Punkte aus Bieswang entführt
(SFB) Am Gründonnerstagabend nutzen die Sportfreunde im Nachholspiel nicht die Chance, wichtige Punkte für den vorzeitigen Klassenerhalt einzufahren. Am Ende hieß es 0 : 2 gegen die Zweite der DJK Limes. Die Zuschauer sahen zwei grundverschiedene Halbzeiten.
Die Gäste dominierten die erste Halbzeit klar. Sehr lobenswert war die schön anzusehende Spielanlage der Oberbayern, gepaart mit hoher Laufbereitschaft und Spritzigkeit. Die Sportfreunde ließen durch ihr lethargisches Auftreten dieses Spiel aber auch zu. Typisch für dieses Spiel waren auch die beiden Gegentore. Beim ersten Tor legte man beim Abwehrversuch den Ball indirekt dem agilen Simon Schneider vor, der mit einem platzierten Diagonalschuss aus 13 Metern ins linke unter Eck seine Elf jubeln ließ (11. Min.). Beim zweiten Treffer (nach einer Ecke) hielt Maximilian Schöpfel freistehend am „hinteren“ Sechzehner-Eck volley dagegen und der Ball landete unterhalb des Torwinkels im SF-Gehäuse. Zweifelsfrei zwei wunderschöne Tore, die aber mit etwas mehr Konzentration zu verhindern gewesen wären. Kurz vor der Halbzeit fischte SF-Schlussmann Johannes Straßner einen 25-Meter-Schuss aus dem Winkel und bewahrte sein Team im Spiel.
Nach einer sehr deutlichen Halbzeitansprache durch Trainer Matthias Blischke kam die Sportfreunde-Elf wie verwandelt aus der Kabine und beherrschte weitestgehend die Partie und wehrte sich für alle sichtbar. Limes baute in einer nicht zu erwartenden Form ab, nichts war mehr vom guten Fußball des ersten Abschnittes zu sehen. Das Übergewicht spiegelte sich auch in einem deutlichen Chancenplus wider. Es waren gute aber keine hochkarätigen Chancen, die sich die Blau-Weißen erspielten. Der letzte Biss und auch die Konzentration fehlten in den einzelnen Spielszenen.
Zweimal Ferenz Fuchs (Kopfball und Schuss knapp vorbei), Werner Rachinger (Kopfball an die Latte nach Freistoßflanke von Andreas Renner), Daniel Hüttinger und Bernd Gronauer (ebenfalls beide per Kopfball) brachten aber nichts Zählbares. Auf der Gegenseite musste Tobias Gruber auf der Linie klären.
Unterm Strich haben sich die Bieswanger die Niederlage selbst zuzuschreiben. Sie wäre vermeidbar gewesen, aber auch nur dann, wenn man von Beginn an ein Spiel angenommen hätte. Man muss aber auch so fair sein und die nicht alltägliche sehr gute Leistung der Gäste im ersten Abschnitt anerkennen. In dieser Phase schafften es die Gäste, die zum Sieg nötigen Tore zu erzielen. Und das zählt im Fußball.
Am Ostermontag heißt es dann „Teil 2 Osterprogramm 2017“. Die SpVgg Wellheim gastiert in Bieswang (14 Uhr Zweite, 16 Uhr Erste). Neues Spiel, neue Chance muss dann die Devise der Blischke-Elf lauten. Es gilt etwas gutzumachen.
SF Bieswang:
Johannes Straßner, Alexander Reitlinger, Stefan Wiedemann, Daniel Hüttinger, Anusorn Sachse, Florian Schwenk, Thomas Schwenk, Bogdan Taranishen, Julian Seegmüller, Ferenz Fuchs, Bernd Gronauer
eingewechselt: Tobias Gruber, Werner Rachinger, Andreas Renner,


bildeten, voraus. Julian Seegmüller schloss alleine vor dem gegnerischen Schlussmann überlegt ab. Selbst nach diesem Treffer erspielten sich die Blau-Weißen weitere Einschussmöglichkeiten. Letztlich blieb es beim hochverdienten Sieg gegen an diesem Tag überforderte Gäste. Die Youngster Stefan Kiermeyer und Julian Seegmüller zeigten jeweils eine starke Partie. Libero Thomas Rachinger war für die Organisation in der Defensive verantwortlich und Spielertrainer Matthias Blischke zeigte sich als Ballverteiler ganz vorne verantwortlich, auch wenn dem Vollblutstürmer an diesem Tag ein Tor versagt blieb.
Am kommenden Sonntag ist man zu Gast beim Tabellenführer VfL Treuchtlingen. Wenn man an die gezeigte Leistung anknüpft, ist sicherlich was drin in Graben.
Bei sonnigem Frühlingswetter waren die Sportfreunde von Beginn an die dominierende Mannschaft. In der 19. Minute ging Bieswang per sehenswertem Freistoßtor durch Ines Wenninger nach einem Foul an Leonie Schmidt mit 1:0 in Führung. Nur sieben Minuten später verwandelte Ines Wenninger den fälligen Elfmeter, nachdem Manuela Moritz im Strafraum von einer Staufer Spielerin festgehalten worden war. Leonie Schmidt steckte in der 40. Minute den Ball zu Christina Panzer durch, die in vollem Lauf die Torfrau umkurvte und zum 3:0 einschob.

