Turnhalle Pappenheim steht kurz vor Beginn der Dachsanierung

Mit einem ersten Baugespräch ist die Sanierung des einsturzgefährdeten Daches der vereinseigenen Turnhalle des Turnvereins Pappenheim nun konkret auf den Weg gebracht worden. Vor Ort kamen Adolf Kett von der gleichnamigen Gerüstbaufirma aus Böhmfeld, Peter Riedl von der Zimmerei in Übermatzhofen, Bauleiter Markus Hemmeter vom Architekturbüro Frosch sowie Architekt Clemens Frosch zusammen, um den Ablauf für den Baubeginn abzustimmen. Von Vereinsseite waren Carlo Enser und Regine Halbmeyer vertreten. Marcus Wurm begleitete das Treffen als Beauftragter der Stadt Pappenheim in beratender Funktion für den Turnverein und verschaffte sich dabei einen Überblick über das weitere Vorgehen.
Die Situation ist seit längerem bekannt. Die im Jahr 1907 errichtete Turnhalle ist seit gut zwei Jahren für den Sportbetrieb gesperrt, nachdem sich die Einsturzgefahr des Daches abgezeichnet hatte. Umso größer ist die Erleichterung, dass nun konkrete Schritte folgen können. Maßgeblichen Anteil daran hat Kassenwartin Regine Halbmeyer, die mit großem Engagement und trotz mancher Hürden und Rückschläge die Finanzierung der Baumaßnahme kontinuierlich und unbeirrt vorangetrieben hat. Aktuell wird von Baukosten in Höhe von rund 740.000 Euro ausgegangen.
Bereits im Vorfeld wurden Untersuchungen am Gebäude vorgenommen. So ist das Fundament der Turnhalle punktuell freigelegt worden, um die Standfestigkeit zu überprüfen. Das Ergebnis fällt positiv aus. Die Fundamente zeigen sich ausreichend tragfähig und vor allem trocken, wie Architekt Clemens Frosch erläutert. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man die Geschichte des Standorts kennt. In unmittelbarer Nähe befand sich bis etwa 1820 die sogenannte Egelgrube, ein Weiher, in dem einst Holz für die Wasserleitungen der Stadt feucht gehalten wurde.
Bevor die eigentlichen Zimmererarbeiten beginnen können, stehen nun zunächst umfangreiche Gerüstarbeiten an. Die Firma Kett wird zwei Gerüstkomplexe errichten. Während das Außengerüst aufgrund vorspringender Bauteile eine genaue Abstimmung erfordert, stellt vor allem das Innengerüst eine besondere Herausforderung dar. Es soll nicht nur abschließende statische Untersuchungen der Dachkonstruktion ermöglichen, sondern auch die Last des bestehenden Dachstuhls vollständig aufnehmen.
Dabei rückt auch der Hallenboden in den Fokus. Noch ist zu klären, ob der vorhandene Parkett-Schwingboden den anfallenden Belastungen standhält. Unabhängig davon will der Turnverein bereits im Vorfeld selbst aktiv werden. Geplant ist, den gesamten Boden zunächst mit einem Vlies abzudecken und anschließend mit OSB Platten zu belegen. Die Lieferung der benötigten Materialien ist organisiert. Carlo Enser, 2. Vorstand des Turnvereins hofft, dass diese Vorarbeiten in der kommenden 20. Kalenderwoche mit Unterstützung zahlreicher Helfer umgesetzt werden können.
Zusätzlich müssen verschiedene Einbauten in der Turnhalle entfernt werden. Dazu zählen unter anderem die an den Wänden befestigten Haltevorrichtungen mit den Basketballkörben, die Vitrine mit der Vereinsfahne sowie weitere fest installierte Elemente. Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind und der Boden entsprechend geschützt ist, kann das Innengerüst errichtet und damit der eigentliche Start der Sanierung eingeläutet werden.
Der Turnverein Pappenheim will rechtzeitig über die anstehenden Arbeitseinsätze informieren und setzt dabei einmal mehr auf die Unterstützung aus den eigenen Reihen. So entsteht aus dem Baugespräch nun Schritt für Schritt konkrete Bewegung auf dem Weg zur Sanierung des Turnhallendaches.




Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendliche im Dekanat Pappenheim

Für alle, die noch auf der Suche nach einem besonderen Ferienerlebnis sind, gibt es in Pappenheim gute Nachrichten. Die Evangelische Jugend im Dekanat Pappenheim hat den Anmeldeschluss für ihre beiden Sommerfreizeiten verlängert und eröffnet damit zusätzliche Möglichkeiten zur Teilnahme. Noch bis zum 31. Mai können sich Kinder und Jugendliche anmelden.

Den Anfang macht ein Kinderbibelwochenende vom 19. bis 21. Juni 2026 in Pfünz. Eingeladen sind Mädchen und Jungen im Alter von 8 bis 11 Jahren. Auf sie wartet ein abwechslungsreiches Programm mit Geschichten, Spielen, Musik und kreativen Aktionen. Neben inhaltlichen Impulsen steht vor allem das Miteinander im Vordergrund, bei dem neue Freundschaften entstehen können.

Nur eine Woche später schließt sich am 27. und 28. Juni 2026 eine Kanu-Tour auf der Altmühl an. Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren und verspricht ein intensives Naturerlebnis. Gemeinsam wird gepaddelt und gezeltet, ergänzt durch Lagerfeuer, Wasserspaß und gemeinschaftliche Aktivitäten.

Beide Freizeiten verbinden Erlebnis, Gemeinschaft und Abwechslung auf unterschiedliche Weise und sprechen damit verschiedene Altersgruppen an. Wer teilnehmen möchte, kann sich noch bis zum 31. Mai online anmelden.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich unter

ej-altmuehlfranken.de/termine.

 




Sportfreunde Bieswang bleiben nach Derby ohne Punkte

Im Derby bei der SG Langenaltheim Solnhofen mussten die Sportfreunde Bieswang eine 2 : 4 Niederlage hinnehmen. Trotz engagierter Leistung und zwischenzeitlichem Ausgleich zeigte sich der Favorit aus Langenaltheim letztlich abgeklärter und nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. Für die ersatzgeschwächten Gäste bleibt damit die Erkenntnis, dass es erneut die kleinen, spielentscheidenden Momente waren, die den Ausschlag gaben.

(SFB) Stark ersatzgeschwächt (viele verletzte Spieler beim ohnehin kleinen Kader, zudem Lukas Störzer im Urlaub, Stefan Kiermeyer musste nach 20 Minuten raus) ging SF-Elf das Spiel bei wunderschönem Mai-Wetter an. Im ersten Abschnitt begegneten sich die Teams auch auf Augenhöhe. Amidou Nasche erzielte nach einer Viertelstunde die Gastgeberführung. Boris Bosnjak egalisierte nur acht Minuten später zum 1 : 1. Adrian Mittemeyer konnte mit seinem 2 : 1 den Pausenstand für die Elf des ehemaligen SF-Trainers, Matthias Blischke, herstellen. Neue Hoffnung keimte für den Tabellenletzten aus Bieswang durch das 2 : 2 auf, welches Niko Müller beisteuerte (51.). Doch der erneute Rückschlag ließ nicht lange auf sich warten. Rafal Polak verwandelte für die SG einen berechtigten Handelfmeter zum 3 : 2. Trotz einiger Möglichkeiten auf beiden Seiten dauerte es bis zur 81. Minute, in der die endgültige Entscheidung zugunsten der Heimelf fiel. Kacper Paluszkiewicz erzielte mit einem Weitschuss wenige Meter hinter der Mittellinie das 4 : 2 und überwand Marco Schnitzlein im Bieswanger Gehäuse.

Jammern ist bei der Kiermeyer-Elf nach der 4 : 2 – Niederlage nicht angesagt. Dafür gibt es keinen Grund. Man konnte eine anständige Leistung abliefern, muss aber – wie schon so oft in dieser Spielzeit – einsehen, dass es eben diese kleinen aber entscheidenden Unterschiede auf Sicht von neunzig Minuten gibt. Meist münden diese in knappe aber verdiente Niederlagen. Nicht umsonst steht man nach 22 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz der A-Klasse Süd. Nicht abgeschlagen, aber halt ganz hinten.

Kommende Woche steht wieder ein Auswärtsspiel auf dem Programm. Es ist das vorletzte Spiel der Sportfreunde in dieser Saison. Anstoß ist (bereits am Samstag !!!) um 15.00 Uhr auf dem Sportplatz der DJK Preith, die weiterhin als direkter Konkurrent im Abstiegskampf gilt. Wie schon in Marienstein vor einer Woche heißt es dort dann: Vorletzter gegen Letzten. Um den letzten Platz noch zu entkommen, ist ein Sieg unabdingbar, auf was will man warten. Noch werden sechs Punkte vergeben und nichts ist zu spät. Aber die Luft ist mittlerweile extrem dünn geworden. Das Saisonfinale startet dann am Sonntag, 17.05.2026, 13 Uhr, bei der Spvgg Kattenhochstatt II.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Boris Bosnjak, Stefan Kiermeyer, Dominik Dietrich, Robin Krause, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Florian Störzer, Florian Kraft, Simon Gerstner, Florian Käfferlein, Marco Zolnhofer, Anusorn Sachse

Text: Werner Rachinger

 




Radfahrer flüchtet nach Unfall in Solnhofen

Am Samstagnachmittag ist es auf dem Altmühltalradweg, in der Badstraße,  in Solnhofen zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Radfahrer gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wollte ein 30-jähriger Autofahrer gegenüber seines Wohnanwesens rückwärts einparken und überquerte hierzu die Fahrbahn.

Während das Fahrzeug bereits quer auf der Straße stand, näherte sich ein Rennradfahrer auf dem dort verlaufenden Radweg in Richtung Pappenheim. In der Folge kam es zum Zusammenstoß, bei dem der etwa 80 Jahre alte Mann mit seinem Rad in das Heck des Pkw fuhr und stürzte.

Der Senior zog sich dabei offenbar Verletzungen zu. Zudem entstand Sachschaden am Pkw. Dennoch setzte der Radfahrer seine Fahrt fort, ohne sich um die weitere Unfallaufnahme zu kümmern. Der Autofahrer verständigte daraufhin die Polizei.

Die Polizei Treuchtlingen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet nun um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer den Unfall beobachtet hat oder Angaben zum beteiligten Radfahrer machen kann, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Treuchtlingen zu melden.




Pappenheim widmet seinen Maibaum der TSG

Nach guter Tradition hat der Verein Pappenheimer Maibaum e.V. auch in diesem Jahr am letzten Tag des April den Maibaum auf dem Marktplatz aufgestellt. Bereits im Vorfeld war spürbar, dass es sich diesmal um ein besonderes Exemplar handelt. Der Stamm präsentiert sich in den TSG-Farben Rot und Grün und verweist damit auf das 80-jährige Jubiläum der TSG Pappenheim, der der diesjährige Baum gewidmet ist. Kunstvolle Schnitzereien greifen dieses Thema zusätzlich auf und geben dem Maibaum eine ganz eigene Note.

Wie gewohnt wurde der Baum von den Vereinsmitgliedern auf den Schultern über die Altmühlbrücke bis auf den Marktplatz getragen. Dort erfolgte das Aufstellen in bewährter Weise mit Holzstangen, den sogenannten Schwalben, und viel Muskelkraft. Als der rund 20 Meter hohe Baum schließlich mit einem letzten gemeinsamen Kraftakt in die Senkrechte gebracht wurde, brandete großer Jubel unter den zahlreichen Besuchern auf. Geschmückt ist der Maibaum mit rot-grün bebänderten Kränzen, ergänzt durch das Pappenheimer Stadtwappen, das Wappen des gräflichen Hauses sowie die Zunftzeichen der Pappenheimer Unternehmer.

Schon lange vor der Ankunft des Maibaumes waren die Bierbänke auf dem Marktplatz fast voll besetzt. Bei Gegrilltem und Getränken stimmten sich die Gäste auf das Ereignis ein. Wie in den Vorjahren hatte die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V. eine Café Bar eingerichtet und damit für ein zusätzliches Angebot gesorgt.

Trotz der kühlen Witterung ließen es sich viele Besucher nicht nehmen, den Pappenheimer Maibaum 2026 bei flotter Musik von DJ Lux gebührend zu feiern. Damit der Baum auch am Morgen des 1. Mai noch sicher an seinem Platz steht, übernahm eine Wachmannschaft die nächtliche Aufsicht und begann in den frühen Morgenstunden bereits mit den ersten Aufräumarbeiten. So klang  wieder einmal ein rundum gelungenes Maibaumfest in Pappenheim in ruhigen Bahnen aus.




Start der Turnhallensanierung in Pappenheim

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Wiederbelebung der Turnhalle „Auf der Lach“ ist getan. Nach dem Abschluss der Ausschreibungen hat der Turnverein 1861 Pappenheim e.V. die ersten Aufträge vergeben und damit den Auftakt für die anstehenden Sanierungsarbeiten gesetzt. Für das traditionsreiche und denkmalgeschützte Gebäude, das seit April 2024 aufgrund akuter Probleme mit der Statik des Dachstuhls wegen Einsturzgefahr gesperrt ist, zeichnet sich damit erstmals konkret der Beginn der Sanierungsmaßnahmen ab.

Im Mittelpunkt steht dabei die umfassende statische Sanierung der Halle. Ziel ist es, die Nutzung langfristig zu sichern und den Sportbetrieb wieder aufnehmen zu können. Mit Blick auf das kommende Jahr gewinnt das Vorhaben zusätzlich an Bedeutung, denn dann steht das 120-jährige Bestehen der Halle an. Die Hoffnung, dieses Jubiläum wieder in der eigenen Turnhalle begehen zu können, rückt nun für den Turnverein ein Stück näher.

Bei der Umsetzung setzt der Verein bewusst auf regionale Fachbetriebe. Die Gerüstbauarbeiten übernimmt die Firma Kett Gerüstbau aus Böhmfeld, während die Zimmerei Riedl aus Übermatzhofen für die Zimmerer- und Spenglerarbeiten beauftragt wurde. Gerade die Arbeiten am Dachstuhl gelten als besonders anspruchsvoll. In der Vergangenheit hatte eine Fehlbelastung bereits Schäden am Mauerwerk verursacht; entsprechend sorgfältig muss nun stabilisiert werden.

Finanziell gesichert
Auch finanziell steht das Projekt inzwischen auf einer tragfähigen Grundlage. Zuschüsse der Bayerischen Landesstiftung und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bilden das Fundament. Einen entscheidenden finanziellen Beitrag brachte zudem eine Fraktionsinitiative aus dem Bayerischen Landtag in Höhe von 465.000 Euro, die maßgeblich vom Abgeordneten Wolfgang Hauber angestoßen wurde. Durch diese Unterstützung kann der Verein auf einen Kredit des BLSV verzichten, was die finanzielle Abwicklung deutlich entspannt.

Ergänzt wird die Finanzierung durch die Stadt Pappenheim, die das Vorhaben sowohl mit einer Ausfallbürgschaft über 300.000 Euro als auch mit einem direkten Zuschuss von 100.000 Euro begleitet. Dieses Zusammenspiel verschiedener Fördergeber schafft die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Bauabschnitte.

In den nächsten Wochen wird mit dem Aufbau der Gerüste gerechnet. Damit wird nun sichtbar, was lange vorbereitet wurde. Für den Turnverein und viele Bürgerinnen und Bürger ist dies mehr als nur ein Bauprojekt. Es geht um den Erhalt eines prägenden Ortes des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens in Pappenheim.

 




Für den MRK 1856 Pappenheim auf Spurensuche im Hausarchiv der Wittelsbacher

Im Jubiläumsjahr des Militärvereins und der Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) richtet sich der Blick nicht nur zurück auf 170 Jahre Vereinsgeschichte, sondern auch tief hinein in die Archive der bayerischen Geschichte. Für die geplante Vereinschronik hat sich Philipp Engeler aus Zimmern auf Spurensuche begeben und dabei einen besonderen Ort aufsuchen dürfen, der selbst vielen Geschichtsinteressierten verschlossen bleibt.

Am 21. und 22. April führte ihn seine Recherche in das Geheime Hausarchiv der Wittelsbacher nach München. Der Zugang zu diesem traditionsreichen Archiv ist an besondere Voraussetzungen gebunden. Die erforderliche Genehmigung wurde durch Seine Königliche Hoheit Herzog Franz als Chef des Hauses Wittelsbach erteilt, ermöglicht durch die Empfehlung von Dr. Albrecht Graf von undzu Egloffstein. Ein Umstand, für den sich Philipp Engeler außerordentlich dankbar ist.

Im Mittelpunkt der Nachforschungen standen die Grafen zu Pappenheim, die sowohl dem Militärwesen als auch dem Königshaus eng verbunden waren. In einem ausführlichen Gespräch mit Archivdirektor Dr. Gerhard Immler zeigte sich, dass der Name Pappenheim im Hausarchiv Wittelsbach durchaus Gewicht besitzt. In der Folge erhielt Engeler Zugang zu einer außergewöhnlich umfangreichen königlichen Bildersammlung.

Dabei bot sich ihm eine seltene Gelegenheit. Er konnte originale Fotoalben der bayerischen Könige einsehen und eigenständig nach Spuren der Pappenheimer Grafen durchsuchen. Eine Aufgabe, die selbst erfahrene Historiker mit Respekt angehen. Für einen Nicht-Historiker bedeutete dies nicht nur große Verantwortung, sondern auch eine gewisse Anspannung. Hinzu kam die Herausforderung, historische Handschriften zu entziffern, die ein geübtes Auge verlangen.

Die Mühe blieb nicht ohne Ergebnis. Engeler gelang es, Bildbelege zu finden, die die Grafen von Pappenheim im Umfeld ihrer königlichen Dienstherren zeigen und damit ihre besondere Stellung bei Hof dokumentieren. Ergänzt werden diese Funde durch Schriftstücke, darunter Briefe von König Ludwig I. an Graf Carl, sowie eindrucksvolle Aufnahmen aus dem höfischen Umfeld.

Das Geheime Hausarchiv selbst gilt als eine der zentralen Quellen zur Geschichte Bayerns. Gegründet im Jahr 1799, vereint es heute Dokumente aus mehr als 800 Jahren. Neben offiziellen Akten umfasst es auch persönliche Nachlässe, Briefe und Tagebücher der Wittelsbacher. Trotz seines Namens handelt es sich weniger um ein verborgenes als vielmehr um ein historisch gewachsenes Familienarchiv mit besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen.

Mit Blick auf die entstehende Chronik verbindet Engeler seinen Bericht auch mit einem Anliegen. Gesucht werden weiterhin Bilder und Dokumente aus Pappenheimer Besitz, die zur Vervollständigung der Vereinsgeschichte beitragen können. Jede bislang unentdeckte Aufnahme könnte ein weiteres Puzzlestück sein, das die lange Tradition des Militärvereins lebendig werden lässt.

Titelbild: Geheimes Hausarchiv Wittelsbach
v.l: Dr. Gerhard Immler, Aruchivleiter und Philipp Engeler bei seinen Rechercehn




Maibaumfest bringt Pappenheim zusammen

Wenn in Pappenheim der Maibaum aufgestellt wird, ist das weit mehr als ein fester Termin im Kalender. Am 30. April lädt der Pappenheimer Maibaum e.V. wieder dazu ein, gemeinsam auf dem Marktplatz den Beginn des Wonnemonats zu feiern – offen, gesellig und ganz im Sinne gelebter Tradition.

Los geht es bereits um 17 Uhr mit der Bewirtung. In entspannter Atmosphäre können sich die Besucherinnen und Besucher auf ein Angebot freuen, das bewusst auf Regionalität setzt. Frisch zubereitete Bratwürste und Steaks gehören ebenso dazu wie Kaffee und Kuchen. Letzteren übernimmt in bewährter Weise die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V. (PSG), die damit seit Jahren ein fester Bestandteil des Festes ist.

Der eigentliche Höhepunkt folgt um 18 Uhr, wenn der Maibaum in traditionell mit sogenannten „Schwalben“ mit Muskelkraft in festlichem Rahmen aufgestellt wird. Dieser Moment steht sinnbildlich für Brauchtum und Gemeinschaft und zieht Jahr für Jahr viele Schaulustige an. Im Anschluss geht das Fest nahtlos in einen geselligen Abend über. Ab 19 Uhr sorgt DJ Lux für die passende musikalische Begleitung und hält die Stimmung auf dem Marktplatz lebendig.

Dem Pappenheimer Maibaum e.V. ist es dabei als Veranstalter ein besonderes Anliegen, das Maibaumfest für alle Generationen zugänglich zu gestalten. Faire Preise bei Speisen und Getränken sollen dazu beitragen, dass Familien, junge Leute und ältere Besucher gleichermaßen unbeschwert mitfeiern können.

So verbindet das Pappenheimer Maibaumfest Tradition mit zeitgemäßer Ausrichtung und ist nun schon seit vielen Jahren ein fester Treffpunkt für die Stadt und ihre Gäste. Der Pappenheimer Maibaum e.V. freut sich auf zahlreiche Besucher und einen stimmungsvollen Abend mitten im Herzen Pappenheims.

 




Pappenheim zeigt seine Geschichte in vielen Facetten

Auch im Jahr 2026 laden die Gästeführer in Pappenheim wieder zu einem abwechslungsreichen Programm ein, das die Geschichte und das Leben in der ehemaligen Residenzstadt auf anschauliche Weise näherbringt. Neben den klassischen Stadtführungen stehen zahlreiche thematische Rundgänge auf dem Plan, die gezielt einzelne Aspekte beleuchten.

Die öffentlichen Stadtführungen durch das historische Zentrum finden jeweils sonntags um 10.30 Uhr statt. Termine sind der 31. Mai, 28. Juni, 26. Juli, 2. August, 9. August, 16. August, 23. August, 30. August sowie der 27. September. Im Mittelpunkt stehen dabei, die besonderen baulichen Merkmale der Pappenheimer Altstadt, eingebettet in zu Erläuterungen der Geschichte Pappenheims als frühere Residenzstadt.

Grafschaft, Gewerbe und Kirchen
Ergänzend dazu werden Themenführungen angeboten, die überwiegend samstags um 14.00 Uhr beginnen. Den Auftakt macht am 1. August die Führung „So schön ist Pappenheim …“, die besondere Perspektiven der Stadt in den Blick nimmt. Am 8. und 22. August folgt „Auf den Spuren der Grafschaft“, bei der die Geschichte des Hauses Pappenheim im Mittelpunkt steht. Am 15. August widmet sich die Führung „Einzelhandel und Gewerbe“ dem wirtschaftlichen Leben der Stadt, während am 29. August unter dem Titel „Kirchen in Pappenheim“ die sakralen Bauwerke und ihre Entwicklung thematisiert werden.

Jüdisches Leben in Pappenheim
Eine besondere Reihe bilden die Führungen zum jüdischen Leben in Pappenheim. Sie finden jeweils freitags um 14:00 Uhr statt, und zwar am 12. Juni, 24. Juli, 21. August sowie am 18. September, und eröffnen einen differenzierten Blick auf dieses Kapitel der Stadtgeschichte.

Treffpunkt für sämtliche Führungen ist die Tourist-Information am Marktplatz. Damit bietet sich über die Sommermonate hinweg eine Vielzahl an Gelegenheiten, Pappenheim aus unterschiedlichen Blickwinkeln kennenzulernen.

 




Bläsermusik über den Dächern von Pappenheim

Am Sonntag, 3. Mai, um 11:00 Uhr werden in Pappenheim wieder festliche Bläserklänge zu hören sein. Die Pappenheimer Burgbläser musizieren auf dem Schlossberg unterhalb der Burgmauer am sogenannten Pulverturm und lassen ihre frischen Maiklänge über die Dächer der Altstadt schweben.

Das siebenköpfige Ensemble setzt sich aus Musikerinnen und Musikern aus Bieswang, Dietfurt, Göhren, Pappenheim und Treuchtlingen zusammen. Unter der Leitung von Bernhard Raithel aus Göhren hat sich die Gruppe in den vergangenen Jahren bei zahlreichen Auftritten einen guten Namen gemacht.

So dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf einen stimmungsvollen musikalischen Moment freuen, der die besondere Atmosphäre in der Pappenheimer Altstadt noch mehr zur Geltung bringt.

 




Rückschlag im Abstiegskampf für die Sportfreunde

Im richtungsweisenden Kellerduell der A-Klasse Süd mussten die Sportfreunde Bieswang einen bitteren Rückschlag hinnehmen. Bei der zweiten Mannschaft des SV Marienstein unterlag die Kiermeyer-Elf trotz kämpferischer Leistung mit 1:3 und gerät im Abstiegskampf zunehmend unter Druck. Verletzungspech, eine angespannte Personalsituation und späte Gegentore besiegelten letztlich die Niederlage in einer Partie, die lange Zeit offen gestaltet werden konnte.

(SFB) Bereits vor Beginn der Partie war festzustellen, dass die Gastgeber „ziemlich gut“ aufgestellt waren, die Sportfreunde hatten viele Ausfälle zu beklagen (Urlaub, Verletzungen, Krankheit). Den besseren Start erwischte der SVM. Er bedrängte mit schnellen Angriffen das SF-Gehäuse und Bieswang war fast nur defensiv beschäftigt. In der 11. Minute köpfte Jonathan Burkert völlig freistehend eine Ecke zur 1 : 0 für die Oberbayern ein. In der ansonsten chancenarmen ersten Hälfte konnte SF-Keeper Thomas Pihale einen von Florian Jäkisch getretenen Foulelfmeter bravourös festhalten. In Hälfte zwei kam beiderseits mehr Schwung in die Partie. Eine Direktabnahme von SF-Spielgestalter Janik Jakob konnte gerade noch zur Ecke abgeblockt werden. Mitte der zweiten Hälfte verdrehte sich Thomas Pihale ohne Fremdeinwirkung sein Knie, Marco Schnitzlein hütete fortan das Gehäuse. Zuvor musste schon Florian Störzer nach einem Zusammenprall benommen ausgetauscht werden. Glück hatten die SFB, als ein weiterer Foulelfmeter nicht geben wurde. Gut zehn Minuten vor Ende der offiziellen Spielzeit erzielte der agile Boris Bosnjak aus dem Gewühl heraus den 1 : 1 – Ausgleich. Nur zwei Zeigerumdrehungen später landete der Ball bei Maximilian Becker, der diesen gekonnt an Marco Schnitzlein zur neuerlichen Führung vorbeibugsierte. Anton Mayer, der viel Schwung für seine Farben in die Partie brachte, krönte seine starke Leistung bei einem Konter mit dem 3 : 1 in den Schlussminuten. Am Ende stand eine verdiente und bittere Niederlage für die Kiermeyer-Elf fest. Die Luft im Abstiegskampf wird für die Sportfreunde immer dünner, zumal die Konkurrenz wieder mal kräftig punktete.

Im Vorfeld legte man auf Bieswanger Seite viel Konzentration in die wichtige Partie. Man will keine Ausreden suchen, aber die Mariensteiner konnten einfach aus einem viel größeren Pool ihre Spieler herausnehmen und waren eigentlich schon vor dem Anpfiff im Vorteil. Diesen nutzten sie dann auch rigoros aus. Das gefällige Spiel der Einheimischen kam gerade zum richtigen Zeitpunkt, um drei eminent wichtige Punkte verbuchen zu können. Es wird weiter spannend im Tabellenkeller der A-Klasse Süd bleiben. Es sind noch drei Spieltage zu absolvieren, neun Punkte werden noch vergeben. Um nicht abzusteigen, muss aber endlich wieder Zählbares herausschauen.

Für die Bieswanger Sportfreunde gilt es nun, in den letzten Spielen (die allesamt auswärts stattfinden) die Kräfte zu bündeln. Vom Programm her steht nächsten Sonntag der Vergleich bei der SG Langenaltheim/Solnhofen (aktueller Zweiter) an. Sechs Tage später (bereits am Samstag) wird man gegen die DJK Preith spielen, ein Team, das auch noch um den Klassenerhalt kämpft. Der Saisonabschluss 2025/2026 wird dann bei der Zweitvertretung der SpVgg Kattenhochstatt erfolgen.
Danach wird man wissen, ob es auf SF-Seite mit dem Saisonziel „Klassenerhalt“ geklappt hat oder nicht.

SF Bieswang: Thomas Pihale, Jan Matzelt, Florian Kraft, Dominik Dietrich, Robin Krause, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Max Störzer, Florian Störzer, Marco Schnitzlein, Anusorn Sachse, Boris Bosnjak, Stefan Kiermeyer, Stefan Wiedemann, Matthias Bieberle

Titelfoto: SF Bieswang

 




170 Jahre Militärverein Pappenheim mit besonderem Festprogramm

Der Militärverein und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) begeht von Freitag, 31. Juli, bis Sonntag, 2. August 2026, sein 170-jähriges Bestehen. Unter der Schirmherrschaft von Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein erwartet die Besucher auf dem Festplatz auf der Lach ein vielseitiges Jubiläumsprogramm, das Tradition, Gemeinschaft und Unterhaltung verbindet.

Während der gesamten Festtage sorgt ein Schaustellerbetrieb mit Kinderkarussell, Schießbude sowie Eis- und Süßwarenständen für ein familienfreundliches Rahmenangebot. Das Festzelt, gestellt vom Zeltverleih Möller aus Offenbau bei Thalmässing, misst 15 auf 39 Meter und wird durch ein Versorgungszelt ergänzt. Der Aufbau ist für den 24. Juli vorgesehen, der Abbau für den 7. August. In diesem Zeitraum steht der Parkplatz auf der Lach nicht zur Verfügung. Für das leibliche Wohl sorgt Catering, Event- und Zeltveranstaltungen Georg Wieser aus Schwarzach verantwortlich, der Ausschank erfolgt durch den Militärverein, beliefert von der Privatbrauerei Hofmühl. Ausgeschenkt wird unter anderem das Festbier vom Eichstätter Volksfest.

Das Festprogramm

Freitag, 31.07.2026
Den Auftakt bildet am Freitagabend ab 19 Uhr der Abend der Pappenheimer Vereine und der Bevölkerung. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Christian Schöppl stehen Ehrungen langjähriger Mitglieder im Mittelpunkt, vorgenommen durch Generalmajor a. D. Norbert Wagner, Präsident des Bayerischen Soldatenbundes.
In diesem Rahmen wird auch das Fahnenband des BSB verliehen.

Es folgen Grußworte des Schirmherrn Dr. Albrecht Graf von und zu Egloffstein, der ebenfalls ein Fahnenband überreicht, sowie von Staatsminister Joachim Herrmann. Als weitere Ehrengäste werden unter anderem Landrat Markus Gläser sowie ein Vertreter des Hauses Wittelsbach erwartet.

Im Anschluss sorgt die Reservisten Bigband Baden-Württemberg für musikalische Unterhaltung mit einem abwechslungsreichen Programm von Swing über Rock bis Pop, darunter auch Gesangsnummern wie ein Tina-Turner-Medley.

Samstag, 01.08.2026
Der Samstag beginnt um 9 Uhr mit einem musikalischen Spaziergang durch die Altstadt. Ausgangspunkt ist das Denkmal für Gottfried Heinrich Graf zu Pappenheim in der Graf-Carl-Straße. Entlang mehrerer Stationen in der Deisingerstraße laden Unterstützer des MRK zu Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken ein.

Um 10.30 Uhr folgt im Festzelt ein ökumenischer Gottesdienst in Form einer sogenannten Henkelmesse. Zelebriert wird dieser von Robert Rapljenović und dem Militärpfarrer Gunther Wiendl vom Bundeswehrstandort Neuburg an der Donau. Der Begriff ist im bayerischen Raum als gesellige Verbindung von Gottesdienst und anschließendem Frühschoppen bekannt und leitet sich augenzwinkernd vom Henkel des Bierkrugs ab. Auch andernorts finden sich vergleichbare Formate, bei denen kirchliche Elemente bewusst in ein offenes, gemeinschaftliches Umfeld eingebettet werden. In Pappenheim greift die Reservistenkameradschaft diese Idee auf und setzt sie im Rahmen ihres Jubiläumsprogramms im Festzelt um.

Am Nachmittag um 13 Uhr hält der stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger die Festrede, verbunden mit der Verleihung des Fahnenbandes des Freistaates Bayern. Parallel dazu lädt eine Bauernmarktmeile zum Bummeln und Einkaufen ein.

Der Samstagabend steht ganz im Zeichen moderner Unterhaltung. Ab 20:30 Uhr treten die Dorfrocker bei einem Open-Air-Konzert auf, Einlass ist ab 18:30 Uhr. Karten sind im Vorverkauf in Pappenheim bei der Tourist Information, bei Friseur Edel und im Shop der Burg Pappenheim sowie online erhältlich.

Sonntag, 02.08.2026
Am Sonntag, 2. August, beginnt der Tag um 10 Uhr mit einem großen Schafkopfturnier im Festzelt. Neben einem ersten Preis von 600 Euro und einem zweiten Preis von 400 Euro winken weitere Geld- und Sachpreise, das Startgeld beträgt 15 Euro. Im Anschluss wird ein Mittagstisch angeboten.

Ab 13 Uhr sorgt die Schützenkapelle Meinheim für den musikalischen Ausklang des Festes.

Mit diesem breit gefächerten Programm möchte der Militärverein gemeinsam mit der Reservistenkameradschaft nicht nur auf seine lange Geschichte zurückblicken, sondern auch die Verbundenheit zur Stadt und ihren Bürgerinnen und Bürgern sichtbar machen. Pappenheim darf sich damit auf ein Festwochenende freuen, das Tradition und neue Impulse in besonderer Weise zusammenführt.