Kinderfasching der Sportfreunde Bieswang begeistert wieder mit buntem Programm

Mit einem fröhlich-bunten Nachmittag haben die Sportfreunde Bieswang einmal mehr unter Beweis gestellt, wie lebendig das Vereinsleben im südlichen Landkreis ist. Beim traditionellen Kinderfasching, der in der festlich geschmückten vereinseigenen Halle stattfand, war beste Stimmung garantiert.

Für Schwung und Heiterkeit sorgte dabei der „Gänsbuck-Express“, hinter dem sich verbarg. Mit viel Charme und Witz brachte er die jungen Gäste und ihre Familien in Bewegung und verbreitete ausgelassene Faschingslaune.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Dollnsteiner Jugendgarde unter der Leitung von Doris Keim. Mit großer Präzision und sichtbar viel Freude zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer ihr Können und wurden dafür mit kräftigem Applaus belohnt.

Durch das bunte Programm führte Renate Süppel, die als Moderatorin gekonnt für den roten Faden und viele Lacher sorgte. Mit einem weiteren tänzerischen Glanzpunkt wartete Theresa Sinn und ihre Gruppe „Dance Kids“ auf. Ihre mitreißende Darbietung war ein weiteres Ausrufezeichen im abwechslungsreichen Ablauf des Nachmittags.

Der Kinderfasching war zugleich der gelungene Abschluss einer ereignisreichen Vereinsphase: Innerhalb weniger Wochen hatten die Sportfreunde Bieswang bereits ein Schafkopfturnier, eine Fackelwanderung und den Faschingsball organisiert. Veranstaltungen, die eindrucksvoll zeigen, wie engagiert der Verein daran arbeitet, Menschen jeden Alters zusammenzubringen und das Gemeinschaftsleben aktiv zu gestalten.

Titelfoto: SF Bieswang

 




Die Krone von Pappenheim im Arkadenfenster

Mit einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Arkadenfenster an der Stadtvogteigasse hat der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. (HGV) am Freitag, 09. Januar 2026, das neue Jahr eingeläutet. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die traditionsreiche „Krone von Pappenheim“ – ein Haus, das über Jahrhunderte hinweg zum Schauplatz bürgerlicher Feste, kultureller Höhepunkte und gesellschaftlicher Begegnung wurde.

Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung fanden sich zahlreiche Gäste ein, denen Renate Prusakow, die Vorsitzende des HGV, in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung der „Krone“ in der Geschichte Pappenheims näherbrachte. Dabei spannte sie einen weiten Bogen von der historischen Rolle des Gasthauses bis hin zur aktuellen Nutzung des Kronensaals. Prusakow erinnerte daran, dass die „Krone“ über Jahrzehnte hinweg vieles war: Gasthof und Poststation, Hotel, Metzgerei mit weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Stadtwurst, ein beliebtes Hochzeitslokal und nicht zuletzt Treffpunkt für Empfänge, Vereinsjubiläen, Faschingsbälle und Theateraufführungen. „Die Krone war stets die gute Stube der Stadt“, so Prusakow mit sichtlicher Begeisterung.

In der liebevoll gestalteten Ausstellung finden sich neben einer kompakten Textübersicht vor allem zahlreiche Fotografien, die an vergangene Zeiten und große Ereignisse im Kronensaal erinnern. Verantwortlich für die Gestaltung im Arkadenfenster zeichnet die Pappenheimer Künstlerin Brigit van der Gang, der die HGV-Vorsitzende für ihr Engagement herzlich dankte – ein Blumenstrauß war Zeichen dieses besonderen Dankes.

Ein freudiges Wiedersehen gab es auch mit Andrea und Albert Linke, die seit einigen Jahren mit viel Herzblut daran arbeiten, dem traditionsreichen Gebäude neues Leben einzuhauchen. Insbesondere der Kronensaal wurde von ihnen nach umfassenden Renovierungsmaßnahmen wieder in Betrieb genommen – ein Gewinn für die Stadt und ihre Festkultur. So finden dort inzwischen wieder Hochzeitsfeiern, Theateraufführungen, Jubiläen und andere Veranstaltungen statt. Auch die Gesellschaft Allniederlandts nutzt die Räumlichkeiten für ihre festlichen Abende im Rahmen der jährlichen Grosz-Weltumsegelung.

Ein besonderes Echo in der Erinnerung der Gäste rief auch der Rückblick auf die traditionellen Faschingsbälle hervor. Diese wurden im vergangenen Jahr vom CSU-Ortsverband Pappenheim wieder aufgenommen – und finden auch in diesem Jahr am 14. Februar mit dem Rockfasching ihre Fortsetzung.

Unerwartet große Aufmerksamkeit bei der Ausstellungseröffnung erregt das Verlesen einer historischen Speisekarte aus früheren Tagen, was bei den Anwesenden für Erstaunen und Schmunzeln zugleich sorgte. Hier stand zum Beispiel geschrieben, dass eine „Grießklößchensuppe „ 40 Pfennig und eine „Kalbsschulter mit Semmelkloß und Salat“ 3,80 DM gekostet haben – ein kleines Detail mit großer Wirkung.

Die Ausstellung im Arkadenfenster lässt erahnen, wie tief die „Krone“ im kollektiven Gedächtnis der Pappenheimerinnen und Pappenheimer verwurzelt ist. Sie ist ein Ort gelebter Geschichte – und Dank Andrea und Albert Linke auch weiterhin ein lebendiger Teil der Gegenwart.

Titelfoto: Marcus Wurm




Weißenburg sucht wieder eine Stadtschreiberin oder einen Stadtschreiber

Es ist eine Einladung, die neugierig macht – und inzwischen beinahe schon zur festen kulturellen Tradition gehört, Die Nachbarstadt Weißenburg sucht für das Jahr 2026 erneut eine Stadtschreiberin oder einen Stadtschreiber. Gesucht wird eine literarisch und theatralisch versierte Persönlichkeit, die sich über mehrere Wochen auf das Leben in der Stadt einlässt, Eindrücke sammelt – und daraus bis 2027 ein eigenes Theaterstück für das Bergwaldtheater entwickelt.

Träger des Projekts sind Die Theaterbürger, Bayerns erste und einzige Theatergenossenschaft, die seit 2017 mit ihrem ungewöhnlichen Format neue Wege in der Theaterarbeit beschreitet. Unter dem Motto „Eine Stadt führt sich auf“ wird das Theater nicht als exklusives Kunstprodukt verstanden, sondern als Spiegel der Gesellschaft – offen, zugänglich und bürgernah.

Im Zentrum steht dabei stets ein eigens verfasstes Stück, das nicht nur von Themen erzählt, die das lokale Publikum unmittelbar betreffen, sondern in dem auch Bürgerinnen und Bürger selbst auf der Bühne stehen – gemeinsam mit professionellen Darstellern. So ist über die Jahre ein bemerkenswertes Zusammenspiel aus Laienspiel und Schauspielkunst gewachsen, das regelmäßig Hunderte auf die Naturbühne im Weißenburger Bergwald lockt.

Die Liste der bisherigen Stadtschreiber liest sich eindrucksvoll: Franzobel (Wien), Bachmann-Preisträger und Sprachvirtuose, Sigi Zimmerschied (Passau), der mit seinem spitzen Kabarettstil Akzente setzte, sowie Clemens Berger (Wien) und zuletzt Roland Spranger (Hof) haben das Projekt bereits literarisch geprägt. Deren Werke wie „Der Lebkuchenmann“, „Der größte Glückskeks“ oder zuletzt „Archaeopteryx – Der Stein vergisst nicht“ sorgten für volle Ränge und begeisterte Reaktionen. Allein das diesjährige Stück zog in acht Vorstellungen mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher an.

Das Stadtschreiberprojekt wird finanziell unterstützt von der Wilhelm und Christine Hirschmann Stiftung aus Treuchtlingen und mit einem Honorar honoriert. Für interessierte Autorinnen und Autoren sind die Details zur Ausschreibung online unter www.dietheaterbuerger.de zu finden. Bewerbungsschluss ist der 9. März 2026.

Wer also Lust hat, Theater nicht nur zu schreiben, sondern es als sozialen Prozess mitzudenken, findet in Weißenburg ein ganz besonderes Experimentierfeld.

Titelbild: Logo Theaterbürger




Liebesfalle führt zu erheblichem finanziellen Schaden

Mit einem digitalen Liebesversprechen nahm das Schicksal im Oktober seinen Lauf: Eine 30-jährige Frau aus dem Raum Treuchtlingen wurde über die Plattform Instagram von einem unbekannten Mann kontaktiert, der schnell romantisches Interesse bekundete.

Der vermeintliche Verehrer verstand es, das Vertrauen der Frau zu gewinnen – wobei er schließlich für ein angeblich geplantes Treffen finanzielle Unterstützung einforderte. Die Frau kam dieser Bitte nach und erwarb mehrere Prepaid-Guthabenkarten im Gesamtwert von über 5.000 Euro. Die entsprechenden Codes übermittelte sie ihrem virtuellen Liebhaber.

Nachdem die Nummern übermittelt waren, brach der Kontakt unvermittelt ab. Vom angeblichen Liebhaber fehlt seitdem jede Spur.

Die Polizei hat Ermittlungen wegen Betruges aufgenommen. Sie warnt in diesem Zusammenhang erneut vor sogenannten „Love-Scamming“-Maschen, bei denen gezielt emotionale Bindungen aufgebaut werden, um das Vertrauen der Opfer auszunutzen.

 




Pappenheim schreibt Stelle in der Finanzverwaltung aus

Die Stadt Pappenheim sucht Verstärkung im Bereich der Finanzverwaltung. Wer eine verantwortungsvolle Aufgabe im kommunalen Umfeld übernehmen möchte und über eine entsprechende Qualifikation verfügt, findet in der aktuellen Stellenausschreibung alle wichtigen Informationen. Hier der vollständige Ausschreibungstext:

Die Stadt Pappenheim, Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, ca. 4.000 Einwohner, sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n

Mitarbeiter/in für die Finanzverwaltung
(in Vollzeit)

Ihre Aufgabenschwerpunkte:

    • Mitarbeit in der Finanzverwaltung
    • Bearbeitung der städt. Liegenschaften, Schulverwaltung/ Ganztagsbetreuung, Sachversicherungen, Schadensfälle, Vermögensverwaltung, städt. Gebäudeunterhalt, Sportförderung, Landschaftspflege, Vollzug Erbbaurechtsverträge

Ihr Profil:

    • Verwaltungsfachangestellte/r (VFA-K oder BL I) oder vergleichbar
    • Eigeninitiative, Engagement, Belastbarkeit und Flexibilität
    • Fähigkeit zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Arbeitsweise
    • Sozialkompetenz, kostenbewusstes Denken
    • sicheres Auftreten sowie gute schriftliche und mündliche Ausdrucksfähigkeit
    • EDV-Kenntnisse

Wir bieten:

    • ein vielseitiges, verantwortungsvolles und interessantes Aufgabengebiet
    • flexible Arbeitszeiten im Rahmen unserer Gleitzeitregelungen
    • die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen
    • betriebliche Zusatzversorgung
    • ein jährliches leistungsorientiertes Zusatzentgelt

Das Beschäftigungsverhältnis richtet sich nach den Bestimmungen des öffentlichen Dienstes. Die Vergütung/ Besoldung erfolgt nach den tarifrechtlichen Regelungen (TVöD) entsprechend der Qualifikation und der bisherigen Tätigkeit.

Bei Interesse senden Sie bitte Ihre aussagekräftige, schriftliche Bewerbung unter Beifügung der üblichen Unterlagen, gerne auch mit Lichtbild bis 31.12.2025 an die

Stadt Pappenheim, Personalamt, Marktplatz 1, 91788 Pappenheim
oder an
stadtpappenheim@pappenheim.de

Bei Fragen steht Ihnen Herr Eberle, GLB/ Personal unter 09143/606-16,  gerne zur Verfügung.




Sportfreunde gewinnen das Kellerduell gegen Kattenhochstatt

Im letzten Spiel der Vorrunde trafen mit Bieswang (Vorletzter) und Kattenhochstatt (Schlusslicht) zwei Vereine aufeinander, für die es um jeden Punkt gegen den Abstieg geht. Am Ende behielt Bieswang mit 2 : 1 knapp die Oberhand und konnte sich – auch wegen durchgehender Niederlagen der Konkurrenz – um einige Plätze in der Tabelle nach oben schieben.

(SFB) Das Spiel verbuchte eine frühe Führung der Gäste. Ein freigespielter Angreifer schoss aus 11 Metern auf das Bieswanger Gehäuse, Torwart Thomas Pihale konnte zwar noch abwehren, doch der mitgelaufene Lukas Hüttinger stand goldrichtig und staubte aus zwei Metern ab. Zehn Minuten später eine fast identische Situation in Gästestrafraum. Patrick Strunz zog ab, Torwart Heckel konnte abwehren Dominik Dietricht auf Bieswanger Seite einschieben. Beide Teams waren mit dem ein oder anderen Schuss weiterhin gefährlich. Noch vor der Pause ging die Elf von Spielertrainer Stefan Kiermeyer in Führung. Boris Bosnjak zog aus rd. 15 Metern ab und versenkte den Ball im SpVgg-Gehäuse. Nach dem Wechsel hatten die Sportfreunde durch Lukas Störzer, Niko Müller und Patrick Strunz weitere gute Einschussmöglichkeiten. Nach dieser Chancenserie übernahmen die Gäste mehr und mehr das Kommando und drängten auf das Bieswanger Tor. Dabei zeigte Thomas Pihale eine starke Torwartleistung, wehrte einige Bälle ab. Kurz vor dem Schlusspfiff nochmals Glück für die SFB´ler, als ein Kopfball aus kurzer Distanz nicht den Weg ins Tor fand. In einem mit großem Einsatz und Kampfgeist geführten Kellerduell waren die Sportfreunde unterm Strich – flankiert von etwas Glück – der Gewinner des Spiels.

In einem sogenannten „6-Punkte-Spiel“ konnte die junge Bieswanger Truppe den vierten Saisonsieg verbuchen. Durch die gleichzeitigen Niederlagen von Limes II, Marienstein II und Preith konnte man nach dem Spiel im Sportheim von einem rundum gelungenen Tag sprechen. Dass regelmäßige Siege nötig sind, wusste man auch vor dem Spiel, dass es ein solcher wurde, war der Verdienst der Mannschaft um Stefan Kiermeyer und Stefan Wiedemann. Die Vorrunde ist vorüber, man hat in zwölf Vergleichen acht Niederlagen eingefahren, bei vier Siegen. Die Bilanz ist in Ordnung und gibt Mut, auch in der zweiten Saisonhälfte die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzuheimsen.

Das nächste Spiel steht am kommenden Sonntag, schon wieder zuhause, gegen die SG Wettelsheim II/Auernheim an. Anstoß ist (wie immer im November) um 14.30 Uhr. Es ist zugleich der letzte Heimauftritt in diesem Kalenderjahr. Alle Interessierten sind herzlich am Sportplatz willkommen. Für Essen und Getränke ist wie immer gesorgt.

SF Bieswang: Thomas Pihale, Jan Matzelt, Florian Kraft, Lukas Störzer, Stefan Kiermeyer, Dominik Dietrich, Janik Jakob, Niko Müller, Patrick Strunz, Boris Bosnjak, Simon Gerstner, Matthias Bieberle, Robin Krause, Max Störzer, Max Niedermeyer, Marco Schnitzlein.

Titelfoto: Sportfreunde Bieswang

 




Tolle Stimmung bei der BR-Radltour in Pappenheim

Wenn rund 1.000 Radfahrer auf ihrem Weg in Pappenheim Station machen, dann ist in der Stadt ordentlich was geboten. Auf ihrer letzten Etappe von Herrieden nach Neuburg an der Donau hat die BR-Radltour in der mittelfränkischen Residenzstadt Halt gemacht – und wurde dort mit offenen Armen empfangen. Zwei Stunden lang war die Innenstadt fest in der Hand der Radfahrer, die bei bestem Wetter Rast machten und sich von Pappenheimer Vereinen, Gastronomen und Geschäftsleuten verwöhnen ließen. Musikalisch empfangen und verabschiedet wurden die Radler von der Feuerwehrkapelle Langenaltheim und für eine tolle Stimmung auf der Bühne sorgte Andy, alias Andreas Schindler mit seinem Keyboard.

Die logistische Herausforderung, tausend Radfahrer in geordnete Bahnen zu lenken, sei in Pappenheim mit Bravour gemeistert worden – ein Feedback, dass es nicht von den Teilnehmern, sondern auch von der Polizei gab.

Ein Empfang mit Geschichte
Mit etwas Verspätung rollte der weiß/blaue BR-Tross von der Bahnhofstraße her in die Altstadt ein – angeführt von einer kleinen Gruppe prominenter Mitradler. In der Deisingerstraße, der historischen Hauptstraße Pappenheims, empfing BR-Moderator Roman Roell die Gäste auf der Bühne vor dem Trachtengeschäft Päckert’s. Im Gespräch mit Bürgermeister Gallus rückte Roell gleich eine altbekannte Frage in den Mittelpunkt: Was hat es mit dem Spruch „Daran erkenn’ ich meine Pappenheimer“ auf sich?

Gallus wusste dazu nicht nur Historisches zu berichten, sondern verwies auch auf die architektonischen Besonderheiten der Deisingerstraße. Deren prächtige Häuserzeile geht zu großen Teilen auf Bauwerke jüdischer Mitbürger des 19. Jahrhunderts zurück. Bis heute gilt sie als „Gute Stube“ der Stadt – und war an diesem Tag Bühne für einen wahrhaft besonderen Empfang.

Prominenz in der „Guten Stube“
Die Bühne war auch Treffpunkt für zahlreiche Ehrengäste: Neben Landrat Manuel Westphal und dem Landtagsabgeordneten Helmut Schnotz waren auch Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr Christian Bernreiter, der Oberbürgermeister von Neuburg an der Donau, Dr. Bernhard Gmehling, sowie Robert Husterer, 1. Bürgermeister der Marktgemeinde Wellheim, und BR-Verwaltungsdirektor Dr. Albrecht Frenzel mit dabei – einige von ihnen selbst aktiv im Sattel unterwegs.

Bürgermeister Gallus nutzte die Gelegenheit, Pappenheim als touristisch attraktives Kleinod zu präsentieren – und als Ort, an dem so mancher Gast schließlich zum Bürger geworden sei.

Theater mit Tiefgang und Applaus
Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Theatergruppe Pappenheim, die unter der Regie von Annette Pappler ein erklärendes Theaterstück zur Entstehung des bekannten „Pappenheimer-Spruchs“ aufführte. BR-Moderator Roell kündigte die Darbietung augenzwinkernd als „Weltpremiere“ an – und das Publikum wurde nicht enttäuscht.

In einem eindrucksvollen Einakter wurde der bedeutende Unterschied zwischen „Ich kenne meine Pappenheimer“ und „Daran erkenn’ ich meine Pappenheimer“ historisch fundiert und unterhaltsam herausgearbeitet und dargestellt.

Mit großer Spielfreude und wie immer mit spürbarer Leidenschaft brachte die Theatergruppe Pappenheim das erklärende Theaterstück zur Herkunft des bekannten Pappenheimer-Zitats auf die Bühne. In den einzelnen Rollen überzeugten Britta, Fabian und Franz Schober als Familie, Tim Schober als Pippin und Manuela Urban in der Rolle der edlen Frau Reginsind. Die Kürassiere wurden von Daniel Enderlein und Maximilian Löffler dargestellt, während Thomas Henle als Gefreiter Heinrich Mercy vom Pappenheimer Regiment auftrat. Peter Salisch verkörperte den strengen Grafen Terzky, und Holger Wenzel brillierte in der Rolle des Wallenstein. Als Erzählerin führte Anette Pappler selbst mit feinem Gespür und einem Augenzwinkern durch das Stück.

Der langanhaltende Applaus zeigte, dass die Pappenheimer nicht nur mit organisatorischem, sondern auch mit künstlerischem Talent glänzen konnten.

Kulinarisch bestens versorgt
Natürlich kam auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl der Radfahrer sorgten zahlreiche Pappenheimer Betriebe und Vereine, die ein vielfältiges Spektrum an Speisen und Getränken aufboten. Vom klassischen Obazda bis hin zum Pulled Pork Burger – für jeden Geschmack war etwas dabei.

Die Bewirtung übernahmen:

Gasthaus „Zum Lindenwirt“ – Obazda, Wurstsalat, Getränke

Hotel-Gasthof „Zur Sonne“ – Schnitzel mit Kartoffelsalat, Käsespätzle, Schnitzelsandwich, Obstbecher, Getränke

Kunst- und Kulturverein – Bratwürste mit Semmel

Café im Kronengarten / Theater- und Schützenverein – Kaffee und Kuchen

Militärverein und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim – Getränke

Kierstein Thomas / Bistro Partyservice „Little Diner“ – Pulled Pork Burger, Getränke

Christoph Appel – Salatbowl

Metzgerei Wörlein / Pappenheimer Getränke – Leberkäs, Getränke

Ein Abschied mit Augenzwinkern
Bevor sich der Radlerzug wieder in Bewegung setzte und Richtung Neuburg aufbrach, bedankte sich Bürgermeister Gallus nochmals ausdrücklich bei allen Beteiligten. Sein abschließendes Lob war deutlich und herzlich: „Das ist euer Erfolg, das habt ihr echt gerockt.“ Und mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: „Auch daran erkennt man eben seine Pappenheimer

Die BR-Radltour mag weitergezogen sein – doch die Pappenheimer haben an diesem Tag bleibenden Eindruck hinterlassen.

 Zum Schluss sei dem Chronisten noch eine kleine Randnotiz gestattet: Unter den rund 1.000 gut gelaunten und ausgesprochen freundlichen BR-Radlern fiel auf, dass erstaunlich viele Teilnehmer ganz ohne elektrische Unterstützung unterwegs waren – auf klassischen, rein muskelbetriebenen Fahrrädern. Vom Veranstalter war zu erfahren, dass unter den 1.000 Fahrrädern nur 88 mit elektrischem Antrieb dabei waren. Angesichts der beachtlichen Tagesetappen ist das eine bemerkenswerte Leistung. Und was das Beste für Insider ist: Alle BR-Radler sind die Einbahnstraße richtig herum gefahren. Da möchte man fast sagen, in Anlehnung an unser Pappenheimer Zitat: „Daran erkenn’ ich meine BR-Radler.“




Tauziehen trotzt Regen und rutschigem Seil beim Pappenheimer Altmühlfest

Trotz nasskalter Bedingungen und einem durchweichten Seil entwickelte sich das traditionsreiche Tauziehen beim Pappenheimer Volksfest – heuer erstmals Altmühlfest – wieder zu einem echten Publikumsmagneten. Seit 1985 messen sich hier Mannschaften aus nah und fern, in diesem Jahr waren es elf Herren- und drei Damenmannschaften, die sich auf dem rutschigen Asphalt den Wettkampf nicht nehmen ließen.

Für besondere Stimmung sorgten wie in den Vorjahren die Eißendorfer Schützen aus Hamburg-Harburg, die gemeinsam mit ihren Schützenbrüdern und -schwestern der Privilegierten Schützengesellschaft Pappenheim die langjährige Patenschaft und Festfreundschaft pflegen. Erstmals mit dabei war die DJK Kellberg aus der Gemeinde Thyrnau bei Passau – gleich mit zwei Herrenmannschaften im Gepäck. „Wir wollten endlich mal die Pappenheimer kennenlernen“, so ein Mitglied der gut gelaunten Truppe, die das Fest kurzerhand zum Ziel ihres Vereinsausflugs erklärt hatte.

Auch sportlich ging es zur Sache. Gleich in der Vorrunde setzte sich die Freiwillige Feuerwehr Bieswang deutlich gegen die Gäste aus Hamburg durch. DJK Kellberg I bezwang die zweite Mannschaft der Freiwilligen Feuerwehr Pappenheim, während sich der Pappenheimer Maibaum I gegen die FFW Zimmern durchsetzte. Der SV Osterdorf siegte klar gegen DJK Kellberg II, wohingegen der Pappenheimer Maibaum II dem SV Übermatzhofen unterlag.

In der Zwischenrunde behaupteten sich schließlich vier Teams. Die Freiwillige Feuerwehr Bieswang, der Pappenheimer Maibaum I, die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim sowie die Eißendorfer Schützen.

Den kleinen Finalzug um Platz drei entschied der Pappenheimer Maibaum I für sich – die Eißendorfer Schützen landeten somit auf dem vierten Platz. Im großen Finale kam es zum Duell der beiden Ortswehren Bieswang und Pappenheim. Der Kampf auf dem glitschigen Untergrund war lang und nervenaufreibend. Immer wieder wanderte die Seilmitte hin und her, ehe sich schließlich die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim den Sieg sicherte – und damit den Wanderpokal sowie einen Gutschein über 50 Liter Festbier.

Ein kräftiges Zeichen setzten auch die Damenmannschaften. Die Frauen der FFW Zimmern ließen bereits in den ersten Zügen gegen den Pappenheimer Maibaum und die FFW Übermatzhofen keinen Zweifel an ihrer Stärke aufkommen. Sie sicherten sich mit zwei klaren Siegen den ersten Platz und somit den Pokal und 50 Liter Festbier. Auf Rang zwei folgte das Team des Pappenheimer Maibaums, während sich die Übermatzhofener Damen den dritten Platz erkämpften.

Für das Kampfgericht stand wieder Claus Deitz in gewohnter Souveränität bereit, assistiert von Bürgermeister Florian Gallus. Das Protokoll führten – wie schon in den vergangenen Jahren – Anette Pappler als Vorsitzende des Festausschusses und Christiane Pfahler von der Stadtverwaltung Pappenheim.

Zum Ausklang durften sich alle Teilnehmer über eine Maß Festbier sowie weitere Biergutscheine freuen – ein verdienter Ausgleich für Muskelschmalz, gute Laune und nasse Füße.




Ein ereignisreicher Festtag beim Altmühlfest in Pappenheim

Der zweite Festtag des 1. Pappenheimer Altmühlfestes stand ganz im Zeichen lebendiger Vereinsvielfalt, spannender Spiele und fröhlicher Begegnungen. Bei angenehmer Feststimmung zeigte sich Pappenheim mit neuen Ideen, gewachsenen Traditionen und viel Einsatzbereitschaft.

Erstes Schafkopfturnier des MRK ein voller Erfolg
Mit einem echten Volltreffer startete am Samstagvormittag das erstmals ausgerichtete Schafkopfturnier der Militär- und Reservistenkameradschaft 1856 Pappenheim (MRK) ins Altmühlfest-Programm. Insgesamt 35 Partien waren besetzt, und Spielleiter Christian Neulinger sowie Schiedsrichter Andreas Wiedmann standen bereit, um die 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus nah und fern, wie etwa aus Dietfurt an der Altmühl, Ellwangen oder Nürnberg, durch das Turnier zu begleiten.

Ein Blick auf die Preisverteilung machte klar, dass sich das Mitspielen lohnte. 600 Euro gab es für den Sieger, 400 Euro für den Zweitplatzierten und 200 Euro für Platz drei. Auch der vierte Rang wurde mit 100 Euro bedacht, Platz fünf durfte sich über 30 Liter Festbier freuen. Ergänzt wurde der Preistisch durch einen hochwertigen Sonnenschirm, gestiftet von der Firma Schilder, sowie eine Vielzahl an weiteren Sachpreisen. Die Freude über das gelungene Turnier war auf beiden Seiten groß – beim veranstaltenden Verein ebenso wie bei den Spielern.

Bambini-Fußballturnier mit viel Herzblut
Am Samstagvormittag rollte der Ball auf dem Sportgelände der TSG Pappenheim – jedoch nicht im Kampf um Punkte oder Tabellen, sondern im Zeichen der Freude am Spiel. Acht U7-Mannschaften aus der Region zeigten bei bestem Fußballwetter, wie begeistert schon die Jüngsten dem runden Leder nachjagen. Gespielt wurde im Modus „3 gegen 3“ auf vier Minifeldern – ohne Torwart, aber mit umso mehr Begeisterung.

Vertreten waren unter anderem der ESV Treuchtlingen, die SG VfL Treuchtlingen/SV Wettelsheim, der TV Langenaltheim, die SF Bieswang sowie natürlich die TSG Pappenheim als Gastgeber. In insgesamt sieben Spielrunden konnten die Kinder ihr Können zeigen und Tore bejubeln. Einen Turniersieger gab es bewusst nicht – stattdessen wurde jedes Kind mit einem kleinen Andenken für seinen Einsatz belohnt.

Bunter Festzug bringt Vereinsleben auf die Straße

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der große Festzug am Samstagnachmittag, der die Innenstadt in ein farbenfrohes Bild aus Farbenvielfalt, Musik und Gemeinschaftsgeist tauchte. Rund 400 Teilnehmende aus zahlreichen Vereinen zogen begleitet von der Langenaltheimer Feuerwehrkapelle und der Kapelle Wolferstadt vom Stadtpark durch die Altstadt zum Festplatz.

Angeführt wurde der Zug von Bürgermeister Florian Gallus, flankiert von Mona und Stephan Emslander von der Hofmühlbrauerei. Ihnen folgten Désirée Gräfin von und zu Egloffstein sowie Mitglieder des Stadtrats.

Mit im Festzug präsentierten sich unter anderem die Privilegierte Schützengesellschaft 1491 Pappenheim mit ihren Majestäten Königin Paula Kammerer und König Karl Böhm, der Turnverein Pappenheim mit einfallsreicher Darstellung seiner Abteilungen und der Ost- und Gartenbauverein Neudorf mit prächtig geschmückten Kinderfahrzeugen.

Eindrucksvoll auch der Auftritt der Freiwilligen Feuerwehr Neudorf, die im kommenden Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiern wird. Der Sportverein Osterdorf, der Tennisclub Pappenheim, die Clubritter und die TSG Pappenheim zeigten ebenso Präsenz wie der Verein Pappenheimer Maibaum, der mit einem fahrenden Bierzelt für einen originellen Beitrag sorgte.

Die Freiwillige Feuerwehr Pappenheim führte traditionsgemäß ihr Maskottchen „Liesl“ mit – ein Tanklöschfahrzeug aus dem Jahr 1954, das von Claus Dietz liebevoll gepflegt wird.

Eine ganz besondere Idee hatte wieder einmal die Theatergruppe Pappenheim. Unter den an Luftballons befestigten Grußbotschaften befanden sich auch drei Gutscheine für ihre kommende Aufführung im Kronensaal am 18., 19., 25. und 26. Oktober 2025. Diese Luftballons stiegen nach dem Ende des Festzuges

vom Festplatz aus gen Himmel.

Intensives Sicherheitskonzept

Dem Thema Sicherheit wurde beim Festzug große Bedeutung beigemessen. Die Polizeiinspektion Treuchtlingen war mit einer Streifenbesatzung vor Ort, unterstützt von den Freiwilligen Feuerwehren aus Osterdorf und Zimmern. Auch der BRK-Rettungsdienst war eingebunden. Ein Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sorgte auf Anordnung der Genehmigungsbehörde für die nötige Sperrung an der Bahnhofstraße.

Der Bambinilauf des Turnvereins musste wetterbedingt ausfallen, und auch der Tauzieh-Wettbewerb konnte nur mit Verzögerung stattfinden. Ein gesonderter Bericht dazu folgt in Kürze.




Frau und Kind bei Verkehrsunfall schwer verletzt

Am Donnerstag, den 3. Juli 2025, ereignete sich kurz nach 14:00 Uhr auf der Staatsstraße 2387 zwischen Zimmern und Bieswang ein schwerer Verkehrsunfall. Eine 34-jährige Frau aus Treuchtlingen war gemeinsam mit ihrem dreijährigen Kind in Fahrtrichtung Bieswang unterwegs, als sie etwa 500 Meter vor der Abzweigung Bieswang im Auslauf einer leichten Rechtskurve aus bisher unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn abkam. Ihr Pkw geriet zunächst auf die Gegenfahrbahn und anschließend halbseitig in den Straßengraben, bevor das Fahrzeug mit der linken Seite gegen einen betonierten Wasserdurchlass prallte.

Sowohl die Fahrerin als auch das Kind wurden bei dem Unfall schwer verletzt. Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde die Frau per Rettungshubschrauber in das Klinikum Nürnberg Süd gebracht. Die Bergung der Verletzten gestaltete sich schwierig, da das Fahrzeug stark deformiert war. Deshalb wurden die Feuerwehren aus Pappenheim, Bieswang und Zimmern zur technischen Hilfeleistung sowie zur Absicherung der Unfallstelle alarmiert und sperrten die Staatsstraße für etwa eine Stunde vollständig für den Verkehr. Die Unfallaufnahme erfolgte durch die Polizeiinspektion Treuchtlingen.




Einbruch in die Schloss Apotheke Pappenheim

In der Nacht zum 3. Juli 2025 wurde in die Schloss Apotheke am Pappenheimer Marktplatz eingebrochen. Wie vor Ort festgestellt wurde, verschafften sich der oder die bislang unbekannten Täter über ein Fenster im rückwärtigen, öffentlich zugänglichen Hof Zutritt zu den Innenräumen der Apotheke.

Nach dem gewaltsamen Eindringen in einen Versorgungsraum wurde dort eine massive Stahltüre aufgebrochen. Anschließend gelangten die Täter auch in den eigentlichen Apothekenbereich, wo eine weitere Türe aufgebrochen wurde.

Entdeckt wurde der Einbruch am frühen Donnerstagmorgen gegen 5:30 Uhr vom Betreiber der Apotheke. Dieser war zu diesem Zeitpunkt bereits vor Ort, um die aufgrund der aktuell hohen Nachfrage vorab gelieferten Medikamente zu überprüfen und einzusortieren.

Zur Höhe des Schadens sowie zum möglichen Diebesgut können bislang noch keine Angaben gemacht werden. Die Spurensicherung durch Fachkräfte der Kriminalpolizeiinspektion Ansbach ist noch im Gange, und Veränderungen an der Tatörtlichkeit sind bis zum Abschluss der kriminaltechnischen Arbeit nicht erlaubt.

Trotz des Vorfalls bleibt der Apothekenbetrieb für die Kundschaft aufrechterhalten. Weitere Informationen seitens der Ermittlungsbehörden werden nach Abschluss der Spurensicherung erwartet




Beeindruckende Volksmusikbegegnung in Solnhofen

Im Rahmen seines 100-jährigen Jubiläums hat der Zither-Club Solnhofen am vergangenen Samstag einen weiteren festlichen Meilenstein gesetzt. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Pfarrscheune erlebten rund 100 Gäste einen liebevoll gestalteten Konzertabend mit traditioneller Volksmusik aus Franken und Oberbayern – getragen von viel Herzblut, Gemeinschaftsgeist und musikalischer Vielfalt.

Schon vor dem Konzert bot der Platz vor der Pfarrscheune eine einladende Kulisse zum Verweilen. Bei Gegrilltem, Kaffee, Kuchen und erfrischenden Getränken stimmten sich die Besucherinnen und Besucher auf den dreistündigen Abend ein.

Die Vorsitzende des Zither-Clubs, Claudia Mücksch, begrüßte die Gäste herzlich und hieß insbesondere Bürgermeister Tobias Eberle sowie Marga Halbmeier willkommen – eine prägende Figur der Vereinsgeschichte. Marga Halbmeier hatte den Verein in den Jahren 1992 bis 1995 wieder ins Leben gerufen, nachdem dieser seit 1968 geruht hatte.

Musikalisch bot das Konzert eine beachtliche Bandbreite, die den Charme echter Volksmusik in vielen Facetten widerspiegelte. Die beiden Hausgruppen des Zither-Clubs – die „Saitenmusi“ und die „Saitenhupfer“ – eröffneten mit einem feinsinnig abgestimmten Programm. Die „Saitenmusi“, das Seniorenensemble, setzt sich aus Musikerinnen und Musikern aus Solnhofen, Dollnstein, Preith und Pietenfeld zusammen. Ihr Spiel war getragen von zarten, aber auch schwungvoll-dynamischen Klängen der Saiteninstrumente.

Die „Saitenhupfer“ haben sich aus der Nachwuchsarbeit des Vereins entwickelt und treten inzwischen in einer hochklassigen Besetzung auf. Besonders hervorzuheben ist dabei die Leistung von Anna Mücksch. Die junge Musikerin wurde in diesem Jahr mit dem ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Wuppertal in der Kategorie Zupfinstrumente ausgezeichnet. Bereits 2024 hatte sie beim 10. Internationalen Zither-Wettbewerb in München den Nachwuchsförderpreis in der Altersklasse II (13 bis 15 Jahre) errungen. Auch beim Roland-Zimmer-Wettbewerb in Pirna war sie erfolgreich und gewann im Finale gegen ihre Schwester Lisa Mücksch, die mit einem ebenso beachtlichen zweiten Platz heimkehrte.

Für eine besondere Note sorgten die Pappenheimer „Sunnasänger“, die durch zahlreiche Auftritte mit dem Zither-Club eng verbunden sind. Mit fränkischem Liedgut wie „Woi mei Kunerla gheirat hob“ oder „Wenn i mei Sens’n dengl“ wussten sie das Publikum auf gewohnt heitere Weise zu begeistern.

Ein besonderer musikalischer Höhepunkt war der Auftritt der Familienmusik Harrer aus Möckenlohe. Mit Tuba, Harmonika und Kontrabass und Gesang brachten sie ein lebendiges Repertoire auf die Bühne – darunter die „lustigen Strohschneider“, das Lied vom Regenschirm und Rollmops sowie den 1976er Gassenhauer „Schmidtchen Schleicher“ von Nico Haak. Ihre Darbietungen verliehen dem Abend kraftvollen Schwung und einen augenzwinkernden Charme.

Mit handgemachter Musik, Okarina und Harmonika traten Kerstin und Sebastien Koch als „Mörnsheimer Stieglitzenmusi“ auf. Ihren Namen haben sie sich aus einer örtlichen Anekdote gegeben. Einst entfloh einem Mörnsheimer Bürger ein Stieglitz, woraufhin man kurzerhand die Tore des Marktes schloss, um den Vogel an der Flucht zu hindern – ein Ereignis, der den Mörnsheimern den Spitznamen „Stieglitzenfänger“ einbrachte. Und natürlich hatten die Kochs einen Stieglitz mitgebracht.

Zwischen den musikalischen Beiträgen sorgte Gisela Hausner aus Preith mit heiteren und besinnlichen Geschichten, Gedichten und Moritaten in oberbayerischer Mundart für stimmungsvolle Zwischentöne. Besonders bewegend war ihr Vortrag des Friedensliedes von Helmut Zöpfl, in dem die verbindende Kraft von Musik als Sprache des Friedens eindrucksvoll zum Ausdruck kam.

Nach dem gemeinsamen Schluss Lied „„Is denn scho so spat auf d’Nacht“ bedankte sich Claudia Mücksch bei allen Mitwirkenden für ihre engagierten Beiträge. Jede Musikgruppe erhielt ein Präsent sowie eine Solnhofener Steinplatte mit Erinnerungsspruch – eine liebevolle Geste im Zeichen des Jubiläums. Ein besonderer Dank galt Pfarrer Jürgen Bauer-Störch, der den Pfarrstadel für diesen gelungenen Konzertabend zur Verfügung gestellt hatte.

Die Klasse des Sänger und Musikantentreffens hat sicher bei vielen Besuchern das Interesse an den weiteren Veranstaltungen im Jubiläumsjahr des Zither-Clubs geweckt.

Am Sonntag, den 24. August 2025, lädt der Verein um 20:00 Uhr zur musikalischen „Sternenhimmelzeit“ in die Sola-Basilika ein und am Samstag, 4. Oktober 2025, folgt um 17:00 Uhr das Jugendkonzert „grenzenlos“ in der Sola-Halle.