Spannende Feuerwehrgeschichte und große Ehrungen in Übermatzhofen

Mit einem festlichen Abend hat die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei wurde nicht nur die lange Geschichte einer Dorffeuerwehr lebendig, sondern auch deutlich, was eine solche Gemeinschaft über Generationen hinweg trägt. Ehrenamtliches Engagement, Verlässlichkeit und Kameradschaft zogen sich wie ein roter Faden durch den Jubiläumsabend. Einen besonderen Akzent setzte Bernd Hörauf mit seiner Festansprache, in der er 125 Jahre Feuerwehrgeschichte ebenso kenntnisreich wie kurzweilig Revue passieren ließ. Ehrungen für langjährigen aktiven Dienst und Vereinstreue sowie die Ernennung eines Ehrenmitglieds bildeten einen besonderen Schwerpunkt des Abends.

Eine Zeitreise durch 125 Jahre Feuerwehrgeschichte
Bernd Hörauf verstand es bei seiner Festansprache, aus einer Chronik eine lebendige Zeitreise zu machen. Dabei führte er seine Zuhörer zurück in jene Jahre, als in Übermatzhofen aus der bestehenden Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr wurde.

Wie bescheiden die persönliche Ausrüstung damals ausfiel, zeigt ein lederner Löscheimer. Ein solcher gehörte seinerzeit als Pflichtgegenstand in jeden Haushalt und war sogar Voraussetzung für die Gründung einer neuen Familie. In Übermatzhofen gab es darüber hinaus ein Leiterhaus, in dem auch die Feuerhaken für die Steiger aufbewahrt wurden.

Dass der Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr für die Gründergeneration keineswegs eine leichte Aufgabe war, machte Hörauf ebenfalls deutlich. Die neue Freiwillige Feuerwehr mit 22 Gründungsmitglieder nahm für die Anschaffung von Uniformen und neuen Gerätschaften enorme Schulden auf sich.

Auch bei Übungen herrschten strenge Regeln. Hörauf zitierte aus einem alten Protokoll, wonach beim ersten Versäumen einer Übung 50 Pfennig und beim zweiten Mal bereits eine Mark in die Vereinskasse zu zahlen waren. Ein drittes Versäumnis hatte den Ausschluss aus der Feuerwehr zur Folge

Für besondere Anschaulichkeit sorgte der Blick auf die damalige Alarmierung. Zu den verschiedenen Gruppen und Aufgaben innerhalb der Wehr gehörte auch der Signalist. Lange bevor eine Sirene die Feuerwehrleute zum Einsatz rief, zog er mit seinem Signalhorn durch den Ort. Wie sich das angehört und ausgesehen haben mag, konnten die Gäste unmittelbar erleben. Ein Feuerwehrmann mit Lederhelm und Kleidung aus damaliger Zeit ging durch die Reihen im Festzelt und demonstrierte den Feueralarm aus der Zeit vor rund 150 Jahren.

Auch die Handsirene kam zum Einsatz. Zusammen mit der Entwicklung der verschiedenen Uniformtypen bis hin zum heutigen Schutzanzug Bayern 2000 Zeichnete Hörauf mit seinem Vortrag ein anschauliches Bild davon, wie sehr sich Feuerwehrtechnik und persönliche Ausrüstung im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.

Eine erhebliche Erleichterung für die Feuerwehren auf der Höhe brachte um das Jahr 1910 der Einzug der Wasserleitung. Den ersten Brandeinsatz im eigenen Dorf verzeichnete die Übermatzhofener Wehr 1926 bei einem Scheunenbrand. Auch 1980 und 1982 wurden in Übermatzhofen große Scheunen Opfer der Flammen.

Zu den weiteren bedeutenden Brandeinsätzen gehörten 1987 der Großbrand bei der Firma Dynamit Nobel in Niederpappenheim sowie 1989 der Großbrand bei der Möbelfabrik Gruco auf der Lach

Eine besondere Episode der Feuerwehrgeschichte ereignete sich ausgerechnet am Morgen des Jubiläumssonntags zum 75-jährigen Bestehen. Wegen eines Brandes in der Langenaltheimer Haardt heulten in Übermatzhofen die Sirenen. Die Feuerwehr rückte aus, wurde jedoch mit Blick auf das Jubiläum vom Kreisbrandrat wieder nach Hause geschickt und schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Festgottesdienst.

Dass Feuerwehrgemeinschaft nicht nur bei Übungen und Einsätzen funktioniert, bewiesen die Übermatzhofener auch beim Tauziehwettbewerb des Pappenheimer Volksfestes. Von 1978 bis 1980 und erneut von 1995 bis 1997 holten die Männer aus Übermatzhofen den Pokal jeweils drei Jahre in Folge und durften ihn damit behalten.

Ein weiterer Meilenstein folgte 2001. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde eine Vereinsfahne angeschafft und im Rahmen der Feierlichkeiten feierlich geweiht.

Mit vielen solcher Episoden gelang es Bernd Hörauf, die 125-jährige Geschichte nicht lediglich anhand von Jahreszahlen nachzuzeichnen. Vielmehr ließ er ein Stück Übermatzhofener Dorf- und Feuerwehrgeschichte lebendig werden und machte sichtbar, wie sich aus den bescheidenen Anfängen der Pflichtfeuerwehr die heutige Freiwillige Feuerwehr entwickelt hat.

Auszeichnungen für langjährigen Dienst und Vereinstreue
Der Jubiläumsabend bot zugleich einen würdigen Rahmen, um Feuerwehrleute und Vereinsmitglieder für ihren langjährigen Einsatz und ihre Verbundenheit mit der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen auszuzeichnen.

Eine Ehrung wurde Bernd Hörauf, Klaus Müller und Norbert Fister zuteil. Hubert Stanka überreichte als Vertreter des Landkreises im Namen des Bayerischen Staatsministers des Innern die Urkunden und das Goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.
Mit dieser Auszeichnung ist auch ein einwöchiger Aufenthalt im Bayerischen Feuerwehrerholungsheim St. Florian in Bayerisch Gmain verbunden. Damit die ausgezeichneten Feuerwehrleute diesen Aufenthalt nicht alleine antreten müssen, übernimmt die Stadt Pappenheim die Kosten für jeweils eine Begleitperson. Bürgermeister Florian Gallus überreichte dafür entsprechende Gutscheine.
Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Matthias Meyer vom Stellvertreter des Landrats mit dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Eine besondere Würdigung erfuhr Heinrich Grimm. Vereinsvorsitzender Werner Schramm ernannte ihn für seine besonderen Verdienste zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen.

Auch langjährige Vereinstreue wurde an diesem Abend gewürdigt. Eine Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein erhielten Herbert Stretz, Christoph Zombik, Markus Riedl und Roland Gutmann.

 

 




Übermatzhofen feiert seine Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen hat am Samstagabend ihr 125-jähriges Bestehen mit einem würdigen Festabend gefeiert. Auf dem Dorfplatz vor der Kirche hatte die Jubelwehr ein Festzelt aufgebaut und die Feuerwehren des Brandkreises 8 eingeladen. Eingeladen waren die neun Feuerwehren der Stadt Pappenheim sowie drei Wehren aus dem Gemeindebereich Langenaltheim und zwei aus dem Gemeindebereich Solnhofen.

Zu Beginn des Festabends begrüßte der Erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen, Werner Schramm, die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden aus dem Brandkreis und dankte ihnen im Namen der Jubelwehr für ihr Kommen. Sein besonderer Gruß galt den Ehrengästen, darunter Landratsstellvertreter Hubert Stanka sowie Pappenheims Erster Bürgermeister Florian Gallus und Zweiter Bürgermeister Walter Otters, die gemeinsam mit mehreren Stadträtinnen und Stadträten nach Übermatzhofen gekommen waren. Ebenso begrüßte Schramm Kreisbrandrat Volker Satzinger und Kreisbrandmeister Matthias Geck und Gerhard Fister den Ehrenkommandant der Übermatzhofener Feuerwehr. Ein herzlicher Gruß galt auch den beiden Vereinsvorsitzenden Peter Straßner vom Sportverein Übermatzhofen und Dieter König vom Liederkranz Übermatzhofen.

Anschließend ließ Erster Kommandant Thomas Stiegler einige markante Meilensteine der vergangenen 25 Jahre Revue passieren. Dabei hob er insbesondere die Sanierung des Feuerwehrhauses und die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs LF 8 hervor. Sein Dank galt allen, die dazu beigetragen haben, diese beiden wichtigen Vorhaben für die Übermatzhofener Wehr zu verwirklichen.

Bürgermeister Florian Gallus stellte in seinem Grußwort vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die seit nunmehr 125 Jahren bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen. Eine Feuerwehr lebe nicht allein von Fahrzeugen, Geräten und Ausbildung, sondern von Kameradschaft, gegenseitigem Vertrauen und der Gewissheit, sich im entscheidenden Augenblick aufeinander verlassen zu können. Gallus würdigte dabei besonders das Engagement von Kommandant Thomas Stiegler und dessen Stellvertreter Michael Schramm, die 2022 Verantwortung für die Wehr übernommen hatten. Auch Ehrenkommandant Gerhard Fister bezog er ausdrücklich in seinen Dank ein und erinnerte an dessen langjährige Arbeit für Feuerwehr und Kameradschaft.

Anerkennung sprach der Bürgermeister ebenso allen aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus, die Freizeit für Übungen und Lehrgänge aufbringen und im Einsatz vieles stehen und liegen lassen, um anderen zu helfen. Dabei dürften, so Gallus, auch die Familien nicht vergessen werden. Sie seien es, die mittragen, wenn ein gemeinsames Essen durch einen Alarm unterbrochen werde, ein Wochenende anders verlaufe als geplant oder nachts der Einsatzruf komme. Ohne diesen Rückhalt sei ein solches Ehrenamt kaum möglich.

Als ausgesprochen unkompliziert und konstruktiv bezeichnete Gallus das Verhältnis zwischen der Feuerwehr Übermatzhofen, dem Feuerwehrverein und der Stadt Pappenheim. Auch bei unterschiedlichen Meinungen könne miteinander gesprochen werden, wobei am Ende das gemeinsame Ziel einer starken Feuerwehr im Vordergrund stehe. Die Stadt Pappenheim wisse sehr genau, was sie an ihren Feuerwehren habe. Für die Zukunft wünschte Gallus der Übermatzhofener Wehr eine starke Kameradschaft und vor allem, dass alle Einsatzkräfte stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.

Landratsstellvertreter Hubert Stanka rückte in seinem Grußwort neben dem ehrenamtlichen Einsatz besonders die Bedeutung der Feuerwehr für das dörfliche Leben in den Blick. „Ihr bringt Leben ins Dorf, ihr seid Teil des Dorflebens. Super, was ihr alles macht“, brachte Stanka seine Anerkennung zum Ausdruck. Dabei streifte er auch die Entwicklung des Feuerwehrwesens und verwies darauf, wie sehr sich etwa die Kommunikation vom Signalhorn früherer Zeiten bis hin zur heutigen WhatsApp-Gruppe verändert habe. Erfahrungen und Entwicklungen seien über Generationen weitergegeben worden. Unverändert geblieben sei dabei die eigentliche Zielrichtung, nämlich die ehrenamtliche Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen.

Diesen Gedanken griff auch Kreisbrandrat Volker Satzinger auf. Er erinnerte daran, dass sich in Übermatzhofen bereits vor 125 Jahren Freiwillige dazu bereit erklärt hatten, in den Dienst am Nächsten zu treten. Der traditionelle Feuerwehrleitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ habe deshalb auch in der Gegenwart nichts von seiner Bedeutung verloren. Gerade die Bereitschaft, einem anderen Menschen in einer Notlage zu helfen, müsse weiterhin einen festen Platz in der Gesellschaft haben.

Dabei machte Satzinger auch deutlich, wie sehr sich die Aufgaben der Feuerwehren in diesen 125 Jahren verändert haben. Längst gehe es nicht mehr allein um die Brandbekämpfung. Verkehrsunfälle, vollgelaufene Keller oder umgestürzte Bäume gehörten ebenso zum Einsatzspektrum. Im Landkreis seien rund 5.600 Bürgerinnen und Bürger Mitglied einer Feuerwehr und leisteten damit ihren Beitrag zu Brandschutz und technischer Hilfeleistung. Trotz aller Veränderungen sei der Grundsatz über die Jahrzehnte derselbe geblieben, nämlich einem Menschen zu helfen, der in Not geraten ist.

Für dieses Engagement dankte der Kreisbrandrat der Feuerwehr Übermatzhofen und verband damit seine Glückwünsche zum 125-jährigen Bestehen. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen, bezeichnete Satzinger als einen Eckpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden wünschte er weiterhin Kraft, Mut und Zuversicht für ihre Aufgaben.

Mit den Grußworten war zugleich der Rahmen für einen Jubiläumsabend gesetzt, bei dem die Feuerwehr Übermatzhofen und ihr ehrenamtlicher Dienst für die Allgemeinheit im Mittelpunkt standen. Über die Aufbereitung der 125-jährige Geschichte der Wehr sowie die im Verlauf des Festabends vorgenommenen Ehrungen wird in einem gesonderten Beitrag berichtet.




Langen Nacht der Feuerwehr in Pappenheim

Wenn Blaulicht, Einsatztechnik und eindrucksvolle Vorführungen auf einen gemütlichen Nachmittag und eine lange Partynacht treffen, dürfte auf dem Pappenheimer Volksfestplatz einiges geboten sein. Der Feuerwehrverein Pappenheim lädt am Samstag, 29. August 2026, zur „Langen Nacht der Feuerwehr“ ein. Los geht es bereits um 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen, das Ende bleibt ganz bewusst offen.

Die Feuerwehr einmal nicht erst dann erleben, wenn Hilfe dringend gebraucht wird, sondern in aller Ruhe hinter die Kulissen schauen, Fragen stellen und moderne Technik aus nächster Nähe kennenlernen. Genau diese Gelegenheit bietet die Lange Nacht der Feuerwehr in Pappenheim. Besonders erfreulich ist dabei, dass die Pappenheimer Feuerwehr an diesem Tag tatkräftige Unterstützung aus den Ortsteilen bekommt. Auch die Feuerwehren Geislohe und Neudorf beteiligen sich mit ihren Fahrzeugen an der Aktion und tragen damit zu einem vielseitigen Einblick in die Feuerwehrarbeit bei.
Dabei richtet sich die Veranstaltung ausdrücklich an Jung und Alt und damit an die ganze Familie. Fahrzeuge und Ausrüstung können entdeckt werden, zudem gibt es Einblicke in Einsatzabläufe und in die technische Hilfeleistung. Auch Mitmachmöglichkeiten und eine Hüpfburg gehören zum Angebot.

Der Nachmittag beginnt um 14.30 Uhr in gemütlicher Runde mit Kaffee und Kuchen. Nach der offiziellen Begrüßung um 16.45 Uhr wird es eine Viertelstunde später deutlich spektakulärer. Von 17 bis 17.30 Uhr zeigt die Freiwillige Feuerwehr Weißenburg verschiedene Vorführungen. Dazu gehört unter anderem die Demonstration eines Fettbrandes. Dabei wird anschaulich vor Augen geführt, warum brennendes Fett und Wasser eine ausgesprochen gefährliche Kombination sind und wie im Ernstfall richtig reagiert werden sollte.

Um 18 Uhr folgt eine Einsatzübung. Dann können die Besucher miterleben, wie aus Feuerwehrleuten, Fahrzeugen und technischer Ausrüstung im Einsatz ein eingespieltes Team wird. Retten, Bergen und Sichern sind schließlich weit mehr als Schlagworte. Hinter jedem Einsatz stehen Ausbildung, Erfahrung und viele Handgriffe, die sitzen müssen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Neben Kaffee und Kuchen kündigt der Feuerwehrverein Grillspezialitäten und Getränke an.

Wenn sich der Tag langsam dem Abend zuneigt, ist auf dem Volksfestplatz allerdings noch lange nicht Schluss. Ab 19 Uhr öffnet die Bar und DJ Lux übernimmt die musikalische Begleitung. Damit bekommt die Lange Nacht zunehmend ihren zweiten Charakter. Aus dem informativen Familiennachmittag wird ein geselliger Feuerwehrabend.

Und auch zu späterer Stunde gibt es noch einmal etwas zu sehen. Zwischen 21 und 21.30 Uhr ist eine weitere Vorführung der Freiwilligen Feuerwehr Weißenburg vorgesehen. Anschließend geht es zurück an die Bar und dort gilt „Open End“.

Die Mischung macht den besonderen Reiz dieses Tages aus. Familien mit Kindern können am Nachmittag Feuerwehr hautnah erleben, Technikinteressierte bekommen Einblicke in Fahrzeuge, Ausrüstung und Einsatzgeschehen, und wer einfach einen geselligen Sommerabend verbringen möchte, kann bei Grillspezialitäten und Getränken bleiben, bis aus dem Abend tatsächlich eine lange Nacht geworden ist.




Feuerwehr Pappenheim im Einsatz bei Brand im Solnhofener Zementwerk

Ein Brand im Solnhofener Zementwerk hat am Dienstagabend einen größeren Feuerwehreinsatz ausgelöst. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die weithin sichtbare Rauchsäule sorgte jedoch für Aufmerksamkeit in der gesamten Umgebung.

Nach Angaben der Polizei geriet die Ladung eines Sattelaufliegers während des Entladevorgangs in Brand. Der Auflieger war mit Papier- und Kunststoffschnipseln beladen, die als Brennstoff für die Zementherstellung vorgesehen waren. Das Fahrzeug war zum Entladen in eine offene Halle gefahren worden, als sich das Material entzündete.

Zur Brandursache gibt es derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse. Nach Angaben der Polizei kommen sowohl ein technischer Defekt als auch eine Selbstentzündung des Brennstoffs in Betracht. Die Ermittlungen dauern an.

Durch das Feuer wurden sowohl der Sattelauflieger als auch die Halle beschädigt. Die Höhe des entstandenen Sachschadens kann derzeit noch nicht abschließend beziffert werden. Nach ersten Schätzungen dürfte dieser jedoch im mittleren fünfstelligen Eurobereich liegen.

Neben den Einsatzkräften aus Solnhofen waren zahlreiche Feuerwehren aus der Umgebung im Einsatz. Auch die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim rückte nach Solnhofen aus und unterstützte die bereits eingesetzten Kräfte vor Ort in unterschiedlichen Bereichen. Ebenfalls alarmiert waren die Feuerwehren aus Langenaltheim, Mörnsheim, Mühlheim-Gailach und Treuchtlingen sowie die IuK-Einheit des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und der Rettungsdienst des BRK Südfranken.

Dank des schnellen und koordinierten Einsatzes der Feuerwehren konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Personen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen zur Ursache des Feuers übernommen.

Titelfoto: FFW Pappenheim




Wie in Übermatzhofen Tradition lebendig bleibt

Damit die traditionelle Kunst des Küchlebackens nicht verloren geht, hat die Dorfgemeinschaft Übermatzhofen das Projekt „Regionales Backen von fränkischen, ausgezogenen Küchle“ umgesetzt. Ziel ist es, das über Generationen weitergegebene Wissen zu bewahren und für die Zukunft festzuhalten.

Am 12. Juni wurde im alten Schulhaus erstmals das dazu entstandene Rezeptheft vorgestellt.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Florian Gallus die Bedeutung des Projekts für das Miteinander im Ort. „Dieses Projekt bringt Alt und Jung zusammen. Es zeigt, wie wertvoll unsere Dorfgemeinschaft ist“, betonte er.

Das Handbuch dokumentiert die wichtigsten Schritte des traditionellen Küchlebackens und wurde mit 2.500 Euro aus dem LEADER Kleinprojektefonds „Unterstützung Bürgerengagement“ der Lokalen Aktionsgruppe Monheimer Alb AltmühlJura gefördert. Durch diese Unterstützung konnte das Wissen erfahrener Bäckerinnen gesammelt, aufbereitet und dauerhaft festgehalten werden.

LEADER Koordinator Erich Herreiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen Wertingen hob die Bedeutung solcher Projekte hervor. „Mit Mitteln des Freistaates Bayern können wir bürgerschaftliches Engagement unterstützen und Traditionen lebendig halten“, sagte er.

Bereits die Vorbereitungen zeigten, wie viel Engagement hinter der Idee steckt. Für das alte Schulhaus wurden geeignete Geräte angeschafft, damit dort künftig gemeinsam Küchle gebacken werden können. In einem Workshop gaben erfahrene Dorfbewohnerinnen ihr Wissen an jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter. Dabei ging es um die richtige Teigzubereitung, das charakteristische Ausziehen der Küchle und die Feinheiten beim Ausbacken.

Für Melanie Pruis Obel, Geschäftsführerin der LAG Monheimer Alb AltmühlJura, steht dabei auch die regionale Identität im Mittelpunkt. „Fränkische Küchle sind ein Stück regionaler Identität. Das kann nicht jeder und genau deshalb ist man stolz darauf“, erklärte sie.

Festgehalten wurde das Wissen im neuen Rezeptheft, das von Susanne Weizinger und Miriam Fister erstellt wurde. Ergänzt wird es durch Videoanleitungen, die über QR Codes abgerufen werden können. Initiator und Ortssprecher Jürgen Weizinger zeigte sich erfreut über die Resonanz. „Das hätte ich nie gedacht, dass daran so viel Interesse besteht“, sagte er.

Das Rezeptheft ist in der Tourist Information erhältlich, an der Tankstelle Linner in Langenaltheim sowie digital über die Internetseite der LAG Monheimer Alb AltmühlJura unter www.wirgestaltenheimat.de.

Mit dem Projekt ist in Übermatzhofen ein gelungenes Beispiel entstanden, wie traditionelles Wissen bewahrt und gleichzeitig an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Die fränkischen Küchle bleiben damit nicht nur ein besonderes Gebäck, sondern auch ein lebendiger Teil regionaler Kultur.

Titelfoto: Dorfgemeinschaft Übermatzhofen




Seit zehn Jahren engagiert sich das Basar Team in Pappenheim

Der Frühjahrsbasar für Baby- und Kindersachen im Schützenhaus Pappenheim war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten am 1. März 2026 die Gelegenheit zum Stöbern, Kaufen und Verkaufen. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie viel Gutes mit dem Engagement des Basar-Teams bewegt werden kann.

Seit inzwischen zehn Jahren organisiert das rund 20-köpfige Team den beliebten Basar mit viel Einsatz und Liebe zum Detail. Der Erlös aus der Veranstaltung kommt dabei regelmäßig sozialen Einrichtungen und Projekten zugute.

Dank des diesjährigen Frühjahrsbasars durfte sich die Pappenheimer Kita unterm Regenbogen über Sachspenden im Wert von 225 Euro freuen. Zudem erhielt der Weißenburger Verein Kinderschicksale Mittelfranken e.V. eine Geldspende in Höhe von 500 Euro.

Das Basar-Team bedankt sich bei allen Besucherinnen und Besuchern sowie den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die mit ihrer Unterstützung erneut zum Gelingen des Basars beigetragen haben.

Titelfoto: Basar-Team

 




Starke Leistung der Feuerwehr Pappenheim

Zwei Gruppen der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim haben die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ erfolgreich absolviert. Am Sonntagnachmittag, 12. April 2026, überzeugten die Teilnehmer unter den Augen der Prüfer mit einer geschlossenen und präzisen Ausführung der geforderten Aufgabenbereiche.

Über einen Zeitraum von drei Wochen hatten sich die Einsatzkräfte vorbereitet. Zweimal wöchentlich wurde unter der Anleitung von Andreas Hager, Marko Kolb und Franz Xaver Klatt geübt. Die Prüfung selbst fand unter der Beobachtung der Schiedsrichter Karlheinz Klatt und Kreisbrandmeister Matthias Geck statt. Kommandant Michele Eckerlein fungierte als Zeitnehmer.
Nach einem theoretischen Teil galt es, einen angenommenen Gebäudebrand zu bewältigen. Hierfür wurde ein Löschangriff mit dem Aufbau von drei Strahlrohren durchgeführt. Das Schiedsgericht gab im Anschluss lediglich einzelne Hinweise zur weiteren Verbesserung des Ablaufs. Insgesamt wurde beiden Gruppen eine saubere und strukturierte Arbeitsweise bestätigt.
Kommandant Michele Eckerlein dankte den ehrenamtlichen Kräften für ihren Einsatz und betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, neben Beruf und Alltag Zeit für die Vorbereitung auf Leistungsprüfungen aufzubringen.
Bürgermeister Florian Gallus gratulierte den Teilnehmern und unterstrich die Bedeutung einer gut ausgebildeten Feuerwehr für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Pappenheim . In seinem Grußwort sagte er: „Wir sind froh dass wir Euch haben, passt auf euch auf und kommt immer gesund von den Einsätzen zurück“.

Folgende Leistungsstufen wurden absolviert:
Stufe 6: Franz Xaver Klatt, Saskia Kolb
Stufe 4: Andreas Hager, Marko Kolb
Stufe 3: Fabian Kohnlein, Michael Kaus
Stufe 2: Leon Herzner, Paul Lange, Till Leinweber, Florian Zanetti
Stufe 1: Alexander Lechner




Neudorf weiht neues Feuerwehrfahrzeug ein

Mit einem Festakt hat die Freiwillige Feuerwehr Neudorf ihr neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W) offiziell eingeweiht. Neben den Aktiven der Wehr nahmen daran zahlreiche Delegationen aus dem Brandkreis 8 sowie befreundete Feuerwehren teil. Auch viele Bürgerinnen und Bürger aus Neudorf verfolgten die Indienststellung des neuen Fahrzeugs vor dem Feuerwehrhaus.

Vor rund 150 Feuerwehrleuten begrüßte Kommandant Matthias Geck die Gäste, darunter Bürgermeister Florian Gallus, Kreisbrandrat Volker Satzinger, Dekanin Sonja Scherle-Schobel, Mitglieder des Stadtrats sowie Vertreter der Feuerwehren aus den Grafendörfern und benachbarten Wehren. Besonders willkommen hieß er die Patenwehr aus Thalmannsfeld sowie die Patenkinder aus Schambach. Ebenfalls vertreten waren Nachbar- und Brandkreisfeuerwehren. In seiner Ansprache erinnerte Geck daran, dass die Beschaffung des Fahrzeugs auf einen langen Planungsprozess zurückgeht, der bereits mit dem ersten Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Pappenheim im Jahr 2015 begonnen hatte. Das neue TSF-W sei das erste eigene Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Neudorf und diene dem Schutz aller Grafendörfer. Zugleich verwies er auf die umfangreichen Eigenleistungen beim Umbau und bei der Modernisierung des Feuerwehrhauses sowie auf die Unterstützung durch Stadt, Verwaltung und zahlreiche Helferinnen und Helfer

Wie Geck weiter ausführte, hatte der Stadtrat im Mai 2022 den Grundsatzbeschluss zur Beschaffung gefasst. Nach Zuschussverfahren, europaweiter Ausschreibung und längeren Lieferzeiten konnte das Fahrzeug schließlich im Dezember 2025 in Neudorf in Empfang genommen werden. Parallel dazu wurde auch das Feuerwehrhaus an die neuen Anforderungen angepasst. Für die Arbeiten investierten die Ehrenamtlichen nach seinen Angaben insgesamt 711 Stunden. Hinzu kam der Aufbau zusätzlicher Einsatzbereitschaft im Bereich Atemschutz. Aktuell stehen dafür in den Grafendörfern 21 ausgebildete Atemschutzgeräteträger zur Verfügung.

Bürgermeister Florian Gallus bezeichnete die Einweihung als wichtigen Tag für die Feuerwehr Neudorf und für die gesamte Stadt Pappenheim. Mit dem neuen Fahrzeug werde die Einsatzfähigkeit vor Ort weiter gestärkt. Zugleich sei die Anschaffung ein sichtbares Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Feuerwehren in der Kommune haben. Gallus dankte dem Stadtrat, der die notwendigen Investitionen in die Feuerwehren der Stadt in den vergangenen Jahren geschlossen mitgetragen habe. Technik allein sei jedoch nicht entscheidend, sagte der Bürgermeister. Maßgeblich seien die Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich im Ernstfall für andere einsetzen

Auch Kreisbrandrat Volker Satzinger würdigte bei der Einweihung das Engagement der Feuerwehrkräfte. Er dankte den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und verwies darauf, dass der Landkreis mit rund 5.600 aktiven Feuerwehrdienstleistenden insgesamt gut aufgestellt sei.

Den kirchlichen Segen für das neue Fahrzeug und seine Besatzungen spendete Dekanin Sonja Scherle-Schobel. In ihrer Ansprache stellte sie die äußeren und inneren Werte des Feuerwehrdienstes in den Mittelpunkt und bezog sich dabei auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Die Bereitschaft, anderen in Notsituationen zu helfen, präge auch den Dienst der Feuerwehr, so ihre Botschaft.

Im Anschluss an den offiziellen Teil bestand Gelegenheit, das neue Fahrzeug und seine Ausstattung zu besichtigen. Danach klang der Tag im Gasthaus Zagelmeyer in geselligem Rahmen aus.

Für die Feuerwehr Neudorf ist die Fahrzeugweihe zugleich Teil eines besonderen Jubiläumsjahres. Die Wehr kann im Mai auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Jubiläum wird von Freitag, 8. Mai, bis Sonntag, 10. Mai, mit einem dreitägigen Fest gefeiert.




Feuerwehren rücken zu Kellerbrand am frühen Morgen aus

Am frühen Sonntagmorgen des 15. 02. 2026 wurden die Freiwilligen Feuerwehren aus Pappenheim und Zimmern kurz vor 6 Uhr zu einem Kellerbrand alarmiert. Auch die Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienst machten sich auf den Weg zur gemeldeten Einsatzstelle.

Vor Ort konnte rasch festgestellt werden, dass an der Ölheizung kein offenes Feuer mehr brannte. Dennoch war die Situation nicht unproblematisch. Messungen mit dem Mehrgasmessgerät der Feuerwehr ergaben das Vorhandensein von Kohlenstoffmonoxid im Gebäude. Das geruchlose Atemgift stellt eine erhebliche Gefahr dar und machte weitere Maßnahmen erforderlich.

Um die Belastung zu beseitigen, wurde ein Lüfter eingesetzt, um die betroffenen Räume zu belüften und das Kohlenstoffmonoxid aus der Wohnung zu entfernen. So konnte die Gefährdung reduziert werden.

Gegen 6.30 Uhr folgte schließlich die Entwarnung. Nach Abschluss der Belüftungsmaßnahmen und Kontrolle der Räume konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Im Einsatz waren die Feuerwehr Pappenheim mit allen Fahrzeugen, die Feuerwehr Zimmern, die Kreisbrandinspektion sowie der Rettungsdienst.

Titelfoto: FFW Pappenheim




Osterdorfer Feuerwehr stellt sich neu auf und ehrt verdiente Mitglieder

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterdorf standen personelle Weichenstellungen, zahlreiche Ehrungen und der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr im Mittelpunkt.

In seiner Begrüßung hieß der neue 1. Vorstand Manuel Schleußinger neben den Feuerwehrmitgliedern auch eine Reihe prominenter Gäste willkommen, darunter Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Florian Gallus, Kreisbrandrat Volker Satzinger, Kreisbrandmeister Matthias Geck sowie die Ehrenvorstände Edmund Just und Walter Otters.

Von links: KBM Matthias Geck, Erwin Stoll, Bgm. Florian Gallus, Landrat Manuel Westphal, Helmut Hüttinger, Martin Fellner, Karl Meyer, Bernd Renner, Walter Otters, KBR Volker Satzinger, Stefan Just

Große Ehrungen für langjährige Verdienste
Im Namen des Freistaats Bayern zeichnete Landrat Westphal zwei aktive Mitglieder aus: Martin Fellner erhielt für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Ehrenzeichen in Gold, Bernd Renner wurde für 25 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Silber geehrt.

Zudem wurden für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft Helmut Hüttinger, Karl Meyer, Walter Otters, Erwin Stoll sowie der krankheitsbedingt abwesende Werner Hüttinger gewürdigt. Kreisbrandrat Satzinger und Kreisbrandmeister Geck betonten in ihren Grußworten die Vorbildfunktion dieser Jubilare und lobten das ehrenamtliche Engagement der Osterdorfer Wehr.

Einsätze, Übungen und Ausbildungen im Jahr 2025
Kommandant Florian Burggraf berichtete von insgesamt drei Einsätzen im vergangenen Jahr. Der erste Einsatz erfolgte am 15. April 2025 nach einem Verkehrsunfall auf der Straße Richtung Pappenheim. Hier war die Osterdorfer Wehr mit 14 Kräften rund viereinhalb Stunden im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern.

Am 19. Juli 2025 brannte der Mähdrescher eines Kameraden – glücklicherweise nicht mitten im Feld. Gemeinsam mit der Feuerwehr Geislohe konnten die Glutnester schnell gelöscht und größerer Schaden verhindert werden.

Der dritte Einsatz war ein Gasflaschenbrand am 29. September 2025. Acht Feuerwehrmänner rückten aus, beim Eintreffen war das Feuer jedoch bereits erloschen – nicht etwa, weil man zu spät kam, sondern weil die Flamme mangels Gaszufuhr von selbst erlosch.

Insgesamt wurden elf Übungen abgehalten, darunter eine größere Gemeinschaftsübung am Reiterhof in Geislohe, an der auch die Wehren aus Göhren, Pappenheim und Geislohe teilnahmen. Besonders hervorgehoben wurde der Übungsfleiß von Julian Stettinger, der an allen Übungen teilnahm.

Die Inspektion am 26. April verlief erfolgreich. Das Übungsobjekt war die ehemalige Beizhalle; die Ausrüstung wurde von Kreisbrandinspektor Anton Brattinger und Kreisbrandmeister Matthias Geck für ihren guten Zustand gelobt.

Auch im Ausbildungsbereich war die Osterdorfer Wehr aktiv: Sieben Mitglieder – Michael Oeder, Jonas Halbmeyer, Kevin Stettinger, Julian Stettinger, Luis Hüttinger, Moritz Hüttinger und Simon Franke – schlossen die Funkausbildung erfolgreich ab. Vier Kameraden – Michael Oeder, Jonas Halbmeyer, Marco Mürl und Gerd Obernöder – absolvierten die Atemschutzausbildung.

Eine besondere Wertschätzung erhielt die Feuerwehr auch von der Familie Walhöfer, die nach einer Türöffnung eine Spende in Höhe von 100 Euro überreichte.

Ein Dank an die scheidende Führungskräfte
Emotional wurde es bei der Verabschiedung langjähriger Führungskräfte: Stefan Just, 30 Jahre in der Vorstandschaft tätig – davon 6 Jahre als 1. Vorstand und 18 Jahre als Kommandant – sowie Dieter Mürl und Andreas Stettinger, der 24 Jahre als stellvertretender Kommandant diente, wurden mit großem Applaus bedacht. Kreisbrandmeister Geck überreichte Stettinger als Dankeschön einen Freiplatz im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain, ein zweiter Freiplatz ist für Stefan Just im kommenden Jahr vorgesehen.

Neue Führungskräfte – Beginn eines Generationenwechsels
Mit der Wahl von Manuel Schleußinger zum 1. Vorstand und Markus Ranzenberger zu seinem Stellvertreter, Andreas Stettinger zum Schriftführer sowie der Bestätigung von Markus Obernöder als Kassier ist die Vorstandschaft für die kommenden sechs Jahre komplett.

Auch in der Einsatzleitung beginnt ein Generationenwechsel. Florian Burggraf wurde als Kommandant im Amt bestätigt, ihm steht künftig Marco Mürl als neuer Stellvertreter zur Seite. Die Wahlleitung übernahm Bürgermeister Gallus, der der Wehr für ihren verlässlichen Einsatz dankte.

Gemeinschaft und Ausblick
Die gute Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr und mit den benachbarten Wehren wurde mehrfach betont. Als Ausblick wurde die Teilnahme an der Einweihung des neuen TSF-W-Fahrzeugs in Neudorf am 28. März angekündigt. Zudem wurde Moritz Hüttinger offiziell zum neuen Fahnenträger ernannt.

Mit einem herzlichen Dank an alle Aktiven und einem Freibier für die Anwesenden klang der offizielle Teil der Versammlung aus – getreu dem Leitsatz der Osterdorfer Feuerwehr: Kameradschaft, Einsatzbereitschaft und ein starker Zusammenhalt.

Fotos: FFW Osterdorf




Zimmern blickt auf ein ereignisreiches Feuerwehrjahr zurück

Die Freiwillige Feuerwehr Zimmern hat auch in diesem Jahr ihren traditionellen Jahresauftakt mit der Jahreshauptversammlung begangen. Dabei standen Rückblicke auf das Einsatzgeschehen, das rege Vereinsleben sowie Ehrungen im Mittelpunkt. Für besondere Aufmerksamkeit sorgten eine seltene 70-jährige Mitgliedschaft sowie ein 25-jähriges Dienstjubiläum im aktiven Feuerwehrdienst.

Zu Beginn der Versammlung begrüßte Vereinsvorsitzende Jutta Peter neben den zahlreichen Mitgliedern auch Ehrengäste aus Politik und Feuerwehrführung. Unter den Anwesenden waren Ehrenkommandant Ernst Michel sowie die Ehrenmitglieder Karl Böhm, Franz Kienzle und Günter Strobl. Als Vertreter der Stadt Pappenheim nahmen Bürgermeister Florian Gallus sowie Stadtrat Michele Eckerlein teil, der sich als Referent für das Feuerwehrwesen besonders verbunden zeigte. Aus den Reihen der Landkreisfeuerwehr waren KBI Anton Brattinger und KBM Matthias Geck Teilnehmer der Versammlung.

In stillem Gedenken
Zu Beginn der Versammlung gedachte man in würdevoller Stille den verstorbenen Kameraden: Klaus Peter, Hans Rottler und Sigmund Sonntag. Jeder von ihnen hat auf seine Weise mit langjähriger Treue das Feuerwehrwesen in Zimmern geprägt.

92 Mitglieder, starke Gemeinschaft
Zum Jahreswechsel zählte die Wehr insgesamt 92 Mitglieder, darunter 18 Aktive, 32 Passive sowie 42 Fördermitglieder. Vier Aktive wechselten altersbedingt oder aus persönlichen Gründen in den passiven Bereich und ein Austritt wurde verzeichnet.

Trotz Rückzug mancher Kräfte zeigt sich das Vereinsleben in Zimmern unverändert lebendig. Ob beim Neujahrsempfang, dem traditionellen Faschingsball mit der Prinzengarde aus Dollnstein oder beim alljährlichen Maibaumaufstellen – die Feuerwehr war stets präsent. Auch das Sonnwendfeuer mit dem inzwischen legendären „Zimmerer Feuerwehrdöner“ war wieder ein Höhepunkt im Veranstaltungskalender.

Besonders sportlich ging es beim Tauziehwettbewerb im Rahmen des nunmehr als „Altmühlfest“ firmierenden Pappenheimer Volksfestes zu. Während sich das Männerteam mit 10 Litern Festbier begnügen musste, sicherten sich die Feuerwehrfrauen mit einem klaren Sieg nicht nur den Pokal, sondern auch stolze 50 Liter Festbier – was bei einer eigenen Feier im Feuerwehrhaus für zusätzliche Geselligkeit sorgte.

Der Laternenumzug zum Jahresende mit abschließendem „Adventsgrillen“ rundete das Feuerwehrjahr stimmungsvoll ab.

Sechs Einsätze, acht Übungen
Kommandant Thomas Deffner berichtete von acht Übungen und sechs Einsätzen im vergangenen Jahr. Darunter waren zwei Brandeinsätze – einer davon betraf Glutnester des eigenen Sonnwendfeuers –, sowie Einsätze bei Verkehrsunfällen und ein umgestürzter Baum, der von der Fahrbahn geräumt werden musste.

Kontinuität in der Führung
Bei den Neuwahlen wurden sowohl Kommandant Thomas Deffner als auch sein Stellvertreter Stefan Scharinger einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Bürgermeister Gallus übernahm die Wahlleitung persönlich und nutzte die Gelegenheit, um seinen Dank und seine Anerkennung für die ehrenamtliche Arbeit auszusprechen. „Es ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Frauen und Männer jederzeit bereitstehen, um anderen in Not zu helfen“, so Gallus. Er hob zudem die wichtige gesellschaftliche Rolle hervor, die die Feuerwehr besonders in kleineren Ortsteilen spielt.

Ehrungen für treuen Dienst
Eine besondere Auszeichnung durfte Karin Deffner entgegennehmen. Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde sie von KBI Anton Brattinger geehrt. Mit großem Respekt wurde auch Karl Böhm gewürdigt, der auf bemerkenswerte 70 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken kann – viele davon in führender Position als stellvertretender Kommandant.

Weitere Ehrungen gingen an:
Susanne Tschunko für 10 Jahre Mitgliedschaft
Eva Löffler und Christine Schneider für 20 Jahre Treue zur Feuerwehr

Mit einem kleinen Präsent verabschiedete Kommandant Thomas Deffner schließlich den langjährigen Feuerwehrkameraden Robert Deffner vom aktiven und den passiven Dienst – natürlich mit dem Dank der gesamten Mannschaft für jahrzehntelangen Einsatz.

Eine Wehr mit Herz und Handschlagqualität
Die Freiwillige Feuerwehr Zimmern beweist Jahr für Jahr aufs Neue, dass sie nicht nur im Einsatzfall verlässlich zur Stelle ist, sondern auch das soziale und kulturelle Leben im Ort mitgestaltet. Gemeinschaft, Engagement und gelebte Tradition – das zeichnet die Zimmerer Feuerwehr aus. Und das verdient Respekt.

 




Jugendfeuerwehr Pappenheim holt ausgedinete Weihnachtsbäume ab

Am Samstag, den 10. Januar 2026, bietet die Jugendfeuerwehr Pappenheim wieder ihren bewährten Abholservice für ausgediente Weihnachtsbäume an. Die Aktion erfolgt auf Spendenbasis und richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger im Stadtgebiet, die ihren Baum bequem und umweltgerecht entsorgen möchten. Der Mindestbetrag pro Baum liegt bei fünf Euro.

Damit die Aktion reibungslos abläuft, werden die Teilnehmer gebeten, ihre Bäume gut sichtbar am Grundstücksrand bereitzustellen. Die Anmeldung ist ganz unkompliziert möglich

  • entweder über die Anmeldung anhand des nebenstehenden QR-Codes.
    Über das digitale Formular können neben Adresse auch Wunschzeiten für die Abholung angegeben werden, was der Jugendfeuerwehr die Planung erheblich erleichtert.
  • oder telefonisch unter +49 157 37826197.

Die eingesammelten Spenden fließen direkt in die Arbeit der Jugendfeuerwehr und unterstützen die Ausbildung des Feuerwehrnachwuchses – ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit in unserer Region. Wer sich beteiligt, hilft also doppelt. Bei der Entsorgung und bei der Nachwuchsförderung der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim