfest, wie es Pappenheim seit vielen Jahren nicht mehr erlebt hat.




Kirchweih in Pappenheim – 550 Jahre Stadtkirche

Ein besonderes Jubiläum steht der evangelischen Kirchengemeinde Pappenheim bevor. Am 18. und 19. Juli 2026 wird Kirchweih gefeiert und zugleich an die Fertigstellung der heutigen Stadtkirche im Jahr 1476 erinnert. Damit blickt eines der markantesten Bauwerke der Stadt auf 550 Jahre Geschichte zurück.

Die spätgotische Marienkirche entstand zwischen 1452 und 1476 auf den Fundamenten einer älteren Kapelle, deren Ursprünge vermutlich bis ins 12. Jahrhundert reichen. Mit der Einführung der Reformation um 1539 beziehungsweise 1540 wurde sie zur evangelischen Pfarr- und Stadtkirche. Im Laufe der Jahrhunderte prägten zahlreiche Veränderungen das Erscheinungsbild des Gotteshauses. Dazu gehören die Emporen und Patronatslogen der Grafen von Pappenheim, der barocke Altar und die Kanzel sowie der bis heute weithin sichtbare Turm mit seinen grün glasierten Dachziegeln. Im Inneren erinnern kunsthistorisch bedeutende Grabplatten und Epitaphien der Reichserbmarschälle von Pappenheim an die wechselvolle Geschichte des Ortes. Eine Besonderheit ist zudem der mittelalterliche Wehrgang unter dem Chor, der einst Teil der Stadtbefestigung war.

Das Jubiläumswochenende verbindet Geschichte, Glaube und Begegnung. Den Auftakt bildet am Samstagabend ein abwechslungsreiches Programm mit historischen Erzählungen, einer szenischen Lesung des Theatervereins, musikalischer Begleitung der Sunnasänger sowie einer Taschenlampenführung durch die Stadtkirche. Am Sonntag stehen der Festgottesdienst, zahlreiche Führungen, Musik, Angebote für Kinder, Ausstellungen und gemeinsames Feiern rund um die Stadtkirche im Mittelpunkt. Die Kirchengemeinde lädt die Bevölkerung herzlich ein, dieses besondere Jubiläum gemeinsam zu feiern.

Titelbild: Plakatauschnitt evang. Kirchengemeinde Pappenheim

Festprogramm

Samstag, 18. Juli 2026

Kirchweihauftakt im Kircheninnenhof (bei schlechtem Wetter im Gemeindezentrum)

Ab 19.00 Uhr
Schmankerl aus der Zuttelchronik mit Oskar Leykamm
Szenische Lesung „Die Mohrentaufe“ mit dem Theaterverein Pappenheim
Musikalische Begleitung durch die Sunnasänger
Taschenlampenführung mit Erwin Knoll
Weinbar und Auswahl an belegten Broten

Sonntag, 19. Juli 2026

Jubiläumsfest unter dem Motto „Jetzt ist Kirchweih“

10.00 Uhr
Begrüßung am Marktplatz mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel

10.15 Uhr
Einzug in die Stadtkirche

10.20 Uhr
Festgottesdienst mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel, Team, Kirchenchor und Posaunenchor

11.30 Uhr
Grußwort von Bürgermeister Florian Gallus

12.00 bis 17.00 Uhr
Verpflegungsangebote mit Weiß- und Wienerwürsten, Grillgerichten, Kässpatzen, Kaffee und Kuchen, Crêpes, Getränken und Spritzbar
Fotoausstellung von Peter Prusakow

13.00 bis 14.00 Uhr
Vorführungen der KiTA und Vorstellung der neuen KiTa-Leitung

14.00 bis 17.00 Uhr
Kinderprogramm mit Schminken, Spielen, Märchenerzählerin, Wasserspielen, Menschenkicker und Fußballdart

14.00 und 15.00 Uhr
Orgelführung mit Sven Bergdolt

14.15 und 15.15 Uhr
Turmführung mit Dekan i. R. Wolfgang Popp

14.30 und 15.30 Uhr
Kinder entdecken die Kirche mit Brigitte Durner

14.00 bis 16.00 Uhr
Kirchenquiz mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden sowie Pfarrer Gerd Schamberger
Fotoecke mit historischen Kostümen des Theatervereins und Manfred Walter

14.30 bis 15.30 Uhr
Musik mit Lisa Pfister, Friedemann Hennings und Thorsten Abel

14.45 und 15.45 Uhr
„Vasa sacra und ihre Bedeutung“ im Grasmahlsaal mit Dekan i. R. Wolfgang Popp

15.00 bis 15.15 Uhr
Versteigerung von Fundsachen zugunsten der Kirchenrenovierung mit Pfarrer Gerd Schamberger

16.00 bis 17.00 Uhr
Szenische Lesung „Die Mohrentaufe“ mit dem Theaterverein Pappenheim
Preisverleihung des Kirchenquiz mit Pfarrer Gerd Schamberger
Schmankerl aus der Zuttelchronik mit Oskar Leykamm

17.00 Uhr
Abschluss, Dank und Segen mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel




Von Frau zu Frau in der Weidenkirche Pappenheim

Unter dem Motto „Von Frau zu Frau“ lädt das Team der Dekanatsfrauen aus den Dekanaten Pappenheim und Weißenburg am Montag, 29. Juni 2026, zu einem besonderen Gottesdienst in die Weidenkirche Pappenheim ein. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Im Mittelpunkt des Abends steht ein Gefühl, das viele Menschen kennen und das dennoch oft nur schwer greifbar ist: Wut. Gemeinsam soll der Frage nachgegangen werden, welche unterschiedlichen Facetten dieses starke Gefühl hat und welche Impulse der christliche Glaube dazu bereithält.

Der Gottesdienst wird von bewegenden Gedanken, stimmungsvoller Musik und schönen Liedern geprägt sein. Zudem besteht für Besucherinnen die Möglichkeit, sich persönlich segnen zu lassen.

Im Anschluss sind die Teilnehmerinnen eingeladen, den Abend bei einem „Sundowner“ ausklingen zu lassen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bei ungünstiger Witterung wird der Gottesdienst in die Stadtkirche Pappenheim verlegt. Ob eine Verlegung notwendig ist, wird am Veranstaltungstag ab 16 Uhr auf der Internetseite www.dekanatsfrauentag.de bekannt gegeben.

 




Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendliche im Dekanat Pappenheim

Für alle, die noch auf der Suche nach einem besonderen Ferienerlebnis sind, gibt es in Pappenheim gute Nachrichten. Die Evangelische Jugend im Dekanat Pappenheim hat den Anmeldeschluss für ihre beiden Sommerfreizeiten verlängert und eröffnet damit zusätzliche Möglichkeiten zur Teilnahme. Noch bis zum 31. Mai können sich Kinder und Jugendliche anmelden.

Den Anfang macht ein Kinderbibelwochenende vom 19. bis 21. Juni 2026 in Pfünz. Eingeladen sind Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 11 Jahren. Auf sie wartet ein abwechslungsreiches Programm mit Geschichten, Spielen, Musik und kreativen Aktionen. Neben inhaltlichen Impulsen steht vor allem das Miteinander im Vordergrund, bei dem neue Freundschaften entstehen können.

Nur eine Woche später schließt sich am 27. und 28. Juni 2026 eine Kanu-Tour auf der Altmühl an. Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren und verspricht ein intensives Naturerlebnis. Gemeinsam wird gepaddelt und gezeltet, ergänzt durch Lagerfeuer, Wasserspaß und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Beide Freizeiten verbinden Erlebnis, Gemeinschaft und Abwechslung auf unterschiedliche Weise und sprechen damit verschiedene Altersgruppen an. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 31. Mai online anmelden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter

ej-altmuehlfranken.de/termine.

 




Pappenheim gestaltet Zukunft bei Fusion der Dekanate mit

Aus drei wird eins. Die evangelischen Dekanatsbezirke Gunzenhausen, Weißenburg und Pappenheim wollen zum 1. Januar 2028 einen gemeinsamen Dekanatsbezirk bilden. Einen entsprechenden Beschluss haben die drei Dekanatsausschüsse gefasst. Hintergrund sind die tiefgreifenden Veränderungen in Kirche und Gesellschaft, die es nach Einschätzung der Verantwortlichen notwendig machen, Kräfte zu bündeln und Synergien zu nutzen.

Ganz neu ist die enge Zusammenarbeit entlang der Altmühl allerdings nicht. Schon seit Jahren kooperieren die drei Dekanate in zahlreichen Bereichen – von Diakonie und Verwaltung über Bildungswerk, Jugendarbeit und Notfallseelsorge bis hin zu Kirchenmusik, Frauenarbeit, Religionsunterricht, Tourismusarbeit und regelmäßigen Konferenzen der Hauptamtlichen. Vieles, was nun strukturell zusammengeführt werden soll, wird im Alltag bereits gemeinsam getragen.

Wie der künftige Dekanatsbezirk konkret aussehen wird, erarbeitet derzeit eine Steuerungsgruppe. Ihr gehören Dekan Christian Aschoff aus Gunzenhausen sowie die Dekaninnen Ingrid Gottwald-Weber aus Weißenburg und Sonja Scherle-Schobel aus Pappenheim an. Hinzu kommen weitere Pfarrpersonen sowie die Präsidien der Dekanatssynoden. Begleitet wird der Prozess von Beratern der „Wirkstatt evangelisch“.

Gerade aus Pappenheimer Sicht ist die Fusion mehr als ein rein organisatorischer Schritt. Mit Dekanin Sonja Scherle-Schobel ist die Pappenheim  unmittelbar in die Steuerungsgruppe eingebunden. Die Verantwortlichen betonen, dass Haupt-, neben- und ehrenamtliche Mitarbeitende ebenso wie die Kirchenvorstände regelmäßig informiert werden und ihre Ideen einbringen können. Damit soll gewährleistet werden, dass gewachsene Strukturen und regionale Besonderheiten auch in einem größeren Verbund ihren Platz behalten.

Zunächst steht das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. So sind alle Hauptamtlichen eingeladen, gemeinsam den ökumenischen Pilgerweg von Heidenheim nach Eichstätt zu gehen. Die Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus den drei Dekanaten treffen sich zudem am 10. Oktober zu einer Fahrt auf dem Brombachsee.

Bis zum geplanten Start Anfang 2028 bleibt also noch Zeit, den neuen Zuschnitt sorgfältig zu entwickeln. Klar ist schon jetzt: Die evangelische Kirche an der Altmühl will ihre Zukunft gemeinsam gestalten – und Pappenheim bringt sich dabei mit eigener Stimme ein.

 




Einladung zum besonderen Ostererlebnissen

Die Evangelischen Jugenden der Dekanate Pappenheim, Gunzenhausen und Weißenburg in den Landkreisen Eichstätt und Weißenburg Gunzenhausen machen in den kommenden Osterferien zwei Angebote, die Gemeinschaft und Glauben auf unterschiedliche Weise erlebbar machen. Für beide Veranstaltungen sind derzeit noch Plätze frei.

Eine Reise führt vom 29. März bis 5. April 2026 ins französische Taizé. Eingeladen sind junge Erwachsene ab 18 Jahren, nach Rücksprache ist eine Teilnahme auch für etwas Jüngere möglich. Die Woche steht im Zeichen internationaler Begegnungen, meditativer Gesänge und des Austauschs über Fragen des Glaubens. Das gemeinsame Osterfest in Taizé wird von vielen Teilnehmenden als besonders prägend beschrieben. Die Kosten liegen bei etwa 200 bis 250 Euro. Anmeldeschluss ist der 20. Februar unter ej-altmuehlfranken.de termine.

Für Kinder der zweiten bis fünften Klasse gibt es vom 6. bis 10. April 2026 eine Osterfreizeit in Stockheim. Unter dem Thema Tiere in der Bibel erwartet die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein abwechslungsreiches Programm mit Geschichten, Spielen, Kreativaktionen und viel gemeinsamer Zeit. Die Teilnahme kostet 150 Euro.

Für beide Angebote gilt, dass die letzten Plätze noch verfügbar sind. Eine Anmeldung ist bis Ende Februar unter:  https://ej-altmuehlfranken.de/termine/




Krapfenfreude in Osterdorf, Pappenheim und Bieswang

In Pappenheim, Osterdorf und Bieswang wird am Sonntag, den 8. Februar 2026, herzlich zum Krapfengottesdienst eingeladen. Dekanin Sonja Scherle-Schobel hält alle drei Gottesdienste.

Los geht es um 9.00 Uhr in der St.-Erhart-Kirche in Osterdorf. Im Anschluss lädt das Dorfgemeinschaftshaus zum Kirchenkaffee mit frischen Krapfen ein.

Weiter gefeiert wird um 10.15 Uhr im Gemeindezentrum in Pappenheim. Auch dort darf man sich nach dem Gottesdienst auf einen gemütlichen Kirchenkaffee mit Krapfen freuen.

Den Abschluss bildet der Gottesdienst um 18.00 Uhr in der St.-Martin-Kirche in Bieswang. Weil es dann schon spät ist, gibt es die süße Leckerei hier in handlicher Form: „Krapfen to go“ am Ausgang.

Herzliche Einladung an alle, die Gottesdienst und Gebäck in froher Runde verbinden möchten!

 




Heiliger Abend in der Stadtkirche Pappenheim

In der evangelischen Stadtkirche wird der Heilige Abend mit einem stimmungsvollen Dreiklang aus fröhlichen, festlichen und andächtigen Momenten gefeiert. Die Kirchengemeinde lädt auch in diesem Jahr zu drei ganz unterschiedlich gestalteten Gottesdiensten ein – mit dem erklärten Ziel, dass sich jeder angesprochen fühlen darf, ob jung oder alt, nachdenklich oder in Vorfreude gestimmt.

Den Auftakt macht um 15 Uhr ein Familiengottesdienst mit Krippenspiel, bei dem traditionell Kinder der Gemeinde die Weihnachtsgeschichte lebendig werden lassen. Ein Angebot, das sich nicht nur an Familien mit Kindern richtet, sondern auch jenen Freude bereitet, die sich von der Unmittelbarkeit und Wärme kindlicher Darstellung berühren lassen möchten.

Um 17 Uhr folgt die Christvesper, musikalisch gestaltet mit Orgel, Trompete und Kirchenchor. Der Gottesdienst steht ganz im Zeichen der klassischen Weihnacht – feierlich und getragen von bekannten Klängen, die das Kirchenschiff erfüllen und viele Besucherinnen und Besucher Jahr für Jahr an diesen Ort zurückkehren lassen.

Den Abschluss des Heiligen Abends bildet die Christmette um 22 Uhr, die in diesem Jahr erneut im Kerzenschein gefeiert wird. Der spätabendliche Gottesdienst schafft einen Raum für Stille und Besinnung – eine Gelegenheit, das Weihnachtsfest in würdevoller Atmosphäre zu beginnen.

Die Kirchengemeinde lädt herzlich ein und betont: „Da ist für jeden was dabei.“ Wer die festliche Stimmung in Gemeinschaft erleben möchte, findet am Heiligen Abend in der Stadtkirche Pappenheim einen Ort, an dem Tradition und Gegenwart einander begegnen.