Bieswang unterliegt im Flutlichtspiel

Ein Nachholspiel, das so recht in keinen Terminkalender passen wollte, endete für die Sportfreunde Bieswang mit einer ernüchternden 0 : 3-Niederlage. Unter schwierigen Bedingungen auf dem B-Platz und ohne echten Spielfluss setzte sich die abgeklärtere Mannschaft durch und nutzte ihre Chancen konsequent. Für die Gastgeber bleibt die Erkenntnis, dass trotz Einsatz vor allem in den entscheidenden Momenten die nötige Präzision fehlte.

(SFB) Dass die Nachholpartie erst für 19 Uhr angesetzt war, hatte jahreszeitlich bedingt zur Folge, dass man auf den B-Platz ausweichen musste, um die zweite Hälfte unter Flutlicht zu spielen. Auf das Flutlicht war Verlass, doch die Akteure kamen mit dem engen und schon wieder sehr harten Untergrund überhaupt nicht zurecht. Von einem Fussballspiel konnte man nicht reden. Letztlich bestimmten der Kampf, eine unendliche Anzahl von Zweikämpfen und ein völlig fehlender Spielfluss die neunzig Minuten. Die erste Chance des Spiels gehörte in der 4. Minute der Kiermeyer-Elf, der SG-Keeper konnte mit einer Parade gerade noch zur Ecke abwehren. In der Folgezeit herrschte oftmals Hochkonjunktur vor dem von Marco Schnitzlein gehüteten Heimtor. Einige Flanken und Abpraller beschäftigten die Defensive der Sportfreunde. So war es auch nicht verwunderlich, dass die ersten beiden Tore des Spiels auf Stellungsfehler und Ungenauigkeiten im Spielaufbau zurückzuführen waren. Johannes Kundinger kam beim 1 : 0 (19.) völlig frei zum Schuss, beim zweiten Tor brauchte Marco Eisenberger nur noch ins leere Tor einzuschieben. Dieser Doppelschlag binnen zehn Minuten bedeutete die „halbe Miete“ für die Gäste aus Oberbayern. Vor der Halbzeit hätte Stefan Kiermeyer bei seinem 23-Meter-Freistoß fast den Anschlusstreffer erzielt, wiederum lenke der Gästekeeper die Kugel zur Ecke. Im zweiten Abschnitt änderte sich im Prinzip nichts am Geschehen. Bieswang war fleißig und bemüht, kam aber gegen die robust auftretenden Gäste mit ihrem geschickten Stellungsspiel nicht wirklich zu ernsthaften Möglichkeiten. Hier eine Schusschance, dort eine Einschussmöglichkeit bei abgewehrten Bällen, recht viel mehr war es nicht. Das 3 : 0 war dann für alle am Sportplatz Anwesenden ein Leckerbissen. Marco Eisenberger ließ mehrere SF-Akteure stehen und schloss sein Solo erfolgreich ab (57.). Mit diesem Treffer war die Partie im Prinzip gelaufen. Beide Mannschaften spielten weiter wie bereits beschrieben, die Zeit verging und am Ende stand der Dreier der Gäste fest.

Das SG-Team war an diesem Tag nicht unbedingt besser bzw. überlegen. Es nutzte die wenigen Möglichkeiten einfach aus und spielte „ihren Stiefel“ herunter. Dennoch zeigte sich in vereinzelten und auch entscheidenden Situationen, wer der Dritte und wer der letzte in der A-Klassen-Tabelle ist. Es waren einfach diese Kleinigkeiten, die diesen Vergleich entschieden.

Nun gilt es, alle Kraft und Konzentration für das vorentscheidende Spiel beim SV Marienstein II am Sonntag (Anstoß ist erst um 16 Uhr) zusammenzunehmen. Letzter gegen Vorletzten, beide Teams sind punktgleich. Dass man nur drei Tage Pause hat, um sich wieder körperlich und geistig zu finden, muss kein Nachteil sein. Entscheidend ist, mit welchem Willen und mit welcher Einstellung man in die Partie geht und wie man sie annimmt. Bleibt zu hoffen, dass etwaige Blessuren mancher Akteure bis Sonntagnachmittag soweit im Griff sind, dass man eine möglichst schlagkräftige Elf zu den Eichstätter Vorstädtern schicken kann.

SF Bieswang: Marco Schnitzlein, Jan Matzelt, Florian Kraft, Lukas Störzer, Stefan Kiermeyer, Dominik Dietrich, Robin Krause, Janik Jakob, Niko Müller, Florian Störzer, Max Störzer, Simon Gerstner, Patrick Strunz, Matthias Bieberle, Marco Zolnhofer

Titelfoto: SF Bieswang