Neuwahlen und Auszeichnungen bei der Jura-Höh

Der Schützenverein Jura-Höh Osterdorf hat jetzt bei seiner Jahreshauptversammlung Rüchschau und Ausblick gehalten. Es gab turnusmäßige Neuwahlen und Pokalgewinner wurden geehrt. Nachfolgend der Bericht von der Versammlung.

(Jura-Höh Osterdorf) Der Erste Schützenmeister Erwin Knoll begrüßte die 31 anwesenden Schützenvereinsmitglieder, besonders Ehrenschützenmeister Martin Oeder, Ehrenmitglied Fritz Fellner und Stadtrat Walter Otters.
Die Versammelten erhoben sich zum Gedenken ihrer verstorbenen Mitglieder, in diesem Jahr verstarb im Januar Fritz Mürl.
Seinen Bericht begann Knoll mit dem Zitat: „Träumer haben vielleicht keinen Plan, aber Realisten haben keine Visionen“ und dass er Visionen hat, machte er anschließend deutlich.
Der Verein besteht derzeit aus 99 Mitgliedern, davon sind 30 weiblich, 27 unter 27 Jahre, sechs Jugendliche und acht Schüler. Zwei neue Mitglieder konnten aufgenommen werden.

Im vergangenen Jahr fanden sechs Vorstandsitzungen zur Vorbereitung von Festen und Feiern statt, ebenso der Jahreshauptversammlung. Er dankte allen Vorstandsmitgliedern, Helfern und Spendern. Er bedankte sich auch für konstruktive Kritik sowie für so manche kritische Meinung.
Ohne dem Sportleiter etwas vorweg zu nehmen, freute sich Knoll bekanntzugeben, dass Gerhard Hüttinger seinen Titel als Gaumeisters in der Altersklasse Senioren über 60 verteidigen konnte und dass Lukas Wrede Gaumeister in der Jugendklasse wurde. Zusammen mit seinem Bruder Lars und Jasmin Huber nahm er auch an den Bezirksmeisterschaften teil.
Auch als Teilnehmer beim Mfr.-Pokal hat Lukas Wrede den 4. Platz in der Jugend belegt. Er schoss beachtenswerte 384 Ringe!
Bei den Rundenwettkämpfen des Gaues Weißenburg tritt der Verein mit einer Jugendmannschaft und 3 Mannschaften in der Schützenklasse (Mannschaft I und II in der C-Klasse, Mannschaft III in der E-Klasse) an.
Mit der Beteiligung am Sauschießen 2015 zeigte er sich zufrieden. Die Anzahl der Schützen hat sich erhöht.
Das Sommerfest mit Königsproklamation wurde wieder sonntags veranstaltet – mit Gottesdienst, Mittagessen, Kaffee + Kuchen, sowie einer ordentlichen Brotzeit.

Ausblick für 2016:
Dieses Jahr wird die Jura-Höh 60 Jahre alt. Die Vorstandschaft hat beschlossen dies gebührend zu feiern und ein mittelgroßes Fest zu veranstalten. D.h. Feiern zusammen mit dem Patenverein Edelweiß Bubenheim und den umliegenden Vereinen. Auch ein Festschießen, das im Rahmen des alljährlichen Sauschießens, eingebunden wird, soll veranstaltet werden.

Das Fest-Sauschießen beginnt am Freitag nach Aschermittwoch. Der genaue Termin für das Jubiläumfest muss noch mit den anderen Vereinen Osterdorfs abgestimmt und besprochen werden.

Dorfgemeinschaftshaus:
Das Gemeinschaftshaus ist auf dem besten Weg.
Knoll betont, dass Walter Otters alles bestens vorbereitet hat und das Projekt „gnadenlos“ durchzieht – vielen Dank dafür.
Jeder ist aufgerufen, mitzuhelfen. Die Mitglieder des Schützenvereins sind ganz gut dabei.
Bei der Planung im letzten Jahr waren alle Vereine aufgerufen, selbst darüber nachzudenken und zu beschließen, was sie wollen und was sie sich wünschen.
Das Schützenmeisteramt hat in seiner letzten Sitzung besprochen, dass es das Ziel sei, im Gemeinschaftshaus 8 elektronische Schießstände zu betreiben. Das Gremium war sich darüber einig, dass dies nur bewerkstelligt werden kann, wenn vorher alles unter Dach und Fach ist.
Knoll informierte die Versammlung über den Stand in Sachen elektronische Schießstände.
Da sich nach derzeitiger Lage der Schützenverein nicht an der Finanzierung des Gemeinschaftshauses beteiligen müsse, könnten die vorhandenen Mittel für die Errichtung des elektronischen Schießstandes eingesetzt werden. Er habe sich schon mit dem Mittelfränkischen Schützenbund in Verbindung gesetzt, um die Möglichkeiten einer Bezuschussung zu prüfen. Die formalen Voraussetzungen hierfür sind gegeben. Auch könnten Förderungsanträge bei der Stadt und dem Landkreis gestellt werden.

Martina Pop und Thomas Schwill informierten anschließend über die Kosten, welche auf den Verein zukommen würden. Insgesamt belaufen diese sich auf über 20.000,00 €. Verschiedene Angebote wurden eingeholt und werden derzeit geprüft.

Um ein Zeichen zu setzen erklärte sich der 2. Schützenmeister Thomas Schwill bereit, die Finanzierung eines Standes zu übernehmen und das benötigte Geld zu spenden.

Im Anschluss diskutierten die Anwesenden das Für und Wider von elektronischen Schießständen. Es kann schneller geschossen werden, die Auswertung ist genauer und damit gerechter, beim Sauschießen und an den Rundenwettkämpfen wäre alles unkomplizierter. Letztendlich sei es auch wünschenswert, ein neues Haus auch mit einer angemessenen Technik auszustatten.

Knoll dankte für die rege Diskussion und stellt in Aussicht, das Projekt voranzutreiben und nachdem alle Voraussetzungen abgeklärt sind und die Ergebnisse vorliegen, eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, die dann letztendlich darüber entscheiden wird.

Die Schriftführerin Christa Link ließ anschließend das Vereinsjahr am geistigen Auge vorüberziehen, in dem sie die Protokolle verlas.

Den Kassenbericht übernahm Thomas Schwill, der die entschuldigte Kassiererin Andrea Halbmeyer vertrat. Er konnte erfreulicherweise über einen Kassenzuwachs berichten.

Die Kasse wurde von Walter Otters und Helmut Hüttinger geprüft. Die Kassenführung ist übersichtlich, sauber und nicht zu beanstanden. Die Gelder werden sachgerecht verwendet.

Es folgte der Bericht der Jugendleiterin Martina Pop. Nachdem Lukas und Lars Wrede aufgrund ihrer sehr guten Leistungen nunmehr in der Schützenklasse schießen, wurde nur noch eine Jugendmannschaft zu den Rundenwettkämpfen angemeldet. Pop lobte den Trainingsfleiß ihrer jungen Truppe und freute sich auch über die doch schon sehr ansprechenden Ergebnisse.

Sportleiter Erich Wrede appellierte wiederholt zu mehr Trainingsbewusstsein. Er erwähnte die sehr guten Ergebnisse bei den Rundenwettkämpfen, die durch das Umstrukturieren der Mannschaften zu erklären sind.

Auf Antrag von Walter Otters entlastete die Versammlung die gesamten Vorstandschaft einstimmig.

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Vorstandschaft: v.l. 1. Schützenmeister Erwin Knoll,Werner Bickel, Sportleiter Erich Wrede, Werner Pop, Schriftführer Lukas Wrede, Gerd Obernöder, Anke Schimmelpfennig, Karl Gronauer, Jugendleiterin Martina Pop, und 2. Schützenmeister Thomas Schwill, nicht auf dem Bild: Kassiererin Andrea Halbmeyer und Elke Hanke.

Dieses Jahr standen Neuwahlen an. Als Wahlvorstände fungierten Walter Otters, Martin Oeder und Wilhelm Wurm. Wahlberechtigt waren 25 Mitglieder.
In ihren Ämtern bestätigt wurden 1. Schützenmeister Erwin Knoll, 2. Schützenmeister Thomas Schwill, Kassiererin Andrea Halbmeyer, Jugendleiterin Martina Pop, Sportleiter Erich Wrede und als Beisitzer Anke Schimmelpfennig, Werner Bickel, Werner Pop, Gerd Obernöder, Karl Gronauer und Elke Hanke.

Da die Schriftführerin Christa Link für das Amt nicht mehr zur Verfügung stand, wurde Lukas Wrede vorgeschlagen und gewählt.

Als Fahnenträger wurde Richard Boscher ebenso einstimmig bestätigt wie die beiden Kassenprüfer Walter Otters und Helmut Hüttinger.

Otters wünschte der neuen Vorstandschaft gutes Gelingen.
Der wiedergewählte, nunmehr seit 15 Jahren amtierende, Schützenmeister Knoll dankte allen für die Bereitschaft sich wieder in den Dienst des Vereins zu stellen und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der neuen Vorstandschaft.

Er übergab das Wort an den Vorsitzenden des Vereins DIE OSTERDORFER Walter Otters und bat diesen um eine kurze Bestandsaufnahme bezüglich des gemeinsamen Projekts Gemeinschaftshaus.

Otters teilt mit, dass die freiwilligen Helfer bisher viel geleistet haben. Insgesamt ca. 4.000 Stunden, allein im Juni waren es ca. 600! Im Moment müsse eine kleine Durststrecke überwunden werden. Die Motivation hat etwas nachgelassen.

Er stellt in Aussicht, dass die einzelnen Vereine sich finanziell nicht an dem Projekt beteiligen müssen, höchstens zu einer Zwischenfinanzierung bis der Zuschuss fließt.

Die PlattenParty muss, auch als größte Einnahmequelle für DIE OSTERDORFER, erhalten werden!

Die Innenausstattung muss den Finanzen entsprechend angeschafft werden, nicht alles muss und kann sofort umgesetzt werden.

Schützenmeister Knoll bedankte sich am Ende noch mal besonders bei der scheidenden Schriftführerin Christa Link für ihre geleistete Arbeit, ebenso bei Lukas Wrede für seine Bereitschaft, diese nun fortzuführen. Großen Dank auch an Walter Otters für den Lagebericht zum Gemeinschaftshaus Osterdorf und sein hoffentlich nicht nachlassendes Engagement.

Pokalverleihung:

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Poklasieger: v.l. 1. Schützenmeister Erwin Knoll, Jasmin Huber, Michelle Stettinger, Anke Schimmelpfennig, Erich Wrede, Emil Link und Thomas Schwill.

Am 23. und 25. Oktober 2015 fand das diesjährige Wander-Pokalschießen statt, auch wurden gestiftete Geburtstags-Scheiben herausgeschossen.

Die Gewinner: Geburtstags-Scheibe zum 50. von Emil Link: Thomas Schwill 75 Teiler; Karl-Prottengeier-Pokal Erich Wrede 41,7 Teiler; Hüller-Pokal Anke Schimmelpfennig 185,8 Teiler; Charly-Pokal Emil Link 86 Teiler; Damen-Pokal Andrea Halbmeyer 82,8 Teiler; Martin-Oeder-Pokal Michelle Stettinger 170,8 Teiler; Jugend-Pokal Jasmin Huber 41,0 Teiler.




Großartige Premiere vor ausverkauftem Haus

Das neue Konzept der Theatergruppe Pappenheim e.V. wurde jetzt bei der Premiere vor ausverkauftem Haus von Schauspielern und Zuschauern gleichermaßen gefeiert. Bei der Theaterrevue wurden die Lachmuskeln von Anfang bis Ende der Vorstellung strapaziert. Ein aufmerksames und engagiertes Publikum gab den Akteuren Kraft und Spielfreude.

Wie mehrfach berichtet, musste die Theatergruppe Pappenheim e.V. in diesem Jahr neue Wege gehen, weil ihr Stammspielhaus – der Pappenheimer Kronensaal – trotz vielfacher Bemühungen nicht zur Verfügung gestellt werden konnte. Bei der Suche nach einem neuen „Schauspielhaus“ fiel die Wahl auf den großen Saal des Gasthofs Hollerstein in Zimmern. Wegen einer kleineren Bühne und des fehlenden Kulissenbereichs entschied sich die Regisseurin Anette Pappler für eine Theaterrevue von Andreas Kroll, die von Marianne Pappler bei der Moderation als151107_theater-13 „Der große Kampf der Geschlechter“ angekündigt wurde. Von Anfang an zeigte sich, dass die beiden Moderatoren Marianne Pappler und Peter Salisch die räumliche Nähe zum Publikum genossen, gekonnt ihre Pointen setzten. „Das tolle Publikum hat uns so viel Kraft gegeben“, sagt eine Schauspielerin nach der Vorstellung. Tatsächlich war die enge Bindung zwischen Bühne und Publikum von Anfang an zu spüren. Die gekonnt gesetzten Pointen der Akteure wurden vom Publikum aufgenommen und mit viel Lachern und Szenenapplaus bedacht.

Unter den rund 130 Zuschauern befanden sich Gräfin Ursula zu Pappenheim, Bürgermeister Uwe Sinn, der örtliche Stadtrat Karl Deffner, eine Abordnung der Privilegierten Schützengesellschaft 1491 Pappenheim e.V., sowie der CSU Ortsverbandsvorsitzende Marcus Wurm. Die SPD Ortsvereinsvorsitzende Pia Brunnenmeier war auch im Saal, allerdings auf der Seite der Akteure wo sie beim ersten Sketch als Fachbraterin für Männergeschenke und im großartigen Finalsketch „Blind Date“ als heiratswillige „Großhutträgerin“ zusammen mit dem Hunde Entwurmer (Hans-Peter Lang) eine Ehe anbahnt.

151107_theater-03aDas Erfolgsrezept der sehr kurzweiligen und spritzig gespielten Theaterrevue liegt sicherlich an den erstaunlich vielen Facetten, die sich aus allen Lebensbereichen ergeben, wo sich Frauen und Männer begegnen. Dabei wird nicht mit kraftvollen Klischees gespart wie etwa der Aussage „Männer sind eine einzige dramaturgische Pause“ oder „Bei den Frauen sind die Engelchen kleine Teufelchen“.

Bei der Revue der Einakter erfährt der Besucher durch ein Verkaufsgespräch warum (Anida Cemal, Pia Brunnenmeier)gebrauchte und ungewaschene Socken für einen 47-jährigen Mann und dass Frauen ab 47 schrumpfen und deshalb ein besonderes Geburtstagsgeschenk brauchen(Holger Wenzel, Frieder Edel, Claudia Ottmann). Vermutlich löst unter anderen auch der Sketch mit der Party der Kohlmayers (Hans-Peter Lang, Manuela Urban) und der Wegeners (Anida Cemal, Fabian Schober) bei dem einen oder anderen Besucher einen gewissen Wiedererkennungseffekt aus, was uns vereinzelt von Zuschauern bestätigt wurde.

151107_theater-04Eine Klasse für sich ist die Geschichte mit dem Lokalderby zwischen den Grünen und den Roten, was einen heftigen Ehekrach (Britta Schober, Holger Wenzel) auslöst, aber wie sich zeigt, letztlich doch sein Gutes hat.

„Schatz fällt Dir an mir nichts auf?“, fragen Rita (Barbara Mürl) und Helga (Verena Wenzel), was ihre Männer Jürgen (Fabian Schober) und Helmut (Hans-Peter Lang) ganz schön in Bedrängnis bringt. Lisbeth (Irene Salisch) und Wilhelm Bernhard Pappler) kommen bei der Vorbereitung ihrer Eisernen Hochzeit hintereinander. Und Irmgard Meyndl und Günther Kleber besprechen vor dem Einschlafen die Probleme, die sich hinsichtlich ihrer Kinder auftun.

151107_theater-08Der schüchterne Stefan (Holger Wenzel) will die hübsche Melanie (Daniela Mlinzk) näher kennen lernen. Dabei stehen ihm Engelchen (Vera Tschunko) und Teufelchen (Barbara Mürl) beratend in ganz unterschiedlicher Weise zur Seite. Ein Sketch, der bei der Premiere das Publikum zum Toben brachte. In Ihrem Psychotest hält Verena Wenzel als Frau von Fabian Schober nach einigen lapidaren Fragen eine dicke Überraschung bereit und der Rentenprüfer Schönleben von der Versicherung (Holger Wenzel) erlebt sein blaues Wunder mit Frau Rotbaum (Lydia Schmid), als er die Existenz ihres Mannes überprüfen will. Aus der Praxis für die Praxis – so könnte man auch den Frühstückssketch überschreiben, 151107_theater-01bei dem Petra (Barbara Mürl), Ingrid (Britta Schober) und Melanie (Daniela Mlinzk) in der Frühstückspause so richtig gegeneinander ablästern. Natürlich nur über Diejenige, die gerade nicht da ist – versteht sich.

Die Theaterrevue wird am kommenden Samstag, 14. November noch einmal zu sehen sein. Der Vorverkauf läuft auf vollen Touren. Wenn Sie einen Theaterabend erleben wollen, bei dem zwei Stunden wie im Flug vergehen und die Lachmuskeln ständig strapaziert werden, dann sollten Sie sich schnell Karten sichern. Diese sind beim Friseursalon Edel in der Deisingerstraße in Pappenheim zu bekommen.




Solnhofer Weg wieder auf der Agenda

Der Solnhofer Weg, die Zufahrtsstraße zum Bieswanger Industriegebiet ist jetzt wieder aus der Schublade geholt, entstaubt und auf die Agenda des Stadtrates gehoben worden. Grund für die Wiederbelebung des Themas war ein Antrag von SPD Fraktionschef Gerhard Gronauer. Allerdings stehen durch die Verlegung der bestehenden Fahrbahntrasse Erschließungsbeiträge im Raum. Das Problem des Grunderwerbs ist nach wie vor der hauptsächliche Hinderungsgrund für den Ausbau.

Die Planungsgeschichte
151031_solnhofer-weg-03Seit dem Frühjahr 2007 ist der Ausbau des Solnhofer Weges in Bieswang im Stadtrat ein konkretes Thema und es wurden in diesem Jahr auch Haushaltsmittel für den Ausbau im Städtischen Haushalt eingeplant. Die Ausbauabsichten gehen schon bis in das Jahr 2000 zurück, wurden aber nie konkret angepackt.
Bei der Bürgerversammlung in Bieswang im März 2007 kam der Stein ins Rollen. Als bautechnisch völlig unzureichend und verkehrstechnisch gefährlich wurde damals die ca. 530 m lange und 4,50 m breite Verbindung zwischen dem Dorf und dem Industriegebiet bezeichnet. Rund 270 Firmenmitarbeiter sind in den Betrieben im Bieswanger Industriegebiet beschäftigt. Viele von ihnen würden sich insbesondere zur dunklen Jahreszeit täglich großen Gefahren aussetzen, wenn sie zu Fuß oder mit dem Rad zu ihrer Arbeitsstätte ins Industriegebiet unterwegs sind.

Schon in der Sitzung am 8. November 2007 stellte Reinhard Vulpius vom Pleinfelder Ingenieurbüro VNI den konkreten Plänen für den Ausbau vor.

[Unseren Artikel finden Sie hier …]

Im städtischen Haushalt 2008 der kurz vor Beginn der neuen Legislaturperiode im März verabschiedet wurde, waren 170.000 Euro für den Ausbau des Solnhofer Weges in Bieswang vorgesehen.

151031_solnhofer-wegFür die Finanzierung wurde ein Zuwendungsantrag für staatliche Mittel gestellt, für den auch schon ein Bewilligungsbescheid im Pappenheimer Rathaus vorlag. Im Jahr 2010 waren die Planungen und die Finanzierung der Maßnahme gesichert und die Vergaben hätten erfolgen können. Die Baukosten lagen damals bei rund 294.000 Euro (Stand Juli 2010). Für die Durchführung des Straßenausbaus war es allerdings notwendig, insgesamt 930 m² Grundflächen von fünf verschiedenen Eigentümern zu erwerben. Dieser Grundstückserwerb ist gescheitert.
Nun wurden neue Planungen fällig, wobei die Trasse weiter östlich geführt werden sollte. Auch der Grunderwerb für diese Variante blieb bisher ohne Erfolg.

Da die „Ost-Trasse“ nicht mehr der bestehenden Straßenführung folgt und neu angelegt werden muss fallen nach dem bisherigen Stand der Dinge für die Anlieger Erschließungskosten an. Eine Abklärung ist bei der Rechtsaufsicht beantragt.

Auf die Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung kam das Projekt Solnhofer Weg, weil es SPD-Fraktionschef Gerhard Gronauer nach eigenem Bekunden gelungen war, den Eigentümer des notwendigen Grundstücks zu einem Verkauf zu bewegen. Deshalb sollte der Stadtrat die Planungen beschließen. Von der Verwaltung sollte ein erneuter Zuwendungsantrag eingereicht werden.

Beratung und Sondierung
151031_solnhofer-weg-02Um es vorwegzunehmen, einen Beschluss gab es für den Ausbau des Solnhofer Weges noch nicht. Zu viele unbekannte Komponenten und Unwägbarkeiten haften der möglichen Umsetzung noch an. Eine solche Unwägbarkeit stellen die Erschließungskosten dar, von denen SPD Fraktionsvorsitzender Gerhard Gronauer erstmals gehört haben will. „Das ist ein Problem, das geklärt werden muss“, stellte Gronauer fest.
Verwundert zeigte sich Stadtrat Friedrich Hönig, dass der Solnhofer Weg überhaupt auf der Tagesordnung stehe. „Es ist ausgeschlossen, dass das so Realität sein kann. Das ist reine Illusion“, stellte Hönig bei der Sitzung fest. Die Straßenbaumaßnahme müsse unbedingt mit der Dorferneuerung und mit der kürzlich beschlossenen Spange (wir haben berichtet) abgestimmt werden. „Das muss unbedingt im Zusammenhang mit der Spange gebaut werden“, forderte Hönig.

Florian Gallus, Vorsitzender der CSU Fraktion relativierte Hönigs Forderung und fragte nach, ob denn die Spange später an den ausgebauten Solnhofer Weg ohne Probleme angeschlossen werden könne. Darin sehe er kein Problem stellte der Planer Reinhard Vulpius fest. Es gebe nur eine Stelle an der ein Anschluss der Spange an den Solnhofer Weg möglich ist. Das eigentliche Problem – so Vulpius -liege darin, dass die Spange an den derzeitigen Ausbaustand des Solnhofer Weges nicht angeschlossen werden kann.

Die Sanierung der Straße sei massiv eingefordert worden und „die Bieswanger Ratskollegen machen widersprüchliche Angaben“, gab Anette Pappler (SPD) zu bedenken. Sie plädierte dafür, das Thema vor Ort mit den Betroffenen zu diskutieren.

Es gibt also noch allerhand abzuklären, bevor der Ausbau des Bieswanger Zubringers zum Industriegebiet in „Tüte und Papier“ sein wird. Immer wieder wurde bei den Beratungen im Stadtrat deutlich, dass wohl der Erwerb der für den Ausbau notwendigen Flächen das Hauptproblem darstellt.




Göhrener Baumbestand wurde gepflegt

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Fotos Karl Satzinger

In Göhren wurde jetzt auf Initiative von Stadtrat Karl Satzinger der Baum Bestand entlang der Ortsstraße fachmännisch ausgeschnitten. Die Maßnahme ist Ausfluss eines Baumgutachtens und wurde in den letzen Tagen in Abstimmung mit Bürgermeister Sinn von einer Fachfirma, unterstützt vom Städtischen Bauhof umgesetzt.

Straßenbäume bedürfen einer ständigen Pflege um den Bestand möglichst lange zu sichern. Totholz muss entfernt und mächtige Äste, die abzureißen drohen müssen fachmännisch zurückgeschnitten werden. So geht es aus einem Baumgutachten hervor, das sich Stadtrat Karl Satzinger (BGL) schon vor Jahresfrist einmal vorgenommen hatte. „Dort habe ich nachgelesen, wie der Göhrener Baumbestand gesichert werden kann“, teilt Karl Satzinger mit. Im Haushalt 2015 hatte Satzinger dann Gelder für die Pflege der Bäume in den städtischen Haushaltsplan einstellen lassen.

Kürzlich hat Bürgermeister Uwe Sinn in Absprache mit dem Göhrener-Stadtrat die Gelder für die Baumpflege freigegeben. Die Pflegemaßnahme wird in Gemeinschaftsarbeit mit dem Städtischen Bauhof und einer Fachfirma für Baumsicherung durchgeführt.




Infektionsgefahr durch Katzenkot

Mit einer Infektionsgefahr im Außenbereich des städtischen Kindergartens hatte sich der Pappenheimer Stadtrat in seiner Sitzung am 15.10.2015 zu beschäftigen. Durch die Verunreinigung des Bieswanger Kindergartengeländes mir Katzenkot und einem damit im zusammenhängenden Spulwurmbefall, waren wegen der Infektionsgefahr für die Kinder Maßnahmen zu beschließen. Trotz einer 10:5 Zustimmung zu den von Bürgermeister Sinn vorgeschlagenen Maßnahmen wurden diese in ihrer tatsächlichen Umsetzung vom Stadtrat als fragwürdig dargestellt. Auch Wolfgang Sachse schildert in einer Stellungnahme seine Sicht der Dinge.

Die Thematik
gibt es schon mehrere Jahre. Immer wieder gab es bei der Stadt Pappenheim Beschwerden wegen einer Überpopulation von Katzen am Sportplatzweg. Damit einher gehen die Beschwerden einiger Anlieger im Umgriff des Sportplatzweges, dass durch die vielen Katzen die Grundstücke mit Katzenkot verunreinigt werden. Letzteres trifft auch für das Außengelände des städtischen Kindergartens am Sportplatzweg zu.

Die Feststellungen der Abteilung Veterinärwesen und gesundheitlicher Verbraucherschutz beim Landratsamt Weißenburg Gunzenhausen hatten ergeben, dass die von drei Stellen im Außenbereich des Kindergartens untersuchten Katzen-Kotproben einen „massiven Spulwurmbefall“ aufwiesen. Am 29. Juni 2015 wurden bei einer Visite des gesundheitlichen Verbraucherschutzes mindestens 10 Kothaufen im gesamten Spielbereich vorgefunden. Deshalb „ist eine erhöhte Infektionsgefahr der Kinder bei einem Aufenthalt in diesem Bereich gegeben. Aufgrund der in diesem Wohnbereich hohen Katzenpopulation ist auch in Zukunft mit einer starken Verunreinigung des Außengeländes des Kindergartens zu rechnen“, heißt es in einem Schreiben der Gesundheitsbehörde an die Stadt Pappenheim. Im gleichen Schreiben regt die Behörde an, als Maßnahme zum Schutz der Kinder, den Außenbereich des Kindergartens für Katzen unzugänglich zu gestalten. Vorgeschlagen wird eine 2 m hohe Einzäunung des Kiga-Außenbereichs. Neben weiteren Kontrollmaßnahmen rät das Veterinäramt in seinem Schreiben: „Auch sollten die Anwohner in der Umgebung des Kindergartens ihre oder fremde Katzen nicht im Freien füttern. Das unbeaufsichtigte Bereitstellen von Futter im Freien stellt einen Anziehungspunkt für sämtliche wildlebenden Katzen in der Umgebung dar und führt zu einer Erhöhung der Katzenpopulation in diesem Gebiet.“

Mit diesem Kenntnisstand fand Anfang August eine Besprechung statt, bei der Bürgermeister Sinn, Vertreter des Landratsamtes, die Bieswanger Stadträte, die Kindergartenleitung und der Elternbeirat die Situation diskutierten. Als Sofortmaßnahmen wurden die Sperrung des Spielhauses und der Austausch der Kiesfläche unter dem Spielturm mit Fallschutzmatten angeregt. Außerdem startete die Stadt Pappenheim wenige Tage danach eine Befragungsaktion bei etwa einem Drittel der Bieswanger Bürger.

In den 46 zurückgesandten Antwortbögen sollen sich nach Darstellung von Bürgermeister Sinn mehrere Bürger teils massiv über die Zustände beschwert haben.

Grund für die Katzenüberpopulation ist wohl die seit Jahren praktizierte freie Fütterung der Katzen auf einem Grundstück unweit des Kindergartens. Das besondere an der Situation ist, dass die gefütterten Katzen nicht zugeordnet werden können, weil diese nur gefüttert werden. Eine „Katzen-Haltereigenschaft“ oder ein Eigentum an den Katzen liegt nach Darstellung der angefragten Person nicht vor.

Diskussion und Beschluss
„Es geht hier um herrenlose, verwilderte Katzen“, stellte Bürgermeister Sinn bei seinem Situationsbericht vor dem Stadtrat fest. Im Beschlusstext schlug er vor, die herrenlosen Katzen im Bereich des Sportplatzweges einer artgerechten Haltung (z.B. Tierschutzverein) zuführen zu lassen. Konkret soll die Umsetzung offenbar so aussehen, dass die Katzen gefangen und zum Tierschutzverein gebracht werden.

Durch den Redebeitrag des SPD-Fraktionsvorsitzenden Gerhard Gronauer wurde deutlich, dass die Stadt Pappenheim bei dieser Problematik als Betreiber des Kindergartens und nicht als öffentlich-rechtliche Sicherheitsbehörde unterwegs ist. Das bedeutet, dass die Stadt bei ihrem Maßnahmen Rechte und Pflichten wie jeder andere von der Problematik Betroffene hat .

Konkret handle es sich um 20 bis 40 Katzen in dem Bereich, stellte SPD Fraktionschef Gronauer fest. „Die Nachbarn sind total empört. Es ist nicht mehr zuzumuten. Wir können nicht so lange warten bis irgendwann mal was passiert“, erklärte er bei den öffentlichen Beratungen. Das Problem der Zuordnung wurde auch von Stadtrat und FW-Fraktionsvorsitzenden Walter Otters thematisiert, der das Fangen der Katzen als problematisch einstufte. Wenn man die Katze fange die dem Nachbarn gehört, sei man schnell im Bereich des Diebstahls. Das Zuordnungsproblem will Bürgermeister Sinn mit Fotos von Katzen lösen, die von einigen Katzenhaltern an die Stadt übermittelt wurden. Zusätzlich können die Eigentümer ihre Katzen zur leichteren Zuordnung mit Halsbändchen ausstatten.

Als blinden Aktionismus, der nicht zu Ende gedacht sei bezeichnete CSU Fraktionsvorsitzender Florian Gallus die Absicht des Katzenfangs. Das sei keine Lösung auf Dauer und überhaupt sei niemand erklärungspflichtig wie viele Katzen er hat. Gallus mahnte vielmehr an, sich mit allen Betroffenen an einen Tisch zu setzen und nach Lösungen des Problems zu suchen. „Was wurde seit dem 3.August vonseiten der Stadt unternommen?“ fragte Gallus.

Wenn die Katzen keinem gehören, könne er sich auch nicht mit dem vermeintlichen Verursacher wegen einer Problemlösung zusammensetzen, antwortete Bürgermeister Sinn.

Auch Geschäftsleiter Eberle vertrat bei der öffentlichen Sitzung die Meinung, dass das Fangen der Katzen rechtlich wohl nicht erlaubt sei.

Engagiert trat 2. Bürgermeister Claus Dietz (FW) für die Zaunvariante ein. Die Katzen hätten einen Aktionsradius von 5 bis 6 Kilometern und mit dem Fangen könne man das Problem nicht lösen. Demgegenüber wollte Stadträtin Anette Pappler (SPD) „keinen Käfig für die Kinder“.

Es sei niemandem geholfen, wenn man von 40 Katzen 30 wegfange, denn dann sind immer noch 10 da, die dann wieder in den Kindergarten gehen, meinte 3. Bürgermeister Holger Wenzel (BGL).

Ortssprecher Heiko Loy (CSU) versuchte mit einem pragmatischen Vorschlag Ordnung in die doch recht unübersichtliche Diskussion zu bringen. Man solle sich bei anderen Kommunen mit ähnlichen Problemen erkundigen und alle Varianten möglicher Maßnahmen aufzeigen. Erst wenn die Maßnahme auf rechtlich gesunden Beinen stehe halte er eine Ratsentscheidung für sinnvoll.

„Ist der Beschluss rechtlich geprüft? Ist gesichert, dass wir mit dem Beschluss nicht Unrecht tun? Wenn das so ist, kann ich nicht mit abstimmen“, ließ sich Walter Otters unmittelbar vor der Abstimmung vernehmen. „Kommen wir trotzdem zum Beschlussvorschlag“, forderte Bürgermeister Sinn letztlich zur Abstimmung auf.

Das Abstimmungsergebnis war mit 10:5 Stimmen für das Fangen der Katzen einigermaßen überraschend. Drei Gegenstimmen kamen aus den Reihen der Freien Wähler (Claus Dietz, Friedrich Hönig, Werner Hüttinger) und zwei Gegenstimmen von der Bürgerliste(Alexius Lämmerer, Karl Satzinger).
Lesen Sie zu diesem Stadtratsbeschluss nachfolgend eine Stellungnahme von Wolfgang Sachse.

Stellungnahme von Wolfgang Sachse zur Stadtratssitzung vom 15.10.2015

 Blinder Aktionismus oder Problemlösung?

Punkt 4 der Tagesordnung: Städt. Kindergarten Bieswang: Hygieneproblematik im Außenbereich des Kindergartens auf Grund von herrenlosen/ angefütterten Katzen – geplante Vorgehensweise von Bürgermeister Sinn).

Wie den Ausführungen des Stadtrates Gronauer zu entnehmen war, beschwert sich eine Familie aus dem Sportplatzweg seit ca. 2 Jahren über den Besuch fremder Katzen welche durch offen gelassene Türen das Haus betreten, aber auch auf deren Balkon oder Tisch sitzen. Mittlerweile gibt es wohl mehrere Beschwerdeführer, über die Art und Weise deren Belästigung wurde nichts bekannt.

Nachdem eine bei der Stadtverwaltung Pappenheim eingereichte, mir bis dato unbekannte, Unterschriftenaktion aus Sicht der Beschwerdeführer erfolglos blieb, meldete man die Hygieneprobleme im Kindergarten. Bei diesen Meldungen soll wohl auch immer unsere Familie als Halter vieler Katzen genannt worden sein. Mittlerweile habe ich den Eindruck die Beschwerdeführer gehen davon aus, dass ausschließlich Katzen welche sich zeitweise auf unserem Grund und Boden aufhalten für die Verunreinigungen im Kindergarten und der Ärgernisse von Anwohnern verantwortlich gemacht werden sollen. Unsere Familie hält keine Katzen. Finden wir jedoch kranke, verletzte oder abgemagerte Tiere auf unserem Grundstück, versuchen wir zu helfen. Diese Fürsorge wird offensichtlich nicht von allen Nachbarn geteilt. So haben wir an Weihnachten 2013 in unmittelbarer Umgebung unseres Grundstückes 10 (zehn) vergiftete Katzen gefunden. Nach Schilderung der Symptome konnte unser Tierarzt das vermutlich verwendete Gift benennen. In den letzten Wochen häufen sich Fälle von schweren Verletzungen bei Katzen (Beinbrüche, Beckenbrüche und Vergiftungsverdacht). Freilich können Verletzungen auch durch den Autoverkehr entstehen, dennoch halten wir unsere Augen offen um eine mögliche gezielte Tierquälerei zu beenden.

Was die Anzahl von Katzen angeht kursieren Zahlen in der Größenordnung von bis zu 40 (vierzig) Tieren. Herr Heinlein (Stadtverwaltung Pappenheim) hat mir gegenüber geäußert, bereits von weit höheren Zahlen gehört zu haben. Da das „Bieswanger Katzenthema“ auch an diversen Stammtischen diskutiert wird, dürften die Zahlen stark „Wurm-Abhängig“ sein. Doch selbst bei der Stadtratssitzung am 15.10.2015 entwickelte die Zahl der Tiere eine besondere Dynamik: sprach Stadtrat Gronauer noch von 20-40 Katzen (die Basis dieser Schätzung blieb unerwähnt), redete Stadträtin Pappler nur wenige Minuten später von 50 Katzen welche niemandem gehören sollen. Ein zaghaft hervorgebrachter Einwand des Stadtrats Hönig, die Zahl erscheine ihm zu hoch gegriffen, blieb weitgehend ungehört. Nach unseren Schätzungen besuchen uns wechselweise ca. 10 Katzen täglich, wie viele davon herrenlos sind, können wir nicht abschätzen.

Bereits vor Monaten begutachteten zwei Herren des Veterinäramtes den Zustand von herrenlosen Katzen im Bereich des Kindergartens. Zum Zustand der Katzen auf unserem Grund gab es keinerlei Beanstandung. Vor einigen Wochen (Juni oder Juli 2015) rieten uns die Herren bei einem erneuten Besuch wegen der Hygieneprobleme im Kindergarten, möglichst alle verfügbaren Katzen einer Wurmkur zu unterziehen. Daraufhin haben wir sieben Katzen, auf unsere Kosten, tierärztlich versorgen lassen, einen schriftlichen Nachweis habe ich den beiden Herren im Beisein von Herrn Heinlein übergeben. Mit Hilfe des Veterinäramtes wurde eine Verbringung von ca. sechs Katzen in ein Tierheim angedacht. Leider konnte das Veterinärsamt kein Tierheim mit der Bereitschaft zur Aufnahme der Tiere ermitteln. Ob eine „Umsiedlung“ vermeintlich herrenloser Tiere rechtlich überhaupt möglich wäre, kann ich derzeit nicht beurteilen. Die bei der Stadtratssitzung empfohlenen Maßnahmen wie Austausch von verunreinigtem Schotter oder Einfangen einiger Katzen löst meiner Meinung nach das Problem nicht. Die verbleibenden Katzen werden sich über frisch gereinigte Toiletten freuen.

Stadtrat Gronauer teilte mit, zur Lösung des Gesamtproblems, bereits mittels Internet diverse Musterprozesse studiert zu haben. Da die Stadt Pappenheim keine Möglichkeit habe gegen die angegriffene Familie vorzugehen, empfahl er eine Zivilklage anzustrengen. Gegen wen und mit welchem Inhalt ließ er offen. Weit entfernt von einer Diskussion zur Problemlösung ließ Bürgermeister Sinn über einen äußerst zweifelhaften Beschlussvorschlag abstimmen.

Weitere Verwunderung löst die Informationspolitik des Bürgermeisters Sinn aus. Nach meinen Informationen fand im August 2015 im Kindergarten Bieswang eine Elternbeiratssitzung statt, zu der u.a. die Bieswanger Stadträte, der zuständige Referatsleiter der Stadtverwaltung und der 1.Bürgermeister geladen waren. Im Interesse einer Problemlösung wollte die Stadtverwaltung wohl auch mich einladen, was aber ausdrücklich von Bürgermeister Sinn untersagt wurde. Obwohl meine Familie als Ursprung der ganzen Problematik deklariert werden soll, geht es Herrn Sinn wohl weniger um eine Lösungsfindung. Es ist ganz offensichtlich, dass der 1.Bürgermeister und Vertreter der SPD eine vermeintlich offene Rechnung mit mir begleichen wollen. Mein Engagement zum Bürger- bzw. Ratsbegehren und zur Durchsetzung einer schnellen Breitbandlösung für möglichst alle Bürger, hat bei der SPD offensichtlich keine Freude hinterlassen.

Meines Erachtens können wir die Hygieneproblematik im Kindergarten und die Belästigungen der Anwohner (sofern vorhanden) nur gemeinsam lösen. Weder Bürgermeister Sinn noch Stadtrat Gronauer haben mich bis heute zu diesem Thema angesprochen. Stattdessen wurden wir mit Schreiben vom 6.8.2015 von Bürgermeister Sinn und Anwaltsschreiben vom 12.08.2015 aufgefordert zu melden wie viele Katzen uns gehören. Wir haben bereits für unseren Standort verschiedene Punkte umgesetzt (pflanzen von sog. „Verpiss-dich-Pflanzen“, keine Fütterung im Außenbereich, Tierarztbesuch, Versuch von Umsiedlung in Tierheim etc.). Für weitere Ideen und gemeinsame Gespräche sind wir jederzeit offen. Mit geheimen Anschuldigungen, Stammtischparolen, Paragraphen-Jonglieren oder blindem Aktionismus werden wir unserem Kindergarten und den betroffenen Anwohnern nicht helfen können.

17.10.2015
Wolfgang Sachse




Feuerwehr rettet Katze

In Bieswang wurde am Sonntagnachmittag von einem Nachbarn eine Katze festgestellt, welche vergeblich versuchte, durch ein gekipptes Fenster aus einer Wohnung zu kommen. Laut Nachbarn war schon seit zwei Tagen niemand mehr in der Wohnung. Die herbeigerufene Feuerwehr öffnete das Fenster, so dass die Katze befreit werden konnte. Die Katze war durch ihr Missgeschick unverletzt geblieben und konnte wohlauf ihren In Freiheit weiter ihre Wege gehen.




Breitbandausbau in greifbarer Nähe

Der Breitbandausbau wird nun auch in den Pappenheimer Ortsteilen bald umgesetzt werden. Das jedenfalls geht aus einer Information hervor, die Bürgermeister Uwe Sinn bei der jüngsten Stadtratssitzung bekanntgegeben hat.

141120-breitband-odorfDemnach steht jetzt fest, dass auch die bisher nicht integrierten Gebiete vor allem im Göhren und Osterdorf jetzt auch mit einer 30 MBit/s-Verbindung ausgestattet werden. Bei der Ausschreibung gingen bei der Stadt Pappenheim die Angebote zweier Anbieter ein. Den Zuschlag für den Breitbandausbau im Pappenheimer Kumulationsgebiet hat die Telekom Deutschland GmbH erhalten.

Inzwischen ist auf der Grundlage des Telekom-Angebotes ein Förderantrag bei der Regierung von Mittelfranken gestellt worden. Wenn die Förderquote, wie erwartet bei 80% liegt, wird der Ausbau des Breitbandnetzes im gesamten Kumulationsgebiet rund 76.000 Euro aus der Stadtkasse beanspruchen.

Um die anspruchsvolle Breitbandverbindung von 30 MBit/s gewährleisten zu können, werden 11 Kabelverzweiger mit VDSL-Technik eingebaut Außerdem wird für alle Ortsteile eine Zuführung mit Glasfaser sichergestellt.

Sobald der Bewilligungsbescheid der Regierung die Stadt Pappenheim erreicht, wird mit der Telekom ein Vertrag zum Ausbau des Breitbandnetzes geschlossen. Das Breitbandnetz wird dann voraussichtlich ein Jahr später in Betrieb genommen.




Gemeindliches Einvernehmen für den Bioputenstall

Dem Neubau eines Bioputenstalles in Osterdorf sowie der Nutzungsänderung einer Maschinenhalle am Ortsrand von Osterdorf hat der Stadtrat bei drei Gegenstimmen das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Nach Meinung der Bürgerinitiative Osterdorf (BIOS) ist die Putenmastanlage für insgesamt 2.400 Tiere noch immer zu nahe am Ortsbereich. 44 Osterdorfer sprechen sich in einer zweiten Eingabe nicht gegen das Bauvorhaben aber gegen den Standort aus, der sich noch immer zu nahe an der Wohnbebauung befinde.

Das Bauvorhaben
Wie berichtet sollen im Nordosten Osterdorfs Mastställe für die Aufzucht und Endmast von insgesamt 2.400 Puten entstehen. Gegen die ursprünglichen Pläne des Bauwerbers hatte sich eine Bürgerinitiative (BIOS) gegründet, die am 14.09.2015 bei der Stadt Pappenheim ein Schreiben mit 21 Unterschriften eingereicht hat, in dem sie sich gegen den Standort des Bauvorhabens wendet. Als Folge dieses Schreibens zog der Bauwerber seinen ursprünglichen Bauantrag kurz vor der Sitzung des Stadtrates zurück und reichte nun neue Planungen ein, die am 15.10. im Stadtrat zur Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens anstanden.

In der geänderten Planung ist nun der Standort des Stalles für die Endmast statt ursprünglich 160m nun 350 m von der Wohnbebauung entfernt. Auch der Freilauf für die Putenvormast grenzt jetzt nicht mehr unmittelbar an den Etterweg, sondern ist 60 m von diesem in nördlicher Richtung entfernt. Die Mehrheit der Nachbarn des Bauvorhabens, die im erweiterten Verfahren beteiligt sind hat nach diesen Planänderungen ihre Zustimmung durch Unterschrift erteilt.

Wie bereits berichtet, gibt es für das Bauvorhaben kein Immissionsschutzrechtliches Genehmigungsverfahren. Deshalb ist für die Genehmigung des durch die Landwirtschaft privilegierten Bauvorhabens ausschließlich maßgebend, ob die Erschließung gesichert ist und ob dem Vorhaben öffentliche Belange entgegenstehen. Aus Sicht der Verwaltung liegen keine Gründe vor, die eine Verweigerung des gemeindlichen Einvernehmens rechtfertigen würden.

BIOS befürchtet gesundheitliche Schäden
Das sieht die BIOS ganz anders. Am Sitzungstag hatte sie einen weiteren Schriftsatz mit mehreren Anlagen abgegeben in dem sie ausführlich darlegt, weshalb das Bauvorhaben weiter von der Ortschaft entfernt errichtet werden soll.

„Die Bürgerinitative Osterdorf legt Wert auf die Feststellung, dass sie sich nicht gegen das Bauvorhaben als solches richtet. Allerdings ist es nach unserer Überzeugung unabdingbar, die Putenmastanlage deutlich weiter vom Dorf entfernt zu errichten“, heißt es in dem Schreiben an die Stadt Pappenheim. Begründet wird die Haltung in acht Anlagen, die insgesamt 15 Seiten umfassen. Darunter befinden sich neben ärztlichen Attesten z.B. auch Fachhinweisen auf Mikrobiologische Belastung der Luft und damit Verbundene schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Nachbarn. Auch eine Liste mit 44 Unterschriften Osterdorfer Bürgerinnen und Bürger befindet sich bei den Anlagen, die das Anliegen der BIOS unterstützen.

Diskussion und Beschluss
Der örtliche Stadtrat Walter Otters (FW) verwahrte sich zunächst gegen die Vorwürfe aus der Osterdorfer Bevölkerung, die Stadträte hätten von dem Bauvorhaben schon lange vor dessen allgemeinen Bekanntwerden gewußt. Es habe in Osterdorf eine Besprechung mit allen Beteiligten gegeben und man gehe trotz unterschiedlicher Meinungen vernünftig miteinander um. Wichtig sei ihm, dass trotz unterschiedlicher Betrachtungsweisen kein Unfrieden in der Dorfgemeinschaft entstehe. Aus der Sitzungsvorlage gingen keine Hinderungsgründe für das gemeindliche Einvernehmen hervor. „Ist das bei dem Schreiben der Bürgerinitiative anders?“, fragte Otters in die Raunde.

Es sei in Osterdorf alles vernünftig geregelt, stellte Christa Seuberth (SPD) fest. Und Anette Pappler (SPD) betonte, dass es für Ihre Entscheidung wichtig sei, was die örtlichen Ratskollegen übermitteln.

„Aus emotinalen Gründen müsste ich auch dagegen stimmen, denn dann hätte ich meine Ruhe“, meinte Otters. Aber er wolle sich an der Sachlage orientieren.

Geschäftsleiter Eberle wies im Rahmen der Diskussion noch darauf hin, dass bereits der erste Plan des Bauwerbers mit den geringeren Abstandsflächen genehmigungsfähig gewesen wäre. Trotzdem habe der Bauwerber den Plan nochmal geändert „Das macht auch nicht jeder“, stellte Eberle fest.

Mit drei Gegenstimmen wurde dem Bauvorhaben das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Gegenstimmen kamen von der SPD (Bgm. Uwe Sinn und Gerhard Gronauer) und von der Bürgerliste (Alexius Lämmerer)




Zifferblatt der Turmuhr wird saniert

Die Zifferblätter an der Bieswanger Kirchturmuhr werden saniert. Das wurde kürzlich vom Stadtrat einstimmig beschlossen. Nach umfangreichen Recherchen konnten nun auch die Besitzverhältnisse der Turmuhr geklärt werden.

151023_beisw-turmuhr_huchIm Zuge der Sanierung der Bieswanger Kirche soll auch die Außenfassade in neuem Glanz erstrahlen und wurde deshalb eingerüstet. Ende September wurde festgestellt, dass die Zifferblätter der Turmuhr durch den Zahn der Zeit in Mitleidenschaft gezogen worden sind. Da die Sanierungskosten für die Turmuhr von alters her immer von der politischen Gemeinde übernommen wurden, erging auch diesmal der Antrag an die Stadt Pappenheim zur Kostenübernahme.

Unstrittig konnte nachgewiesen werden, dass die Reparaturen immer (letztmals 1977) von der Gemeinde Bieswang bzw. der Stadt Pappenheim übernommen wurden. Allerdings stellte sich dort die Frage, wer denn Eigentümer der Uhr sei.

Wenige Tage vor der Sitzung konnte noch ein Nachweis gefunden werden, dass die Kirchturmuhr von der politischen Gemeinde Bieswang gekauft wurde. Damit geht das Eigentum und die Erhaltungspflicht an die Stadt Pappenheim über.

Die beiden Kostenvoranschläge für die Sanierung liegen bei rund 2.000 Euro und 5.000 Euro. Für Ausgaben in dieser Höhe wird in Pappenheim ein Ratsbeschluss benötigt. Damit die Sanierung schnell in Auftrag gegeben werden kann, wurde die Sanierung der Bieswanger Kirchturmuhr von Stadtrat einstimmig beschlossen. Bei allen Wortmeldungen zum Thema wurde die schnelle Wiederherstellung der Zifferblätter befürwortet.

Inzwischen sind die Zifferblätter ausgebaut und werden innerhalb der nächsten Wochen restauriert. Voraussichtlich Ende November sie wieder eingebaut.




Neue Spiele für die „Rasselbande“

Der städtische Kindergarten in Bieswang zählt zu den Gewinnern der „KiTa-Spielothek“ 2015 und erhält von „Mehr Zeit für Kinder e.V.“ ein umfangreiches Spielwarenpaket mit wissenschaftlich geprüften Produkten. Das besondere an der „KiTa-Spielothek“ ist: Die Produkte sollen auch an die Familien der Kinder zum gemeinsamen Spielen zu Hause ausgeliehen werden.

Der städtische Kindergarten in Bieswang hat sich in diesem Jahr am Aufruf der Initiative „KiTa-Spielothek“ des Mehr Zeit für Kinder e.V. beteiligt und ein umfangreiches Spielwarenpaket gewonnen. Insgesamt werden in diesem Jahr 500 Einrichtungen ausgestattet. Die Initiative „KiTa-Spielothek“ möchte spielerisch die Entwicklung von Kindergartenkindern fördern und durch die Ausleihe der Produkte zu den Familien nach Hause die Spielkultur in den Familien stärken. Gesponsert werden die Produkte in diesem Jahr von den Herstellern Ravensburger, Bruder, Zapf Creation, Schleich und rolly toys.

Wie in einer Bibliothek dürfen die Kinder ihre Lieblingsspiele aus der „KiTa-Spielothek“ ausleihen und mit nach Hause nehmen, um sie dort gemeinsam mit der Familie auszuprobieren. Die Erzieherinnen und Erzieher können den Eltern Ratschläge geben, welche Spielwaren die Fähigkeiten ihrer Kinder besonders gut fördern. Auf diese Weise entsteht eine Erziehungspartnerschaft zwischen Erziehern und Eltern und es ergeben sich Anlässe zu Gesprächen über die Entwicklung des Kindes.

Die „KiTa-Spielothek“ wurde 2010 vom „Mehr Zeit für Kinder e.V.“ ins Leben gerufen. Seitdem wurden 3.000 Kindergärten und 1.000 Krippen mit einer „KiTa-Spielothek“ ausgestattet.

Interessierte Kindergärten, Kitas und Krippen können sich jetzt schon unter kitaspielothek@mzfk.de melden, um im nächsten Frühjahr die neuen Wettbewerbsunterlagen zu erhalten.

Das Foto zeigt die Kinder des städtischen Kindergartens in Bieswang „Rasselbande“, die sich zusammen mit den Erzieherinnen über den Gewinn der „KiTa-Spielothek“ freuen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kitaspielothek.de.

 




Baugebiet „Am Schlägle“ wird erschlossen

Nachdem der Stadtrat im November 2013 die Erschließung des neuen Geisloher Baugebietes mit 6:7 Stimmen abgelehnt hatte, wurde jetzt ein einstimmiger Beschluss zugunsten des zweiten Geisloher Baugebietes gefasst.

Bereits am 7. November 2013 war die Erschließung des Baugebietes auf dem Gelände der ehemaligen Schreinerei Rabus auf der Tagesordnung.

[Unseren Artikel finden Sie hier …]

151007_am-schlaegle-1„Am Schlägle“ ist dieses neue Baugebiet benannt und sieht drei Bauplätze vor. Das relativ kleine Baugebiet ist jedoch erweiterbar, denn nördlich des neuen Baugebietes gibt es städtische Flächen, auf denen weitere 12 Bauplätze entstehen könnten. Bevor es aber soweit ist, müsste der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden.

Die Baugrundstücke werden mit einer Stichstraße und einer Wendeplatte erschlossen. Am Standort der ehemaligen Betriebsgebäude ist eine großzügige Grünfläche geplant. Mit der Erschließung und Bebauung der 5.000 m² großen Fläche an der Stelle des vormaligen „Rabusgeländes“ soll die durch den Abbruch entstandene Baulücke geschlossen werden. Dies war Voraussetzung für eine Bezuschussung der Abbruchkosten durch das Amt für ländliche Entwicklung (ALE). Inzwischen sind zwei der drei Bauplätze verkauft. Die Anzahl der verkauften Bauplätze hatte im November 2013 zu den Gegenstimmen von CSU und Freien Wählern geführt. Denn damals war noch keiner der Bauplätze verkauft, es gab lediglich einen Kaufinteressenten. Wurde bei den Erschließungskosten im November 2013 von rund 90.000 Euro gesprochen, so sind es nun 105.000 Euro, die für die Erschließung des neuen Baugebietes einschließlich der Kanalkosten aufgewendet werden müssen. Dabei fallen auf die Straßenbauarbeiten etwa 65.000 Euro und ca. 40.000 Euro für die Kanalverlegung an.

In der Sitzung des Stadtrates schlug Stadtrat Friedrich Hönig (FW) vor, neben der Wendeplatte im Bereich der geräumigen Grünfläche noch einige Parkplätze zu schaffen. Dieser Vorschlag wurde jedoch nicht weiter verfolgt.

Letztlich kam es zu einem einstimmigen Beschluss, das Baugebiet „Am Schlägle“ in Geislohe zu erschließen. Da die Bauwerber in diesem Jahr nicht mehr beginnen wollen – so Geschäftsleiter Eberle – sei es sinnvoll mit den Erschließungsarbeiten erst im Jahr 2016 zu beginnen.

In Geislohe gibt es derzeit in einem weiteren Baugebiet „Gründlein“ reichlich Bauland. Der Bebauungsplan aus dem Jahre 2000 sieht die Bauabschnitte 1-3 vor. Erschlossen ist im Gründlein bisher der Bauabschnitt 1, wobei es hier noch aktuell 2-3 unbebaute Bauplätze gibt. Ob die Bauabschnitte 2 und 3 mit insgesamt ca. 30 Bauplätzen je erschlossen werden ist ungewiss.




Drei Sozialträger haben Interesse

Für das Schulhaus in Bieswang haben vier von neun angeschriebenen Träger Interesse zum Betrieb einer sozialen Einrichtung gezeigt. Das Ansinnen des Landkreises zur Unterbringung von unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen vom Stadtrat bereits vor Ablauf der Bewerbungsfrist am 30. 07.2015 abgelehnt.

Vor dem Eintritt in die Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung am 17. September 2015 hat Bürgermeister Uwe Sinn zum aktuellen Stand in Sachen Schulhaus Bieswang Stellung bezogen. In seiner Schilderung stellte er einen chronologischen Abriss der bisherigen Ereignisse dar.
Nachdem es für das Bieswanger Schulhaus, das derzeit ungenutzt ist, eine Kaufanfrage gegeben hatte, stand der Verkauf des Gebäudes auf der Tagesordnung der öffentlichen Stadtratssitzung am 11. Juni 2015 [Wir haben berichtet – unseren Artikel finden Sie hier…]. Bei dieser Sitzung wurde man sich im Stadtrat einig, dass versucht werden soll, in dem Schulhaus eine Sozialeinrichtung unterzubringen und die Verwaltung wurde mit der Recherche nach geeigneten Sozialträgern für das Bieswanger Schulhaus beauftragt.

Knapp zwei Wochen später wurden 9 Sozialeinrichtungen angeschrieben, wovon sich vier am Bieswanger Schulhaus interessiert zeigten. Darunter war auch ein Angebot des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, der das Gebäude als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge anmieten wollte. Dieses Ansinnen wurde vom Stadtrat jedoch in einer Sitzung am 30. Juli abgelehnt.

Die Meldefrist lief bis Ende August und von den Vertretern der verbleibenden drei Interessenten wurde das Schulhaus auch besichtigt. Eine der Sozialeinrichtungen will ein Ferienhaus für Menschen mit Behinderung und deren Familien einrichten und die beiden anderen Träger möchten sich im Bereich der Seniorenbetreuung engagieren.
In einem Schreiben des Bürgermeisters, das im September an die interessierten Sozialträger ging, wurden diese gebeten ihre konkreten Vorstellungen zu formulieren und gegebenenfalls in der Stadtratssitzung am 15. Oktober 2015 dem Ratsgremium vorzustellen.

Dem CSU-Fraktionsvorsitzenden Florian Gallus wäre es allerdings lieber gewesen, wenn in der Stadtratssitzung am 17. September schon ein Grundsatzbeschluss zugunsten einer Einrichtung für Seniorenbetreuung gefasst worden wäre. Das jedenfalls hatte er in einem vom 31.08.2015 datierten Schreiben beantragt. Dieser Wunsch des Oppositionsführers scheint nachvollziehbar. Zum einen ist eine solche Einrichtung schon seit dem Erbe von Marie Pfister im Jahre 2008 im Gespräch und zum anderen könnte für die Finanzierung der zweckgebundene Nachlass von Marie Pfister in Höhe von rund 600.000 Euro Barvermögen für eine Senioreneinrichtung verwendet werden.

Bürgermeister Sinn allerdings will, – wie er bei seinem Vortrag deutlich machte – dass alle sozialen Träger die Interesse am Bieswanger Grundschulhaus haben, gleich behandelt werden sollten. Im Rahmen der Gleichbehandlung sollten alle Gelegenheit bekommen ihr Konzept vorzustellen. Erst dann solle eine unvoreingenommene und sachorientierte Beratung und Entscheidung im Stadtrat erfolgen.