Einladung nach Lützen übergeben
Eine Einladung der Stadt Lützen hat Maik Reichel, Direktor der Landeszentale für politische Bildung beim Land Sachsen Anhalt kürzlich an Bürgermeister Sinn übergeben. Der Bürgermeister und der gesamte Stadtrat sind eingeladen auf den Spuren der Pappenheimer das 750jährige Stadtjubiläum zusammen mit den Lützenern zu feiern. Der Maibaumverein wird in Lützen einen Maibaum aus den Pappenheimer Wäldern aufstellen und der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. wird zur Auftaktveranstaltung des Pappenheimer Geschichtsforums mit dem Titel „Daran erkenn´ ich meine Pappenheimer“ in Lützen einladen. Die Feuerwehrkapelle Langenaltheim wird das Stadtfest in Lützen musikalisch begleiten.
Die Stadt Lützen in Sachsen Anhalt wird im Juni dieses Jahres das 750 Jahr ihrer ersten urkundlichen Erwähnung begehen. Dieses Ereignis soll gebührend gefeiert werden und da gehören die Pappenheimer dazu. „Pappenheim verbindet seit vielen Jahren aufgrund der historischen Persönlichkeit des Grafen Gottfried Heinrich einen lange fruchtbringende Zusammenarbeit“, heißt es im Einladungsschreiben von Lützens Bürgermeister Uwe Weiß.
Schon im April 2018 bei der Buchvorstellung zur Erinnerung an Ursula Gräfin zu Pappenheim hatte Lützens Bürgermeister die Einladung zu diesem Fest an Bürgermeisterin Simone Vogt-Keller aus der Gemeinde Bellenberg, Schwaben, dem Bürgermeister Wolfgang Wehr aus Gräfenthal Thüringen und Pappenheims Bürgermeister Uwe Sinn persönlich ausgesprochen. Sie alle gehören zu dem Projekt “Die Spuren der Pappenheimer“, das vom Pappenheimer Heimat- und Geschichtsverein gepflegt wird. Bei allen großen Ereignissen mit historischem Bezug, bei den runden Geburtstagen Gräfin Ursulas und zu vielen anderen Anlässen waren Delegationen aus Bellenberg, Lützen und Gräfenthal hier, um mit den Pappenheimern zu feiern. Das war beim großen Historischen Stadtfest 2002 schon so und auch beim kleinen historischen Stadtfest 2007. Bei den Festen der Tulipomania waren sie in Pappenheim und auch bei vielen anderen Veranstaltungen des Pappenheimer Heimat- und Geschichtsvereins.
Nun wurde die schriftliche Einladung aus Lützen hochoffiziell an Bürgermeister Sinn übergeben. Maik Reichel Direktor der Landeszentale für politische Bildung beim Land Sachsen Anhalt hat sie im Auftrag von Lützens Bürgermeister nach Pappenheim gebracht. Begleitet wurde Maik Reichel bei der Übergabe von Katharina Köhler, eine der Vorsitzenden des „Pappenheimer Maibaum e.V.“ und einer Delegation des Heimat- und Geschichtsvereins.
Im Bezug auf das persönliche Gespräch vom April 2018 schreibt Lützens Bürgermeister „Diese Einladung möchte ich nunmehr schriftlich wiederholen und Sie, Vertreter Ihres Stadtrates, aber vor allem auch ihre historischen Kultur- und Brauchtumsvereine hiermit herzlich nach Lützen einladen.“
Soweit bisher bekannt, werden der Verein Pappenheimer Maibaum e.V. und der Heimat- und Geschichtsverein mit Delegationen zum Stadtfest nach Lützen reisen. Das Festwochenende findet in Lützen vom 13. bis 16. Juni 2019 statt. Dabei werden die kräftigen Jungs des Maibaumvereins auf dem Marktplatz in Lützen einen Maibaum nach Pappenheimer Tradition aufstellen. Beide Vereine werden sich auch am Festzug beteiligen, der am Sonntagnachmittag durch Lützen ziehen wird. Musikalisch unterstützt werden alle Veranstaltungen durch die Feuerwehrkapelle Langenaltheim.
Pappenheimer Geschichtsforum
Im Rahmen des Stadtfestes wird es in Lützen auch die Auftaktveranstaltung zum vierteiligen Pappenheimer Geschichtsforum „Daran erkenn´ ich meine Pappenheimer“ geben. Die vierteilige Vortragsreiche war ursprünglich im Europäischen Haus Pappenheim geplant. Da sie dort nicht stattfinden konnte, hat der Heimat- und Geschichtsverein die Auftaktveranstaltung nach Lützen verlegt. Die Nachfolge Veranstaltungen finden im Oktober in Bellenberg und in Gräfenthal statt. Bei der jüngsten Stadtratssitzung wurde bekannt gegeben, dass nun die Schlussveranstaltung des Pappenheimer Geschichtsforums nun doch im EHP stattfinden kann.
Es sei nicht ganz einfach gewesen, erinnerte sich Landrat Gerhard Wägemann an die Trauerrede, bei der er als einziger Redner, Gräfin Ursula mit einem Nachruf würdigen durfte, die Anerkennung und Respekt weit über den Landkreis hinaus genoss. Fast ein Jahrhundert habe Gräfin Ursula das Stadtgeschehen mit geprägt. Der Landrat dankte dem Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. für sein Bestreben ein Buch zu schaffen, das dazu beitragen wird, die Erinnerungen an Gräfin Ursula in den Herzen Menschen weiterleben zu lassen.
Bemerkenswert sei auch ihre Bindung zur Jugend gewesen, denn die jungen Leute vom „Pappenheimer Maibaum e.V.“ hatten Gräfin Ursula sogar den Maibaum des Jahrs 2016 gewidmet.
äre Simone Vogt-Keller, die Bürgermeisterin von Bellenberg nach Pappenheim gekommen um hier Gräfin Ursula zu treffen, mit der sie eine freundschaftliche Verbindung pflegte. Von 1617 bis 1740 haben die Pappenheimer Reichserbmarschälle Bellenberg regiert, wusste die Bürgermeisterin zu berichten, wovon es aber leider heute keine baulichen Zeugnisse mehr gebe. Allerdings soll in der Gemeinde ein Pappenheimer Stelenweg angelegt werden. Die Einweihung dieses Pappenheimer Weges biete sich als Gelegenheit an, dass sich die Freunde der Pappenheimer Geschichte schon im nächsten Jahr in der Gemeinde Bellenberg treffen.
Dieser ist ja bekanntlich im Jahre 1632 am gleichen Tag wie der Schwedenkönig Gustav II. Adolf in der legendären Schlacht bei Lützen gefallen. Aus vielen Gesprächen wisse Reichel, dass Gräfin Ursula ihrem als Kämpfer berühmten Vorfahren immer sehr nahe stand.
Fotograf und Verleger Janosch Stekovics war zusammen mit dem Autor mehrere Tage in Pappenheim unterwegs um neben seinen Fotos und Eindrücke von Gräfin Ursula und Pappenheim zu sammeln. Aufgrund dieser Eindrücke ist der Buchtitel „Gräfin der Herzen“ entstanden. Üblicherweise kann man so ein Buch nicht in einem viertel Jahr machen, meine Stekovics aber der unbedingte Wille, und die tatkräftige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit mit Renate Prusakow hätten ihn schließlich überzeugt.
mit dem Pappenheimer Marsch über den sich Gräfin Ursula immer besonders gefreut hatte.






















Wolfgang Steeger im Pappenheimer Bürgersaal über seine archäologischen Funde in der Deisingerstraße berichten.