Naturstein aus Altmühlfranken begeisterte

Wie entsteht Naturstein, wie wird er verarbeitet und welche Möglichkeiten bietet er in der modernen Architektur? Antworten auf diese Fragen erhielten kürzlich rund 25 Studierende des Bachelorstudiengangs Architektur der Hochschule München bei einer Exkursion in die Natursteinregion Altmühlfranken.

Im Mittelpunkt standen Besuche in den Steinbrüchen und Werken der SSG Solnhofen Stone Group. Dort konnten die angehenden Architektinnen und Architekten die gesamte Wertschöpfungskette von Solnhofener Naturstein und Jura-Kalkstein kennenlernen – von der Gewinnung des Rohmaterials bis zur Weiterverarbeitung im Werk.

Neben Werksführungen standen auch Besichtigungen der Steinbrüche auf dem Programm. Ein besonderer Höhepunkt war die Vorführung von Hackstockmeister Hassan Senner im Steinbruch für Solnhofener Naturstein. Darüber hinaus arbeiteten die Studierenden im Rahmen eines Workshops direkt vor Ort an einer praktischen Übungsaufgabe und erhielten so einen unmittelbaren Einblick in die Arbeit mit dem Naturmaterial.

Die Grundlagen für die Exkursion wurden bereits im Sommer 2025 geschaffen. Damals nahmen die Hochschule München, die Wirtschaftsförderung des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen sowie die Stadt Treuchtlingen erste Gespräche auf. In diesem Zusammenhang besuchte Professor Thomas Neumann die Region, um die Unternehmen der Natursteinbranche kennenzulernen und sich über die Gewinnung, Verarbeitung und Einsatzmöglichkeiten des Werkstoffs zu informieren.

Ziel der Beteiligten ist es, Studierenden die Besonderheiten des Natursteins aus Altmühlfranken näherzubringen und das Bewusstsein für die Eigenschaften regionaler Baustoffe zu stärken. Exkursionen dieser Art ermöglichen praxisnahe Einblicke und fördern das Verständnis für nachhaltiges Bauen sowie für langlebige und wertbeständige Materialien.

Gleichzeitig verfolgen die Wirtschaftsförderungen des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen und der Stadt Treuchtlingen mit solchen Projekten auch das Ziel, den Wirtschaftsstandort Altmühlfranken zu stärken und junge Fachkräfte frühzeitig für die Branche zu begeistern. Die Gewinnung und Verarbeitung von Naturstein prägt die Region seit Generationen und stellt bis heute einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Der Austausch zwischen Hochschulen, Handwerksbetrieben und Unternehmen eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven und macht die Region als Arbeits- und Wirtschaftsstandort erlebbar.

„Natursteinprodukte aus Altmühlfranken, insbesondere Solnhofener Naturstein und Jura-Kalkstein, stehen beispielhaft für Qualität, Langlebigkeit und regionale Wertschöpfung. Umso erfreulicher ist das Interesse der Studierenden an den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten dieser besonderen Baustoffe“, betont Marina Stoll, Wirtschaftsförderin der Stadt Treuchtlingen.

Die Exkursion wird von allen Beteiligten als gelungener Auftakt für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Unternehmen und den regionalen Wirtschaftsförderungen gewertet. Nach der positiven Resonanz soll der Austausch fortgesetzt und künftig um weitere Partner erweitert werden. Geplant sind bereits weitere Veranstaltungen rund um das Thema Naturstein in der Wirtschaftsregion Altmühlfranken.

Titelfoto: Almut Lamm / SSG Solnhofen Stone Group




5. Altmühlfränkischen Bierkönigin wurde gekrönt

Beim SeenLandMarkt in Absberg stand die altmühlfränkische Braukultur im Mittelpunkt. Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung wurde die 4. Altmühlfränkische Bierkönigin Luisa Dudel verabschiedet und zugleich ihre Nachfolgerin Eva Maria Pawlicki zur 5. Altmühlfränkischen Bierkönigin gekrönt.

Den Auftakt bildeten die Grußworte von Bürgermeister Helmut Schmaußer und Landrat Markus Gläser. Beide hoben die Bedeutung der Bierkönigin als Botschafterin der regionalen Braukultur und der Region Altmühlfranken hervor.

Anschließend führte Landrat Markus Gläser durch die Abdankung und Inthronisation. Die scheidende Bierkönigin Luisa Dudel ließ ihre Amtszeit Revue passieren und erinnerte an zahlreiche Begegnungen, Feste und Veranstaltungen, bei denen sie die altmühlfränkischen Brauereien vertreten durfte. Verabschiedet wurde sie unter anderem von Annemarie Mack, der amtierenden „Altmühltaler Lamm“-Königin, die ihr für ihr Engagement und ihren Einsatz dankte.

Bei der Krönung erhielt Eva Maria Pawlicki die Krone aus den Händen ihrer Vorgängerin Luisa Dudel. Landrat Markus Gläser überreichte ihr die Schärpe, Bürgermeister Helmut Schmaußer den „Goldenen Zapfhahn“. Unterstützt wird die neue Bierkönigin von den fünf regionalen Brauereien Felsenbräu, Brauerei Wurm, Fürst Carl Schlossbrauerei, Wettelsheimer Bier und der Brauerei Pröls.

In ihrer Ansprache bedankte sich Eva Maria Pawlicki für das entgegengebrachte Vertrauen. Zugleich betonte sie ihre enge Verbundenheit mit der Region und der altmühlfränkischen Brautradition. Die 24-Jährige hatte sich zuvor im Auswahlverfahren gegen weitere Bewerberinnen durchgesetzt. Die Jury überzeugte sie insbesondere mit ihrer offenen und authentischen Art sowie ihrem Wissen über die regionalen Brauereien.

Ein weiterer Höhepunkt des Tages war der traditionelle Fassanstich durch die neue Bierkönigin. Danach kamen alle Beteiligten zu einem Gruppenfoto auf der Bühne zusammen, bevor die Königinnen gemeinsam mit den Gästen über den SeenLandMarkt flanierten.

Mit der Krönung von Eva Maria Pawlicki beginnt nun ein neues Kapitel für die Altmühlfränkische Bierkönigin. In den kommenden zwei Jahren wird sie die Region und ihre Brauereien bei zahlreichen Festen und Kirchweihen repräsentieren.

Wer die Altmühlfränkische Bierkönigin für Veranstaltungen buchen möchte, kann sich an das Regionalmanagement Altmühlfranken wenden. Ansprechpartnerin ist Vanessa Scherer unter der Telefonnummer 09141 902-196 oder per E-Mail an bierkoenigin@altmuehlfranken.de.

Titelfoto: Claudia Wagner / Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen.

 




Kita Erlebniswelt Pappenheim sucht Unterstützung

Der BRK Kreisverband Südfranken verstärkt sein Team in der BRK Kita Erlebniswelt in Pappenheim und sucht zum 1. September 2026 Reinigungskräfte in Teilzeit auf Minijob-Basis. Damit bietet sich für Interessierte die Möglichkeit, Teil eines großen sozialen Trägers in der Region zu werden.

Der Kreisverband zählt nach eigenen Angaben rund 18.000 Mitglieder, etwa 2.400 Ehrenamtliche sowie knapp 800 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit mehr als 30 Einrichtungen in den Bereichen Rettungsdienst, Pflege und Kindergärten gehört das Bayerische Rote Kreuz zu den bedeutenden sozialen Dienstleistern in Südfranken.

Zu den Aufgaben der neuen Reinigungskräfte gehört die gewissenhafte Reinigung der zugeteilten Räumlichkeiten nach festgelegtem Reinigungsplan und unter Einhaltung der fachlichen Vorgaben. Auch die Vertretung anderer Reinigungskräfte bei Abwesenheit gehört zum Tätigkeitsbereich.

Gesucht werden zuverlässige und sorgfältige Bewerberinnen und Bewerber mit hohem Hygienebewusstsein, körperlicher Belastbarkeit sowie einer eigenständigen Arbeitsweise. Gute Deutschkenntnisse und ein Führerschein werden vorausgesetzt. Zudem erwartet das BRK die Identifikation mit den Grundsätzen des Roten Kreuzes.

Der Kreisverband verweist auf abwechslungsreiche Tätigkeiten sowie eine Vergütung nach den Tarifbestimmungen des Bayerischen Roten Kreuzes. Zusätzlich werden Jahressonderzahlungen, eine betriebliche Altersvorsorge und Angebote im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements genannt.

Bewerbungen können an den BRK Kreisverband Südfranken, Bewerbermanagement, Rothenburger Straße 33 in 91781 Weißenburg gerichtet werden. Ansprechpartnerin ist Kerstin Wild unter der Telefonnummer 09141 8699-44 oder per E-Mail an bewerbung@kvsuedfranken.brk.de.

 




Pappenheim verabschiedet sieben Mitglieder aus dem Stadtrat

Mit der letzten ordentlichen Sitzung des Stadtrates der laufenden Legislaturperiode wurden am 23. April 2026 in Pappenheim sieben Mitglieder des Stadtrates aus ihren Ämtern verabschiedet. Von Abschiedsstimmung war während der Sitzung zunächst wenig zu spüren, da eine Tagesordnung mit richtungsweisenden Themen abzuarbeiten war. Hierzu wird gesondert berichtet. Erst zum Ende des öffentlichen Teils rückte mit der Verabschiedung mehrerer Mitglieder des Gremiums eine feierliche Stimmung in den Mittelpunkt.

Bürgermeister Florian Gallus würdigte in seiner Ansprache das Engagement der ausscheidenden Stadtratskolleginnen und -kollegen. Er betonte, dass alle – unabhängig von der Dauer ihrer Zugehörigkeit – Verantwortung übernommen und die Entwicklung Pappenheims aktiv mitgestaltet hätten. Manche hätten das Gremium über Jahrzehnte geprägt, andere kürzer, doch stets sei es um das gemeinsame Ziel gegangen, die Stadt voranzubringen.

Gallus hob insbesondere das ehrenamtliche Engagement hervor, das neben Beruf, Familie und weiteren Verpflichtungen geleistet wurde. Die Bereitschaft, sich in komplexe Themen einzuarbeiten, Diskussionen zu führen und tragfähige Entscheidungen zu treffen, sei keine Selbstverständlichkeit. Dabei habe sich die Zusammenarbeit im Stadtrat stets durch ein respektvolles und parteiübergreifendes Miteinander ausgezeichnet.

Gallus unterstrich in seiner Rede die persönliche Bedeutung der Zusammenarbeit während seiner bisherigen Amtszeit. Diese sei stets von Vertrauen geprägt gewesen und habe die Grundlage für eine funktionierende kommunale Arbeit gebildet. Die Spuren, die die Ausscheidenden in Projekten, Beschlüssen und im Miteinander hinterlassen hätten, würden in Pappenheim und seinen Ortsteilen sichtbar bleiben.

Mit einem herzlichen Dank verband der Bürgermeister die besten Wünsche für die Zukunft – verbunden mit der Hoffnung, dass die gemeinsame Zeit im Stadtrat in guter Erinnerung bleibt.

Als äußeres Zeichen der Wertschätzung überreichte Bürgermeister Gallus eine Ehrenurkunde sowie einen Pappenheimer Regenschirm, der kürzlich in seiner dritten Auflage bei Päckert’s Landhausmoden vorgestellt wurde – ein ebenso praktisches wie charmantes Präsent, das in Pappenheim in vielerlei Hinsicht Bedeutung erlangen kann.

Verabschiedet wurden im Einzelnen:

Christa Seuberth
ist im Pappenheimer Festjahr 2002 in den Stadtrat gewählt worden. Sie war viele Jahre Kulturreferentin und seit dem 1. Mai 2020 sechs Jahre lang 3. Bürgermeisterin der Stadt Pappenheim. Sie beendet ihre Tätigkeit im Stadtrat auf eigenen Wunsch und hat bei der Kommunalwahl 2026 nicht mehr kandidiert. Im Kreis der SPD-Fraktion wurde sie bereits bei einer Abschiedsfeier im Hotel-Gasthof Zur Sonne verabschiedet, sodass die SPD-Fraktionsvorsitzende Anette Pappler in ihrer kurzen Laudatio auf eine bewegte gemeinsame Zeit zurückblickte, die von Höhen und Tiefen gekennzeichnet war. Dabei habe es auch Zeiten gegeben, in denen viel gestritten wurde. Allerdings, so zeigte sich Pappler überzeugt, seien Auseinandersetzungen immer mit dem Blick auf das Beste der Stadt geführt worden. Sie nutzte die Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass die Fraktion nun ihren Weg gefunden habe und dass insbesondere der gemeinsame Kommunalwahlkampf im Schulterschluss mit CSU, Freien Wählern und Bürgerliste in der Öffentlichkeit gut angekommen sei, was auch durch Rückmeldungen „höherer Stellen“ immer wieder gelobt worden sei.

Friedrich Hönig
begann sein Amt im Jahre 1996, als Bürgermeister Peter Krauß erstmals gewählt wurde. Nach einer Amtspause in der Legislaturperiode 2002–2008 wurde er 2008 wieder in den Stadtrat gewählt, wo er nun 24 Jahre lang Sitz und Stimme hatte. Walter Otters, der Fraktionsvorsitzende, charakterisierte Hönig treffend als einen Amtskollegen, der mit besonderen Wortbeiträgen oft eine ganz eigene Sicht der Dinge ins Spiel brachte und diese hinterfragte. Damit habe er zuweilen Augenrollen und Schmunzeln bei den Ratsmitgliedern und den Zuhörern ausgelöst. Wenn Friedrich Hönig mit seinen Ausführungen auch manchmal als nervig empfunden worden sei, so habe er mit seinen Anmerkungen sehr oft recht gehabt, bestätigten Otters und Bürgermeister Gallus gleichermaßen. Mit einem „unheimlichen Gedächtnis“ und einer tiefen Kenntnis der Dinge sei Hönig ein wichtiger Bestandteil der Fraktion der Freien Wähler gewesen, den man sehr vermissen werde.

Karl Satzinger
war seit 2014 zwölf Jahre lang Stadtrat und wurde von seinem Parteikollegen Roland Kiermeyer verabschiedet, der ihm – verbunden mit den besten Wünschen – eine flüssige Köstlichkeit aus seiner Lieblings-Urlaubsregion Südtirol überreichte.

Heiko Loy
war von 2014 bis 2020 Ortssprecher von Neudorf, bevor er im Mai 2022 als Nachrücker für Stadtrat Markus Gegg in das Gremium einzog. Bei der Kommunalwahl 2026 trat er nicht mehr zur Wahl an. Als amtierender Fraktionsvorsitzender betonte er, dass ihm die Arbeit im Stadtrat Spaß gemacht habe, und bedankte sich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit.

Sophie Wurm
wurde im Jahr 2020 erstmals in den Stadtrat gewählt und hatte zeitweise den Vorsitz der CSU-Fraktion inne. 2026 hat sie aus beruflichen Gründen nicht mehr für den Stadtrat kandidiert.

Mathias Strobl
war seit 2020 sechs Jahre lang engagierter Ortssprecher für Zimmern, wo er unter anderem die Verlagerung des Kinderspielplatzes konsequent und mit langem Atem erfolgreich vorangetrieben hat. Auch er hat aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtet.

Adelheid Wenninger
wurde im Dezember 2025 als Nachrückerin für die zurückgetretene Stadträtin Bettina Balz vereidigt. In ihrer kurzen Amtszeit hat sie sich mit zum Teil markanten Wortbeiträgen, insbesondere beim Thema Bauwesen, in die Diskussion eingebracht.

Wurden von Bürgermeister Florian Gallus mit Ehrenurkunden und Präsent aus ihren Ämtern verabschiedet: v.l. Matthias Strobl, Ortssprecher Zimmern, Bürgermeister Gallus, Adelheid Wenninger, Christa Seuberth, Friedrich Hönig, Karl Satzinger, Heiko Loy, Sophie Wurm




Offener Brief zum abgesagten Historisches Stadtfest 2027 in Pappenheim

Mit viel Herzblut vorbereitet und von breiter Unterstützung aus der Bürgerschaft getragen, sollte das Historische Stadtfest ein besonderer Höhepunkt im Jubiläumsjahr zur ersten urkundlichen Erwähnung Pappenheims im Jahre 802 werden. Doch der Stadtrat hat dem Vorhaben am 22.01.2026 mit 12:1 Stimmen eine Absage erteilt. Dennoch bleibt die Idee eines solchen Festes in Pappenheim im Gespräch. Die Initiatorinnen Agnes Enderlein und Angelika Starzl richten ihren Dank in einem offenen Brief an alle Mitwirkenden. Der Brief ist nachfolgend abgedruckt

Offener Brief an alle Mitstreiter und Helfer des geplanten
Historischen Stadtfestes 2027

Liebe Pappenheimer,

wahrscheinlich hat es sich schon herum gesprochen.
Das geplante historische Stadtfest 2027 findet leider nicht statt.

Trotz hervorragender Vorarbeit aller Mitglieder des Organisationsteams konnten wir die Verwaltung und die Stadträte der Stadt Pappenheim leider nicht überzeugen, die Schirmherrschaft zu übernehmen.
Der damit verbunden Arbeitsaufwand durch den Bauhof und die Verwaltung, sowie das finanzielle Risiko erschien dann wohl doch zu unüberschaubar.

Das Organisationsteam ist sehr enttäuscht, da gerade die große Unterstützung so vieler Pappenheimer für dieses Projekt, ein besonderes Zeichen für sozialen Zusammenhalt in und mit unseren Ortsteilen und der Kernstadt zeigte.
Natürlich verstehen wir auch die Bedenken seitens der Stadt Pappenheim und bedanken uns bei Bürgermeister Florian Gallus, der sich im Vorfeld für mehrere Treffen die Zeit genommen hatte.

Trotzdem wäre es aus unserer Sicht durchaus durchführbar gewesen, da das komplette Rahmenprogramm bereits fix und fertig organisiert war; inklusive Fieranten, Bands der geplanten Konzerte, historisches Lagerleben und vielen Einzelakteuren etc.
Die Stadt Pappenheim sicherte allerdings zu, das Projekt nicht ganz ad acta zu legen und vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt erneut aufzugreifen.
Es war wohl einfach der falsche Zeitpunkt.

Das Organisationsteam bedankt sich ganz ausdrücklich bei allen Pappenheimern, die uns spontan und ehrenamtlich ihre Hilfe angeboten haben. Und die Initiatoren bedanken sich ganz besonders bei den Mitgliedern des Organisationsteams für die tolle Arbeit.

Vielen herzlichen Dank

Agnes Enderlein, Angelika Starzl
Pappenheim

Hinweis:
Leserbriefe geben immer die Meinung des Verfassers wieder. Sie sind nicht eine Stellungnahme des Pappenheimer Skribenten.




Aktiv Mühle startet mit Umweltaktion in die neue Saison

Mit dem Start in die neue Saison verbindet die Aktiv Mühle in Solnhofen Freizeitspaß und Engagement für die Natur. Seit Anfang April läuft der Betrieb wieder, ein besonderer Höhepunkt folgt am 26. April mit einer gemeinsamen Umweltaktion auf der Altmühl.

An diesem Tag lädt der Outdoor-Anbieter zu einer kostenfreien Kanutour ein, die nicht nur Bewegung auf dem Wasser verspricht, sondern auch einen praktischen Beitrag zum Umweltschutz leistet. Die Teilnehmenden sammeln gemeinsam Müll aus der Altmühl. Begleitet werden sie von erfahrenen Guides sowie Fachleuten des Naturparks Altmühltal, die Einblicke in die Auswirkungen von Abfällen auf das empfindliche Ökosystem geben. Die Tour klingt im Gasthaus der Aktiv Mühle bei Kaffee und Kuchen aus. Organisiert wird die Aktion in Zusammenarbeit mit dem Naturpark Altmühltal und der Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen.

Für die Betreiberfamilie Streicher ist das Engagement Teil eines größeren Ansatzes. Seit der Übernahme im Jahr 2024 wurde die traditionsreiche Anlage behutsam weiterentwickelt. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, der Naturerlebnis und Erholung abseits des großen Trubels miteinander verbindet. Die erste Saison bewertet Geschäftsführerin Katrin Streicher als erfolgreich, die Nachfrage sei hoch gewesen, insbesondere bei Gruppenangeboten wie Klassenfahrten und Firmenevents.

Auch 2026 deutet sich eine gute Auslastung an. Gleichzeitig sollen gezielt die ruhigeren Zeiten im Frühjahr und Herbst gestärkt werden, um das Altmühltal als Ganzjahresziel zu etablieren. Ergänzend zum Outdoor-Programm entwickelt sich die Aktiv Mühle zunehmend zur Veranstaltungsadresse. Ab Juni sind regelmäßige Konzerte im Biergarten geplant, den Auftakt macht eine Swing-Jazz-Band.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Angeboten für Familien. In den Sommerferien werden Erlebniswochen mit Kanutouren, Kreativprogrammen und gemeinsamen Aktivitäten angeboten. Übernachtungen sind flexibel möglich, vom Zelt bis zum komfortablen Glamping.

Die Aktiv Mühle selbst blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das rund 400 Jahre alte Anwesen verbindet heute naturnahen Tourismus mit einem vielseitigen Freizeitangebot auf und entlang der Altmühl. Dabei soll auch künftig gelten, was die Betreiber als Leitgedanken formulieren: Natur genießen und gleichzeitig Verantwortung für sie übernehmen.




Moderne Räume und große Resonanz bei Zweirad Schleussinger in Pappenheim

Mit einem Tag der offenen Tür hat Zweirad Schleussinger in Pappenheim die Einweihung seiner neuen Räumlichkeiten gefeiert. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von den modernisierten und erweiterten Bereichen zu machen und zugleich mit dem Team ins Gespräch zu kommen.

Schon bei der Eröffnung wurde deutlich, dass das Interesse groß ist. Viele Gäste aus Pappenheim und der Umgebung schauten vorbei, um die neuen Räume kennenzulernen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich über das aktuelle Angebot rund um Fahrräder und Krafträder zu informieren. Dabei stand nicht nur die Technik im Mittelpunkt, sondern auch die Freude darüber, dass sich ein seit Jahren bekannter Fachbetrieb weiterentwickelt und zugleich fest am Standort verwurzelt bleibt.

Die neuen Räumlichkeiten bieten dem Unternehmen nun mehr Platz und bessere Möglichkeiten für Präsentation, Beratung und Werkstattbetrieb. Gerade in einer Zeit, in der das Fahrrad für viele Menschen wieder stärker an Bedeutung gewinnt – sei es im Alltag, in der Freizeit oder beim sportlichen Fahren – ist dies auch ein sichtbares Zeichen für Zukunft und Kontinuität.

Der Tag der offenen Tür war deshalb weit mehr als nur eine Besichtigung. Er wurde für viele Gäste zu einem angenehmen Treffpunkt, an dem Erinnerungen, persönliche Gespräche und das Interesse an Mobilität auf zwei Rädern zusammenkamen. Die familiäre Atmosphäre und die Offenheit, mit der Besucher empfangen wurden, prägten den gesamten Tag.

Für Zweirad Schleussinger markiert die Einweihung einen wichtigen Schritt. Zugleich zeigt sich darin auch, wie sehr sich ein Handwerks- und Fachbetrieb in Pappenheim immer wieder neu aufstellt, ohne ihre Wurzeln aus dem Blick zu verlieren.

Ein Haus mit Geschichte
Der Standort selbst blickt auf eine bemerkenswerte gewerbliche Vergangenheit zurück. Bereits vom 1. Mai 1964 bis zum 25. September 1968 wurde dort von Josef Michel eine Esso-Tankstelle errichtet und betrieben.

Ab dem 27. September 1968 führte Bruno Ernst an dieser Stelle eine Tankstelle mit Kfz-Werkstätte und einer Fiat-Vertretung. Dieser Betrieb bestand bis zum 31. März 1987.

Zum 1. April 1987 übernahm Gerhard Felsch das Anwesen und führte dort bis zum 31. Dezember 1990 eine Subaru-Kfz-Werkstatt mit Zubehörhandel.

Seit 1991 ist der Name Günter Schleussinger fest mit dem Standort verbunden. Mit einem Betrieb für Fahrräder und Krafträder begann damals ein neues Kapitel in der Geschichte des Hauses. Dass nun erneut investiert und erweitert wurde, zeigt, wie lebendig sich dieser inzwischen traditionsreiche Standort in Pappenheim weiterentwickelt.




Bummeln, genießen und entdecken beim Frühlingserwachen in Pappenheim

Wenn in Pappenheim der Frühling Einzug hält, dann wird die historische Altstadt wieder zum Treffpunkt für Besucher aus nah und fern. Am Sonntag, 15. März, lädt das „Frühlingserwachen“ von 11 bis 17 Uhr dazu ein, durch Straßen und Gassen zu bummeln, regionale Angebote zu entdecken und einen abwechslungsreichen Tag für die ganze Familie zu erleben.

Zahlreiche Aussteller, Vereine und Anbieter aus der Region präsentieren entlang der Veranstaltungsflächen ihre Produkte und Aktionen. Das Angebot reicht von Garten- und Metallarbeiten über Mode, Kunsthandwerk und Dekorationsartikel bis hin zu regionalen Lebensmitteln und Spezialitäten. Auch kulinarisch ist einiges geboten. Unter anderem sorgen Imbissstände, Süßwaren, frisch gebrannte Mandeln, Käse aus der Hofmolkerei sowie Kaffee und Kuchen für eine genussvolle Pause beim Bummel.

Besonders Familien mit Kindern dürfen sich auf viele Mitmachangebote freuen. So gibt es unter anderem eine Kinderrallye und eine Malstraße, Kinderschminken, Spieleangebote sowie ein Kinderkarussell und Entenangeln. Auch die Freiwillige Feuerwehr beteiligt sich mit einem Wasserspiel, während verschiedene Einrichtungen und Vereine ihre Arbeit vorstellen.Ein weiterer Programmpunkt ist eine Stadtführung, die um 14 Uhr am Marktplatz beginnt.
Damit verbindet das Frühlingserwachen in Pappenheim vieles, was den Reiz der Veranstaltung ausmacht. Ein entspannter Einkaufsbummel, kulinarische Genüsse, Informationen aus der Region und zahlreiche Angebote für Kinder sorgen dafür, dass sich ein Besuch für die ganze Familie lohnt. Wer also Lust auf einen frühlingshaften Ausflug hat, findet in Pappenheim am 15. März viele gute Gründe vorbeizuschauen.

 




Pappenheim bestätigt Florian Gallus im Amt

Bei der Bürgermeisterwahl im Rahmen der Kommunalwahl 2026 haben die Bürgerinnen und Bürger in Pappenheim Amtsinhaber Florian Gallus erneut das Vertrauen ausgesprochen. Mit 1.430 Stimmen wurde er für eine weitere Amtszeit als Bürgermeister der Stadt bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,9 Prozent.

Gallus war bei der Wahl der einzige aufgestellte Kandidat. Von den insgesamt 1.936 abgegebenen gültigen Stimmen entfielen 82,5 Prozent auf ihn.

Auf den Stimmzetteln fanden sich darüber hinaus auch 304 sogenannte wählerbenannte Personen. Dabei handelt es sich um von Wählerinnen und Wählern handschriftlich eingetragene Namen. Diese beziehen sich auf Personen, die aufgrund von Alter und Wohnort grundsätzlich die Voraussetzungen erfüllen würden, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen.

Mit dem nun vorliegenden Ergebnis bleibt Florian Gallus weiterhin an der Spitze der Stadt Pappenheim. Die endgültigen Zahlen werden nach der offiziellen Feststellung des Wahlergebnisses erforderlichenfalls ergänzt.

Zusammenfassung der Zahlen:




Osterdorfer Feuerwehr stellt sich neu auf und ehrt verdiente Mitglieder

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Osterdorf standen personelle Weichenstellungen, zahlreiche Ehrungen und der Rückblick auf ein ereignisreiches Jahr im Mittelpunkt.

In seiner Begrüßung hieß der neue 1. Vorstand Manuel Schleußinger neben den Feuerwehrmitgliedern auch eine Reihe prominenter Gäste willkommen, darunter Landrat Manuel Westphal, Bürgermeister Florian Gallus, Kreisbrandrat Volker Satzinger, Kreisbrandmeister Matthias Geck sowie die Ehrenvorstände Edmund Just und Walter Otters.

Von links: KBM Matthias Geck, Erwin Stoll, Bgm. Florian Gallus, Landrat Manuel Westphal, Helmut Hüttinger, Martin Fellner, Karl Meyer, Bernd Renner, Walter Otters, KBR Volker Satzinger, Stefan Just

Große Ehrungen für langjährige Verdienste
Im Namen des Freistaats Bayern zeichnete Landrat Westphal zwei aktive Mitglieder aus: Martin Fellner erhielt für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst das Ehrenzeichen in Gold, Bernd Renner wurde für 25 Jahre mit dem Ehrenzeichen in Silber geehrt.

Zudem wurden für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft Helmut Hüttinger, Karl Meyer, Walter Otters, Erwin Stoll sowie der krankheitsbedingt abwesende Werner Hüttinger gewürdigt. Kreisbrandrat Satzinger und Kreisbrandmeister Geck betonten in ihren Grußworten die Vorbildfunktion dieser Jubilare und lobten das ehrenamtliche Engagement der Osterdorfer Wehr.

Einsätze, Übungen und Ausbildungen im Jahr 2025
Kommandant Florian Burggraf berichtete von insgesamt drei Einsätzen im vergangenen Jahr. Der erste Einsatz erfolgte am 15. April 2025 nach einem Verkehrsunfall auf der Straße Richtung Pappenheim. Hier war die Osterdorfer Wehr mit 14 Kräften rund viereinhalb Stunden im Einsatz, um die Unfallstelle abzusichern.

Am 19. Juli 2025 brannte der Mähdrescher eines Kameraden – glücklicherweise nicht mitten im Feld. Gemeinsam mit der Feuerwehr Geislohe konnten die Glutnester schnell gelöscht und größerer Schaden verhindert werden.

Der dritte Einsatz war ein Gasflaschenbrand am 29. September 2025. Acht Feuerwehrmänner rückten aus, beim Eintreffen war das Feuer jedoch bereits erloschen – nicht etwa, weil man zu spät kam, sondern weil die Flamme mangels Gaszufuhr von selbst erlosch.

Insgesamt wurden elf Übungen abgehalten, darunter eine größere Gemeinschaftsübung am Reiterhof in Geislohe, an der auch die Wehren aus Göhren, Pappenheim und Geislohe teilnahmen. Besonders hervorgehoben wurde der Übungsfleiß von Julian Stettinger, der an allen Übungen teilnahm.

Die Inspektion am 26. April verlief erfolgreich. Das Übungsobjekt war die ehemalige Beizhalle; die Ausrüstung wurde von Kreisbrandinspektor Anton Brattinger und Kreisbrandmeister Matthias Geck für ihren guten Zustand gelobt.

Auch im Ausbildungsbereich war die Osterdorfer Wehr aktiv: Sieben Mitglieder – Michael Oeder, Jonas Halbmeyer, Kevin Stettinger, Julian Stettinger, Luis Hüttinger, Moritz Hüttinger und Simon Franke – schlossen die Funkausbildung erfolgreich ab. Vier Kameraden – Michael Oeder, Jonas Halbmeyer, Marco Mürl und Gerd Obernöder – absolvierten die Atemschutzausbildung.

Eine besondere Wertschätzung erhielt die Feuerwehr auch von der Familie Walhöfer, die nach einer Türöffnung eine Spende in Höhe von 100 Euro überreichte.

Ein Dank an die scheidende Führungskräfte
Emotional wurde es bei der Verabschiedung langjähriger Führungskräfte: Stefan Just, 30 Jahre in der Vorstandschaft tätig – davon 6 Jahre als 1. Vorstand und 18 Jahre als Kommandant – sowie Dieter Mürl und Andreas Stettinger, der 24 Jahre als stellvertretender Kommandant diente, wurden mit großem Applaus bedacht. Kreisbrandmeister Geck überreichte Stettinger als Dankeschön einen Freiplatz im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain, ein zweiter Freiplatz ist für Stefan Just im kommenden Jahr vorgesehen.

Neue Führungskräfte – Beginn eines Generationenwechsels
Mit der Wahl von Manuel Schleußinger zum 1. Vorstand und Markus Ranzenberger zu seinem Stellvertreter, Andreas Stettinger zum Schriftführer sowie der Bestätigung von Markus Obernöder als Kassier ist die Vorstandschaft für die kommenden sechs Jahre komplett.

Auch in der Einsatzleitung beginnt ein Generationenwechsel. Florian Burggraf wurde als Kommandant im Amt bestätigt, ihm steht künftig Marco Mürl als neuer Stellvertreter zur Seite. Die Wahlleitung übernahm Bürgermeister Gallus, der der Wehr für ihren verlässlichen Einsatz dankte.

Gemeinschaft und Ausblick
Die gute Zusammenarbeit innerhalb der Feuerwehr und mit den benachbarten Wehren wurde mehrfach betont. Als Ausblick wurde die Teilnahme an der Einweihung des neuen TSF-W-Fahrzeugs in Neudorf am 28. März angekündigt. Zudem wurde Moritz Hüttinger offiziell zum neuen Fahnenträger ernannt.

Mit einem herzlichen Dank an alle Aktiven und einem Freibier für die Anwesenden klang der offizielle Teil der Versammlung aus – getreu dem Leitsatz der Osterdorfer Feuerwehr: Kameradschaft, Einsatzbereitschaft und ein starker Zusammenhalt.

Fotos: FFW Osterdorf




Kinderfasching der Sportfreunde Bieswang begeistert wieder mit buntem Programm

Mit einem fröhlich-bunten Nachmittag haben die Sportfreunde Bieswang einmal mehr unter Beweis gestellt, wie lebendig das Vereinsleben im südlichen Landkreis ist. Beim traditionellen Kinderfasching, der in der festlich geschmückten vereinseigenen Halle stattfand, war beste Stimmung garantiert.

Für Schwung und Heiterkeit sorgte dabei der „Gänsbuck-Express“, hinter dem sich verbarg. Mit viel Charme und Witz brachte er die jungen Gäste und ihre Familien in Bewegung und verbreitete ausgelassene Faschingslaune.

Ein besonderer Höhepunkt war der Auftritt der Dollnsteiner Jugendgarde unter der Leitung von Doris Keim. Mit großer Präzision und sichtbar viel Freude zeigten die jungen Tänzerinnen und Tänzer ihr Können und wurden dafür mit kräftigem Applaus belohnt.

Durch das bunte Programm führte Renate Süppel, die als Moderatorin gekonnt für den roten Faden und viele Lacher sorgte. Mit einem weiteren tänzerischen Glanzpunkt wartete Theresa Sinn und ihre Gruppe „Dance Kids“ auf. Ihre mitreißende Darbietung war ein weiteres Ausrufezeichen im abwechslungsreichen Ablauf des Nachmittags.

Der Kinderfasching war zugleich der gelungene Abschluss einer ereignisreichen Vereinsphase: Innerhalb weniger Wochen hatten die Sportfreunde Bieswang bereits ein Schafkopfturnier, eine Fackelwanderung und den Faschingsball organisiert. Veranstaltungen, die eindrucksvoll zeigen, wie engagiert der Verein daran arbeitet, Menschen jeden Alters zusammenzubringen und das Gemeinschaftsleben aktiv zu gestalten.

Titelfoto: SF Bieswang

 




Die Krone von Pappenheim im Arkadenfenster

Mit einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Arkadenfenster an der Stadtvogteigasse hat der Heimat- und Geschichtsverein Pappenheim und Ortsteile e.V. (HGV) am Freitag, 09. Januar 2026, das neue Jahr eingeläutet. Im Mittelpunkt der Präsentation steht die traditionsreiche „Krone von Pappenheim“ – ein Haus, das über Jahrhunderte hinweg zum Schauplatz bürgerlicher Feste, kultureller Höhepunkte und gesellschaftlicher Begegnung wurde.

Zur feierlichen Eröffnung der Ausstellung fanden sich zahlreiche Gäste ein, denen Renate Prusakow, die Vorsitzende des HGV, in ihrer Begrüßungsrede die Bedeutung der „Krone“ in der Geschichte Pappenheims näherbrachte. Dabei spannte sie einen weiten Bogen von der historischen Rolle des Gasthauses bis hin zur aktuellen Nutzung des Kronensaals. Prusakow erinnerte daran, dass die „Krone“ über Jahrzehnte hinweg vieles war: Gasthof und Poststation, Hotel, Metzgerei mit weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Stadtwurst, ein beliebtes Hochzeitslokal und nicht zuletzt Treffpunkt für Empfänge, Vereinsjubiläen, Faschingsbälle und Theateraufführungen. „Die Krone war stets die gute Stube der Stadt“, so Prusakow mit sichtlicher Begeisterung.

In der liebevoll gestalteten Ausstellung finden sich neben einer kompakten Textübersicht vor allem zahlreiche Fotografien, die an vergangene Zeiten und große Ereignisse im Kronensaal erinnern. Verantwortlich für die Gestaltung im Arkadenfenster zeichnet die Pappenheimer Künstlerin Brigit van der Gang, der die HGV-Vorsitzende für ihr Engagement herzlich dankte – ein Blumenstrauß war Zeichen dieses besonderen Dankes.

Ein freudiges Wiedersehen gab es auch mit Andrea und Albert Linke, die seit einigen Jahren mit viel Herzblut daran arbeiten, dem traditionsreichen Gebäude neues Leben einzuhauchen. Insbesondere der Kronensaal wurde von ihnen nach umfassenden Renovierungsmaßnahmen wieder in Betrieb genommen – ein Gewinn für die Stadt und ihre Festkultur. So finden dort inzwischen wieder Hochzeitsfeiern, Theateraufführungen, Jubiläen und andere Veranstaltungen statt. Auch die Gesellschaft Allniederlandts nutzt die Räumlichkeiten für ihre festlichen Abende im Rahmen der jährlichen Grosz-Weltumsegelung.

Ein besonderes Echo in der Erinnerung der Gäste rief auch der Rückblick auf die traditionellen Faschingsbälle hervor. Diese wurden im vergangenen Jahr vom CSU-Ortsverband Pappenheim wieder aufgenommen – und finden auch in diesem Jahr am 14. Februar mit dem Rockfasching ihre Fortsetzung.

Unerwartet große Aufmerksamkeit bei der Ausstellungseröffnung erregt das Verlesen einer historischen Speisekarte aus früheren Tagen, was bei den Anwesenden für Erstaunen und Schmunzeln zugleich sorgte. Hier stand zum Beispiel geschrieben, dass eine „Grießklößchensuppe „ 40 Pfennig und eine „Kalbsschulter mit Semmelkloß und Salat“ 3,80 DM gekostet haben – ein kleines Detail mit großer Wirkung.

Die Ausstellung im Arkadenfenster lässt erahnen, wie tief die „Krone“ im kollektiven Gedächtnis der Pappenheimerinnen und Pappenheimer verwurzelt ist. Sie ist ein Ort gelebter Geschichte – und Dank Andrea und Albert Linke auch weiterhin ein lebendiger Teil der Gegenwart.

Titelfoto: Marcus Wurm