Neue Bestattungsmöglichkeit auf dem Osterdorfer Friedhof

Auf dem Friedhof in Osterdorf soll künftig auch eine Baumbestattung möglich sein. Der Pappenheimer Stadtrat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, eine entsprechende Fläche zu schaffen und gleichzeitig den bestehenden Urnenhain zu erweitern.

Aus Osterdorf war angeregt worden, auf dem Friedhof einen oder zwei sogenannte Urnenbäume zu pflanzen. Bislang sind dort Beisetzungen in Einzel- und Doppelgräbern sowie im Urnenhain möglich. Für die neue Bestattungsform bietet sich eine freie Fläche im nordwestlichen Bereich des Friedhofs links neben dem Hauteingang an. Dort befinden sich allerdings noch alte Fundamente im Boden, die derzeit ausgegraben werden. damit das Gelände entsprechend hergerichtet werden kann.

Erste Vorstellungen zur Gestaltung wurden bereits gemeinsam mit der Osterdorfer Bevölkerung entwickelt. Vorgesehen ist, Bäume zu pflanzen und darum einen Ring mit Urnengräbern anzulegen. Die Urnen sollen im Erdreich beigesetzt werden. Bodengleiche Platten könnten den jeweiligen Grabplatz kennzeichnen und die Namen und Daten der Verstorbenen tragen.

Auf Grabeinfassungen und dauerhaften Grabschmuck soll verzichtet werden. Damit würde eine weitgehend pflegefreie Bestattungsmöglichkeit entstehen. Wie die Anlage letztlich gestaltet wird, soll unter Einbeziehung der Osterdorfer Bevölkerung festgelegt werden.

Gleichzeitig ist vorgesehen, den bereits bestehenden Urnenhain in nördlicher Richtung um sieben Plätze zu erweitern. Für die Grabmale sollen Fundamente geschaffen werden, vor denen später die Urnen beigesetzt werden.

Für die Arbeiten auf dem Osterdorfer Friedhof sind im Haushalt 2026 insgesamt 10.000 Euro eingeplant. Da die städtischen Friedhöfe über Gebühren finanziert werden, fließen die Investitionskosten später in die Gebührenkalkulation ein. Sobald die neue Bestattungsmöglichkeit eingerichtet ist, müssen außerdem die Friedhofssatzung und die Friedhofsgebührensatzung entsprechend angepasst werden.

Mit seinem einstimmigen Grundsatzbeschluss hat der Stadtrat nun den Weg für die Baumbestattung und die Erweiterung des Urnenhains in Osterdorf freigemacht. Bürgermeister Florian Gallus wurde ermächtigt, die dafür notwendigen Aufträge zu vergeben.




Rekord beim Osterdorfer Pressackkarteln

Das Pressackkarteln am Kirchweihmontag gehört in Osterdorf seit jeher zur Kirchweih wie gute Stimmung und ein zünftiger Frühschoppen. Dass diese Tradition nach wie vor bestens gepflegt wird, zeigte sich in diesem Jahr besonders eindrucksvoll. Mit 83 Teilnehmern konnte sogar eine Rekordbeteiligung verzeichnet werden.

Der Einladung des Frühschoppensvereins „Einigkeit macht stark“ waren die Kartler gefolgt, um beim traditionellen Pressackkarteln der Osterdorfer Kirchweih ihr Glück zu suchen. Das Ziel war dabei klar. Sechs Asse mussten auf dem eigenen Konto verbucht werden, um sich die Königswürde zu sichern. Als Erster schaffte dies Lorenz Obernöder, der damit zum Pressackkönig gekürt wurde. Die Würde des Vizekönigs ging an Rudolf Hanke.
Und weil ein Pressackkönig selbstverständlich nicht mit leeren Händen nach Hause gehen soll, durften sich die beiden Majestäten über Pressäcke freuen. Gestiftet wurden diese von Caterer Ernst Kraft von „Die Partykiste“. Doch auch für die übrigen Teilnehmer war nach dem Karteln noch lange nicht Schluss. Das von der Brauerei Wurm gestiftete Freibier wurde von den beiden Majestäten und weiteren Spendern noch aufgestockt. So ließ sich die stattliche Kartlerrunde den Kirchweihmontag anschließend sichtlich gut gelaunt schmecken.
Mit 83 Teilnehmern, zwei frisch gekürten Majestäten, Pressack und Freibier hat das Osterdorfer Pressackkarteln einmal mehr bewiesen, dass eine gute Kirchweihtradition auch nach vielen Jahren nichts von ihrem Reiz verloren hat.

Titelfoto: Erwin Knoll

 




Spannende Feuerwehrgeschichte und große Ehrungen in Übermatzhofen

Mit einem festlichen Abend hat die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Dabei wurde nicht nur die lange Geschichte einer Dorffeuerwehr lebendig, sondern auch deutlich, was eine solche Gemeinschaft über Generationen hinweg trägt. Ehrenamtliches Engagement, Verlässlichkeit und Kameradschaft zogen sich wie ein roter Faden durch den Jubiläumsabend. Einen besonderen Akzent setzte Bernd Hörauf mit seiner Festansprache, in der er 125 Jahre Feuerwehrgeschichte ebenso kenntnisreich wie kurzweilig Revue passieren ließ. Ehrungen für langjährigen aktiven Dienst und Vereinstreue sowie die Ernennung eines Ehrenmitglieds bildeten einen besonderen Schwerpunkt des Abends.

Eine Zeitreise durch 125 Jahre Feuerwehrgeschichte
Bernd Hörauf verstand es bei seiner Festansprache, aus einer Chronik eine lebendige Zeitreise zu machen. Dabei führte er seine Zuhörer zurück in jene Jahre, als in Übermatzhofen aus der bestehenden Pflichtfeuerwehr eine Freiwillige Feuerwehr wurde.

Wie bescheiden die persönliche Ausrüstung damals ausfiel, zeigt ein lederner Löscheimer. Ein solcher gehörte seinerzeit als Pflichtgegenstand in jeden Haushalt und war sogar Voraussetzung für die Gründung einer neuen Familie. In Übermatzhofen gab es darüber hinaus ein Leiterhaus, in dem auch die Feuerhaken für die Steiger aufbewahrt wurden.

Dass der Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr für die Gründergeneration keineswegs eine leichte Aufgabe war, machte Hörauf ebenfalls deutlich. Die neue Freiwillige Feuerwehr mit 22 Gründungsmitglieder nahm für die Anschaffung von Uniformen und neuen Gerätschaften enorme Schulden auf sich.

Auch bei Übungen herrschten strenge Regeln. Hörauf zitierte aus einem alten Protokoll, wonach beim ersten Versäumen einer Übung 50 Pfennig und beim zweiten Mal bereits eine Mark in die Vereinskasse zu zahlen waren. Ein drittes Versäumnis hatte den Ausschluss aus der Feuerwehr zur Folge

Für besondere Anschaulichkeit sorgte der Blick auf die damalige Alarmierung. Zu den verschiedenen Gruppen und Aufgaben innerhalb der Wehr gehörte auch der Signalist. Lange bevor eine Sirene die Feuerwehrleute zum Einsatz rief, zog er mit seinem Signalhorn durch den Ort. Wie sich das angehört und ausgesehen haben mag, konnten die Gäste unmittelbar erleben. Ein Feuerwehrmann mit Lederhelm und Kleidung aus damaliger Zeit ging durch die Reihen im Festzelt und demonstrierte den Feueralarm aus der Zeit vor rund 150 Jahren.

Auch die Handsirene kam zum Einsatz. Zusammen mit der Entwicklung der verschiedenen Uniformtypen bis hin zum heutigen Schutzanzug Bayern 2000 Zeichnete Hörauf mit seinem Vortrag ein anschauliches Bild davon, wie sehr sich Feuerwehrtechnik und persönliche Ausrüstung im Laufe der Jahrzehnte verändert haben.

Eine erhebliche Erleichterung für die Feuerwehren auf der Höhe brachte um das Jahr 1910 der Einzug der Wasserleitung. Den ersten Brandeinsatz im eigenen Dorf verzeichnete die Übermatzhofener Wehr 1926 bei einem Scheunenbrand. Auch 1980 und 1982 wurden in Übermatzhofen große Scheunen Opfer der Flammen.

Zu den weiteren bedeutenden Brandeinsätzen gehörten 1987 der Großbrand bei der Firma Dynamit Nobel in Niederpappenheim sowie 1989 der Großbrand bei der Möbelfabrik Gruco auf der Lach

Eine besondere Episode der Feuerwehrgeschichte ereignete sich ausgerechnet am Morgen des Jubiläumssonntags zum 75-jährigen Bestehen. Wegen eines Brandes in der Langenaltheimer Haardt heulten in Übermatzhofen die Sirenen. Die Feuerwehr rückte aus, wurde jedoch mit Blick auf das Jubiläum vom Kreisbrandrat wieder nach Hause geschickt und schaffte es gerade noch rechtzeitig zum Festgottesdienst.

Dass Feuerwehrgemeinschaft nicht nur bei Übungen und Einsätzen funktioniert, bewiesen die Übermatzhofener auch beim Tauziehwettbewerb des Pappenheimer Volksfestes. Von 1978 bis 1980 und erneut von 1995 bis 1997 holten die Männer aus Übermatzhofen den Pokal jeweils drei Jahre in Folge und durften ihn damit behalten.

Ein weiterer Meilenstein folgte 2001. Zum 100-jährigen Jubiläum wurde eine Vereinsfahne angeschafft und im Rahmen der Feierlichkeiten feierlich geweiht.

Mit vielen solcher Episoden gelang es Bernd Hörauf, die 125-jährige Geschichte nicht lediglich anhand von Jahreszahlen nachzuzeichnen. Vielmehr ließ er ein Stück Übermatzhofener Dorf- und Feuerwehrgeschichte lebendig werden und machte sichtbar, wie sich aus den bescheidenen Anfängen der Pflichtfeuerwehr die heutige Freiwillige Feuerwehr entwickelt hat.

Auszeichnungen für langjährigen Dienst und Vereinstreue
Der Jubiläumsabend bot zugleich einen würdigen Rahmen, um Feuerwehrleute und Vereinsmitglieder für ihren langjährigen Einsatz und ihre Verbundenheit mit der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen auszuzeichnen.

Eine Ehrung wurde Bernd Hörauf, Klaus Müller und Norbert Fister zuteil. Hubert Stanka überreichte als Vertreter des Landkreises im Namen des Bayerischen Staatsministers des Innern die Urkunden und das Goldene Ehrenzeichen für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst.
Mit dieser Auszeichnung ist auch ein einwöchiger Aufenthalt im Bayerischen Feuerwehrerholungsheim St. Florian in Bayerisch Gmain verbunden. Damit die ausgezeichneten Feuerwehrleute diesen Aufenthalt nicht alleine antreten müssen, übernimmt die Stadt Pappenheim die Kosten für jeweils eine Begleitperson. Bürgermeister Florian Gallus überreichte dafür entsprechende Gutscheine.
Für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Matthias Meyer vom Stellvertreter des Landrats mit dem Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet.

Eine besondere Würdigung erfuhr Heinrich Grimm. Vereinsvorsitzender Werner Schramm ernannte ihn für seine besonderen Verdienste zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen.

Auch langjährige Vereinstreue wurde an diesem Abend gewürdigt. Eine Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft im Verein erhielten Herbert Stretz, Christoph Zombik, Markus Riedl und Roland Gutmann.

 

 




Übermatzhofen feiert seine Feuerwehr

Die Freiwillige Feuerwehr Übermatzhofen hat am Samstagabend ihr 125-jähriges Bestehen mit einem würdigen Festabend gefeiert. Auf dem Dorfplatz vor der Kirche hatte die Jubelwehr ein Festzelt aufgebaut und die Feuerwehren des Brandkreises 8 eingeladen. Eingeladen waren die neun Feuerwehren der Stadt Pappenheim sowie drei Wehren aus dem Gemeindebereich Langenaltheim und zwei aus dem Gemeindebereich Solnhofen.

Zu Beginn des Festabends begrüßte der Erste Vorsitzende der Freiwilligen Feuerwehr Übermatzhofen, Werner Schramm, die Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden aus dem Brandkreis und dankte ihnen im Namen der Jubelwehr für ihr Kommen. Sein besonderer Gruß galt den Ehrengästen, darunter Landratsstellvertreter Hubert Stanka sowie Pappenheims Erster Bürgermeister Florian Gallus und Zweiter Bürgermeister Walter Otters, die gemeinsam mit mehreren Stadträtinnen und Stadträten nach Übermatzhofen gekommen waren. Ebenso begrüßte Schramm Kreisbrandrat Volker Satzinger und Kreisbrandmeister Matthias Geck und Gerhard Fister den Ehrenkommandant der Übermatzhofener Feuerwehr. Ein herzlicher Gruß galt auch den beiden Vereinsvorsitzenden Peter Straßner vom Sportverein Übermatzhofen und Dieter König vom Liederkranz Übermatzhofen.

Anschließend ließ Erster Kommandant Thomas Stiegler einige markante Meilensteine der vergangenen 25 Jahre Revue passieren. Dabei hob er insbesondere die Sanierung des Feuerwehrhauses und die Anschaffung eines Feuerwehrfahrzeugs LF 8 hervor. Sein Dank galt allen, die dazu beigetragen haben, diese beiden wichtigen Vorhaben für die Übermatzhofener Wehr zu verwirklichen.

Bürgermeister Florian Gallus stellte in seinem Grußwort vor allem die Menschen in den Mittelpunkt, die seit nunmehr 125 Jahren bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen. Eine Feuerwehr lebe nicht allein von Fahrzeugen, Geräten und Ausbildung, sondern von Kameradschaft, gegenseitigem Vertrauen und der Gewissheit, sich im entscheidenden Augenblick aufeinander verlassen zu können. Gallus würdigte dabei besonders das Engagement von Kommandant Thomas Stiegler und dessen Stellvertreter Michael Schramm, die 2022 Verantwortung für die Wehr übernommen hatten. Auch Ehrenkommandant Gerhard Fister bezog er ausdrücklich in seinen Dank ein und erinnerte an dessen langjährige Arbeit für Feuerwehr und Kameradschaft.

Anerkennung sprach der Bürgermeister ebenso allen aktiven Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern aus, die Freizeit für Übungen und Lehrgänge aufbringen und im Einsatz vieles stehen und liegen lassen, um anderen zu helfen. Dabei dürften, so Gallus, auch die Familien nicht vergessen werden. Sie seien es, die mittragen, wenn ein gemeinsames Essen durch einen Alarm unterbrochen werde, ein Wochenende anders verlaufe als geplant oder nachts der Einsatzruf komme. Ohne diesen Rückhalt sei ein solches Ehrenamt kaum möglich.

Als ausgesprochen unkompliziert und konstruktiv bezeichnete Gallus das Verhältnis zwischen der Feuerwehr Übermatzhofen, dem Feuerwehrverein und der Stadt Pappenheim. Auch bei unterschiedlichen Meinungen könne miteinander gesprochen werden, wobei am Ende das gemeinsame Ziel einer starken Feuerwehr im Vordergrund stehe. Die Stadt Pappenheim wisse sehr genau, was sie an ihren Feuerwehren habe. Für die Zukunft wünschte Gallus der Übermatzhofener Wehr eine starke Kameradschaft und vor allem, dass alle Einsatzkräfte stets gesund von ihren Einsätzen zurückkehren.

Landratsstellvertreter Hubert Stanka rückte in seinem Grußwort neben dem ehrenamtlichen Einsatz besonders die Bedeutung der Feuerwehr für das dörfliche Leben in den Blick. „Ihr bringt Leben ins Dorf, ihr seid Teil des Dorflebens. Super, was ihr alles macht“, brachte Stanka seine Anerkennung zum Ausdruck. Dabei streifte er auch die Entwicklung des Feuerwehrwesens und verwies darauf, wie sehr sich etwa die Kommunikation vom Signalhorn früherer Zeiten bis hin zur heutigen WhatsApp-Gruppe verändert habe. Erfahrungen und Entwicklungen seien über Generationen weitergegeben worden. Unverändert geblieben sei dabei die eigentliche Zielrichtung, nämlich die ehrenamtliche Bereitschaft, Menschen in Not zu helfen.

Diesen Gedanken griff auch Kreisbrandrat Volker Satzinger auf. Er erinnerte daran, dass sich in Übermatzhofen bereits vor 125 Jahren Freiwillige dazu bereit erklärt hatten, in den Dienst am Nächsten zu treten. Der traditionelle Feuerwehrleitspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ habe deshalb auch in der Gegenwart nichts von seiner Bedeutung verloren. Gerade die Bereitschaft, einem anderen Menschen in einer Notlage zu helfen, müsse weiterhin einen festen Platz in der Gesellschaft haben.

Dabei machte Satzinger auch deutlich, wie sehr sich die Aufgaben der Feuerwehren in diesen 125 Jahren verändert haben. Längst gehe es nicht mehr allein um die Brandbekämpfung. Verkehrsunfälle, vollgelaufene Keller oder umgestürzte Bäume gehörten ebenso zum Einsatzspektrum. Im Landkreis seien rund 5.600 Bürgerinnen und Bürger Mitglied einer Feuerwehr und leisteten damit ihren Beitrag zu Brandschutz und technischer Hilfeleistung. Trotz aller Veränderungen sei der Grundsatz über die Jahrzehnte derselbe geblieben, nämlich einem Menschen zu helfen, der in Not geraten ist.

Für dieses Engagement dankte der Kreisbrandrat der Feuerwehr Übermatzhofen und verband damit seine Glückwünsche zum 125-jährigen Bestehen. Die Bereitschaft, sich ehrenamtlich einzubringen, bezeichnete Satzinger als einen Eckpfeiler des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Den Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden wünschte er weiterhin Kraft, Mut und Zuversicht für ihre Aufgaben.

Mit den Grußworten war zugleich der Rahmen für einen Jubiläumsabend gesetzt, bei dem die Feuerwehr Übermatzhofen und ihr ehrenamtlicher Dienst für die Allgemeinheit im Mittelpunkt standen. Über die Aufbereitung der 125-jährige Geschichte der Wehr sowie die im Verlauf des Festabends vorgenommenen Ehrungen wird in einem gesonderten Beitrag berichtet.




Kilometer und Kameradschaft beim Altmühltalmarsch

Bestes Wanderwetter, eine reizvolle Strecke durch das Altmühltal und nahezu 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bildeten am Samstag, 12. September 2026, den Rahmen für den mittlerweile 21. Altmühltalmarsch der Soldaten- und Reservistenkameradschaft (SRK) Bieswang. Die Veranstaltung hat sich über die Jahre weit über die örtlichen Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

Drei Marschstrecken mit Distanzen von 15, 20 und 25 Kilometern standen zur Auswahl. Für Familien, Einzelpersonen mit Kleinkindern und geschichtlich Interessierte wurde zudem eine geführte Wanderung rund um den landschaftlich reizvollen Juraort Bieswang angeboten. Dabei waren das SEzzi-Denkmal und das Hirschgehege bei Bieswang zwei von mehreren interessanten Stationen. Militärische Teilnehmer hatten außerdem die Möglichkeit, auf der Strecke ihren IGF-Marsch zu absolvieren. Wer dabei die Kriterien für den Leistungsmarsch erfüllen wollte, hatte 15 Kilogramm Marschgepäck zu tragen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Oberstleutnant der Reserve Martin Hajek und Pappenheims Bürgermeister Florian Gallus. Dass der Altmühltalmarsch inzwischen eine beachtliche Anziehungskraft weit über Bieswang hinaus entwickelt hat, zeigte sich schon an den Anmeldungen. Mit 80 auswärtigen Marschteilnehmern hatte es im Vorfeld so viele Anmeldungen von außerhalb gegeben wie noch nie.

Gallus konnte deshalb Gäste aus den unterschiedlichsten Regionen willkommen heißen. Die mit rund 20 Frauen, Männern und Kindern erneut stärkste Marschgruppe stellte, wie bereits seit Jahren, der Militärverein Kottensdorf bei Schwabach. Den weitesten Weg hatte die erstmals teilnehmende Reservistenkameradschaft Arzfeld aus der Eifel unter Führung von Stabsgefreitem Manfred Michels zurückgelegt.

Vertreten waren außerdem die Reservistenkameradschaften Fischach und Augsburg aus dem Regierungsbezirk Schwaben sowie Raitenbuch, Treuchtlingen und Osterdorf aus der näheren Umgebung. Auch der Patenverein, die Reservistenkameradschaft Wettstetten, war mit einer starken Abordnung nach Bieswang gekommen. Weitere Teilnehmer reisten unter anderem aus Calw und Frankenthal an. Hinzu kamen Hauptfeldwebel der Reserve Tiedemann vom Verband der Reservisten sowie Teile des Heimatschutzregiments 1 aus Roth.

Unter den nahezu 100 Teilnehmern befanden sich 60 aktive Soldatinnen und Soldaten beziehungsweise Reservisten sowie 20 zivile Marschiererinnen und Marschierer von auswärts. Damit zeigte sich einmal mehr der besondere Charakter des Altmühltalmarsches, bei dem militärische und zivile Teilnehmer gemeinsam unterwegs sind.

Eine besondere Würdigung galt Oberfeldwebel Eisenmann aus Weißenburg. Das Mitglied der SRK Bieswang ist aktiver Soldat an der Schule für ABC-Abwehr in Sonthofen und unterstützt den Altmühltalmarsch seit fast 15 Jahren mit seinem privaten Geländewagen „Wolf“.

Von Bieswang aus führte die Marschstrecke zunächst über Ochsenhart in das Schönfelder Tal. Dort teilten sich die Wege entsprechend der unterschiedlichen Distanzen. Der weitere Streckenverlauf führte über Esslingen und Solnhofen sowie über Zimmern schließlich wieder zurück nach Bieswang.

Damit unterwegs nicht nur die Kondition gefordert war, hatte die SRK auch für die Versorgung gesorgt. An zwei Versorgungsstationen konnten sich die Marschierer mit Getränken und Obst stärken. Darüber hinaus war eine Betreuung auf der Strecke gewährleistet.

Bis 14.30 Uhr hatten schließlich alle Starter wohlbehalten das Ziel erreicht. Besonders erfolgreich präsentierten sich die Teilnehmer des Militärvereins Kottensdorf. Mit einem ersten Platz über 20 Kilometer sowie zwei weiteren Pokalrängen auf den Strecken über 15 und 25 Kilometer waren sie auf dem Siegerpodest gleich mehrfach vertreten. Die Königsdisziplin über 25 Kilometer entschied ein Einzelstarter aus Konstein für sich.

Besondere Anerkennung gab es bei der anschließenden Siegerehrung für den ältesten Teilnehmer des Altmühltalmarsches. Oberleutnant der Reserve Herbert Volkert von der Reservistenkameradschaft Treuchtlingen bewältigte im Alter von 86 Jahren die 15-Kilometer-Strecke in einer hervorragenden Zeit.

Nach den sportlichen Anstrengungen rückte am späten Nachmittag die Kameradschaft in den Mittelpunkt. Für die passende musikalische Begleitung sorgte der bewährte Musiker „Ronny“ aus Wettelsheim mit rockigen Klängen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Der Küchentrupp um den Ersten Vorsitzenden Reinhard Schwenk bot eine reichhaltige Auswahl, die von verschiedenen Pizzen über Bratwurst mit Kraut bis zu Currywurst mit Pommes reichte.

Guten Zuspruch fand bei den Gästen aus nah und fern auch das Fassbier der örtlichen Brauerei Wurm. So konnte der Altmühltalmarsch nach den zurückgelegten Kilometern in geselliger Runde ausklingen, wobei neben dem sportlichen Erfolg vor allem die Pflege der Kameradschaft ihren gebührenden Platz fand.




Göhren feiert zwei Tage Kirchweih

Unter dem Motto „Zwei Tage Gemeinschaft. Tradition. Genuss.“ laden die Göhrener Vereine am Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September 2026, zur Kirchweih ein. Rund um das Festzelt und den Festplatz erwartet die Besucher ein geselliges Wochenende mit Gottesdienst, kulinarischen Kirchweihschmankerln, Unterhaltung und einem eigenen Programm für die kleinen Gäste.

Der Kirchweihauftakt am Samstag steht ganz im Zeichen eines gemütlichen Abends. Ab 18 Uhr gibt es Abendessen, dazu musikalische Unterhaltung und den ganzen Abend über Schmankerl vom Grill. Ab 20 Uhr öffnet die Cocktailbar am Festplatz. Wer schon etwas früher nach Göhren kommt, kann einen Besuch beim Brotbackfest des Frankenbundes am Flachsbrechhaus einplanen. Dort gibt es ab 10 Uhr frisches Brot aus dem Holzofen.

Am Sonntag beginnt der Kirchweihtag um 10 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt. Anschließend ist für das leibliche Wohl reichlich gesorgt. Neben Kaffee, Kuchen und selbstgemachten Küchle wird ab 11.30 Uhr ein reichhaltiger Mittagstisch angeboten. Gegrilltes gibt es den ganzen Tag über, am Abend wird ab 18 Uhr noch einmal zum Abendessen eingeladen.

Auch die Kinder kommen bei der Göhrener Kirchweih nicht zu kurz. Ab 13 Uhr ist Kinderschminken angesagt und um 14 Uhr sowie noch einmal um 17 Uhr öffnet sich am Festplatz der Vorhang für das Kasperltheater. Eine Hüpfburg steht den kleinen Kirchweihbesuchern an beiden Tagen zur Verfügung.

Kerwalose werden ebenfalls an beiden Tagen am Festplatz verkauft. Die Auslosung findet am Sonntag um 19 Uhr statt und setzt damit einen Schlusspunkt unter zwei Tage Göhrener Kirchweih.

Das Programm am Samstag, 5. September 2026

  • ab 10 Uhr Brotbackfest des Frankenbundes am Flachsbrechhaus mit frischem Brot aus dem Holzofen
  • ab 18 Uhr Kirchweihauftakt mit Abendessen, musikalischer Unterhaltung und den ganzen Abend Schmankerln vom Grill
  • ab 20 Uhr Cocktailbar am Festplatz
  • Kulinarisches Angebot mit Gegrilltem mit Kraut oder in der Semmel, Pitagyros, Bauchfleisch mit Kraut und Brot sowie Pommes

Das Programm am Sonntag, 6. September 2026

  • 10 Uhr Gottesdienst im Festzelt
  • ab 11 Uhr Kaffee, Kuchen und selbstgemachte Küchle
  • ab 11.30 Uhr reichhaltiger Mittagstisch und ganztägig Gegrilltes
  • ab 13 Uhr Kinderschminken
  • 14 Uhr Kasperltheater am Festplatz
  • 17 Uhr Kasperltheater am Festplatz
  • ab 18 Uhr Abendessen
  • 19 Uhr Auslosung der Kerwalose
  • Kulinarisches Angebot mit Gegrilltem mit Kartoffelsalat oder in der Semmel, Gyros mit Pommes und Krautsalat, Cordon-bleu-Braten mit Kartoffelsalat sowie Pommes

An beiden Kirchweihtagen werden Kerwalose am Festplatz verkauft und für die kleinen Gäste steht eine Hüpfburg bereit.




Feuerwehreinsatz in Geislohe

Zu einem Brandeinsatz sind die Freiwilligen Feuerwehren Geislohe und Neudorf am Montagnachmittag 10.08.2026 am Sportplatz in Geislohe ausgerückt. Dort war ein für das Sonnwendfeuer aufgeschichteter Holzhaufen in Brand geraten.

Aufgrund der Trockenheit blieb das Feuer nicht auf den Holzhaufen begrenzt. Auch das umliegende Gras fing Feuer. Nach Angaben der Polizei war davon eine Fläche von etwa 20 mal 30 Metern betroffen.

Den Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehren Geislohe und Neudorf gelang es, den Brand schnell zu löschen und damit eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Wie es zu dem Feuer gekommen ist, konnte bislang nicht ermittelt werden.

Titelfoto: Erwin Knoll




Reservisten aus Bieswang meistern Marsch in der Eifel

Vier Reservisten der SRK 1899 Bieswang haben am vergangenen Wochenende unter der Führung ihres Vorsitzenden Reinhard Schwenk am Zweitagesmarsch der Reservistenkameradschaft Arzfeld in Rheinland-Pfalz teilgenommen. Die Veranstaltung führte die Teilnehmer auf zwei jeweils rund 15 Kilometer langen Strecken durch die landschaftlich reizvolle, zugleich aber auch anspruchsvolle Umgebung der Eifel.

Rund 30 Marschteilnehmer waren bei der Veranstaltung unterwegs und bewältigten dabei mehr als 300 Höhenmeter. Die abwechslungsreichen Routen rund um den Heimatort der Reservistenkameradschaft Arzfeld verlangten den Teilnehmern einiges ab. Alle Reservisten erreichten jedoch wohlbehalten und innerhalb der vorgegebenen Zeit das Ziel.

Neben den sportlichen Herausforderungen spielte auch die Kameradschaft eine wichtige Rolle. Die beiden Veranstaltungstage klangen jeweils im Vereinsheim der Gastgeber bei guter Verpflegung und zahlreichen Gesprächen aus. Die Reservisten aus Arzfeld bereiteten ihren Gästen aus Mittelfranken einen herzlichen Empfang.

Dabei wurde auch bereits der Blick auf kommende Begegnungen gerichtet. Die Kameraden aus der Eifel haben ihre Teilnahme am traditionellen Altmühltal-Marsch der SRK Bieswang am 12. September 2026 zugesagt. Entsprechende Unterkünfte wurden bereits reserviert.

Für die Bieswanger Reservisten war der Besuch zugleich Anlass, weitere Aktivitäten in der Region ins Auge zu fassen. Die rund 500 Kilometer lange Anreise nehme man gerne in Kauf, heißt es aus den Reihen der SRK. Neben den Marschveranstaltungen bieten insbesondere die militärhistorischen Stätten der Eifel interessante Ziele. Dazu zählen die ehemaligen Bunker- und Verteidigungsanlagen des Westwalls sowie die Schlachtfelder im Hürtgenwald und in den Ardennen, die nur wenige Kilometer entfernt liegen. Für die kommenden Jahre sind hierzu bereits weitere Vorhaben geplant.

 




Wie in Übermatzhofen Tradition lebendig bleibt

Damit die traditionelle Kunst des Küchlebackens nicht verloren geht, hat die Dorfgemeinschaft Übermatzhofen das Projekt „Regionales Backen von fränkischen, ausgezogenen Küchle“ umgesetzt. Ziel ist es, das über Generationen weitergegebene Wissen zu bewahren und für die Zukunft festzuhalten.

Am 12. Juni wurde im alten Schulhaus erstmals das dazu entstandene Rezeptheft vorgestellt.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Florian Gallus die Bedeutung des Projekts für das Miteinander im Ort. „Dieses Projekt bringt Alt und Jung zusammen. Es zeigt, wie wertvoll unsere Dorfgemeinschaft ist“, betonte er.

Das Handbuch dokumentiert die wichtigsten Schritte des traditionellen Küchlebackens und wurde mit 2.500 Euro aus dem LEADER Kleinprojektefonds „Unterstützung Bürgerengagement“ der Lokalen Aktionsgruppe Monheimer Alb AltmühlJura gefördert. Durch diese Unterstützung konnte das Wissen erfahrener Bäckerinnen gesammelt, aufbereitet und dauerhaft festgehalten werden.

LEADER Koordinator Erich Herreiner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen Wertingen hob die Bedeutung solcher Projekte hervor. „Mit Mitteln des Freistaates Bayern können wir bürgerschaftliches Engagement unterstützen und Traditionen lebendig halten“, sagte er.

Bereits die Vorbereitungen zeigten, wie viel Engagement hinter der Idee steckt. Für das alte Schulhaus wurden geeignete Geräte angeschafft, damit dort künftig gemeinsam Küchle gebacken werden können. In einem Workshop gaben erfahrene Dorfbewohnerinnen ihr Wissen an jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter. Dabei ging es um die richtige Teigzubereitung, das charakteristische Ausziehen der Küchle und die Feinheiten beim Ausbacken.

Für Melanie Pruis Obel, Geschäftsführerin der LAG Monheimer Alb AltmühlJura, steht dabei auch die regionale Identität im Mittelpunkt. „Fränkische Küchle sind ein Stück regionaler Identität. Das kann nicht jeder und genau deshalb ist man stolz darauf“, erklärte sie.

Festgehalten wurde das Wissen im neuen Rezeptheft, das von Susanne Weizinger und Miriam Fister erstellt wurde. Ergänzt wird es durch Videoanleitungen, die über QR Codes abgerufen werden können. Initiator und Ortssprecher Jürgen Weizinger zeigte sich erfreut über die Resonanz. „Das hätte ich nie gedacht, dass daran so viel Interesse besteht“, sagte er.

Das Rezeptheft ist in der Tourist Information erhältlich, an der Tankstelle Linner in Langenaltheim sowie digital über die Internetseite der LAG Monheimer Alb AltmühlJura unter www.wirgestaltenheimat.de.

Mit dem Projekt ist in Übermatzhofen ein gelungenes Beispiel entstanden, wie traditionelles Wissen bewahrt und gleichzeitig an die nächste Generation weitergegeben werden kann. Die fränkischen Küchle bleiben damit nicht nur ein besonderes Gebäck, sondern auch ein lebendiger Teil regionaler Kultur.

Titelfoto: Dorfgemeinschaft Übermatzhofen




Gelungenen Liederabend des Vereins Frohsinn

Mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm hat der Verein Frohsinn 1904 Bieswang Anfang Mai zu seinem traditionellen Liederabend in den Saal des Wirtshauses „Zur Huck“ eingeladen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher aus Bieswang und den umliegenden Ortschaften nutzten die Gelegenheit, einen unterhaltsamen Abend mit Chormusik und geselligem Beisammensein zu verbringen.

Neben den musikalischen Beiträgen standen auch mehrere Ehrungen langjähriger Mitglieder im Mittelpunkt der Veranstaltung. Für ihre 50-jährige Zugehörigkeit zum Chor wurden Fritz Hönig und August Roth ausgezeichnet. Beide traten im Jahr 1975 dem damaligen Männergesangverein bei und prägen bis heute das Vereinsleben in besonderer Weise.

Fritz Hönig engagiert sich seit Jahrzehnten nicht nur als Sänger, sondern auch als Kassier des Vereins. Dieses Amt übt er seit 1979 aus und sorgt damit seit nahezu einem halben Jahrhundert für die finanziellen Belange des Vereins.

August Roth wurde für sein langjähriges Wirken als Sänger und Vereinsfunktionär gewürdigt. Nach verschiedenen Aufgaben in der Vorstandschaft übernahm er im Jahr 2005 den Vorsitz des Vereins. In seine Amtszeit fiel unter anderem die Umgestaltung vom Männerchor zum heutigen gemischten Chor. Seit mehr als zwei Jahrzehnten steht er an der Spitze des Vereins und begleitet dessen Entwicklung maßgeblich.

Eine besondere Auszeichnung erhielt zudem Oskar Leykamm für 40 Jahre Chorleitertätigkeit. Von 1974 bis 2004 leitete er den Männerchor und prägte in dieser Zeit das musikalische Profil des Vereins nachhaltig. Zahlreiche Konzerte, Auftritte und Veranstaltungen im Dorfleben tragen bis heute seine Handschrift. Auch nach seinem Ausscheiden als Chorleiter blieb er dem Verein eng verbunden.

Ebenfalls für 40 Jahre aktives Singen im Chor wurde Reinhard Schwenk geehrt. Über viele Jahrzehnte hinweg war er eine verlässliche Stütze im Tenor und engagierte sich darüber hinaus auch in der Vorstandschaft des Vereins.

Zum Abschluss dankte Vorsitzender August Roth Chorleiterin Irmengard Reichardt für die musikalische Gesamtleitung des Abends sowie allen Sängerinnen und Sängern für ihren Einsatz. Sein besonderer Dank galt auch den zahlreichen Gästen, die mit ihrem Besuch ihre Verbundenheit zum Verein zum Ausdruck brachten.

Titelfoto: Verein Frohsinn Bieswang




Göhren wählt Bernhard Raithel zum neuen Ortssprecher

Nach Zimmern hat nun auch der Pappenheimer Ortsteil Göhren einen neuen Ortssprecher gewählt. Die Wahl fand im Rahmen einer außerordentlichen Bürgerversammlung im Gemeindehaus statt. Zum neuen Ortssprecher wurde Bernhard Raithel gewählt.

Notwendig geworden war die Wahl, nachdem bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 kein Kandidat aus Göhren in den Pappenheimer Stadtrat gewählt worden war. Daraufhin sammelten die Bürgerinnen und Bürger des Ortsteils die erforderliche Anzahl an Unterschriften und beantragten bei der Stadt Pappenheim die Durchführung einer Ortssprecherwahl.

Von den insgesamt 181 Wahlberechtigten nahmen 41 Bürgerinnen und Bürger an der Versammlung teil. Als einziger Kandidat wurde Bernhard Raithel vorgeschlagen. Bei der anschließenden geheimen Abstimmung wurden 40 gültige Stimmen abgegeben. Davon entfielen 39 Stimmen auf Bernhard Raithel.

Bürgermeister Florian Gallus gratulierte dem neu gewählten Ortssprecher und bezeichnete ihn als künftigen Ansprechpartner für die Belange des Ortsteils Göhren. Für die kommenden sechs Jahre wünschte er eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Der Ortssprecher vertritt die Interessen seines Ortsteils gegenüber Stadtrat und Verwaltung. Er hat in den Sitzungen des Stadtrates und seiner Ausschüsse ein Anhörungs- und Rederecht, wenn Angelegenheiten seines Ortsteils behandelt werden.

Neues Kapitel in der Vertretung Göhrend
Anders als in Zimmern wurde im Rahmen der Versammlung der bisherige Vertreter Göhrens nicht erwähnt. Über viele Jahre hinweg hatte Karl Satzinger die Interessen des Ortsteils in der Kommunalpolitik vertreten. Als Stadtrat sowie als Mitbegründer und einer der Initiatoren der Bürgerliste prägte er die Politik in Pappenheim zum Teil entscheidend mit und setzte sich zwölf Jahre lang für die Anliegen Göhrens ein.

Aus persönlichen und geschäftlichen Gründen hatte Karl Satzinger bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr kandidiert. Mit seinem Ausscheiden endet eine 12-jährige Phase kommunalpolitischen Engagements für Pappenheim, seine Dörfer und insbesondere seinen Heimatort Göhren. Unabhängig von politischen Auffassungen bleibt festzuhalten, dass er über mehr als ein Jahrzehnt hinweg Verantwortung übernommen und die Interessen Göhrens in den städtischen Gremien vertreten hat. Mit der Wahl von Bernhard Raithel beginnt nun ein neues Kapitel in der Vertretung des Ortsteils.

 




Bernhard Hecht zum Ortssprecher von Zimmern gewählt.

Zimmern hat einen neuen Ortssprecher. Bei einer eigens einberufenen Wahlversammlung im Gasthaus zum Hollerstein wurde Bernhard Hecht von den anwesenden Wahlberechtigten mit großer Mehrheit in das Amt gewählt.

Die Wahl eines Ortssprechers war notwendig geworden, nachdem bei der Kommunalwahl am 8. März 2026 kein Kandidat aus dem Ortsteil Zimmern in den Pappenheimer Stadtrat gewählt worden war. Daraufhin hatten die Bewohnerinnen und Bewohner des Dorfes über eine Unterschriftenaktion die Durchführung einer Ortssprecherwahl bei der Stadt Pappenheim beantragt.

Von insgesamt 111 Wahlberechtigten aus Zimmern nahmen 26 Bürgerinnen und Bürger an der Versammlung teil. Als einziger Kandidat, stand Bernhard Hecht zur Wahl. Bei der anschließenden geheimen Abstimmung entfielen 24 der 26 gültigen Stimmen auf ihn.

Mit der deutlichen Unterstützung der Anwesenden ausgestattet, bedankte sich Bernhard Hecht nach der Wahl für das entgegengebrachte Vertrauen. Er kündigte an, sich engagiert für die Belange des Ortsteils einzusetzen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu vertreten.

Gemeinsam mit Bürgermeister Florian Gallus richtete der neu gewählte Ortssprecher auch seinen Dank an Matthias Strobl, der das Amt in den vergangenen sechs Jahren innehatte. Der langanhaltende Applaus der Versammlung machte deutlich, welche Wertschätzung ihm in Zimmern entgegengebracht wird. Viele Bürgerinnen und Bürger verbanden mit seiner Amtszeit eine engagierte und verlässliche Vertretung der Interessen des Ortsteils.

Besonders in Erinnerung bleibt dabei sein erfolgreicher Einsatz für die Errichtung eines neuen Kinderspielplatzes in Zimmern. Dieses Projekt war vielen Familien im Ort ein wichtiges Anliegen und konnte während seiner Amtszeit verwirklicht werden.

Matthias Strobl war bei der Kommunalwahl aus persönlichen Gründen nicht erneut für ein politisches Amt angetreten. Mit Bernhard Hecht übernimmt nun sein Nachfolger die Aufgabe, die Anliegen Zimmerns gegenüber der Stadt Pappenheim einzubringen und die Entwicklung des Ortsteils aktiv mitzugestalten.